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Führer
Oberheffen
Besichtigung des Gießener Botanischen Gartens
gepflcmzt. Daneben einige
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nach der in den Verschleifung der legt worden. Im wir auf stattliche
ehemaligen Festungswerke, ange- oberen Teil des Gartens stoßen Bäume, die um das Jahr 1800 wurden. Damals diente dieser
Platanen, deren Stämme durch das Ablösen größerer Borkenplatten stets kenntlich sind.
Aus mehreren Beeten sind Schattenpflanzen, Maiblume, Fingerhut, Knoblauchsrauke u. a.
Nachdem die Versammelten sich durch das Lied „Heut geht's an Bord" auf ihre große Reife vorbereitet hatten, berichtete
Herr Holtz aus Deutschsüdwestafrika.
In feiner Heimat, Deutschfüdwest, lebten zur Zeit noch etwa 14 000 Deutsche, ferner 16 000 Buren und
Auslanddeutsche Studenten berichten.
Kameradschastsabend der Biologischen Fachschaft der Gießener Studentenschaft
Die am Sonntag von der Landschaft Rhein- franken und Hessen, Volkstum und Heimat, Ortsring Gießen, veranstaltete Führung durch den Botanischen Garten der Universität erfreute sich reger Beteiligung. Ortsringführer Dr. Michel begrüßte die Erschienenen. Darauf sprach Dr. Heidt, Assistent am Botanischen Institut, der sich als Führer zur Verfügung gestellt hatte.
Dr. Heidt wies zunächst daraus hin, daß der Gießener Botanische Garten zu jeder Zeit regstes Interesse verdiene. Er fei der viert« älteste Garten Deutschlands und seine
große Dörfer, die fast alle deutsche Namen hätten, wie Berlin, Friedensfeld usw. Die deutsche Sprache, oder besser gesagt der Dialekt der Schwaben, habe sich bis heute erhalten. Verschiedene Völker seien dort unten um die Deutschen herum ansässig, Russen, Türken, Rumänen, Bulgaren, Tartaren und viele andere mehr. Die deutschen Kolonisten, meistens Bauern, bildeten eine kleine Kulturgemein, schäft. Zum größten Teil feien sie evangelisch- lutherisch und sehr fromm. Gerade die Kirche halte dort unsere Brüder und Schwestern fest zusammen. Mit den Angehörigen der anderen Völker kämen die deutschen Siedler gut aus. Im rumänischen Parlament säßen auch Abgeordnete der deutschen Kolonie. Mit dem Mutterland Deutschland hät- ten sie immer in Verbindung gestanden, und wenn es nur in Gedanken gewesen wäre. Nach der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus feien unsere Landsleute in der Fremde wieder von neuem stolz auf ihr Heimatland Deutschland ge- worden; sie könnten als gute rumänische Staatsbürger ebenso gute Deutsche sein.
Gründung auf das Jahr 1609 zurückzuführen. Allerdings ist der untere Teil des Gartens erst später, Jahren 1805 bis 1810 erfolgten
Nachbarorten 50 Ferienkinder aus Berlin und dem Ruhrgebiet zur Erholung auf einige Wochen untergebracht.
