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Urlanbsfahrt 51/36 Znntal Wasserburg.

Urlaubsfahrt 52/36 Salzachtal Burghausen.

Zu diesen beiden schönen Urlaubsfahrten, die in der Zeit oom 10. bis 18. Auaust stattfinden, sind noch einige Plätze frei. Umgehende Anmeldungen können bis $ur endgültigen Besetzung täglich noch auf der Kreisdienststelle erfolgen. Der Fahrpreis elnschl. volle Verpflegung beträgt bei der 1. Fahrt 36 Mart, bei UF. 52/36 37. Mark.

Vorsicht an Straßenkreuzungen!

Beachtet das Vorfahrtrecht!

An -Straßenkreuzungen würden die Fahrzeuge, die gleichzeitig von verschiedenen Richtungen dort ankommen, zusammenstoßen, wenn nickt bestimmt wäre, wer Vorfahren darf und wer anhalten muh. Jeder Kraftfahrer, Radfahrer oder Fuhrwerkslenker muß die Dorfahrtregeln kennen. Sie sollen daher von Zeit zu Zeit in Erinnerung gebracht werden.

Erste Regel ist: Grundsätzlich hat die Vorfahrt, wer von rechts kommt.

Zweite Regel: Kraftfahrzeuge und motorisch angetriebene Schienenfahrzeuge, also vor allem die Straßenbahnen, haben die Vorfahrt vor dem übri­gen Verkehr.

Diese beiden Regeln gelten nicht, wo durch Ver- kebrszeichen etwas anderes bestimmt ist:

Wer ein auf der Spitze stehendes weißes Dreieck mit rotem Rand vor einer Straßenkreuzung rechts von seiner Fahrbahn sieht, muß dem Querverkehr auf der Kreuzung die Vorfahrt lassen. Die Vorfahrt auf den Fernverkehrsstraßen wird auch durch die schwarzgelben Nummernschilder bezeichnet. Wer sie an der Straße sieht, in die er einfahren will, muß dem Verkehr dort die Vorfahrt lassen: wer sie an seiner Straße findet, darf vorfahren. Wer auf einer Hauptverkehrsstraße fährt, findet rechts von seiner Fahrbahn auf der Spitze stehende Vierecke mit rotem Rand, die ihm zeigen, daß er die Vorfahrt hat.

Wer aus einer kleinen Nebenstraße, einem Feld­weg oder einer Gasse herauskommt, muß ebenso wie der aus der Ausfahrt eines Grundstücks Kommende sich in den auf der Straße fließenden Verkehr mit oesonderer Vorsicht einfädeln, auch wenn er selbst von rechts kommt.

Erfolge der oberhessischen Geflügel­züchter auf dem 6. Welt-Geflügel-

Kongreß in Leipzig.

Der 6. Welt-Geflügel-Kongreß in Leipzig schließt am 2. August seine Pforten. Er war aus allen Teilen der Welt reich beschickt, 42 außerdeutsche Länder hatten ihre Vertreter nach Leipzig entsandt. Die deutschen Geflügelzüchter erlebten zum ersten Male in unserm Vaterland eine Weltschau. Von dem Ausmaß der Beschickung durch Tiere gibt allein schon der Umstand Zeugnis, daß nicht weniger als 759 Ehren- und 77 Zusatzpreise zur Verteilung zur Verfügung standen.

Auch aus unserer Provinz Oberhessen war die Weltschau gut beschickt. Trotz der weiten Reise und der verhältnismäßig hohen Kosten hatten viele Züchter ihre Tiere zum Weltkongreß entsandt. Eine große Anzahl konnte mit Auszeichnungen bedacht werden. (Es bedeuten E = Ehrenpreis, Z = Zusatz­preis, v = vorzüglich, sg sehr gut, g = gut, b = befriedigend.)

In der Abteilung Leistungsgeflügel, die allein von deutscher Seite mit 1400 Tieren beschickt war, errangen folgende oberhessische Züchter Erfolge: Ludwig Emrich (Röthges) auf Weiße Leghorn, ge­körte Junghähne: zweimal g, b; derselbe auf einen Stamm Jungtiere derselben Rasse g und auf eine Jungtierherde derselben Rasse g. Geflügelfarm Karl Deeg (Gießen) auf eine Jungtierherde Weiße Leg­horn sg und E.

