Ausgabe 
30.7.1935
 
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Obecheffen

Kirche und Schule

Aus den preußischen Tkachbargebieten

nicht

6.30:

brachte. Die Entstehungsursache konnte noch geklärt werden.

unter Benutzung einer Motorspritze und engen Schläuchen durch großen Benzinverbrauch überaus kostspielig erwies, anderseits die Anwendung einer ; großen Säugpumpe mit zwar weiten, aber un-

ges, Trier. 16: Kleines Konzert. 16.30: Geschichte und Landschaft am Wege. Steine geben Brot. Funk­bericht aus dem Quarzitbruch bei Köppern im Tau-

)) Nidda, 29. Juli. Auf eine harte Probe Geduld wurden hier unlängst die Badelustigen stellt, als man zur Bodenreinigung 1 Schwimmbades das Wasser ablietz

Bach auf natürlichem Wege zufließen, wenn auch die Füllung des Beckens von 2500 Kubikmeter In­

nus. 17: Buntes Nachmittagskonzert. 18.30: Das Leben spricht! 18.45: Saardienst. 19: Unterhaltungs­konzert. 19.40: Bauernfunk. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. Wir Mädel in der Volks­gemeinschaft. Es spricht die Reichsreferentin des BdM., Trude Mohr. 20.45: Von Bad-Nauheim: Ein heiterer Abend wie noch nie! 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk), Sportbericht. 22.20: Menschen und Landschaft. Kreuz und quer durch südwestdeut­sches Land. 23: Tanz- und Unterhaltungsmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.

halt mehrere Tage beanspruchte, bedingt durch die gegenwärtige Trockenheit. Nun tummett man sich

verpflichtet. Dieses Amt versah er treu bis zum 30. April 1929. Am 1. Mai 1929 wurde er zum Polizeidiener unseres Ortes bestellt. Der Jubilar widmete während dieser Zeit seine ganze Kraft im­mer dem Wohle der Gemeinde, bei ihm galt immer der WahlspruchGemeinnutz geht vor Eigennutz". Hierdurch hat er sich das Vertrauen der hiesigen Volksgenossen erworben.

csd Lollar, 29. Juli. Infolge der andauernden Trockenheit ist, insbesondere durch das Gießen der Gärten, der Wasserverbrauch unseres Ortes derart gestiegen, daß die Leitung nicht ge­nügend Wasser herbeischaffen kann und man sich

! der t ge­be s und

daher genötigt sah, Spritzen in den Nur der langersehnte Abhilfe schaffen.

0 Aus dem

jegliches Gießen und Gärten zu u n t,e r f a g e n. ausgiebige Regen kann hier

unteren Lumdatal,

Hundfunkvroqramm

Mittwoch, 31. Juli.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. Musik am Morgen. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Frühkonzert. 9.15: Musik am Morgen. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.30: Sozialdienst. 11.45: Bauernfunk. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrich­ten. 14.15: Wirtschaftsbericht. 14.45: Reichswett­kampf der SA. Hörbericht 2 Gruppe Westmark. 15: Nachrichten. 15.15: Des Kindes Leid und Freud. 15.50: Alt-Saarburg. Plauderei von Matthias Sast-

Evangeltsche Bund seine Stoßkraft gegen die poli­tischen und gegenreformatorischen Tendenzen Roms gerichtet habe, wende er sich heute hauptsächlich gegen einen neuen Feind der evangelischen Kirche, die Deutsche Glaubensbewegung, die unter Leitung von Prof. Hauer das Christentum bekämpfe mit-all jenen seichten Vorwürfen, die Freidenkertum und Marxismus feit Jahrzehnten bagegen ins Feld ge­führt hätten. Der Redner setzte sich im einzelnen mit diesen Vorwürfen, daß das Christentum mit seiner Predigt von christlicher Nächstenliebe, Sünde und Gnade weichlich und undeutsch sei, auseinander und widerlegte sie mit schlichter Sachlichkeit und großer Ueberzeugungskraft, der sich wohl niemand entziehen konnte, schließend mit der eindringlichen Mahnung, an Christus festzuhalten und zu be­kennen, da nur dann das Dritte Reich festgegründet sei und Bestand haben werde, wenn das Deutsch­tum immer inniger sich mit dem Christentum ver­binde. Nach dem gemeinsamen GesangErhalt uns Herr bei deinem Wort" und einigen geschäftlichen Ausführungen von Sekretär Müller sprach Dekan V o l p im Namen der Ortsgruppe des Evange­lischen Bundes das Schlußwort, in dem er dem Festprediger des Vormittags und dem Festredner des Nachmittags den Dank des Evangelischen Bun­des abstattete und der Versicherung Ausdruck gab, daß die Worte der Redner einen tiefen Eindruck hinterlassen hätten. Der Gesang des Lutherliedes Ein feste Burg" beschloß die Feier.

