S.Jixfport
Frau
ist
Das Europa-Wasserballturnier um den Klebels-
Im 100-Kilometer-Steherrennen fuh-
Metze und der aus.
•egner in Grund und
Schweden geaen das starrere schönen und dank der besseren
ir sanden zueinander
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Nachdruck verboten!
13 Fortsetzung
der Hand Dietrichs und strei-
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ffch und ablehnend Karla."
Karla griff nach
Helte sie leise:
„Du wirst auch
Vornan von Klothilde v. Stegmann
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Würde Marlen die sein, die ihm Vertrauen Glück wiedergeben würde?
Er atmete tief auf, nahm Karlas Hände einem festen Druck:
„Wenn deine Marlen kommt, werde ich sie
> 18. Lllgch ahrt, Leber. ! nachmittag nststellen bis erben belegt: on hier aus inrtefonbtu
25. W
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6:3, 6:4. Nach diesen Erfolgen der Engländer auch mit ihrem Gesamtsiege zu rechnen.
ßuropa-Wafferballturnier um den Kl-belsberg-pofal.
Deutschland schlägt Belgien 5:3 (3:0).
Deutschlands nationale Tennismeisterschaften, von Lramm Meister im Einzel.
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berg-Pokal nahm nach einem Ruhetag am Freitag am Samstag in Brüssel seinen Fortgang. Die
„Wie kannst du Marlen mit Jutta nur irgendwie dergleichen?" erwiderte Karla beinah empört. Jutta ist ein Mensch mit einer schönen äußeren hülle, hinter der nichts steckt als Kälte und Berech- irung. Bei Marlen aber ist das Aeußere nur Spiegelbild des Innern. Das kannst du mir glauben. Marlen ist meine Freundin. Ich kenne sie bis in den Grund ihrer Seele."
Dietrich sah Karla herzlich an:
„Das weiß ich ja, Karla. Deswegen ist mir leine Marlen ja auch wirklich sympathisch. Aber iu mußt verstehen, daß ich immer noch mihtrau- " ' ‘ bin. Ich habe zuviel gelitten,
Ist so Marlen?, klang es in Dietrichs Seele nach. Sollte er^ noch einmal an Frauen glauben lernen? und
1 b’e Preis, *9ruppeQ M an bii : 3. August
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ren Weltmeister Erich Metze und der ausgezeich- deutsche Wasserball-Mannschaft kam nach ihrer „ete Lohmann ihre Gegner in Grund und Boden. Niederlage durch Schweden geaen das stärkere Metze hatte das Glück, Startnummer 1 au er- Belgien zu einem schönen und dank der besseren wischen, während Lohmann als Letzter des Achter- Gesamtleistung auch verdienten Sieg mit 5:3 (2:0)
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im Feld, in einer Kneipe, an einem klapprigen Klavier. Nach Kriegsende, wer kannte ihn da? Niemand, elbst in seiner Vaterstadt Stuttgart nicht. Heute ist er der populärste Mann Württembergs. Der W lly nennt man ihn, und es ist nicht nötig, mehr als das zu sagen: jeder weih, wer gemeint ist.
Es ist wahr: wer Reichert auf der Bühne sieht, sieht und liebt in ihm sein eigenes gutes ungelöstes Ich, das bei jedem Menschen, ach, so gerne gut, entspannt und freundlich sein möchte, nur bei den wenigsten so aus sich heraus kann wie bei ihm.
Am Samstag, 24. August, kommt Willy Reichert zu einem ganz großen Bunten Abend der NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" nach Gießen.
Freundin Marlen." r. .
„Aber wenn sie so ist, wie du es schilderst, bonn öirb sie niemals ohne Liebe heiraten. Ich habe <5 dir ja vorhin schon gesagt."
Karla lächelte leise und unendlich gütig:
„Woher weißt du, daß Marlen nichts für dich empfindet?"
„Karla!"
Dietrich sah die Jugendfreundin ganz fassungs- bs an.
Karla dämpfte die Stimme.
