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Mahnung zur Vorsicht betrachten, nicht etwa als Sensation (als die sie nie gedacht ist)!

Dabei ist es kein Kunststuck, sich auf der Straße richtig zu benehmen. Die dreieckigen Zeichen, die gebieten, auf das Vorfahrtsrecht der Fahrzeuge in den Hauptstraßen zu achten, die Sperr- und Fahrt­richtungszeichen an Einbahnstraßen sind nicht zu übersehen, die Vorsichtszeichen vor den Schulen, die Warnschilder vor Gefahrenstellen und alle die ande­ren Zeichen, die der Sicherheit der Verkehrsteil­nehmer dienen, sind so klar und eindeutig, daß es eine reichliche Portion Gleichgültigkeit bedeutete, wollte jemand behaupten, daß er diese Zeichen nicht verstünde. Im übrigen: Unkenntnis schützt nicht vor Strafe!

Die Volizeibeamten des Straßendienstes, die sich während der Verkehrserziehungswoche in den Dienst der Verkehrserziehung stellten, fühlten sich sicherlich nicht als Schulmeister, sondern lediglich als Diener an der Volksgemeinschaft. Der Kumpf, den auch gegenwärtig wieder die Reichsregierung in ver­stärktem Ausmaße gegen den Verkehrsunfall führt, darf nicht ein Kampf gegen Windmühlenflügel fein.

Derkehrsfchilder sind auch nicht Schikane, sie sind nicht zur Behinderung des Verkehrs da, sondern zu dessen Förderung. Sie stellen nicht Verbote um des Verbotes willen dar, sondern sind Maßnahmen, die als Mittel gegen den Derkehrstod aus dem täglichen Leben erwuchsen. Wer wollte sich heute noch der Notwendigkeit der Einbahnstraße verschließen? Wer sähe nicht ein, daß eben nur an bestimmten Stellen geparkt werden darf? In unserer Stadt entstand der vorbildliche und viel benützte Parkplatz an der

Plockstraße, der Oswaldsgarten wurde zum Park­platz gemacht, und täglich kann man dort die Riefen der Landstraßen, die Fernlastzüge, parken sehen, die fast einen großartigen Anblick bieten, wenn ihrer mehrere in Reih und Glied stehen. Früher dagegen hatten sie oft manche Straße zum Engpaß gemacht.

Das nationalsozialistische Dritte Reich hat schon zahlreiche unlösbar scheinende Aufgaben angegrif­fen und in guter Weise gelöst. Manche Aufgabe wird aber noch zu lösen sein. Eine dieser Aufgaben ist die Erziehung des Volkes zur Ver­te h r s d i s z i p l i n. Die Volksgemeinschaft kann keinen Volksgenossen entbehren, der durch vermeid­baren Unfall zu erhalten ist. Die Erziehung zur Verkehrsdisziplin setzt nur guten Willen und etwas Selbstbeherrschung jedes einzelnen voraus.

Es sollte nicht notwendig sein müssen, daß dem Kraftfahrer jede Derkehrssünde in den Führerschein eingetragen werden muß als ernste Mahnung für die Zukunft. Man kann nur wünschen, daß der Polizei recht wenig solcher Eintragungen zu machen bleiben.

Auch das kürzlich vom Reichsverkehrsminister heraufbeschworene Gespenst des Führerscheins für Fahrräder sollte lediglich Gespenst bleiben können und nicht zur Wirklichkeit werden müssen, denn das würde zwangsläufig einen Rückschritt bedeuten. Es liegt an jedem einzelnen, zur Verhütung von Ver­kehrsunfällen beizutragen. Das bedeutet eine Ver­pflichtung sich selbst, dem Nächsten und nicht zuletzt der Volksgemeinschaft gegenüber!

Wirtschaft.

Oie preise für deutsche Frühkartoffeln.

