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felhaft feindlich fei. Flandin fei ein Fachmann in Finanz- und Haushaltsfragen; er fei der richtige Mann am richtigen Platze und deshalb müßte der Politik mehr denn je der Vortritt gelassen werden. Wenn sich die Kammer für die Abwertung ausspräche, wäre das der Triumph der Spekulanten, die Lösung der Faulheit, ein Behelfsmittel aber kein Heilmittel

DerExcelsior" bemerkt, außer der Republikani- scheu Vereinigung seien alle Fraktionen geteilter Ansicht ober entschieden gegen das Ermächtigungsgesetz. Die Beweggründe, die H e r r i o t geltend gemacht habe, hätten die Wider­stände der in ihrer Mehrheit ablehnend eingestellten Radikalsozialisten nicht überwinden können. Der Matin" erklärt, am Dienstag habe in der Kammer d i e übel st e Sti mmun a geherrscht, eine Miesmacherstimmung, eine Stimmung der kleinen Politik, eine Stimmung der Verständnislosigkeit. Sicher könne man aber Voraussagen, daß die Kam­mer gezwungen sein werde, die Vollmachten zu bewilligen. Entweder werde sie sie sofort der jetzigen Regierung zugestehen, dann werde keine Abwertung erfolgen, ober sie werbe sie einer anberen Regierung bewilligen, wenn es zu spät sein werbe.

Ungarn fordert Gleichberechtigung.

Gömbös über die Grundlinien der ungarischen Außenpolitik.

B u b a p e st, 28. Mai. (DNB.) Das Abgeord­netenhaus nahm den Haushalt des Kriegsministe- riums an. Ministerpräsident G ö m b ö s betonte, daß die Durchsetzung der Gleichberechtigung für Ungarn eine der wichtigsten Fragen fei. Die Generation, die alle Greuel des Krieges kenne, wisie sehr wohl, daß es ihre Pflicht fei, alles zu zu tun, um einen neuen Krieg zu ver­hindern Aber die abgerüsteten Nationen feien eine Gefahr für den Frieden Europas, da die aus­gerüsteten Staaten in ihnen immer eine leichte Beute sehen würden. Ohne Gleichberech­tigung sei kein dauernder Friede möglich. Ungarn vertraue a u f d i e Gerechtigkeit des Völkerbundes. Denn es wäre ihm sehr peinlich, wenn es zu willkür­lichen Mitteln greifen müßte. Es fordere die Einführung der allgemeinen Wehr­pflicht mit höchstens zweijähriger Dienstzeit, eine gleiche Aufrüstungsmöglichkeit wie die Kleine Entente, ferner die Zulassung von Luftabwehr- und L u f t k a m p f m i t- fein für das ungarische Heer. Selbst dann würde Ungarn noch immer eine kleinere Wehrmacht haben als der kleinste Staat der Kleinen Entente.

