Ausgabe 
30.12.1935
 
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Nr 505 Erster Blatt 185. Jahrgang Montag, 50. Dezember 1955

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Ausbildungsvorschriften: die I schreiten, voll Stolz werden sie vor Vater und für die Infanterie (Einzel- Mutter treten. Sie werden nichts dagegen haben,

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diesem Jahre sind an s---------o- . , ,

Ausbildungsvorschrift für die Infanterie (Einzeb ausbildung und Gruppe), der Pionierdienst aller Waffen, die Fahrvorschrift (Fahren vom Bock) und an Verwaltungsvorschriften: die Urlaubsordnung, die Anzugsordnung und die Wehrmachtverwaltungs-

schaft in Montevideo an der Aufstandsbe­wegung unmittelbar beteiligt sei. Der brasilianische

wenn man sie ein wenig verwöhnt und bewundert. Dann aber werden sie mit frischen Kräften in ihre Standorte zurückkehren und mit verdoppeltem Eifer ihren Dienst tun. Sie wissen: 1936 wird hohe Anforderungen an sie stellen, als das Jahr, in dem zum erstenmal ein ganzer Jahrgang junger Deutscher in noch nicht 12 Monaten zu vollwer­tigen Soldaten werden soll.

Abessinien meldet die Rück­eroberung von Abbi Addi.

Blutige Kämpfe beim abessinischen Gegen- stoh an der Nordfront.

Addis Abeba, 28. Dez. (DNB.) Arn 22. De­zember begann an der Nordfront eine große Schlacht, die bis zum Heiligen Abend dauerte. Die Abessinier griffen hier mit Teilen der Armee Ras Seyoums die große befestigte Anlage der Italiener

erwähnen: Je eine Aufklärungsübung in Ostpreu­ßen und beim Kraftfahrkommando Berlin, eine Sperr- und Aufklärungsübung motorisierter Ver­bände beim Wehrkreise VII, eine Führer- und Nach­richtenrahmenübung in Schlesien, ein Lehr- und Versuchsschießen auf dem Truppenübungsplatz Jüterbog.

Der Umarbeitung alter und der Herausgabe neuer Vorschriften wird seit Kriegsende große Auf­merksamkeit gewidmet. Alle Kriegserfahrungen, alle Erfahrungen des Auslandes, soweit sie zugänglich sind, werden nach genauer Nachprüfung am Schreib­tisch und bei der Truppe in ihnen verarbeitet. In

Moskau beklagt den Verlust seines Sprung bretles in Südamerika.

Montevideo war der Mittelpunkt für die Wühlarbeit der Komintern.

Uruguay weist eine sowjeirussische Protestnote zurück

Oie Regierung von Montevideo halt weitere Erörterungen für unangebracht.

Auch im Völkerbund sollte man das Dekret der Regierung von Uruguay öffentlich an­schlagen und den Mitgliedern zu ernstestem Studium ans Herz legen.

Die argentinischen Rechtsblätter wieCri* sol" undBandeira Argentina" sowieLa Fronda" begrüßen die Maßnahme der Regierung von Uruguay. Die großen BlätterN a c i o n" und Prens a" sind in ihren Betrachtungen etwas zurückhaltender, empfehlen aber der argentinischen Regierung eine aufmerksame Beobach« tung der Vorgänge für den Fall, daß die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Argentinien und Sowjetrußland einmal in Frage kommen sollte.

Interessiertes Echo in Italien.

Die kommunistischePropagandain allerWett

Rom, 29. Dez. (DNB.) Unter dem Stichwort DerBolschewismus erhebt dasHaupt" weift das halbamtliche Sonntagsblatt Voce d'Jtalia anläßlich des Abbruches der diplomatischen Beziehun­gen Uruguays mit Sowjetrußland auf das Anwach­sen der bolschewistischen Weltpropaganda hin, die sich in den letzten Wochen wieder mächtig erhebe und nicht nur in Südamerika, sondern auch inAsien, in Afrika und nicht weniger in Europa ihr Unwesen treibe. Ihre erste Nahrung finde sie in der täglich deutlicher werdenden Unzulänglich­keit mancher parlamentarischen Re­gierungen. Das Vorgehen Japans in Nord­china sei vor allem durch den Willen gerechtfertigt, diese fünf Provinzen vor dem Kommunis­mus zu retten. Alle europäischen Staaten mit großen asiatischen Interessen würden ohne Aus­nahme die Wirkungen dieser für die asiatische Seele besonders verfänglichen Propaganda zu spüren be­kommen, und es sei höchst verwunderlich, daß diese Staaten für die Größe der Gefahr kei­nen Sinn hätten. Das Blatt erinnert an die von Moskau na challen Ländern gegebenen Weisungen für eine Wiederaufnahme des antifaschistischen und antinationalsozialistischen Propagandafeldzuges.

