Ausgabe 
29.6.1935
 
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SJl.-'SpOTt

Letzte MbaMmpse vor der Sommeripielpause.

Handball im Gau XII (Lahn-Dillkreis)

angebracht. Bei den Männern erreichte der Deutsche G. d. Gramm als erster die Viertel-Finals, indem er den jungen Amerikaner Gene Mako glatt mit 6:0, 6:1, 3:6, 6:1 besiegte. Perry schlug in eben­falls vier Sätzen den Jugoslawen Pallada 6:2, 6:2, 0:6, 6:2, während als Dritter Donald Budge (USA.) durch ein 6:3, 6:2, 3:6, 6:0 über den unerwartet schwachen Franzosen Boussus seinen Einzug unter dieLetzten Acht" hielt.

Bei den Frauen erfochten Sperling - Mathieu einen 6:2, 6:4-Sieg über Brown - Southwell und Horn-Valerio einen leichten 6:1, 6:2-Erfolg über die norwegisch-griechische Kombination Werring- Kydis. Im Fraueneinzel kam die Niederlage von Peggy Scriven mit 3:6, 2:6 gegen Whittingstall als Ueberraschung des Tages. Ausgeschieden ist hier auch dieHoffnung Südamerikas", die Argen­tinierin Lizana. Sie wurde von Miß Stammers nach tapferem Widerstand 6:2, 8:6 besiegt. In den übrigen Spielen des Freitag gab es durchweg Fa­voritensiege.

Bäder immer mehr. Kaum vor 10 Uhr abends trennen sich die Letzten vom Wasser.

Viele Hunderte von Mitbürgern in allen Alters­klassen erfrischen sich täglich in der M ü l l e r s ch e n Badeanstalt, viele benützen als Mitglieder die zweckmäßigen Einrichtungen des Männerbade­vereins: sehr stark besucht ist auch stets das städtische Freibad

Die Bäder sind zu Oasen körperlichen Wohlbefin­dens geworden.

Wenn man will, kann man die Badeanstalten

an der Lahn auch als Faktoren wirtschaftlicher Be­deutung ansehen. Die Müllersche Badeanstalt hat eine Reihe neuer ^leiderkästen beschafft, der Män- nerbadeverein hat notwendige Erneuerungsarbeiten durchführen und dabei etwa 5000 Mark dem Ar­beitsmarkt zufließen lassen.

Erinnert sei ferner daran, daß der Männerbade- verein im nächsten Jahre das 100jährige Bestehen feiern kann und dieses Jubiläum entsprechend begehen wird.

(Sin bekannter Turnerführeri'.

Am Donnerstag starb in Friedberg nach längerem Leiden, doch unerwartet, Studienrat Karl Schuch­mann. Er war ein verdientes Mitglied der Deut­schen Turnerschaft, früher in Gießen, zuletzt in Friedberg. In Friedberg trat er in der Führung der Turngemeinde hervor. Nach dem Kriege war Karl Schuchmann viele Jahre Bezirksvertreter des 5. Turnbezirkes im alten Hessengau. In der Gau­führung betreute er einige Jahre das Amt des Gauwartes für turnerisches Geistesleben, das heute dem Amt des Dietwartes entspricht. In Turner­kreisen wird man dem zu früh Heimgegangenen verdienstvollen Turner ein dankbares Andenken be­wahren.

v. Gramm unter denLetzten Acht".

In Wimbledon wurden am Freitag vor mehr als 7000 Zuschauern und bei großer Hitze die Spiele um die Tennis-Weltmeisterschaften weiter gut vor-

Lleberlegener Sieg der Spielvereinigung 1900 im Handball-Lokalkampf.

Spielvgg. 19001-VfB.-R.Ili:3 (8:2).

die Platzbesitzer keine Chancen haben. Trotzdem kann eine Vorhersage noch nicht getroffen werden, weil Grüningen zu den Mannschaften gehört, die mit der Stärke des Gegners wachsen und oft noch in letzter Minute zu einer Hochform auflaufen. Auch das Spiel der beiderseitigen Jugendmannschaften ist vollkommen offen.