Fwd. Soeben hat der Vorsitzende der Haupt­vereinigung der Deutschen Kartoffelwirtschaft unterm 28. Juli die für die Anlieferungszeit vom 31. 7. bis 6. 8. 1936 gültigen Erzeugerpreise für deutsche Speisefrühkartoffeln festgesetzt. Für weiße, rote und blaue Sorten gilt am 31.7.1936 ein Mindestpreis von 3,15 Mark und ein Höchstpreis von 3,65 Mark; für runde gelbe Sorten ein Mindestpreis von 3,55 Mark und ein Höchstpreis von 4,05 Mark; für lange gelbe Sorten ein Mindestpreis von 3,95 Mart und ein Höchstpreis von 4,45 Mark. Sämtliche Preise fallen täglich um 0,05 Mark.

Rhein-mainischer Getreidemarkt.

Die anhaltenden Regenfälle haben die Entwick­lung des Brotgetreidemarktes sehr ge­hemmt, indem etwa vorhandenes Angebot von neuem Getreide wieder kleiner geworden ist, oder die er­warteten neuen Zufuhren überhaupt nicht heran- kamen. Für Mahlroggen erstreckt sich das Interesse in der Hauptsache auf baldige Lieferung, wobei auch ostdeutsche Herkünfte genommen werden, während man sich für später mit hiesigem Roggen einzu- decken gedenkt. Immerhin liegt jedoch kaum ein An­gebot vor, trotzdem im Starkenburger Bezirk die Roqgenernte in weitem Umfange eingesetzt hat.

Wintergerste ist wieder wesentlich weniger angeboten, teilweise weil die Ernte nicht abge­schlossen werden konnte, teils weil die Landwirt­schaft selbst wegen der Witterungsschäden mit dem Verkauf wartet. Die Nachfrage bleibt sowohl für Futter-, wie für Jndustriezwecke gut.

Sommerger st e für Brauzwecke wurde noch nicht angeboten; es liegen auch noch keine Muster vor.

In Hafer beschränken sich die Zufuhren auf kleine Mengen norddeutscher Herkunft, die aber we­gen ihrer hohen Preise kaum begehrt sind.

Weizenmehl bleibt lebhaft gefragt, da die Bäcker mit einem größeren Bestand alten Weizen­mehls in die neue Campagne eintreten wollen. Das Angebot ist nicht sehr reichlich, genügt aber doch den Anforderungen. Roggenmehl hat laufendes Ge­schäft.

Futtermittel liegen unverändert. Kleie und Biertreber sind reichlich am Markt, auch Schnitzel wurden wiederum zugeteilt; dagegen ist die Beschaf­fung von Kartoffelflocken kaum mehr möglich. Oel- kuchen und Mischfutter haben stilles Geschäft. In R a u h f u t t e r kommen kaum Umsätze zustande.

Rhein-mainische Diehmärkte.

Auf sämtlichen Märkten hielten sich die Auftriebe nahezu aller Viehgattungen erheblich unter der Nachfrage. Bei Rindern und Schweinen erfolgte weiterhin Zuteilung, Kälber, Hämmel und Schafe hatten meist lebhaften Verlauf und z. T. steigende Preise.

Von den insgesamt zugeführten 619 (722) Stück Großvieh entfielen auf Frankfurt 388 (518), auf Mainz 148 (129), auf Wiesbaden 83 (75), so daß der Rückgang besonders am Frankfurter Markt spürbar wurde. Die Qualitäten waren mittel bis

gut. Der Restbedarf an Rindfleisch konnte durch zu­sätzliche Lieferungen von ausländischem Frisch- und Gefrierfleisch sichergestellt werden.

Am Schweinemarkt setzte sich der saison­mäßig bedingte Rückgang der Zufuhren fort auf 5332 (6975) Stück. In Frankfurt standen 3249 (4409), in Mainz 725 (839), in Wiesbaden 907 (1198) und in Darmstadt 471 (529) Stück zum Ver­kauf. In Wiesbaden war die Qualität gut, im übrigen mittel. Es erfolgte weiterhin Zuteilung, doch konnte auf keinem Markt dem 90 v. H. betra­genden Kontingent entsprochen werden.

