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Aus der Tatsache, dah bei der Admiralität bisher keine Meldungen über Verluste an Menschenleben eingegangen sind, wird geschlossen, dah solche auch nicht zu verzeichnen sind. Um 2 Uhr früh hielt sich das Schlachtschiff „Ramillies" noch in der Nähe der „Eisenach- auf, um nötigenfalls Hilfe leisten
Kowno, 30. Aug. (DNB.) Nach den letzten Feststellungen haben die Bauernunruhen in Südlitauen fünf Todesopfer gefordert, unter denen sich auch ein Polizeibeamter befindet. Zwölf andere Polizeibeamte wurden verwundet. Insgesamt wurden rund 100 Personen verhaftet, darunter der Generalsekretär der Volks-
Fünf Todesopfer der Bauernunruhen in Südlitauen.
i können.
Die »Eisenach" im Schlepp auf der Höhe von Deal.
London, 31. Aug. (DNB. Funkspruch.) Bei
Der neue katholische Bischof von Berlin
Vereidigung bei dem Vertreteter des Staates.
Schiffszusammenstoß im Aermelkanal
Englisches Schlachtschiff kollidiert mit dem Lloyddampfer »Eisenach".
Oie erste Meldung.
Bremen, 31. Aug. (DHB.) wie bet Tiotb- deutsche Lloyd Bremen telegraphisch aus Dover erfährt, ist der Lloyddampfer „Eisenach" zwischen Dover und Dungeneh mit dem britischen Schlachtschiff „Ramillies" z u - sammengestohen. Nähere Einzelheiten über den Zufammenstoh liegen noch nicht vor.
Bericht des englischen Schlachtschiffes.
London, 31. Aug. (DNB.) In London liegen über den gemeldeten Zufammenstoh in den frühen Morgenstunden nähere Einzelheiten vor. Danach sollen beide Schiffe beschädigt worden sein. Das Schlachtschiff „Ramillies-, das eine Besatzung von 1000 Mann hat, befand sich auf dem Wege nach P ortland, wo fich die britische Heimatflotte versammelt. Der Dampfer „Eisenach- war auf der Fahrt von Bratta nach hüll.
Bei der Admiralität ist nur eine einzige Mel- düng des Schlachtschiffes „Ramillies- eingelroffen, die besagt: „Wir haben einen Zufammenstoh mit dem Dampfer.Eisenach' gehabt. Ich l e i st e Bei- stand, bis Schleppdampfer ankommt.-
London, 31. Aug. (DNB. Funkspr.) Der Generalsekretär des Bergarbeiter-Verbandes Ebby Edwards hat am Freitagabend eine Bekanntmachung veröffentlicht, in der ein allgemeiner Streik in her Kohlenindu- ft r i e als möglich bezeichnet wird. In der Kundgebung wird gesagt, die Bergleute hätten nach Jahren geduldiger Unterwerfung unter sklavische Arbeitsbedingungen beschlossen, auf Annahme ihrer,-.-,..., _________
Forderungen auf Zahlung vernünftiger! sozialistischen Partei.
Tagesanbruch lag der deutsche Dampfer „Eisenachs in ruhigem Wasser auf der Höhe von D e a l. Er befand sich nach wie vor t m Schlepp des Dampfers „Lady Duncannon". Er wartet auf das Eintreffen weiterer Schleppdampfer, die von der Themse angefordert sind. Die „Lady Duncannon" hatte stundenlang gegen st arte Strömung und Sturm angekämpft, um die „Eisenach" vor dem Hafen von Dover zu halten und ein Abtreiben nach den Goodwin- Sandbänken zu verhindern. Beide Schiffe wurden aber durch die Strömung allmählich auf Deal getrieben. Das Schlachtschiff „Ramillie s", das mehrere Stunden Beistand geleistet hatte, setzte seine Fahrt fort, nach dem es festgestellt hatte, daß das deutsche Schlff nicht in Gefahr war.