„Dietrich, was ich dir jetzt sage, sage ich dir im t-fsten Vertrauen. Ich habe mit Marlen über dich t°sprochen. Erst wich sie mir aus. Aber schließ- Ich wurde sie doch freier. Ich glaube, ^^trich tu hast einen großen Eindruck auf sie gemacht. Ich tfaube, sie will es sich nur nicht eingestehen, daß r,= dich lieb haben könnte. Frage sie einmal dl- xett — ich glaube, du wirst die Antwort bekommen: id Und wenn Marlen einem Menschen gut ist, dann fragt sie nicht danach, was er äußerlich ist, °b er reich ist ober nicht, welche SMung er ihr fl-ben kann. Dann meint sie den Menschen, wirklich den Menschen!"
„Bist du davon überzeugt, Karla?
"eia Dietz! Sieh dir doch nur die Marlen an — si- ist'klar wie Gold, Dietz. Und ehrlich, wie nur em Mensch ehrlich sein kann. Wenn sie hatte reich Giraten wollen, dann hätte sie das schon ein paar- tr at haben können. Ich weiß es aus dem Sanato- mm, in dem ich sie kennenlernte. Da waren ein paar reiche Au^änder, die in Marlens Blondheit
dies auf der Anmeldung vermerken, damit er statt Mittagessen Wanderproviant von seinen Gastgebern erhält. Meldungen nimmt entgegen die Geschäftsstelle »Kraft durch Freude" Gießen, Schanzen- straße 18.
Großer Bunter Abend mit Willy Reichert.
Willy Reichert —ein Name, der ein Begriff wurde, der Begriff des schwäbischen Humoristen. So tote der Name Rastellis unzertrennlich mit dem Jonglieren, der Name Caruso unzertrennlich mit Gesang verknüpft ist, so Reicherts Name als der Inbegriff schwäbischer Komik, einer Komik, deren erster Repräsentant er ist, einer Komik, die bisher keiner nachzuahmen verstand. Er wurde entdeckt —
_ von dieser Wunde gesunden,
Dietrich. Siehst du, es ist ein Herzenswunsch von nir, daß du und Marlen zusammenkommt. Nie- rrnnben wüßte ich lieber an beiner Seite als meine
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gen. Ach Karla, es wäre boch wunberbar, wenn ich nicht irgenbeinen fremben, gleichgültigen Menschen heiraten müßte. Sonbern einen, von bem ich hoffen bürste, er meint es ehrlich mit mir."
„Nicht nur hoffen, Dietz — nein, wissen!" gab Karla fest zur Antwort.
Noch einmal schüttelten sie sich bie Hände. Dann verabschiebete sich Dietrich. Karla hielt ihn nicht zurück. Sie fühlte, er mußte jetzt allein sein mit seinen Gebanken, mit bem, was sie ihm gesagt hatte. Er sollte sich nur ruhig in bie Vorstellung vertiefen, daß Marlen und er zusammenkommen würden. Nichts Glücklicheres konnte dem Freunde geschehen.
Dietrich fuhr durch den Vorfrühling seinem Heim zu. Die volle Mittagssonne lag jetzt über dem Lande. Nun durfte er es auch wagen, trotz seiner angegriffenen Gesundheit das Verdeck des Autos öffnen zu lassen. Tief sog er die reine Frühlings- lüft in sich hinein. Don allen Seiten strömte sie ihm belebend zu. Das erste Labkraut duftete auf dem Wege, und aus dem Tannenwald stieg würziger Brodem. Wie schön war die Welt, wenn sie sich erneute! Wie schön mußte es sein, mit einem Menschen, dem man vertrauen konnte, diese Welt zu sehen! Wenn er Marlen den Süden zeigen würde, die sonnigen Gestade Italiens? Das Leben hatte ihr bisher wenig Glück geschenkt. Sie wußte wohl gar nicht, wie herrlich die weite Gottesnatur mnr
In Braunschweig wurden die Nationalen Deut- scheu Tennismeisterschaften ausgetragen. Gottfried von Gramm sicherte sich den Titel im Einzel gegen Jänecke, das Frauen - Einzel sah Frl. Kappel über Frau Schomburak erfolgreich, im Männerdoppel setzten sich Denker-Henkel durch, einen zweiten Sieg holte sich Henkel im Gemischten Doppel mit Frl. Sander, und das Frauen-Dopvel wurde eine Beute von Fabian-Frl. Hiller.
ganz vernarrt waren. Der eine war ein Südamerikaner, der andere ein Spanier. Beide unendlich reich — sie hätten Marlen ein Millionenvermögen zu Füßen gelegt. Sie hätte eine Existenz haben können wie eine Prinzessin! Sie hat abgelehnt, denn sie empfand nichts für diese Männer."