$ Nidda, 27. Mai. Anläßlich des z e h n j ä h - rigen Bestehens der Schützengesell» schaft fand ein Schützenfest unter zahlreicher Be- teiügung von auswärtigen Schützen statt. Dem Fest ging ein Begrüßungsabend am Samstag in der stark besetzten Turnhalle voraus. Nach dem Willkommengruß durch Oberschützenyttister K. Nickel (Ober-Widdersheim) brachten tfut oorgetragene Mu- sikstücke der Standartenkapelle R. 222, wirkungsvolle Gesangsvorträge des Männergefangvereins Sänger- kranz sowie vorzügliche turnerische Vorführungen einer gut geschulten Frauenriege des hiesigen Turnvereins und gemeinsame Gesänge reichliche Abwechselung in der Unterhaltung. In einer Ansprache führte der erste Schützenmeister F G e i g e r die Volksgenossen durch die Geschichte des Schießwesens. Danach wurde das Ergebnis des K ö n i g s f ch i e - ß e n s bekanntgemacht. Beim Großkaliberschießen auf die Königsscheibe ging K. Nickel (Ober-Widdersheim )als König, L. Supp und K. Wallen- f e l s als feine Ritter, im Kleinkaliberschießen W. Wann als König, A. Spengler und H. Pfeifer als feine Ritter hervor. Hieran schloß sich die Fahnenweihe an, wozu viele Stiftungen von verschiedenen hiesigen Vereinen und Körperschaften erfolgten. Nach Ehrung der Vereinsgründer und hochherziger Spender durch eine besondere Nadel und anschließendem Dank an alle, die sich irgendwie um die Förderung der Schützengesellschaft' verdient gemacht hatten, wurde der unterhaltungsreiche Abend geschlossen. Am Sonntagvormittag sand eine Totenehrung am alten und neuen Kriegerdenkmal, sowie auf dem Friedhof statt. Gegen 14 Uhr bewegte sich ein stattlicher Festzug der Schützen unter Beteiligung vieler hiesiger Vereine durch die Stadt nach den Schießständen am Ruppertshof, wo bis aum Eintritt der Dunkelheit Preisschießen stattfand.
bei uns in Gießen eine Zitrone zur Reife, wie gerade feftgefteQt werden konnte.
Das Ueberwinterungshaus ist bis auf einige Bananenstauden und eine große, schöne über 40 Zentner schwere Palme geräumt. Auf den Steingärten an diesem Haus sind Opuntien aepflanzt, welche Kakteenart auch bei uns unter leichter Schutzdecke den Winter über im Freien durchhält. Die an ihnen befindlichen Haare sind, wenn sie einmal in die Hand geraten, infolge der daran befindlichen Widerhaken, sehr schwer wieder daraus zu entfernen. In verschiedenen Wasserbehäl- tern werden Wasserpflanzen, wie Seerosen, Froschlöffel, Tausendblatt, Wasserpest usw. kultiviert. Letztere stammt aus Kanada (Elodea cana- densis) und hat durch ihr massenhaftes geschlossenes Auftreten schon mehrfach in Häfen und Wasserläufen Mißstände hervorgerufen. In einem der Wasserbehälter ist im Sommer die durch Geiseltierchen verursachte Rotfärbung des Wassers zu sehen, die vielerorts Veranlassung gab zu den Sagen über „Blutseen", „Blutregen". Mit dem neu errichteten Gewächshaus ist eine Heizung verbunden, die es später ermöglicht, die große Wasserpflanze (Victoriaregia)besAmazonasgebiets wieder zu kultivieren.
Vor dem Ueberwinterungshaus ist eine Aufteilung des Platzes vorgenommen, die einmal die einkeimblättrigen Pflanzen von den zweikeimblättrigen trennt und innerhalb dieser beiden großen Gruppen wieder familienweise getrennte Pflan.-fenbeete aus« scheidet. Eine Felsgruppe zeigt eine Sammlung dickblättriger Dachwurzarten, deren Anpflanzung auf den Gebäuden im Volksglauben gegen Blitzschlag schützt. Auf den Giftpflanzenbee- t e n waren u. a. Bocksdorn, Seidelbast, Adonisröschen, Kornrade, Küchenschelle, Wasserschierling, gefleckter Schierling, Hundspetersilie, Goldregen und Eibe angepflanzt. Letztere muß, wie viele Ortsnamen heute noch bezeugen, früher in Deutschland weit verbreitet gewesen sein. Auch der Taumellolch, der mit anderen Gräsern den gefürchteten und schon in den Gräbern der Pharaonenzeit festgestell- ten Strahlenpilz beherbergt, gehört zu den giftigen Pflanzen. Am gefährlichsten ist wohl der
G i f t s u m a ch (Rus toxicodendron), der schon bei bloßer Berührung auf der Haut Blasen hervorzurufen vermag. Auch eine Seltenheit, die schöne Schachblume (Fritillaria meleagris) gehört mit zu den giftigen Pflanzen.
