y.
nbeten am Non. 'm Per. der Ze-
Sin * '5
®etQten L?er. PW L mig nifen bi?
e v'e Pe. llemaltige nur bas und Tut ’“rd) de« Die NZ.
ein.
‘onffutl ästige At. ilanb. Ex ^gebieten ^polaren -Mschland. eutschland mb Osten tter. Zu. n Bereich das Aus. Zeit nicht
Morgens iufig auf. irmer, im ge.
Voraus« )lagen ge.
tags 20,7 eptember: Minimum i in 10 cm m 1. Sep- heindauer
i Lange.
e Bilden s Thyriot; Anzeigen- Znhalt der 36: 9350. i/s-Buch- ntlid) in tyiefrlid) 15$ mstags \x.
ö a,W
M
MIM KJ
iieenletund
rtehlei d«rdJ
500 g 40-5 500g 405 500g 454 538^
folsev
>b°nWL
H.186.- ;hon för , ) monatlich inverkaut:
Nie"
erhausen ie6en * nhofst*
<5* sSss StfÖj K-S ..et”’*1 ' “h »»9■16 rt durc1* LZ
Nr. 204 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Dienstags. September 1936
zum
Was der Paddler im Schilf erlebt
Ein fünfjähriges Nechengenie.
Aus Reval wird berichtet, daß man im dortigen Pädagogischen Institut einen fünfjährigen Knaben, Georg Pildoja, genau geprüft hat, der eine überraschende Rechenkunst bewies. Das Wunderkind hat allein Lesen und Schreiben gelernt, es kennt die vier Grundrechnungen vollkommen und er ist imstande, die schwierigsten Rechnungen im Kopf auszuführen. Die estnischen Gelehrten wollten auch das Zahlengedächtnis des Knaben bei flüchtiger Kenntnisnahme untersuchen und führten ihn zum Bahnhof, an dem ein Güterzug vorüberfuhr. Roch nach einer halben Stunde konnte der Knabe die vier Zahlen der zwölf Wagen, die da schnell an seinem Auge vorübergeglitten waren, ohne jede Stockung wiederholen.
Stimmung versetzte. Zu Ehren von Reichsminister Dr. Goebbels und seiner Frau veranstaltete anschließend der Herzog von Genua, der Kommandant der oberadriatischen Flottenstation, einen Empfang im Arsenal. Auf der Heimfahrt zum Hotel wurden dem Reichsminister von der begeisterten Bevölkerung herzliche Ovationen bereitet.
zntz Walter
Ich bin in Mannheim geboren und dort am Nationaltheater aufgewachsen. Schauspielunterncht erhielt ich von Willy Birgel. Sehr bestimmend
als Kapellmeister an das Reußische Theater in Gera. Es folgte im März 1936 nach Gastspiel das Engagement in Gießen, wo mich die reizvolle Aufgabe erwartet, die musikalische Führung der Operette zu übernehmen.
Maria Gerhardt:
„In Mainz, am schönen Rhein, da hab' ich meine Jugend verbracht!" Mein erstes Theatererlebnis in einem kleinen rheinhessischen Dorf war bestimmend ürs ganze Leben. Ein Jahr vor dem Maturum »in ich den engen Schulbänken ausgekniffen, nach Frankfurt, auf die Schauspielschule. Am Frank- urter Schauspielhaus wurde ich eingeweiht in das große Geheimnis des Theaters, um dann, nach zwei Jahren, erfüllt von alledem, was ich gelernt hatte, auf das deutsche Theater losgelassen zu werden. Am Stadttheater München-Gladbach verbrachte ich mein Anfängerjahr. Am Landestheater für Pfalz- und Saargebiet, Kaiserslautern und am Schlesischen Landestheater lernte ich Licht- und Schattenseiten eines Wandertheaters kennen. Nach zwei Jahren Memel kamen dann drei Jahre Hanau- Aschaffenburg. Mit der kommenden Spielzeit gehöre ich dem Ensemble des Gießener Stadttheaters an. Erfüllt von froher Arbeits- und Spiellaune hoffe ich, mich in einigen Wochen — als Chargenspielerin verpflichtet — persönlich vorstellen zu können.
für meine (Entwicklung war Richard D o r n s e i f f (jetzt Oberspielleiter am Landestheater in Stuttgart). Ich liebe das Theater und alles, was dazu gehört. Jetzt freue ich mich sehr auf die Arbeit in Gießen. (Verpflichtet als Naturbursche und jugendlicher Liebhaber.)