In Dietrichs Gesicht kam ein weicherer Schein. „Erzähl' mir mehr von Marlen, Karla", bat er. Karla erzählte.
Dietz lauschte still, den Kopf in die Hand gestützt. Aus Karlas Worten stieg das ganze Leben und das Bild Marlen Kordas auf: ihre Jugend, von liebevollen Eltern behütet, die Vernichtung ihres Kinderglücks durch den Kriegstod des Vaters und das jähe Sterben ihrer Mutter. Die Tapferkeit, mit der sie den Daseinskampf ausgenommen hatte. Ihre Arbeit in dem Sanatorium zwischen Blumen und Bäumen, aber auch hart in Wind und Wetter. Alles formte sich zu einem lebendigen Gemälde. Und inmitten dieses Gemäldes stand Marlen: groß, schlank, blond, mit Augen und Seele voll heißer Liebe.
„So ist Marlen", schloß Karla.
feldes abging. Trotzdem konnte der Bochumer sechs vor ihm liegende Fahrer überholen und noch bis 120 Meter an Metze herankommen. Die übrigen Teilnehmer, unter ihnen Fahrer von Namen und Rang wie Krewer und Möller, lagen 1500 bis 6000 Meter zurück.
Bei den Fliegern stand der Sieger mit dem Start des Kölners Albert Richter im voraus fest. Er überstand alle Vorprüfungen und gewann dann von den drei Endläufen zwei gegen feinen Landsmann Engel und wurde damit Sieger, Dritter wurde der Kölner Steffes vor dem Breslauer Rieger.
15. Leichtathletik-Sieg über die Eidgenossen
In Zürich kam am Sonntag der 15. Leichtathletik- Länderkampf zwischen Deutschland und der Schweiz zum Austrag. Obwohl die deutsche Mannschaft durchweg aus süddeutschen Athleten bestand und hier noch ziemlich stark der Nachwuchs berücksichtigt war, gelang auch diesmal den Eidgenossen kein Sieg. Der 15. Kamps brachte Deutschland den 15. Sieg, der angesichts der erwähnten Umstände mit 84:54 Punkten noch unerwartet hoch ausfiel. Die Schweizer gewannen durch ihren famosen Sprinter H ä n n i die beiden Kurzstrecken, wobei Hänni angesichts der schweren Bahn mit 10,6 und 21,7 Sekunden ausgezeichnete Zeiten lief. Den dritten Schweizer Sieg errang Blaser im Hochlnrung mit 1,85 Meter. Im Weitsprung teilten sich Biebach (Deutschland) und Studer (Schweiz) mit je 7,19 Meter in den ersten Platz und alle übrigen Konkurrenzen wurden von den deutschen Vertretern gewonnen.
Oavispokal-Herausforderungsrun-e in London.
England führt 2:0 gegen USA.
In der Davispokal-Herausforderungsrunde zwischen dem Titelverteidiger England und den USA., die am Samstag vor 14 000 Zuschauern in Wimbledon begann, sicherten sich die Briten schon am ersten Tage durch Siege in den beiden Einzelspielen eine 2:0-Führung. Austin schlug den Amerikaner Allison 6:2, 2:6, 4:6, 6:3, 7:5, und der englische Wimbledonsieger Perry bezwang Budge 6:0, 6:8,
1 melden bii ’eranftaüeten ' nach mann' owie Durch die Kosten Verpflegung Bis zum 10. den Monlü an die Te> Hen, Schon
Die neuen Jaustball-Me ster des Gaues Güdwest
In Frankfurt a. M. wurden die neuen Faustball- Meister des Gaues Südwest ermittelt. Die neuen Meister heißen: Kl. A: L i ch t l u f t b a d F r a n k - furt 12:2 Punkte; 2. Tgm. Worms; 3. IG. Lud- wigshafen. Kl. 2: 1. Frankfurter Tv 1860. Kl. 3: 1. Tv. 1861 Ludwigshafen. Frauen: 1. IG. Spv. Frankfurt; 2. Tgm. Worms.