Beete mit Arzneipflanzen, auf denen Pfeffermünze, Thymian, Fenchel, Dill usw. angepflanzt ist, wechseln ab mit solchen, welche in Hessen g e- schützte Pflanzen enthalten. Hier finden mir Türkenbund, Küchenschelle, Seidelbast, Bergflockenblume, Frühlings-Adonisröschen, Frühlingsenzian u. a. m.
Die auf dem Alpinum vorhandenen Alpenpflanzen zeichnen sich durch große Blüten, kleinen Wuchs, sowie Polster- und Rasenbildung aus. Alle diese Wuchsformen find durch Anpassung an die im Hochgebirge vorhandenen Wachstumsverhält- niffe entstanden. Zur Zeit zeigt das Alpinum einen prächtigen Blütenflor, an dem blühende Fetthennen, Kugelblumen, Audrietien, Steinbrecharten und andere Hochgebirgspflanzen Anteil haben. Der in südlichen Teilen Deutschlands an sonnigen Stellen vorkommende Diptam sondert im Sommer so viel ätherisches Del ab, daß es angezündet werden kann Und in hoher Flamme verbrennt. Die Berberitze ist als Zwischenwirt des Getreiderostes bekannt. An einer weiteren Stelle sehen wir die von Rektor i. R. Hellwig angelegten Beete mit „Pflanzen unserer Heimat". Hier sind neben anderen Pflanzen Seltenheiten wie Roßkümmel aus dem Biebertal, Blauer Steinsame vom Hangelstein, gelber Sturmhut vom Lollarer Kopf vertteten.
Aus einem Orchideenbeet blüht gerade der bei uns sehr seltene Frauenschuh (Cypripedilum calceolus). Vor einigen Tagen waren zwei weitere Blüten des Frauenschuhs von einem „Blumenfreund" einige Stunden nach dem Aufblühen „gesammelt" worden. Schade, daß man diesen Pflanzenfreund nicht erwischt hat.
Nach einem Blick durch die Scheiben des nicht zugänglichen Gewächshauses, in dem sich seltene Kakteen befinden, nahm die Besichtigung unter herzlichen Dankesworten des Ortsringführers an di- Erschienenen und den Führer Dr. Heidt ihr Ende.
V.
Am Mittwoch hatte die Biologische Fachschaft der Gießener Studentenschaft ihre Mitglieder und einige Gäste zu einem Kameradschastsabend au dem Schiffenberg eingeladen. Sehr zahlreich versammelten sich die Teilnehmer am Stadtausgang und gingen geschlossen zum Schiffenberg. Dort fand zunächst eine Führung durch die Bauten des Schiffenbergs statt. Herr Wessenberg, Assistent am Kunstwissenschaftlichen Institut, hatte die Führung übernommen und berichtete sehr interessant aus der Geschichte des Schiffenbergs.
