Unzweifelhaft haben die chinesischen Frauen in den letzten zwanzig Jahren große Fortschritte gemacht. Unser Ziel ift es, daß in zehn Jahren jedes chinesische Mädchen die körperliche Ausbildung erhält und aufnimmt, die für sie und ihre Lebenszwecke paßt. Wir werden stark sein, nicht nur kör- perlich, sondern auch geistig und sozial. Wir werden niemals in unseren Bemühungen ermüden oder
vor Schwierigkeiten Haltmachen, sondern wir werden erfolgreich sein in jeder Arbeit, die wir aufnehmen. Wir werden dann fähig sein, weise zu denken, gerecht zu urteilen und richtig zu handeln als Einzelwesen und als Mitglieder der Gemeinschaft. Wir werden leben und rückhaltlos dienen dem Besten der menschlichen Gesellschaft.
Um die Verbilligung der Strompreise.
NSG. Das nationalsozialistische Ziel der Ber- vollkommnllng und Sicherung der Energieversorgung zum Zwecke einer Rüstung der deutschen Volkswirtschaft für alle ihre Ausgaben und zur Erzielung möglichst billiger Pro- duktionsbedingungen zugunsten aller Kreise der Bevölkerung und der Wirtschaft verlangt eine
Unterordnung jeglichen Ligeninteresscs unter das Gesamtwohl von Volk und Staat.
Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hat sich den Fragen der Energieversorgung stets mit ganz besonderer Hingabe gewidmet und erreicht, daß der Gau Hessen-Nassau auf diesem Gebiete im Reich eine beachtenswerte Rolle spielt.
Anläßlich einer Besprechung über die Gasversorgung d e s Rhein-Main-Gebietes mit dem Leiter der Reichsgruppe Energiewirtschaft, Direktor Krecke, Berlin, nahm der Gauleiter Gelegenheit, mit Direktor Krecke das Rheinhessische Elektrizitätswerk in Rhein-Dürkheim (Kreis Worms) zu besichtigen. Schon seit langem standen nämlich in dem Versorgungsgebiet dieses Werkes strittige Tariffragen zur Debatte, deren wahrer Grund in einer Besprechung mit der Werksleitung ermittelt werden sollte.
Ueberraschenderweise stellte sich dabei heraus, daß dieser Betrieb vor kurzem höheren Ortes zu einer Umstellung von Braunkohlen auf Steinkohlen veranlaßt worden war, obwohl die Kessel- bzw. Feue- runasanlagen ganz besonders rationell auf den Verbrauch von Braunkohlen eingestellt sind. (Das Verfahren ist dem Werk weitgehend patentamtlich geschützt.)
An Ort und Stelle wurde festgestellt, daß bei voller Belastung der Kessel der mit Steinkohlen
geheizt wurde einen bedeutend geringeren Wirkungsgrad zeigte, als der noch mit Braunkohlen fahrende.
Ohne Frage wird die verlangte Umstellung also eine gewisse Verteuerung bringen. Der Leiter der Reichsgruppe Energiewirtschaft, der durch eingehende Fragen an den Betriebsdirektor Radtke reges Interesse zeigte, stellte eine, gründliche Untersuchung dieser auffälligen Wirtschafts- Maßnahme in Aussicht und versicherte, sich persönlich für die Sache einzusetzen.
Gauleiter (Sprenger machte durchaus keinen Hehl daraus, daß ihn die bisherige Behandlung der Angelegenheit der Dinge außerordentlich befremde. Er berief sich mit Recht auf die Forderungen der Partei, die schon in der Kampfzeit auch durch ihn persönlich eine
Verbilligung des Strompreises für Bevölkerung und Wirtschaft verlangten.
Es ist nicht ausgeschlossen, daß eine Verteuerung der Kohlenversorgung des Werkes eine Verbilligung der Tarife hemmt, wenngleich nicht außer Acht gelassen werden darf, daß die Brennstofffrage eine nicht so große Rolle spielt wie die Frage der Energieverteilung durch das Leitungsnetz.
