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volutionäre Aktivität und Initiative an den legen.
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Jurfinen verherrlichte weiter den, wie er sagte, , ur rschrockenen Helden TschudS, der „die chinesisch rote Armee von Sieg zu Sieg führe", was «M! bare Verherrlichung des nicht endenwollenden Bügerfriegcs in China durch die Sowjets be- i !eu°t.
Moskau, 29. Sept. (DNB.) Es verlohnt, die Re.en zu verfolgen, die auf dem Kongreß der kcmmuniftifchen Jugendinternatio. itale gehalten werden. Der neugewählte Steuer- mann der Komintern und rechte Hand Stalins, der demchtigte bolschewistische Agitator Dimitroff )ane es nicht verabsäumt, gleich am Eröffnungstage in üiner Brandrede den jugendlichen Kommunisten Ue.Köpfe noch mehr zu verdrehen. Auch der eben- ävs von der Tagung der Moskauer Jnternationa- iftm her sattsam bekannte finnische Kommunist fcuufinen erstattete einen dreieinhalbstündigen Reicht über die Ergebnisse des 7. Weltkongresses )er Kommunistischen Jugendinternationale.
diese Llusgch lassen werden r Deutschen I ahmng einet in voller Jt Bekenntnis' r Gesetz besL
^um Schluß das übliche Bild. — Alle singen gleichzeitig verschiedene Lieder in verschiedenen Sprachen durcheinander. Durch die Töne der Internationale hört man die „Bandiera Rossa" und den Marsch der chinesischen Roten Armee hindurch. Auch dieser Kongreß der kommunistischen Weltre- volutionierung ist wieder unter der Schirmherrschaft der Sowjetunion aufgezogen. Das zeigte schon die Aufmachung. Im Moskauer Gewerkschaftshaus prangten an der Stirnseite große Bilder von Stalin und Dimitroff: S o w j e t r e - gierung und Komintern Hand in Hand!
Moskau als Zentrale d er Iugendzerjehung in aller Welt
Oie (Sowjetunion nimmt die Hetzarbeit der Lugendinternationale unter ihre Fittiche.
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Erfassung e^eid)5regie 'pater durch ’anbet und 9i 'Kn ist. der
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n Bestand '^u»ende Land in ein förmliches Chaos ft schwersten gewandelt haben. Der „antifaschistische Kampes Dimitroff, der chinesische Kommunistenführer . tedun und andere werden als „Vorbilder" einer m sich A i ^„Avantgardisten der Weltrevolution" vorgestellt, -egelung ihre, ------"
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Mw, r 1935 W ^setz zur $ ten Kirche
Die Einberufung des Weltkongresses der kommunistischen Jugend-Internationale zeigt, daß die welt- revolutionären Absichten des Bolschewismus a u f allen Lebensgebieten mit gleicher Konsequenz betrieben werden. Die kommunistische Jugend-Internationale verfolgt vor allem militärische Ziele. In der Sowjetunion ist der kommunistische Jugendverband (Komsomol) die breite Basis für den Aufbau der Roten Armee, die Vorschule für die militärische Ausbildung zur Weltreoolution. In den übrigen Ländern haben die Sektionen der KJJ., wie die Satzungen der KJJ. es unumwunden aussprechen, die Aufgabe der Zersetzung der jungen wehrfähigen Mannschaft und der militärischen Spionage. Die KJJ. ist die aktivste Trägerin des roten Einheitsfrontgedankens. Ihre Angehörigen sind von Moskau angewiesen, sämtliche Jugendorganisationen, besonders die sozialdemokratischen und konfessionellen, zu zersetzen und zur Einbeziehung in die rote Einheitsfront reif zu machen.
Wenn demgegenüber in Washington mit ernsten Worten neuerdings mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen wegen dieses Kongresses der Jugendinternationale gedroht wird, so liegt dem eine völlig richtige Auffassung zugrunde: sowohl der Komintern-Kongreß wie der Kongreß der kommunistischen Jugendinternationale stellen flagrante Verletzungen der Verträge und eine unerträgliche Einmischung in die innerpolitischen Verhältnisse anderer Länder dar. Für uns Deutsche liefert dieses Ereignis nochmals den Beweis für die Richtigkeit unserer Auffassung über das Wesen des Bolschewismus, wie sie in den großen Reden des Führers und seiner Mitarbeiter auf dem Nürnberger Parteitag in einzigartiger Weise zum Ausdruck gebracht wurde.