Nachdem die Sehenswürdigkeiten besichtigt waren, versammelte man sich im großen Saale des Wirtschaftsgebäudes. Hier begrüßte der Fachschaftsleiter der Biologen Dr. Heidt die Besucher und kam dann auf den Sinn dieses Kameradschaftsabends zu sprechen. Dieser Abend stehe unter dem Gedanken der Volkstumsarbeit. Außer- halb der Facharbeit wolle man sich auch um das kümmern, was jedem deutschen Menschen Pflicht sei, nämlich um das Schicksal unserer Büder außerhalb der Grenzen unseres Vaterlandes. Zuerst erzählte
cand. med. Eckert aus Bessarabien
aus feinem fernen Heimatland. Er dankte für das Interesse, das den auslandsdeutschen Studierenden gerade an der Universität Gießen entgegengebracht werde, unb für die gute Aufnahme der Auslands- deutschen, die sie bei der Gießener Studentenschast gefunden hätten. Deshalb würde es die auslandsdeutschen Studierenden immer freuen, wenn sie anderen Kommilitonen etwas aus ihrer Heimat erzählen könnten. 80 Tausend Deutsche lebten heute noch in Bessarabien, hauptsächlich in den drei unteren Kreisen des Landes, die früher zu Rußland und heute zu Rumänien gehören. Im Jahre 1814 feien die ersten Deutschen dort eingewandert, zum größten Teile aus Schwaben. Anfänglich fei es unseren Landsleuten dort unten nicht gerade sehr rosig gegangen; denn sie mußten zuerst in Erd- höhlen wohnen und viele Krankheiten ertragen. So hätten die ersten Dörfer einen ganz jämmerlichen Eindruck gemacht, und viele Schwaben, die damals auf Grund der russischen Versprechungen und unter dem Druck der napoleonischen Kriege dorthin aus» wanderten, wären gerne gleich wieder in ihre Heimat nach Deutschland zurückgekehrt, seien dazu aber finanziell nicht in der Lage gewesen. Aber der deutsche Fleiß habe sich im Laufe der Jahre durchgesetzt, und heute hätten wir dort 120 blühende
auch die ersten Schulen dort gegründet. Wenn man früher von Siebenbürgersachsen, Banaterschwaben und Bessaraber gesprochen hätte, so fasse man sie heute alle zusammen unter der Bezeichnung Deutsche in Rumänien.
Die Ausführungen der auslandsdeutschen Studierenden wurden mit großem Interesse und Beifall ausgenommen. Der Rektor der Landesuniversität und der Führer der Gießener Dozentenschaft, die im Laufe des Abends noch den Fachschaftsabend besuchten, wurden nachträglich von dem Fachschaftsleiter herzlich begrüßt. Professor Pfähler sprach noch anerkennende Worte zu dieser Art der Fachschaftsarbeit und wandte sich dann mit herzlichen Worten an die Vertreter der Ausländsdeutschen.
Im kameradschaftlichen Kreise blieb man bis kurz nach Mitternacht auf dem Schiffenberg zusammen. Dr. Heidt schloß mit dreifachem „Sieg-Heil!" auf unseren Führer diesen wohlgelungenen Abend der Biologischen Fachschaft ab. Mit Fackeln ging es I dann zurück zur Stadt.
welche den Menschen jeweils erfreuende und ihm nützende Pflanzen der Steinzeit, der Bronze- und Eisenzeit und der Karo- lingergeit den Besuchern zur Kenntnis bringen sollen. Dor dem Gewächshaus werden, wenn die Frostgefahr soweit beseitigt ist, die seither im geheizten Raum gepflegten Pflanzen tropischer Gebiete in Gruppen aufgebaut. Hier sehen wir in der Grupe „Afrikanische Pflanzen" unsere bekannte Zimmerlinde (Sparmannia africana) vertreten. Eine andere Gruppe zeigt Neuhol - ländische Pflanzen und wieder eine andere Pflanzen des M i tt e I m e e r g e b i e t s. Im Gewächshaus selbst befindet sich in der ersten Abteilung eine Gruppe Sukkulenten (Dickblattgewächse), die sich in der Hauptsache aus Kakteen und Wolfsmilchgewächsen zusammensetzt. In der zweiten Abteilung sind Palmen, Baumfarne (Hirschgeweihfarn), Bananen und Farne zu sehen. Die dritte und vierte Abteilung umfaßt ebenfalls Palmen, Palmfarne (Cycas), Bambus, Drazänen und Wärme und Feuchtigkeit liebende Blattpflanzen.
