Ausgabe 
29.11.1935
 
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delsunternehmungen seien fast zu 100 d. $. von Juden besetzt. Die Regierung wird aufgefordert, auf allen Gebieten des Erwerbs - und Berufslebens dem christlichen Ungarn- tum die den nationalen Interessen entsprechende Beteiligung zu sichern. Alle Wirtschaftsunternehmungen sollen gezwungen werden, jährlich fortlaufend Angaben über die Be­teiligung des Judentums zu veröffentlichen.

Deutschlands Vertretungen in Argentinien, Brasilien und Chile zu Botschaften erhoben.

Berlin, 28. Nov. (DNB.) Zwischen der Reichsregierung und den Reglerungen von Argentinien, Brasilien und Chile hat ein Notenwechsel stattgefunden, durch den die wechselseitige Erhebung der diploma­tischen Vertretungen zu Botschaften vereinbart wird. Diese Regelung, die die Reichs­regierung bereits im Jahre 1930 dem Reichstage vorgeschlagen hatte, die aber damals an dessen Widerstand gescheitert war, trägt den sich ständig erweiternden Beziehungen zwischen Deutschland und den beteiligten südamerikanischen Staaten Rechnung und bringt gleichzeitig die wach­sende Bedeutung zum Ausdruck, die sich Deutschland und die iberoamerikanischen Länder gegenseitig zuerkennen.

Einweihung der Deutschen Schule iitt Teneriffa.

Die deutsche Kolonie in Santa Cruz de Tenerife, der Hauptstadt der Kanarischen Inseln, feierte die Einweihung ihres neuen Schulhauses. Die vor 26 Jahren gegründete deutsche Schule erhielt in neunmonatiger aufopfe­rungsvoller Arbeit ein würdiges Heim. Die Orts­gruppe der NSDAP, in Teneriffa or­ganisierte einen Freiwilligen Arbeits- dienst, in dem sich die Volksgenossen zum Werk zusammenfanden, auch Angehörige des Gastoolkes, die ihre Kinder ebenfalls in die deutsche Schule schicken, legten mit Hand an. So entstand unter Mithilfe der einheimischen Behörden und der deut­schen Regierung in deutsch-spanischer Zusammen­arbeit dieses Haus, das mit seinen klaren und ein­fachen Linien eine Zierde der Hauptstadt geworden ist, ein Sinnbild für die Opferbereitschaft der Ausländsdeutschen und für die deutsch-spanische Freundschaft. In einer eindrucksvollen Feier wurde das Haus seiner Bestimmung übergeben. Der Vor­sitzende des Deutschen Schulvereins dankte allen für die Hilfe und Mitarbeit. Der Führer übersandte sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift. Dr. E h r i ch , der Referent des Gauleiters der Aus­landsorganisation, übermittelte über den Richt­strahler des Kurzwellensenders die Glückwünsche der Heimat, der Auslandsorganisation der NSDAP, und ihres Gauleiters Bohle.

Kleine politische Nachrichten.

Durch Verordnung des Reichsministers der Finanzen und des Reichswirtschaftsministers sind neben einigen anderen Zollsätzen mit Wirkung vom 30. November 1935 an die Zollsätze je Doppel­zentner für Schmieröl auf 14 Mark (einschließ­lich Tarazuschlag 16,80 Mark), für zollbegünstigtes Gasöl für Motorenzwecke auf 8 Mark (einschließlich Tarazuschlag 9,60 Mark) erhöht worden. Die Mehreinnahmen sollen mit dazu dienen, die Kosten der A u t o st r a ß e n abzudecken.

Wegen staatsfeindlicher Einstellung seiner Mit­glieder wurde der Verband Nationaldeut­scher Juden aufgelöst und sein Vermögen beschlagnahmt. Der Verbandsführer, Rechtsanwalt Dr. Max Naumann- Berlin wurde in Schutz- haft genommen, weil er durch bewußt unrich­tige Angaben über die Betreuung von Ju­den durch das Winterhilfswerk die Maß­nahmen der Reichsregierung hinsichtlich des Win­terhilfswerkes in yohem Maße gefährdet hatte.