Die evfte positive Richtung der ungarischen Außen­politik sei die italienische gewesen. Der rö­mische Pakt habe sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch bewährt. Er sei der erste ge­wesen, welcher versucht habe, der europäischen Poli­tik reale Grundlagen zu geben. Wenn die Verhand­lungen über eine Friedensordnung in Europa die Stabilisieruna der gegenwärtigen Lage nicht auf Grund der Ungerechtigkeit, sondern der Gerechtig­keit zum Ziele hätten, so würde auch Ungarn gern teilnehmen. Sollte es sich aber darum handeln, daß das französische Mächtesystem bekräftigt und die Un­gerechtigkeiten der Friedensverträge verewigt wür­den, bann könne kein ungarischer Staatsmann an diesen Verhandlungen teilnehmen Es würde im Interesse ganz Europas liegen, wenn die Vertreter der großen Nationen sich über die Frage der Un­abhängigkeit Oesterreichs einigen wür­den. Die Königsfrage fei nicht aktuell. Er fühle sich solidarisch mit Oesterreich und Italien und hege Sympathie Deutschland gegenüber Es wäre töricht, die eine ober anbere biefer Freunbschaften zu ver­nachlässigen. Die Regierung befolge eine lebialich den Interessen Ungarns bienende Außenpolitik. Seit dem Abschluß der römischen Abkommen seien große Züge auf dem politischen Schachbrett Europa er­folgt, in deren Mittelpunkt Deutschland stehe. Die Welt werde das große Verdienst Deutschlands an­erkennen, daß es der Verbreitung des Bolschewismus Einhalt geboten habe. Die ungarische Politik könne man sich kaum anders vorstellen, als daß sie die großen deutschen Kräfte immer verstehe und berücksichtige. Ungarn vertraue darauf, daß es die Gelegenheit haben werde, auf der Donaukonferenz seine gerechte Forderung auf Gleichberechtigung mit Erfolg vertreten zu können. Er glaube, baß bie ver- schiebenen politischen Pläne zu ber Linie War­schau Wien B u b a p e st Rom führen würben, bie vielleicht durch Berlin er­gänzt werbe. Diese Linie könnte das Gleich­gewicht und den Frieden sichern

Der Ersah der Wehrmacht.

Berlin, 28. Mai. (DNB.) Der Ersatzbedarf der Wehrmacht auf Grund ber allgemeinen Wehr­pflicht wirb in Zukunft nach bem territoria» len Prinzip gebecft, b. h. die Wehrkreiskom­mandos erhalten ihren Ersatz vornehmlich aus dem eigenen Wehrkreis zugewiesen. Diese Regelung ist für Ostpreußen, das von dem Mutterland abgeschnitten und nur auf seine eigenen Kräfte angewiesen ist, besonders wichtig, aber auch schwierig, da die Provinz nur dünn besiedelt ist. Der Reichskriegsminister hat es daher für notwendig gehalten, bie Wehrpflicht für die Bewohner Ostpreußens bis zum 55. L e - bensjahr zu verlängern und außerdem zur Erfüllung der aktiven Dienstpflicht im Jahre 1935/36 noch einen zweiten Jahrgang, den Jahrgang 1910, heranzuzieyen. Es ist beahsichtiat, in den folgenden Jahren mit dem Jahrgang 1915 den Jahrgang 1911, mit dem Jahr­gang 1916 den Jahrgang 1912, mit dem Jahrgang 1917 den Jahrgang 1913 einzuziehen.

Reichsminister Rust spricht zu den Studentenschastsführern.

Berlin, 28. Mai. (DNB.) Die Stuben- tenschaftsführer ber Universitäten, Tech­nischen Hochschulen unb Hochschulen für Lehrerbil­dung traten am Dienstag, den 28. Mai, zu einer Arbeitstagung im Reichswiffen- fchaftsministerium zusammen. In ein­gehenden Beratungen mit den Referenten der Hochschulabteilung wurden die schwebenden Stu- dentenschastsfragen besprochen. Im Verlaufe der Tagung nahm Reichsminister R u ft Gelegenheit, die Studentenschaftsführer in seinem Ministerium persönlich willkommen zu heißen. Der Minister schilderte, wiederholt von stürmischem Beifall unterbrochen die Entwicklung ber Stu­dentenschaftsfrage feit der Machtergrei­fung und entwickelte dann eingehend den heuti­gen Aufgaben- und Zuständigkeits- kreis ber Deutschen Studentenschaft

Das endgültige Programm zum Gautag Heffen-Aassau in Darmstadt am 1. und 2. Juni.

Samstag, den IJunL

Don 17.30 bis 19.30 Uhr finden folgende Ta­gungen statt: _ ,

Hoheitsträger: Städtischer Saalbau, Saal- baustraße. Leitung: der Stellvertreter des Gau­leiters, Pg. Reiner. Es sprechen (Bauleiter Sprenger und Reichsorganisationsleiter pg. Frauendorfer.