Die Abteilung Rassegeflügel wies allein von deut­scher Seite 8000 Tiere auf. Es errangen Friedrich Dauer (Gießen) auf Rhodeländer sg und E, Heinrich Becker (Allendorf a. d. Lahn) auf Russische Orloffs, rotbunt, sg und E, Lehrer Ludwig Stoll (Alten­burg bei Alsfeld) auf Gelbe Italiener, zweimal sg und E, Heinrich Kraft 3. (Wallenrod) auf Schwarze Rbeinländer sg, Z, E und g, Karl Philipp 4. (Watzenborn-Steinberg) auf Neuenglische Zwerg- kämpfer, birkenfarbig, sg, E und Z, Heinrich Rühl 4. (Garbenteich) auf Neuenglische Zwergkämpfer- rot- sch'ckig, b, Ernst Bender (Griedel) auf Emdener Gänse g.

Auch die Beschickung mit Tauben aus unserm Heimatgebiet war gut. Hier wog natürlich die Spe­zialrasse der Hessischen Kröpfer die andern bei weitem auf. Mit Auszeichnungen wurden bedacht: Gräfin zu Solms-Laubach auf Brünner Kröpfer, weiß: g, Hermann Haus (Dauernheim) auf Hessi­sche Kröpfer, schwarz: sg 1 und Z, derselbe auf Hessische Kröpfer, rot: sg 1 und Z, Heinrich Rü­diger (Eckartshausen) auf Hessische Kröpfer, schwarz: bestes Tier der Klasse, sg, zweimal E, ferner der­selbe auf Hessische Kröpfer, rieselköpfig: sg 1 und Z, Adolf Nohl 2. (Reichelsheim) auf Hessische Kröp­fer. weiß: sg 1 und Z und Philipp Ostheim (Ech­zell) auf Altdeutsche Kröpfer, getigert: sg 1 und Z.

Gießener IVochenmarkwreise

* Gießen, 1. Aug. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, / kg 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11/, Klasse D 10/, ungezeichnete 10, Wirsing, / kg 8 bis 10. Weißkraut 8 bis 10, Rot­kraut 10 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 8 bis 12, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün 10 bis 25, gelb 15 bis 20, Erbsen 15 bis 25, Tomaten 28 bis 35, Zwiebeln 10 bis 12, Pilze 20 bis 25, Kartoffeln, neue, / kg 6 bis 7 Pf., 50 kg 5 bis 6 Mark, Frühäpfel, / kg 20 bis 30 Pf., Falläpfel 7 bis 8, ausländische Aepfel 70, Birnen 20 bis 50, Kirschen 30 bis 35, Pflaumen 35 bis 40, Zwetschen 30, Mirabellen 35 bis 40, Pfirsiche 40 bis 50, Himbeeren 25 bis 35, Brombeeren 35 bis 40, Heidelbeeren 30 bis 35, Stachelbeeren 10 bis 15, Johannisbeeren 12 bis 15 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 70, Salatgurken 10 bis 30, Einmachgurken 1 bis 5, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 10 Pf.

*

** Der nächste Rindvieh -(Nutzvieh-) Markt findet am Dienstag, 4. August, der nächste Schweinemarkt am Mittwoch 19. August statt. (Siehe heutige Bekanntmachung.)

Rundfunkprogramm.

Das Programm desOlympia-Deltsenders-Verlin" Einheitsprogramm des Deutschen Rundfunks (Ursender: Deutschlandsender).