Meisterschaften im deutschen Radsport.
Weltmeister Schrelber/Blersch im Zweier-Radball geschlagen.
In Erfurt und Breslau standen am Sonntag die Deutschen Meisterschaften der Radfportler auf dem Programm. In Erfurt hatten sich die A märe u r e, in Breslau die Berufsfahrer versammelt. Die Erfurter Veranstaltung erfuhr durch Regen eine Unterbrechung und wird am Montag nachgeholt. Ausgetragen wurde von den Bahnwett- bewerben nur die Meisterschaft über 1 K i - :ometer, die wieder an den Kölner Toni Merkens fiel, der alle Läufe siegreich bestand, in der Vorentscheidung den Leipziger Karsch und im Endkampf dessen Landsmann Jhbe bezwang. Karsch mußte bann den dritten Platz noch an den Kölner Horn abtreten. Regen zwang bann zum Abbruch ier Wettbewerbe, so baß bie Meisterschaft im Zwei- itzerfahren unb über 25 Kilometer am Montag «achgeholt werben muß.
Im S a a l f p o r t verlor ber Breslauer Heiben r e i ch feinen Titel im Einer-Kunstfahren an hen M.-Glabbacher Kompes, im Zweier- Lun st fahren fetzten sich bie vorjährigen Meiller roieber burch. Dagegen gab es im Reigenfah- ien beibemale neue Meister unb bie Sensation bes Eages war bie Niederlage ber Frankfurter Weltmeister im Zweier-Rabball, Schreiber/ Vlersch, bie im Enbspiel von Falke Stellingen mit 5:3 (3:1) geschlagen würben.
In Breslau waren bie Berufsfahrer am Werke.
Toren. In den weiteren Spielen wurde Frankreich von Ungarn hoch mit 9:3 (5:1) besiegt, unb Süd- flawien unterlag Schweben mit 1:3 (0:0).
Das Turnier würbe am Sonntag mit brei Spielen fortgesetzt. Jrn ersten Spiel bes Tages ftanben sich Deutschlanb und Südslawien gegenüber. Die Deutschen befanden sich in ausgezeichneter Verfassung und siegten überlegen mit 5:1 (3:1) Toren. Die beiden übrigen Spiele brachten folgende Ergebnisse: Ungarn — Schweden 5:2 (4:0), Belgien — Frankreich 3:1 (1:0). In der Tabelle nimmt Deutschland nunmehr den zweiten Platz hinter Ungarn und vor Schweden, das bei gleicher Punktzahl das schlechtere Torverhältnis aufweist, ein.
Oie vorletzte Etappe der „Tour"
Auch die vorletzte Etappe der diesjährigen „Tour be France" wurde in zwei Teile eingeteilt. Sie führte über 274 Kilometer von Nantes nach Caen. Der Sieger der diesjährigen Tour steht ja in dem Belgier R. Maes schon so gut wie fest. Er dürfte auch auf der letzten Etappe nicht mehr eingeholt werden. Das Rennen brachte zum dritten Male hintereinander einen Sieg des Franzosen Le Gröves
vor PSlisfier, Derkocco und einer großen Grupps. Hier verlor R. Maes 1:10 Minuten und kam erst als 37. ein. Der zweite Teil brachte ein Mannschaftszeitfahren. Hier ist ganz besonders die mun- oerbare Zusammenarbeit der deutsch-italienischen Mannschaft zu erwähnen, die ihr auch einen schönen Erfolg brachte. In 1:25,19 Stunden erreichte sie als Erste das Ziel.
Der Abschluß ber gigantischen Fahrt.
