Feldmarschall Mackensen auf der „Deutschland"
große Zahl von jungen Menschen, die all den von
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Geschichten aus alter Welt
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wenn das Benzin ausging, stieg er sogar mit seinem Fahrgast in eine andere Kraftdroschke und setzte seine Fahrt -fort...
Drei Monate kutschierte er so als billigster Taxameterfahrer von Paris durch die Gegend, bis er jetzt endlich erwischt wurde.
Aufruhr um einen Baum.
(z) Bordeaux.
Da sonst recht unscheinbare Städtchen Saint- Andre de Cubzac bei Fordeaux besitzt eine einzige Sehenswürdigkeit: auf einem Privatgrundstück eine riesige Plantane von nicht weniger als sechzig Meter Höhe und einem Stammesumfang von acht Meter. Der Baum ist nach Dokumenten, die im städtischen Archiv aufbewahrt werden, nachweislich 500 Jahre alt. Er befindet sich, wie gesagt, in'Pri- oatbesitz, aber alle bisherigen Besitzer des Grund» stückes hatten den Zugang zu ihm für die Oeftent- lichkeit freigestellt.
Kürzlich ging das Grundstück jedoch durch Kauf in andere Hände über. Der neue Besitzer fand, daß der Riesenbaum durch seine Schatten das Arbeitszimmer verfinstere. Als er die Absicht laut werden ließ, die Platane umschlagen zu lassen, versammelte sich spontan die ganze Bevölkerung zu einem Demonstrationszug, der vor der Wohnung des Besitzers erschien und ihn mit Nieder» und Drohrusen aus seiner Beschaulichkeit aufschreckte. Daraufhin gab er den Versammelten und am nächsten Tage auch noch offiziell der Stadtverwaltung das feierliche Versprechen, den Baum stehen zu lassen.
Er hatte es mit diesem Versprechen jedoch nicht ernst gemeint. Wenige Tage später verpflichtete er heimlich sechs Holzfäller von auswärts, die sich nachts heimlich wie Diebe zu der Platane schleichen mußten, um die Axt an sie zu legen. Ein Nachbar aber, der wegen Zahnschmerzen nicht schlafen konnte, sah aus dem Fenster seiner Wohnung die Vorbereitungen zum Fällen des Baumes, lief im Nachthemd auf die Straße und alarmierte mit lauten Rufen die Bevölkerung. Die erschien daraufhin in notdürftigster Bekleidung auf der Straße, stürmte das Grundstück und verprügelte die sechs Arbeiter derart, daß zwei von ihnen ins Krankenhaus geschafft werden mußten. Der Besitzer des Baumes mußte vor der Wut der aufgebrachten Bürger noch in derselben Nacht von der Polizei in Schutzhaft genommen werden, weil die erregte Menge Miene machte, sein Haus zu stürmen und ihn zu lynchen.
Auf Anweisung des Ministeriums des Innern ist der Besitzer dieser so sehenswürdigen Platane nun enteignet und der Baum selbst unter Denkmalschutz gestellt worden.
Die „Piratentauben" von Madrid.
(ns) Madrid.
Der Taubenzüchter Juan Orsengo war von einer geradezu erschütternden Faulheit. Nach und nach hatte er, weil er zu bequem war, sich anderes Fleisch zu besorgen, seine sämtlichen Tauben aufgegessen. Bis auf zwei Stück, die er außerhalb seiner Faulheitszustände dressierte. Von dieser Dres-
daß das Mädchen einen so hohen Betrag bei sich führe, und wollte ihr lediglich einen Kuß geben, da er sich auf der Fahrt in den vierten Stock in sie verliebt habe. Innerlich glaubte ihm dies kein Mensch, aber da man auch das Gegenteil nicht beweisen konnte, wurde der Jüngling freigesprochen. Damit hat sich also das Gericht auf den Standpunkt gestellt, daß ein Mann, der ein Mädchen mit Gewalt küssen will, unbestraft bleibe. „Svenska Dagbladet" macht diese Feststellung voller Empörung und ruft die Juristen des Landes auf, sich mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen. Der Kriminalchef meint, wenn ein Mädchen ohne ihre Einwilligung geküßt würde, könne man wegen Ehrenkränkung oder rechtswidrigen Zwanges klagen, nur müßte die Ueberfallene selbst den Strafantrag stellen. Die Büroangestellte dachte nun nicht daran, den allzukühnen jungen Mann zu verklagen. So blieb dieser Fall ungeklärt. Im übrigen ist ein anderer Advokat der Ansicht, es würde zu absurden Konsequenzen führen, wenn jeder Jüngling, der ein Mädchen ohne ihre Einwilligung zu küssen ver- suchte, wegen Freiheitsberaubung angeklagt werden sollte; dann kämen die Richter nicht mehr aus dem Talar heraus ...
