Ausgabe 
30.4.1935
 
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bvlie und der Tr 0 mbofe -- dem bösartigen. Blutpstvpf bei Operationen, der ost zum Tode führt geht man sowohl mit chirurgischen Mitteln al» I

Aus aller Welt

Ehrfurcht vor dem menschlichen KSrper!

Interessante Erkenntnisse

auf der 59. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Chirurg,-.

Aufstehen gleich nach der Operation.

Eins der erstaunlichsten Gebiete betraf die De« Handlung Frischoperierter. Dor zwanzig Jahren hätte man wahrscheinlich einen Arzt, der den Kranken gleich nach der Operation aufstehen heißt, für einen Nachkommen Doktor Eisenbart- gehalten. Die moderne Chirurgie verfügt aber über eine Fülle wertvollster Beobachtungen auf diesem Gebiete, die zu der Feststellung berechtigen, daß m sehr vielen Fällen eine überaus günstige Heilwir- kung erzielt wird, wenn der Operierte bald dar Bett verläßt, durch Bewegung und Gymnastik elastisch gehalten wird und für eine Verhinderung von Kreislaufstockungen oder -störungen sorgt. Es «wurden Fälle bekanntgegeben, in denen Patienten

Sterilisation: ein harmloser Eingriff.

Es liegt m der Natur der Sache, daß die Der- Hütung erbkranken Nachwuchses vor ollem in die Hand des Chirurgen gegeben ist. Es wurde viel schauererregender Unsinn über die Durch­führung der Sterilisation Erbkranker in allen mög­lichen Ausland^blättern verbreitet. Die nochma­lige klare Feststellung aus berufenem Munde, daß die Unfruchtbarmachung beim Manne wie bei der Frau ein völlig harmloser Eingriff »st, muß daher geradezu erlösend besonders auf die Kreise wirken, die von bestimmter Seite her und mit ganz bestimmter Absicht falsch orientiert war- den sind. Die einjährige Praxis hat neuerdings einleuchtend bewiesen, daß weder der Eingriff selbst irgendwelche Gefahren birgt, noch auch rr- gendwelche nachträglichen Schädigungen oder kor- pcrliche bzw. charakterliche Veränderungen zu be­

fürchten sind. Beim Mann kann eigentlich ange« sichts der Geringfügigkeit der chirurgischen Tätig, feit überhaupt nicht von einerOperation" ge» sprachen werden; aber auch bei der Frau bleibt nur eine winzige Narbe zurück.

Eine weitere interessante Feststellung betraf den Kreis der von der Sterilisation Betroffenen. Fast alle und zwar nicht weniger als 96 v. H. waren unter die Gruppe der schwer Geistes- kranken zu rechnen; ein neuer Beweis dafür, daß auch in dieser Hinsicht die verbreiteten Falsch- Meldungen jeder Grundlage entbehren.

Da« firetoproNem.

Das Schwert soll den Frieden erhalten

Ministerpräsident General Göring bei der Einführung des neuen Oberpräsidenten derHhemprovm».

den.

Das sind nur einige wenige Gebiete aus dem 2li> beitskreis des Chirurgenkongresfes. Man sieht, oatz die vorgetrogenen Ansichten und Meinungen me allerdings nicht immer als Glaubenssatz aller Aerzte und Chirurgen angesehen werden dürfen, fan­den die zum Teil erst von wenigen Pionieren er­probt wurden geeignet sind, die Kenntnisse über den eigenen Körper zu bereichern und uns anzu­regen, dementsprechend zu leben oder gegebenen» falls rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu neh- men. Doppelt hilft, wer schnell hilft! Das ist: em Grundsatz, der gerade in der Chirurgie oft von hoch» l fter Bedeutung sein kann.