Es braucht nicht besonders betont zu werden, daß nunmehr alles veranlaßt wird, um eine sinnvolle Lösung des hier akuten Problems zu erreichen.
An der Besichtigung nahm noch SA.-Oberführer Diehl (Gau Obernheim) als Leiter des Rhein- hessischen Elektrizitätsverbandes teil.
Deutsche Rennwagen in Pescara.
Mit dem Acerbo-Pokal findet am 15. August ein weiteres großes italienisches Automobilrennen statt. Die deutschen Firmen Auto-Union und Mercedes- Benz haben für dieses in Pescara zur Durchführung kommende Rennen ihre Zusage gegeben. Rosemeyer, Stuck und Varzi starten für die Auto- Union, Caracciola und Faggioli sollen die Mercedes-Wagen steuern. Dem Fahrer, der die schnellste Runde dreht, winkt als Sonderpreis die vom Duce gestiftete Goldmedaille, während der Preis des Königs von Italien für den besten italienischen Fahrer in der Gesamtwertung bestimmt ist.
Kurze Sportnotizen.
Schon 360 Nennungen liegen für die am 15. und 16. August in Frankfurt a. M. stattfindenden Pferderennen vor, die damit das größte Frankfurter Nachkriegsrennen werden.
Aus 17 Nationen wurden bisher zum internationalen Tennisturnier, das im Anschluß an die Olympischen Spiele vom 22. bis 25. August in Wiesbaden durchgeführt wird, Teilnehmer gemeldet.
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Die „Tour de France“ wurde am Freitag mit der 19. Etappe von La Rochelle nach Angers über insgesamt 213 Kilometer ausgefahren. Zuerst aab es ein Rennen mit Massenstart bis L a Roche für Pone, das der Belgier Kint gewann. Ein anschließendes Mannschaftsrennen „gegen die Uhr" bis Cholet (67 Kilometer) gewannen die Belgier und den Schlußteil der Strecke holte sich der Franzose Maye. Im Gesamtergebnis hat sich der Belgier Verwaecke wieder hinter seinen Landsmann S. Maes auf den zweiten Platz vor A. Magne vorgeschoben.
Der Olympische Pokal, eine Stiftung von Baron Coubertin, der alljährlich einem Sportverein oder -Verband, der sich auf dem Gebiete der sportlichen Jugenderziehung auszeichnet, zuerkannt wird, wurde für das Jahr 1937 dem Oesterreichifchen Eislaufverband zugesprochen.*
Die Fecht-Weltmeifterfchaften 1937 werden nach einem Beschluß des Internationalen Fechtverbandes bei feiner Berliner Tagung in Berlin durchgeführt. Zum Präsidenten des Internationalen Fechtverbandes wurde der Belgier A n s p a ch auf vier Jahre wiedergewählt.
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Sportamt „Kraft durch Freude".
Heute:
Reichsspor t a b z e ichen, Frauen und Männer: Von 17.30 bis 19 Uhr, Unioerfitäts» sportplatz am Kugelberg. Neuanmeldungen nimmt der Sportlehrer vor Beginn der Uebungsftunbe an. Der Kursus läuft über sechs Doppelstunden und kostet für Mitglieder der DAF. 1,80, für Nichtmitglieder 3,— Reichsmark.
Schwimmen, Anfänger und Fortgeschrittene: Von 18 bis 19 Uhr, Frauen und Männer, Kesselbach, Schwimmbad.
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Morgen folgende Kurse:
Tennis: Von 8 bis 9 und von 9 bis 10 Uhr, Städtische Tennisplätze om Schützenhaus.
Schwimmen, Anfänger und Fortgeschrittene. Von 9 bis 10 Uhr, Männer und Frauen, Grohen-Buseck, Schwimmbad.
9er Sport - eine Lebensgewohnheit!