5;n zweiten Teil seiner Rede widmete der fin- tistse Kommunist der Lage in den „kapita- li fisch en Ländern", der Arbeit der „auslän- Süslisn kommunistischen Parteien" im Kampfe gegen - !aEektierertum uyd für die Schaffung einer kom- -airnstisch-marxistischen Einheitsfront. Nur die rich-
Anwendung und Verwirklichung der Beschlüsse i es!7. Weltkongresses der Komintern, so rief dieser l Olchewistische Agitator den Jugendlichen zu, sei i.iealleinige Gewähr für einen Sieg der antifa- i hmschen Front. Eine gewaltige Bedeutung habe ■ * v Einheitsfront in der Organisation der N-'senbewegung unter den Jugendlichen. Ginge» üer dieser Aufgabe müßten die jungen Kommuni- le, das Sektierertum beseitigen und ihre ganze re-
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$nt ersten Teil seiner Rede versuchte Kuusinen icu_ dem bekannten Beispiel der Potemkinschen Doifrer das Bild des heutigen Sowjetlandes t n rosigsten Farben hinzuwerfen, wobei er ibe nicht umhin konnte, die aufzubringenden ge- »ii igen Anstrengungen zur Ueberwindung der im De: e stehenden großen Schwierigkeiten im ein» eh-n zu schildern. Auch er tischte wieder die alte Kö- auf, daß angeblich die Sowjets aus einem .!Uf wirtschaftlichem Gebiet zurückgebliebenen und ' hcnchen Staat ein unzerstörbares Boll- e^ k geschaffen hätten, ohne dabei einzugestehen, i!af d i e K o m m u n i st e n s e l b st das einstmals
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Englands Bekenntnis zum Völkerbund.
.ömres Antwort an Frankreich.—Keineweiteren Vervflichtungen,aber Erfüllung des Völkerbundsstatuts.
$!□ n b o n, 29. Sept. (DNB.) Auf die Anfrage kiersfranzösischen Regierung, in welchem Maße kraikreich in Zukunft auf die sofortige und effek- ive Anwendung aller Sühne Maßnahmen durch England rechnen könne, die Ar- Hel 16 der Völkerbundssatzung für den Fall einer 8:nctzung der Völkerbundssatzung und der Anwen- lin von Gewalt in Europa vorsieht, m;!?sondere wenn ein europäischer Staat, fei es daß er Mitglied des Völkerbundes fei i ober nicht, in Europa zur Gewalt schreite, ktmunrnehr die britische Regierung geantwortet, hiinem Brief an den französischen Botschafter in 18raion verweist Sir Samuel Hoare auf seine 1 to rad)e an die Dölkerbundsversammlung am 11. (öepember, in der er betonte, daß die britische Re- itoig, soweit es in ihrer Macht stehe, alle vepflichtungen der Dölkerbunds- osmn g erfüllen werde. Er habe bereits in Genf u Behauptung zurückgewiesen, daß die Haltung ^Lk!oritischen Regierung eine andere sein könnte als teüiner nie schwankenden Treue gegen-
bn r dem Völkerbunde. Der Völkerbund ib mit ihm Großbritannien träten für die kol- sttiiie Aufrechterhaltung der Völkerbundssatzung in hie Gesamtheit ein. Diese gelte besonders für iien festen kollektiven Widerstand gegen alle lliee eines nichtprovozierten Angrif- :e Unter besonderer Betonung dieses letzten stellt der britische Außenminister fest, daß en Mitglied des Völkerbundes seine Politik i m lioaus und im Hinblick a u f einen b e» erberen Fall, der möglicherweise ein» könnte, mit größerer Klarheit und Entschie- <iteit niederlegen könne, als dies in den vor- (ictben Ausführungen geschehen sei. Hoare 1 öt dann wörtlich fort:
. Mer Exzellenz werden bemerken, daß meine 1 Wrn ebenso wie das vorliegende Schreiben von
In einen unprovozierten Angriff schellenden Handlungen spricht. Jedes Wort in feiis'M Satz hat seine volle Bedeutung. Es ist zu- piiii auaenfällig, daß ein Vorgehen auf Grund m Artikel 16 der Völkerbundssatzung, das im M einer positiven, einen unprovozierten Angriff sch ellenden Handlung geeignet wäre, n i ch t a n - jjtt andt werden kann im Falle eines lediglich 11>:o:ioen Handelns in Gestalt der Richter- sch un g der Bestimmungen eines Vertrages."
