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Oberheffen.

Oer Führer als Ehrenpate.

Burg-Gemünden, 28. April. Bei dem 10. Kinde, dem 7. Sohne des Arbeiters Jo­hann Sann II., Hierselbst, hat der Führer lind Reichskanzler Me Ehrenpatenschaft über­nommen. Die Eltern erhielten von dem Führer ein Glückwunschschreiben und ein Geschenk für den kleinen Erdenbürger.

Chor- und Orchesterkonzert der^Sängervereinigung Lärilia^ in Lich

I Lich, 29. April. Wie sehr sich die im Jahre 1934 erfolgte Zusammenlegung der Gesangvereine einer Stadt zum Segen des Männerchorwesens und des deutschen Liedes ausgewirkt hat, bewies das am gestrigen Sonntagnachmittag in der hiesigen Turnhalle abgehaltene GroßkonzertderSän- g e r v e r e i n i g u n gC ä c i l i a., des einzigen Mannergesangvereins unserer Stadt. Standen schon die früheren Konzerte des ehemaligen Gesangver­einsCacilia" auf sehr beachtlicher Höhe, so zeigte das gestrige Konzert, daß noch eine Steigerung der Leistungen erwartet werden kann, da alle in früheren Jahren zersplitterten Kräfte zu gemeinsamer Arbeit zusammenstehen, wie dies heute bei der Sänger­vereinigung Cäcilia" mit ihren 70 aktiven Sängern der Fall ist. Mit zur Hebung der gesteigerten Lei­stung trug der Umstand bei, daß sich die Sänger- verelnigungCäcilia" für ihr gestriges Konzert die Mitwirkung eines Männergesangvereins aus der speziellen Pflegestätte des Männerchorwesens im Kreise Gießen, des MännergesangvereinsSänger- kranz"-Watzenborn, gesichert hatte. Beiden Verei­nen, derCäcilia" und demSängerkranz", steht in Herrn Ernst I l g e eine Krafe als Chorleiter zur Verfügung, die die Sänger zu einem hervorragen­den Klangkörper von etwa 120 Sängern zusammen- geschweiht hatte, der alle Klippen in den zum Teil schwierigen, ja sogar sehr schwierigen Kompositionen mühelos überwand.

Die sorgfältig zusammengestellte Vortragsfolge zeugte von dem Bestreben, das Konzert auf einer hohen künstlerischen Stufe durchzuführen. Das Orchester, gestellt von dem gesamten Musikkorps der Gießener Wehrmacht unter persönlicher Leitung von Obermusikmeister K r a u ß e, eröffnete mit der Ouvertüre zur OperRienzi" vom Wagner die Dortragsfolge und erwarb sich mit hervorragen­dem Vortrag den starken Beifall der Besucher. Weitere Orchestervorträge von Kompositionen von Grieg, Wagner, Brahms, Morena u. a. wurden in denkbar bester Weise dargeboten und mit wahren Beifallstürmen ausgenommen, so daß sich die Ka­pelle mehrmals zu Zugaben entschließen mußte. Die oorgetragenen Männerchöre, Werke von Bauß- ner, Gneg, Möring und Strauß, und einige der bekanntesten Volkslieder wurden vollendet zu Ge­hör gebracht. Die saubere Deklamation ermöglichte es, den Liedertexten gut zu folgen. Bei sämtlichen Chören war die völlige Bindung zwischen Sängern und dem Leiter festzustellen. Die wunderbare Ton­bildung fiel namentlich in den Pianostellen angenehm auf. Besondere Anerkennung gebührt dem tadel­losen Vortrag der beiden ChöreLanderkennung" von Grieg, der mit Orchesterbegleitung gesungen wurde, und dem ebenfalls sehr schweren Chor Trompeter an der Katzbach" von Möring. Daß auch dem Volkslied seine gebührende Anerkennung zuteil wurde, ist selbstverständlich; besonders gefie­len hier die ChöreKöln am Rhein, du schönes Städtchen", komponiert von dem früheren Musik- lchrer Geller in Gießen, fernerMorgen wan­dern wir" von Fiedler undHeut scheid' ich von Jsenmann. Den Ausklang bildete der Chor mit OrchesterbegleitungRosen aus dem Süden" von Strauß, der infolge des anhaltenden Beifalls wie­derholt werden mußte.