Der Berkehrsunfall.
(—) London.
Der Lastwagen-Chauffeur John Smith fuhr seit Jahrzehnten ohne Unfall mit seinen Lastwagen durch die Welt. Bis ihm plötzlich auf der Straße nach Romford ein böser Unfall zustieß: er fuhr einen anderen Wagen und einen Gartenzaun in Trümmer. Die Folge war, daß der Kadi sich mit ihm beschäftigen mußte. Und so kam es zu jener einzigartigen Verteidigungsrede eines englischen Chauffeurs:
„Ich bin und war Vegetarier, überzeugt und unerschütterlich. Aber an jenem Unfallstag wurde ich von meinem Chef gezwungen, eine Schweine- fleifch-Paftete zu essen. Die Folge waren schwere Verdauungsstörungen. Ich bin wieder zum reinen Vegetariertum zurückgekehrt, mir wird nichts mehr geschehen."
Der Richter beugte sich tief über feine Akten, wurde sich darüber klar, daß es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, von denen der Fleischesser sich nichts träumen läßt und diktierte ihm 5 Schilling Strafe zu. So billig ist ein Fleischesser sicher noch nie davongekommen ...
Der „Schwarz-Drofchkenchauffeur".
(2) Paris.
Niemals dürfte auf dieser Erde ein Taxameter- chaufftnr einen so „billigen" Betrieb unterhalten und so große „Reingewinne" erzielt haben, wie Albert Drieu. Er besaß nämlich gar keine Taxe, sondern stieg in irgendeine vom Besitzer im Augenblick verlassene Kraftdroschke hinein, griff den nächsten Fahrgast auf, legte mit ihm die gewünschte Fahrstrecke zurück, kassierte den in Frage kommenden Betrag und lieh das Auto stehen. Mitunter,
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Generalfeldmarschall von Mackensen, der in diesen Tagen den Jade-Städten und Bremen einen Besuch abstattete, besichtigte das Panzerschiff „Deutschland" und schritt die Front der angetretenen Mannschaften ab. — (Presse-Bild-Zentrale-M.)
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
Roosevelts Panzerwagen.
(th) Buffalo.
Gegen dieses Auto sind die schönsten Panzerwagen der Gangsterkönige wahre Streichholzschachteln. Roosevelt hat sich nämlich in Buffalo einen Panzerwagen bauen lassen, der eine Kreuzung zwischen Tank und Luxusauto darstellt. Unter einem schönen blauen Anstrich liegen mächtige Stahlplatten. Die Scheiben aber sind aus dreifachem kugelsicheren Glas.
Der Chauffeur hat neben seinem Volant einen kleinen Handgriff, der im Nu ein Maschinengewehr in Tätigkeit setzen kann. Außerdem vermag er mit seinem Wagen bequem 190—200 Kilometer in der Stunde zu bewältigen, wenn es einmal darauf ankommen sollte.
25 Wv Familien suchen neue Namen.
(ha) Helsingfors.
Der Abwehrkampf gegen die schwedischen Sprach- und Kultureinflüsse hat eine neue interessante Etappe erreicht: Heute ist man in Finnland stolz darauf, wenn jemand statt Finnland „Suomi" sagt und statt Helsingfors „Helsinki". Um aber vor aller Welt zu beweisen, daß man heute finnisch und nicht mehr schwedisch gesonnen sei, geht man dazu über, alle alten schwedischen Namen in finnische umzuändern.
So haben sich bisher 25 000 Familien mit entsprechenden Anträgen an die Regierung gewandt. 30 000 oder 40 000 werden ihnen folgen. Die Gesuche sind bewilligt. Es gilt jetzt nur noch, die entsprechenden Namen zu finden. Und wenn sie gefunden sind, dann hat jeder für seinen Bekanntenkreis die neuen Namen auswendig zu lernen. Den meisten Kummer aber werden die Briefträger haben, die die Briefe mit den alten Namen an die neuen Namen zustellen müssen. Aber man hofft in Finnland, daß auch diese Schwierigkeiten überstanden werden.
Darf ein Mädchen im Fahrstuhl geküßt werden?
Da. Stockholm.