To. A l l e n d o r f a. d. L a h n Jgd. Tv. D o r- lar Jgd.: Ob es den Einheimischen gelingt, die im Vorspiel erlittene Niederlage wettzumachen, steht einstweilen noch dahin. Es gehört allerdings dazu schon etwas mehr Siegeswillen, wie er in der letz­ten Zeit beobachtet wurde.

Fünfzehn Zabre Sportverein Lollar.

Fußball-Vlihturnier auf dem Lollarer Waldsporlplah.

Der wohl allen Sportlern des Heimatgaues gut bekannte Sportverein 1920, Lollar, feiert in diesen Wochen sein löjähriges Bestehen. Aus diesem Grunde veranstaltet er am 18. August auf dem Waldsvortplatz in Lollar ein Jubiläums- Fußoall-Blitzturnier. Es wird in zwei verschiedenen Klaß n gespielt. In der Klasse I kön­nen alle Fußballm imschaften von der 1. Kreisklasse aufwärts und in der Klasse II können alle Mann­schaften bis zur 1. Kreistlasse (ausschl.) teilnehmen. Das Startgeld beträgt in jeder Klasse pro Mann­schaft 2 Mark. Zur Ausspielung gelangt in jeder Klasse ein wertvoller Pokal. Die einzelnen Pokale werden vorher bei Herrn Kreisführer Henkel in Gießen sowie bei der Bäckerei H e i n tz e in Lollar zut Ansicht ausgestellt. Den Sportfreunden wird Gelegenheit gegeben sein, namhafte Gegner im friedlichen Wettstreite zu sehen. Bis heute hat schon eine Anzahl bekannter Mannschaften ihre Teil­nahme zugesagt, so daß man mit Bestimmtheit an­nehmen kann, daß auch diese Veranstaltung sich den vorhergegangenen würdig anschließt. Es werden auch einige Bezirksklassen-Mannschaften an diesem Turnier teilnehmen. Wir kommen auf die einzelnen

Kreisklaffenspiele des Sonntags.

Steinberg Leihgestern (O. Rüspeler, Gleiberg); Großen-Buseck Bad-Nauheim (Wallbott, Stein­berg); Heuchelheim Mendorf a. d. Lahn (Bücher, Gießen); Wieseck Aßlar (Deibel, Gießen); Alten- Buseck Daubringen (Zitzer, Gießen); Steinberg II Grüningen (Schnabel, Wieseck); Großen-Buseck II Großen-Linden II (Hofmann, Wieseck); Garben­teich Wißmar (Bender, Fellingshausen); Rod­heim Großen-Linden (H. Rüspeler, Gießen).

Jugendspiele.

Heuchelheim Naunheim (Weil Vetzberg); Wie­seck VfB. II (Schneider, Gießen); Garbenteich Wißmar (Bender, Fellingshausen); Rodheim Hohensolms (Rinn, Rodheim).

Es ist gut, daß am 1. Juli die Spielsperre der Fußballer beginnt, denn die Mannschaften brauchen unbedingt eine Spielpause. Viele Vereine haben schon jetzt die Spieler ruhen lassen, denn in der gro­ßen Hitze werden zu große Anforderungen an die Spieler gestellt.

Großen-Buseck hat im Rückspiel die Reserve der Badestädter zu Gast. Im Vorspiel trennten sich beide unentschieden. Es werde nicht wundern, wenn im Rückspiel die Platzherren knapper Sieger würden. Wieseck ist auch in der Lage, die Gäste aus Aßlar geschlagen nach Hause zu schicken. Aßlar zeigt nicht mehr die Leistungen des Vorjahres. Daubringen hat wenig Chancen, das Spiel in Alten-Buseck zu ge­winnen. Das Spiel Großen-Buseck II Großen- Linden II, ist durchaus offen. Garbenteich ist gut in Fahrt und sollte die Gäste aus Wißmar schlagen können. Großen-Linden fährt mit der ersten Mann­schaft nach Rodheim. Rodheim traut sich mit diesem Spielabschluß viel zu, man glaubt nur schwer an einen Sieg des Gastgebers.

