Als Htfler-Llrlauver in Stuttgart
Groß-Gilovau in Oberhessen.
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Noch ein Wunsch sei bei dieser Gelegenheit aus. gesprochen: Falls die Volksgenossen in Gießen gebeten werden sollten, in ihrem Hause einen Hitler-Urlauber aufzunehmen, so mögen sie nicht zögern, diesen Wunsch zu erfüllen und damit die Gastfreundschaft in unserer Stadt unter Beweis zu stellen. Die Männer, denen als Hitler-Urlauber aastliche Aufnahme bei unseren Volksgenossen in Gießen gewährt wird, werden sich sicherlich ebenso dankbar der Gastgeber aus der Stadt erinnern, die ihnen eine gute Erholungszeit bereitet haben, wie auch ich und meine Urlaubskameraden stets gerne an die Gastgeber von Stuttgart und die Verwaltung dieser Stadt zurückdenken werden.
^Steinbach, 29. Nov. Wie der „Gießener Anzeiger" berichtete, hat der Kriminalsekretär i. R. Heinrich Haas, der hier seinen Ruhestand verlebt, in anerkennenswerter Weise die hiesigen Kirchenbücher vom Jahre 1 7 43 a b bis 1875
Die folgenden Tage brachten dann den Hitler- Urlaubern vielerlei Schönes und Unvergeßliches dieses Urlaubsaufenthaltes. Auf Stadtrundfahrten lernte man die wunderbaren Schönheiten der Stadt kennen. Die Sehenswürdigkeiten wurden eifrig besucht, u. a. das Planetarium, die Museen, die Theater, Ausstellungen und auch die Lichtspielhäuser. Bei einem Kameradschaftsabend unter Teilnahme der Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, der Behörden und der Gastaeber und ihrer Angehörigen erlebten alle schöne Stunden der Volksgemeinschaft, in denen die innige Verbundenheit aller Volksgenossen im Geiste Adolf Hitlers in schönster Weise zutage trat. Bei der Gedenkfeier am 9. November in der überfüllten Stadthalle, an der Tausende von Menschen teilnahmen, waren den Hitler-Urlaubern Ehrenplätze eingeräumt worden. Am darauffolgenden Montagvor-
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(D Atzenhain, 29. Nov. In unserer Gemar- kung sowie in der Gemarkung des benachbarten ?nÄnro,b ™irb 3- Zt. das anläßlich der im Jahre 1926 durchaefuhrten Feldbereinigung zur Feldqe- markung bestimmte und teilweise abgeholzte Wald- st ü ck gerodet und zum Anbau von Feld- fruchten hergerichtet. Die Arbeiten werden von den Eigentümern der neugewonnenen Ackerqrund- stucke ausgeführt.
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kreis Friedberg.
LPD. Friedberg, 29. Nov. In den Nachbar, orten Echzell und Bingenheim ereigneten sich zwei Unglücksfälle, bei denen zwei Personen den Tod im Wasser fanden. Der Schweinehändler Adolf F e u e r m a n n aus Echzell geriet abends auf der Heimfahrt mit feinem Fuhrwerk in die Horloff. Das Fuhrwerk begrub Feuermann unter sich und nahm ihm die Möglich, keit der Rettung. Am nächsten Morgen fanden Pas. santen den 38 Jahre alten Mann als Leiche auf. In Bingenheim wurde die Leiche eines 75 Jahre alten Mannes im Master gefunden. Es handelt sich um den Landwirt Kaspar B r a u n, der zu geschäft- lichen Erledigungen nach Echzell gekommen war. Die Ermittlungen über den Hergang des Unfalls find im Gange.