Das Zahr der Nehmende.

Von Oberstleutnant a. O. Benary.

Das Jahr 1935 wird in der Geschichte der Wehr­macht für alle Zeiten als das Jahr der Wehrwende fortleben. Es macht einen Strich unter eine unglück­selige Vergangenheit und öffnet den Blick in eine hoffnungsreiche Zukunft. Der Erlaß des Füh­rers vom 16. März hat dem deutschen Volke mit der allgemeinen Wehrpflicht das Urrecht jedes freien Mannes wiedergegeben, den Lebensraum feines Volkes mit der Waffe in der Hand zu schützen.

Das Wehrgesetz vom 21. Mai gab dem Wehraedanken Form und Gestalt, verankerte die neue Wehrmacht fest im Gefüae des nationalsozia­listischen Staates. Wehrdienst ist wieder Ehrendienst am Volke geworden, zu dem jeder wehrtüchtige deutsche Mann verpflichtet ist. Im Kriege haben über die Wehrpflicht hinaus alle deutschen Männer und Frauen ihre Dienste zur Verfügung zu stellen. Die allumfassende Kraft eines Zukunftskrieges, die Staatsführung und Wirtschaft, alle Elemente der Erde, des Wassers, der Luft gleichmäßig in ihren Bann legt, erfordert eine straffe Zusammenfassung der zivilen und militärischen Befehlsgewalten in einer Hand. Der Führer und Reichskanz­ler ist daher zugleich Oberster Befehls­haber der Wehrmacht. Unter ihm übt der Reichskriegsminister als Oberbefehlshaber der Wehr­macht die Befehlsgewalt über die drei Wehrmachts­teile: das Heer, die Kriegsmarine und die Luft­waffe aus. Altes entstand wieder neu: der Reichs- wehrminister wurde wieder Reichskriegsminister, die Befehlshaber in den Wehrkreisen wieder Kom­mandierende Generäle.

Vorschrift erschienen.

Die Beziehungen zu fremden Heeren wurden sorglich gepflegt. 52 stemdländische Offiziere waren für längere oder kürzere Zelt zum Heere kommandiert. Außerdem wohnten mehr als 30 fremde Offiziere an einzelnen Tagen dem Dienst bei oder besichtigten Heereseinrichtungen. Den Gesandt­schaften in Budapest, Belgrad und Helfingfors wur­den Militärattaches neu zugeteilt. Der Mili­tärattache in Finnland ist zugleich für Schweden, Norwegen, Dänemark, Estland und Lettland, der für Ungarn auch für Bulgarien bevollmächtigt.

Für das Jahr 1936 rüstet sich das Heer, zahl­reiche Gäste zu den Olympischen Spielen zu empfangen. Es hat ihnen auf dem Truppen­übungsplatz Döberitz ein eigenes Dorf errichtet und einen erfahrenen Offizier als Kommandanten ein­gesetzt Die Sportleute des Heeres haben im letzten Jahre bewiesen, daß sie nicht zu verachtende Geg­ner für die Gäste sein werden. Sie haben in allen Zweigen des Reitens, der Leichtathletik, des Schwim­mens und Wasserspringens, des Skilaufes, des Ge­räteturnens und im modernen Fünfkampf, im Wett­bewerb mit Sportkameraden aller Länder beachtliche Erfolge davongetragen. - ,