Auch der Kälbermarkt zeigte rückläufige Zu­fuhr mit 1673 (2041) Tieren, so daß bei lebhaftem Geschäft die Preise allgemein etwas anzogen. In Frankfurt genügten die 1034 (1275) nicht der Nach­frage, ebenso in Darmstadt mit 72 (116). In Wies­baden standen 300 (333) und in Mainz 267 (317) Stück zur Verfügung.

Der Gesamtauftrieb an Schafen mit 194 (196) Stück hielt sich auf der Höhe der Vorwoche und bei gleichbleibenden Preisen wurden die Märkte nach meist lebhaftem Geschäft geräumt.

Rhein-Mainische Börse.

Zilitfagsbörfe fest.

Frankfurt a. M., 31. Juli. Die Börse lag am Aktienmarkt weiter fest. Das Geschäft be­schränkte sich jedoch zumeist auf Spezialwerte, im übrigen war die Umsatztätigkeit ruhiger als an den Vortagen. Vom Publikum lagen weitere Kaufauf­träge vor, dagegen zeigte die Kulisse verschiedent­lich Neigung zu Abgaben. Im Durchschnitt stellten sich weitere Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H. ein. Ganz erheblich ruhiger lag der Montanmarkt, an dem einiges Angebot herauskam, so daß die Kurse keine weitere Erhöhung aufwiesen. Rheinstahl lie­ßen 1,50 v. H. nach, Verein. Stahlwerke und Hoesch Eisen bröckelten je 0,25 v. H. ab, Buderus, Man­nesmann und Klöckner blieben gut behauptet; Laurahütte 21 (21,75). Fest blieben jedoch Harpe- ner mit ca. 137,50 (136,50). Lebhaftes Geschäft ver­zeichneten erneut Kunstseide AKU. mit 62,75 (61), auch Bemberg mitgezogen und 2 v. H. höher. Wei­tere Nachfrage des Rheinlandes zeigte sich für Westdeutsche Kaufhof zu 59,75 (58,50). Außerdem setzten Zellstoffaktien ihre Steigerung fort; Aschaf­fenburger 123,50 (121,50), Feldmühle 136,75 (136,50), Waldhof ca. 156,25 (155,50). Am Elektro­markt traten Gesfürel mit plus 3 v. H. mehr her­vor, RWE. gewannen 2 v. H., Siemens und Schuckert bis 1 v. H., während Betula 0,50 v. H. verloren. AEG. in Erwartung des Ergebnisses der Sanierungs-Sitzung sehr still. IG. Farben bei etwas größerem Geschäft als bisher fest mit 171,90 bis 172,50 (171,25). Maschinen- und Motorenaktien zogen 0,50 bis 1 v. H an, Muag plus 1,25 v. H., Junghans mit 107 bis 106,75 (107,25) etwas leich­ter. Im einzelnen setzten Reichsbank 1 v. H., Ge­ment Heidelberg 0,50 v. H. und Deutsche Linoleum 0,25 v. H. freundlicher ein.

Das Geschäft am Rentenmarkt war unver­ändert ruhig. Altbesitz und Kommunal-Umschuldung je 0,13 v. H. niedriger, auch zertif. Dollarbonds nur knapp gehalten. Von Industrie- Obligationen 6proz. Verein. Stahl 103,25 (103). Am Äuslandsrenten-

markt lagen Mexikaner etwas höher, 4,5proz. Be­wässerungsanleihe 10,10 (9,90), 5proz. innere 6,45 bis 6,4772 (6,40), auch Ungarn Gold weiter erhöht mit 9,30 (9,20) und I. Anatolier 45 (44,65).

In der zweiten Börsenstunde war die Haltung am Aktienmarkt uneinheitlich, jedoch noch Über­wiegend fest. Montanwvte gingen allerdings um etwa 11,50 v. H. zurück. Kunstseide Aku unter lebhaften Schwankungen 63 nach 62,40 und anfangs 62,7563. Am Elektromarkt Betula 156 bis 155,50 nach 155, RWE. 138,50 nach 138,13 und Siemens 206,50 nach 205, dagegen AEG. 38,40 (38,65). Zell­stoffwerte blieben ebenfalls, Aschaffenburger 124,25 (123,50). Von später notierten Werten Eßlinger Maschinen nur per Einheit 102,50 (100) rat., Südd. Zucker 229,75 (228), Scheideanstalt 272273 (270), Harpener 138 (136,50) und Otavi Minen 31,25 (3Q,50). Am Einheitsmarkt stiegen DD.-Bank auf 105,75 (104,50), Dresdner Bank auf 105,50 (104,50), Commerzbank nur mäßig höher mit 102,65 (102,50), aber zu 102,75 gesucht. Ferner waren einige Brauereiaktien gesucht und fest.