Fußballabteilung des Turnvereins Wieseck.

Am morgigen Sonntag hat die 1. Mannschaft der Fußballabteiluna des Turnvereins Wieseck die erste Elf des VfB. Aßlar-Klein-Altenstätten im Freund­schafts-Rückspiel zu Gast. Die Gäste, die eine körper­lich kräftige Mannschaft ins Feld stellen, konnten im Vorspiel knapper Sieger werden Wieseck wird sich im kommenden Spiele mächtig anstrengen müs­sen, wenn die Schlappe des Vorspiels ausgeglichen werden soll.

Vorher stehen sich Wieseck Jugend und die zweite Jugend von VfB.-Reichsbahn im Freundschaftsspiel gegenüber. Dem Platzbesitzer wird man in diesem Spiele ein Plus zusprechen können.

Fußballkampf in Großen-Buseck.

Am morgigen Sonntag empfängt die 1. Mann­schaft von Großen-Buseck die Ligareserve von Bad- Nauheim. Es dürfte wieder einmal ein schönes Spiel gezeigt werden. Obwohl die Gäste einen spielstarken Gegner abgeben, dürfte es ihnen doch schwer fallen, einen Sieg mit nach Hause zu nehmen.

Auch die 2. Mannschaft tritt wieder einmal auf den Plan. Sie hat die Zweite von Großen-Linden zu Gast. Hier dürfte es den Gästen nicht schwer fallen, einen Sieg mit nach Hause zu nehmen.

Turn- und Sportgemeinde Rodheim o. d. Bieber.

Rodheim tritt am morgigen Sonntag auf eigenem Platze mit zwei Jugendmannschaften und der ersten Mannschaft an. Es werden die Jugendmannschaften von Launsbach und Hohensolms sopiie die erste Mannschaft von Großen-Linden zu Gesellschafts­spielen erwartet. Bei sämtlichen Begegnungen tref­fen gleichstarke Mannschaften zusammen. Von der ersten Jugend erwartet man einen knappen Sieg. Ob die erste Mannschaft zu einem Siege kommen wird, erscheint ftaglich, da sich in letzter Zett bedenk­liche Schwächen in der Mannschaft bemerkbar ge-

Das Vezirlssporlsest der Reichsbahn-Turn- und -Sportvereine Auf dem Waldsportplatz des VfL-Reichsbahn.

Die Vorbereitungsarbetten für das Bezirkssport­fest gehen ihrem Abschluß entgegen. Im VfB.-R. wurde in der vergangenen Woche angespannt ge­arbeitet. Programme, Plakate und technische Ange­legenheiten für alle Teilnehmer ein Mittagessen bereitzuhalten waren u. a. die Arbeiten, die den Gesamtvorstand in Anspruch nahmen. Auch eine Lautsprecheranlage wurde geschaffen, damit die Zu­schauer und Aktiven über die einzelnen Vorgänge auf dem grünen Rasen und aus der Laufbahn stets im Bilde sind. Das Bezirkssportsest dürfte sich für Gießen zu einer sportlichen Veranstaltung ersten Ranges gestalten.

Drei Fachämter des Reichsbundes für Leibes­übungen treten in Erscheinung, und zwar Leicht­athletik, Handball und Fußball. Die Bahnschutz­kapelle Frankfurt a. M. (30 Musiker) wird den Sporttag verschönern helfen.

Oie leichtathletischen Wettbewerbe.

Es kommen fast alle leichtathletischen Hebungen zum Austrag. Das Meldeergebnis ist als sehr gut zu bezeichnen. Besonders in den Läufen sind tarke Felder am Start. Reichsbahn-Rotweiß Frankfurt, Reichsbahn-Jugend 09, Betzdorf, Bad Homburg, Hersfeld, Fulda, Limburg, Dillenburg und Siegburg usw. haben gemeldet. Die Aktiven starten in Klasse 1 und 2. Die Jugendlichen in drei Klassen. Ferner finden Wettbewerbe für Frauen und Mädchen statt.