Löhne zu dringen. Die fetzigen Löhne seien eine Schmach für ein zivilisiertes Gemeinwesen. Tausende von Bergleuten verdienten weniger als 2 Pfund Sterling (20,770 Mark) in der Woche, Die Grubenbesitzer glaubten, die Bergleute würden es nach ihrer hoffnungslosen Niederlage vom Jahre 1926 nicht auf eine neue Stillegung der Bergwerksbetriebe ankommen lassen. Tatsächlich wünsch, ten auch die Bergarbeiter keine neue Stillegung, aber wenn die Bergwerksbesitzer in ihrer jetzigen Haltung beharrten, dann werde die Möglichkeit zur Tatsache werden.
Wir wollen uns ruhig eingestehen, daß trotzdem gewisse Trübungen im Verhältnis zwischen Staat und Kirche zur Zeit bestehen. Eine | Untersuchung darüber, wodurch sie entstanden sind, | ist hier nicht am Platze, wohl aber möchte ich betonen, daß ich gerade darin die Aufgabe der verantwortlichen Männer in Staat und Kirche erblicke, diese Trübungen durch Achtung vor der gegenseitigen Ueberzeugung, durch das Der- meiden jener unnötigen Schärfe und durch klares Erfassen der tatsächlichen Gegebenheiten zu überwinden. Wenn Sie, Herr Bischof, mit voller Aufgeschlossenheit für die Erfordernisse der Gegenwart die Treue zum neuen Staat und Führer und die Achtung vor seiner Obrigkeit unter Ihrem Klerus und Ihren Diöze- anen pflegen, dann dürfen Sie versichert sein, daß die Reichs- und Statsregierung jede Gewähr ür d i e ungehinderte Religionsausübung übernimmt und volles Verständnis ür die kirchlichen Bedürfnisse beweisen wird. Aus einem solchen von gegenseitigem 93er- ftändnis getragenen gemeinsamen Wirken von Staat und Kirche muß für die deutschen Volksgenossen reicher Segen ersvrießen.
In dieser Hoffnung hat sich die Preußische Staatsregierung Ihrer Ernennung genehm gezeigt. In dieser Erwartung heiße ich Sie, hochwürdigster Herr, als Bischof der katholischen Diözese Berlin willkommen und wünsche Ihnen für Ihr hohes Amt Gottes reichsten Segen.
So nehme ich jetzt von Ihnen den feierlichen Eid entgegen."
Nachdem der Bischof dann den Cid abgelegt hatte, hatte er mit dem Minister noch eine längere Aussprache.
Staatswesens erfüllen.
Ich darf Sie, Herr Reichsminister, bitten, mir nunmehr den Treueid abnehmen zu wollen."
Reichsminister Kern
antwortete mit folgender Ansprache: „Herr Bischof! Von Ihrer Bereitwilligkeit, vor der Uebernahme Ihres Amtes als Bischof der katholischen Diözese Berlin den Eid der Treue zu leisten, habe ich als Vertreter des Herrn Preußischen Ministerpräsidenten gern Kenntnis genommen. Wenn Sie zum Ausdruck brachten, daß die Pflichten, die Sie mit Ihrem Eide bekräftigen, zutief st in Ihrem Glauben begründet sind, so weih ich mich mit Ihnen darüber einig, daß die Erfüllung höchster Aufgaben nur dann mit vollster Hingabe und mit ganzem Herzen geschehen kann, wenn sie aus der eberzeugung heraus erfolgt, dah unser irdisches Leben moralischen Zwecken dient, die ewig und nicht zeitlich sind.
Das eidliche Treueyelöbnis, wie es im Reichs- konkordat vorgesehen ist, soll in feierlichster Weise Herausstellen und bekräftigen, daß solche höchsten Aufgaben hier übernommen werden.
Verweist nun Ihr Amt als Bischof der katholi- schen Kirche Ihre Tätigkeit auf das Gebiet der Seelsorge, so sind doch die Ihrer geistigen Führung anvertrauten Menschen zugleich deutsche Volksgenossen und Bürger des national s o zi a l i sti s ch e n Staates. Die Beziehungen, die sich aus dieser Verbundenheit ergeben, brauchen, dürfen und sollen nicht im Gegen- jatz zueinander stehen.
Hauptschriftletter: Dr. Fr. W. Lange; stellvertretender Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: i. 93. Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck; verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 35: 9945. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Df Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 vom 1. Juni 1935 gültig.
