Ausgabe 
31.12.1935
 
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Glaube an Adolf Hitler und seine große

ergibt sich

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24,1

dauern, bis der Kalender geändert wird.

ver- d i e Zu-

45,6 v. H.

30,3

ein gleichbleibendes Kalendarium, so daß mals umrechnen und nachschlagen muß.

Was wären nun die Vorteile eines

wohnlichen Sterblichen hat denn ein dringendes Bedürfnis danach? Wir lassen uns lieber alle Jahre überraschen. Es ist auch mal ganz schön, wenn Weihnachten auf einen Montag fällt, so daß auch der Heilige Abend schon frei ist und wir drei Tage Urlaub haben. Solche Ueberraschungen lassen wir uns, so selten sie kommen, nur zu gern gefallen. Und darum wird es wohl noch eine ganze Weile

rung zu tun?

Der V ö l k e r b u n d befaßt sich mit dem Problem der Kalenderreform seit einer geraumen Zeit, ohne allerdings zu einem Ergebnis gekommen zu sein. Was für Vorschläge sind nun zur Diskussion gestellt? Da ist einmal der Plan des Amerikaners C o t s w o r t h , der das Jahr in 13 Monate teilen will. Jeder Monat hat 28 Tage, also genau vier Wochen. Jeder Monat beginnt mit dem gleichen Wo ch e n t a g, und jeder Tag hat auch immer die gleiche Datumszahl. Dreizehn- mal 28 Tage sind aber erst 364, also muß der übrig-

bleibende 365. Tag als sogenannter Jahrestag ohne Datum an das Ende des Jahres gesetzt werden. Der neugeschaffene 13. Monat soll unter dem Namen<5or zwischen Juni und Juli eingeschoben werden. Neben dem Vor- teil dieses Planes, die Gleichheit aller Monate zu errreichen, besteht aber auch ein großer Nachteil: Man kann bei 13 Monaten das Jahr n i ch t m e h r in Viertel- und Halbjahr einteilen.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D.A. XI. 35: 11030. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein­druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

eben. Nach der Anzahl der Betriebe auf die Betriebe

bis 20 Hektar Größe

Auch der Weltverkehr würde eine Kalender­reform begrüßen, weil sie viele Unsicherheiten be­seitigen würde. Aber vorläufig scheint sie noch weit

ganze Jahr gerechnet, Differenzen von 3 o. H., bei den Wechseln sogar von 10 v. H. Dar­über hinaus verschafft die ungleichmäßige Jahres­einteilung, wie wir sie heute haben, dem Geschäfts­leben eine Fülle von Unzuträglichkeiten und Unbe­quemlichkeiten. Von besonderer Bedeutung ist, spe­ziell für die sogenannten Saisongeschäfte das Schwanken des Ostertermins.

besserten Kalenders? Zunächst auf alle Fälle Sicherheit des gleichen Datums jammen mit dem gleichen Wochentag. Wer also beispielsweise an einem Sonntag geboren ist, wird immer wieder am Sonntag Geburtstag feiern, und Weihnachten würde immer wieder auf den gleichen Wochentag fallen. Ostern liegt fest und damit auch Pfingsten. Nun kommt man bei der Betrachtung der Vorteile schon in das kaufmän­nische Gebiet, wie je überhaupt die Handeltreiben­den die ersten Propagandisten eines reformierten Kalenders find. Bei der Zinsberechnung bei­spielsweise rechnet man aus Not nur jeden Monat zu 30 Tagen, weil man nicht immer für jeden Monat die genaue Tageszahl ausrechnen und ent­sprechende Zinsenbruchteile in Anrechnung bringen will. Aber bei Zinsen entstehen dadurch, auf das

95,0 v. H.

4,6

0,3

1,1

Die Aufgaben des Dauern im zweiten Jahr der Erzeugungsschlacht.

Eine Betrachtung zur Jahreswende.

3on Professor Or. G Seffous, Direktor des Instituts für Pflanzenbau und pflanzenzuchtung an der Landes-Universität Gießen.