arbeiten hier rüstig fort, so daß in verhältnis­mäßig kurzer Zeit mit ihrer Beendigung gerechnet werden kann.

Kreis Friedberg.

Lpd. Friedberg, 29. Juli. Im Stadtteil Vorstadt zum Garten" ereignete sich ein schwe­rer Derkehrsunfall, dem ein junger Mann zum Opfer fiel. Ein Pflastermeister aus der Umgegend passierte die stark ansteigende Straße am Dicken Turm, während sich ihm aus entgegen­gesetzter Richtung ein Radfahrer näherte. Bei dem Zusammen st oh erlitt der junge Mann schwere innere und äußere Verletzungen, denen er nach kurzer Zeit im Krankenhaus erlag.

Kreis Bübingen

Schrubber, Stahlbürste und Chlorkalk anwandte, um insbesondere den Algenansatz zu entfernen. Hierbei haben sich die Kameraden des Arbeits­dienstlagers besondere Verdienste erworben. Man wollte dann zur raschen Füllung des Schwimm­beckens das klare Wasser der Kohdener Bach verwenden. Da sich aber einerseits dieser Plan

8od«sr zu begreifen! S1Ä sahrrmg machen, daß die meisten Menschen sich wohl morgens, aber nicht abends dieZähne putzen. Anscheinend wissen viele noch nicht, daß die Zähne gerade während des Schlafes durch die Zer­setzung der Speisereste am meisten gefährdet sind. Deshalb sollte die abendliche Zahnpflege mit Chlorodont jedem M Selbstverständlichkeit werden! Wer regelmäßig die Quali- täts-Zahnpaste Chlorodont benutzt, hat immer blendend weiße Zähne und erhält sie bis ins hohe Alter gesund.

Kreis Wetzlar.

I Rod heim a. d. B., 29. Juli. Am gestrigen Sonntag veranstaltete die hiesige Kleinkinder­schule unter Leitung von Schwester Minna im Bechtholdschen Gartenlokal ihr diesjähriges Som­me r f e ft. Um 15 Uhr bewegte sich von der Klein­kinderschule her unter Vorantritt des Posaunen­chores ein festlich geschmückter Zug durch das Dorf. Im Schmuck von Blumenkränzen, glänzenden Auges, zogen die Kleinsten in wohlgeordneter Ko­lonne ihren Weg, sich heute als Haupt- und Mit­telpunkt der Familie fühlend. Im Bechtholdschen Garten entwickelte sich bald reger Betrieb, denn Eltern und Verwandte waren in stattlicher Zahl erschienen, um sich mit den Kleinen zu freuen. Schwester Minna hatte sich sehr viel Mühe ge­geben und ihrer Schar allerlei Liederspiele, Rei­gen usw. beigebracht, was ihr das Lob und die dankbare Anerkennung aller Besucher sicherte. Lei­der störte Regen die Veranstaltung wesentlich und erzwang erhebliche Einschränkung.

<£ Rodheim a. d. B., 29. Juli. Am gestrigen dritten und letzten Schießtag beim P r e i s s ch i e° ßen der hiesigen Kameradschaft des Kyffhäuserbundes herrschte wie zu er­warten war auf dem Schießstande reger Schieß­betrieb. Wie üblich, fanden sich diegroßen Ka­nonen" erst in letzter Stunde ein, so daß die bis­herigen Matadore. schon des Sieges sicher, noch kurz vor Schluß überschosien wurden und sich mit einem niederen Preise begnügen mußten. Im all­gemeinen waren die Schießleistungen zufrieden­stellend, und auch der ganze Verlauf des Schie­ßens war ein voller Erfolg für den Veranstalter. Den ersten Preis holte sich mit 36 Ringen (sogar mit zweimal 36!) Herr Otto Wagner (Fellings­hausen) vor Heinrich Bremer (Rodheim), 34 Ringe, und Kurt Moll (Rodheim), 34 Ringe.