Krnst August Waltz
An der „Waterkant" in der Nähe von Hamburg wurde ich geboren. Schon während meiner Schulzeit verspürte ich den Drang zum Singen und
Neue Mitglieder des Gießener Stadttheaters stellen sich vor
gen auf die Ofizierslaufbahn zunichte. Ich wandte mich, da ich schon in manchen theatralischen Veranstaltungen der Theresianischen Akademie Bühnenbegabung hatte erkennen lassen, nun den Brettern, die die Welt bedeuten, zu. Mein Vater ließ mich in Wien ausbilden, und ich erhielt mein erstes Engagement 1924 in Troppau, dann folgte Teplitz- Schönau, Linz, Sommer 1935: Theater in der Josefsstadt Wien, Aussig. Ich darf sagen, daß ich in allen diesen Städten mit großem Erfolg tätig war. Es würde mich freuen, wenn es mir jetzt vergönnt fein sollte, in dem Lande, das besonders berufen und ausersehen ist, Heimstatt der deutschen Schauspielkunst zu sein, (als Charakterbonvivant) auch so erfolgreich zu wirken, wie es mir bisher gelungen ist, und wie ich es für die Zukunft erhoffe.
Hans H. Hampel:
Geboren am 2. Juni 1911 in Neumünster in Holstein. Erster Klavierunterricht mit vier Jahren. Nach Ablegung der Reifeprüfung mit 16 Jahren Hilfsorganist an der Apostel-Kirche Hamburg. 1928 Aufgabe des Orgelspiels und Eintritt in die Meister- klasse für Klavier (Professor Violin) und für Harmonielehre. Kontrapunkt und Partituren (Professor H. Schenker) von der Hochschule Wien und später bei Hans F. Schaub, Hamburg. 1932 Spanien» und Südamerika-Reise und anschließend erstes Engagement, und zwar unter Dr. Carl Böhm als Solorepetitor an der Hamburgischen Staatsoper. 1934 die erste leitende Position, die eines Kapellmeisters und Chordirektors an der Schiller-Oper Hamburg-Altona. Hier die ersten Theater-Erfolge: neben sämtlichen Operettenpremieren Uebernahme des „Tannhäuser" mit Fritz Soot als Gast und zur Reichstheaterwoche Paul Graeners Oper Han- neles Himmelfahrt" mit Margarete Arndt-Ober a G und in Anwesenheit des Komponisten. 1935
Zeitschriften.
— E i n Brief von Hans Grimm an die Herausgeber des „Inneren Reiches" eröffnet bas Septemberheft dieser Zeitschrift (Verlag Albert Langen/Georg Müller, München, Preis pro Heft 1,80 RM., verteljährlich 4,80 RM). Er legt dar, warum ein Aufsatz von so allgemein weltpolitischer Bedeutung, wie der des Reeders Kurt Moermann über „Europäer und Asiaten in Afrika" gerade in den Rahmen dieser Zeitschrift gehört. Es wird mit diesem Aufsatz und dem ihn einführenden Brief gerade den Menschen, die um der Werte der Innerlichkeit willen meinen, sich von den großen politischen Entscheidungen fernhalten zu können, gezeigt, daß zur Lösung der „imperialen Aufgabe der Seele" auch der Blick auf die weltpolitischen Entscheidungen gehört. Unter den dichterischen Beiträgen steht, neben dem Schluß der Erzählung von Friedrich Griese „Das Kind des Torfmachers", eine An,zahl von Taqebuchblättern Hans Carosfas, Gedanken und Aufzeichnungen eines weisen und gütigen Menschen und Dichters. — Zwei Aufsätze Über das Schaffen des Epikers Friedrich Griefe (von H. W. Keim) und über die Lyrik von Hermann Claudius (von Kurt Mattbies) deuten die Besonderheit niederdeutschen Menschen- und Dichtertums an zwei großen beispielhaften Vertretern. Von stärkster aktueller Bedeutung ist der Beitrag von Rudolf Fahrner über Ernst Moritz Arndt, der in seiner Gegenwärtigkeit gezeigt wird, indem die ungeheure Spannung, die sein Leben durchzieht und bezeichnet, von unseren heutigen weltanschaulichen Fragen her in ihrer tiefsten völkischen Bedeutsamkeit erkannt wird.