Die Abessinier würden dem italienischen Einmarsch heftigen Widerstand entge- g e n s e tz e n. Zu den soldatischen Eigenschaften des Abessiniers und seiner Bedürfnislosigkeit komme noch das Bewußtsein, eine lange Reihe von Siegen über Italiener, Aegypter und Perser errungen zu haben. Aber Flugzeuge, Tanks und Artillerie von großer Reichweite hätten die Lage gegenüber 1896 s e h r v e r ä n d e r t. Der Kaiser könne solche Waf­fen nur ü b e r D s ch i b u t i in Französisch-Somali- land oder durch einsame Bezirke von Britisch- Somaliland einschmuggeln. Vielfach seien Ge­rüchte im Umlauf, wonach Japan dem Kaiser m dieser Beziehung zu Hilfe komme. Ein kürzlich aus Addis Abeba zuruckkehrender Engländer, der meh- rere Unterredungen mit dem Kaiser hatte, habe mitgeteilt, daß die Vertreter von nicht weniger al, neun Rüstungsfirmen in der letzten Zeit die abessinische Hauptstadt besucht hätten. Wahrscheinlich seien mit Rücksicht auf die Geldknappheit Abschlagszahlungen angeboten wor» den. Der Berichterstatter kommt zu dem Schluß, daß Mussolini die Trümpfe in der Hand habe, daß es aber ein Irrtum sem würde zu glauben, daß es sich für Italien um nichts weiter als einen militärischen Spa» z i e r g a n g handeln werde.

Italien« Kriegsvorbereitungen in Ostafrika.

Maffana Stapelplatz fürKriegsmaterial.-DieHüstuns«inbustrie antichambriert in Addi« Abeba.

Schulmedizin und biologische Richtung.

Man muß selbst schon einmal durch das Messer des Chirurgen vom sicheren Tode errettet worden , sein, um die ganze Bedeutung ermessen zu können, der einer Tagung der bekanntesten Spezialisten und Forscher auf dem Gebiete der Chirurgie zukommt. Dom rein menschlichen wie vom wsisen- . schaftlichen Standpunkte aus bietet sich eine tfuUe von Anregungen und Erkenntnissen, die jeden ein­zelnen unter uns angehen. Denn wer wollte dafür einstehen, daß er nicht auch eines Tages die ärzt­liche Kunst als letzte Hilfe in Anspruch nehmen muß?

Der Chirurgenkongreß, der in diesen Tagen in der Reichshauptstadt seine Veranstaltungen durchge­führt hat, hatte verschiedene wichtige Aufgaben zu erfüllen, die außerhalb seines eigenen Spezialpro- orammes lagen. Es war einmal die Betonung des festen Willens, auch in Zukunft die Reinheit der Wissenschaft und ein humanes Arzttum als Grundlagen des Schaffens im na­tionalsozialistischen Staat weiter zu pflegen. Es war zum anderen die Auseinandersetzung mit dem viel mißbrauchten Schlagwort, die Chirurgie befinde sich in einer Krise. Und schließlich galt es, bie Er­kenntnisse der Schulmedizin mit ben Erfah­rungen der sog. biologischen Richtung in Einklang zu bringen bzw. bei oller notwcnbigen Kritik im einzelnen boch festzustellen, baß zwischen beiben eine Brücke geschlagen werben muß zum Besten ber neuen beutschen Heilkunbe.

Soweit bas Grunbsätzliche. Die fachlichen Er- örterungen selbst, bie Vorträge, Vorlesungen, Dis- kussionen unb Debatten ließen einmal mehr tiefen Einblick nehmen in bie Werkstatt bes Arztes, ber bei aller Beherrschung ber Technik, bei aller Nutz­barmachung neuzeitlicher Forschungserfolge, bei ollen erforberlichen Wagemut immer geleitet sein muß von berEhrfurcht vor bem mensch­lichen Körpe r", wie einer ber zahlreichen pro­minenten Kongreßteilnehmer sagte. Eine Fülle von Problemen würbe besprochen unb burchgearbeitet, die gerade jetzt im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Dct Internationale Filmkongreß in Berlin