Er Samuel Hoare betont dann weiter, daß es l k 3ewalthandlungen Abstufungen der Schuld r Hb i Abstufungen des Angriffs gebe. Je nach der (hciart des vetreffenden Falles könnten daher die cw Wrund von Artikel 16 zu ergreifenden Maß- iriürnen verschiedener Natur sein. Diese NüfTscheidunaen habe die französische Regierung fhie-te anerkannt. Dementsprechend müsse daran cimert werden, daß Elastizität in bezug auf ü 8tt:'agsverpflichtungen ein Teil der Sicherheit sei. SJfks Völkerbundsmitglied müsse anerkennen, was jfeairf) aus den Satzungen heroorgehe, daß die $Kt t nicht auf einem Fleck stehen t|lt d e. Die britische Regierung sei der Ansicht, tkjiber Völkerbund als Instrument kollektiver <Ehmrheit sich nicht selbst leichtsinnig durch einen imigelnden Glauben an seine Ideale tif) Lurch die Verweigerung wirksamen »hid e l n s zugurrsten dieser Ideale zur Ohn- iirftt verurteilen dürfe. Der Brief Sir Samuel es an den französischen Botschafter schließt linken Worten: „Aber dieser Glaube und diese JÖJidlung müssen, wie die Sicherheit, allum- f I :i s e n b (kollektiv) sein. Dieser Punkt ist so ent- fldit ienö, daß ich abschließend noch einmal meine
Worte in Genf zitieren möchte: ,Wenn es im Interesse des Friedens möglich ist, die Gefahren auf sich zu nehmen, müssen sie von allen auf sich genommen werden/ Solange der Völkerbund sich durch sein eigenes Beispiel erhält, werden meine Regierung und meine Nation voll für seine Grundsätze in ihrem gesamten Umfang einstehen."
Nie Ausnahme in Paris.
Paris, 30. Sept. (DNB. Funkspr.) Das „Journal" bezeichnet die englische Antwort als eine außerordentlich klare und der britischen Ueberlie» ferung entsprechende Kundgebung. England behalte sich Handluygsfreiheit vor wie früher und werde gemäß seinen Belangen best- möglichst handeln. — Der „Petit Parisien" erklärt, ein Teil der französischen Oeffentlichkeit werde wohl mit Bedauern eine gewisse Unbestimmt - heit über die Sühne-Bestimmungen feststellen, aber die englische Antwort scheine doch geeignet zu fein, das mitunter erschütterte Gefühl der Sicherheitsbürgschaften in Europa z u f e st i g e n und die Völker zum Nachdenken zu veranlassen, die versucht sein könnten, den Frieden zu stören.
Das „Echo de Paris" wünscht zwischen England und Frankreich Verhandlungen der beiden Generalstabe, ähnlich denen, die 1905/14 die militärische Betätigung der beiden Länder vorbereitete. Nach dem 14. Oktober, wenn Deutschlands Austritt aus dem Völkerbund vollzogen werde, werde man auch die Locarno-Verpflichtungen einer Nachprüfung unterziehen müssen. — Das „Oeuvre" glaubt, daß französisch-englische Verhandlungen über die Möglichkeit eines Eingreifens der englischen Mittelmeerflotte gegen Italien im Gange seien (etwa in dem Falle, daß zu einer Zeit der wirtschaftlichen Sühnemaßnahmen gegen Italien die italienische Flotte die englische Flotte angreifen würde). Die französischen Militärkreise und Marinekreise seien besorgt, daß für den Ernstfall jede gemeinsame technische englisch-französische Vorarbeit fehlen könnte, um wie früher auf alle Ereignisse eingestellt zu sein.
Kunst und Wissenschast.
Veichsleiter Bosenberg über das neue geschichtliche Weltbild.
Im historischen Bremer Rathaussaal wurde für die Teilnehmer der zweiten Tagung für deutsche Vorgeschichte ein Empfang veranstaltet. Dem Empfang folgte eine öffentliche Kundgebung für deutsche Vorgeschichte in den überfüllten Sälen der Zentralhalle. Nach Begrüßungsworten des Gauleiters und Reichsstatthalters R ö v e r verlas Stabsleiter Urban die grundsätzliche Rede des Reichsleiters Alfred Rosenberg.