Die Stockholmer Presse beschäftigt sich zur Zeit mit Leidenschaft und Hinaabe mit einem Thema, in dessen Mittelpunkt ein junges Mädchen und ein !unger Mann stehen. Eine im Büro angestellte unge Stockholmerin kam mit 5000 Kronen von der Bank an ihre Arbeitsstätte zurück, stieg in den Fahrstuhl und traf dort mit einem jungen Mann zusammen, der ebenfalls bis zum vierten Stock mitfuhr. Als das Mädchen aussteigen wollte, griff der Mann plötzlich nach ihrem Hals. Sie schüttelte ihn mit Gewalt ab und rief um Hilfe. Die anderen Büroangestellten, kamen herbei, der Mann wurde festgenommen und als Gangster auf der Polizei eingeliefert. Dor Gericht behauptete der Angeklagte allerdings, ihm fei gar nichts an einem Diebstahl gelegen gewesen, er habe gar nichts davon gewußt.
für lebte er nun schon ein paar Jahre. Und das ging folgendermaßen zu:
Diese Tauben waren Täuberiche. Sie flogen auf die Marktplätze, an die Kirchen oder in die städtischen Taubenzüchtereien und freundeten sich dort mit den naiven Taubendamen an, die schließlich von den Reizen der Täuberiche so befangen waren, daß sie ihnen folgten. Nachweisbar hat Juan an manchen Tagen bis zu 360 Tauben „geerntet". Teils aß er sie auf, teils verkaufte er sie. Bis man eines Tages auf die Seitensprünge seiner beiden „Piratentauben" tarn. Seitdem sitzt der Spanier Orsengo hinter schwedischen Gardinen. Seine Täuberiche aber hocken trübselig in einem Staatskäfig — dem Urteilsspruch harrend, den ein hoher Rich» ter gegen sie fällen soll.
Othello am Briefkasten.
Da. Prag.
Im Smrschitz sitzt man über einen allzu eifersüchtigen Bräutigam zu Gericht, der sich nicht allein Der Verletzung des Briefgeheimnisses, sondern auch des Diebstahles staatlichen Eigentums schuldig gemacht hat. Der junge Mann war zwar sehr glücklich verlobt, und das Mädchen hatte ihm keine Ur- fache gegeben, einen schändlichen Argwohn zu hegen. Dennoch spürte er stets um sie herum, paßte auf, von wem sie Briefe empfing, mit wem sie befreundet war und was sie in seiner Abwesenheit trieb. So beobachtete er eines Tages, daß sie aus ihrem Hause kam, einen Brief in den nächsten Briefkasten tat und ihrer Wege ging. Othello machte, hinter einem Hausvorsprung stehend, Stiel- äugen, starrte den Briefkasten an und beschloß, den ganzen Kasten abzumontieren und sich auf diese Weise den Brief seiner Braut anzueignen. Die späte Stunde und die Einsamkeit des Ortes kamen ihm zu Hilfe; er holte sich rasch die nötigen Werkzeuge, baute den Kasten ab, sprengte ihn auf, griff sich den Brief seiner Braut heraus und las — die Adresse ihrer Tante. Ein Stein siel ihm vom Herzen. Da nahte aber schon das Verhängnis. Man fand erstens den Dieb, gegen den man schleunigst die nötigen Schritte einleitete. Die Braut fand außerdem, daß diese Eifersucht entschieden zu weit gehe, und sagte sich von dem Unglücklichen los. Schließlich interessierte sich sogar die Regierung für den Fall und erhob ebenfalls Klage gegen den Sünder, so daß der Mann, ein Opfer der maßlosen Eifersucht, vor lauter Pech nicht mehr ein noch aus weiß.
Attila bekam sein Denkmal.
(h) Budapest.
Zur Zeit feiert man überall in Ungarn in Erinnerung an bas Jahr 435 das Gedächtnis des Hunnenkönigs Attila. Um diese Ehrungen zu vollenden, hat man in diesen Tagen Attila sogar ein Denkmal errichtet. Es ist 7 Meter hoch und zeiat den Hunnenfürsten auf einer Erdkugel stehend, seine Arme verschränkt auf fein Schwert gestützt. Woher der Bildhauer das Modell nahm, ist selbst den Historikern schleierhaft.
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Mensch. Aber es gab und gibt glücklicherweise ge- die Zukunft der deutschen Fliegerei ganz gewiß rade in unserem Vaterlande eine so außerordentlich nicht bange zu sein braucht. Im Gegenteil — ge- große Zahl von jungen Menschen, die all den von rade die besondere Art des Deutschen bietet alle uns ja nur anaebeuteten Bedingungen körperlicher Voraussetzungen dafür, daß wir wirklich „ein Volk und seelischer Art voll entsprechen, daß es uns um von Fliegern" werden.
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