Ein Abkommen zwischen Reichssportführer und Reichsjugendführer.
Volkswirtschaft und Sport.
liaröen Mark, sondern mit einem Dutzend Milliarden Mark rechnet. Jrn Olympiajahr werden es allerdings erheblich mehr sein.
werden schon dadurch, daß sportliche Veranstaltungen aller Art, wie sie jahraus, jahrein sich vollziehen, nicht nur eine starke, sondern vielleicht die stärkste
was wieder einmal zeigt, daß der Sport nicht nur Geld kostet, sondern im Gegenteil neue Möglichkeiten der wirtschaftlichen Betätigung erschließt. Eine Schätzung, was der Sport insgesamt für die deutsche Volkswirtschaft bedeutet, wird immerhin an eine Summe herankommen, die nicht mit 1 oder 2 Mil-
Preußen.
Kreis Wetzlar.
J) Rodheim, 29. Juli. Der Haushaltsplan unserer Gemeinde für das Rechnungsjahr 1936 schließt im ordentlichen Haushalt in Einnahme und Ausgabe mit 123 795 Mark und im außerordentlichen Haushalt in Einnahme und Ausgabe mit 2000 Mark ab. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern sind wie folgt festgesetzt: Grundvermögensteuer I 260 v. H., Grundvermögensteuer II 260 v. H., Gewerbeertragssteuer 500 v. H., Gewerbekapitalsteuer 1000 v. H. des staatlich veranlagten Grundbetrages, Bürgersteuer 500 v. H. des Reichssatzes. Die Gemeinde hat einen hauptamtlichen Polizeivollzugsbeamten angestellt. Das Auskommen an Gemeindesteuern beträgt: Grundoermögensteuer I 10 300 Mark, Grundvermögensteuer II 16 900 Mk., Gewerbeertragssteuer 2800 Mark, Gewerbekapitalsteuer 1200 Mark, Bürgersteuer 10 000 Mark. Im außerordentlichen Haushalt ist eine Einnahme von 2000 Mark des Erlös aus dem Verkauf von Grundstücken vorgesehen; der Betrag soll zur verstärkten Tilgung von Gemeindeschulden Verwendung sinken. Die Gemeinde besitzt 170 Hektar Wald.
CO Königsberg, 28. Juli. Der Haushaltsplan unserer Gemeinde für das Rechnungsjahr 1936 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 31156 Mark ab. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern sind wie folgt festgesetzt: Grundoermögensteuer I 200 v. H., Grundvermögensteuer II 200 v. H., Gewerbesteuer nach dem Ertrage 200 v. H., Gewerbesteuer nach dem Kapital 200 v. H. des staatlich veranlagten Grundbetrages und Bürgersteuer 100 v. H. des Reichssatzes. Die Gemeinde besitzt 68 Hektar Wald und 52 Hektar landwirtschaftlich genutzte Grundstücke; die Einwohnerzahl nach der letzten Personenstandsaufnahme beträgt 508. Für die Unterhaltung der Gemeindewege sind 1000 Mark und für den Neubau von Straßen und Wegen 1800 Mark im Haushaltsplan vorgesehen. Das Auskommen an Gemeindesteuern beträgt: Grundvermögensteuer I 500 Mark, Grundvermögensteuer II 4000 Mark, Ge- roerbeertragfteuer 150 Mark, Gewerbekapitalsteuer 120 Mark, Bürgersteuer 600 Mark. Als Ersatz für früher bezogenes Losholz wurde bisher an die Ortsbürger eine Entschädigung von zusammen 1300 Mark aus der Gemeindekasse gezahlt.