- Butzbach, 29. Nov. Der Vogelsberger Hohen-Club, Ortsverein Butzbach, hielt gestern abend im Gasthaus „Gambrinus" eine Mitglieder- Versammlung ab, die recht gut besucht war. Nach kurzer Eröffnung durch den Vereinsführer Apotheker Matthaus sprach Prof. Dr. Weide über seine Eindrücke bei der diesjährigen VDA. - Fahrt nach Königsberg. Die Ausführungen, die ein anschauliches Bild von der Not des Deutschtums gaben, fanden dankbare Zuhörer. Im weiteren Verlauf wurde über die Ausgestaltung des Auszeichnungsfestes, die Niko- lauswanderung nach Rockenberg und die voraus- ichtlichen Wanderungen im kommenden Jahre Vor- chlage gemacht. Gemeinsam gesungene Lieder und unterhaltende Vorträge einzelner Mitglieder füllten den übrigen Teil des Abends aus, der'wiederum im Zeichen der stets geübten Volksgemeinschaft stand. In der üblichen Weise wurde die Versammlung ge. schlossen.
durch Zentral-Rundfunk
Ruf 3085 6894d Bahnhofstraße 58
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Gießen
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' Mittag ging es auf eine Schwarzwald-Fahrt, bei , ?„LTam"nS Wildbad (hier waren die Besucher Gaste der Badeverwaltung beim Mittaa-
' konnten sie das Bad besichtigen),
L°?E°l, den Flughafen Böblingen (wo man zum Kaffeetrmken zu Gast war) und viele andere Herrlichkeiten der schönen Gegend kennenlernte. Außerordentlich erfreut von den vielen Eindrücken kehrte man am Abend nach Stuttgart zurück Der auch in Gießen bestens bekannte schwäbische Au» monst Willi Reichertlud die Urlauber als Gäste m sein Friedrtchsbautheater ein, wo sie bei den Vorstellungen, aber auch bei Kaffee und Kuchen chone Stunden verlebten. Im Staatstheater waren sie an einem anderen Tage bei der Aufführung von Lohengrin" zu Gast. Ferner hatten sie Gelegenheit, die herrlichen Sportplatzanlagen der etabt Stuttgart kennenzulernen. Eine weitere Besichtigungsfahrt führte nach dem Stausee Hofen der neckarabwärts von Stuttgart geschaffen wurde.' Die Fahrt mit den Kraftomnibussen durch die herrliche Neckarlandschaft mit ihren Weinbergen und freundlichen Dörfern war für die Urlauber ebenfalls ein kostbares Erlebnis. Bei einem Abschiedsabend am 19. November im Kurhaus auf der Heid erlebte man noch einmal die wunderbare Gastfreundschaft und Herzlichkeit, mit der die Hitler-Urlauber von allen Teilen der Stuttgarter Bevölkerung erfreut wurden, zugleich hatten sie hier auch Gelegenheit, allen Gastgebern und allen Stellen der Partei und der Stadt, die den Urlaub verschönern halfen, von ganzem Herzen Dank zu sagen.
Ueberreich an herrlichem Erleben, an Freude über die großartige Gastlichkeit und über die vielen landschaftlichen und städtebaulichen Schönheiten dieses herrlichen Stückes deutscher Erde kehrten die Hitler-Urlauber im Laufe des 20. November in ihre Heimat zurück. Mit dem herzlichen Dank an die gasttiche Stadt Stuttgart und ihre Bewohner verbinden die Urlauber aber auch den tiefen Dank an den Mann, durch dessen Wirken und Fürsorge ur die alten Kämpfer es erst ermöglicht wurde, daß den Urlaubern diese schönen Tage der Freude geschenkt waren: der Dank wird unserem Führer Adolf Hitler durch weiteren treuen und allezeit opferbereiten Dienst für sein großes Werk zum i Segen unseres deutschen Volkes von den Hitler- i Urlaubern abgestattet werden.
