Nr. 280 Erstes Blatt
185. Jahrgang
Samstag, Sv. November 1935
I
Gießener Anzeiger
AufM-skausSpuren. $)cr Kührer spricht in Der neuen OeuifchlanDhalle
'ch° Erscheinungen nnerpolitifdjer Garungen in ~ a w - , . , _ ' < V
fremden Landern pflegen bei uns nhn? hpfonhor»« irrifA yMrtffotlFttttnnoftM**.* .... . ** ~ __
Erste MaffenkunDgebung DerRSOAP.in Dem neugeschaffenen BerttnerVersammlungsranm
■
§11
i
2
3
I
I
Hl
Professor v Arnim
53
■3
s?
3
c
3
5
5.
Ä
SO*
SS
5-
5
I
I
3
3 n §
3 o 3
|8 3 A>
c/ = 3.0 w 3_
O
ZA
3
O 3
unb ftänbiger _ .. » _ vtut,u.CH
Macht getan. Der wirtschaftliche unb soziale Aufbau des deutschen Volkes vollziehe sich im Schatten des deutschen Schwertes. Eine Armee stehe zu seinem Schutze bereit, um die Grenzen zu sichern unb bie Sicherheit seiner Arbeit immerbar zu gewähr- leisten. Dann gibt Dr. Goebbels b e m F ü h r e r bas Wort, ber mit einem unbeschreiblichen Jubelsturm empfangen wirb unb erst nach geraumer Zeit sprechen kann.
eröffnet bte Kunbgebung mit bem alten Kampfgruß auf ben Führer, in ben bie 20 000 jubelnb einstim- men. Für ben Gau Berlin fei es eine besonbere Ehre, ben Führer unb Reichskanzler in seinen Reihen zu sehen, einen ber wenigen Staatsmänner ber Welt, ber mit Stolz bekennen könne, baß er es durch seine weitschauenbe Politik verstanben habe, sein Volk aus den Händeln der Welt herauszuhalten. Er habe bas nicht unter Der- Zicht auf ben beutfchen Ehrenstanbpunkt unb burch unterwürfigen Pazifismus, fonbern unter ständiger Wahrun- *■ *' - ~-
Jahrtausende alten Veranstaltung ber olympischen Smele steht Denn wir beabsichtigen, unserer Tätigkeit jene beiben wesentlichen Eigenschaften bes Sports zugrunde zu legen: bie Offenheit unb b fe Lo y alltat. Sie können sicher sein, baß biefe Eigenschaften von unserer Seite uneingeschränkt zur Geltung kommen werben." (Lebhafter Beifall.)
2®
1 fr
o
H
%
8 fr
uen Freundschaften, aber biefe Vorsicht ist eine c w n " 9’"eu e. Seine ganze Geschichte
ber beutschen Ehre Ehrung ber deutschen
Annahme von Anzeigen für bie Mittagsnummer bis 8'/,Uhr bes Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Vereinbg.25°/„ mehr.
Ermäßigte Grundpreise:
Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B
® g" cr~ V
-83
3 O O
5s
iSs
V
: * O
;a»
it
??
IJ
Sa
M
<» ...» c n 3
3
»0 * o
0 »
öS
ss
. Berlin, 29. Nov. (DNB.) Mit einer Kundgebung des Gaues Groß-Berlin ber NSDAP, würbe am Freitaqabenb Europas schönster G r o ß h a l l e n b a u, bie Deutschlanb- Anwesenheit bes Führers unb Reichskanzlers unb ber führenben Männer aus Bewegung unb Staat feierlich feiner B e - stimmung übergeben.