Rosenberg erklärt, daß die Forschungsarbeiten auf allen Gebieten es heute ermöglichten, das Werden und Vergehen der Völker klarer als jemals zu überblicken. Rosenberg schildert bann, wie das Weltbild, daß die europäische Menschheit vor 500 Jahren besaß, das sowohl religiös als auch wissenschaftlich durch die Erzählungen des Alten Testaments bestimmt war, durch gewaltige Entdeckungen und kühne Jdeengestalten gesprengt wurde. Ein nimmermüdes Suchen nach anderem Menschentum und seinem Werden sei lebendig ge- worden, bis das 19. Jahrhundert auch den Ge- fchichtsbegriff der früheren Jahrhunderte überwunden habe. Bis in die Jahrtausende vor Christo habe der europäische Mensch das Wirken der großen
Muffolmi wendet sich an England.
Angebot neuer Verhandlungen über die Abgrenzung der beiderseitigen Interessen in Ostafrika.
Rom, 28. Sept. (DNB.) Der italienische Regierungschef hat im Ministerrat wiederum über die Entwicklung und den Stand des abessinisch-italienischen Streitfalles der letzten Tage ausführlich Bericht erstattet. Er erklärte u. a.: Alle, die guten Willens sind, haben das Recht Italiens bei der Ablehnung der Anregungen des Fünferausschusses anerkannt. Die Vorschläge haben nicht nur in keiner Weise der Notwendigkeit Italiens auf Expansion und Sicherheit Rechnung getragen, sondern vollständig alle Verträge übergangen, die zu verschiedenen Zeiten zwischen 1889 bis 1906 und bis 1925 den Vorrang der italienischen Interessen in Abessinien anerkannt haben.
Abessinien hat in den Tagen, in denen der Völkerbund sich in das formale Labyrinth seiner Verfahren einkapselt, die Mobilisierung aller seiner Streitkräfte vervollständigt in der Absicht, die Grenzen der italienischen Kolonien anzugreifen. Die Mitteilung des Negus, daß er den Rückzug feiner Truppen um 30 Kilometer angeordnet habe, kann von keiner Regierung ernst genommen werden. Diese Maßnahme hat ein strategisches und nicht ein auf die Erhaltung des Friedens gerichtetes Ziel: Die Vorbereitungen im Innern und die stärkere Befestigung der Stellungen sollen besser maskiert werden. Angesichts dieser Lage hat die Ausreise unserer Divisionen in den letzten Tagen ein beträchtlich beschleunigtes Tempo angenommen.
Der Ministerrat hat schließlich die Linien für feine Haltung in der unmittelbarsten Zukunft folgendermaßen festgelegt:
1. Italien wird den Völkerbund bis zu dem Tage nicht verlassen, an dem der Völkerbund nicht selbst in vollem Umfang die Verantwortung für „Maßnahmen" übernommen haben wird, die Italien treffen.
2. Vach Mitteilung der herzlichen Morte von Hoare, die der englische Botschafter in Rom überreichte, erklärt der Minislerrat noch einmal, daß die Politik Italiens weder u n - mittelbar, noch entfernt liegende Ziele verfolgt, die die Interessen Englands verletzten könnten. Die englische Regierung ist in der aufrichtigsten Weise von den kolonialen Zielen der italienischen Politik unterrichtet worden. Das englische Volk muß über alle antifaschistischen Mystifikationen hinaus wissen, daß die italienische Regierung der englischen mitgeteill hat, zu weiteren Abmachungen bereit zu sein, die, sofern es sich um
Kulturen der Welt entdeckt. Schließlich habe die neue Rasfenkunde, verstärkt durch die Dor- und Frühgefchichtsforfchung, auch noch einen letzten Zwangsglaubenssatz der Vergangenheit zerschlagen. Diese Rassenkunde habe festgestellt, daß nicht Asien die Wiege der Menschheit ist, sondern das nordische Stämme aus Zentral- und Nordeuropa bis weit nach Zentralasien hinübergeflutet seien. Der „Sinn der Weltgeschichte" sei auch auf diesem Gebiet ein anderer geworden. Damit ziehe die heutige Vor- und Frühgeschichtsforschung auch die letzte noch verbliebene Konsequenz aus den revolutionären Entdeckungen der kopernikanischen Epoche. Die heutige vorgeschichtliche Forschung habe den viel mißbrauchten Namen Europa erst zur inneren Geltung gebracht. Die Stärkung der Einheit des europäischen Lebens sei mit ein entscheidender Beitrag, den die nationalsozialistische Bewegung für den Wiederaufbau eines weltanschaulich zerrissenen Kontinents leiste. Die deutsche Dor- und Frühgeschichtsforschung schließe sich an die großen Entdeckungen vergangener Jahrhunderte an, und Ihr dienen heiße, feste Grundlagen für die Ausbildung der nationalsozialistischen Weltanschauung legen.