Sonntag, 2. August:

6 Uhr: Olympische Fanfaren. Anschließend Musik in der Frühe. 7.50: 2. Tag der XI. Olympischen

Spiele. Proqrammdurchsage. 8: Sonntägliche Mu- fit. 9 Uhr: Unterhaltungsmusik. Dazwischen Leicht­athletik: Der Geländeritt des modernen Fünfkamp­fes. 100-Meter-Lauf Vorläufe. 12: Meister ihres Faches. 13: Großes Mittagskonzert. 15: Bunte Musik. Dazwischen Leichtathletik: Hochsprung Entscheidung: 100-Meter-Lauf Vorläufe: Speer­werfen (Frauen) Entscheidung: 800-Meter-Lauf Vorläufe: Kugelstoßen Entscheidung: 10 000- Meter-Lauf Entscheidung. 18: Zur Unterhaltung- Dazwischen: Hörberichte von den Hockey-Ausschei­dungsspielen. 19: Olympia-Echo: 2. Tag. 20: Musik am Abend. Dazwischen Gewichtheben: Federgewicht Entscheidung: Leichtgewicht Entscheidung. 22: Wetter und Tagesnachrichten. 22.15: Olympia-Echo. 22.45: Singende, klingende Welt!. 24: Nachtmusik. 0.50 bis 1: Intermezzo. 1 bis 2: Konzert nach Mitternacht.

Montag, 3. August.

6 Uhr: Olympische Fanfaren. Anschließend bis 8: Musik in der Frühe. Dazwischen 6.30 bis 6.45: Frühgymnastik und 7 bis 7.15: Nachrichten des Drahtlosen Dienstes. 7.50: 3. Tag der XI. Olympi­schen Spiele. Programmdurchsage. 8.05: Aus Mo­zarts Zeit. Was man auf dem Berge hört. 8.45: Nur für den Deutfchlandfender: Deutscher Seewet­

terbericht. 9: Solistisches Musizieren. 10: Unterhal­tungsmusik. Dazwischen nur für den Deutfchland­fender: Leichtathletik: Berichte über 400-Meter-Hür- den-Vorläuse. 12: Militärmufik. Dazwischen 12.45: Olympia-Siegertafel 18961936. 13: Fortsetzung der Militärmusik. 13.45: Neueste Nachrichten. 14: Allerlei von zwei bis drei! 15: Schallplatten. Dazwischen Leichtathletik: 400-Meter-Hürden-Vor- läufe. Hammerwerfen-Entscheidung. 100-Meter-Lauf- Zwischenläufe. 100 - Meter - Lauf - Frauen - Vorläufe. 100-Meter-Lauf-Entscheidung. 800-Meter-Lauf-Zwi- schenläufe. 100-Meter-Frauen-Zwischenläufe. 16: Melodie und Rhythmus. 17.40: Volkslieder. 18: Un­terhaltungsmusik. Dazwischen: Hörberichte aus der 2. Halbzeit der Fußball-Ausscheidungsspiele: Ita­lien USA., Norwegen Türkei. 19; Olympia- Echo: 3. Tag. 20.10: Oper im Funk: Die lustigen Weiber von Windsor. Komisch-phantastlsche Oper von Otto Nicolai. 20.10: Nur für den Dkutsch- landsender: Blasmusik. Dazwischen Gewichtheben: Halbschwergewicht-Entscheidung. Eintreffen des Fackelstaffelläufers am Olympiahafen in Kiel. 22: Wetter- und Tagesnachrichten. 22.15: Olympia- Echo. 22.45: Nachtmusik. 0.50 bis 1: Fortsetzung der Nachtmusik. 1 bis 2: Konzert nach Mitternacht.

Großes M.-Sommersest am Hardtwäldchen.

DerGießener'dchestag" in neuer Gestalt. - Großzügige Vorbereitung Ein Fest der Volksgemeinschaft.

Der heutige Samstag und der morgige Sonntag bringt unserer Stadt wieder einmal ein großes Sommerfest. Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" bereitete es in den letzten drei Tagen mit großem Eifer vor, um der Veranstaltung möglichst von vornherein den Erfolg zu sichern. Es ist eine glückliche Idee zu nennen, das großeSommerfest der NS.-Gemeinschaft »Kraft durch Freude'" als An­knüpfung an eine alte Sitte, an denGießener Wäldchestag" zu veranstalten, das vor Jahrzehnten von verschiedenen Gießener Vereinen am Hardt- wäldchen durchgeführt wurde.

Den äußeren Anlaß dazu gab die Deutsche Fest­woche für Freizeit und Erholung, die sich, für das ganze Reich, an den kürzlich beendetenWeltkon­greß für Freizeit und Erholung" anschließt, lieber» all in den größeren, mittleren und kleineren Städ­ten sollen Veranstaltungen abgehalten werden, die der Vertiefung der Volksgemeinschaft dienen und dem schaffenden Menschen einige Stunden unbeküm­merter Freude bringen sollen.