Als gewaltiger, leuchtenber Block liegt ber riefen» pafte Bau auf bem weiten Felbe unweit bes Bahnhofs Elchkamp, bas schon zum Olympischen Viertel ber Reichshaupt st abt gehört. Scheinwerfer tauchen bie Stirnfront in gleißendes Licht. Zwischen ben acht hohen Vierkantsaulen hängen in langen Bahnen bie Reichsflaggen, bie auch oon ben Fahnenmasten auf bem Dach wehen. Lorbeergrün ist ber einzige Schmuck ber burch ihre Linienführung einbrucksvoll genug wirkenben Halle. Der breite Wandelgang mit feinen Hellen Farb- tonen, ben geschickt angebrachten Leuchtkörpern, ben 'chmucken Verkaufs,- unb Erfrischungsstänben, bem eigenen Postamt, löst bie erste Bewunberung aus. Des Staunens aber ist kein Ende, als bie Besucher ben inneren Raum betreten. Völlig ohne Säulen bietet ber 25 Meter hohe Raum von allen Platzen eine hervorragenbe Sicht. Die Stirnfront mit bem Aufbau, ber sich über bie ganze ©reite der Halle hinzieht, trägt auf schwarzem Tuch bas silberne Hoheitszeichen, flankiert von ben Freiheitsfahnen ber Bewegung. Der Aufbau selbst ist mit frischem Grün unb leuchtenben Chrysanthemen abgebeckt. Die indirekte Beleuchtung erfüllt den bis auf den letzten Platz besetzten Raum mit schönem unb angenehmem Licht. Das riesige Oval mit bem Kopf an Kopf besetzten Jnnenraum, mit den überfüllten hochansteigenden Rängen bietet ein noch nie gesehenes Bild.
Kurz nach 20 Uhr geht ein Raunen durch bas
Haus. Alles erhebt sich von ben Plätzen: ber Führer kommt.' Geleitet vom Gauleiter Dr. Goeb - bj l s, bem stellvertretenben Gauleiter Görlitzer Staatskommissar Dr. L i p p e r t unb seiner stimmten Begleitung, schreitet er unter bonnernben Heil- rufen burch ben Mittelgang zum Pobium. Dann ziehen bie St anbarten unb Sturmfahnen des Gaues in bie Halle unb nehmen im Halbrunb auf bem Pobium Aufstellung.
Gauletter Dr. Goebbels
* o
Erscheint täglich, außer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild > Die Scholle Monats-Bezugspreis:
Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt
- Dankte bem Vorrebner unb führte u. a. aus, baß = %e, S Gründung «ber deutsch-französischen
i Gesellschaft in Pans unb Berlin zufällig er» - roI?tJe.1- Kein Zufall aber sei bie Tatsache, baß auf beiben Seiten bie Gründung von Kriegs-
; Teilnehmern vorgenommen worden sei, denn sie : kennen bie Verwüstungen unb Leiben bes Krieges
bie Iraner ber Frauen unb wüßten, baß ber Krieg' : 0>e Ausrottung ber Jugenb bebeutet unb bamit bas Wohl ber Volker trifft. Deutschlanb habe Achtung vor bem Lebensrecht der anderen Völker. Deutsch- land sei ein Bollwerk gegen ben Bolsche- ro i smus unb bamit ein Schutz für ganz Europa. Die Ausgabe ber beutsch-französischen Gesellschaft Jei, emen bescheidenen Anfang zu machen unb Gleichgesinnte m allen arbeitenden Schichten der Volker zu suchen. Möge, so schloß der Redner unter allgemeinem Beifall, ein günstiger Stern über un» [eren »eftrebungen walten, deren Ziel der Friede der Menschheit ist.
Der Aeichssporlführer
führte bann in seinem Vortrag aus-
.„An dem Beispiel der Antike erkennen wir, daß die Leibesübungen schlechtweg zu ben
" Bilbungsfaktoren der Menschheit zahlen unb baß, so wichtig eine Erziehung vom Geiste her fein mag, eine Erziehung vom Leibe her nicht tumber wichtig ist." }
..Der Reichssportführer beschrieb in kurzen Zügen
’TrflUn0 ber deutschen Leibesübungen Dem Zündsätze ber neuen beutschen Volksorbnung ent-
Qbe der Staat ebenso wenig ben feport selbst zu machen, wie er etwa selbst Wirtschaft J”? auszuüben ober die Aecker Mbft zu bestellen habe. Er habe lediglich bie hoV Darlegungen bes Gesamt-
Zweckes ber Leibesübungen, die jjch aus ben vier
Kommandant L'Sovital