Der Besuch des Konzerts war zufriedenstellend, einen großen Teil der Besucher stellten die Bruder­vereine aus den Nachbarorten; auch aus Gießen und Marburg waren zahlreiche Sangesbrüder und interessierte Chorleiter gekommen. Die Darbietungen waren ein Bekenntnis der Sänger und des Chor­leiters, volksbildend mitzuarbeiten an den hohen Ausgaben und Zielen des Dritten Reiches, die Volksgenossen mit einem der besten Güter unseres deutschen Volkes, der deutschen Musik und dem deutscyen Lied, bekanntzumachen und in Liebe dazu zu erziehen.

Landkreis Gießen.

* Allendorf, (Lahn), 28 April. Frau Marie Binz von hier, die Ehefrau des Landwirts Binz, erlitt bei einem Unfall einen Bruch des rechten Unterschenkels und mußte dem Krankenhaus zu Gießen zugeführt werden.

5 Steinbach, 29. April. Am gestrigen Sonn­tagnachmittag fand in unserem Gotteshaus eine Feier zur Aufnahme der Klein st en in die Schule statt. Die Zahl der Abc-Schützen

beträgt dieses Jahr 25 (13 Jungen und 12 Mäd­chen). Zum Vergleich sei angeführt, daß dieses Jahr 19 Kinder aus Der Schule entlassen wurden. In A l b a ch fand ebenfalls eine Aufnahmefeier statt, hier im Anschluß an den Hauptgottesdienst. Die Zahl der hier neu eintretenden Kinder ist 4, 3 Mädchen und 1 Junge, entlassen wurden Ostern 1935 6 Kinder.

+ Grünberg, 28. April. Am Samstag fand imHessischen Hof" eine außerordentliche Hauptversammlung des Vorschußver­eins e. G. m. b. H. statt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Schlossermeister Hrch. Schmidt II., der die Versammlung leitete, gedachte zunächst mit ehrenden Worten des verstorbenen Rechners Karl Möller, dessen Andenken in der üblichen Weise geehrt wurde. Einziger Verhandlungsgegenstand war Vorstandswahl. Aus diesem Grunde wohnten der Versammlung bei Direktor L ü h r i n g (Frankfurt a. M.), der Leiter der genossenschaft­lichen Zentralkasse und Gleichschalter für den Be­zirk Hessen-Mittelrhein, ferner der für den Rechner­posten in Aussicht genommene Herr Müller (Schupbach bei Weilburg), seither an der dortigen Vereinsbank tätig. Direktor Lühring erläuterte ausführlich die heutigen gesetzlichen Bestimmungen der Genossenschaften und führte die Gründe an, weshalb ein Herr aus Genossenschaftskreisen als Rechner zu nehmen sei. Nach einer Empfehlung des Herrn Müller, den er als geeignet für den Posten erklärte, schilderte dieser seinen Lebenslauf und versprach, mit seinen Kräften für das Wohl der Kasse tätig zu sein. Der Vorsitzende gab noch bekannt, daß der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung der Bewerbungen sich einstimmig für Herrn Müller entschieden habe. Die statutengemäß vorzunehmende schriftliche Wahl ergab bei 30 ab­gegebenen Stimmen 29 Stimmen für Herrn Müller (1 Zettel war weiß). Als zweites Vor­standsmitglied wurde bann mit 30 Stimmen der seitherige Angestellte Karl Sch model gewählt. Beide Herren nahmen die Wahl an und verspra­chen, ihr Bestes für die Kasse zu tun. Direktor L ü h r i n g gab ihnen noch Richtlinien für die Arbeiten einer Genossenschaftskasse und wies auf die wichtige Aufgabe hin, die eine gut fundierte Kasse leisten kann. Hierauf schloß der Vorsitzende die Versammlung.