Diese Nachteile sucht der Plan des Deut- schen Dr. Blochmann zu umgehen. Hier bleibt es bei zwölf Monaten. Der erste Monat des Viertel­jahres hat 31, die beiden anderen je 30 Tage. I e - des Qaurtal hat damit genau 13 Wochen und begint jedesmal mit einem Sonntag. Der 365. Tag liegt zwischen dem 30. Juni und dem 1. Juli und hat den Namen Mittjahrstag, natürlich ohne Datum. Der Schalttag fällt als ebenfalls da­tumsloser Tag an das Ende der Schaltjahre. Der O ft e r t a g soll, was sehr wichtig ist, alle Jahre auf den 8. April gelegt werden. Da alle Daten des Jahres auf den gleichen Tag fallen,

Lahr mit 13 Monaten?

Bestrebungen zur Kalenderreform, Vorschläge zur Neugestaltung des Lahres und was bisher dabei herauskam.

sindern sämtliche landwirtschaftliche Produkte müssen ene Steigerung erfahren. Denn wenn durch irgend- ll lche Umstände eine Frucht ausfallen sollte, müs- s<« andere an ihre Stelle treten können. Zu be- bmten ist dabei auch, daß mit zu erwartender hcherer Lebenshaltung durch völlige Aufnahme der nach arbeitslosen Volksgenossen in den Arbeitsoor- Mg der Verbrauch an Lebensmitteln ft>t i g e n wird. Daß ein Ueberfluß an einem Nah- nmgsmittel wie in früheren Zeiten sich zum Scha- bin für den Bauer auswirken würde, ist dank der Loahnahmen unserer heutigen Regierung nicht mhr zu befürchten. Dieser Widersinn, daß Lebens- mlltelreichtum Unglück für ein Volk bedeutet, gehört urtter Adolf Hitler der Vergangenheit an.

Die Mittel und Wege, welche sich auf den ver- idi ebensten Gebieten zur Erzielung höherer Lei- ttmgen im Landwirtschaftsbetrieb bewäihrt haben, v rden in Spitzenbetrieben schon angewandt, sie idben ihnen den Vorrang gegeben. Jetzt gilt es, )isse Erfahrungen in die breite Masse der iuerlidjen Wirte hineinzutragen. Was hier jeder § rtschritt bedeuten würde, ist aus der folgenden SUiederung der Betriebsgrößen zu -

" - ' entfallen:

von 20 100

,, 100 500

über 500

Nach der Fläche entfallen: auf die Betriebe

bis 20 Hektar Größe von 20 100

aus über taufend Ortsgrupppen und aus vielen hundert Betrieben ein geradezu lückenloses Bild von den Stimmungen, den Sorgen und Hoffnungen aller Schichten der Bevölkerung, aber auch von der Torheit und Verblendung mancher Zeitgenossen. Jede abfällige und anmaßende Bemerkung, mag sie auch noch so sehrim Vertrauen" im kleinsten Kreise gemacht werden, dringt in das Büro der Propagandaleitung.

All den Volksgenossen, die noch arbeitslos oder mit kargem Lohn ein allerbescheidenstes Dasein fri­sten müssen, sei zum Schluß gesagt: Adolf Hitler, der die Parteien zerschlug, ein wahnsinniges poli­tisches System vernichtete, ein innerlich zerrüttetes Volk emporriß, eine starke Armee und eine Luft­flotte sozusagen aus dem Nichts schuf, an der Saar einen beispiellosen außenpolitischen Sieg errang, unzählige große Aufgaben mit Erfolg anpackte, das ohnmächtige Deutsche Reich wieder zu einer Welt­macht gestaltete er wird auch alle noch ver­bliebenen Nöte überwinden, ro? n n d i e Zeit dafür reif ift. Und alle Schwätzer und Gerüchtemacher und Nörgler und Verleumder sollen wissen: Es wird der Tag kommen, da das Unkraut aus der deutschen Volksgemeinschaft samt den Wur­zeln ausgerissen wird.

