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in Reserve gehalten wurden, nunmehr in Umlauf zu setzen. Der Pfandbriefumlauf wird dadurch vor­aussichtlich um 120 Millionen Mark vermehrt wer­den. Wenn dann der Rentenmarkt, wie zu erwar­ten ist, diese Pfandbriefe bereitwillig ausgenommen haben wird, ist der Weg für wirkliche Neuemissio­nen frei. Die Mittel, die durch den Verkauf der Restbestände der Pfandbriefinstitute dem Kapital­markt entnommen werden, sollen zur Förderung des Kleinwohnungs- und Siedlungsbaues, zur Finanzierung von Hausreparaturen, insbesondere auch an landwirtschaftlichen Gebäuden, verwendet werden.

In dem Geschäftsbericht der S o f i n a , des füh­renden belgischen, aber stark international ver­zweigten Elektrizitätskonzerns werden interessante Zahlen über die Zunahme der Gesamt­produktion von elektrischer Energie in den einzel­nen Ländern zusammengestellt. Aus dieser Ueber- sicht geht hervor, daß die Zunahme der Erzeugung in Deutschland nahezuam größten war. Sie betrug nämlich im letzten Jahre 18 v. S). Nur Kanada weist mit 21 o. $). eine noch größere Steigerung auf. Dagegen hat die Elektrizitätser­zeugung in den Vereinigten Staaten nur um 6,1 o. $)., in Frankreich um 6,4 v. H. und selbst in England nur um 12,3 v. H. zugenom­men. Die deutsche Elektrizitätserzeugung hat damit den Höchststand vom Jahre 1929 bereits wieder er­reicht, während sie in fast allen anderen Ländern, mit Ausnahme Englands, noch erheblich hinter diesem Höchststände zurückbleibt.

Aus aller Wett.

14. Internationale Messe in Posen. Starke deutsche Beteiligung.

Die 14. Internationale Messe in Po - s e n wurde durch den Stadtpräsidenten eröffnet. Unter den Ehrengästen befanden sich als Vertreter des Deutschen Reiches der Posener Generalkonsul Dr. Lütgens, der Gauleiter von Schlesien, Wagner, und der schlesische Landesbauernführer v. R e i b n i tz. Als Vertreter Danzigs waren die Senatoren Huth und V a tz e r erschienen. Der polnische Minister für Wirtschaft und Handel, R a j ch m a n n, wies in einer Ansprache auf die Bedeutung der Posener Messe für die Entwicklung der polnischen Gesamtwirtschaft hin. Die Ausstel­lung selbst, die in 17 Hallen untergebracht ist und deren Umfang alle bisherigen Messen nicht nur in Posen, sondern im gesamten Polen übertrifft, ver­mittelt ein eindrucksvolles Bild von der Entwick­lung der polnischen Wirtschaft. Unter den 20 Län­dern, deren Firmen auf der Posener Messe aus­stellen, vermittelt der amtliche Stand des Deut­schen Reiches einen mustergültigen Ueberblick über die verschiedensten Zweige der deutschen In­dustrie. Der mit den Farben des Reiches geschmückte Stand, der die größte Sammelausstellung auf der Messe überhaupt ist und dessen schöne Architektur, Vielseitigkeit und Uebersichtlichkeit allgemeines Auf­sehen erregt, sand die besondere Anerkennung des polnischen Wirtschaftsministers. Danzig weist in einer wirkungsvollen Sonderausstellung auf seine herrlichen Ostseebäder mit Zoppot an der Spitze hin. Wie gkoß die beiderseitigen Hoffnungen auf einen Ausbau der deutsch-polnischen Beziehungen auch auf dem Gebiet der Wirt­schaft sind, geht nicht nur aus der in diesem Jahr auffallend großen Zahl der ausstellenden deutschen Firmen hervor neben der deutschen Gesamtschau sind noch annähernd 100 Firmen in eigener Aus­stellung vertreten sondern auch aus dem großen Interesse, das diesen deutschen Ausstellungen seitens des polnischen Publikums entgegengebracht wird. Unsozialer Velriebsführer in Schutzhaft genommen.