Grünberg, 29.April. Dieser Tage wurden eine hiesige Einwohnerin und ein Einwohner wegen

Die Generalversammlung am Samstag, die durch 186 Aktionäre mit 423,79 Millionen RM. Stamm­kapital und 40 Millionen RM. Vorzugsaktien ver­treten war, genehmigte ohne Aussprache den Ab­schluß für 1934 mit wieder 7 v. H. Dividende. Den verstorbenen Aussichtsratsmitgliedern Rud. Mann, Dr. Wilhelm von Mei st er und vor allem Dr. Carl D u i s b e r g wurde ein herzlicher, würdiger Nachruf gewidmet.

Gehennrat Schmitz yab einige Erläuterungen zur Bilanz und berücksichtigte dabei die Entwicklung innerhalb der letzten 10 Jahre, seitdem die IG. Farbenindustrie nunmehr besteht. In der 1934er Bilanz haben sich Beteiligungen um 1, Wertpapiere um 7, flüssige Mittel um 2 und Forderungen um 18 Millionen RM. erhöht, während Anlagen um 6 und Vorräte um 21 Millionen RM. abgenommen haben. Den Zugängen von 77 Millionen RM. bei den Anlagen stehen bekanntlich 80 Millionen RM. Abschreibungen gegenüber, wovon 53 Millionen RM. als Normalabschreibungen zu betrachten sind. Anderseits betrage heute wie im Vorjahre das Stammkapital 680 Millionen, gegen 642 Millionen am 1. Januar 1925. Für die um 15 Millionen RM. ermäßigten Teilschuldverschreibungen von noch 162 Millionen RM. sind gegebenenfalls bei einem Um­tausch nom. 81 Millionen erforderlich. Die Erhöhung der Bankschulden um 24 Millionen RM. erfolgte für Auslandskredite im Interesse der Devisen­beschaffung.

3m ganzen betrachtet zeige der Geschäftsbericht das Bestreben der 3G.» auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung und des Exportes das Höchste zu leisten und allen damit verbundenen Risiken möglichst Rechnung zu tragen. Aus dieser Ein­stellung ergebe sich auch zwangsläufig der un­veränderte Dividendenvorschlag von 7 v. h.» was auf das offene Bilanzvermögen berechnet eine fünfprozentige Verzinsung bedeutet.

Die Wohlfahrtsausgaben find um 7,5 Millionen erhöht, was pro Kopf der Belegschaft, die bekannt-

des Verdachts, in einem Ehescheidungsprozeß einen Meineid geschworen zu haben, von der Gen­darmerie fe st genommen und nach Gießen ge­bracht.

* Langs-dorf, 29.April. Ein hiesiger Mann schied freiwillig aus dem Leben. Er wurde im Dorfteich ertrunken aufgefunden. Bei seinem Fahrrad lag ein Zettel, auf dem er vermerkt hatte, daß seine Leiche im Dorfteich zu finden sei. Die Ursache für den Selbstmord konnte noch nicht endgültig festgestellt werden.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 28. April. Heute fand in der St.- Markuskirche die Konfirmation der evangeli- schen Schulentlassenen statt. Es waren 36 Knaben und 37 Mädchen, insgesamt 73 Konfirmanden. Zur Erstkommunion gingen heute neun Kinder in die katholische Kirche.

Preußen.

Oie Verfasserin derHessespäß" gestorben.

Marburg, 27. April, (LPD.) Nach längerer Krankheit verstarb in Ebsdorf Frau Martha Frohwein, die Verfasserin zahlreicher lustiger Geschichten und Gedichte in oberhessischer Mundart. Besonders bekannt geworden ist die Verblichene durch ihreHessespäß", aus denen der hessische Volkshumor in feinsinniger Weise herausklingt und das bäuerliche Leben in launiger Weise geschildert wird. Bei zahlreichen festlichen Veranstaltungen in Stadt und Land war sie seit Jahren ein gern ge­sehener Gast, trugen doch ihre mundartlichen Ge­dichtvorträge ober Spinnstubenbarstellungen wesent­lich zur Erhöhung ber Festesfreube bei. Als Flücht­lingskommissarin setzte sie sich nach bem Kriege tat­kräftig für bie Flüchtlinge aus Elsaß-Lothringen ein; sie würbe dafür mit dem Verdienstkreuz für Kriegshilfe ausgezeichnet.