Besondere Aufmerksamkeit wurde bei der Besichtigung den Pflanzen des Mittelmeergebiets gewidmet. Hartlaubigkeit der Blätter und Behaarung der Pflanzen bilden in vielen Fällen einen Schutz gegen die intensive Wirkung der Sonnenstrahlen, die hier in dem meist trockenen Gebiet eine unerwünschte starke Verdunstung zur Folge haben würde. Auch die von den in undurchdringlichen „Macchien" stellenweise noch vorhandenen Pflanzenbestände meist immergrüner Gewächse ausgehenden Wolken ätherischen Oels, die den starken Duft dieser Landschaft verursachen, werden als Schutz gegen die starke Sonnenbestrahlung angesehen. Zu den Mittelmeerpflanzen gehören Stein- und Korkeiche, Oleander, Myrthe, Erdbeerbaum, Baum- Heide, Lorbeer und die, die Macchia undurchdringlich machende Stechwinde. Auch die verschiedenen Arten Apfelsinen- und Zitronenbäume sind heute im Mittelmeergebiet heimisch. Vereinzelt gelangt auch
etwa 300 000 Eingeborene. Die Gefahr einer Verschmelzung mit dem Burentum sei nicht von der Hand zu weisen. In Südwest gebe es noch vier deutsche Privatschulen mit teilweise Vollmatur- Prüfung. In den letzten zehn Jahren seien wieder viele Deutsche dorthin eingewandert. Gerade die deutschen Vereine würden sehr viel zur Pflege des Deutschtums beitragen, um die deutsche Kultur im Kampf mit den anderen zu erhalten. Die Deutschen seien zum größten Teile Farmer. Die Diamantenindustrie im Süden, ebenso die Kupfer- und Bleiminen lägen zur Zeit still. Allerlei Wild sei in Deutschsüdwest zu finden, Deutschsüdwest sei für den Jäger das reinste Paradies. Das Wohl und Wehe der Kolonisten hänge zum größten Teil vom Regen ab. Da kein Ackerbau getrieben werde, feien die Farmer besonders auf die Rinderzucht angewiesen. Dazu sei es nötig, daß Regen die ausgedehnten Weiden fruchtbar mache. Schon viele Jahrzehnte feien die Deutschen in Südwest und hätten dort sehr viel geleistet. Im vorigen Jahre sei das Jubiläum der Gründung der Kolonie vor 50 Jahren gefeiert worden, da habe sich gezeigt, was die Deutschen dort alles vollbracht hätten. Heute herrsche große Begeisterung unter den Deutschen und sie ständen getreu zu Deutschlands großem Adolf Hitler.
herum gepflanzt Teil des Gartens als Frostgarten. Hier stehen unsere einheimischen Laubbäume in prächtigen Exemplaren. An dem Stamm einer Lärche klettert Efeu bis in die Krone, ohne dem Stützbaum aber, wie oft angenommen wird, Lebenssäfte zu entziehen. Hier stehende empfindliche ausländische Bäume und sonstige Holzgewächse haben unter den diesjährigen Spätfrösten gelitten, so die Magnolien, die bei uns als Glyzine bezeichnete Chinesische Wistarie und vor allem der in Japan und China beheimatete Ginkgo. Die Blätter des zu den Nadelhölzern zählenden „Ginkgo biloba" und ihre charakteristischen Einschnitte haben die sich mit der Natur beschäftigenden Menschen schon früh zu Bettachtungen angeregt. Seine jetzige Volkstümlichkeit hat der Ginkgo aber erst erhalten, als Goethe 1828 einen Zweig dieses Baumes an Frau Marianne von Willmer sandte und ihm das bekannte im „West- östlichen Divan" enthaltene Gedicht beifügte. Eine Blutbuche gab Veranlassung, auf die durch Mutation entstehende Rotblütigkeit von Pflanzen hinzuweisen. Die rote Farbe der Blätter entsteht durch einen Ueberzug von Anthozyan über dem normalerweise vorhandenen Blattgrün. Weiter stehen hier einige schöne, aus dem Orient stammende
Kreis Alsfeld.