„OoS Hohe Lied der Arbeit. *
Ein Tonfilm aus den Vuderusschen Eisenwerken.
ch Lollar, 30. Nov. Zur Zeit lassen hier die Buder us scheu EisenwerkeWetzlar einen in ihren sämtlichen Betriebsstätten aufgenommenen Tonfilm vorführen, der eine außerordentliche Anziehungskraft auf die Oeffentlichkeit ausübt. An beiden Abenden, Donnerstag und Freitag dieser Woche, an denen der Film dargeboten wurde, war der Saal „Zur Linde" bis auf den letzten Platz besetzt. So wird es auch sein, wenn die weiteren Vorführungen im Laufe der kommenden Woche vor sich gehen. Im Tonfilm selbst sprach Generaldirektor Kommerzienrat Dr. Koehler zu Anfang einführende Worte an die Arbeitskameraden und erläuterte kurz das wirkende Leben in den Betriebsstätten der Vuderusschen Eisenwerke Wetzlar. Ganz besonders solle dieser Tonfilm, so sagte er, nicht allein der Unterhaltung dienen, sondern auch für deutsche Wertarbeit werbend benutzt werden.
Auf der Leinwand erschienen Bilder des schaffenden Alltags, zum Teil unterbrochen von schematischen Darstellungen über die einzelnen Erzeugnisse der Vuderusschen Eisenwerke. Begonnen wurde mit der Erzgewinnung unter Tage in eigenem Bergbau, bei denen die Kumpels in schwerer Arbeit der Erde ihre Schätze abringen. Die gewaltigen Anlagen der Hochöfen, deren äußeres Bild fast jedem Volksgenossen bekannt sein dürste, gaben dem Zuschauer erst einen Einblick in das innere Getriebe eines Unternehmens, Las sich seit seiner Gründung im Jahre 1731 zu solchem Umfang entwickeln konnte. Bei diesem Hochofenbetrieb wurde besonders die Sorgfalt hervor- zgehoben, mit der man darauf bedacht ist, nichts von Len Schätzen der Erde umkommen zu lassen. Die sfrüher anscheinend wertlose Hochofenschlacke ergibt Leute durch verschiedene Zusätze und Bearbeitungsoerfahren einen hochwertigen Eisen-Portlandzement. |öon der Roheisenherstellung ging es dann zu den Werkstätten der Fertigproduktion. Die Darstellungen Der Arbeit in Lollar interessierte die Besucher Der Veranstaltung besonders. Die Bilder auf der Leinwand, welche die Erstehung der Heizkessel, der Heizkörper, Oesen und anderes mehr, zeigten, riefen ein ganz außerordentliches Interesse hervor.
Ausführungen. Mit dreifachem „Sieg-Heil" und dem Horst-Wessel-Lied fand die Kundgebung ihren Abschluß.
— L i ch, 29. Nov. Da ein erhebliches Nachlassen der D i p h t herieerkrankungen unter den Schulkindern unserer Stadt zu verzeichnen ist, hat das Kreisschulamt nach Anhörung des Kreisgesundheitsamtes verfügt, daß der Unterricht an Der hiesigen Volksschule wie auch an Der hiesigen Berufs- und Mädchenfortbildungsschule am kommenden Donnerstag, 5. Dezember, wieder beginnen soll.
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Das Modell des gewaltigen Groß-Silos. (DNB.-HeimatbildeMenst, Photo: Eberle.)
LPD. Friedberg, 29. Nov. Die Walzen- mühle Afsenheim AG. wird gegenwärtig durch den Bau eines Groß-Silos erweitert. Mit einer Höhe von 45 Meter wird diese Anlage die zweitgrößte ihrer Art in Europa sein. Die zylindrischen Zellen haben einen Durchmesser von 3,70 Meter. Der Silo wird nach seiner Fertigstellung 2500 Tonnen Getreide fassen können und in einigen Monaten fertiggestellt sein.