Die Vorbereitung, die für das KdF.-Sommerfest am Hardtwäldchen getroffen wurden, sind denkbar großzügig. Für nicht weniger denn 4000 Besucher werden Sitzplätze geschaffen, die zum größten Teil überdacht werden, so daß die Gäste auch gegen einen eventuellen Regenschauer geschützt sein werden. Vorgestern und gestern waren zahlreiche Hände da­mit beschäftigt, lange und geräumige Zelte aufzu­schlagen. Inmitten des Platzes, der von zwei Sei­ten durch die Zelte klar begrenzt wird, wurden zwei Tanzflächen geschaffen, deren jede 100 Qua­dratmeter groß ist. Zwischen beiden Flächen wurde ein Zelt für die Musik errichtet. Selbstverständlich ist auch ein schönes Karussell auf dem Platz zu finden, eine Schießbude gibt die Möglichkeit, dem schönen Volkssport zu huldigen und dabei nette Preise zu gewinnen. Darüber hinaus wird selbst­verständlich ausreichend für Speise und Trank ge­sorgt sein. Ein origineller Rostbratwurststand wird ebenfalls geschaffen.

Der Platz selbst, auf dem das Sommerfest statt- finbet, liegt ideal und erscheint für eine solche Ver­anstaltung wie geschaffen. Eine große Wiese, unweit dem Umspannwerk an der Krofdorfer Straße, stellt den Hauptschauplatz dar. Auf der einen Seite ist er durch herrlichen Wald begrenzt, der dort ziemlich steil anfteigt. Das hügelige Gelände am Hardtwäld­chen, die saftigen Wiesen der unmittelbaren Um­

gebung, die reifenden Getreidefelder an den Hän­gen und im Lahntal, und die Stadt im Süden bil­den einen überaus reizvollen landschaftlichen Rah­men. Hinzu kommt noch, daß oom Festplatz aus der Gleiberg zu sehen ist, der das Bild im Norden großartig abschließt.

Weitere Sitzgelegenheiten werden im Walde selbst geschaffen und zwar in unmittelbarer Nähe des dortigen Fünfzigerdenkmals, hinter dem steil eine hohe Felswand aufsteigt. Dieser Teil des Fetzplatzes trägt einen geradezu romantischen Charakter und wird angenehmsten Aufenthalt bieten, um so mehr, als gleichzeitig der Ausblick auf den zu Füßen lie­genden Wiesenfestplatz möglich ist.

Der Festplatz ist für die Fußgänger auf schönen Wegen und in verhältnismäßig kurzer Zeit zu er­reichen. Von der Rodheimer Straße aus gelangt man rasch auf den (Bleiberger Weg, der unmittel­bar nach dem Hardtwäldchen führt. Ein etwas wei­terer aber ebenfalls sehr reizvoller Weg führt über die Hardtallee, um den unteren Hardthof vorbei zum Hardtwäldchen. Für Kraftfahrzeuge ist der Fest­platz in kürzester Zeit über die Krofdorfer Straße zu erreichen. Die Einfahrt zum Festplatz wird ge­kennzeichnet sein.

Das Fest findet bereits heute feinen Auftakt. Die heutigen Nachmittagsstunden sind besonders den Kindern vorbehalten, für die mancherlei Unterhal­tung vorgesehen ist. Die Kinder werden durch ein Kasperletheater unterhalten, das schon in Kloster Arnsburg große Freude auslöfte; Sackhüpfen, Topf­schlagen, Wurstschnappen und andere Vergnügungen werden die Jugend ausgiebig beschäftigen.

Im Mittelpunkt des Sonntagnachmittags wer­den die Aufführungen der Wetterauer Spielfchar stehen, die einige ihrer luftigen Schwänke zechen werden. Die Leitung hat derUnkel Kuonerad" Stu­dienrat Philipp-Friedberg. Die Standar­tenkapelle NW 4 Friedberg wird 40 Mann stark für die nötige musikalische Unter­haltung sorgen.