Victor von Gschmeidler:
1902 geboren, Sohn eines österreichischen Staatsbeamten, war ich ursprünglich für die Offizierslaufbahn ausersehen und von 1913—1920 Zögling der Theresianischen Akademie in Wien, besuchte das dortige Gymnasium und machte 1920 mein Matur. Der Zusammenbruch 1918 machte meine Hoffnun-
Deutschland schützt seine Volksgenossen im Ausland.
Neichsminister Dr. Goebbels vor der deutschen Kolonie in Venedig.
Straßenpolizei im Kampf gegen die Verkehrsunfälle.
Berlin, 31. Aug. (DNB.) Der Chef der Ord- nungspolizei, General Daluege, eröffnete in der Jrnrnrnelmann-Kaferne in Schöneberg den ersten Straßenpolizeilehrgang für motorisierte Gendarmeriebereitschaften. Die 450 Lehrgangsteilnehmer sind ehemalige Feldjäger, die bisher in der Schutzpolizei Dienst taten und jetzt aus ganz Preußen für diesen Lehrgang zusammen- gezogen worden sind, um nach Ablauf eines Vierteljahres als geschulte motorisierte Gendarmeriebereitschaften im Straßendienst auf d e m flachen Lande eingesetzt zu werden, ähnlich den motorisierten Schutzpolizeibereitschaften, die in den Großstädten Dienst tun. Rein kraftfahrtechnisch sind diese Lehrgangsteilnehmer bereits in Suhl ausgebildet worden.
General Daluege erklärte: Die Belehrung über die Verkehrsvorschriften müsse noch stärker als bis-
Von Paul Eipper.
Still und geruhsam zieht bas Paddelboot seine Bahn. Wer paddeln will, muß Zeit haben, dafür bieten sich ihm immerzu neue Möglichkeiten schönsten Naturgenusses. Im Verweilen findet der paddelnde Tierfreund den innigen Anschluß an die belebte Welt des Wassers, der Rohrschungeln, des durch die Luft, gleiten gekurvt auf ben Seespiegel schnappen ihre Beute im Voruberhuschen Es g bt zierlich feine Libellen mit ganz dünn m Nadelle b sepiabraune, schwarze, zinnoberrote. Alle haben s gläsern durchsichtige Flügel, auch die schweren, dick köpfigen Räuberlibellen, deren dicker Leib blau schwarz gestreift ist, zuweilen smaragdgrün glanzt.
Smaragdgrün! Dort auf dem Schilfrohr sitzt em Laubfrosch, smaragdgrün mit gUtzernden Goldpunkten. Säße der muntere Bursche auf gelbem oder braunem Grund, wurde seine Hautfarbeganz anders sein; er ist ein fast ebenso guter Derwand- lunqskünstler wie das Chamäleon. immer»
Solche Beobachtungen kann der ^abbler immer zu anstellen; er wird aus dem friedlichen Sonnenschlaf kurz vor der Dämmerung geweckt well Die Wasserfrösche ihr vielstimmiges Abendkonzert beginnen; es ist sehr wechselvoll denn neben dem Diskant singen auch sehr gewichtige! Basse mit.
Salamander im Sumpf, 3/erliche Fische dicht ne den dem treibenden Kanu! welche Bielfalt der Farben Formen und Bewegungen tierischen Lebens! Aber am unterhaltsamsten, am ften bleibt doch die Vogelwelt, das gestederte,. beschwingte, schmatzende, schilpende sch"°"ernd^, jubl lierende Reich der großen und kleinen Flieger. Wildenten in der Liebeszelt, das überlang auf ragende Schreckgespenst der Rohrdommel; die Brutpflege beim Fischreiher, beim Sumpfhuhnchen, beim Rohrsänger; der herrlich kreisende Flug des Raubvogels; all dies erschließt sich dem beschau- lich-n Paddler, wenn er mit S«MnbJ:u»'n zu- aleich das Dasein rings um sich u„rächtet.