+ Grünberg, 30. Nov. Vor vier Jahren wurden von hier aus zwei Landpostkraft- linien eingerichtet. Dadurch fiel für die meisten umliegenden Orte die vorher übliche Postzustellung durch Landbriefträger weg. Eine Ausnahme machten nur die vier Orte: Beltershain, Lumda, Rein- hardshain und Göbelnrod, die aus betriebstechnischen Gründen nicht in die beiden Linien eingegliedert werden konnten und deshalb weiter ihre Post einmal am Tage durch einen Landbriefträger vom Postamt Grünberg erhielten. Mit dem heutigen Tage verschwindet nun der Landbriefträger, da mit dem 1. Dezember diese vier Orte eigene Poststellen erhalten, Die dem Postamt Gießen unterstellt werden. Ihre Post erhalten diese Orte nun durch eine Landpostkraftlinie, die von Gießen aus über die Orte der Rabenau führt. Da die Linie täglich zweimal verkehrt, bedeutet dies für die Orte eine Verbesserung ihrer Postzustellung.
Was bringt uns nun alles Buderus? Diese Frage, die man sich stellte, beantwortete ein ausgezeichne- tes Schema. Eine Straße, hergestellt von Buderus- Portlandzement führte im Bild zu einem Haus aus dem gleichen Material. Es folgten in dem Gebäude vom Keller bis zum Speicher Kestelan- lage zum Heizen, Heizkörper, Oefen, Herde, Badewannen, Spülsteine, ja sogar die Rohrleitung für Die Wasserzufuhr. Es ist in diesem Rahmen natur- Zernaß nicht möglich, die gigantischen Ausmaße der Anlagen und Erzeugungen in den einzelnen Betriebsstätten zu vermitteln. Ein Bild von der Größe und der Bedeutung der hier gezeigten heimischen Industrie ergibt sich daraus, daß die Vuderusschen Eisenwerke rund 8000 Mann, davon allein in Lollar 1800, beschäftigen. Die Direktion der Bude- russchen Eisenwerke hat mit der Herstellung und den Vorführungen dieses Tonfilms das Richtige getroffen, denn der Bildstreifen ist ein Dokument, das den Titel „Das Hohelied der Arbeit" vollauf verdient.
Verschönt wurde der Abend der Filmvorführungen durch die Werkskapelle, ein 20 Mann starkes Orchester, das die Zuhörer mit Werken überraschte, die man von einem solchen Orchester nicht erwartet hätte. So wurden u. a. die Ouvertüre zur Oper „Peter Schmoll" von C. M. v o n W e b e r und der Walzer „Mi netto" aus der Operette „Berliner ßuft' von P. Lincke formvollendet wiedergegeben. Der Leiter der Kapelle, Musikmeister a.D. Hermann Topp, durfte mit seiner „Belegschaft" den sehr starken Beifall für die Leistungen als Dank buchen.
Landkreis Gießen
OO Klein-Linden, 29. Nov. Am Donnerstagvormittag wurde die durch die vielen Unglücksfälle berüchtigte Strahengabelung Wetzlarer Straße-Frankfurter Straße, die f»genannte Todesfälle, einer eingehenden Besichtigung durch Vertreter der Behörden und sonstiger Verbände unterzogen. An der Besichtigung nahmen teil die Vertretung der Gemeinde Klein-Linden, des Kreisamts Gießen, des Prooin- ' zialbauamts der Provinz Oberhessen, ein Vertreter । des Deutschen Automobilklubs sowie zwei Vertreter ' Der Deutsch-Amerikanischen Petroleumsgesellschaft, i
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Seit der Neuherstellung der Straßendecke der Frankfurter und Wetzlarer Straße und Einteilung der Fahrbahnen durch weihe Steine in zwei Felder, Die im vorigen Jahr vorgenommen wurde, haben sich Ung lücks fälle nichtmehr ereignet. Wesentlich zur Verminderung der Gefahrenmomente trugen auch Die in den beiden Straßen ausgestellten nachts weithin leuchtenden Schilder mit der Aufschrift „Todesfälle" bei, die sich etwa 100 Meter oor der gefährdeten Stelle befinden. Auch Die in etwa 150 Meter Entfernung angebrachten, ebenfalls nachts leuchtenDen Totenköpfe haben ihren Zweck nicht verfehlt. Wenn auch für Die Zukunft von Den Kraftzeugfahrern mit ermäßigter Ge- fchwindigkeit Die Gefahrenstelle befahren wird, so dürsten sich Unglücksfälle vermeiden lassen. So sahen sich Denn auch Die Vertreter Der Behörden nur veranlaßt, Die Entfernung Der in unmittelbarer Nahe Der Gefahrenecke sich befindlichen Benzintanks anzuordnen. Diese werden jetzt vom Fuß- gangersteig abmontiert und sollen Aufstellung auf Dem Eigentum Des Inhabers Der Tankstelle finden.