Kreis Marburg

Lpd. Marburg, 29. Juli. In dem Gehöft des Gast- und Landwirts Georg Weber in Sar­nau brach Feuer aus, dem zwei Scheunen mitsamt ihren Vorräten zum Opfer fielen. Das Wohnhaus konnte glücklicherweise gerettet werden. Bei den Löscharbeiten stürzte eine große Brand­mauer ein, die mehrere Männer in große Gefahr

Büchertisch.

P. C. Ettighofer: Wir st du ein st Rekrut...! Der Alltag des deutschen Soldaten, miterlebt, niedergeschrieben und geknipst. 60 Seiten mit 20 Photos. Preis 0,50 Mark. Verlag I. P. Bachem GmbH., Köln. (219) Wir erleben hier den Alltag des Soldaten im deutschen Reichs­heer. Wir erfahren so, was es mit dem Soldatsein auf sich hat, begreifen, was es heißt, als Deutscher Waffenträger der Nation sein zu dürfen. Jeder, der seine Einberufung erwartet, und der sich über den Tageslauf im Heeresdienst unterrichten will, lese diese vorzügliche Broschüre.

Der NationalsozialistischeDeutsche Frontkämpferbund (Stahlhelm): Ge­schichte, Wesen und Ausgabe des Frontsoldatenbundes. Herausgegeben vom NSDFB. (Stahlhelm) mit 17 Bildern in Kupfer­tiefdruck. Freiheitsoerlag, GmbH., Berlin W 68. (151) Nächt der nationalsozialistischen Bewegung Adolf Hitlers hatte der Stahlhelm, die Gründung des Frontsoldaten Franz Seldte, in den Jahren des deutschen Niederganges, den Gedanken der Front, des Zusammenstehens und der Befreiung von inne­ren und äußeren Fesseln am erfolgreichsten hochge­halten. Hier in diesem Buche ist in Bild und Schrift eine Geschichte dieses Weges vom Antreten des Frontsoldatenbundes bis zu jenem denkwürdigen Tage der nationalen Erhebung und weiter bis in das neue nationalsozialistische Deutschland hinein gegeben. Vorangestellt sind dem Buche die Namen jener Helden, die im Dienste des Stahlhelms ihr Leben für Deutschlands Befreiung ließen. Dann schildern führende Männer des Bundes feine Ent­stehung und feinen Weg, feine Organisation, feine politische und soziale Arbeit, die im wahrsten Sinne des Wortes ein Sozialismus der Tat ist. Auf vielen Bilderseiten werden diese Darlegungen durch ein­drucksvolle Dokumente der Zeitgeschichte, uns allen noch in frischer Erinnerung, ergänzt und erweitert.

wieder nach Herzenslust tm nassen Element des Schwimmbades.

8 Nidda, 29. Juli. Ein erfreuliches Erlebnis hatte der hiesige 16jährige Emil Uhl, Schüler der Oberrealschule zu Gießen, und der 14jährige Real­schüler Werner Croll dahier auf dem Ober- salzberg, als es ihnen am Ende einer über 400 Kilometer langen Fahrradtour nach Berchtes­gaden gelang, dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler Hand in Hand und Auge in Auge gegen- überzustehen und etliche Worte mit ihm zu wech­seln. Ihre Bitte um ein Autogramm wurde erfüllt.

Kreis Schotten

() Laubach, 29. Juli. Die Getreideernte nimmt infolge der trockenen, warmen Witterung einen raschen, guten Verlaus. Leider ist der Ertrag nicht überdurchschnittlich, da infolge der Hitze die Reise der Körner zu schnell vorgeschritten ist. Für die Kartoffelernte und die Gärten wäre ein ausgiebiger Regen dringend erwünscht.

Kreis Alsfeld.