Renten blieben geschäftslos. Von Kaffarenten gaben Liquidationspfandbriefe überwiegend 0,13 v. H. nach. Stadtanleihen lagen ziemlich unverän­dert, ebenso Goldpsandbriefe. Dekosma I 119 (119,25). Im Freiverkehr waren jugoslawische Rest­quoten weiter fest, Salzkammergut 1,27, Rudolf Silber-Bahn 1,25, Oesterr. Eisenbahnanleihe v. 1913 0,55.

Der Freiverkehr war wenig verändert, Frankfurter Handelsbank 41 (42), Kali Winters­hall 129,25 (128).

Tagesgeld zu 3 o. H. unverändert bei ausgegliche­ner Lage.

Abendbörse ruhig.

An der Abendbörse war das'Geschäft bei freund­licher Grundstimmung nicht sehr lebhaft. Die Ku­lisse zeigte mit Rücksicht auf den Börsenausfall in Berlin und Düsseldorf etwas Zurückhaltung, zumal da nennenswerte Publikumsaufträge fehlten. Zell­stoffwerte lagen weiter fest, Aschaffenburg 125 (124), Waldhof 156,75 (156). Außerdem blieben West­deutsche Kaufhof gefragt und zogen auf 60,75 (60,13) an. Ferner konnten sich die meisten Mon­tanwerke von den tiefsten Mittaaskursen etwas er­höhen. Im übrigen blieben die Kurse im Vergleich zum Berliner Schluß aut behauptet. Deutsche Ren­ten lagen sehr ruhig. Im Freiverkehr hatten Rest- quoten weiter feste Tendenz und größere Umsätze. Man nannte jugoslaw. Salzkammergut 1,30, do. Rudolf-Silber 1,30, do. zur Oesterr. Eisenbahnanl. v. 1913 0,60 bis 0,65, do. Polenquote 1,40, ital. rumän. Quote zur österr. Eisenbahnanl. 0,30.

11. a. notierten: 4,50 v. H. Reichspost Schatz 35 100,30, 6 v. H. IG. Farben 130,75, 5 v. H. Mark komm. El. Wk. 100, 4,50 v. H. Franks Hyp. Gold R. 8 bis 10 97, 4,50 v. H. Rumänen 5,50, 3,50 v. H. Schweiz. Bundesbahn 217, 4 v. H. Oesterr. Staats­bahn v. 1883 7,05, AKU. 62,90, AEG. 38,25, Aschas- fenburger Zellstoff 125, Betula 155,50, Buderus 118,75, Daimler 132,25, Deutsche Erdöl 133,50, Scheideanstalt 274, Deutsche Linoleum 174,75, Licht & Kraft 157,50, IG. Farben 172,25, Gesfürel 146,50, Harpener 137,50, Hoesch 121,75, Junghans 106,75, Klöckner 122,50, Laurahütte 20,75, Mannes­mann 116, Muag E 119, Moenus 99, Schuckert 164,25, Verein. Stahl 115,75, Kaufhof 60,75, Zell- ftoff Waldhof 156,75, Adca 88,75, Commerzbank 102,75, DD.-Bank 105,75, Dresdner Bank 105,50, AG. für Verkehr 119,50, Reichsbahn-VA. 123,13, Otavi Minen 31,25.

Stanffurter Obst- und Gemtisemackt.