0 e? wird schier Unglaubliches plötzlich erleben, wird entdecken! daß ein struPP-k' «M» chen dicht neben ihm am dünnen Schilfrohr m «fft imei Tage alte Kmd jenes ^-i^Nobrsänaers das sich gleich dem Wasser- und SS"».« der schönen ^Andeutungen'sind^g-g-ben, wenige Beispiele nur; big Wirklichkeit ist viel reicher und blühend bunt.
Spielzeit 1931/32 am Neuen Schauspielhaus in Wilhelmshaven die Sporen verdienen konnte. Es folgte 1932/33 Stadttheater Greifswald, 1933/35 Stadttheater Kottbus, 1935/36 Staatstheater Danzig. Darauf nahm ich ein (Engagement am ßanbes- theater Rudolstadt an. — Uno nun freue ich mich auf Gießen, das mir so oft in so reizenden Urteilen geschildert worden ist. Ich komme gern und hoffe zuversichtlich, daß ich (als erster Tenor) den Gießener Theaterfreunden gut gefallen möchte.
Venedig, 31. Aug. (DNB.) Am Morgen vor seiner Abreise aus Venedig hatte Reichsminister Dr. Goebbels im Hotel Excelsior eine Abordnung der deutschen Kolonie empfangen. Dr, Goebbels erklärte in einer kurzen Ansprache u. a.: Der Auslanddeutsche müsse sich auf vorgeschobenem Posten als Pionier seines Volkstumes bewähren. Die Geschichte habe bewiesen, daß die Weltvölker nicht zuletzt dadurch groß und stark geworden seien, weil sie jeden einzelnen ihrer Angehörigen, ob hoch oder niedrig, arm oder reich, als zum Volkstum gehörig und daher äußerst wertvoll für ihr Volk betrachteten. Dieses Gefühl habe früher in Deutschland sowohl in der Heimat wie auch bei den Deutschen im Ausland gefehlt. Dr. Goebbels wies die Auslanddeutschen daraus hin, daß gerade in diesen Tagen durch Entsendung deutscher Kriegsschiffe nach Spanien zum° Schutze der Reichsangehörigen dieser gewaltige Wandel aller Welt sichtbar zum Ausdruck gekommen sei.
Was wäre wohl aus unseren braven Landsleuten geworden", so rief Dr. Goebbels aus, „wenn wir sie dem roten Mob schutzlos preisgegeben und nicht einen Teil der deutschen Kriegsflotte an die spanische Küste geworfen hätten, mit dem für alle Welt deutlichen Befehl, Leben, Ehre und Eigentum der Deut chen zu schützen? Diese Sprache hat die ganze Welt verstanden. Auch für Sie ist das Bewußtsein der Rückendeckung in der Heimat ein erhebendes Gefühl, wenn Sie auch das Glück haben, in einem mit uns freundschaftlich verbundenen Lande zu leben Mit ihren auslanddeutschen Kameraden in aller Welt können Sie jetzt die stolze Ueberzeugung haben, daß Sie nicht mehr allein auf vorgeschobenem Posten stehen, sondern daß Sie die Glieder eines großen und st arten Volkes sind.
kostbarer?
Fridericus in der Dorfschule.
Von O. G. Foerster.
Um 1780 unternahm Friedrich der Große eine Inspektionsreise durch Pommern. Ein Stettiner Regierungsrat begleitete den König und fuhr mit ihm ifi der Kutsche durch die Dörfer.
„Ich höre, Ihr seid mit den Schulmeistern in den Dörfern unzufrieden", wandte sich der König an den Rat. Was habt Ihr an ihnen auszusetzen?"
Der Regierungsrat erstattete sofort einen ausführlichen Bericht. Von den ehemaligen Soldaten und Unteroffizieren erzählte er, die gerade lesen, schreiben und rechnen könnten, sonst aber auch nichts von der großen Welt wüßten und darum an der Unwissenheit der Dorfleute schuld wären.
„Alle diese Leute", so schloß der Rat seinen Bericht, „so durch die Gnade Eurer Majestät Schulmeister in unseren Dörfern wurden, sind selbst ungelehrte Menschen, und sie vermögen es vor allem nicht, den Kindern die notwendigen ethischen, religiösen und philosophischen Belehrungen zu erteilen, die der Mensch für sein Leben braucht."