Propagandaleiter: Großes Haus (Lan­destheater). Leitung: Gauamtsleiter Pg. Mülle r Scheid Zum AbschlußSchach dem Zaren . Eine Stunde weltgeschichtlicher Entscheidung. Dra- matische Szene von Wilhelm Müller-Scheid. Aufgeführt von Künstlern des Hess. Landestheaters.

NSV.: Turnhalle, Woogsplatz. Leitung: Gau­amtsleiter Pg Haug. Es spricht Gauleiter Sprenger.

Wirtschaftsberater: Rummelbrau, Rhein- straße. Leitung: Gauamtsleiter Pg. Eckart.

Amt für Beamte: Kleines Haus (Theater). Leitung: Gauamtsleiter Pg. Kremmer.

Amt für Technik: Fürstensaal, Grafenstraße. Leitung: Gauamtsleiter Pg. Schönbein..

NS. Studentenbund: Concordiasaal, Mackensenstr. Leitung: Gauamtsleiter Pg. Walcher.

Rassenpolitisches Amt: Gasthaus zur Krone, Schustergasse. Leitung: Gauamtsleiter Pg. Kranz. Es spricht Reichsamtsleiter Pg. Groß.

Amt für Erzieher: Turnhalle Bessungen, Heidelberger Straße. Leitung: Gauamtsleiter Pg. Ringshausen.

Kassenleiter: Reichshof, Rheinstraße. Lei­tung: Gauamtsleiter Pg. E ck.

Parteirichter: 19.30 Uhr, Hauptbahnhof, Wartesaal 1. und 2. Klasse. Leitung: Gaurichter Pg. von Lyncker.

N S K O V.: Haus der Arbeit, Bismarkstraße 19 (nicht wie im Programm vermerkt: Kronenbräu- fetter, Dieburger Straße). Leitung: Gauamtsleiter Pg. Ziegler. Es spricht Reichsamtsleiter Pg. Oberlindober.

Die alte Garde: Treffpunkt:Alte Post".

Am weißen Turm, (Desch). (Nicht wie im Pro­gramm angegeben Ratskeller.) Leitung: Pg. G i m b e l.

Sonntag, den 2.3uni.

7.00 9.00 Uhr: Turn- und Spielbewegung der HI. auf dem Polizeisportplatz Darm­stadt.

8.00 9.00 Uhr: Tagung ber Betriebszellenob­männer, Vertrauensmänner unb Be­triebsführer (Festhatte). Leitung: Lan- besobmann Pg. Willi Becker.

9.3010.30 Uhr: Es tagen in der Fest- halle: die Gauamtsleiter, bie Kreis­leiter, bie Kreisamtsleiter, bie Orts­gruppen- unb Stützpunktleiter. Von ber DAF. und KdF. bie Amtswalter unb Warte bes Gaues unb ber Kreise. SA., SS. unb NSKK. vom Sturm­führer an und HI. vom Gefolgschafts­führer an aufwärts, sowie Vertreter des Arbeitsdienstes. Es sprechen u. a. Reichsorganisationsleiter Pg. Dr. Ley unb Gauleiter Sprenger.

11.0012.00 Uhr: Großkunbgedung auf bem Festhattenaelänbe.

12.3014.30 Uhr: Massenverpflegung burch ben Hilfszug Bayern auf verschiedenen Plätzen.

15.00 Uhr: Vorbeimarsch (wird abge» nommen in der Rheinstraße in Höhe bes Hauses der Kreisleitung).

Auf den Tagungen werden u. a. sprechen: Reichsorganisationsleiter Pg. Dr. Ley, Gauleiter Sprenger, Reichsamtsleiter Pg. Frauen­dorfer und Reichsamtsleiter Pg. O d e r l i n d - ober.

Programm des Volksfestes.

Samstag, den I.Juni.

Veranstaltet von ber NSG.Kraft burch Freude". Eintritt frei, nur für Träger bes Gautagabzeichens.