Der Betriebsführer und Mitinhaber einer größe­ren Firma in Hamburg ist wegen asozialen Verhaltens in Schutzhaft genommen worden. Er hat das Abhängigkeitsverhältnis seiner weiblichen Angestellten und Lehrlinge ausgenutzt

Die Vereidigung der Reichs -Innungsmeister in Frankfurt.

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Scherl-Bildmaterndienst

Die neuernannten Reichs-Jnnungsmeister des deutschen Handwerks wurden wie am Samstag schon ausführlich berichtet von Reichshandwerksmeister Schmidt in dem altehrwürdigen Bürgersaal des Frankfurter Rathauses feierlich vereidigt. Unser Bild gewährt einen Ueberblick über die feierliche Vereidigung.

und in vielen Fällen gegen An st and und Sitte verstoßen. Zwei weitere männliche Ge­folgschaftsmitglieder des Betriebes sind aus dem­selben Grunde in Schutzhaft genommen worden. Für eine gesicherte Weiterführung des Be­triebes ist in Verbindung mit dem Treuhänder der Arbeit Sorge getragen.

Wegen Devifenfchmuggels verhaftet.

Unter dem dringenden Verdacht des Devisen- s ch m u g g e l s wurden in Saarbrücken vier nicht saarländische Klostergeistltche auf Anordnung der Staatspolizei fe st genommen.

Deutsche Flüsse führen Hochwasser. Zahlreiche Ueberschwemmungen.

Die schweren Regengüsse und Wolkenbrüche der letzten Tage haben zu einem bedrohlichen Steigen des Rheins und seiner Nebenflüsse geführt. Der Neckar wies bei Diebesheim einen Pegelstand von 4,78 Meter auf. Der O b e r m a i n stieg bei Würzburg um 51 Zentimeter. Mosel und Saar haben gleichfalls bedeutend erhöhten Was­serstand. Bei Ehrenbreitstein und bei Pfaffendorf sind die Ufer vollkommen überschwemmt. Die Floß- schiffahrt ist eingestellt worden. Da die Lahn die Ufer auf weite Strecken überflutet hat, mußte dort die Schiffahrt vollkommen eingestellt werden.

In Ober- und Mittelbaden haben die seit drei Tagen anhaltenden außergewöhnlichen Niederschläge zu einem starten An st eigen der Flußläufe geführt. Besonders aus der Offenburger, Lahrer und Kehler Gegend werden Ueberflutungen weiter Acker- und Wiesenflächen gemeldet. Die sehr ergie­bigen Niederschläge der letzten Tage haben imReg- n i tz - G e b i e t, am M a i n, an den nördlichen Nebenflüssen der Donau und an der mittleren und unteren Donau Hochwasser gebracht. Ernste Hoch­wassergefahr besteht jedoch weder für den Main noch für die Donau, noch für den bayrisch-pfälzischen Rhein.

keine Rettung für die Verschütteten auf der Grube Löderburg. Staßfurt flaggt halbmast.

Die Bergungsarbeiten auf der Braun­kohlengrube Löderburg in Staßfurt werden un­ermüdlich fortgesetzt. Trotzdem ist nur ein lang­sames Vorwärtsdringen möglich. Es dürften etwa 14 Tage vergehen, ehe man an die eigentliche Un­glücksstelle herankommt. Hinzu kommt, daß die Arbeiten neuerdings durch nachdringendes Grund­wasser weiter erschwert werden. Durch das furcht­bare Unglück werden auch die Vorbereitungen zur Durchführung des nationalen Feiertages beein­flußt. Wahrscheinlich werden die Preußag-Betriebe sich nur an den Vereidigungen beteiligen, nicht aber an den weiteren Veranstaltungen des 1. Mai. Reichsstatthalter Gauleiter Löper stattete dem Unglücksschacht einen Besuch ab.

*

Nachdem eingehende Untersuchungen ergeben ha­ben, daß eine Möglichkeit zur Rettung der von den Schlammassen verschütteten Bergleute der Braun­kohlengrube Löderburg nicht mehr besteht, hat der Regierungspräsident in Staßfurt die Flaggen auf Halbmast setzen lassen.