Die „Tour be France" wurde am Sonntag mit der 21. Etappe von Caen nach Paris über 221 km abgeschlossen. Der im Gesamtergebnis überlegen führende Belgier Romain Maes beendete die letzte Teilstrecke in 6:57,45 Stunden siegreich und sicherte sich damit auch den Gesamtsieg mit 141:32,39 Stunden für die 4338 km lange Strecke.
Don den deutschen Teilnehmern kam der Dresdener Thierbach auf den 9. Platz. Als Zweitbester der deutschen Fahrer belegte ber Frankfurter Bruno Roth ben 23. Rang. Die übrigen Plätze der Deutschen: 34. Händel, 42. Wecker- Ung, 45. Ickes, 46. Kutschbach. Der Berliner Stach mußte noch auf der letzten Etappe bie Waffen strecken.
Das 1. Sausest des M.iu Gießen.
Oie völkische Aussprache.
Die zukünftigen Feste bes Reichsbunbes zeigen in ber Wettkampffolge eine befonbere „Uebung", bie manchen Turner unb Sportler stutzig machen wirb. Völkische Aussprache — wozu? So wird biefer unb jener fragen, wenn er nicht unterrichtet ist. Das Neue, Unbekannte stört.ihn. Der Gebanke allein, sich mit anderen äußern zu müffen, bereitet sichtlich Unbehagen. Viele denken an Gelehrsamkeit und Prüfung, die meisten werden zunächst einmal gleich- gültig die Dinge an sich herankommen lassen. Die völkische Aussprache ist weder Gelehrsamkeit noch Prüfung; sie ist in aller ihr zu Gebote stehenden Schlichtheit: Erziehung zumDolks- tum!
Warum — so wird man nun fragen — wird diese an sich geistige „Uebung" in den Ablauf des Wettkampfes, also einer rein körperlichen Angelegenheit, eingebaut? — Die Antwort darauf ist einfach: Weil Jahn, der Begründer der deutschen Leibesübungen, es so gewollt hat.
„Turnen ist Erziehungsmittel zu bewußter Deutschheit."
Turnen in seinem allumfassenden Sinne kann also nur jene ihm gestellte Ausgabe erfüllen, wenn es neben der Stählung des Körpers, neben der Schulung des Willens und der Formung des Charakters dieses Bewußtwerden um die Notwendigkeiten unseres völkischen Lebens in jedem einzelnen Turner und Sportler stärkt und fördert. — Dazu dient die D i e t a r b e i t. Dazu dient die völkische Aussprache bei unseren Festen: Das Einwirken von Mann zu Mann!
Unser Führer und fein Beauftragter, der Reichs» sportführer, wünschen, daß die zukünftigen deutschen Leibesübungen diese Sinngebung in sich tragen, daß sie emporstreben über den in ihnen ruhenden Selbstzweck der körperlichen Betätigung, um auf ihre Art den deutschen Menschen bilden zu helfen.
Die Handballer beim Sausest.
Slädtesplel Gießen — Marburg.
Auck die Handballer stehen auf unserem Gaufest nicht beiseite; sie treten mit einem Städtespiel Gießen—Marburg auf den Plan und wollen vor ben boch wahrscheinlich großen Zuschauermengen für ihr schönes Spiel werben. Die Mannschaften finb so zusammengestellt, baß man mit einem fpannenben Kampf rechnen kann, sie finb aber auch nach bem Gesichtspunkt ausgewählt, ein sportlich in jeber Hinsicht feines Spiel zu bieten.
Die Mannschaftsaufstellungen:
Marburg: Erbmann (VfB. Kurhessen); Fr. Schmibt (VfB. Kurhessen), Henkel (T. u. Spv. 1860'85); Beaupain (T. u. Spv. 1860/85), Stockhorst (VfB. Kurhessen), Hornberger (VfB. Kurhessen); Raschack (VfB. Kurhessen), Nau (Tv. Roth), Plum (T. u. Spv. 1860/85), Christmann (VfB. Kurhessen), A. Schmitt (VfB. Kurhessen).