* Homberg, 29. Juli. Der Steinbrucharbeiter Ludwig Kraus von hier zog sich bei feiner Ar­beit eine schwere Beinverletzung zu und mußte in ärztliche Behandlung nach Gießen ge­bracht werden.

* Burg-Gemünden, 29. Juli. Auf dem nahen Hof Sorg ereignete sich ein Unglücksfall. Die 22jährige Tochter Paula der Witwe Back­fisch stürzte beim Einbringen der Ernte von einem Erntewagen, geriet beim Sturz zwischen den Wa­gen und eine Mauer und erlitt dabei eine schwere Weichteilverletzung am rechten Ober­schenkel. Die Verunglückte mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden.

Sine verschmutzte jüdische Metzgerei in Grohen-L nden geschloffen.

Auf Anordnung des Kreisamtes Gießen wurde tn Großen-Linden die Metzgerei des Juden Hermann Adler polizeilich geschlossen. Bei einer Revision des Betriebes durch die Gendarmerie wurde die Metzgerei in einem total ver­schmutzten und unordentlichen Zu st and vorgefunden. Im Schlachthaus und im Verkaufs­raum hingen dieverstaubtenWändevoller Spinngewebe, in beiden Räumen hatten auch Katzen Unterschlupf gefunden. Auf der Ladentheke lagen vollkommen ungenießbare Fleisch teile, die von der Fleischbeschau zurückgewiesen worden waren und nach den ganzen Umständen von dem Juden verkauft werden sollten.

Rücksichtsloser Autofahrer

D L o l l a r, 29. Juli. Ein Unfall, der noch verhältnismäßig glimpflich verlief, trug sich auf der Straße nach Gießen zu ab. Als ein auf der Main-Weser-Hütte beschäftigter Arbeiter aus Altenoers sich mit dem Fahrrad nach Gießen begeben wollte, wurde er in der Nähe unseres Ortes von einem Auto umgefahren. Der Mann wurde hierbei in den Straßengraben ge­schleudert. Zum Glück trug er anscheinend außer Prellungen an Armen, Schu'tern, Brust und Rücken keine schwereren Verletzungen davon, doch ist er für einige Zeit arbeitsunfähig. Der Arbeiter ist um so mehr zu bedauern, als er erst kürzlich die Frau durch den Tod verlor und er fünf kleine Kinder zu versorgen hat. Der rücksichts- lose Autofahrer kümmerte sich nicht um sein Opfer, sondern fuhr ohne anzuhalten weiter.

Landkreis Gietzen

£ Heuchelheim, 29. Juli. Am Samstag und am Sonntag waren in unserem Orte Sänger aus dem Taunus zu Gast. Der Gesang­verein ,L i e d e r k r a n z"-Heuchelheim hatte im Frühjahr gelegentlich einer Rheinfahrt den Ge­sangvereinA m i c i t i a" in Schmalbach im Taunus besucht und dabei Freund­schaftsbande angeknüpft. In Erwiderung dieses Be­suches kamen am Samstag die Gäste aus dem Taunus mit einem Omnibus hier an. Im Vereins­lokal des GesangvereinsLiederkranz" fanden sich die Sänger am Samstagabend zu einer schönen Feier ein. Nach dem Sängergruß begrüßte der Dor- sitzende des hiesigen Vereins die Gäste und sprach die Hoffnung aus, daß diese Zusammenkunft der Pflege des deutschen Liedes und der Geselligkeit dienen möge. Der Vorsitzende des Gesangvereins Amicitia" Schmalbach dankte für die Gastfreund- schäft der Heuchelheimer, die durch ihre zahlreiche Anmesenheit bemiesen, daß sie den Gedanken echter Volksgemeinschaft richttg auffaßten. Beide Gesang­vereine brachten im Laufe des Abends sehr schöne Lieder zu Gehör, die bei den Besuchern großen Beifall auslösten. Eine Musikkapelle sorgte für musikalische Unterhaltung, und bei Tanz und Ge­sang nahm die Feier in der Gartenmirtschast von Fritz V o l k m a n n einen mürdigen Verlauf. Am Sonntagmorgen machten die Heuchelheimer Sänger mit ihren Gästen einen Ausflug nach dem Glei­berg, nachdem inzmischen auch die Frauen der Schwalbacher mit einem Omnibus angekommen waren. Am Nachmittag fand im Dereinslokal des GesangvereinsLiederkranz" noch eine kleine Ab­schiedsfeier statt. Bei bester Sttmmung fuhren die beiden Wagen mit den Schwalbacher Sängern um 18 Uhr zum Dorfe hinaus.