Kreis Dehlar.

LPD. Wetzlar, 28.April. Der unvorsichtige Umgang mit Schußwaffen hat in dem Kreisort Niederbiel ein jugendliches Opfer gefordert. Dort war der 15jährige Wilhelm Läufer bei dem gleichaltrigen Wilhelm Steinbach, Der im Hofe des elterlichen Anwesens mit einem T e s ch i n g hantierte. Als Steinbach die Waffe aus der Hand legen wollte, löste sich plötzlich ein S ch u ß und drang feinem Freund in den Unterleib. Die Ver­letzung war derart schwer, daß kurz nach Einliefe­rung ins Wetzlarer Krankenhaus der Tod eintrat.

lich erhöht ist, 677 gegen 698 RM. in 1933 aus- macht. Die Belegschaft wurde um 16 632 Mann verstärkt.

Oie 3®. im ersten Vierteljahr 1935.

Der Absatz von Farben und Färberei-Hilfspro­dukten zeigt eine befriedigende Entwicklung. Chemi­kalien, Pharmazeutika und PflanzenschutzBayer" weisen ebenso wie Photographika diese aus Saisongründen verglichen mit dem ersten Quartal 1934 eine weitere Absatzsteigerung auf. Die Benzinproduktion in Leuna ist weiter planmäßig erhöht. Viscofe und Acetatseide hielten den Vor- jayresabsatz. Nur Stickstoffdüngemittel liegen etwas niedriger, trotzdem wird für die Düngeperiode 1934/35 mit einer Zunahme von etwa 10 v. H. gegen die letztjährige gerechnet.

Aus den europäischen Märkten und in lieber- fee konnte die Position der 3(3. nur unter großen Schwierigkeiten behauptet werden.

Das im Berichtsjahr 1934 erzielte Ergebnis des weitverzweigten Weltunternehmens beruhte neben ber Zunahme ber Umsätze auf den technischen Er­folgen der Betriebe, der aut eingearbeiteten Welt- oerfaufsorganifation und Der gefunden Finanzlage, die unbedingt aufrechterhalten bleiben müsse. Zu diesem Ergebnis habe jeder Werksangehörige beb getragen, Dem ber Dank ber Verwaltung ausge­sprochen wurde.

Ueber die Maßnahmen betrieblicher Sozialpolitik in ber IG.-Farben-Angestelltenschaft erklärte Ge­heimrat Schmitz noch zum Schluß, daß der Be­trag der jährlich auszuschüttenben Prämie von 4,9 auf 9,2 Mill. Mark erhöht wurde. Diese Erhöhung kommt bekanntlich nur Gefolgschaftsmitgliedern mit einem Jahreseinkommen bis zu 3600 Mark zugute. Auf den Kopf des Empfängers entfiel eine Prämie von 119 Mark gegen 69,40 in 1933. Den Ange- stellten-Penfionskaffen wurden in 1934 15,6 Mlll. Mark sowie weitere 3,4 Mill. Mark als eine Son- derzuweisung aus eigenen Mitteln überwiesen. Auch

Wirtschaft.

Generalversammlung der W.-Farbenindustrie

künftig will die IG. erhebliche zusätzliche Leistungen an die Kassen auf sich nehmen.

Der Siedlungsgedanke im Sinne der Richt­linien des Heimstättenamtes wurde wirksam unterstützt.

Bisher wurden etwa 1000 sogenannte Nebener­werbssiedlungen mit Hilfe der Firma, zumeist im Wege der kameradschaftlichen Selbsthilfe, errichtet.

Rhein-Mainische Mittagsbörse.

Uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 27. April. Die Börse erfuhr auch zum Wochenfchluß keine Geschäftsbelebung, doch war die ©runbftimmung nach ben letzttägigen Abschwächungen wiberstanbsfähiger. Für ben Ultimo erfolgten nur noch geringe Abgaben aus ber Kunb- schäft, bie Kulisse bekunbete auf ber ermäßigten Kursbasis etwas Nachfrage. Bei sehr kleinen Um­sätzen war bie Kursentwicklung nicht ganz einheitlich.