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Der Reichsminister der Luftfahrt, General der Flieger Göring, hat der Besatzung des Luft­schiffesGraf Zeppelin" durch Funkspruch seine lebhafte Anteilnahme an dem Verlauf der letz­ten Südamerika - Fahrt und seine Glück­wünsche zur glücklichen Landung übermittelt.

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Reichsminister Dr. Goebbels sprach auf Ein­ladung des Reichskriegsministers vor derWehr- machtsakademie über das Wesen der Propa­ganda. Unter den Anwesenden befand sich der Ober­befehlshaber der Gruppe I, General der Infanterie v. R u n d st e d t, der Kommandeur der Wehr­machtsakademie, General der Infanterie Adam, der Kommandeur der Kriegsakademie, General der Infanterie Liebmann, sowie Vizeadmiral

1 Würfel 7ÜOM «DratensoßeLiter-10 Pfg-

Geschäfts-Drucksachen

Briefumschläge

bei Brühl, Schulstraße 7 Geschäfts iiarton

Ist ja fabelhaft,

bas nenne ich Bratensohe"!

So recht sämig, so angenehm gewürzt, so abgerundet im Ge­schmack! Und dabei so leicht herzustellen: 1 Knorr Braten- sotzwürfel zerdrücken, glattrüh­ren, in 1/4- Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen. Nun ist immer genug Soße da, auch zu Koteletts, Nieren, Leber und Bratenresten! Diese Bratensoße, die auch andere Soßen streckt und bindet, das ist

Grosz und Konteradmiral Guse. Die Ausfüh- rungen des Ministers, die eine Vortragsreihe ver­schiedener Redner über Fragen der Propaganda einleiteten, fanden ein nachhaltiges Echo, dem Ge­neral Adam durch warmherzige Dankesworte Aus­druck gab.

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Der Reichs- und Preußische Minister für die kirchlichen Angelegenheiten, Pg. Kerrl, sprach im Kriegsmini st erium auf Einladung des Ober­befehlshabers des Heeres, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, der den Minister bei seinem Erscheinen herzlich begrüßte, über das ThemaN a- tionalsozialismus und Glaub e". Seine Ausführungen wurden mit stärkstem Beifall ausge­nommen.

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Der Reichsjugendführer von Schirach sandte dem Reichsschatzmeister Schwarz anläßlich seines 6 0. Geburtstages das nachstehende Glückwunschtelegramm:Lieber Pg. Schwarz! Zu Ihrem heutigen Geburtstag beglückwünsche ich Sie namens der deutschen Jugend auf das herzlichste. Ich gedenke dabei dankbar der großen Verdienste, die Sie sich um den Aufbau der Hitler-Jugend er­worben haben, indem Sie uns stets mit Rat und Tat zur Seite standen. Mätzen Ihnen noch viele Jahre des Schaffens für Führer und Bewegung geschenkt werden."

Reichsschatzmeifter Schwarz veröffentlicht fol- aende Danksagung:Außerstande allen Gratulanten für die mir anläßlich meines 60. Geburtstages übersandten Glückwünsche persönlich zu danken,

Wie sieht es in d<

Arbeitslosigkeit und Krankenziffern sind wie kommunizierende Röhren. Wenn die Zahl der Arbeitslosen steigt oder fällt, nimmt auch die der Krankmeldungen in den Kassen zu oder ab. Darum läßt sich umgekehrt an Hand der Entwicklung der Krankenkassen auch die Lage des Arbeits­markts zuverlässig beurteilen. In den Jahren der wachsenden Massenarbeitslosigkeit schrumpften auch die Beitragseinnahmen der Krankenkassen ständig zusammen, während gleichzeitig die Zahl der unterstützten Kranken anstieg, weil Arbeits­losigkeit schädigend auf den Gesundheitszustand zu­rückzuwirken pflegt. Auf diese Weise gerieten viele Krankenkassen im Jahre 1932 dicht an den Rand des Zusammenbruchs. Erst die erfolgreichen Ar­beitsbeschaffungsmaßnahmen der nationalsozialisti­schen Regierung brachten auch den Krankenkassen die dringend notwendige Entlastung. Nach einer von dem Abteilungsleiter im Reichsverband der Ortskrankenkassen Dr. Paul imZentralblatt für Reichsversicherung und Reichsversorgung" veröffent­lichten Uebersicht hat die Zahl der beschäftigten Krankenkassenmitglieder seit Anfang 1933 wieder um 5,1 Millionen zugenommen. Don den insgesamt 20,8 Millionen Krankenkassenmit­gliedern stehen heute wieder vier Fünftel in Arbeit. Der Prozentsatz der von der Reichs­anstalt gegen Krankheit versicherten Arbeitslosen ist von 13,6 auf 4,6 Prozent der Gesamtzahl der Krankenkassenmitglieder zurückgegangen. Die finan­zielle Loge der Krankenkassen hat sich' infolge der Erhöhung der Beitragseinnahmen derart gebessert, daß vielfach schon die Beitragssätze wieder gesenkt werden konnten.