Frankfurt a. M., 31. Juli. Die Zufuhren von Gemüse blieben, mit Ausnahme von Erbsen, weiterhin ausreichend, lleberangebot von Salat- qurken und Pilzen. Geschäft annehmbar. Preise für Kohlgemüse sehr gedrückt, sonst wenig verän­dert. Ueberstände in Bohnen, Gurten, Wirsing und Pilzen. U. a. notierten: Blumenkohl I 40 bis 60, II 25 bis 35, III 18 bis 20, holl. 35 bis 45, Boh­nen: Pfälzer 7 bis 8, Gärtner 12 bis 16, Wachs 15 bis 18, Stangen 18 bis 20, Erbsen 20 bis 25, Eskarol 7 bis 12, Gurken (Treibhaus) 10 bis 20, 15 bis 18 holl., Einmach-Gurken: Essig 0,70 bis 1,00, Salz 1,10 bis 1,40 per 100 Stück, Karotten % kg 4 bis 5, Kartoffeln: Böhms 4,70 bis 4,80, Erstlinge 4,90 bis 5,00, Kopfsalat 4 bis 8, Pfiffer­linge 22 bis 25, Steinpilze 20 bis 24, Rettich Stück 3 bis 10, Römischkohl 5 bis 6, Roke Rüben 6 bis 8, Rotkraut 4 bis 6, Spinat: Blätter 12 bis 14, Wurzel 13 bis 15, Tomaten (Treibhaus) 15 bis 25, bulg. 12 bis 15, ital. 14 bis 17, Weißkraut (Spitzkohl) 2% bis 4, Wirsing 3 bis 5, Zwiebel 6 bis 6V4.

Am Obstmarkt war das Angebot gut, nur Pflaumen, Zwischen und Pfirsiche geringer zu­geführt. Nachfrage befriedigend, Preise teilweise rückläufig. 11. a. notierten: Sommer-Aepfel I 15 bis 30, Gravensteiner 33 bis 34 ital., Aprikosen 45 bis 55, ital. 35 bis 39, Zucker-Birnen 8 bis 12, Früh-Birnen 15 bis 25, Brombeeren 30 bis 32, Heidelbeeren 22 bis 24, Himbeeren (Garten) 45 bis 50 (Wald) 28 bis 30, Johannisbeeren 12 bis

14, Sauerkirschen 25 bis 32, Mirabellen 25 bis 30, Pfirsiche 28 bis 40, ital. 29 bis 38, Pflaumen 28 bis 32, Reineklauden (frühe) 20 bis 25, Spillinge 24 bis 28, Stachelbeeren 12 bis 18, Zwetschen 32 bis 36, Zitronen 150 Stück 9 bis 9,50.

Jranffurfer Buffergrofemarff.

Frankfurt a. M., 31. Juli. Am Buttermarkt kann die Versorgung nach vorübergehender (Span­nung wieder voll durchgeführt werden, da sowohl die Erzeugung im eigenen Gebiet infolge des schwä­cheren Trinkmilchverbrauchs gestiegen ist, wie auch die Zufuhren aus deutschen Ueberschußgebieten aus­reichend erfolgen. Die Einfuhren aus Holland hal- ten sich weiter in engen Grenzen. Es notierten in RM. per per 50 Kilo frei Frankfurt a. M. (Groß, hanidelsverkaufspreife an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 148, feine Deutsche Molkereibutter 145, Deutsche Molkereibutter 140 bis 142, Land- butter 125, Holländische Butter 148. An den Fettmärkten blieb die Lage unverändert, ebenso die Preise. Margarine A 97, B 86, C 56. Deutsches Schmalz 100.

Frankfurter Eiergrohmarkl.

Frankfurt a. M., 31. Juli. Die Eier-Derfor. gung ist noch nicht voll befriedigend. Es sind aller­dings in letzter Zeit größere Zufuhren aus deutschen Ueberschußgebieten und auch aus dem Auslande er­folgt. Kühlhauseier kamen erstmals an den Markt. Es notierten in Pfennigen pro Stück frei Frank- furt a.M. (Großhandelsverkaufspreise an den Klein- handel): Deutsche Markeneier (Frischware) S 12% bis 13, A 11% bis 12, B 10% bis 11, C 10 bis 10%, O 9 bis 9%. Flandern A IOV2, B 9%, C 9%. Deutsche Markeneier (Kühlhausware) 8 10, A 9%, B 8%, C 8%, D 7%.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 652: Abzug von Provision von Vertretern und Kommissionären in Polen bei der Ueberroeifung ins Ausland. 653: Bekannt­machung KP 173 der Ueberwachungsstelle für un­edle Metalle, betr. Kurspreise.