3) Alsfeld, 27. Mai. Am Sonntag hielt der Sängerkreis Alsfeld im Hessischen Sängerbund sein erstes Wertungssingen mit an- schließender Kundgebung ab. Das Wertungssingen fand moraens 'n hm Sälen des Hotels „Deutsches Haus" und des Gasthauses „Vaterland" statt. An der anschließenden Kundgebung auf dem Marktplatz nahmen etwa 500 Sänger aus den einzelnen Gesangvereinen des Sängerkreises Alsfeld mit ihren Fahnen teil. Nach einem Eroffnungschor unter Leitung des Kreischormeifters, Lehrer Zoll- Alsfeld, hielt im Auftrage des Gaues Hessen des Sängerbundes Herr Wendler- Bad-Nauheim eine Begrüßungsansprache, in der er auf die hohe kulturelle Bedeutung des deutschen Gesanges hinwies. Der Redner gedachte zugleich der Gefallenen des Weltkrieges und der 400 für die Nationalsozialistische Bewegung gefallenen Kämpfer. Unter Leitung von Kreisforstmeister Zoll brachte der Sängerchor noch verschiedene recht ansprechende Lieder zum Vortrag. Das zwischendurch veranstaltete Gemeinschaftssingen aller an der Kundgebung Be- feifiaten gelang recht gut. Am Schlüsse b^r Kundgebung dankte Herr Wendler (Bad-Nauheim) den Sängern für ihre Leistungen, wobei er die hohe Bedeutung des deutschen Liedes, besonders in vaterländischer Beziehung namentlich in Kampfes- zeiten, würdigte und einen allgemeinen Appell zur Unterstützung der Bestrebungen des Gesanges an alle Erschienenen richtete. Die Kundgebung schloß mit einem Treugelöbnis für den Führer unb mit einer Huldigung für das Vaterland und für das deutsche Lied. Am Nachmittag fand die Kritik des Wertungssingens statt, anschließend ein gemütliches Zusammensein der Sänger im „Deutschen Haus"^
3ut>enfreier Markt in Gedern.
rl Gedern, 28. Mai. Der heutige zweite j u - benfreie Prämiierungs - unb Krämermarkt war noch besser besucht unb beschickt als ber erste. Aufgetrieben waren: 784 Schweine, 125 Kühe unb Rinber, 3 Ziegen unb 2 Pferbe. Der Schweinemarkt würbe vollstänbig geräumt. Die geringsten Ferkel kamen auf 25 RM. Verkäufe von Rinbvieh waren kaum zu verzeichnen. Bei der Prämiierung sah man sehr schönes Vogelsberger Vieh, auch viele ber Fleck- oiehkühe konnten sich sehen lassen. Die besten Vogelsberger stammten aus Rubingshain, vom Hof Zwiefalten unb aus Burharbs. Beim Fleckvieh kamen erste Preise nach Dubenrob, Gebern, Ober- lais u. a. O. — Der umfangreiche Krämer- markt erlitt am Nachmittag burch ben Gewitterregen eine Einbuße. Das Geschäft kam erst kurz vor ber Abbruchszeit vieler Stäube wieber einigermaßen in Gang.
Landkreis Gießen.
< Quecfborn, 30. Mai. Die Anfang März in Angriff genommene Notstandsarbeiten haben biefer Tage ihr Enbe gefunden. Die Arbeiten erstreckten sich auf Wegeba u, wobei wieder mehrere größere Stücke fertiggestellt werden konnten. Die dazu benötigten Steine wurden in ben Ge- meinbe-Steinbrüchen gebrochen. — Nach ben Regenfällen ber letzten Tage konnte jetzt mit dem Setzen ber Dickwurzpflanzen begonnen werben. Da bie Pflanzen biefes Jahr sehr knapp sind, ist jetzt schon rege Nachfrage festzustellen.