Die Teilnehmer am Internationalen F i l m k o n g r e ß Berlin 1935 versammelten sich zu einem Bankett in den Festräumen von Kroll. Der Präsident des Kongresses und der Reichsfilmkammer Dr. Scheuermann yob hervor, daß die Arbeit in der Generalkommission und in den übrigen Kommissionen zu einem großen Erfolg geführt habe. Unter starkem Beifall gab er das Telegramm des Führers und Reichskanzlers bekannt, das dem Kongreß als Ge- gengruß übermittelt worden war. Ein Mitglied der italienischen Delegatton teilte mit, daß er von sei­nen ausländischen Freunden beauftragt worden sei, ein Telegramm an den Rchiesminister Dr. G o e b- Ibels bekanntzugeben, in dem die zum Kongreß versammelten Delegationen des Auslandes dem Mi­nister den herzlichsten Dank für die Gastfreundschaft unb für bie Organisation des Kongresses aus­sprechen. w

Der Ausschuß für internationale Filmpresse- und Kritikstagen des Internationalen Filmkongresses hat eine Entschließung gefaßt, in der es u. a. heißt: Der Filmkongreß fordert die Presse aller Länder auf, im Interesse ber internationalen Der- stänbigung durch eine möglichst eingehende Behand­lung von Filmfragen das Verständnis für die na­tionale Eigenart ber Völker über alle Grenzen hinaus zu verbreiten und keine Filme zu unter- stützen, die geeignet find, Mißverständnisse zwischen den Völkern hervorzurufen und den Frieden der Wett zu gefährden.

Dieder Winter in Sowjetrußlaad.

auch mit der Erkenntnis zu Leibe, daß W afljm Dingen Kreislaufstörungen der verschiedensten Art Ursache einer Emoolie oder einer Trombose werden können. Blutstauungen zu verhindern, dem Kotper Bewegung zu verschaffen, den Säuregehalt des Blu- Les herabzusetzen und die Klebrigkeit der Bluttröpf­chen zu verringern sind Mittel, die nach den bis» herigen Erfahrungen außerordentlich wirksam sind. Eine genaue Erforschung des Blutpfropfenproblems wird allerdings der Zukunft noch vorbehalten blei-

Oer Ttatne sudetendeutsche Heimat- front* verboten.

Prag, 29. April. (DNB.) Nach Zeitungsberichten hat die t f ch e ch o s l o w a k i s ch eR e g i e r u n g den NamenSudetendeutsche Heimatstont verboten, desgleichen ist die Verwendung des Schildes mit dem NamenszugSHF." untersagt worden. Wie wir er- fahren, wird bie Heimatstont unter dem Na­menSudetendeutsche Partei, Vorsitzen- der Konrad Henlein" in die Wahlen gehen.

nach schweren Bauchoperattonen gleich vom Ope- rattonsttsch aufgestanden sind. Die belebende Wir­kung dieser Methode war nach den eindeutigen Krankheitskurven unverkennbar.

Heue Sperationslechnik.

Bei vielen Operationen ist die (Bertnnungs- zeit des Blutes von besonderer Bedeutuna. Es gibt Kranke, die man alsBlute r* zu bezeich- pflegt. Sie sind insofern krankhaft veranlagt, hr Blut nicht oder erst spät gerinnen will. Es

Professor Bornkamm

Präsident des Evangelischen Bundes.

An Stelle des verstorbenen Präsidenten des Evangelischen Bundes, Dr. Hermann Cremers, wurde der ordentliche Professor für Kirchengeschichte an der Universität Leipzig D. Heinrich Som- kämm zum Präsidenten gewählt. Professor Born­kamm hatte bis zum April d. I. den Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Universität Gießen inne, an der er auch das Rektoramt bekleidet hat.

Erste Danderversammlung

des Reichsverbandes deutscher Funkhändler.