Konzentrationslager für jugendliche Verbrecher.

Lpd. Frankfurt a. M., 31. Juli. Der Polizei­bericht meldet: Wie bereits mitgeteilt, konnte vor einigen Tagen ein Raubüberfall auf einen hiesigen Kassenboten durch das rechtzeitige Zugreifen der Kriminalpolizei verhindert werden. Unterdessen konnte noch ein vierter junger Mann ermittelt und festgenommen werden, der Kenntnis von dem ge­planten Uebersall hatte und der für die Durchfüh­rung der Tat eine Pistole mit Munition zur Ver­fügung gestellt hatte. Bei diesem jungen Mann han­delt es sich um den mehrfach vorbestraften Franz B. aus Frankfurt a. M.

Es ist den Maßnahmen des nationalsozialistischen Staates zu verdanken, daß die Allgemeinheit vor solchen verbrecherischen Elementen geschützt wird. In der Systemzeit hätte man solchen Burschen nicht viel anhaben können, da die sogenannten vorberei­tenden Handlungen, die für eine Straftat getroffen wurden, nicht zu bestrafen waren. Heute aber ist die Polizei in der Lage, Personen, die Vorbereitun­gen zu einem Verbrechen getroffen haben, in vor­beugende P 0 lizeihaft zu nehmen, da sie als gemeingefährlich aus der Volksgemeinschaft aus* zuschließen sind. Diese vorbeugende Polizeihaft ist über die festgenommenen jungen Burschen nun ver­hängt worden; sie werden demnächst in ein Kon­zentrationslager untergebracht werden.

Geschästseinbrükbe in Frank vr

Lpd. Frankfurt a. M., 31. Juli. In den letz­ten Tagen wurden wieder mehrere Geschäfle von Einbrechern schwer heimgesucht. Aus einer Herrenmaßschneiderei entwendeten sie verschiedene Herrenstoffe, Binder usw., aus eir. n Higarrengeschäft größere Mengen Zigaretten und Zigarren. In einer Metzgereiarbeiteten" sie ver­geblich. Der von ihnen in Aussicht genommene Geldschrank hielt ihren anscheinend ungeeigneten Brechwerkzeugen stand. So begnügten sie sich hier mit einigen Würsten und einer Mark Kupfergeld. Weiter statteten die Einbrecher noch einer Kondi­torei und einem Lebensmittelgeschäft Besuche ab und raubten hier größere Warenmengen.

Hinterziehung der Reichsfluchtsteuer.

Frankfurt a.M., 31. Juli. (LPD.) Das Schöffengericht verurteilte in Abwesenheit den zu­letzt in Frankfurt a. M. ansässigen Simon Mannheimer wegen Hinterziehung von Reichsfluchtsteuer in Höhe von 14 112 Mark zu einem Jahr Gefängnis und 20 000 Mark Geld­strafe. Der jetzt angeblich sich in Frankreich auf­haltende Angeklagte hat Ende vorigen Jahres Deutschland unter Mitnahme seines Vermögens von rund 56 000 Mark heimlich verlassen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. UL

Berlin

Schluß­kurs

Gchlußk. Abend- börse

Schluß- kurs

Echlußk. Mittag­börse

Datum

30-7

31 7

30-7

3L7.

6% Deutsche Retchsantethe 0.1927

101,25

101,4

101,25

101,4

4% Deutsche Reichsanl. von 1984

97,65

97,65

97,65

97,7

5yz% Doung-Anleihe von 1930 ..

102

101,75

102,25

102

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti

Auslos.-Rechten ............

112,65

112,5

112,65

112,8

4yt% Deutsche Retchspostschatzan

Weisungen von 1934, 1.......

100

100,35

100,4

100,3

4W/> ehem. 8% Hessischer Bolte

staat 1929 (rückzahlb. 102%) ...