Wenn auch nicht in jedem Jahre und in jedem schenalter, denn der größte Teil des deutschen Dol- Lande eine Olympiade veranstaltet wird, wenn kes, der sich heute auf die Reife macht, tut das nicht, also auch nicht Jahr für Jahr für die Olympiade wie das früher üblich war, um einfach die Zeit tot- beträchtliche Summen in Bewegung gesetzt werden, zuschlagen, oder weil es eine gesellschaftliche Verso bleibt nichtsdestoweniger das, was unter dem pflichtung war. Heute wird vielmehr gereift, um Sammelbegriff „Sport" erfaßt wird, heute ein das schöne Deutschland kennenzulernen. Es wird wichtiger Bestandteil der Volkswirtschaft. So weit aber auch gereift, gewandert, gefahren, geflogen und und so umfassend ist die sportliche Betätigung heute gerudert, roell es teils zum Zweck der körperlichen entwickelt, denn schließlich beschränkt sich diese Be- Ertüchtigung gehört, teils als Mittel zur Erreichung tätigung nicht nur daraus, daß um Höchstleistungen dieses Zweckes dient. Es wäre eine reizvolle Aufgabe gekämpft wird, sondern der Sport ist auch zu einer für die volkswirtschaftliche Statistik, einmal nach- Sache der Volkserziehung und der Volksbildung zurechnen, welche Summen in Bewegung gesetzt geworden. Wenn vor einem Menschenalter ein 1 " u r '.....«*-*--*" rx-rx
Turnverein ein Fest veranstaltete, wenn Radfahrer
riegen öffentlich eine Schauleistung vorführten, ..... . ,
wenn es schließlich Rennen der Kraftwagen gab, Anziehungskraft bilden. Nicht nur die Sportler im so spielte sich das mehr am Rande des öffentlichen engeren Sinne werden dadurch angezogen, auch die Lebens ab, war aber kaum eine Sache, die mit Zuschauer, so daß für ihre Beförderung und Der- dem gesamten öffentlichen Leben verbunden war. pfteaung neue volkswirtschaftliche Einrichtungen ge» Das alles war Sport in einem Sinne, wie er heute schaffen werden müssen. Vielleicht ist es nötig, in nicht mehr verstanden wird. Denn heute ist das, diesem Zusammenhang daran zu erinnern, daß es was den Sport in allen feinen Teilen angeht, über um die Jahrhundertwende in ganz Deutschland alle Spalten einer Tageszeitung verstreut. Wenn keinen Wintersport gab, daß die heute bevorzugten eine Tageszeitung schon ein Spiegelbild des öffent- Gebirge für den Wintersport im Winter damals lichen Lebens ist oder fein soll, so wirb Sport und ausgestorben waren. Heute werden allein im Winter- sportliche Betätigung heute im Leitaufsatz ebenso fpor'f einige Dutzend Millionen Reichsmark umgesetzt, abgehandelt wie unter dem Strich, im eigentlichen ■ • ' ‘ ‘ *- r —x L —
Sportteil, sowie im Wirtschaftsteil. Wer sich heute vom Sport abwendet, weil er ihm aus irgendwelchen Gründen nicht zusagt, hat kein Verständnis für die Entwicklung, versteht auch nicht, daß der Gestaltwandel alle Gebiete ergreift.