20.30 Uhr: Paradeplatz: Programm: Aus- gewählte Chöre und Musikstücke. Etwa 1000 San­ger, Sprechchöre der HI. und des Arbeitsdienstes und die Gaukapelle Cornelius.

Schillerplatz: Programm: Heiteres Volks­tum. Mitwirkende: Oberhessische und Odenwälder Trachtengruppen, eine Oppenheimer Küfertanz­gruppe, sowie die. bekannten oberhessischen Humo­risten Georg Heß, Balser-Backes und eine Kapelle.

Marktplatz: Großes Konzert (Militärmusik), ausgeführt von verschiedenen Kapellen, ferner Sprech- und Gesangschöre von Darmstädter und auswärtigen Werken

Großer Schloßhof: Allgemeiner Tanz im Freien. Außerdem Gesangs- und Vortragsein­lagen von bekannten Künstlern.

Kleiner Schloßhof: Fröhlicher Abend im Weindorf. (Der Schloßhof wird zu einem Wem- borf umgestaltet.) Mitwirkenbe: U. a. die lustigen Lanbsknechte Kremer und Merz, der Humorist Balser-Backes, Leni Gehrig (Sopran) und Willy Eichel (Tenor).

Samstag- und Sonntagnachmittag findet außer« dem ein Kinderballonwettbewerb statt. Die Polizeistunde ist von Samstag auf Sonn­tag aufgehoben. Von 2 Uhr nachts bis 7 Uhr früh ist in den Lokalen Alkoholsperre.

Frühlingsfest im Schwalbennest

Ein heiterer Abend, mit Gesang und Tanz im Orpheum, Darmstadt, Aeußere Ringstraße 98, Samstag, den 1 Juni, abends 20.30 Uhr Mitwir­kende: Henny Herze (Sopran), Willi Eichel (Tenor). Das Landes-Sinfonieorchester und das Ballett des Hefsischen Landestheaters, Darmstadt.

Zeder Teilnehmer am Ganiag trägt das Gautag - Abzeichen und kaust das ausführliche Programm.

Oer Reichsbauernführer eröffnet die zweite Reichsnährstandsschau in Hamburg.

Hamburg, 28. Mai (DNB.) Die 2. Reichs­nährstands-Ausstellung wurde am Dienstagmittag durch ben Reichsbauernführer R. Walther D a r r 6 in Anwesenheit von runb 100 000 Volksgenossen aus Land und Stadt feierlich eröffnet. Schon meh­rere Stunden vor Beginn stauten sich in bem gro­ßen Vorführungsraum unb in den Zufahrtsstraßen gewaltige Massen. Man sah Bauern aus allen Teilen des Reiches, darunter viele in ihren traditionellen Trachten. Mundart en aus allen Stammesgebieten Deutschlands klangen einem ins Ohr. Von vielen hundert Masten und von ben Ausstellungshallen unb (Bebäuben leuchteten bie Farben bes neuen Deutschlanbs. Un­ter ben Klängen bes Präsentiermarsches schritt ber Retchsdauernführer mit Reichsführer SS. Himmler unb Reichsstatthalter Kaufmann bie Front bes SS.-Ehrensturmes ab. Der Finnlän- bische Reitermarsch, gespielt von ber Kapelle ber SS., bilbete ben Auftakt zur Eröffnungsfeier. Nach einer Begrüßungsansprache bes Lanbesbauernfüh- rers v. R h e b e n hieß Reichsstatthalter (Bauleiter Kaufmann ben Reichsbauernführer unb bie hunberttausenb Volksgenossen bes Bauernstandes In Hamburg herzlich willkommen.

Der Staatssekretär im Reichsernährungsmini­sterium Racke sprach dann über die gründ- legenden Fragen der Preis- und Marktordnung.