* Allertshausen, 29. Nov. Dieser Tage wurde ein hiesiger Bauer wirtschaftlich schwer heimgesucht. Er mußte eine Kuh abschaffen, die Lust gefangen hatte. Für eine zweite Kuh besteht inso- sern Gefahr, als sie zwei Kälber nicht zur Welt bringen konnte und viel Hilfe geholt werden mußte. Es ist für den Bauern zu befürchten, daß er auch dieses Tieres verlustig geht. — In unserer Gemeinde wurde dieser Tage mit Der Holzhauerarbeit begonnen. Es wirb aber nur eine Rotte von vier Mann eingesetzt, Da nicht viel zu schlagen ist. Die GemeinDe muhte durch Sturmschaden bereits viele Hunderte Festmeter aufarbeiten lassen.
+ ©rünberg, 29. Nov. Dieser Tage wurde die älteste Einwohnerin unserer Stadt, Frau Else Köhler, zu Grabe getragen. Am 29. 3uü d. I. war sie 90 Jahre alt geworden. — Die am Bahnyof gelegene Gastwirtschaft, die im Wege Der Zwangsvollstreckung zur Versteigerung gelangte, ging für Den Preis von 14 700 Mark in Den Besitz Des hiesigen Bierverlegers Peppler über.
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verzettelt. Die von Herrn Haas geleistete Arbeit geschah für die Staatliche Stelle für Die Verzettelung Der Kirchenbücher in Hessen mit Genehmi- , gung Der kirchlichen Organe. Herr Haas beabsichtigt . nun ein Familienregister, Das Die vorge- , nannte Zeit umfaßt, aufzustellen. Eine Familien- , chronik kann unD will er natürlich nicht anfertigen, i das ist Sache Der einzelnen Familie, Die wichtige
Ereignisse in Der Familie für Die fommenDen Geschlechter aufschreiben muß. Dazu will Die in Der Traubibel, Die jedes Paar bei seiner Trauung von unserer Kirche erhält, eingebundene Familienchronik anregen. In diese werden Nachrichten über die Vorfahren von dem Pfarrer oor der Ueberreichung eingeschrieben, und das junge Paar muß nun die Chronik weiterführen. So wird ein kommendes Geschecht besser über seine Familiengeschichte Bescheid wissen, als das gegenwärtige. Auch oie Kirchenbücher von Alb ach wurden von Herrn Haas bearbeitet. Die Kirchenbücher von Steinbach beginnen mit dem Anfang des Dreißigjährigen Krieges, die ersten Einträge stammen aus 1620. Die beiden ersten Bücher bis 1743 wurden schon in früheren Jahren sachgemäß neugebunden und restauriert. Leider sind sie nicht geeignet, verzettelt zu werden, außer von einem Fachmaün, da sie Lateinkenntnisse ooraussetzen und eine gewisse Fähigkeit, alte Urkunden zu lesen. Der Pfarrer beabsichtigt, selbst diese Arbeit zu leisten nach Maßgabe seiner Zeit, die immer noch, wie bei allen Pfarrern, durch den Nachweis der arischen Abstammung (in der Zeit vom 1. 4. d. I. bis heute ca. 200 Anfragen) stark in Anspruch genommen ist.