In der Beschäftigung der Industrie beginnen im Monat Oktober die u n g ü n st i g e n jahreszeitlichen Einflüsse sich geltend zu machen. In diesem Jahre ist aber die Zahl der beschäftigten Arbeiter von 66,3 v. H. der Arbeits­platzkapazität im Monat September nur auf 66 o. H. im Monat Oktober und die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden nur von 61,3 auf 61,1 v. H. der Arbeitsstundenkapazität zurückgegangen. Die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit ist mit rund 7V2 Stunden fast unverändert geblieben. Der jah­reszeitlich begründete Beschäftigungsrückgang machte sich hauptsächlich im Baugewerbe sowie in den Baustoff- und Baulieferungsindustrien (Pflasterstein- und Schotter-, Ziegel-, Dachpappenindustrie usw.) bemerkbar. Doch hat die Beschäftigung der Z e - mentindustrie sogar noch zugenommen. Sehr stark ist der konjunkturelle Auftrieb ferner noch immer in der E i s e n i n d u st r i e , den Metallhüt­ten und Walzwerken, im Dampfkesselbau sowie in großen Teilen der Elektroindustrie. Aus einem Bericht des Roheisenverbandes geht hervor, daß die deutschen Eisengießereien auch im Monat November gut beschäftigt waren, und daß infolge­dessen der Roheisenbedarf weiter gestiegen ist. Auch das Auslandsgeschäft der eisenschaffenden Industrie war lebhaft. Unter den eisenverarbeitenden Indu­strien steht der Fahrzeugbau naturgemäß im

spreche ich ihnen traf diesem Wege hiermit meinen herzlich st en Dank aus."

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Der frühere Polizeipräsident von Berlin, Admi­ral von Levetzow, wurde vom Führer zur Abmeldung empfangen. Der Führer sprach Admiral von Levetzow seinen wärmsten Dank aus für die als erster Polizeipräsident der Reichshauptstadt seit der Machtergreifung geleisteten vortrefflichen Dienste. Weiterhin beglückwünschte der Führer den Admiral zu seiner Ernennung zum preu­ßischen Staatsrat und gab dabei dem Wunsche Ausdruck, der Admiral möge auch in Zukunft seine bewährte Kraft der Bewegung und dem Reiche wie bisher zur Verfügung stellen.

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Der dreitägige Streik in der polnischen Schwerindustrie ist beendet worden. Als letzte nahmen die Grubenarbeiter im ostoberschlesi­schen Gebiet wieder die Arbeit auf. Während des Ausstandes ist es nirgends zu Zwischenfällen ge­kommen.

Jörg Magers Aetherwellenorgel im Tonfilm.

Die Versuche des Erfinders Jörg Mager, der im Prinz-Emil-Garten in Darmstadt seine elektro- akustischen Tonerfindungen ausprobiert, haben jetzt dazu geführt, daß seine Aetherwellenorgel (Partiturophon) auf dem Versuchsgelände der UFA vorgesührt wurde. Dabei ergab sich die besondere Eignung dieses neuen Instrumentes mit seinen viel­seitigen Anwendungen für den Tonfilm.

Wirtschaft aus?