3m Kampf gegen hunger und Kalte steht die Wehrmacht mit an erster Stelle: Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften opfern gern und reichlich von ihrem Gehalt und ihrer Löhnung. Mehr als 11 000 Fahrzeuge und Feldküchen mit mehr als 23 000 Begleitern und Fahrern sind dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt mehr als 1 000 000 Essenportionen, mehr als 70 000 Brote ausgegeben worden. Am Tage der ^eichsstraßen- lammlung haben auch die Beamten der Wehrmacht die Sammelbüchse geschwungen, und am Tage der nationalen Solidarität haben sich die Bewohner der Kasernen zu eigenen Sammlungen zusammenge- ^Das^Jahr 1935 klingt für die Mehrzahl der jun­gen Soldaten fröhlich aus. Zum erstenmal winkte zu Weihnachten oder Neujahr Urlaub. Voll Stolz werden sie im feldgrauen Rock durch die Straßen des Heimatstädtchens, des Heimatdorfes

bei Abbi Addi an. Nach einem außerordentlich blutigen und schweren Kampf wurde Abbi Addi von den Abessiniern eingenommen. Am 24. begann die Schlacht von neuem. Die Ita­liener zogen starke Ersatzkräfte heran. Bombenge­schwader unterstützten die italienischen Truppen. Es kam zu einem überaus blutigen Ringen, das auf italienischer Seite von starken Artillerie- und MG.- Abteilungen unterstützt wurde. Nach abessinischen Frontmeldungen siegten die Abessinier auf der ganzen Linie. Nach der Einnahme von Abbi Addi stürmten die abessinischen Truppen die italienischen Bollwerke und MG.-Nester nördlich und nordöstlich der ursprünglichen italienischen Stellung. Die Verluste sollen auf beiden Seiten außerordentlich hoch fein, da die Abessinier ohne Deckung in das Maschinengewehr« feuer ftürmten und es schließlich zum Schwei­gen brachten. Unter den Gefangenen sollen sich nach abessinischen Meldungen 2 0 i t a l i e n i»s ch e europäische Offiziere befinden. Die abes­sinische Beute beträgt 12 Maschinengewehre in Gefechtsstellungen, eine riesige Menge Munition und zahlreiche Karabiner. Mehrere hundert Askaris aus Erythräa sollen ebenfalls gefangengenommen worden fein.

Im Schire-Gebiet sollen sich nach abessi­nischen Meldungen die I t al jener ebenfalls auf dem Rückzüge befinden, der unaufhaltsam fortfdjreitet. Italienische Erkundungsflieger über­fliegen ständig das Gebiet bei Amba Alagi. Die Gefechtstätigkeit an der Nordfront hält weiter in unverminderter Stärke an.

Ein Bericht

aus dem italienischen Hauptquartier.

Asmara, 29. Dez. (Vom Kriegsberichterstatter des DNB.) Die Lage an der italienisch-abessinischen Nvrdfrvnt kann nicht als ungünstig angesehen wer­den. Seit den Zusammenstößen am Takazze und der Zurücknahme der italienischen Wachtposten vom rechten Flußufer nahmen aus Schire vorrückende abessinische Truppen Fühlung mit dem rechten ita­lienischen Flügel. Bei den Zusammenstößen wurden die Abessinier auseinandergetrieben. Auch ihr Versuch, sich am Tembien-Plateau festzusetzen und von dort aus vorzufühlen, wurde durch blutige ita­lienische Gegenangriffe vereitelt.

Der Aufbau des Heeres konnte nur Schritt für | Schritt vor sich gehen. Die Panzer truppe ist erst in diesem Jahre gleichberechtigt unter die andern Waffengattungen getreten. Ihre Bedeutung ist da- 1 durch unterstrichen worden, daß derInspekteur der Kraftfahrtruppen" inKommandierender General , der Panzertruppen" umbenannt worden ist. Die end­gültige Gliederung der Panzertruppen steht noch nicht fest. Zu den Panzertruppen zählt man: Kraft­radschützen-, Schützen- (Infanterie auf geländegängi- gen Kraftwagen), Panzer- (Kampfwagen-) Ver- änbe, Aufklärungs- und Panzerabwehrabteilungen.

Am 12. Oktober wurden diejenigen Wehrpflichtigen aus dem Heere entlassen, die sich in den vorhergehen- , den Jahren zu einer kurzen freiwilligen Dienstzeit verpflichtet hatten. Für sie rückte zum erstenmal ein geschlossener Jahrgang (1914) D i e n st - pflichtiger in die Kasernen ein. Der Tag ihrer Vereidigung war auch der Tag der H i s s u n g der neuenReichskriegsflagge.