Auch 1936 kann nur eins uns vorwärtsbringen, kann nur eine Kraft alle Hindernisse und Schwie­rigkeiten überwinden: Der bedingungslose, heilige

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100 Hektar aufwärts 24,1

Man kann annehmen, daß rund 70 v. H der land- vrtschaftlich bewirtschafteten Fläche weit davon ent­lehnt sind, Spitzenleistungen hervorzubringen, ein :raßer Teil aber sogar n o ch u n t e r d e m R e i ch s- >. rchschni11 erzeugt. Diese Betriebe müssen in aller Linie dem allgemeinen Durchschnitt nahe-

dueller Beziehung und aus wirtschaftspolitischen Gründen zu wandeln haben. Keineswegs ist dabei etwa an einen Uebergang zur rein vegetarischen Er­nährung gedacht, sondern nur an eine unserem Körper auf die Dauer mehr zuträgliche Ernährung, die pflanzliche Zukost stärker berück­sichtigt.

Dem hinter uns liegenden ersten Kampfabschnitt in der Erzeugungsschlacht, der ein allgemeines Vor­rücken auf allen Gebieten der Ertragssteigerung zum Ziele hatte, folgt nun im zweiten Jahr ein Eingehen auf Einzelgebiet e. Die Grundlage eines jeden Betriebes bildet das Futter. Es gibt eine alte Bauernregel, die sagt: Viel Futter, viel Milch, viel Dünger, viel Getreide, viel Geld. Diese Wahrheit muß auch dem Nichtlandwirt ein­leuchten. Das in eigener Wirtschaft erzeugte Futter in guter und ausreichender Menge ist Die Kraft, welche jeden Betrieb im Gange und gesund erhält. Wiesen- und Weidenpflege neben ausreichendem FelbfulOrbau sowie Zwischenfruchtbau, d. h. so­fortige Einsaat von Futter in die Stoppelfelder, um dadurch in zwei Jahren drei Ernten zu erzielen, ist die Parole. Mit großer Genugtuung kann gerade hier aus unserem Hessen­lande gemeldet werden, daß unsere Bauern dieser Anweisung mit bestem Erfolg nachgekommen sind. Man sah im Herbst kaum ein Stoppelfeld, nur Futterflächen. Ohne Befolgung dieses Zwischen­fruchtbaues hätte sich die letztjährige Futterknapp­heit bei uns katastrophal auswirken können. Wir haben nicht unbeträchtliche Mengen an Devisen ge­spart, für die sonst Kraftfutterstoffe aus dem Aus­land hätten eingekauft werden müssen oder hätten unseren Viehbestand zu verringern notwendig ge­habt.

Als zweiten Hauptpunkt stellte der Reichsbauern- führer diesmal in Goslar Die anzustrebende L e i - stungssteigerung in d e r Viehzucht hin, namentlich des Milchviehes, und zwar betont a u f wirtschaftseigener Futtergrund la g e. Es bedeutet dies Ausmerzung nicht lei­stungsfähiger Tiere. Solch minderwertiges Vieh kostet ebensoviel Erhaltungsfutter wie milch­reiches, das neben einem gesunden Kalbe noch 4000 bis 5000 Kilogramm Milch liefert. Es kommt nicht auf eine zahlenmäßige Vermehrung unseres Vieh­bestandes an, sondern vor allem auf seine quali­tative Verbesserung. Dies bezieht sich aus alle Nutztierarten, ganz gleich, ob es sich um Rinder oder Geflügel, Schafe oder Ziegen usw. handelt. Es gilt die Beseitigung unnützer Fresser und die Her­

anzucht leistungsfähiger Tiere, die kaum mehr Auf­wand und Wartung beanspruchen als jene.

Wenn in der Forderung des Reichsbauernführers besonderer Wert bei Schaffung leistungsfähiger Tiere auf die wirtschaftseigene Futtergrundlage ge­legt wird, so bedeutet dies vor allem bei der Ver­knappung eiweißreicher Futtermittel sachgemäße Or­ganisation der Futterbasis. Es heißt dies gleich­mäßige Futterversorgung in den ver­schiedenen Zeitabschnitten des Jahres, also Ausgleich zwischen Winter- und Sommerfutter und gleich­mäßige Gestaltung des Sommerfutters. Hier spielen die in den Gärfutterbehältern anzulegenden Reser­ven, deren Anlage mit allen Mitteln für jeden Betrieb angestrebt wird, eine bedeutende Rolle. Die jetzige zweite Etappe der Erzeugungsschlacht wird nun, um an die noch besonders zu fördern­den Wirtschaften heranzukommen, in Form der Wirtschaftsberatungen und -Begehungen durchgeführt Bei diesen wird von fortgeschrittenen Bauern Rat in allen Fragen erteilt,, die im vor­stehenden angedeutet wurden.