Zeichen des Saisonendes. Die deutsche Kraftwagen- erzeuguna hat einen so hohen Stand erreicht, daß diese Aufwärtsbewegung auch im Auslande in stei­gendem Maße beachtet wird. So erklärte kürzlich ein bekannter amerikanischer Wirtschaftsführer nach seiner Rückkehr aus Deutschland, daß er dort eine bedeutende Besserung der Wirtschaftslage vorgefun­den habe, daß insbesondere die deutsche Automobil­erzeugung in diesem Jahre die französische überholen und zwei Drittel der englischen betragen werde. Der Anteil Deutschlands an der Welterzeugung von Kraftwagen, der im Jahre 1932 nur 2,6 v. H. be­trug, im Jahre 1934 aber bereits auf 4,7 v. H. ge­stiegen war, wird sich im laufenden Jahre weiter erhöhen.

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Steigerungen der deutschen Ausfuhr sind wie­derum auf den verschiedensten Einzelgebieten festzu­stellen. So war z. B. der Export deutscher K u n ft» seidengarne im Monat Oktober beinahe dop­pelt so groß als in dem entsprechenden Monat des Vorjahres. (548 000 gegenüber 298 000 Kilogramm). Gleichzeitig ging die Einfuhr ausländischer Kunst- seidengarne von 665 000 auf 396 000 Kilogramm zurück. Besonders stark zugenommen hat die Aus­fuhr deutscher Kunstseidengarne nach Dänemark, Rumänien und Ungarn. Die deutsche Kunstseiden- Handelsbilanz schloß in den ersten zehn Monaten des Jahres 1935 mit einem Ausfuhrüberschuß von 14,3 Millionen Mark ab. Die deutsche Linoleum­ausfuhr weist ebenfalls eine beträchtliche Er­höhung auf. Sie war in den ersten neun Monaten des Jahres 1935 um 70 v. H. größer als in dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 1933. Die wichtigsten Abnehmerländer der deutschen Linoleum­industrie sind Schweden, die Schweiz, Dänemark und die Niederlande. Die Motorenwerke Mannheim vorm. Benz berichten über einen größeren Auftrag Sowjetrußlands, der ihnen im Rahmen des zusätzlichen 200-Millionen-Mark-Ex- ports erteilt werden soll. Die Bekleidungs­industrie meldete ebenfalls befriedigende Export­umsätze, namentlich im Verkehr mit Holland, Skan­dinavien, England und der Schweiz.

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Seit die Harpener Bergbau AG. vor einigen Monaten ihren Aktionären den Umtausch eines Teiles ihres Aktienkapitals in festver­zinsliche Schuldverschreibungen vorschlug, war es sozusagen Mode geworden, die mit beweg­licher Rente ausgestattete Aktie durch die Schuld­verschreibung zu ersetzen. Eine Reihe von Gesell­schaften machte ähnliche Vorschläge, die auch in einigen Fällen von der Hauptversammlung ge­nehmigt wurden. Jetzt hat eine maßgebende Stelle, nämlich die Zulassungsstelle an der Berliner Börse, in der Diskussion über das Für und Wider solcher Umtauschtransaktionen sich eindeutig und mit ziem­licher Schärfe gegen sie ausgesprochen. Der Fall Harpener Bergbau war einmalig und durch be­sondere Umstände gekennzeichnet, die den Umtausch Aktie Obligation gerechtfertigt erscheinen ließ. Die

Zahlungsstelle hak deshalb in diesem Fall keine De, denken erhoben. Auf die Allgemeinheit der deut» schen Aktiengesellschaften angewendet, enthält bet Umtausch jedoch nach Ansicht der Zulassungsstelle so mele Gefahren für die nicht von ihm betroffenen Aktionäre sowie für die übrigen Gläubiger des betreffenden Unternehmens, daß eine Börsenzulas­sung von Wertpapieren solcher Gesellschaften, die ihr Aktienkapital teilweise in Schuldverschreibuntzen umgewandelt haben, nur in Ausnahmefäl­le n in Aussicht gestellt werden kann. Damit dürfte die Umtauschmode für die Praris der deutschen Aktiengesellschaften erledigt fein, denn ein Verzicht aus die Börsenzulassung wird wohl den meisten Verwaltungen ein zu hoher Preis für die von einem Umtausch der erwähnten Art erhofften Vor­teile sein.