Mchsbauernsührer Darrü

trat sodann, stürmisch begrüßt, ans Mikrophon, um u. a. folgendes auszuführen: Auf ben früheren Ausstellungen ber DLG. wurden vor allen Dingen technische Einzellei st ungen auf landwirt­schaftlichem Gebiet gezeigt. Die heutigen Ausstellun­gen bes Reichsnährstanbes finb etwas grundsätzlich a n b e r e 5. Entsprechend ber nationalsozialistischen Auffassung des Bauerntums wird heute die Ver­bindung von Mensch, Hof unb Volks­wirtschaft gezeigt. Sie zeigt ben Bauer nicht nur als Leiter feines Betriebs, fonbern vor allen Dingen als Ernährer unb Erhalter bes brutschen Volkes. Durch die Marktord­nung ist dem Bauer bie Sorge um ben Absatz abgenommen. Die Privatinitiative des Bauern kann sich nunmehr auf dem Hofe selbst aus­wirken. Wer die prächtigen Tiere mit ihren hohen Leistungen, die Saaten unb Züchtungen sieht, wird bie Privatinitiative bes Bauern nicht vermissen, eine Privatinitiative, bie sich nunmehr im volks­wirtschaftlich richtigen Sinne auswirkt.

Auf bem Gebiete der Pferbezucht gehen mir heute ben Weg, hoben ft änbige Zuchten aufzubauen. Die Erfahrung hat uns gezeigt, baß es wenig Zweck hat, die Tiere, bie für eine Gegend noch so gut sein mögen, in andere Gegenden zu verpflanzen, in ber Hoffnung, dort bas Tier im selben Typ erhalten zu können. Denselben Weg beschreiten wir auf bem Gebiete ber Rindvieh- Haltung. Wir finb ber Auffassung, baß bie Lösung^ bes Fettproblems über ben Weg einer bobenftänbigen Leistungsherbe führen muß Dazu aehört eine gesunde, wirtschaftseigene Futtergrund­lage, wie sie bereits in ben letzten Jahren burch stärkeren Silobau usw. gefördert würbe. Die Schweinehaltung wollen wir auf ber wirt­schaftseigenen Futterbasis aufbauen. Auch hier ist es bas Ziel, über ben Weg ber Schweinemast bas Fettproblem zu lösen. Bodenständige S ch a f z u ch - t e n sollen dazu beitragen, bie Wollerzeugung auf ein für bie deutschen Verhältnisse höchstes Maß zu bringen. Wir wollen dadurch, daß mir bie Schafe jur Dermertung brachliegender Flächen unb über­flüssigen Futters oermenben, eine verbesserte Aus­nutzung bes beutschen Bodens herbeiführen. Wir wollen auch ber Geflügelhaltung in bem bäuerlichen Betrieb wieder ben Platz schaffen, ber ihr zukommt. Aehnliche Maßnahmen sind auf bem (Bebiete der Pflanzenzucht getroffen worden. Wir sehen auch hier Sorteneinschränkung und bessere Uebersicht. Durch die Verbesserung der Wirtschafts­lage des Bauerntums konnte sich auch ber Bauer wieder der Verbesserung seines Maschi­nenparkes zuwenden. Die Ausstellung zeigt,

baß auch bie Maschinenindustrie gewillt ist, ben Bauern in feinem großen Aufbauwerk zu unter­stützen.

Alles in »allem wirb diese Ausstellung dem Be­schauer bas Bitt) .einer ft e 11 g e n Aufwärts­entwicklung ber deutschen Landwirtschaft zeigen. Bauerntum und Landwirtschaft werden hierbei nicht nur getrieben von ihrem alten sprichwörtlichen

Fleiß, sondern auch von bem Pflichtbewußtsein gegenüber bem eigenen Volk. Darüber hinaus aber ist es uns ein besonderes Bedürfnis, mitzuarbeiten an dem gewaltigen Aufbauwerk unferes Führers unb Reichskanzlers Adolf Hitler, dessen aenialer Lebensarbeit mir ausschließlich die Tatsache ver­danken, daß wir uns aus einem entsetzlichen wirt­schaftlichen Fall wieder emporheben konnten.

netiysnayrstanoes. (Preffe-Bild-Zentrale-M.)