In Saarbrücken hielt der Reichsverband deutscher Funkhändler feine erste Wander- versammlung ab. Im Mittelpunkt der Tagung stand eine öffentliche Kundgebung im Gustav-Ddolf-Haus. Der Dorfitzende des Reichsoerbandes deutscher Funk- Händler, Landesgruppe Pfalz-Saar, Müller, zeichnete die wirkungsvolle Arbeit des Verbandes, dem es gelungen fei, bie ausländischen Erzeugnisse zugunsten ber beutschen zurückzubrängen. Eine lebersetzuno bes Berufsstanbes mit_ untauglichen Elementen habe unterbunben werben können. Haupt­geschäftsführer Dr. G r a w i n k e l - Berlin stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen bie politischen Aufgaben, bie bem Funkhanbel burch ben Wunsch bes Reichspropaganbaministers Dr. Goebbels übertragen worben seien, wonach ber Rundfunk bas Derkünbigungs- unb Erziehungsmittel für bie Na­tion werben solle. Die Aufgabe bes FunkhändlerS erschöpfe sich baher nicht mit bem Abschluß bes Ge­schäfts, er müsse propaganbistisch wirken. Der Reb» ner skizzierte bie Ausgaben, bie sich hieraus ergäben: die Entfernung Unberufener unb vor allem bie Neu­regelung bes Vertragswertes mit ber Inbustrie. Die Zahl von 32 000 oorhanbenen Funkhänblern fei um etwa 12 000 übersetzt. Der Rebner wandte sich auch gegen bie Übersättigung bes Marktes mit Emp­fängertypen.

Wetterbericht

als ihr Blut nicht ober erst spat gerinnen mm. Cs entsteht baburch oft ein übermäßiger Blutverlust, der löblich wirken kann. Es ist soeben ein neuer Stofs aus ber Apfelsinenschale destilliert worden, der eine Bestätigung ber Apfelsinenschale als blutstillenbes Hausmittel! bie Ge- rinnungszeit bes Blutes in allen Fallen auf ben normalen Wert zurückführt. Man bat aud) ein neues Betäubungsmittel entberft, bas be« lonbers bei schwachen und alten Leuten und Kindern angewendet werden kann. Sehr günstigen Ein­fluß auf den O p e r a t i o n s s ch m e r z nimmt ber Chirurg heute mit Wärmestrahlen. Der Em -

Im ganzen Gebiet der Sowjetunion ist ein er- hedlicher Temperatursturz eingetreten. Im Uralgebiet trat ein heftiger Zyklon auf, ber von ungewöhnlich umfangreichen Schneefällen be­gleitet war, wie sie nach Meldungen aus Swerd- lowsk während des ganzen Winters nicht zu »er- zeichnen gewesen sind. Durch die Schnseverweh- Hungen sind zahlreiche Industriewerke im Ural lahm-

gelegt. Der überall meterhoch liegende Schnee hat nicht nur den ganzen Verkehr unterbrochen und die betroffenen Gebiete Son der Zufuhr abgeschnit- ten, sondern auch Hochöfen zum Verlöschen gebracht. Der Schneefall dauert noch immer an. Die Wetter­stellen rechnen mit einer baldigen Wiedererwär- mung. Die bann zu erwartende rasche Schnee- schmelze läßt mit einem ungewöhnlichen Hochwasser rechnen. Schon jetzt sind bei verschiedenen Wasser- kunsttmuten Dammbrüche eingetreten. Auch in Moskau ist wieder viel Schnee gefallen.

Eine Greisin ermordet aufgefynden.