* Hausen, 30. Nov. Von unserer Gemeinde werden in Zukunft Aufträae nur noch an die- < jenigen Betriebe vergeben, Deren Betriebsführer und Gefolgschaft geschlossen in der Deutschen Arbeitsfront stehen. i
Y Watzenborn-Steinberg, 29. Nov. 1 Am gestrigen Abend fand im Saale „Zum goldnen ' Stern" eine Kundgebung d e r Deutschen 1 Arbeitsfront statt. Nach Einbringung der NSBO.-Fahne eröffnete Ortsgruppenwalter Pg. i Gottfried Brücke! die Versammlung und übergab Dem Redner Des AbenDs Kreiswalter Der DAF. 1 Pg- Wagner (Gießen) Das Wort. In seiner ein- emhalbstünDigen ReDe befaßte er sich mit Dem < Thema „Zweck unD Ziel Der DAF.". Zum Schluß Dankte Pg. Brücke! Dem Kreiswalter für feine
Der Gießener SA.-Sturmbannführer unD Ratsherr Walther weilte vom 1. bis 20. November als Hitler - Urlauder im Rahmen Der Hitler- FreiplatzspenDe für Die alten Kämpfer Der Berne- gung in Stuttgart, lieber seine Beobachtungen unD Eindrücke bei diesem Urlaubsaufenthalt erzählte er uns folgendes:
Auf Veranlassung der SA.-Brigade 55 in Stuttgart wurden insgesamt 56 Hitler-Urlauber aus allen Gegenden Des Reiches in Der mürttembergifdjen HauptstaDt Stuttgart für Die Zeit vom 1. bis 20. November untergebracht. In dankenswerter Weise hatten Die Reichsbahn durch Fahrpreisoerbilligung und die NSV. durch einen Zuschuß zu Den Reisekosten Den Urlaubern, Die alle- samt nicht mit Glücksgütern gesegnet finD, Die Kosten für Die Hin- unD Rückreise annehmbar gemacht. Da traf man KameraDen aus Ostdeutsch- lanD, aus Schlesien, Berlin, BranDenburg, Thüringen, von Der Ruhr, aus Dem RheinlanD, aus MitteldeutschlanD usw., Die sich sämtlich in herzlicher KameraDschast vereinigten unD sich gut kennenlernten. Die Urlauber waren in Hotels unD in Privatquartieren untergebracht, überall rourDen lhnen gute Zimmer unD beste Verpflegung geboten Ich wohnte im Hotel „Graf Zeppelin".
Im Laufe Des Freitag, 1. November, trafen Die Hitler-Urlauber ein. Am folgenDen Samstagvor- mittag rourDen sie von BrigaDesührer Wagen- ba uer von Der SA.-BrigaDe 55 in herzlicher Weise begrüßt. Er konnte Dabei Den Urlaubern mitteilen, daß Die NSV. in Stuttgart jeDem Urlauber für Die Zeit feines Aufenthaltes ein Ta chen- ae(b non 10 Mark zur Verfügung stellte, ferner die (Stuttgarter Stadtverwaltung 1000 Mark zur Deckung der Unkosten für die kostenfreie Benutzung Der Straßenbahn, für Den freien Eintritt zu Den Sehenswürdigkeiten der Stadt und zu Den Ausgaben für eine Schwarzwald-Fahrt bewilligt hatte. Daneben von den Verwaltungen der Theater und Den Besitzern der Lichtspielhäuser Freiplätze für die Urlauber gewährt worden feien. Mit dankbarer Freude wurden diese Bekundungen der gastfreund- . Iidjen Gesinnung von den Urlaubern entgegen- । genommen. ,
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