Während so an der Front die Schlacht an Boden gewinnt, und die Praxis in wissenschaftlichen Ar­beiten erprobte Methoden zur Anwendung bringt, werden im F o r s ch u n g s d i e n st der Landwirt­schaftswissenschaft neue Fragen, welche in der Kampf­zone auftreten, bearbeitet. Auch hier hat das erste Jahr einen Erfolg versprechenden Anfang in der Gemein­schaftsarbeit aller Disziplinen gezeigt. Aus dem Forschungsdienst ist ein Forschungsrat mit je einem Vertreter der verschiedenen Arbeitsgebiete ge­bildet worden, ein wissenschaftlicher Generalstab für die Landwirtschaft, der ein Teil des großen Stabes darftellt, den sich der Führer aus allen Zweigen der Wirtschaft formt. Die Landwirtschaft und die sie betreuende Wissenschaft find am weitesten durch- organisiert, mit ihr ist der Anfang gemacht worden. Der Forschungsrat der Landwirtschaftswissenschaft ist zum erstenmal im November gelegentlich des Reichsbauerntages in Goslar zusammengetreten und hat vor dem Staatsbeauftragten, dem Staats­sekretär Backe, Rechenschaft über die in Angriff genommenen Arbeiten erstattet.

Wir sehen, daß der Aufruf zum Kampf um bie Nahrungsfreiheit kein leeres Schlagwort geblieben ist, daß der Bauer voll seine Aufgaben erkannt hat, Aufgaben, wie sie zuvor noch keinem Volke gestellt worden sind. Mit Stolz können wir feststellen, daß an ihre Lösung mit Erfolg herangegangen worden ist. Wenn der Himmel unserer Arbeit seinen Segen nicht versagt, werden wir zur errungenen Wehr­freiheit auch die Nahrungsfreiheit gewinnen.

935.

Held il»t. ' fr tz

Alljährlich, wenn mir zum Weihnachtsfest oder der Jahreswende uns einen neuen Kalender zu­legen, werfen wir einen Blick hinein, blättern ein wenig herum unb bemerken bei dieser geruhsamen Beschäftigung, baß das Jahr doch recht merk­würdig eingestellt ist. Zunächst sucht man, wenn man den neuen Kalender besitzt, einmal festzustellen, wann denn eigentlich im neuen Jahr Ostern ge­feiert wird. Unb damit sind wir schon mitten in dem Problem der Kalenderreform drinnen. Denn das wissen vielleicht noch bisher die wenigsten Menschen, daß man sich vielerorts damit beschäftigt, den unvollkommenen Gregorianischen Ka­lender, der unsere heutige Zeitrechnung be­stimmt, zu verbessern. Der Kalender hat Mängel genug, die sich besonders jetzt in der Zeit der Tech­nik und des Schnellverkehrs störend bemerkbar machen. Da ist einmal bie ungleichmäßige Längeder Monate in ungleichmäßiger Folge, dann der Schalttag alle vier Jahre im Fe­bruar. Weiter wirken auch die Nichtüberein­stimmung von Datum und Wochen­tagen in den aufeinanderfolgenden Jahren sowie vor allen Dingen das in den weiten Grenzen von 35 Tagen mögliche Schwanken des Oster­termins sehr störend. Außerdem muß man dar­auf Hinweisen, daß von diesem schwankenden Oster- termin noch die Bestimmung zweier weiterer Feier­tage, nämlich des Himmelfahrtstages und des Pfingstfestes abhängen.

2. Flachs: Steigerung ber Anbaufläche von 8800 Hektar (1934) um 11 900 Hektar auf 20 700 Hektar (1935), also 136 v. H., womit etwa 50 v. H. unseres heutigen Bebarfes gebeckt werben.