An den Feiern und Veranstaltungen des Staates und der Partei nahm die Wehrmacht im weitesten Umfang teil. Unvergeßlich bleiben jedem Zuschauer ihre Vorführungen auf dem Reichsparteitag m Nürnberg und beim Erntedankfest auf dem Bucke- berg. Im eigenen Kreise gedachte die Wehrmacht bei feierlichen Appellen des Geburtstages des Füh­rers, der gefallenen Helden des Weltkrieges am Heldengedenktag, der Wiedervereinigung der Saar mit dem Reich, der Kameraden der Arbeit, des Todestages des Reichspräsidenten und General- feldmarschalls von Hindenburg und seiner Ueber- führung in die Gruft des Reichsehrenmales Tan­nenberg. Die Führer des Heeres im Weltkriege Hindenburg und Ludendorff ehrte die Wehrmacht durch Aufstellung ihrer Büsten im Berliner Zeug­haus bezw. im Reichskriegsministerium. Den Tag, an dem vor 125 Jahren die Kriegsakademie durch Scharnhorst gegründet wurde, beging sie feierlich im Beisein des Führers in dem neuen Heim der Kriegsakademie zu Berlin in der Krupp­straße. Räumlich mit der Kriegsakademie wird fortan die Wehrmachtsakademie vereinigt fein In die Wehrmachtsakademie wird alljährlich eine kleine Anzahl Ofiziere aller drei Wehrmachts­teile einberufen, um in enger Zusammenarbeit die Führungsgrundsätze für Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe einheitlich zu gestalten.

Der Aufbau der Wehrmacht hat naturgemäß für bas Heer viel Arbeit, angespannteste Tätigkeit auf den Schreibstuben und den Kasernenhöfen gebracht. Den­noch kam die taktische Ausbildung der Trupps nicht zu kurz. Sämtliche Einheiten der Infanterie, Kaval­lerie, Artillerie und Kraftfahrkampftruppe fuchten im Frühjahr und Sommer für längere 3eit Die Truppenübungsplätze auf. Sämtliche Truppen hatten Gelegenheit, im Spätsommer und Herbst zum mindesten im Rahmen eines verstärkten Infanterie-Regiments in der Nähe ihrer Standorte zu üben. Beim VI. und IX. Armeekorps erwei­terten sich diese Hebungen zu Man övern je einer kriegsmäßig gegliederten Division auf und in der näheren Umgebung der Truppenübungsplätze Munster und Grafenwöhr, denen mit vielen hohen Würdenträgern des Reiches und der Partei auch der Führer beiwohnte. Der Führer nahm auch an ber Kraftfahrtransportübung teil, bei der ein verstärktes Infanterie-Regiment von Dres­den nach Grafenwöhr auf ftrafeengängigen Last­kraftwagen befördert wurde und die mit einer Auf­klärungsübung motorisierter Einheiten verbunden war. Än anderen größeren Sonderübungen sind zu

London, 30. Dez. (DNB. Funkfpr.) Der Ab­bruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Uruguay und Sowjetrußland ist, wie dieTimes" aus Riga berichtet, sowohl der Räteregie­rung wie der (ommuniftifdjen inter­nationale unangenehm. Beide hätten Uru­guay seit langem als Sprungbrett für ihre unter­irdische Arbeit gegen die Nachbarstaaten Uruguays benutzt. Die kommunistische Internationale habe sich in Montevideo sicher gefühlt. Bei den Vorbereitungen für den letzten Weltkongreß m Moskau habe sie sich sogar offen mit den Fortschritten gebrüftet, die die von Mon­tevideo aus gelenkten kommunistischen Kräfte im Latein-Amerika erzielt hätten. Nach dem amtlichen Bericht der Komintern hatten die drei Tagungen der kommunistischen Parteien in Süd- und Mittel­amerika unter anderem den Erfolg, B e zi e h u n - gen zu den breiten Massen der India­ner besonders in Paraguay, herzustellen und die nationale indianische Selbständig- keit - Bewegung" einzuleiten. Der Bericht der Kommintern hat ferner betont, daß die Konferenz in Montevideo im Oktober 1934 besondere Pläne für b e n Umsturz in Brasilien und Küba auszuarbeiten hatte.

Komintern und Sowjetregienmg sind eins.