Bei den Aktiven stellt besonders Reichsbahn-Rot- weiß Frankfurt verschiedene gute Könner. Vor allem der früher für IG. startende Wöll wird über 800 und 1500 Meter starker Favorit sein. Der bekannte Koch sollte die 400 Meter gewin­nen können, lieber die Langstrecken schickt Frank­furt die Gebrüder Wied und den in letzter Zeit tarf nach vorn gekommenen Fix. Die Betzdorfer verfügen besonders über gute Springer. Auch die Limburger haben verschiedene gute Leute in ihren Reihen. Im übrigen muß man wohl mit den we­niger bekannten Leuten rechnen, denn per Nach­wuchs bringt oft Überraschungen. VfB.-Reichs- bahn Gießen stützt sich auf feine bewährten Kräfte. Luh, der in Jena bei den Deutschen Hochschul­meisterschaften startet, wird stark vermißt werden. Der VfB.-Reichsbahn ist daher besonders in den Staffeln geschwächt, da Luhs Können im Laufen ebenfalls wett über dem Durchschnitt liegt. Wie sich verschiedene Nachwuchsleute bewähren, muß ab­gewartet werden. Jakob, Mohl, Langenohl, Pieh,

Eine für einen Wochentag recht ansehnliche Zu­schauermenge sowie gutes Sportwetter gaben einen für den Handball-Lokalkampf geeigneten Rahmen ab. Um es vorweg zu nehmen: es wurde guter Sport geboten. Wenn auch die 1900er eine Klasse besser waren, so muß zur Ehre der Leute vom Waldsportplatz jedoch gesagt werden, daß sie das Spiel stets offen hielten und bis zum Schlußpfiff kämpften. Die Mannschaften traten in den angekün­digten Aufstellungen auf, lediglich in der VsB.-Elf stand Petti an Stelle von Göckel.

Oer Kampfverlauf.

Das Spiel beginnt sofort in forschem Tempo. In der zweiten Minute kann ein VfB.-Angriff nur durch eine Regelwidrigkeit eines 1900er Läufers un­terbunden werden. Den verhängten Strafwurf ver­wandelt Langenohl glatt und für Enders im 1900er Tor unhaltbar. Dann verteiltes Spiel. In der 7. Minute kommt Wlodarek (1900) nach einem ge­schickten Täuschungsmanöver vor den Wurfkreis und fentbet unhaltbar ein. Die Spielvereinigungsleute drängen weiter. Fischer im VfB.-Tor ist jedoch auf dem Posten und verhindert durch schöne Paraden manches sicher aussehende Tor. In der 13. Minute muß er jedoch vor einem Prachtwurfe Krügers kapi­tulieren. Eine Minute später erhöht Schott I. durch schönen Wurf in die lange Ecke den Vorsprung der 1900er auf 3:1. Die Spielvereinigungssünferreihe, durch die ausgezeichnete Hintermannschaft aufs Beste unterstützt, berennt das VfB.-Tor weiter. Die Grünweißen können nur durch einige Regelwidrig­keiten die Angriffe abstoppen. Die Folge davon ist eine Reihe von Strafwürfen, die in der 15., 19. und 20. Minute zu Toren führen (zweimal Krüger, ein­mal Wlodarek). Letztgenanntem Stürmer glückt in der 22. Minute erneut ein Alleingang, somit das Er­gebnis auf 7:1 für die 1900er stellend. Die Gast­mannschaft gibt sich noch keineswegs geschlagen und trägt ebenfalls gefährliche Angriffe vor. Ihr Halb­linker sendet in der 23. Minute nach schöner Kom­bination zum zweiten Gegentor ein. Das Zusam­menspiel der Spielvereinigungsleute leidet nunmehr etwas Not. Es bleibt dadurch bis zur Halbzeit bei einem durch Krüger in der 24. Minute verwandel­ten Strafwurf. Nach dem Wechsel entwickelt sich wieder verteiltes Spiel, zuweilen können die Grün- weißen sogar leicht drängen. Aber 1900s Verteidi­gung ist auf bester Hut. Indessen haben die 1900er durch zwei in feiner Manier erzielte Strafwürfe (Wlodarek und Krüger) ihren Vorsprung vergrößert.