3. Hanf: Steigerung ber Anbaufläche von 366 Hektar (1934) um 2319 Hektar auf 2685 Hektar (1935) also 630 v. H.

4. Raps unb Rübsen: Steigerung ber An­baufläche von 26 700 Hektar (1934) um 18 300 Hek­tar auf 45 000 Hektar (1935), also 67 v. H.

Besonbers zeigt auch ber Verbrauch an Kunstdüngern, daß sich der Bauer seiner Aufgaben bewußt war, wie nachstehende Zahlen be­weisen:

5. Stickstoffdünger (Reingehalt): Steige­rung des Verbrauches von 382 000Tonnen (1933/34) um 43 000 Tonnen auf 425 000 Tonnen (1934/35), also 11 v. H.

6. Phosphorsäuredünger (Reingehalt): Steigerung des Verbrauches von 461 000 Tonnen (1933/34) um 80 500 Tonnen auf 542 000 Tonnen (1934/35), also 18 v. H.

7. Kalidünger (Reingehalt): Steigerung des Verbrauches von 713 500 Tonnen (1933/34) um 103100 Tonnen auf 816 600 Tonnen (1934/35), also 14,4 v. H.

Dieses Ergebnis ist über Erwarten günstig, denn auch trotz wesentlicher Steigerung ber Anbauflächen bei ben Oel- unb Faserpflanzen ist fein Nach­lassen ber (Betreibeerntemengen zu verzeichnen, was im wesentlichen ber verstärkten Anwenbung von Mineralbüngern zu banken ist. Aber auch bem bringenb angeratenen Saatgut« wechsel, d. h. ber Verwenbung hochwertigen Zuchtgutes, ist es zuzuschreiben, wenn bie Erträge, ungeachtet ber weniger günstigen Ernte bes verflos­senen Jahres, auf ber Höhe blieben. Die Nachfrage nach Hochzuchtsaatgut konnte bei keiner Frucht voll befriebigt werben. Ein besserer Beweis für den Er­folg der Unterweisung ist kaum zu erbringen. Die mit der Ansaat von hochgezüchtetem Saatgut in diesem Jahr gemachten Erfahrungen werden wei­terer Nachfrage Raum geben, die zu befriedigen ben bis vor kurzem noch schwer ringenben Saat­zuchtwirtschaften mieberum neuen Auftrieb geben werben.

Auch indirekte Wirkungen der Maßnahmen, welche die Erzeugungsschlacht forderte, haben zur Belebung der Wirtschaft beigetragen und verdienen hier ebenfalls Erwähnung. Die Ausgaben der deutschen Landwirtschaft fliegen von 1932/33 bis 1934/35:

Für Neubauten und Gebäudeunter­haltung um 71 Millionen Mark;

für Ersatz und Unterhaltung von Ma­schinen und Geräten um 94 Millionen Mark;

für künstlichen Dünger um 130 Millionen Mark.

Wenn die jetzige vorübergehende Butter- knappheit als ein Mißerfolg dem gar nicht fortzuleugnenden Erreichten gegenübergestellt und immer wieder nach Gründen gesucht wird, so seien diese noch einmal klargelegt:

1. Obwohl wir ein schlechtes Futterjahr hinter uns haben, hat sich tatsächlich die Milch- und Fett­menge keineswegs verringert, im Gegenteil, sie hat zugenommen. Aber auch ber Verbrauch ist ge­stiegen, währenb bie Einfuhr verringert werben mußte, benn

2. brauchten wir unsere Devisen für solche inbu- ftriellen Rohstoffe notroenbiger, bie entroeber gar nicht ober nur zum Teil burch beutsche Er­zeugnisse ersetzt werden können und zum Schmieden der Waffen unserer Wehrmacht erforderlich waren, weswegen eine gewisse Butter- bzw. Futtermittel­knappheit also in Kauf genommen werben mußte.

3. Die neu erstandene Wehrmacht sowie bie in den Arbeitsgang wieder zurückaeführten Millionen von arbeitslosen Volksgenossen haben an sich einen verstärkten B u 11 e r v e r b r a u ch bedingt, der sich jetzt fühlbar macht.