^ne herzliche Begrüßungsansprache, in ber er alle Aaste willkommen hieß. Möge man auf beiben Setten ber Grenze bie Pflicht verstehen, bie sich allen |telle: f u r bie fommenbe Generation eine bessere Zeit vorzubereiten, in ber jeber durch seine Arbeit sich einen Platz an ber Sonne Ichaffen könne. „Wenn wir", so fuhr ber Rebner fort, „ein festes Gebäube errichten wollen, müssen wir es vermeiben, unsere Blicke auf den gegenwärtigen Gesichtskreis zu beschränken. Die Vaterlandsliebe, die jeden Staatsbürger beseelen muß, hat nicht ein Mißverstehen der anderen Länder zur Folge. Ein Volk, so schrieb Marschall Fach, lebt von der Arbeit und nicht nur vom Ruhm. Es scheint mir, daß unsere beiden Länder in ihrer Geschichte ausreichend Ruhm finden, um nun jene Stimmung ber Ruhe unb Harmonie zu schaffen, bank ber man in ber Familie unb in ber Werkstatt enblich wirb frei atmen unb ber Zukunft mit mehr Vertrauen entgegensehen können. Man muß hoffen, baß ein Tag kommen wirb, an bem unsere beiben großen Cänber in ber Erkenntnis ber Bebeutung ber Sicherheit unb bes Friebens eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf» Nehmen können. Frankreich ist vorsichtig m fei»
-S" pfr *23 3 fl'4’ ft £
französischer Sprache gehaltener Vortrag bes Reichssportführers ftanb. Der Abenb verlief außerorbentlich befriebigenb unb bot den zahlreich erschienenen Franzosen und Deutschen Gelegenheit ml einem angeregten Gedankenaustausch. Unter den Anwesenden sah man neben dem Reichssport- fuhrer und seinen Begleitern unb bem beutschen Botschafter bie leitenben Persönlichkeiten des Comite France-Allemagne unter Führung des Kommandan- danten L'Hopital und der deutsch-französischen Gesellschaft rote Staatsrat von Stauß, Professor von Arnim und Reichskriegsopferführer Ober- linbober. Auch der Präsident des französischen Olympiakomitees, Mass ar d, und mehrere französische Abgeordnete wohnten dem Empfang bei.
Nachdem von dem Präsidenten des Comite France-Allemagne ein Hoch a u f den Führer und oon bem beutschen Botschafter ein Hoch auf den Präs ibenten ber französischen Republik ausgebracht worben war, hielt
Gerabe weil bies vorn Auslanb fast gar nicht unb mir mit geringen Ausnahmen anerkannt zu roer- i dm pflegt, sinb solche Vorkommnisse wie bie in krasilien als Beweismaterial für bie beutsche Auf- fcFfung ber gemeingefährlichen Wirkung ber bolsche- lr stischen Propaganba von größter Wichtigkeit. Man sollte baher erwarten, baß im Zusammenhang tot ben Ereignissen in Brasilien ber Unterredung, dir der Führer unb Reichskanzler in diesen Tagen mit einem amerikanischen Journalen hatte, im Auslanb eine erhöhte unb befonbers ailuelle Bebeutung beigemessen wirb. Er hat barin 2 utschlanb als bas Bollwerk bes europäischen Westens gegen ben Bolschewismus bezeichnet unb eneut ben schon auf bem Nürnberger Parteitag uirfünbeten Entschluß wieberholt, baß bas national- soiialistische Deutschlanb Propaganba unb Terror dl> Bolschewismus rücksichtslos mit benselben Mitteln auch weiterhin bekämpfen werbe. Der Hinweis bc Führers unb Reichskanzlers bem Amerikaner gegenüber, baß bie Vereinigten Staaten bei ihrer mitten geographischen Entfernung von bem sowjet- ruüischen Branbherbe für biefe Notwenbigkeit wenig Srftänbnis zeigen, wirb burch ben bolschewistischen Anfstanb in Sübamerika gerabezu zu einer ernsten un> bringlichen Warnung, biefer geographischen llnrsernung eine allzu große Bebeutung zuzumessen. 2e«n es zeigt sich, baß ber Bolschewismus, ber ja aug seinem Programm nach eine roeltreoo* llirionäre Bewegung sein will, keine Entfernungen kennt, fonbern seine zerstörenbe Tätigkeit an a l l e n schwachen Punkten ber Welt ansetzt.' So Hut soeben ber Vizekönig von Inbien bie Auf- ireiffamfeit bes Staatssekretärs für Jnbien in Bfiibon auf bie Tätigkeit ber Dritten Jnternatio- «ole gelenkt unb eine Abänberung bes Strafgesetzes iidc7 revolutionäre Bestrebungen oertanat. In 3ug o f [ a ro t e n ist es biefer Tage ber Agramer Bob,5ei gelungen, ben Zentralausfchuß ber illegalen Mmmunistischen Partei mit einem umfangreichen ptpaganbamaterial auszuheben. Aehnliche Mel- simgen unb Erfahrungen wieberholen sich eigent- Ich jeben Tag unb aus allen Länbern ber Welt
®m Ueberblick über ben Riesenraum ber neuen Deutschlanb-Holle. — (Scherl-Bilberbienst-M.)