CO Klein-Linden, 29. Juli. Unter guter Beteiligung der Eltern und Freunde feierte am gestrigen Sonntag die Kleinkinderschule ihr S o m m e r f e ft. Mit Blumen reich geschmückt, mar- schierten die Kleinen unter den Klängen des Posau­nenchors von der Kleinkinderschule zum Festplatz im Burggarten. Hier boten sie nach einem Begrüßungs- gedicht Lieder und Spiele mannigfacher Art und echt kindlichen Gemütes, die von allen Besuchern mit viel Freude ausgenommen wurden. Pfarrer Bremmer sprach von der Freude und der Arbeit an den Kleinen und forderte zur Unterstützung der schwer um ihre Existenz ringenden Kinderschulstation auf. Er sprach allen Mitarbeitern am Werk, beson­ders aber Schwester Lina, für ihre aufopferungs­volle Arbeit Dank aus. Zum Schluß kam der Bre­zelwagen, von zwei Kleinen gezogen, und jedes Kind wurde durch Ueberreichung einer Brezel erfreut. Die Festkollekte mit 23,80 Mark fließt in die Kasse der Kleinkinderschule.

y Watzenborn - Steinberg, 29. Juli. Am Samstagabend brachte der hiesige Gesang­vereinEintracht" unter der Stabführung des Dirigenten Georg Harnisch (Steinberg) sei­nem Mitgründer und Ehrenvorsitzenden Johannes Schäfer XI. zu seinem 8 0. Geburtstag ein Ständchen. Der Verein sang einige Volkslieder, die den fiorfibetagten zurückversetzten in feine Jugend­zeit. Vorsitzender Karl Ruckelshaufen gedachte in herzlichen Worten der großen Verdienste, die der SOjäbriae sich in dem Verein erworben habe und überreichte ihm als äußeres Zeichen der Dankbar­keit ein Geschenk. Der Jubilar dankte für diese Ehrengabe und gab dabei einen kurzen Ueberblick über die Vereinsgeschichte während seiner Amtszeit als Vorsitzender. Anschließend verbrachte man im DereinslokalZum grünen Baum" einige gemüt­liche humorvolle Stunden. Infolge der langan­haltenden Trockenheit kann die im Jahre 1929 an­geschaffte P u m p a n l a g e die genügenden Wasser­mengen für die Gemeinde nicht mehr herbeischaffen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde nun die Anschaffung e i n e r ni? ue n Pumpe beschlossen, die in einer Minute 150 Liter Wasser in den Hochbehälter befördert. Weiter wurde beschlossen, daß die diesiährige Kirchweihe im Hinblick auf den Reichs-Parteitag in Nürnberg acht Tage früher, auf den 8. September, verlegt wird.

y Watzenborn-Steinberg, 30. Juli. Der hiesige K i r ch e n ch o r unternahm mit 200 Teilnehmern am letzten Sonntag feinen diesjährigen Ausflug nach Bad-Nauheim. Dort wurde um 10 Uhr der Gottesdienst in der Dankes- kirche besucht, wo der Chor unter Führung seines Dirigenten Karl Sommer (Watzenborn) durch gesangliche Darbietungen den Gottesdienst verschö­nern half. Don selten der Kurgäste wurden dem Kirchenchor zahlreiche Anerkennungen zuteil. Nach gemeinsamem Mittagessen wurde der Johannisberg bestiegen und anschließend die Salmen besichtigt Um 15 Uhr wurden die Teilnehmer im Sprudelhof erwartet, wo unter Führung die unterirdischen Gänge und Badeanlagen besichtigt wurden. Hieran schloß sich ein dreiviertelstündiger interessanter IßorfTag. Die restliche Zeit b" A'.s-ntbaltes b.«

Dekanatsfest des Evang. Bundes in Laubach.