Am Aktienmarkt' konnten sich Gebr. Jung- hans um 2,25 v. H. auf 89,25 v. H. erholen, auch Rheinische Braunkohlen holten einen Teil ihres gest­rigen Rückganges ein unb notierten 213,75 (212,25). Am Chemiemarkt beftanb noch Angebot in IG. Far­ben, bie auf 145 (145,50) nachgaben; aus ber heu­tigen Generalversammlung erwartet man keine be- sonberen Mitteilungen. Scheibeanstalt verloren 1 v. H. unb Metallgesellschaft 0,50 v. H. Elektro­werte hatten sehr stilles Geschäft, aber ziemlich un» veränberte Kurse. Etwas fester lagen AEG. mit plus 0,13 v. H. unb Bekula mit plus 0,65 v. H. Montanwerte bröckelten noch überroiegenb bis 0,50 v H. ab, Harpener gingen sogar um 1 v. H. zurück, nur Stahlverein lagen 0,40 v. H. höher. Nach ben ersten Kursen traten jeboch für Montanpapiere leichte Befestigungen ein. Zellstoffaktien verloren bis 0,50 v. H., auch Schiffahrtsaktien waren noch etwas angeboten, wobei Hapag 0,75 v. H. nachgaben. Norbb. Lloyb blieben auf ber ermäßigten Abenb- börfenbafis behauptet. Von sonstigen Werten setzten Reichsbank 0,25 v. H. unb Zement Heibelderg 0,25 v H. niebriger ein.

Am Rentenmarkt zeigte sich für Altbesitz­anleihe im Hinblick auf ben 21uslöfungstermin am 3. Juni etwas Interesse mit plus 0,13 v. H. Späte Reichsschulbbuchforberungen waren zu unverändert 97 v. H. ebenfalls gefragt. Kommunal-Umfchuldung und Zinsvergütungsfcheine blieben behauptet. Von fremden Werten waren Mexikaner wieder gefragt unb bis 0,13 v. H. fester. Ferner erhöhten sich Ana­tolier um 0,25 v. H. auf 34.

Im Verlaufe blieb bas Geschäft auf allen Märk­ten sehr klein, bie Kurse lagen gegen ben Anfang nur um Bruchteile eines Prozentes nach beiden. Seiten verändert. Hapag gaben noch 0,25 v. H. nach. Hanfwerke Füssen notierten unter Berücksichtigung des Dividendenabschlages von netto 3,6 v. H. mit 81,75 v. H. etwa 1,25 v. H. fester.

Am Nentenmarkt gingen Kommunal-Umfchuldung um 0,10 v. H. zurück, im übrigen lagen die variab­len deutschen Anleihen unverändert.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 29. April. (Vvrbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 748 Rinder (190 Ochsen, 62 Bullen, 307 Kühe, 189 Färsen), 664 Kälver, 19 Schafe, 4410 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 42 Mark, Bullen 36 bis 42, Kühe 22 bis 42, Färsen 36 bis 42, Kälber 35 bis 60, Hämmel 34 bis 39, Schweine 40 bis 51 Mark. Marktverkauf: Rinder sehr lebhaft, Kälber mittelmäßig, Hämmel, Schafe, Schweine langsam.

Schweine- nndGchafzähInng am4 Z«mi

Die nächste Schweinezählung und -ermittlung von nichtbeschaupflichtigen Schweinen, Bullen, Ochsen, Kühen, Jungrindern, Kälbern, Schafen und Ziegen in jedem der vorhergehenden drei Monate im Reich ist vom Reichs- und preußischen Minister für Ernährung und Landwirtschaft für den 4. Juni 1935 angeorbnet worben. In Verbindung damit soll eine Zählung der Schafe erfolgen.

Für die Neuordnung der deutschen Schafzucht und für die Maßnahmen, bie im Zusammenhang durch­geführt werden, ist es wichtig, in möglichst kurz auf­einanderfolgenden Zeiträumen die Auswirkung der getroffenen Maßnahmen beobachten zu können. Dies ist aber bei einer nur einmal im Jahre erfolgenden Zählung, die bisher immer Anfang Dezember durch­geführt wurde, nicht möglich. Eine Zwischenzählung ber Schafe zunächst einmal, und zwar im Juni, ist aus diesen Gründen dringend geboten.