Pfaff, Sobezak usw. sind jedoch stark genug, um einige Siege in Gießen zu halten.

Bei den Jugendlichen sind besonders die Kurz­strecken gut besetzt. Hier hat der VsB.-Reichsbahn zwei gute Eisen im Feuer. Müll und Huppert haben Aussichten. Die auswärtigen Teilnehmer sind weniger bekannt. Die Kämpfe müssen abge­wartet werden.

Bei den Frauen und Mädchen sollte auch Frank­furt gute Kräfte stellen. Bad Homburg, Gießen usw. müssen versuchen, den Großstädtern den Rang abzulaufen. Auch einige Konkurrenzen fürAlte Herren" kommen zum Austrag.

Infolge der zahlreichen Konkurrenzen, finden verschiedene Entscheidungen bereits vormittags statt.

Handball:"

DfL.-R I. -Rot-Weiß Frankfurt a. M. I

Die 1. Handballmannschaft hat die Erste von Rot-Weiß" Frankfurt a. M. zum Gegner. Beide Mannschaften treten mit ihren stärksten Ausstellun­gen an. Jrn letzten Spiel vor der Sommerpause werden die Einheimischen noch einmal alles daran­setzen, ihre Erfolgsserie mit einem Siege abschließen zu können. Die Spielstärke der Gäste ist bekannt, konnten sie doch den Bezirksklassenverein Tv. Holz­heim ganz überzeugend schlagen. Man erwartet ein Werbespiel für den Handball.

Fußball: VfL.-R Heffen-Hersfeld.

Den Hersfeldern war es vergönnt, in der Vor- runde der Meisterschaftsspiele sowohl Borustra Fulda als auch den Meister Hanau 93 zu schlagen. Pech in der Rückrunde verwies die Gäste auf den dritten Tabellenplatz.

Die Gäste treten mit ihrer derzeit stärksten Mann- schäft an, und zwar mit: Walk; Kuhn, Schmidt; Jäger, Bechthold, Stiel; Lämmerzahl, Schaffert, Bonard, Schuster, Jacubowski.

Die überragenden Kräfte in diesem Mannschafts­gebilde sind Stiel, Lämmerzahl, Bonard und Schaf­fer. Gegenüber diesem überragenden Gegner haben die Hiesigen trotz aller Formverbesserung keine Ge­winnchancen. Ihre Aufgabe wird es fein, alles auf­zubieten, wenigstens ehrenvoll in diesem Spiele zu b.estehen. Besonders nach dem verdienten Sieg gegen den Lokalgegner setzt man in die Mannschaft Vertrauen. Die Aufstellung ist die gleiche, wie die des Vorsamstags. Das Spiel wird Gelegenheit fein, einen Vergleich zwischen der Spielstärke Lier Gau­liga und der hiesigen Bezirksklasse zu ziehen.

Die Geschehnisse stehen nun wieder im Zeichen der Blauweihen. Die Hintermannschaft ist aufgerückt und dem ausgezeichneten Mittelläufer Knop gelingt in der 45. Spielminute ein elftes Tor für feine Farben. Inzwischen ist Schott II. in den 1900er Jnnensturm gegangen. Er kann auch zweimal ein­senden, hat aber das Pech, einmal abseits, zum an­deren auf der Kreislinie zu stehen. Die Leute vom Waldsportplatz, insbesondere der Mittelläufer und die Innenstürmer, geben sich nun nochmal alle Mühe mit dem Erfolg, daß in der 50. Spielminute ein drittes Gegentor erzielt werden kann. In den letzten zehn Minuten werden beiderseits weitere Er­folge durch aufmerksame Hintermannschaften ver­hindert.