Der König hörte die Beschwerde schweigend an. Im nächsten Dorf ließ er den Reisewagen halten. Friedrich stieg aus und sagte: „Kommt, Herr Rat, wir wollen hier einmal in die Schule gehen und selbst zusehen, was der Schulmeister treibt.
Als der König und der Rat in die Sckulstube traten, fanden sie darin fünfzig KUiber und einen graubärtigen Stelzfuß vor. Der Schulmeister erkannte den König und fragte nach seinen Befehlen.
„Wie heißt Er?", fragte Friedrich barsch.
„Johann Mietenstock, Eure Majestät.
„Was war Er, ehe Er Schulmeister wurde?
„Korporal in Eurer Majestät Armee!
„Er hat nur ein Bein. Wo verlor Er das andere?
„Bei Leuthen, Majestät." _ .
Der König nickte und sah nach dem Stundenplan. „Stell' Er ein paar Fragen aus der Weltkunde! Ich will sehen, was Er den Kindern beigebracht hat
Der Schulmeister richtete sich zu soldatischer Straffheit auf und lächelte ermunternd den verwunderten
Reichsimnister Dr. Goebbels stattete Montag vor- mfttag dem Sitz der Bezirksleitung Venedig der Faschistischen Partei gemeinsam mit Propagandaminister Alfieri einen Besuch ab. Dor dem Parteihaus waren Ehrenabordnungen der faschisti- chen Organisation angetreten. Helle Trompetenklänge empfingen die beiden Minister. Nach einem kurzen stillen Gedenken am „Sacrario", dem mit den Fahnen der alten faschistischen Sturm- bataillone geschmückten Ehrenraum für die Blutopfer des Faschismus, besichtigte Dr. Goebbels die Tagunas- und Geschäftsräume des Hauses. Er ließ sich besonders über das System des Karteiwesens unterrichten und fand Worte ehrlicher Anerkennung für die praktische Organisation. Dann fuhr er mit seinem italienischen Kollegen Alfieri im Motorboot
Flughafen. Hier verabschiedeten sich Reichs- er Dr. Goebbels und seine Frau mit Herz
minister Dr. Goebbels und seine Frau nut herzlichen Dankesworten für die herrlichen Tage in Venedig von dem italienischen Propagandaminister Alfieri und anderen italienischen Persönlichkeiten, die zu dem vollen Gelingen dieser Tage beigetragen haben. Beim Passieren der italienischen Grenze sandte Reichsminister Dr. Goebbels vom Flugzeug aus folgendes Funktelegramm an M u f f o l i n i: „Ich bin von dem fo herzlichen Empfang in Venedig durch Behörden und Bevölkerung tief gerührt und spreche mit meiner Frau dafür Ew. Exzellenz meine herzlichste Dankbarkeit aus. Ich fühle mich glücklich, mit meinem Kollegen Alfieri die so wohltuende Uebereinftimmung unserer Gedanken und Ziele festgestellt zu haben. Ich bitte Ew. Exzellenz, meine und meiner Frau ergebenste Grüße entgegennehmen zu wollen. Dr. Goebbels."