Die Butterknappheit ist jedoch nicht derart, daß wir notleiden müssen. Wir müssen uns eben höherer Ziele wegen einschränken und gewisse Opfer brin­gen, die aber im Interesse des Ganzen willig zu tragen sind und getragen werden können. Denn man kann offen zugeben, wir haben fast alle Fett- unb auch Eiweißoerschwenbung in unserer Ernäh­rung getrieben unb können ohne Schaben, im Gegenteil zu unserem Besten, mit weniger aus­kommen. Unsere gesamte Ernährung wird über­haupt im Laufe der Zeit eine Umstellung erfahren müssen unb es mag wieberholt werden auch ohne Gefahr sich ändern können. Das Verhältnis zwischen tierischen und pflanzlichen Stoffen in unseren Mahlzeiten wird sich allmählich in indwi-

äßlich der Saarabstimmung und der Uebernahme cs Saargebietes, die Protestkundgebungen gegen tos Kownoer Bluturteil, die Großkundgebung mit Ew Reichspropagandaleiter der NSDAP. Dr.

3 o e b b e l s am 11. April in der Festhalle in Frankfurt a. M., die vom Reichssender Frankfurt übernommen wurde, die Vorbereitungen für die Hertrauensratswahlen am 12. April, Die umfang« isichen Vorarbeiten für den Nationalen Feiertag !«s Deutschen Volkes am 1. Mai, die Eröffnung !rr ersten Reichsautobahnstrecke (FrankfurtDarm- j adt) durch den Führer am 19. Mai, der Qautag Hessen-Nassau in Darmstadt am 1. und 2. o.uni, die DAF.-Kundgebung am 29. 9. in Limburg nit Staatsrat Börger, der Erntedanktag, ber ,yJ.-Aufmarsch in Limburg am 13. Oktober mit Zalbur v. Schirach, der große SA.-Aufmarsch i Limburg am 20. Oktober mit Stabschef Lutze, »er Groß-Appell dreier Kreise am 27. Oktober in Himburg mit bem Gauleiter und bem Reichs- Minister Kerrl, am 9. Oktober bie Eröffnung ber Sinterpropaganba unter ber ParoleDer Führer ,3 die Patei bie Partei ist Deutschlanb", ber To- Imgebenftag am 9. November, der Tag ber natio­nalen Solibarität am 7. Dezember, bie 1100 Weih- «achtsseiern unter ber Leitung ber örtlichen Pro- .cganbaleiter für etwa 86 000 vom WHW. be= reute Kinder. Dazu kommen zahlreiche Besprechun- <*n, Arbeitstagungen, Besichtigungen usw. usw. Dr. Goebbels sagte einmal, der Propagandist

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Was ist nun im ersten Jahre der Erzeu- Mgsschlacht bereits erreicht und inwieweit :it die ausgegebene Parole befolgt worden? Auch ir mögen einige Zahlen sprechen, was wir im !e?üen Jahre erzeugt haben?

. Schafhaltung: Steigerung der Tierzahl Mi 3,48 Millionen (Dezember 1934) um rund eine Million auf 4,50 Millionen (Juni 1935) also 30 v. H. An. dieser Zahl sind auch die zum Nahrungsver- tr.iud) gehaltenen eingeschlossen, so daß mit einer tftibenben Zunahme von wolleliefernben Schafen x)in rund 600 000 ----- 17 v. H. gerechnet werden !a:in.