Feststellungen in Buenos Aires.

Buenos Aires, 30. Dez. (DNB. Funkspruch.) DieDeutsche La-Plata-Zeitung", das führende deutsche Blatt Argentiniens, weist darauf hin, daß das Dekret der Regierung Uruguays die Tat­sache eines Zusammenhangs zwischen den Komintern und der Sowjetregie­rung neuerdings in das rechte Licht rücke. Zwischen den Komintern, der Zentralstelle für die Propa­ganda der kommunistischen Weltrevolution, und der Sowjetregierung bestehe nur eineformelle" nicht aber "einepraktische" Trennung. Beide feien im Grunde ein und dasselbe.

Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion wird von den der Regierung nahestehenden Blättern mit Beifall begrüßt. Die Zeitungen weisen besonders darauf­hin, daß der Schritt der Regierung besonders ge­eignet sei, die Beziehungen zu den Nach­bar st aaten z u fördern. Das Regierungs­blattEl Pueblo" bezeichnet die Maßnahme der Regierung gegen die Sowjetunion als einen B e - weis für die brüderliche Zufammenar- b eit der Nationen auf dem amerikanischen Kontinent und spricht von einer durchaus berech­tigten Abwehr gegen die Uebergriffe von Auslän­dern. Das BlattLa Manana" schreibt, daß keine Nation die Einmischung in ihre in­neren Angelegenheiten durch eine andere Nation dulden könne, namentlich wenn damit eine Zerstörung der politischen und sozia­len Ordnung des Landes beabsichtigt werde.

Die Sowjetumtriebe in Uruguay blieben lange Jahre hindurch von der Oeffentlichkeit verhältnis­mäßig unbemerkt, obwohl unterrichtete Kreise an­nahmen, daß Uruguay, seitdem es im Jahre 1929 die Sowjetunion anerkannt hatte, das b o l s ch e - wistische Aktionszentrum für Südamerika sei. Die Presse aller südamerikanischen Länder wies in den letzten Jahren immer wieder darauf hin, daß alle kommunistischen Bewegungen in Süd­amerika von Uruguay aus geleitet wür­den. Als vor Jahren zahlreiche Meutereien tm Heer und in der Flotte Chiles stattfanden, erklärten die chilenischen Blätter, daß die Leitung und ine Finanzierung der Bewegung von Montevideo aus erfolgt sei. Auch die argentinischen Aufstände im Jahre 1931 wurden nachweislich

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am Sonntag im uruguayischen Außenministerium eine Rote, in der behauptet wurde, die Beschuldigun­gen der uruguayischen Regierung gegen die Sowjet­gesandtschaft feien vollkommen unbewiesen, weshalb er sie unter Protest zurückweise.

Der uruguayische Außenminister E s p a t t e r andte diese Rot mit einem Schreiben an 2Hin- k i n zurück. Darin heißt es: 3n Kenntnis des Wortlautes Ihrer Rote teile ich mit, daß ich es nicht für angebracht hatte, in eine Erör­terung der Gründe für den Abbruch der diplomatifchen Beziehungen zur Sowjetunion ein­zutreten, da Sie nicht mehr anerkannter diplomatischer Vertreter bei unserer Re­gierung sind. Wegen der unangebrachten Wen­dungen, die Sie gebraucht haben, sehe ich Sie da­von in Kenntnis, daß ich Ihre Rote nicht be­halten kann und daher zurückgebe. Außerdem habe ich mit Erstaunen gesehen, daß Ihre Rote heute nachmittag veröffentlicht worden ist.

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Montevideo, 30. Dez. (DRB. Funkspruch.) in Uruguay vorbereitet. Als dann vor einiaen Der bisherige Sorojefgefanbte Minkin überreichte Wochen i n N o r d b r a s i l i e ni fr-- - 2

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dann vor einigen Botschafter in Montevideo wurde bei der Uruguay, die kommunistische ischen Regierung vorstellig, woraus der Staatsprasi. ziunianusoemegung uusumu,, meldeten die brasi- dent Dr. Gabriel Terra ein scharfe geheime Unter, lianischen Zeitungen, daß die So w j e t gef a nd t- s u ch u n g anordnete. Man erfahrt, daßi der'Sony t ö *- gesandte auf das schwerste kompromit­

tiert sei.