Zur Mannschaftskritik ist zu sagen, daß der Sieg der 1900er vollauf verdient ist. Die Mannschaft hatte keinen schwachen Punkt. Enders im Tor verriet großes Können, die Verteidigung (Cremers, Funke) stand geschickt und griff zu ge­gebener Zeit ein. In der Läuferreihe war Knop die große Ueberraschung, aber auch Reist und Mann waren voll auf dem Posten. Im Sturm war Krüger überragend. Wlodarek sehr wurf- kräftig, muß aber noch etwas flüssiger abspielen. Die Uebrigen (Gebrüder Schott und Betz) sehr flei­ßig und uneigennützig.

Die VfB.-Mannschast kämpfte, wie bereits er­wähnt, unverdrossen. Der Schlußmann Fischer war an der Niederlage schuldlos. Seine Vorder­männer waren dem routinierten Spiel der 1900er Stürmer oft nicht gewachsen. Gut waren noch Mittelläufer Wulle sowie die Innenstürmer. Becker (MTV.) als Unparteiischer zog sich gut aus der Affäre.

Krüger (1900) in der Nordheffen- Handball-Elf gegen Niedersachsen.

In Kassel kommt morgen der Handball-Reprä­sentativkampf Gau Nordhessen gegen Gau Nieder­sachsen zum Austrag. Da die Norddeutschen von beachtlicher Spielstärke sind, hat der Gau XII seine besten Könner aufgeboten. Für das Mitglied der Spielvereinigung 1900, Unteroffizier Krüger, ist es daher eine besondere Ehre, aufgestellt worden zu sein; er wird voraussichtlich auf halb links spielen.

Krüger ist auch vom Fachamt für Handball zu einem vom 8. bis 13. Juli in Duisburg unter Leitung von Olympiatrainer Kaundynia stehen­den Kursus beordert.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 (Liga) Frankfurt a. 7U.Rödelheim (Liga).

Zum Abschluß der Saison vom 1. Juli bis 15. August herrscht vollständige Fußballruhe hat die Spielvereinigung 1900 nochmals eine Frank­furter Bezirksligamannschaft nach hier verpflichtet.

Die süddeutsche Elf verfügt über ein solides Kön­nen. Sie spielt das ausgeprägte flache Kombina­tionsspiel, wie es auch die seither nach hier ver­pflichteten Frankfurter Mannschaften vorführten. Alle Spieler sind noch jung an Jahren und gerade deshalb schnell in allen ihren Handlungen. 1900 tritt diesem Gegner mit einer oergüngten Elf ent­gegen. Zwei bis drei Spieler, aus der seitherigen 1. Jugendmannschaft entnommen, sollen sich in die­sem Spiel die Sporen verdienen. Auf Grund der in den letzten Spielen gemachten Erfahrungen, wird man auch erstmals versuchen, eine andere Taktik einzuschlagen, ohne das technische Spiel zu vernach­lässigen.

Man wird zum Dreiverteidigersystem übergehen und dabei Lippert den verantwortungs­vollen Posten des Mittelverteidigers übertragen. Zeiler und der junge Schäfer werden ihm assistie­ren. Die Läuferreihe bilden Schmelz, der junge Schmidt und Mank, während Koch und Heilmann die Halbstürmer bzw. jetzt Jnnenstürmerposten be­setzen werden. Vorerst ist diese Aufstellung noch ein Experiment. Lippert dürfte aber darin nicht uner­fahren sein, da bekanntlich alle deutschen Repräsen­tationsmannschaften zur Zeit dieses System beherr­schen. Man erwartet auch diesmal einen schönen spannenden Kampf mit vollständig offenem Aus­gang.

Die 1. Jugend beendet die Saison durch ein Spiel in Rüddingshausen gegen die dortige Jugend.

FC.Teutonia^Wahenborn-Gteinberg

Am kommenden Sonntag, dem letzten Sonntag vor der 6wöchigen Sommerspielpause, stehen noch einmal alle Mannschaften derTeutonen" in Freundschaftstreffen starken Mannschaften gegen­über. Als zugkräftige Begegnung auf eigenem Platze dürfte das Spiel der 1. Mannschaft gegen die gleiche der Spielvereinigung Leihgestern zu be­zeichnen sein. Die ausgetragenen Begegnungen hat­ten stets lokalen Charakter, wurden aber trotzdem immer in sportlicher Weise durchgeführt. In der überwiegenden Mehrzahl der überhaupt ausgetra­genen Spiele stellten dieTeutonen" den Sieger, vielmals aber nur mit ganz knappem Vorsprung. Für kommenden Sonntag darf der 7:2-Sieg der Watzenborn - Steinberger gegen Leihgestern an Pfingsten nicht zur Unterschätzung des Gegners führen, denn es wird ein jeder Verein diesmal bemüht fein, feine stärkste Vertretung in den Kampf zu schicken.