0 Laubach, 28. Juli. Am heutigen Sonntag wurde in unserer Stadt das Dekanatsfest des Evangelischen Bundes gefeiert.

Am Vormittag fand in der Kirche ein gut besuch­ter Gottesdienst statt, in dem der Direktor des Hess. Landesvereins für Innere Mission, Pfarrer Röhricht- Darmstadt, die Festpredigt hielt. Er sprach über den Text:Wachet, stehet im Glauben, seid männlich und stark!" In ernsten, eindringlichen Worten rief er die Gemeinde auf, getreu zu wachen und im festen, unerschütterlichen Glauben standzuhalten an dem Gott der Bibel, der unsere Stärke und Hilfe ist.

Am Nachmittag sollte auf dem Ramsberg eine Versammlung unter Mitwirkung des Po­saunenchors Einartshausen stattfinden. Da es jedoch anfing zu reanen, als die Gemeinde versammelt war, zog diese unter dem Klang der Posaunen hinunter zur Stadtkirche, wo der gemeinsame Ge­sangSchönster Herr Jesu" die Feier eröffnete. Dann hielt Pfarrer Schmidt als Ortspfarrer die Begrüßungsansprache, die ausklang in dem Wunsche, daß Gottes Segen die Feier begleiten möge. Dann ergriff der Redner des Nachmittags, Pfarrer Heinemann (Brauerfchwend), das Wort zu einem mehr als einstündigen Vortrag über die Deutsche Glaubensbewegung. Während früher der

auf.. J-JP! 2 5 i ä h r i g e treue D i e n ft 3 e it [ bid)ten Schläuchen auch nicht zum Ziele führte, so fitv htA X t A Tt a' a wi a , vi X a avhahmI man das Wasser aus dem Hohen st einer

Flurschutz für bte hiesige Gemeinde ernannt und Bach auf natürlichem Wege zufließen, wenn auch

29. Juli. Begünstigt durch die trockene Witterung schreitet die Ernte ungemein rasch fort. Fast allenthalben ist der Schnitt des Korns beendet, und bald wird man überall die Dreschmaschinen brummen hören. Endlich ist nun auch der lang ersehnte Regen eingetreten, den besonders Kartof­feln, Klee, Dickwurz usw. nötig hatten. Während für die an der Lumda gelegenen Wiesen die Aus­sichten für die Grummeternte im allgemeinen nicht als schlecht zu bezeichnen sind, kann das,oon den höher gelegenen Wiesen nicht gesagt werden. Ein durchweichender Regen wäre jedenfalls von Vorteil.

§ Mainzlar, 29. Juli. Die hiesige Orts- gruppenwaltung der DAF. hatte am Samstagabend sämtliche DAF. - Walter der Orte Mainzlar, Staufenberg und Daubringen zu einem Appell bei Gastwirt Weimer in Daubrin­gen zusammengerufen. Ortsgruppenwalter E. Schlapp leitete den Abend. Ortsgruppenwalter L. Vogel sprach über organisatorische Fragen. An den Vortrag schloß sich eine Aussprache mit den sehr zahlreich erschienenen Block- und Zellenwaltern, sowie den KdF.-Warten an. Der Appell fand mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer seinen Ab­schluß. Anschließend blieb man noch einige Zeit kameradschaftlich beisammen.

4- Grünberg, 29. Juli In unserm Volks- schulgebäude, erbaut im Jahre 1889, sind die steinernen Treppenaufgänge derart aus­getreten, daß eine Ausbesserung dringend nötig ist. In einer eiligen Gemeinderatssitzung wurde diese Arbeit gutgeheißen. Es ist geplant, Plättchenbelag auf die Steine aufzulegen. Die Arbeit soll möglichst sofort begonnen werden, damit sie mit Ferienschluß beendet ist.

O Grünberg, 29. Juli. Der hiesige S A. - Sturm 3/116 führte am Sonntag zwei weitere Hebungen des Reichswettkampfes durch: Kleinkaliberschießen und 1000-Meter-Hindernislauf. Im Schießen wurde eine Durchschnittszahl von 78 Ringen erreicht. Beim Hindernislauf, der unter Leitung von Obersturmführer F a u l st i ch (Men­dorf a. d. Lda.) durchgeführt wurde, ergaben sich Zeiten von 4.48 Minuten bis 6.25 Minuten. An­wesend waren auch Standartenführer Lutter und Sturmführer Junker, welch' letzterer nochmals in einer Ansprache auf die Bedeutung des Reich- wettkampfes der SA. hinwies.