Wenn das Wetter dem Sommerfest einigermaßen günstig ist, sollten einige sehr unterhaltsame Stun­den zu erwarten sein, die nicht nur der Erholung der arbeitenden Volksgenossen dienen, sondern auch dazu beitragen werden, bedingt durch die Schönheit der landschaftlichen Umgebung die Heimatliebe zu vertiefen.

Deutsche Artilleristen weihen ihr Reichsehrenmal

E n Sonderzug von Gießen für die Artilleristen in Oberheffen in Vorbereitung.

Arn Sonntag, 30. August, wird in Köln, am deutschen Schicksalsstrom, in der Nähe der Brücke, über die in den Weltkriegsjahren unzählige Trup­pentransporte gingen, das Reichsehre n m a l der deutschen Feldartillerie feierlich enthüllt und geweiht werden.

Zu der Feier werden die Artilleristen des Welt­krieges aus dem ganzen Reiche in großer Zahl erscheinen. Die Weihe wird der bekannte Heer­führer im Weltkriege, General der Artillerie von G a 11 w i tz , vornehmen. Neben diesem hochver­dienten General und dem Führer des Waffen­ringes der deutschen Artillerie, Generalleutnant Freiherr von Matter, werden noch zahlreiche hervorragende Persönlichkeiten der Partei, der Re­gierung, der Wehrmacht und der artilleristischen Waffe erscheinen. Die Feier soll ein Bekenntnis der heute noch lebenden Artilleristen des großen Krieges zu ihren im Weltkrieg gefallenen Kame­raden und zu ihrer alten Waffe fein.

Aus Gießen und aus der Provinz Oberheffen wird die Denkmalweihe von zahlreichen Kame­raden der Artillerie besucht werden. Der Artil­lerieverein Gießen, der für Oberheffen und die angrenzenden preußischen Gebiete die vorbe­reitende Arbeit übernommen hat, beabsichtigt, bei ausreichender B't.iligung einen Sonderzug von Gießen nach Köln und zurück bei der Reichsbahn zu beantragen. Die Abfahrt von Gießen nach Köln soll am Samstag, 29. August, um die Mittagszeit erfolgen, damit die Fahrtteil­nehmer noch in den zeitigen Nachmittagsstunden in Köln ankommen. Die Unterkunft kann in Gast­häusern, Privatquartieren oder in Massenlagern je nach Wunsch des einzelnen Kameraden, erfolgen.

Am Samstagabend sollen Wiedersehens­feiern der einzelnen Regimenter und ihrer Kriegsformationen stattfinden. Am Hauptlesttag, Sonntag, 30. August, wird vormittags in Gegen­wart der offiziellen Persönlichkeiten, der Ehrengäste und der nach vielen Tausenden zählenden alten Artilleristen die feierliche Weihe des Reichs­ehrenmals erfolgen. Bei dieser Feier werden Abordnungen sämtlicher Garnisonen des Rheinlan­des zugegen sein. Der Ehrensalut bei der Denk­malweihe wird von einer Batterie geschossen wer­den. Nach der Denkmalweihe wird ein Vorbei­marsch der alten Soldaten den Abschluß der Feier bilden. Die Nachmittagsstunden stehen den Kame­raden zur beliebigen Ausnutzung zur Verfügung. Am Abend wird ein großes Militärkonzert mit Rhein- und Dombeleuchtung und Feuerwerk den Ausklang des großen Artille­ristentreffens bilden.

Die Rückfahrt der oberhessischen Artilleristen von Köln dürste am späten Sonntagabend nach dem Abschluß der Festbeleuchtung erfolgen. Es ist für die Hin- und Rückfahrt eine außerordentliche Fahr­preisverbilligung, voraussichtlich 50 bis 60 Prozent, wahrscheinlich, sodaß die Fahrtteilnehmer für die Hin- und Rückfahrt Gießen Köln Gießen 5 bis 6 Mark zu zahlen haben werden, ein so billi­ger Preis, wie man ihn sonst für eine Fahrt nach Köln und zurück nicht eingeräumt erhält. Dabei ist jedoch Voraussetzung, daß sich aus Oberhessen und den angrenzenden preußischen Kreisen eine genügende Anzahl Kameraden meldet, um die erforderliche Be­setzung des Sonderzuges zu erreichen.