Gießen: Fischer (DfB.-Reichsbahn); Cremers (1900), Funke (1900); Göckel (VfB-Reichsbahn), Knob (1900), Deuter (DfB.-Reichsbahn); Heberger (DfB.-Reichsbahn); Petri (DfB.-Reichsbahn), Wlo» baret (1900), Krüger (1900), Berg (MTV.),
Auvolan sieg! aus dem Nürburgring.
Der diesjährige „Große Preis von Deutschland für Automoblle^ hatte im In- und Ausland ein gewaltiges Interesse gefunden. Hunderttausende von Zuschauern hatten sich auf dem Nürburgring in der Eifel eingefunden, um die 20 besten Fahrer und Rennmaschinen Europas im Kampf zu sehen. Sie erlebten eine Riesenüberraschung. Wurde doch nicht einer der sieggewohnten Mercedes-Benz- und Auto- Union-Wagen Sieger dieses großen Rennens, sondern der Alfa Romeo des Italieners Tazio Nuvolari.
Jluootati kam allerdings nur durch ein böses
Mißgeschick des Mercedes-Venz-Fahrers Manfred von Brauchttfch zum ersten Preis. Von Brauchitsch führte noch in der letzten Runde
mit über einer halben Minute Vorsprung vor dem Italiener, als ihm am Karussell beide Hinterreifen platzten.
Brauchitsch konnte zwar seine Maschine noch abfangen, aber mit dem schon fast sicher geglaubten Sieg war es vorbei. Nuvolari holte ben Deutschen ein unb schließlich gingen auch noch Stuck, Ca» racciola unb Rosemeyer an ihm vorbei.
20 Fahrer stellten sich um 11 Uhr bem Starter und zwar in folgender Reihenfolge:
Erste Reihe: Balestrero (Alfa), Nuvolari (Alfa), Stuck (Auto-Union).
Zweite Reihe: Brauchitsch (Mercedes), Ze» hender (Maserati).
Er versuchte es sich vorzustellen, wie sie neben ihm saß auf einem kleinen flinken Schiff, das die blauen Fluten des Lago Maggiore durchfchnitt. Wie ihr Blick an den heiteren, grün urnkränzten Höhen der Uferberge haften würde und an den schnee- gekrönten Häuptern der Bergriesen dahinter. Wie er mit ihr buch alte romantische Gassen kleiner italienischer Städte wanbern mürbe. Ihr Kunst unb Schönheit biefes gesegneten Lanbes zeigen. Unb plötzlich träumte er sich ganz hinein in ben schönen Gebanken, baß Marlen ihn lieben könnte, baß er ihr alles geben würbe von ber Schönheit ber Welt unb sie ihm bafür Liebe, Ruhe unb Vergessen schenken.
Er zweifelte plötzlich nicht mehr. Karla, bie kluge, gute Jugenbfreunbin hatte ja alles immer für ihn gewußt, wenn sein Leben auch noch so verworren unb unglücklich schien. Sie würbe auch jetzt bas Rechte für ihn wissen.
Der Chauffeur sah sich ganz erstaunt um. Der Herr pfiff ja auf einmal so fröhlich vor sich hin. Sicher freute er sich auf bie schöne Reise. Aber bas wollte er boch daheim in der Dienerschaftsstube erzählen, daß der Herr zum ersten Male wieder fröhlich schien.
11. Kapitel.
Sehr bedrückt und sorgenvoll kam Marlen von ihrer Dresdner Reise wieder. Der Abend mit dem Bruder war schön gewesen. Sie hatten für ein paar Stunden all ihre Not vergessen. Mit glänzenden Augen hatte Georg ihr von seinen Plänen erzählt.
„Das ist ja das Schöne bei dir, Marlen", hatte er gesagt, „daß du als Gärtnerin eine Ahnung hast von dem, was ick will. Sonst versteht ja nur ein Landwirt die Bedeutung meiner Erfindung. Aber sieh mal, wenn es gelingt, eine Pflanze, wie die Lupine, zu entgiften, daß man sie verfüttern kann, dann gewinnen wir für unsere Vieh- und Milchwirtschaft Millionen! Du weißt doch, daß die Lupine immer nur gesät wird, um dem Boden wieder neue Nährstoffe zuzuführen. Aber wenn sie diese Aufgabe erfüllt hat, muß man sie als schädlich für das Vieh einfach mit umpflügen. Könnten wir sie aber als Futter benutzen, dann wäre unendlich viel gewonnen — das verstehst du doch?"