> Queckborn, 29. Juli. Durch das anhaltend ttockene Sommerwetter ist die Ernte in unserer Gemarkung sehr weit fortgeschritten. Korn und Gerste sind bereits eingebracht. Mit dem Schnitt von Weizen und Hafer wurde begonnen. Die beiden Dreschmaschinen arbeiten bereits. Nach dem Körner­und Strohertrag kann man von einem guten Durchschnittsergebnis sprechen. Die Bautätigkeit in unserem Orte ist in diesem Jahre nicht so rege, wie im Jahre vorher. Es wer­den einige An- und Umbauten ausgeführt und außerdem zwei Scheunen erstellt.

Z L i ch, 29. Juli. Mit der Versetzung des Nachtwachedienstes in unserer Stadt ist Hans Korb (Lich) beauftragt und vom Kreisamt Gießen als Nachtwächter vereidigt worden.

Bettenhausen, 29. Juli. Die Land­straße von hier nach Langsdorf wird gegenwärtig um etwa einen Meter verbreitert. Der Fuß­pfad an der Zwetschenpflanzuna ist ausgehvben und mit Stücksteinen befestigt worden. Die Schotter­auflage auf dem neuen Straßenstreifen sowie die Eindeckung für das neue Straßenprofil werden mit der Dampfwalze befestigt. Mit der Verbreiterung der vielbenutzten Straße wird einem lange gehegten Wunsche der Bevölkerung Rechnung getragen. Für jeden Obstfreund ist es Heuer eine Freude, an der Staatsstraße von hier nach Bellersheim die überreich behangenen Birnbäume zu betrachten, während überall gerade für Birnen recht schlechte Ernte-Aussichten bestehen. Es ist die Sorte Neue Potteau, von der die Bäume zum Bre­chen vollhängen.Die anhaltende Trockenheit macht dem Landmann wegen des knapp werdenden ©rünfutters Sorge. Der Kleeschnitt wächst nur dürftig nach, so daß bereits die Dickwurz geblättert werden müssen. Das ausgesäte Erbsenmischfutter ist schlecht aufgelaufen.

Hungen, 29. Juli. Dem Vorsteher des hiesi­gen Finanzamts, Regierungsrat Sieger, wurde aus Anlaß seines 40jährigen Dienstjubi- läums in einem Glückwunschschreiben des Füh­rers und Reichskanzlers dessen Dank und Anerkennung ausgesprochen. Dank des günstigen Wptters der lebten Wochen schreiten die Ernte­

zur Abfahrt des Zuges verbrachte man am und auf dem Teich. Die recht schönen Stunden werden allen Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben.

0 ©rüningen, 29. Juli. Wie in vielen Ge­meinden, so wurde auch bei uns mit der Ver­zettelung des Kirchenbuches begonnen. Die mühevolle und schwierige Arbeit, die sich über einige Wochen erstrecken dürfte, wurde von Stu­dienreferendar Wilhelm Fay übernommen. Die Erntearbeiten in unserer Gemarkung sind in vollem Gang. Die Roggen- und Gersteernte sind schon abgeschlossen. Der Körnerertrag ist im Ver­gleich zu dem vergangenen^ Jahr geringer. Im Laufe dieser Woche wird mit dem Schnitt von Weizen und Hafer begonnen; damit setzt bei uns erst die eigentliche Fruchternte ein, da der Anbau dieser Getreidearten in unserer Gemarkung in weit größerem Maße erfolgt als die Aussaat von Roggen und Gerste.

Steinbach, 29. Juli. Noch ist die Ernte im Gange, Hafer und Weizen stehen zum Teil, da hat seit Samstag auch das Dreschen bereits ein­gesetzt. Auf der Höhe vor dem Dorfe stehen die Dreschmaschinen im Betrieb.

wg. Großen-Buseck, 29. Juli. Der hiesige Polizeidiener August Pfeiffer kann am 1. August