Die Äönigsberaer Feuerwehr wurde dieser Tage nach bem Unterhaberberg gerufen, da dort dichte Rauchschwaden aus einer verschlossenen Wohnung drangen. Man fteßte fest, daß die 64 Jahre alte Witwe Fink tot in ihrem Bette lag. Das Pett war anscheinend angesteckt worden. Man verhörte die 19 Jahre alte Hausangestellte Ehgrlotte Klein, die erzählte, daß sie ber Frau noch das Frühstück gebracht habe. Dann fei sie mit dem Rade zu ihren

Oberpräsident Terboven dankte dem Ministerpräsidenten für das Vertrauen, das er ihm entgegenbringe.Ich bin mir beraubt , so sagte er u. a.,daß ich in mein neues Amt berufen worden bin als alter nationalso­zial i st i s ch e r Kämpfer, daß ich darum vor allem die Verpflichtung habe, auch in meiner neuen Stellung der alte Kämpfer für Bewegung unb Führer zu bleiben. Damit ist auch für meine Mitarbeiter ber Weg klar vorgezeichnet. Es gut, bie Einheit von Partei unb Staat auch hier burchzuführen unb zu bokumentieren. Diese Einheit besteht barin, baß bie Behörben in der Provinz vom ersten bis zum letzten Mann mit nationalsozialistischem Kampf­gei st erfüllt werden. Ich glaube, tn engster Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Ho-1 heitsträgern der Bewegung, Ihnen, Herr Minister- Präsident, dies versprechen zu können, Ich werde meine Aufgabe darin sehen, daß die alten na- tionalsozialistischen Kämpfer auch in diese Behörden einziehen werden. Ich versichere Ihnen als dem treuesten Paladin bes Führers, daß Sie in mir einen Mitarbeiter finden werden, der sich Ihres Vertrauens wur- d i g erweist."

Nachdem Gauleiter Simon noch ein ©tegbetl | auf den Führer ausgebracht hatte, fand die Kund- gebung mit dem Deutschland- und dem Horst- Wessel-Lied ihren Abschluß. Ministerpräsident Göring begab sich dann mit Gefolge zum Schloßrondell, wo er den Vorbeimarsch der Ehren- formatierten der Landeckholizei, der SA. und des Luftsportverbandes abnahm. Die Bevölkerung ju­belte dem Ministerpräsidenten bei seiner Abfahrt begeistert zu.

Von geradezu brennendem Interesse für die All­gemeinheit war der Austausch ber Gebauten über I bie Entstehung unb Behandlung des K r e b s e s. Man war sich im allgemeinen klar darüber, daß stets drei grundlegende Tatsachen bei der Krebs­bildung festzustellen sind: 1. Das rein örtliche Geschehen, das zur Bildung einer Geschwulst führt; 2. die Empfänglichkeit bzw. Bereitschaft des Körpers zur Geschwulstbildung, und 3. die Abwehrmaß. nahmen des Körpers gegen den Krebs. Es kommt also immer daraus an, den Krebs als eine all -1 gemeine Erkrankung des Körpers anzusehen l und zu behandeln. Frühdiagnose und F r ü h-1 Operation sind außerordentlich wesentliche Heil­faktoren. Nur in wenigen Fällen kann die Bestrah­lung als alleiniges Heilmittel Anwendung finden. So z. B. bei Geschwülsten der Schilddrüse, des Kehlkopfes und der Mundhöhle. Als außerordentlich wesentlich erscheint die Förderung der kör- pereigenen Abwehrkräfte.

Neben die bisherigen Erkenntnisse konnte aus der Versammlung heraus als überaus wichtiges neues Forschungsergebnis der Befund gestellt wer­den, daß zweifellos noch irgendein Wirkstoff ein zellfreies Agens" frei im Körper vorhanden fein muß, der erst das akute Stadium einer Krebs- erkrankung herbeiführt; nicht so, als ob nun im Laufe der angestellten 17 000 Untersuchungen em neuerKrebserreger" gefunden worden sei, sondern in ber Richtung, baß bie Möglichkeit zu bestehen scheint, in Zukunft burch einfache Bluturtter- suchung Krebsbereitschaft bzw. Krebserkrankung einroanbfrei unb sehr früh festzustellen unb auf diesem Wege weiterschreitenb neue Erfahrungen zur Krebsbekämpfung zu sammeln.