Anmeldungen sind an den vom Artillerieverein Gießen beauftragten Kameraden Wilhelm Ste­phan, Gießen,' Bahnhofstraße 24, Fernsprecher 3729, bis spätestens zum 15. August zu richten. Da­bei ist auch anzugeben, ob die Unterbringung in einem Gasthaus, im Privatquartier oder in einem Massenquartier gewünscht wird.

Oberheffen.

CanöM# Gießen.

ch Saubringen, 1. Aug. In der Waldstraße (verlängerte V rgstraße) wurde nunmehr mit Kana­lisierungsarbeiten begonnen. Es ist die letzte Straße unseres Dorfes, die noch der Kanalisierung bedurfte.

Steinbach, 1. Aug. Der 10jährige Sohn des hiesigen Landwirtes und Fuhrmannes Anton Haas fiel dieser Tage, als er beim Umdecken der Scheuer half, vom Gerüst herunter auf die Tenne. Er brach dabei eine Rippe und zog sich Blutergüsse besonders im Rücken zu.

* Grünberg, 1. Aug. Am heutigen 1. August kann die Gemeindehebamme Kath. Grau­lich auf eine Dien ft seit von 25 Jahren zurückblicken. Segensreiche Arbeit und opferfreudige Beritschast für ihre Gemeinde hat sie stets bewiesen. Mögen der Jubilarin noch viele Jahre weiteren Schaffens beschieden fein.

< Virklar, 31. Juli. Unsere Gemeinde läßt zur Zeit den Oberstock des Gemeindesaales durch entsprechende Neuherstellungs- und Umbau­arbeiten zu Unterkunftsräumen der Hit­lerjugend Herrichten. Diese Maßnahme findet allseits Anklang, wird doch hiermit in schöner Weise ein langgehegter Wunsch der HI. zweckentsprechend erfüllt.

lD H u n g e n , 31. Juli. Steuerassistent Peter Heiß am Finanzamt Hungen wurde zum Steuer­sekretär, die Steuerdiätare Hahn und Zimmer, ebenfalls am Finanzamt Hungen, zu Steuerassisten­ten ernannt.

flrefo Wetzlar.

= Wißmar, 1. Aug. Der hiesige Arbeiter Otto Drommershausen erlitt dieser Tage an sei­ner Arbeitsstelle in den Buderusschen Eisenwerken zu Lollar einen Unfall. Mit einer erheblichen Fußoerletzung mußte er in die Chirurgisch, Klinik nach Gießen gebracht roefben. Einen wei­teren Unfall hatte der hiesige Bäcker Seip aix verzeichnen. Er fuhr mit dem Motorrad gegen ein Fuhrwerk eines hiesigen Maurermeisters und kam dabei zu Fall. Glücklicherweise zog er fick nur leid), tere Verletzungen zu. Das Motorrad wurde erheblich beschädigt.

* Rodheim a. d. B., 1. Aug. Am morgigen Sonntag findet hier ein Missionsf est statt. Festprediger sind Pfarrer Kalbhenn (Merlau) und Missionar Geißlinger (Wiesbaden, früher in China). Auf die heutige Anzeige fei hmgewlefen.

Hitler-Urlaub.

NSG. Vielen Tausenden bedürftiger SA.- und SS.-Männer konnte in diesem Jahr durch die Für­sorge des Führers ein kostenloser Erholungsurlaub auf dem Lande verschafft werden. Der Aufruf für die Hitlerfreiplatzspende führte in unserem Gau zu einem vollen Erfolg.

Durch den Opferwillen der Einsichtigen kam die nationalsozialistische Dolkswohlfahrt in die Lage, wiederum eine großzügige, vorsorgliche Gesund- heitspolitik zu treiben, wiederum Jahrhunderte alte Gegensätze und Vorurteile auszugleichen und zu beseitigen.

Die Hitlerfreiplatzspende führt Menschen und Be- rufe einander näher, die sich früher kaum kannten. Die große Kameradschaft des deutschen Volkes wird durch die Hitlerfreiplatzspende offenbar, die der Ausdruck ist der großen Volksgemeinschaft, wie sie der Führer verlangt. Es gilt den Trägem des Kampfes für das neue Deutschland Anerkennung für ihre Leistungen und Entbehrungen zu geben.