98,75

98,75

98,75

4/i% ehem. 8% Hessische Landes

bcmi Darmstadt Gold R. 12....

97

97

97

97

5y2% ehem. 4/x% Hess. Landes

Hypothekenbank DarmstadtLigu.

101

101

*

4/i% ehem. 8% Darmst. Komm

Landeeb.Goldschuldverschr. R.6

93,75

93,75

**

Oberhesjen Provinz-Anleihe mli

Auslos.-Rechten ............

123,75

-

124

Deutsche Komm. Sammelabl. An

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

119,25

119

119,25

119,4

4/i% ehem.8% Franks. Hyp.-Ban!

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

97

97

6/i% ehem. 4/i% Franks. Hyp.

6/i% ehem. 4'/,% Rheinische

Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe. ...

101,4

101,13

101,4

101,4

4/i% ehem. 8% Pr. Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe 91. 19

97,5

97,5

97,5

97,5

4*/2% ebem. 7% Pr.Landespfand

briesanst., Gold Komm. £61.20

95

95

95

95

Steuergutsch-Berrechnungsk. 84-38

109,5

109,5

109,5

109,5

4% Österreichische Goldrente...

29,75

29,4

4,20% Oesterretchische Silberrente

2,55

2,7

2,65

2,6

4% Ungarische Goldrente.......

9,2

9,3

9,13

9,3

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

8,5

8,7

8,5

8,75

4/i% desgl. von 1913..........

8,tz5

8,8

8,6

8,9

5% abgest. Goldmexikaner von 99

14,5

14,5

14,4

14,6

4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie 1....................

Frankfurt a.M.

-Berlin

Schluß­kurs

Schlußt. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

30.7

31.7.

30.7

31.7.

4% vesgt. Sene n ...........

6% Rumän. veretnh. Rente v. 1903

6,7

6,7

6,75

4Vr%Rumän.vereinh.Rentev.l913

10,1

10,15

10,2

10,13

4% Rumänische vereinh. Rente

. .

5,5

5,5

5,5

5,55

2Y<% Anatolier .............

44,65

45

44,13

45,25

Hamburg-Amerika-Paket .....

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

0

15,75

15,75

15,75

15,75

0

-

47,5

48,25

Norddeutscher Lloyd .........

0

16,75

16,9

16,9

16,65

A.G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

119,5

119,5

119

119,25

Berliner Handelsgesellschaft ...

6

126

126

125,75

126,75

Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto-

4

102,5

102,75

102,5

102,65

Gesellschaft................

4

104,5

105,75

104,5

105,75

Dresdner Bank..............

4

104,5

105,5

104,5

105,5

Reichsbank ................

12

195,5

196

196

197

A.E.G.............

O

38,65

38,25

38,65

38,13

Bekula.....................

8

155,5

155,5

1559

156

Elektr. LieferungSgesellschast ...

6

132

131,75

132,25

131,5

Licht und Kraft .............

7

157,75

157,5

157,75

157,5

Felten & Guilleaume.........

4

139,5

139

139

139,65

Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung.

6

143,5

146,5

143,5

146,4

Rheinische Elektrizität ........

6

133,25

133,25

133,25

Rhein. Wests. Elektr..........

6

136,13

138,5

137,65

138,75

Schuckert LCo...............

6

163,75

164,25

163,5

164,25

Siemens L Halske............

8

204

205,5

203,75

205

LahmeyerLLo..............

7

144

143,5

143,5

144,25

Buderus ...................

4

119,5

118,75

119,25

118,75

Deutsche Erdöl ..............

4

135

133,5

134,75

133,25

Harpener................. i/2

136,5

137,5

136,75

137,5

Hoesch EisenKöln-Neuessen ..

8

122,5

121,75

122,75

121,75

Ilse Bergbau ...............

6

172,5

Ilse Bergbau Genüsse........

6

138

137,5

137,25

138

Klöcknerwerke ...............

8

122,5

122,5

122,65

122,25

Mannesmann-Röhren........

8

116,25

116

115,5

115,75

Franlfun a.M.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Gchlußk. Mittag­börse

Datum

30.7.