Anschließend sprachen der bekannte Rassenforscher Professor Dr. Günther sowie der Bundesführer des Neichsbundes für deutsche Vorgeschichte, Professor Dr. R e i n e r t h. Hierauf wurde an den Führer und an Reichsleiter Rosenberg Telegramme abgefanbt.
Aus aller Welt.
Münchener Okloberfestsonntag.
Der F e st z u g an dem denkwürdigen Oktober- festsonntag 1935 war dazu angetan, liebe Erinnerungen an Vergangenes zu wecken und frohe Ausblicke in die Zukunft zu eröffnen: er gestaltete sich bei schönstem Herbstwetter zu einem künstlerischen Ereignis und war einer der größten Festzüge, bie München je sah. Schon früh nahmen frohgestimmte Menschenmengen Aufstellung in den Straßen, die der Zug passieren sollte. Den Festzug eröffneten rund 10 000 Schützen aus allen Teilen Bayerns mit Schützenkönigen, Schützenlieseln, altehrwürdigen Fahnen und Festwagen. Ihnen schlossen sich historische Gruppen an, die in künstlerischer Aufmachung und in getreuer Wiedergabe der Sitten und Gebräuche vergangener Zeiten diese neu aufleben ließen. Weitere Gruppen zeigten das Entstehen und die Entwicklung des Oktoberfestes von 1810 bis in unsere Tage. Vom Publikum besonders umjubelt wurden die Gardegrenadiere mit ihren Bärenmützen. Hervorgehoben sei noch der Prunkwatzen der Monachia und der Transport der Bavaria zur Theresienhöhe. Diesen Teil beschloß die von der großen Menge mit Beifall begrüßte Gruppe „Jugend^und Freude^, ein Mädchengruppe mit reich gezierter Blumenkrone und Reigentänzerinnen, gestellt vom BdM., und eine Allegorie „Arbeit und Scholle" des Arbeitsdienstes. Es folgte der T r a ch - tenzug, der unter dem Motto „Bayerisch Land in Sitt und Tracht" in neun Gruppen deutsches Volkstum und Brauchtum der Vergangenheit und Gegenwart zeigte, wie es bei den Bayern üblich war und noch ist. Den letzten Teil stellte die Kreis- Handwerkerschaft mit nicht weniger als 36 Gruppen. Diese boten Ausschnitte aus Vergangenheit und Gegenwart der wichtigsten Handwerkszweige. Sie wurden gestellt van den Münchener Innungen und der Gaubetriebsgemeinschaft Handwerk der DAF. Am Rathaus sahen Gauleiter Staatsminister Wagner und Oberbürgermeister F i e h l e r mit dem gesamten Stadtrat dem Festzug zu. Dann gings hinaus auf die Theresienhöhe, wo sich der Riesenzug auslöste.
die berechtigten Interessen Englands in Ostafrika handelt, beruhigend wirken können.
3. Die faschistische Regierung erklärt, daß sie alles vermeiden wird, was den italienisch-abessinischen Konflikt auf ein weiteres Gebiet ausdehnen könnte.
Der Ministerrat hat den in Eritrea und Somali stehenden Divisionen den wärmsten Gruß entboten. Der Ministerrat lenkt ferner die dankbare Aufmerksamkeit der Nation auf die 30 000 Arbeiter, die in wenigen Monaten und unter äußerst schwierigen Umständen die Vorbereitung des Straßennetzes in den beiden italienischen Kolonien in Ostafrika durchgeführt haben. Schließlich nimmt der Ministerrat von der Ruhe und Disziplin Kenntnis, von denen das italienische Volk in diesen so ereignisreichen Tagen Beweise ablegt. Der Ministerrat stellt fest, daß in dieser Zeit einer wahrhaft seelischen Hochspannung bas in 13 Jahren faschistischen Regimes geformte Volk geschlossen um bie Wahrzeichen ber faschlstischen Revolution steht. Das wird es in der allernächsten Zeit der Welt mit einer bürgerlichen Mobilmachung zeigen, die in ber Geschichte ohne Beispiel ist.
England wünscht keine Sonder- verhandlunaen.