Verheerendes Großfeuer in einem hannoverschen Dorf.

In der Ortschaft Frankenburg bei Osterholz (Han­nover) tobte ein G r o ß f e u e r. In kürzester Zeit wurden vier Gehöfte mit neun Gebäuden vollkom­men ein geäschert. Die Richtung des Windes begünstigte den Brand, der das kleine Dorf, das zumeist aus strohbedeckten Häusern besteht, in Asche legte. Viel Groß- und Kleinvieh sowie landwirt­schaftliche Geräte und Getreidevorräte wurden ein Opfer der Flammen. Die Geschädigten konnten nur das nackte Leben retten. Der tatkräftigen Unter­stützung von SA.-Männern und der Einwohner­schaft ist es zu danken, daß ein stark gefährdetes Gehöft gerettet werden konnte. Der Schaden ist

sehr groß. In der Nähe von Osterholz-Scharm- deck in Ritterhude brannte in derselben Nacht eine Scheune ab. Die Ursache des Feuers ist auch' hier unbekannt.

Rundfunkprogramm

Dienstag, 30. April.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik 1. 6.45: Gymnastik II. 6.55: Morgenspruch Choral. 7; Frühkonzert. 8.15: Gymnastik. 9.15: Zweiter Frei­burger Sängerwettstreit. Die Hörer entscheiden wie­der. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 11: Werbe­konzert. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten; Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15.15: Die deutsche Frau. Wie kleide ich mich zweckmäßig, deutsch und geschmack­voll. 16: Alte Sonaten für Violine und Klavier. 16.30: Im bunten Straßengewimmel einer chinesi­schen Stadt. Eine Reiseplauderei von Walter Brandt, Berlin. 16.45:Kraft durch Freude"Schönheit der Arbeit". Diesmal nicht wirtschaftsethisch, son­dern wirtschaftspolitisch gesehen. Von Dr. G. Plum, Frankfurt a. M. 17: Nachmittagskonzert. In der Pause: Kunstbericht der Woche. 18.30: Die Lei­stungskartei der Angestellten. Wie arbeitet eine mo­derne Stellenvermittlung? 18.45: Wo die Mutter fehlt... Der Reichsbahn-Waisenhort zu Frei­burg. 19: Unterhaltungskonzert. 20: Nachrichten. Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Fall- nitza. Operette in drei Akten. 22.15: Nachrichten. 22.20: Nachrichten aus dem Sendebezirk und Sport­bericht. 22.30: Die Stadt der Fechter. Bericht von alten und neuen Frankfurter Fechtböden.

Mittwoch, I.Mai.

Tag der nationalen Arbeit. Reichssendungen.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

k. T. in G. Sie haben recht: in dem Aufsatz über die Erdbebengürtel der Erde (Nr. 96 vom 25. April) ist ein Irrtum unterlaufen. Der ältere Plinius ist beim Vesuvausbruch im Jahre 79 n. Chr. ums Leben gekommen. Gemeint war der Bericht seines Neffen und Adoptivsohnes, des jüngeren Plinius, in dessenBriefen" VI, 16.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Mit dem Luftdruckanstieg hat sich auch die un­freundliche kühle Witterung über das Wochenende fortgesetzt, wenn auch die Niederschlagsneigung er­heblich nachgelassen hat. Diese Entwicklung verspricht für die Folge weitere Besserung, die mit dem nun zu erwartenden Luftdruckfall einsetzen und auch wohl einige Zeit vorhalten wird.

Voraussage für Dienstag: Wolkig bis heiter, tagsüber warm, nachts frisch, abflauende Winde.

Voraussage für Mittwoch: Im ganzen freundlich, tagsüber ziemlich warmes Wetter.

Lufttemperaturen am 28. April: mittags 9,5 Grad, abends 8,7 Grad; am 29. April: morgens 7,3 Grad. Maximum 10,4 Grad, Minimum 6,9 Grad. Erd­temperaturen in 10 cm Tiefe am 28. April: abends 10 Grad; am 29. April: morgens 8,5 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 0,4 Stunden.

Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. III. 35: 11229. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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