31.7

30.7.

31.7.

Mansselver Bergbau.......

6K

151

151

151

150,5

Kokswcrke ................

.. 6

133,5

134,5

Rheinische Braunkohlen ....

. 12

225,5

225,9

227

Nheinstahl................

.. 4

152

150,25

152

150

Bereinigte Stahlwerke......

8/1

116,5

115,75

116,4

115,75

Otavi Minen .............

.. O

30,5

31,25

30,75

31,13

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

127,25

127,5

127,5

127,5

Kaliwerke Westeregeln......

.. 5

126,25

126

126,5

125,25

Kaliwerke Salzdetfurth.....

iv.

183

182

182,5

g. G. Farben-Jndustrte.....

.. 7

171,25

172,25

171,4

172

Scheideanstalt.............

.. 9

270

274

Goldschmidt ..............

.. 5

119,75

119,5

120

119,75

Rütgerswerke .............

.. 6

132,75

134

132,75

133,25

Metallgesellschast...........

.. 5

140,75

140,65

141

139,75

Philipp Holzmann.........

Zementwerk Heidelberg ....

Lementwerk Karlstadt.......

.. 4

132,25

133,25

131,5

132,5

.. 7

ü

151,5

-

Z

Schultheis Patzenhofer .....

.. 4

109,75

109,4

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. O

61

62,9

59,75

62,5

Bemberg.................

.. 6

87,25

88,4

87

88,5

Zellstoff Waldhof ..........

.. 6

155,5

156,75

155,5

156

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. O

121,5

125

121

124

Dessauer Gas .............

.. 7

117

113,65

Daimler Motoren..........

.. O

133,25

132,25

133

132,5

Deutsche Linoleum.........

.. 8

173,25

174,75

173,65

175

Orenstein L Koppel ........

.. O

87,9

88,13

Westdeutsche Kaufhof......

.. O

58,5

60,75

58,13

60,4

Chade ....................

.. 9

394

399,5

394

399,5

Accumulatoren-Fabrik......

. 12

218

218

Conti-Gummi.............

. 11

187,65

189,25

188

189,75

Gritzner..................

.. O

36,25

36,9

36

37

Mainkraftwerke Höchst a.M..

.. 4

99

100

-

Süddeutscher Zuck«.......

. 10

228

229,75

-

229

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. IN.

30-IuIi

31 3ul

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Dries

Geld

I Srlc _

duenuä Am

0,683

0,687

0,683

0,687

Brüssel ....

41,96

42,04

41,96

42,04

-Rio de Ian.

0,143

0,145

0,143

0,145

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

55,67

55,79

55,67

55,79

Danztg ....

46,80

46,90

46,80

46,90

London....

12,47

12,50

12,47

12,50

HelitngforS.

Paris .....

5,499

16,405

5,511

16,445

5,499

16,405

5,511

16,445

Holland ...

168,89

169,23

168,89

169,23

Italien....

19,57

19,61

19,57

19,61

Japan .....

0,727

0,729

0,728

0,730

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

62,67

62,79

62,67

62,79

Wien......

48,95

11,33

49,05

11,35

48,95

11,33

49,05

11,35

Lissabon...

Stockholm...

64,30

64,42

64,30

64,42

Schweiz ...

81,18

81,34

81,18

81,34

Spanten...

33,82

33,88

33,77

33,83

Prag......

10,27

10,29

10,27

10,29

Budapest ..

-

Neuyork ...

2,485

2,489

2,486

2,490

Banknoten.

Berlin, 31. Juli

Äeld.....

Amerilanlsche Roten..............

2,438

2,458

Belgische Noten..................

41,80

41,96

Dänische Noten .................

55,47

55,69

Englische Noten .................

12,435

12,475

Französische Noten...............

16,355

16,415

Holländische Noten...............

168,47

169,15

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

62,45

62,71

Deutsch Oesterreich, & 1OO Schilling

-

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

64,08

64,34

Schweizer Noten.................

81,00

81,32

Spanische Noten.................

33,43

33,57

Ungarische Noten................