Das in der Kraftwagenindustrie, daß im Fahrradbau beträchtliche Summen angelegt fein müssen, fen, bas leuchtet ein; allein nicht biefe Dinge, bie sich sofort sichtbar aufbrängen, finb es, bie ben Sport auch zu einer Sache der Volkswirtschaft machen, fonbern bas hängt bamit zusammen, baß bie Ertüchtigung eines Volkes, sowie alles, was dazu bienen kann, notwendig auch eine volkswirtschaftliche Bedeutung hat. Die Ertüchtigung des deutschen Volkes mar in der Vorkriegszeit auch eine Aufgabe der allgemeinen Wehrpflicht, wurde ober nicht fo umfassend durchgeführt und vollzogen, wie das heute nicht nur im Zeichen der fünf Ringe geschieht. Wenn ein Volk sich im internationalen Wettbewerb durchsetzen soll, so genügt es nicht mehr, als Volk der Denker und Dichter dazustehen. Schon vor dem Kriege war ein ganz anderer Einsatz für bie internationale Geltung not- wenbig als nur Denken unb Dichten. Heute hat sich dieser Einsatz auf allen Gebieten bes öffentlichen Lebens gesteigert, zumal sich mehr als einmal gezeigt hat, baß im Wettkampf der Völker nur jene Völker aufsteigen, bie für biefen Kampf gerüstet und die in jeber Hinsicht tüchtig finb. Wenn wir uns heute einmal überlegen, daß es bas Ziel ber -Versailler Politik war unb ist, bas deutsche Volk wehrlos unb bamit untüchtig für ben Wettbewerb ber Völker zu machen, fo verstehen wir auch, warum es Schicksal für bas beutsche Volk war unb ist, daß bem Nationalsozialismus bie Führung tn ber Vorbereitung unb im Vollzug bes Ausstiegs ber Nation zugefallen ist. Die Staats- unb ßebensauf- faffung bes Nationalsozialismus war unb ist not- wenbig, um bie Ertüchtigung bes deutschen Volkes, also was wir auch Sport nennen, nicht davon abhängig zu machen, ob bie finanziellen Mittel vor- hanben feien ober nicht. Wenn eine Nation au steigen will, bars bas nicht an ber Gelb rage scheitern, gerabe bann nicht, wenn biefer Aufstieg, wenn diese Ertüchtigung bes Volkes auch zu einer Sache ber Volkswirtschaft geworben ist. Wenn M ber Lebensstil eines Volkes wanbeit weil sportliche Be tätigung unb körperliche Ertüchtigung im Zusammenhang mit geistiger Schulung oon iung aus geübt werben, so ist es schließlich dieser Leben, stil, ber auch ber Volkswirtschaft die Tragung gibt
Wie sich ber Gestaltwanbel im öffentlichen Leben vollzogen hat, erkennen wir nicht baran, baß es tn allen Stäbten unb Dörfern Geschäfte gibt bie irgenb- wie mit Geräten hanbeln, die mit Leibesübungen und körperlicher Ertüchtigung, also mit bem Sport, Zusammenhängen. Sportliche Tätigkeit ist heute auch das Wandern und Reisen geworden, sc» daß alles, was mit dem Reiseverkehr susammenhang volkswirtschaftlich auch irgendwie mit VoUserztehung und Leibespflege verbunden ist. Das Reifen, ganz einerlei welche Verkehrsmittel babei in Frage kommen hat heute einen ganz anderen Sinn, als vor einem Men-
Das Abkommen zwischen dem Reichssportführer und bem Jugenbführer bes Deutschen Reiches eröffnet ein neues Kapitel in ber Geschichte der deutschen Leibeserziehung. Die Turnstunde war bas Aschenbrobel ber alten Schule. Neben Singen unb Zeichnen galt bie körperliche Uebung als Nebenfach. Für bie meisten Schüler freilich war sie ein Hauptfach, unb natürlich auch für bie Turnlehrer. Die beiben Tage ber Woche, an benen ber Stunben- plan „Turnen" verzeichnete, waren für bas Schwänzen im allgemeinen nicht beliebt. Vielen Jungen genügte ber Betrieb auf bem Schulhof nicht, unb so gingen sie in bie Turn-, Schwimm- unb Sportvereine ber Stabt, um hier ben notroenbigen Ausgleich für bas Auswenbiglernen von Gebichten unb lateinischen Vokabeln zu suchen. Der innere Zusammenhang zwischen geistiger unb körperlicher Erziehung ging babei allerdings leicht verloren. Nur 3u oft würben bie Interessen ber Jungen ganz einseitig entroeber burch ben Sportverein ober burch bas Klassenzimmer in Anspruch genommen. Ja, es bilbeten sich sogar unter ben Schülern manchmal zwei Parteien, bie sich gegenseitig hänselten unb ein wenig verachteten. So würbe bie geistige Aus- bilbung oft auf Kosten ber körperlichen Ertüchtigung vernachlässigt ober umgekehrt.