Weiter sollen zur Beurteilung ber Abkalbtermine bie bisher bie in ben brei vorgesehenen Monaten geborenen Kälber unb ferner in ben hierfür be- beutfamen Kreisen Preußens und Oldenburgs das Weidefettvieh ermittelt werden.

Für die Geheimhaltung der einzelnen statistischen Angaben ist Sorge getragen, so daß ein Mißbrauch ausgeschlossen ist. Die richtige und zuverlässige Be­antwortung der gestellten Fragen liegt im eigensten .Interesse der Bauern.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe ber zuletzt beschlossenen Divibende an. Reichsbankbiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 u. H.

Frankfurt a.M.

Berlin

Oatum

6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6/2% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

4x/»% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1934, I.......

6% eljeni.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............

<¥i% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

6%% ehem. Hess. Landes-Hypo­thekenbank Darmstadt Liaui ...

4yz% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverlchr. R. 6

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelobl. An-

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechien

»% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpfe. 15 unkündbar viö 1935 vy-% ehem. 4¥t% Franks. Hyp.-

lÜank-Liqu.-Pfandoriefe.......

5y2% ehem. 4y»% Rheinische

Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe.....

<y»% ehem. 8% Pr. Landespfand-

brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19

V/i% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanst., Gold Komm. Ool.VI

Gteuergutsch.Berrechnungsk. 35-89

Schluß­kurs

Echlußk. Abend- börie

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- bör'e

26 4-

27.4

26 4

27 4

100,13

100,13

100,25

100,25

97,5

97,13

97,4

97,13

102,9

102,9

102,5

113,13

113,35

113

113,13

100,15

100,3

100,25

100,5

98

98

98

98

96,25

96,25

96,25

96,25

100,5

100,5

91,75

92

116,75

117,5

115,75

115,4

115,75

115,75

96,25

96,25

100,75

100,75

101

101,13

100,9

101

96,5

96,25

96,25

96,25

96,5

96,25

96,25

96,25

105,9

105,9

105,9

105,9

4% Oösterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staotsrente v. 1910 4y2% desgl. von 1913..........

5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn.Anleihe Serie I.....................

26,5

26,5

26,25

26,65

1,13

1,13

1,15

1,2

7,8

7,75

7,7

7,7

7,3

7

7,3

7,1

7,25

7,4

7,2

7,55

14

14

14,2

13,8

8,5

8,5

Frankfurt a. M

Berlin

Gchluß- kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

26 4

27-4

26 4

27-4-

4% vesgl. Serie 11 ............

8,5

8,5

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

4,3

4,3

4,4

4yr%Rumän.vereinh.Rentev.l913

6,5

6,25

6,3

4,1

6,5

4% Rumänische vereinh. Rente ..

4,13

4,1

4,15

34,4

2-4% Anatolier ..............

33,75

34

34

Hamburg-Amerika-Paket .....o

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 5

Commerz- und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank..............0

Reichsbank ................12

A.E.G......................0

Bekula.................... 10

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5

Licht und Kraft ........... 6y,

Felten & Guilleaume......... 0

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Elektr..........6

SchuckertLCo............... 4

Siemens & Halske............ 7

Lahmeyer L Co..............7

Buderus ....... 0

Deutsche Erdbk ..............4

Gelsenkirchener..............0

Harpener...................0

Hoesch EisenKöln-Neuesseu .. 0

Ilse Bergbau ...............6

Klücknerwerke.......

Mannesmann-Röhren

33

32,5

32,75

27

32,25

26,75

34

34

34,25

34,4

80

80

79,75

80,5

111

111

110,65

110,65

91 75

92

92,25

92,25

94

94,5

94

94,5

94

94,5

94

94,5

158,75

158,75

158,5

37,25

37,4

37,5

37,5

132

134,25

132,25

135

104

104,75

104

104,5

120,75

121

120,75

121

89.65

89,75

90,25

89,75

120,5

120,5

120,25

121,25

122,75

122,75

123

102,25

103,5

103,25

104

148,25

148,5

148,25

148,75

121,25

121,13

122,5

121,5

96,75

96,4

97,13

96,4

105

105,25

105,13

105,13

104

103,5

103,13

103,25

91,5

92

-

145,65

119

119,25

119

119

88,25

89

88,75

89,13

76,75

76,75

77

76,9

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

Oatum

26 4

27.4

26-4

27.4.