Die Einheimischen haben Happel; K. Schmandt, Fett; Schäfer, H. Schmandt, E. Burger; O. Bur­ger, Buß, Jung, Lang und Haas zur Stelle.

Diese Aufstellung ist wohl die zur Zeit beste der Teutonen. Man sollte den Einheimischen, ohne den Gegner zu unterschätzen, einen Sieg zutrauen.

Vorher spielt die 2. Mannschaft gegen die 1. Mann­schaft von Grüningen. Die Gäste haben einzelne gut veranlagte Spieler, die Elf in ihrer Gesamt­heit leidet aber noch unter mangelnder Zusammen­arbeit. Sie gleicht diese Schwäche allerdings durch Schnelligkeit und Eifer aus. Es müßte den Ein­heimischen bei recht viel zur Verfügung stehendem Spielermaterial möglich sein, den Gästen eine min­dest gleichwertige Mannschaft gegenüberzustellen.

Die Jugendmannschaft fährt nach Butzbach um gegen die dortige Jugendmannschaft (diesjähriger Meister der Gruppe) das fällige Rückspiel auszu­tragen. Die Mannschaft hat in ihrem spielerischen Können unter ihrem bewährten Jugendleiter Hrch. Fischer gute Fortschritte gemacht.

Die Aufstiegspiele der 2. Kreisklasse sind beendet, nachdem inzwischen der To. Katzenfurt Burg-Ge- münden die Punkte in dem letzten Spiel kampflos überlassen hat. Die beteiligten Vereine werden, trotzdem es recht interessante und spannende Spiele gab, froh sein, daß alle Treffen unter Dach und Fach sind. In der nun folgenden Sommerpause gibt es Gelegenheit genug, Die Mannschaften für die kommende Runde zusammenzustellen und vor allen Dingen das oft bemängelte theoretische Kön­nen der einzelnen Spieler zu vervollständigen. Die neuen Regeln geben ausreichende Gelegenheit hierzu

Den Aufstieg in die nächst höhere Klasse (1. Kreisklasse) treten nunmehr Tv. Garbenheim und To. Dorlar an, nachdem durch eine Ver­fügung des Gauspielwartes die 1. Kreisklasse nur aus ersten Mannschaften bestehen darf. Diesen bei­den Vereinen, die zwar über ein ansprechendes Können verfügen, wird es schwer fallen, sich zu behaupten. Gut eingespielte Mannschaften sollten sie aber über die ersten Anfänge hinweghelfen.

Freundschaftsspiele.

Wie unbedingt notwendig die Sommerpause ist, das beweist am heften auch wieder das morgige Spielprogramm. Man hätte annehmen sollen, daß gerade am letzten Sonntag vor der Sperre noch einmal alle Mannschaften auf den Plan treten wür­den. So sind es aber nur einige unentwegte, die das abgelaufene Spieljahr mit einem Spiel be­schließen wollen.

Tv. Münchholzhausen Tv. Wetzlar: Die Einheimischen haben sich etwas übernommen. Wer heute Wetzlar schlagen will, muß schon über ein ganz gediegenes Können verfügen, das man leider bei Münchholzhausen in der letzten Zett ver­mißt hat. Die Mannschaft war gezwungen, für eine Reihe sehr guter Spieler Ersatz einzustellen, der sich bis heute noch nicht richtig eingefügt hat. Vorher treffen die beiden Jugendmannschaften aufeinander.

Tv. Grüningen Tv. Dornholzhau­sen: Wenn die Gäste komplett antreten, sollten