K o b l e n z, 29. April (DNB.) Montagnachmittag erfolgte in ber Koblenzer Stadthalle bie feierliche Amtseinführung bes neuen Oberpräfibenten ber Rheinprovinz, Gauleiter Staatsrat Terboven, durch Ministerpräfibent Göring. Nach ber Ouver­türe zu Richarb WagnersMeisterfinZer" hieß der Gauleiter des Gaues Koblenz-Trier, Simon, den Ministerpräsidenten mit herzlichen Worten will- kommen.

Ministerpräsident Göring

dankte dem Gauleiter.Ich gebe heute", so sagte der Ministerpräsident u. a.,einer der hervorragend- fiert Provinzen Preußens einen Mann an bie Spitze, den ich viele Jahre hindurch tennengelernt habe. Die Einheit des Staates kann nur dadurch ge­schaffen werden, daß an den verantwortlichsten Stellen im politischen Leben Männer gestellt wer- den, bie burch unb burch Nationalsozialisten sind, bie in ben langen Kampfjahren bie Weltanschauung Aböls Hitlers nicht nur übernommen haben, sondern auch im Herzen Träger bieser wunderbaren Ibee unb Weltanschauung finb. Der Nationalsozialist ge­winnt nicht Ansehen burch Stellung, Amt und Titel, sondern fein Ansehen muß ruhen in den Herzen der ihm anoertrauten Menschen. Zwei Dinge sind es immer wieder, die den nationalsozialistischen Führer allein befähigen, das Aeußerste zu leisten: Das restlose Vertrauen unseres Führers Adolf Hitler als die höchste Auszeichnung, die wir überhaupt erhalten können, und zum zweiten das blinde Vertrauen unb bie Liebe unseres Volkes unb unserer Volksgenossen.

Gerabe bie Rheinprovinz hat Furchtbares er­dulden unb erleiben müssen. Nur wenige Jahre trennen uns von jener Zeit tiefster Schmach und tiefster Erniedrigung der deutschen Nation. Noch zittert in der Geschichte eine furchtbare Erinnerung an jene Zett, in der das rheinische Volk nicht nur Fremde, sondern auch Fremdrassige erdulden mußte.

Der Führer Hal dem deutschen Volk die Ein­heit unb den Frieden wiedergegeben. Er wirb auch stark genug sein, den Frieden nach außen zu wahren. Wir haben den Völkern erklärt, bah wir ihnen offen bie Hand aus­strecken. Als Grenzprovinz hat die Rheinprovinz mehr als jede andere die Verpflichtung, das Verständnis bei den Nachbarvöl­kern für das neue Deutschland zu wecken. Dir haben nicht das Schwert ge­schmiedet, um unser Volk erneut einem Vlut- rausch entgegenzuführen, sondern einzig und allein, damit wir unserem Volke den Frieden erhalten und das Furchtbare, das wir erlebten, für alle Zukunft ersparen. Das deutsche Volk weih, dah es fein Leben nicht nur dem Aufbau des Vaterlandes und der Ka­tion widmen muh, sondern dah es verpflichtet Ist, mit den anderen Völkern mit-

Eltern gefahren. Die von ber Mordkommission an- gestellten Ermittlungen ergaben jedoch, daß diese Angaben nicht stimmen konnten. Die alte Frau hatte nicht nur kein Frühstück zu sich genommen, sondern mußte auch bereits, bevor die Hausgehilfin die Wohnung verlassen hatte, ermordet worden sein. Als man der Klein diese Feststellungen vorhiett, erklärte sie schließlich, dah sie die Frau auf Ver­langen getötet habe. Diese Angabe dürfte jedoch kaum zutreffen.