Die völkerverbindende Aufgabe des Sporks.
Der Tieichssportführei- spricht in Paris vor dem „Comite France-Allemagne
fremben Ländern pflegen bei uns ohne besonderes ■ö fH/je ausgenommen zu werden, besonders wenn es sich um vorübergehende Ausbrüche handelt, die
• Aufrechterhaltung der politischen und
wirtschaftlichen Beziehungen gar nicht ober wenig ergibt sich schon aus bem vorn neuen Deutschlanb strenge eingehaltenen unb auch auf bie Sprache ber Presse unb auf bie öffentliche Meinung ubergeganaenen Grunbsatz, sich nicht in bie ?""^r§,o.litischen Antzelegenheiten anberer ßänber unb Volker einzurnischen, wie wir auch eine solche von frember Seite in bie beutschen -Verhältnisse zurückweisen müssen. Wenn die Vorgänge in Brasilien, wo es ber Regierung nur unter Aufbietung ber staatlichen Machtmittel unb unter blutigen Opfern gelungen ist, einen sicht- uch von lanbfremben bolschewistischen Elementen planmäßig inszenierten revolutionären Ausstanb zu unterbrücken, auch in beutschen politischen Kreisen starke Aufmerksamkeit finben, so hängt bies bamit Zusammen, baß biefes Ereignis mit einer ber wich- Aufgaben, bie sich bas nationalsozialistische Deutschlanb gestellt hat, in engstem Zusammenhang Peht. Die Unterbrückung ber bolschewistischen Propaganba unb bie Bewahrung les Staates unb Volkes vor ihren verheerenben politischen unb moralischen Wirkungen ist eine ber trunblegenben unb wichtigsten Verbienste, bie bie putsche Regierung für sich in Anspruch nimmt. Es ft ihr burch ihre Energie nicht nur gelungen, biefes Bift aus bem deutschen Volkskörper zu entfernen, fon- hrn sie fetzt auch ihre ganze Wachsamkeit daran, hn zu verhindern, daß es je wieder in ihn ein- (ringen kann. Wenn sie sich dabei auch in erster «nie von den staatlichen und geographischen Be- lurfnissen Deutschlands selbst leiten ließ, so ist sie sch auf der anderen Seite stets bewußt gewesen, daß f,? mit ihrem Kampfe gegen den Bolschewismus vu ch Europa und ber ganzen Welt einen tienst von bleibenber historischer Bebeutung gelei- pt hat.
ni djt s o groß sein kann, als baß sie unser Wille nicht bezwingt, baß ber Nationalsozialismus vor keinem Problem bie Flagge streichen, baß er vielmehr seinen Weg gehen wirb, wie bie eterne ihre Bahn ziehen, ba dankt ihm das Haus mit einer Innigkeit, die ein heiliges Gelöbnis ist.
Nun schließt der Führer. Er endet mit dem Wort, das an ber Stirnfront biefer Halle steht, bem Wort, in bem all' unser Hoffen unb Wünschen sich vereint, dem Worte: „Deutschland." Die Hymne der nationalsozialistischen Revolution erklingt. Unter ben Klängen bes neuen beutschen ©olbatenliebes: „Flieg, beutsche Fahne, flieg!" marschieren bie ruhmreichen Stanbarten unb Fahnen, bie zum
Die Rebe Des Führers
war ein triumphales Ereignis. Satz um Satz hämmerte er m bie Massen, bie ihm willig folgten unb ibm immer unb immer roieber burch zuweilen minutenlangem Jubel unb Beifall bankten. Man spürte roieber ben engen Kontakt zwischen Führer unb Volk. Man würbe so bewußt, wie ehr auf biefer engen Fühlung bas ganze Leben bes Volkes unb Reiches beruht. Und fo war biefe Kundgebung unb biefe Rebe bes Führers, die wieder fo ganz denGeistderKampfjahre atmete, ein ebenes Erlebnis für alle, bie baran teilnehmen
konnten I
ersten Mal in biefer Halle Zeugen eines großen Ereignisses bes Gaues Berlin waren, aus ber Halle.