X Nonnenroth, 29. Mai. Nachbem sich längere Zeit bie Sterblichkeit i n unserer G e m e i n b e weit unter bem Durchschnitt gehalten hatte, hat währenb ber letzten Monate ber Tob mit rauher Hanb in eine Reihe von Familien hineingegriffen. Erst in ber vergangenen Woche ftanb bas ganze Dörfchen, aufs Tiefste erschüttert, an bem Grabe einer jungen Frau im blühenben Alter von 27 Jahren. Jetzt bewegte sich wieber eine enblose Trauergemeinbe hinauf zu unserem stillen Bergfriebhof, um unter ben Trauerklängen der Gießener Stahlhelmkapelle unserem Mitbürger unb Frontsolbaten Wilhelm Metzger bas letzte Geleit zu geben. Ein heimtückisches Leiben, besten Keim er wohl schon lange in sich trug, warf ihr, ben hochgeschätzten, arbeitsamen Mann, im rüstigen Alter von knapp 47 Jahren, aufs Krankenlager, unb schon nach wenigen Tagen verschieb er zu Gießen in ber Mebizinifchen Klinik. Der Kriegerverein Nonnenroth unter seinem Führer Karl Rinker geleitete ben toten Kameraben zur letzten Ruhe. Der Gesangverein Lieberkranz sang unter ber Stabführung )es Chvrmeisters Lenz zwei ergreifenbe Grabge- änge. Eine starke Abvrbnung ber Ortsgruppe 2 i ch b e s NS. -Deutschen Frontkämpfe r- b u n b e s (Stahlhelm) schritt mit bem Kriegerverein unb bem Gesangverein bem Sarge voraus, ber von Stahlhelmkameraben getragen würbe. Unter ben Klängen vom guten Kameraben, ber vier Jahre als Pionier vor bem Feinbe ftanb, unter präsentiertem Gewehr ber Erbe übergeben. Drei Salven krachten als letzter Gruß seiner Stahlhelmkameraben über bas offene Grab; ehrönbe Nachrufe seitens ber am Grabe vertretenen Verbänbe vlgten biefem feierlichen Akt. Es legten Kränze nieber: Der Vertreter bes NS.-Deutfchen Front- kämpferbunbes, ber Arbeitsfront, bes Kiegervereins unb Gesangvereins, sowie ber Beauftragte bes Baugeschäfts, in bem ber Verstorbene als Maurer beschäftigt war. Die kleine Bergkirche vermochte bie große Zahl ber Trauernben bei ber anfchließen- ben Gedächtnisfeier kaum zu fassen.
Kreis Bübingen.
3) Nidda, 28. Mai. Aus dem Bezirke Essen wurden in diesen Tagen hier 18 und in verschiedenen
cand. med. vet. Weprich aus Siebenbürgen
wußte noch manch Interessantes aus seiner Heimat zu berichten. Dor ungefähr 800 Jahren seien bie Vorfahren, meistens Moselfranken, borthin ein« geroanbert unb hätten sich seßhaft gemacht. Nach bem Weltkrieg gehöre nun bas Gebiet zu Rumänien, nachbem es vorher ein Spielball ber Politik gewesen fei. Der alte Dialekt habe sich bis zur Gegenwart rein erhalten. Deutsche Schulen unb Kirchen seien ber Zusammenhalt ber Auslandsbeutschen. Die beut« sche Eigenart im Bau unb bie Sitten ber beutschen Vorfahren seien heute noch sehr beutlich zu spüren. Die Kirche von Hermannstabt aus bem Jahre 1512 sei ber Kulturmittelpunkt ber Deutschen bes Lanbes. Ioh. H o n t e r u s , ber bie Reformation unb bie Buchbruckerkunft in bas Land gebracht habe, habe
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