Die Hitlerfreiplatzspende schafft Volksgemeinschaft, hilft mit am Aufbau des ewigen Deutschlands.

Meldungen nimmt jede NS>Gliederung entgegen.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 2. August. 8. Sonntag nach Trinitatis.

Gießen. Stadlkirche. 8 Uhr: fein Gottesdienst; 9.30: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche der Markusgemeinde. Iohanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Lukasgemeinde; 9.30: Pfr. Aus- feld; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld. Kapelle des Allen Friedhofs. Siehe Johanneskircke. Pelruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Pfarrasfistent Zschau. Fohannessaal. 10.45: Christenlehre für die Luthergemeinde. Tvieseck. 9.30: Gottesdienst. Alten-Buseck. 10.30: Dekan Sattler. Albach. 8.30: Gottesdienst. Steinbach. 9.45: Gottesdienst und Christenlehre. Rödgen. 10: Gottesdienst. Annerod. 12.30: Gottesdienst. Heuchelheim. 13: Hauptgottesdienst; Psarrassistent Feix (Gießen). Treis c. d. Cda. 10: Hauptgottes­dienst; 11: Katechismuslehre. Klein-Linden. 9: Gottesdienst mit Christenlehre für die weibliche Ju­gend; Missionar Walther (Gießen); 10.30: Kinder­gottesdienst. Garbenleich. 13: Gottesdienst. Hausen. 11: Gottesdienst. Watzenborn-Steinberg. 13: Gottesdienst. Cid). 9.15: Beichte; 9.30: Stifts­dechant Kahn; hl. Abendmahl. Rieder-Besfingen. 14: Stiftsdechant Kahn. Langsdorf. 11.15: Haupt­gottesdienst; Pfr. Hotz (Villingen). Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst; Kandidat Schäfer (Cid)). INünzenbera. 10.30: Gottesdienst; 13: Christenlehre. Trais-lNünzenberg. 8.30: Gottesdienst mit Chri­stenlehre. Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kinder­gottesdienst. Beitsberg. 9: Gottesdienst mit Chri­stenlehre; Kollekte. Dirberg. 10.30: Gottesdienst mit Christenlehre; Kollekte. Beltershain. 12.30: Gottesdienst mit Christenlehre; Kollekte. Harbach. 14.15: Gottesdienst mit Christenlehre; Kollekte.

Mittwoch, den 5. August.

Gießen. Stadtkirche. 20.30 Uhr: Abendandacht.

Evangelische Ztadtmission, Löberstraße 14. Sonn­tag, 2. August. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 15: Ge» rneinschaftsstunde (nur Mitglieder); 20.30: Evangeli­sationsvortrag. Mittwoch, den 5. August: 20.30: Bibelstunde.

Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirch­liche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, den 2. August. 20.30: Uhr: Evangelisationsstunde. Mittwoch, den 5. August. 20.30 Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 6. August. 20.30 Uhr: Jugendbund­stunde.

Reuaposlolische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- straße 13. Sonntag, 2. August. 9.30 Uhr: Gottes­dienst; 16: Gottesdienst. Mittwoch, den 5. August. 20.30 Uhr: Gottesdienst.

Vaptistengemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, den 2. August. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 20.30 Uhr: Predigt. Donnerstag, den 6. August. 20.30 Uhr: Bibelstunde.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 1. August.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 2. August. 9. Sonntag nach Pfingsten.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Männer; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre­digt; 11: Messe mit Predigt; 14.30: Andacht. Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. Laubach. 10: Hoch­amt mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht. Cid). 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. Ridda. 8.15: Hochamt mit Predigt. Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.

Mittwoch, den 5. August.

Hungen. 6.30 Uhr: Messe.

Donnerstag, den 6. August.

Gießen. 17.30 Uhr: Beichte.

Freitag, den 7. August.

Gießen. 7 Uhr: Segensamt. Lich. 6.15: Segens­messe.

veffenlNcher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschrankter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer f bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500.

Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen:

A e r 3 t : Dr. Geyer, Dr. Malech.

Zahnarzt: Dr. Buchinger.

Apotheke: Pelikan-Apotheke.