London, 29. Sept. (DNB.) Zu ber Andeutung, daß man in Rom z u Verhandlungen mit England bereit sei, schreibt Preß Association, die britische Regierung habe bereits vor Monaten die italienische Regierung auf die Gefahren des Kurses hingewiesen, den sie in Abessinien verfolge. Auf die freundlichen Vorstellungen habe man s e t* n er 3 eit nicht gehört und es sei augenschein- lich, daß der britische Rat auch jetzt noch keinerlei Eindruck in Italien mache. Rom scheine glauben machen zu wollen, daß alle Schwierigkeiten gelost werden würden, wenn Großbritannien bezüglich seiner „beträchtlichen Interessen in Ostafrika" zufrieden gestellt werde, sei es zuvor, oder nachdem Italien sich zum Herrn Abessiniens gemacht habe.
Die aufgeworfene Frage sei jedoch eine solche des Völkerbundes und keine englisch-italienische Frage. Es bestünde nicht die mindeste Aussicht,.daß die britische Regierung sich dazu hergebe, den Streit aus den Händen des Völkerbundes zu nehmen und ihn selbst zu behandeln. Die italienische Erklärung habe daher die diplomatische Lage in London nicht.geändert. Die Ereignisse der nächsten Tage würden zeigen, daß sie auch den beabsichtigten Kurs i n Gens nicht zu ändern in der Lage seien.
Devisenverbrechen von Angehörigen der Missions- Gesellschaft der Pallotiner.
In dem Deoisenstrafverfahren gegen zwei Geistliche der Missionsgesellschaft der Pallotiner in Limburg a.d. L. wurden vom Berliner Schnellschöffengericht verurteilt: Der frühere Geschäftsführer der Missionsanstalt Johannes S e i- wert wegen fortgesetzten gemeinschaftlichen Devisenverbrechens, Devisenoergehens und Beihilfe dazu zu drei Jahren Zuchthaus, drei Jahren Ehrverlust und 53 000 Mark Geldstrafe, der Mitangeklagte Heinrich Lorenz wegen fortgesetzten gemeinschaftlichen Devisenvergehens zu einem Jahr Zuchthaus und 2000 Mark Geldstrafe. Beiden Angeklagten werden je drei Monate der Untersuchungshaft angerechnet. 115 000 Gulden Obligationen und 5000 Guldenaktien werden zugunsten des Deutschen Reiches eingezogen. Ferner wurde die Mithaftung der Missionsgesellschaft für die Geldstrafen und die außerdem verhängte Wertersatzstrafe von 75 000 Mark ausgesprochen.
Franke gesteht den Aschaffenburger Bilderdlebstahl.
Der von der Großen Strafkammer des Landgerichtes Aschaffenburg wegen fortgesetzten Verbrechens der Hehlerei im Rückfall zu acht Jahren Zuchthaus verurteilte Walter Robert Franke wurde einem neuerlichen Verhör durch den Oberstaatsanwalt unterzogen. Dabei legte er während einer mehrstündigen Vernehmung das Geständnis ab, daß der Bilderdiebstahl im Aschaffenburger Schloß in der Nacht zum 22. Juni 1932 von ihm, und zwar allein, ausgeführt wurde.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Am Sonntagvormittag war der Einfluß des füb- osteuropäifchen Hochdruckgebietes noch so stark, daß im größten Teil Deutschlands heiteres und warmes Wetter herrschte. Die stärkere Erwärmung beschleunigte aber den Abbau des hohen Druckes derart, daß eine kleinere, über dem Kanal ausgegangene Tiefdruckstörung stärkeren Einfluß auf unser Wetter gewinnen konnte. Sie ließ von Westen her etwas kühlere Meeresluft vorftoßen, wobei es in ganz Westdeutschland, besonders aber im Schwarzwaldgebiet, zu stärkeren, teilweise gewittrigen Niederschlägen kam. Innerhalb dieser eingedrungenen frischen Meeresluft kommt es am Montag neben stärkerer Aufheiterung auch noch zu einzelnen Schauer-Niederschlägen. Im ganzen ist die Wirbeltätigkeit über den Atlantik und England wieder stärker in Gang gekommen, so daß für die nächsten Tage unbeständigeres Wetter mit vielfachen Niederschlägen zu erwarten ist.
Aussichten für Dienstag: Bei lebhafteren südwestlichen, später westlichen Winden mäßig warm, vielfach Schauer-Niederschläge.
Lufttemperaturen am 29. September: mittags 21,5 Grad Celsius, abends 14 Grad: am 30. September: morgens 7,5 Grad. Maximum 21,5 Grad, Minimum 6,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. September: abends 14,7 Grad; am 30. September: morgens 12,1 Grad. — Sonnenscheindauer 3,8 Stunden. — Niederschläge 0,6 mm.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Derantworllich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 35: 9838. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugepreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Df. mehr.
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