Reichsminister Dr. Goebbels schließt bie 23er- fammlung mit bem breifachen Sieg-Heil auf ben Führer, überleitenb zum Deutschlanblieb, in bas bie Tausenbe mit Begeisterung einstimmen. Dann schreitet ber Führer, begleitet von Gauleiter Dr. Goebbels und den anderen führenden Männern der nationalsozialistischen Bewegung durch die tosenden Massen zur Halle hinaus. Auf der Abfahrtsstraße hatten vom frühen Abend schon viele Tausende ausgeharrt, die nun noch einmal in später Stunde ben Führer grüßen, ba sie in ber Halle keinen Platz niehr gefunben hatten.
o
3» - 8
8=8 3
to
<s
- ^-^c^ache, baß bie Sowjetregierung, obwohl Ucitglieb des Völkerbundes ist unb sich eifrig an ' s a?l?L0IPahfd)en Versuchen beteiligt, burch Pakte ? Paktsysteme „ben Weltfrieben zu sichern", burch 'hie revolutionäre Propaganda ben inneren Friels aller Lanber bebroht, wirb von ber deutschen i.^omahe als bas stärkste Hinbernis einer Mit- * j . Deutschlands an ben Bemühungen betrach- ieljet es bunt) ben Völkerbunb, sei es anberswie, K <?llektive Sicherheit" zu verwirk- Meil, die bas Ziel befonbers ber englischen und frm!ioiischen Diplomatie ist. Eine solche Sicherheit e tMch deutscher Auffassung nur zu er?eichen^wenn fid eher ber beteiligten Staaten verpflichtet, nicht m kriegerische Angriffe zu unterlassen sondern
11 eJ Einmischung in bie ?! A^aIZnifJe£anberer Staaten unb j e g- 1111^5 r staatsfeinblicher Propaganba galten. Die beutsche Diplomatie sieht in Bji lolschewistischen Propaganba, bie bas frembe Otoa-sleben zu unterhöhlen unternimmt einen Erstens ebenso gefährlichen Angriff, wie bie Msitairische Bebrohung.
Diinn also ber europäischen Diplomatie, wie im- tttet roieber oon Lonbon unb Paris betont wirb, eirnitl $ baran liegt, bie beutsche Mitarbeit zur Auf- rttlhiunig eines internationalen Sicherheitsgebäubes M gewinnen, fo müßte erst biefes Hinbernis befei« tl'si oerben, bas burch bie Vorgänge in Brasilien eüö -neue unb überzeugenbe Beweiskraft gefun=
'LZ r”
; 3
!33 tÖBy rä3
3^ Li 9*3 5-ty® hs
3 ** P
MW General-Anzeiger für Oberhessen
UaWffi-nto mww MwmwM.s,„ glt||I„ strlw„g stu,w#(,
Funkspruch.) Am Frei- nen Freunbschaften, aber biefe Vorsicht ist eine Ä.’SSS.*..1:
Als ber Führer mit ben einstigen Gegnern abrechnete, bie jetzt vorn Auslanbe her eige ihre giftigen Pfeile gegen ihr Daterlanb ab- chießen, und als er dabei feftfteüte: „D a s Volk, das ich führe, wird mich niemals verlassen!", da brach ein unbeschreiblicher Jubel aus. Die Zehntausende sprangen erregt und begeistert auf, und Beifallsklatschen, Füßetrampeln und tosende Heilrufe dröhnten durch bie Halle, baß man meinte, ber Sturm sollte bie Mauern sprengen Das sinb ber Führer unb sein Volk! So sieht es im heutigen Deutschlanb aus, unb man möchte München, baß alle, bie von fern her Kritik üben unb der Welt gern weiß machen wollen, daß in Deutschland alles drunter unb brüber gehe unb bie Nationalsozialisten am Enbe seien, Zeugen eines solchen Zusammenklanges zwischen Führer unb Volk fein könnten.
Es ist schwer, in nüchternen Worten ben Einbruck wieberzugeben, ben bie meisterlich herausgearbeiteten Formulierungen, bie Fülle ber überzeugenden unb mit feiner Ironie eingeflochtenen Vergleiche unb bie unbarmherzige Abrechnung mit ben ewig Unverbesserlichen auf bie Masse machen. So wirb Satz für Satz von den Zuhörern förmlich oer- kchlungen. Als der Führer erklärte, baß die Not
> .