1 Aus bem 1. Heft: Die deutsche Erzeugungs- h » ch t 1936.

Das zweite Jahr der Erzeugungsschlacht hat be- i 5 pnnen, es ist bei der ungeheuren Bedeutung, welche ihrem Ausgang beizumessen ist, am Jahres- tzluß wohl angebracht, einige Betrachtungen über In bisherigen Verlauf, die jetzige Kampfstellung nb bas nächste Kampfziel anzustellen. Dabei sei rinnert, baß, als vor einem Jahr vom Reichs- iiuernführer bazu aufgerufen wurde, es sich nicht (toa um einenSommerfeldzug" handelte, sondern im ein zähes, gewaltiges Ringen, dessen endgül­tiger Sieg erst am Ende eines langen f e l b 3 u g e s winken kann. Der Kampf gehl heute e rstärkt weiter, um so mehr als die jetzt vom Füh- nr dem Volke geschenkte Wehrfreiheit erst iire wahre Bedeutung durch gleichzeitige N a h - rungsfreiheit erhalten kann. Denn so wie $ ehrfreiheit ohne Nahrungfreiheit undenkbar ist, Inn umgekehrt ohne den Schutz des Schwertes me friedliche Arbeit des Bauern auf die Dauer r»cht gewährleistet werden.

Vor einem Jahr galt es zunächst, in breitester itont die Truppen mit dem nötigen Kampfgeist zu mrsehen. In einer Reihe von Vortragswellen, die Mematisch bis in die kleinsten, entferntesten bäuer­lichen Gemeinden getragen wurden, geschah d i e allgemeine Mobilmachung der Gei­sig r. Das, woran, wir Mangel leiden, Eiweiß, i>»ctt und Faserrohstoffe und die Möglich- ki ten dafür durch Anbau entsprechender Pflanzen oter durch das Tier Quellen zu erschließen, wur- bim gezeigt unb auf bie benötigten Flächen hinge­ll esen. Dabei barf nicht etwa ber Fehler begangen a^rben, burch Verringerung der Anbaufläche lwenswichtiger Kulturen, die bei diesen schon er- r.mgene Unabhängigkeit von der Einfuhr zu er­st üttern, sondern es ist durch allgemeine Steige­rung der Erträge künftig auf verminderter Päche Gleiches zu ernten. Nicht einseitig dürfen ewa die knappen Erzeugnisse nur Beachtung finden,

Der erste Kalender überhaupt war wohl der ägyptische K a I e n be r. Er hatte als Grunb- lage seiner Berechnungen bas Sonnenjahr, bas, genau, wie bei uns, in 365 Tagen eingeteilt war. Bemerkenswert ist, baß bieser Kalender wahr­scheinlich im Jahre 4241 v. Ehr. geschaffen worben ist. Julius Caesar hat auf biefes ägyptische System zurückgegriffen, als er im Jahre 45 v. Ehr. ben nach ihm benannten Julianischen Kalenber einführte. Lange Zeit war bieser Kalenber, ber im wesentlichen auch unserem heutigen System ber Zeitrechnung entspricht, in ber ganzen Damaligen Kulturwelt anerkannt. Bis man gegen Enbe bes 16. Jahrhunberts .einen kleinen Rechenfehler bes Julianischen Kalenbers bemerkte. Nach besten System nämlich trat alle 129 Jahre eine Verschie­bung um einen Tag ein. Schließlich kam es so­weit, baß bie Frühlings-Tag- unb Nachtgleiche, bie auf ben 21. März fallen sollte, bereits auf ben 11. März fiel! Das war ein grober Fehler, ben zu be­seitigen sich ber bamalige Papst Gregor XIII. in ben Kopf setzte. Er rief eine Kommission von gelehrten Männern ein, unb bas Ergebnis ber Be­ratungen war, baß burch eine päpstliche Bulle vom... .....

24 Februar 1582 einmal bestimmt würbe, daß zum' ab 'zu"sem, denn, ehrlich gesagt, wer von uns gS- Ausgleich ber fehlenben Tage auf ben 4. Oktober ----- x

1582 gleich ber 15. Oktober folgen sollte, unb zum anberen anorbnete, baß außer bei ben gewöhnlichen Schaltjahren nur in ben burch 4 teilbaren Säkular­jahren ein Schalttag gezählt werben burfe Praktisch bebeutet bas, baß z. B. bie Jahre 1800 unb 1900 keine Schaltjahre waren, baß aber bas Jahr 2000 einen Schalttag haben wirb, ebenso das Jahr 2400. Nach diesem Gregorianischen Ka­lender rechnen wir heute. Seine Mängel wurden bereits oben geschildert. Was ist nun zur Derbeste-