Marlen nickte. Sie wußte, daß über diesem Problem schon seit Jahrzehnten gearbeitet wurde. Als Gärtnerin war sie erfahren genug, um zu wissen, wie wichtig die Lösung war.
„Und d u hast es herausgefunden, wie man es machen muß?"
Mit glänzenden Augen nickte Georg:
„Ja, Marlen, ich habe es im Laboratorium des Pflanzenforfchungsinstituts herausgeknobelt. Aber bevor ich nicht einen Geldgeber finde, ber große Verfuchspflanzungen unb Verfuchsentgistungen finanzieren kann, will ich mein Geheimnis nicht nreisaeben. Bis jetzt habe ich noch keinen gefun-
ben. Vielleicht werbe ich auch in Deutschlanb keinen finben", fuhr er gebrückt fort. Du weißt, Gelb ist bei uns knapp. Vor allen Dingen hat niemand Mut, Kapital in einer neuen Sache anzulegen."
Er sah mutlos vor sich hin. Marlen hatte ihn getröstet, aber sie fühlte selbst, auch sie hatte nicht viel Hoffnung. Was sollte aus ihrem Bruder werden? Selbst wenn sie ihren Stolz überwand unb Karlas Vater um eine kleine Beihilfe bat, bamit war ja nichts gewonnen. Der Bruber mußte eine sichere Existenz finben. Leiber Gottes war er so roeüfremb unb unpraktisch, baß man ihn kaum in einen anberen Beruf stecken konnte. Er war Forscher mit Leib unb Seele. Im praktischen Leben war er unbrauchbar.
So fuhr Marlen mit schweren Sorgen von Dres- ben nach Thüringen zurück. Sie hatte kaum einen Blick für bie Frühlingsschönheit ber Landschaft. Für bie grünbematbeten Hänge, bie ernsten Berge unb bie romantischen Täler, in benen Quellen und Bäche fröhlich dahinriefelten. Sie fehntö sich nur, zu Karla zu kommen und ihr Herz ausschütten zu können. Sie atmete auf, als sie bei einer Wegbiegung Schloß Weckenroth auf einer Anhöhe liegen sah. Nun fuhr ber Zug burch einen kleinen Tunnel unb hielt jetzt pfeifenb unb schnaufenb auf ber Station.
Der Diener von Schloß Weckenroch ftanb auf bem Bahnstein, unb bort hinten sah Marlen auch Karlas Gestalt.
Schnell stieg sie aus, nickte bem Diener freundlich zu, übergab ihm ihren Koffer und lief den Bahnsteig entlang.
„Guten Tag, Karla."
„Guten Tag, Liebes." Die Freundinnen begrüßten sich herzlich und gingen dann Arm in Arm dem Wagen zu, der hinter dem kleinen Stationsgebäude wartete.
„Ich bin froh, daß du wieder da bist, Marlen", sagte Karla, als sie nun nebeneinander im Wagen Schloß Weckenroth zufuhren. „Aber wie siehst du aus. Liebes? Ganz blaß. In den eineinhalb Tagen ist die schöne Landfarbe schon wieder ganz verschwunden. Wie hast du deinen Bruder gefunden?"
„Schlecht, Karla."
Bedrückt erzählte Marlen von den Stunden mit Georg.
„Es ist schrecklich, Karla — er hungert geradezu." „Warum nimmst du nicht eine kleine Hilfe von meinem Vater an, Marlen? Soweit kann er schon noch eingreifen, daß dein Bruder keine Not leidet."
Ein Rot flog über Marlens blasses Gesicht:
„Das weiß ich ja, Karla. Aber du mußt verstehen: Es bedrückt mich, daß ich so unendlich viel von deinem Vater annehmen muß. Ich bin ihm ja schließlich eine Fremde."
(Fortsetzung folgt!)