Die weltanschauliche Revolution bes Nationalsozialismus hat biefen Zwiespalt grundsätzlich beseitigt. Sie sieht bas Jbeal ber Erziehung in einer möglichst gleichmäßigen, harmonischen Ausbilbung ber körperlichen, geistigen unb seelischen Kräfte.
Weder der Muskelprotz noch der Geistesathlek darf der neuen Jugend als erstrebenswertes
Ziel gelten.
Die Umgestaltung bes Lehrplans ermöglichte es zunächst, bem Bebürfnis ber Jugenb nach vermehrter körperlicher Betätigung in ber Schule einigermaßen Befriebigung zu verschaffen. Darüber hinaus aber richtete sich auch die ganze weltanschauliche Erziehung, wie sie vor allem in der Hitler- Jugend und im Jungvolk betrieben wurde, auf die Vereinheitlichung ber geistigen unb körperlichen Ertüchtigung. Bei Fahrten, Märschen unb Gelänbespielen entfaltete sie einen neuen Stil sinnvoller Körperhaltung. Er erforberte nicht nur Kraft, Gewanbtheit, Mut unb Schnelligkeit, fonbern zugleich auch bie Fähigkeit zum Führen unb zum Unterorbnen, erforberte nicht bie schöne Leistung bes einzelnen, sondern ben Zusammenhalt, den Erfolg einer Mannschaft.
So hatten sich brei Gruppen herausgebilbet, bie sich ber Leibeserziehung der deutschen Jugend widmeten: Schule, Sportverein unb politische Organisation. Daß hierbei gewisse Ueberschneibungen, aber auch gewisse Lücken entstauben, ist erklärlich.
Hm nun außerhalb der Schule, deren körperliches Erziehungsprogramm ihrem Wesen nach naturgemäß immer beschränkt bleiben muh, die gesamte deutsche Jugend zu erfassen, und nach einheitlichen Gesichtspunkten auszubilden, wurde btr Vertrag zwischen ber Hitler-Jugenb unb dem Deutschen Reichsbund für Leibesübungen geschloffen.
Dieser Vertrag bestimmt, daß die körperliche Erziehung aller Jungoolkangehörigen ausschließlich im Deutschen Jungvolk unb nicht in ben verschobenen Sportvereinen zu erfolgen hat. Da bas Jungvolk nach Durchführung feiner letztjährigen Werbeaktion fast restlos alle Jugenblichen im Alter von 10 bis 14 Jahren in seiner Organisation vereinigt, ist bamit bie bentbar breite ft e Grunblage
Einen guten Platz bei den Olympischen Spielen hast du am Lautsprecher.
Werde Rundfunkhörer.
für eine gesunde sportliche Betätigung bes ganzen deutschen Volkes geschaffen. Bei ber Hitler-Jugend, bie ja eine politische Ausleseorganisation schon darstellt, mußte natürlich eine andere Regelung getroffen werden. Die Angehörigen ber HI. werben also, falls sie Luft unb Neigung bazu haben, nach wie vor ihre zusätzliche körperliche Ausbilbung in ben Vereinen bes DRL. suchen. Durch eine entsprechend Auswahl unb Schulung bes Ausbilbungspersonals in den Vereinen soll jedoch sichergestellt werden, daß die Art unb Weise ber körperlichen Erziehung in ben Vereinen nicht im Wioerspruch steht zu ben Grundsätzen, bie bie Erziehungsarbeit in ber HI. bestimmen.
Das große Ziel des Vertrages besteht nach einem Wort des Reichsfportführers darin, die Leibesübungen zu einer allgemeinen Gewohnheit des deutschen Volkes zu machen.