London, 30. April (DNB. Funkspruch). Der Sonderberichterstatter, ben bieDaily Mail ben italienischen Truppen in Erythräa Zugeteill hat, sanbte seinem Blatt einen Bericht aus Ma s \ a u a, in bem es heißt, die Kais, Wersten, Piers unb sogar die kleine Piazza und die engen Straßen der Stadt seien überfüllt mit Kriegs­material jeder Art. Man brauche kein mili­tärischer Sachverständiger zu fein, um zu sehen, baß dieses Material ebenso für offensive wie für defensive Zwecke bestimmt [ei. Das einzige Hotel der kleinen Hafenstadt fei uberfüCt, unb zu ben Fremden, die gezwungen seien, an Bord von Dampfern im Hafen zu schlafen, gehörten auch der vormalige König Aman Ulla von Afghanistan unb bie Königinmutter. Man er­warte, baß bie Feindseligkeiten nach Ende der Regenzeit im September ober Oktober beginnen würden. Italien werde dann gut vorbereitet sein. Es werde keine Wiederholung der Katastrophe von Adua tm Jahre 1896 geben. Die Vorbereitungen seien viel zu umfangreich, um alsVorsichtsmaßnahmen" be­zeichnet werden xu können. Wahrscheinlich fei Musso­lini zu dem Schluß gekommen, daß in Abessinien die Lösung des Problems ber lieber- völkerung Italiens liege.

des Relchswetlerdlenstes. Ausgabeort Frankfurt.

Mit der Entwicklung eines Tiefdruckwirbels über ber deutschen Ostsee Hut sich eine Zufuhr frischer po­larer Luft nach Deutschland eingestellt. Dabei hat Frost unb Schneefall bereits auf bas Ostseegebiet und unsere Mittelgebirge übergegriffen. Die Witte­rung wird in ben nächsten Tagen größere Lebhai» tigkeit mit Schauerneigung zeigen. Die Temperatu- ren bleiben aber für bie Jahreszeit zu niedrig, und es besteht für nachts Frostgefahr.

Aussichten für Mittwoch: Weiterhin Be­wölkung mit Aufheiterung, aber auch einzelnen Schautrn, bei nördlichen bis östlichen Winden tags­über kühl, nachts Frostgefahr.

Aussichten für Donnerstag: Nach an­fänglicher Aufheiterung unb kalter Nacht neue Be­wölkungszunahme.

Lufttemperaturen am 29. April: mittags 8,9 Grao Celsius, abends 7,6 Grad; am 30. April: morgens 8 Grad. Maximum 9,3 Grad, Minimum 6,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 29. Apritt abends 10,2 Grad; am 30. April: morgens 8,1 Grao Celsius.

zuarbeiten und mitzu st reden nach dem allgemeinen Fortschritt der Menschheit. Vir müssen es zurückweisen, daß andere Völker sich über Deutschland zu Richtern sehen, die nie­mals Richter sein können und Richter sein dür­fen. Deutschland richtet sich durch seinen Füh­rer. Deutschland wünscht sich den Frieden und dient ihm mehr als jene, die immer neue Machtgruppierungen zusammenballen, um das friedliebendste Volk im Herzen Europas wie­der in die Tiefe zu stoßen.

Ebenso wie nach außen muß auch ber Frieben im Innern gesichert bleiben; benn im Zusammenwirken aller Kräfte ergibt sich für uns bie größte Kraft. Niemanb soll es wagen, biesen Frie­den an zu tast en, von welcher Sette er auch kommen mag! Wer bie Einheit bes deutschen Vol­kes, bie wir mit unserem Herzblut erkämpft haben, unb um bie wir so furchtbar haben ringen müssen, stört, wer es wagt, offen ober versteckt biese Einheit anzugreifen, ber wirb z u Bob en ge f d) m e t tert, weil er Hanb anlegt an Volk unb Reich, bas Höchste, was wir errungen haben.