Manöselder Bergbau ..

.......8

104,75

105

104,75

105

KvkSwerke ...........

.......5

110,25

110,65

Phönix Bergbau......

.......0

Rheinische Braunkohlen

.....12

212,25

213,75

210,5

213,75

Rheinstahl...........

.....sy.

105 75

105,5

106

105,4

Bereinigte Stahlwerke.

77,9

77,25

77,9

Otavt Minen ........

.......0

17,13

16,85

16,9

17,25

Kaliwerke Aschersleben.

.......6

113,25

113,4

113,5

Kaliwerke Westeregeln .

.......6

113,75

113

113

113,25

Kaliwerke Salzdetfurth

.....?y,

160

159

160

159,75

I. G. Farben-Jndustrie

.......7

145,5

144,75

145,5

144,75

Scheideanstalt........

.......9

213,5

212,5

Goldschmidt .........

.......0

102,5

103

103

103,75

Rütgerswerke .......

.......4

112,5

110,5

111,25

110,75

Metällgesellschaft......

.......4

97,5

97

97,25

97,25

Philipp Holzmann...........0,

Zementwerk Heidelberg ......6,

Cementwerk Karlstadt.........4.

Schultheis Patzenhofer ....... 4

Aku (SÜIgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................0

Zellstoff Waldhof ............0

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer GaS .......... 7

Daimler Motoren............ 0

Deutsche Linoleum...........6

Orenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade......................0

Accumulatoren-Fabrü....... 12

Conti-Gummi............... 8

90,4

121,25

89,5

121^

90,5

90,25

107

106,5

52,65

52,75

53,13

53,25

114,75

114

113,5

112,5

112,5

113,25

112,65

80

79,5

79,75

80

123

123,75

91,5

91,5

91,25

91,75

153,5

153,25

153,75

153,25

87,13

87

34,75

35,25

35

35,5

-

159,5

159,75

146

146

146

145,65

Gritzner....................01

Matnkrastwerke Höchst a-M.... 4

Süddeutscher Zucker ......... il

37,25 I 36 1 36,65 I

9167 1 187,751

36,25

167

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a.M.

Banknoten.

26.April

27.Aprll

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Brief

Buenos Atre.

0,658

0,662

0,658

0,662

Brüssel.....

Rio de Jan. .

41,98

42,06

41,98

42,06

0,201

0,203

0,201

0,203

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

53,39

53,49

53,30

53,40

Danzig.....

81,11

81,27

81,10

81,26

London .....

11,955

11,985

11,935

11,965

HeljingforS..

Paris ......

5,285

16,38

5,295

16,42

5,275

16,38

5,285

16,42

Holland ....

167,77

168,11

167,68

168,02

Italien.....

?0,68

20,72

20,68

20,72

Iaoan ......

0,703

0,705

0,702

0,704

Jugoslawien

5,649

5,661

60,21

5.649

5,661

Oslo..... :

60,09

59,99

60,11

Men.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

10,86

10,88

10,84

10,86

Stockholm...

61,65

61,77

61,55

61,67

Schweiz ....

80,72

80,88

80,72

80,88

Spanien....

33,93

33,99

33,89

33,95

Prag.......

10,375

10,395

10,36

10,38

Budapest ...

Neuyork...

2,482

2,486

2,478

2,482

Lerlln,27-April

Geld

Dries

Amerikanische Noten..............

2,43

2,45

Belgische Noten..................

41 ^82

41,98

Dänische Noten .................

53,09

53'31

Englische Noten .................

11,90

11,94

16 32

16'38

Holländische Noten...............

167,26

167,94

Italienische Noten................

20,76

20,84

Norwegische Noten ..............

59,78

60,02

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

_

Schwedische Noten...............

61,34

61,58

Schweizer Noten.................

80,24

80,56

Spanische Noten.................

33,42

33,56

Ungarische Noteu................