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Der deutschen S e e f i s ch e r e i ist es, wie im Ge­schäftsbericht des größten deutschen Fischerei-Unter­nehmens, derNordsee" Deutsche Hochsee-Fischerei Bremen-Cuxhaven AG., Hamburg, ausgeführt wurde, gelungen, den Anteil der deutschen Fänge an dem an sich unveränderten Fischverzehr Deutsch­lands um etwa 300 000 Zentner z u st e i g e r n. Die Einfuhr ausländischer Fische ist also entsprechend zurückgegangen. Daß die Hochseefischerei bestrebt ist, ihren technischen Apparat auch unter fi­nanziellen Opfern auf erstklassigem Stande zu halten, geht aus den Aufträgen hervor, die in den letzten Tagen von verschiedenen Unternehmungen dieser Branche an deutsche Werften vergeben worden sind. Die Erkenntnis, daß die neuzeitlich ausgeführten Fischdampfer wirtschaftlich besser abschneiden, dürfte für diese Ergänzungen und Erweiterungen der vor­handenen Fischdampferflotte maßgebend gewesen fein. Auch sonst hört man von Aufträgen für deutsche Werften, der englisch-holländische Margarine- Konzern Unilever hat im Rahmen der Kompen­sationsgeschäfte zur Abdeckung von Guthaben für Warenlieferung nach Deutschland einen weiteren Auftrag an den deutschen Schiffsbau vergeben. Es handelt sich neben Hochseefischdampfern und Walfangschiffen um Frachtmotorschiffe, für die Afrikafahrt.

Zum Zweck der Erzielung einer besseren Milch­leistung hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft durch eine Verordnung vom 22. No­vember d. I. den Reichsnährstand ermächtigt, die Teilnahme an den Einrichtungen zur Milch- leistungsprüfung den Landwirten zur Pflicht zu machen. Wir haben in Deutschland rund zehn Millionen Milchkühe. Unter Leistungsprüfung, die sich auf die Menge und Güte der Milch erstreckt, stehen etwa 1 Million Kühe, und jede Kuh liefert im Jahre durchschnittlich 330 Kilogramm Milch. Aber die anderen 9 Millionen Kühe erreichen diesen Durchschnittssatz bei weitem nicht, sie liefern im Jahre durchschnittlich nur 220 Kilogramm Milch. Durch die Leistungsprüfung kann bei diesen 9 Mil­lionen Kühen, die nicht unter Kontrolle stehen, die Milcherzeugung erheblich gesteigert werden. Neh­men wir an, zunächst würde nur die Leistung um 300 Kilogramm Milch erhöht, also unter Einrech­nung der Trockenzeit um 1 Kilogramm jeden Tag, dann macht das 2,7 Milliarden Kilogramm Milch aus oder rund 2 Millionen Zentner Butter. Wenn jemals die Zahl die Bedeutung einer Maßnahme beleuchten kann, fo ist es dieses einfache Beispiel. Und dabei brauchen wir keine Kuh mehr zu füt­tern, sondern nur die 9 Millionen Kühe, wie es jetzt geschieht, unter eine besondere Kontrolle der Fütterung usw. zu stellen. Wir haben also noch un- geheure Reserven aus dem Rindviehbestand her- auszuholen. Die Milchleistungsprüfung soll jedoch erst nach und nach in angemessenen Zeitabschnitten, je nach den wirtschaftlichen Verhältnissen der ein­zelnen Gegenden eingeführt werden. Ferner hat der Minister durch eine am gleichen Tage erschienene Verordnung den Reichsnährstand zu einer Rege­lung des Handels mit Nutz - und Zucht­vieh ermächtigt. Dieser Handel kann künftig von einer besonderen Zulassung abhängig gemacht wer­den. Außerdem sollen Preise und Preisspannen festgesetzt werden, um eine angemessene Preisbil- düng für hochwertiges Zucht- und Nutzvieh sicher- zustellen und die Viehhaltung gemäß den Zielen der Erzeugungsschlacht zu heben.____________

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