Daß diese hohe Ausgabe gerade an jenem Tage in Angriff genommen wird, an dem auf dem Berliner Lustgarten die sonnengeborene Flamme Griechenlands vor ber versammelten beutschen Jugend das Olympische Feuer entzündet, soll uns unb ber Welt ein neuer Beweis dafür fein, daß bie Erweckung des olympischen Geistes für Deutschland nicht Teil eines einmaligen Festprogramms, sondern eine dauernde innere Verpflichtung ist.
Geschichten ans aller Wett.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
Der Methusalem der Shetlandponys.
(te) Wellington.
So wie bie Menschen haben auch bie Tiere bestimmte Altersgrenzen. Bei ben Einhufern liegt sie bei etwa 10 bis 15 Jahren. Das älteste seiner Rasse bürste wohl ein Shetlanbpony auf Neuseelanb sein, bas auf bas ehrwürbige Alter von fünfunbvierzig Jahren zurückblicken kann. Dabei ist biefer Ururgrobvater nicht etwa gebrechlich ober schlecht gelaunt, ganz im Gegenteil, et hat noch jugendliches Feuer. Unb auch Ausbauer. Jeben Tag trägt er bie Kin- ber feines Herrn auf feinem Rücken zur Schule unb holt sie roieber ab, ba sie ben langen Schulweg nicht zu Fuß machen können. Wenn man sich überlegt, wieviel Menschenjahre ein Pferbejahr finb, bann ift wohl anzunehmen, baß ein so uralter Mensch eine ähnliche Leistung kaum vollbringen mürbe.
Der Regenwurm-Automat.
(th) Neuyork.
Neben seinem Barbiergewerbe betreibt Herr William P. in Northhampton im amerikanischen Staate Massachusetts auch noch einen wohlorganisierten Fischköber-Verkauf, b. h. also in ber Hauptsache, daß er Regenwürmer für Angler an den Mann bringt. Mit ber Zeit jeboch ist es ihm offenbar lästig geworben, mitten im Haarschneiben unb Rasieren seiner Kunben in ben Nebenraum abberufen zu werben, wo seine anbere Kunbschaft nach Ware ruft.
Unb ba William P. ein erfinberifdjer Geist ist, ersann er in seinen Mußestunben einen Regenwurm- Automat, ben er vor einigen Wochen aufgestellt hat unb der sicherem Vernehmen nach glänzend arbeitet. Der bedürftige Angler braucht nur eine kleine Münze in den Schlitz zu stecken, und schon kommt unten eine Hand voll Würmer heraus. William P., den vielleicht seine Kunden Nr. 1 daraus aufmerksam gemacht haben, daß es ihnen wenig appetitlich erscheint, von einer Hand im Gesicht bedient zu werden, bie eben noch Würmer verkaufte, beschäftigt in seinem „Regenwurmbetrieb" zehn Schuljungen, bie regelmäßig lebenbe Würmer suchen unb ben Automaten bamit füllen, der eine Sehenswürdigkeit der Stadt geworden ist.
„Rufen Sie Nr. 17311!“
(r) Dublin.
Charles Gourney faß gegen Mitternacht allein vor bem Kamin. Der Raum war sonst vollkommen bunkel. Der Feuerschein bes Kamins warf jtitternbe Schatten auf bie Wänbe. Plötzlich hörte Gourney ein Geräusch im Nebenzimmer. Er roanbte lauschend ben Kopf. Jetzt ging bie Türklinke herunter. Gourney griff langsam, taftenb zu einem kleinen Tisch zu seiner Rechten. Die Tür sprang aus bem Schloß. Sie öffnete sich, jemanb trat in ben Raum. In biefem Augenblick sprang Gourney auf unb richtete bie Pistole, bie er aus ber Tischschublabe ae- nommen hatte, auf ben Fremben: „Bitte, treten Sie näher. Machen Sie keine angreifende Bewegung.
Bei Maaenbesch wer denn Sodbrennen 2