wollte „Opernsänger" werden. Doch den lieben Eltern schien „der Sänger" kein Beruf und ich mußte Handlungsgehilfe werden. Als eines Tages Kapellmeister Scheyder vom Staatstheater Hamburg einige Vorträge von mir hörte und mir zusicherte, daß ich mit meiner Stimme einen Weg machen würde, war es aus mit dem Handlungsgehilfen. Seitdem habe ich mich mit dem Gesangs» ftubium befaßt, so daß ich mir nach drei Jahren des Studiums bei Kapellmeister Scheyder in der
Als außergewöhnliche Ehrung für den deutschen Gast war für Sonntagabend das zweimal jährlich stattfindende traditionelle große Kanal-Fest am gesetzt worden. Reichsminister Dr. Goebbels war mit seiner Begleitung im Hause des Grafen Dolpi, des Präsidenten der Biennale Zeuge dieses echt venetianischen Festes. Dicht gedrängt lagen die venetianischen Gondeln auf dem Eanal Grande nebeneinander. Im Wasstr mischte sich der Wiber- chein der festlichen Illumination der Palaste und der Lichterketten, die sich von Haus zu Haus zogen mit dem Glanz der in allen Farben leuchtenden Lampions auf den Gondeln. In der Mitte dieses einzigartigen Lichter- und Farbenrausches schwamm, aus allen Seiten von den venetianischen Gondeln einqeschlossen, der „Bucintoro", das große Floß, auf dem ein Orchester mit Sängern und Chor musizierend durch Venedig fuhr. Unübersehbar war die Zahl der Gondeln, die den ganzen Kanal Grande bis zur Rialto-Brücke und auf der anderen Seite bis zur Kirche Santa Maria della Salute füllten. In der Ferne waren sie nur noch als leuchtende Pünktchen zu erkennen. Die klangvollen Arien der klassischen italienischen Opern und die stimmungsvollen Weisen der alten venezianischen Volkslieder wurden abgelöst durch ein Singen und Klingen, das von Boot zu Boot weitergetragen wurde und ganz Venedig in eine fröhlich beschwingte Kindern zu. Dann begann er, seine Fragen zu stellen, die von den Kindern beantwortet wurden.
„Wo sind wir hier?", fragte der alte Schulmeister. „In Niederwitz!", antwortete ein Kind.
„Wo liegt Niederwitz?" „Niederwitz liegt in Pommern." „Und wo liegt Pommern?" „Im Königreich Preußen." „Und das Königreich Preußen?" „In Deutschland."
Hier begann der Rat, ärgerlich den Kopf zu schütteln Der König aber, der diesem Frage- und Antwortspiel aufmerksam zuhörte, wies ihn durch einen r+renqen Blick zur Ruhe.
Gont Deutschland?", fragte der Stelzfuß roeiu.
„Deutschland liegt in Europa."
„Und wo liegt Europa?" „Europa liegt auf der Erde." „Und die Erde?"
„Die Erde liegt in der Welt."
Hier schien es auch dem König zuviel zu werden, aber als er sich nun räusperte und gerade einen Einwurf machen wollte, stellte der Schulmeister noch eine Frage.
,,Unb wo liegt bie Welt?"
Wieber schüttelte ber Rat ben Kopf, unb auch der König runzelte die Brauen über so eine unsinnige Frage. _ , .
Aber siehe da! Wieder gingen em paar Dutzend Finger in Höhe, und ein kleines Mädchen stand auf, sah die beiden Gäste ernst an und erwiderte:
„Die Welt liegt in Gottes Hand."
Da wurden die Züge des Fridericus milde, er ging auf bas kleine Ding zu unb strich ihm mit ber Hanb über ben Blonbkopf. Dann trat er zu bem alten Korporal. , ,ri
Ich bin mit Ihm zufneben, Schulmeister! , sagte er. „Fahre Er nur weiter so fort. Ich will Ihm sein Gehalt um einen Dukaten erhöhen."
Da konnte ber alte Solbat nicht anbers: bie ruhmreichen Tage von Roßbach unb Leuthen stauben leuch- tenb vor seiner Seele auf, er hob bie Hanb unb schrie in bröhnenbem Korporalsbaß: „Vivat Fribericus!"
Unb bie Kinber schrien aus aller Kraft mit unb umringten ben König mit stolzen unb lachenben Gesichtern.
Als ber König wieber in feiner Kutsche saß unb über bie Dorfstraße in bas weite Laub hinausfuhr, roanbte er sich an ben Rat: „Nun, Herr Rat, mir scheint, auch Ihr habt in biefer Schule noch zuge- ! lernt! Ober wußtet Ihr, wo bie Welt liegt? — Laßt mir diesen alten Schulmeister in Ruhe, er bringt ber ■ Kinbern eine bessere Philosophie bei als alle Eure i gelehrten Bücherschreiber!"
t Der Mensch fühlt, baß er nicht allein lebt auf “ A biefer (Erbe, fonbern baß in Luft unb Strauch, im Wasser, auf ben Bäumen, im Sumpf unb überall auch anbere Geschöpfe sich bes Daseins freuen, ihre großen unb kleinen Sorgen erleben unb ihre „Seligkeit"
Wirb baburch nicht auch seine Welt weiter unb