Wetterbericht
des Reichswetterdienste» Wueqabeort Frankfurt
Die vom Atlantik ausgehende Wirbeltätigkeit setzt sich fort. Durch den Aufbau des kontinentalen Hochdruckgebietes wandern die einzelnen Störungen jedoch jetzt mehr in nordöstlicher Richtung, so daß ihr Einfluß auf unser Wetter erheblich nachgelassen hat. Immerhin brachte eine in der Nacht zum Samstag unser Gebiet überquerende Störung südlich des Taunus starke Bewölkung und nördlich davon auch Regentätigkeit. Der Einfluß des hohen Druckes bleibt vorerst überwiegend.
Aussicht en für Sonntag: Vielfach heiter, im Süden des Bezirkes trocken, mittags ziemlich warm, nach Norden zu leichte Unbeständigkeit, südliche Winde.
Aussichten für Montag: Im ganzen freundliches und mittags warmes Wetter.
Lufttemperaturen am 30. August: mittags 19,2 Grad Celsius, abends 13,5 Grad; am 31. August: morgens 13,3 Grad. Maximum 19,2 Grad, Minimum 9,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30 August: abends 17,2 Grad; am 31. August: morgens 15,7 Grad. — Sonnenfcheindauer 8 Stunden.— Niederschläge 1 mm.
Berlin, 30. Aug. (DNB.) Der n e u e B i s ch o f von Berlin, Dr. Konrad Graf Prey- fing, wurde am Freitagmittag durch den Reichsund Preußischen Minister für die kirchlichen Angelegenheiten, K e r r l, in dessen Dienststelle im Preu- ßenhaus vereidigt.
Bischof Or. Konrad Graf von preysing richtete folgende Ansprache an den Minister: „Herr Reichsminister! Ich bin hierheraekommen, den Eid, der durch das zwischen der Reichsregierung und dem heiligen Stuhle abgeschlossene Konkordat vor- geschrieben ist, vor Uebernahme des Bischofsamtes der Diözese Berlin zu leisten.
Der Eid fordert von mir das Treuverspre- ch e n zum Deutschen Reiche und zum Lande Preußen, fordert von mir, die verfassungsmäßig gebildete Regierung zu achten und von meinem Klerus achten zu lassen und in der pflicht- mäßigen Ausübung meines Amtes jeden Schaden zu verhüten zu trachten, der das deutsche Staatswesen bedrohen könnte.
Diese Verpflichtungen, die ich eidlich zu bekräftigen habe, ergeben sich für mich als katholischen Bischof aus dem Sittengesetz meines Glaubens. Ich b e st ä t i g e sie ausdrücklich durch meinen Eid.
Nach katholischer Lehre ist der Staat im Wesen der menschlichen Natur begründet und daher als von Gott gewollt von jedem Katholiken anzuerkennen
Verlauf der Gefechtshandlung durch die Zuschauer nicht gestört wird.
6er Reichssender Köln bringt in der Uebungs- woche vom 2. bis 7. September über die Manöver Uebertragungen von verschiedenen Gefechtsausschnitten, und zwar täglich von 13.15 bis 13.30 Uhr und vom 2. bis 6. September von 19.30 bis 19.50 Uhr. Am 7. September schließt der Funkbericht mit einer Uebertragung der Parade in der Zeit von 19 bis 20 Uhr.
und zu bejahen.
Die Obrigkeit waltet in Gottes Vollmacht und Auftrag. „Denn es gibt keine Gewalt außer von Gott, und die, welche besteht, ist von Gott." „Durch mich regieren die Könige und verordnen die Gesetzgeber, was recht."
Je tiefer in Priester und Volk der Glaube an Gott, den Herren der Schöpfung wurzelt, um so unverbrüchlicher werden sie ihre Verpflichtungen dem Staate und der staatlichen Obrigkeit gegenüber erfüllen. In dieser Glaubensüberzeugung lebend und meinen Klerus und meine Gläubigen bestärkend nehme ich die ~ rpflichtung, die sich aus dem Eid ergibt, _ > f m i ch und will ihn in der pflichtmäßigen Sorge um das Wohl und das Interesse des deutschen
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MSES
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Ramses Cigaretten sind seit Jahrzehnten berühmt wegen des guten Tabaks und des dick-runden Großformaten