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Die Grundlagen deutscher Handelspolitik.

Am Abend des Eröffnungstages veranstaltete ber Senat im Kaisersaal bes Hamburger Rathauses einen Empfang, ber durch die Anwesenheit des Reichsbauernführer Darr 6 unb bes Reichsführers SS. Himmler besondere Bedeutung erhielt. Nach einer Begrüßungsansprache des Regierenden Bür­germeisters K r o g m a n n sprach Stabsführer Reischle Hamburg den Dank aus für die aast- freundliche Aufnahme. Dann hielt Reichsbauern- führer D a r r 6 einen Vortrag überDie Grund­lagen deutscher Handelspolitik" Der Minister gab einen Ueberblick über bie Entwicklung bes allmäh- llchen Anschlusses Hamburgs an bie beutsche Zoll­einheit. So wie für Hamburg, steht auch für bie Agrarpolitik ber nationalen Erhebung bie Per- s o n Bismarcks im Anfang Bismarck hatte er­kannt, baß aller handelspolitischer Aufschwung Deutschlanbs nur bann von Dauer sein könne, wenn Deutschland die Tatsache seiner kontinentalen Lage in Europa nicht vergäße. Bismarck kam zu der Erkenntnis, baß eine nationalpolitische Selbständigkeit zumindest eine relative Unabhängigkeit auf dem Gebiete der Ernährung bedinge. Bismarck geriet aber mit feinem Wollen in eine Zwickmühle yinein, aus ber er selber nicht berausgefunben hat Eine gewisse er- nährungspolitische Unabhängigkeit Deutschlanbs war nach Lage ber Dinge nur burch einen unmittel» baren Schutz ber beutschen Landwirtschaft möglich Dieser war aber zu Bismarcks Zeit lediglich auf der Grundlage eines Zollsystems durchzuführen, D h. der Staat verteuerte ben Preis ausländischer Lebensmittel, um dadurch der eigenen Landwirt­schaft ausreichende Preise zu gewährleisten. Die Ab­sicht des Schutzes der eigenen Landwirtschaft führt

zwangsläufig zu Erschwerungen auf handelspoliti­sche" unb außenpolitischen Gebieten für die Staats» fuhrung. Bismarck ermöglichte bem fränkischen Bauernsohn Gustav R u h l a n d, der sich als Volks- Wirtschaftler einen Ruf erworben hatte, eine Welt- retfe, um festzustetten, wie auf dem Weltmarkt die Dinge ernährungspolitisch liegen. Als Ruhland von seiner Weltreise zurückkehrte, war Bismarck gestürzt. Auf der Grundlage der Erkenntnisse Gustav Ruh­lands, wenn auch in modernisierter Form, konnten wir das Sy st em des Zollschutzes für die Landwirtschaft verlassen. Was Bismarck suchte, nämlich die Freiheit der Handels- und Außenpolitik unter gleichzeitigem Schutz der Ernährungsgrundlage des deutschen Volkes, ist uns heute auf der Grundlage Ruhlandfcher Gedankengänge unter unmittelbarer Anknüpfung an Bismarcks Wollen gelungen

Kleine politische Nachrichten.

Ministerpräsident General Göring unb feine Begleitung trafen Dienstag abend 1 n B a g u f a ein.

Ser tschechoslowakische Ministerpräsident Main. L/is ub°rre chte dem Präsidenten der Republik M a f a r y k im Schloß Lany die Rücktritts- erf bes Oesamtkabinetts, die oom Präsidenten angenommen wurde. (Bleich» jjethg betraute der Präsident Malypetr mit der B il- düng des neuen Kabinetts.

3" Rhn.f der italienisch.abef.

rni? hl? In® chlichtungsausschuß, der sich d^"lL^reitigkeiten zu beschäftigen haben werde. * Montreux zusammentreten