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Nationaler Feiertag des deutschen Volkes.

Kassationshofes, Finanzmmifter Riaskoff, der bisherige Gouverneur der Nationalbank, und Außen­minister K ü s s e i w a n o f s, der frühere Gesandte in Belgrad und Chef des Zivilkabinetts des Königs, müssen als hervorragende Fachminister angespro­chen werden. Sie sind ebenfalls, wie der Premier Andrej Toscheff, innenpolitisch bislang nicht hervorgetreten.

Die neue Regierung ist von der Öffentlichkeit mit Zustimmung ausgenommen worden, da sie einem Zustande voller innerpolitischer Spannungen ein Ende setzte. Konnte doch kein Zweifel mehr darüber bestehen, daß das bisherige Kabinett des Generalleutnants Slateff gezwungen war, sich im­mer mehr auf die Spitzen der Bajonette zurückzu­ziehen, eine Situation und eine Last, die selbst für einen noch so energischen und hervorragenden General zu schwer werden mußte. Um so mehr, als Slateff in vieler Hinsicht den Beschlüssen der Militärliga unterworfen war.

Trotz der guten Aufnahme, die die Regierung Toscheff gefunden hat, geht doch die allgemeine Auffassung dahin, daß auch sie nur eine Epi­sode im politischen Leben des Landes darstellen werde und Uebergangscharakter trage. Wie lange diese Uebergangszeit dauern wird, ist noch nicht abzusehen und hängt von verschiedenen Umständen und Faktoren ab. In erster Linie natürlich vom König, dessen unbedingtes Vertrauen sie besitzt; und dann auch von jenen Politikern, die imstande sind, dem Lande eine Regierung mit star- ker öffentlicher Unterstützung zu geben. Diese Unterstützung, und das muß unterstrichen werden fehlt auch der jetzigen Re­gierung?

Das hebt auch das BlattSlowo", dessen bis­heriger Direktor der neue Verkehrsminister Koschu- charoff ist, hervor, das mit Recht betont, daß nur eine solche Regierung von Bestand sein könne, die eine breite Unterstützung im Volke besitze. Unter deutlichem Hinweis auf die Z a n k o f f b e w e - g u n g führt das Blatt weiter aus, daß heute in Bulgarien gesunde und organisierte Kräfte vor­handen seien, die die neue Regierung auf den Plan rufen müsse. Tatsächlich ist und bleibt als einziger sichtbarer Faktor die Zankoffbewegung, die imstande wäre, das autoritäre Regime zu über­nehmen und im Volke zu verwurzeln. Wie stark die Macht dieser Bewegung und der Ein­fluß ihres Führers trotz ihres vorjährigen Verbotes ist, beweist die Tatsache, daß es die beiden Zankoff- anhänger im Kabinett Slateff waren, die dieses aus Protest gegen die Verbannung Professors Zan- koff zum Sturz brachten. Man wird abwarten müssen, welche Haltung Professor Zankoff, der dieser Tage zusammen mit den übrigen nach der kleinen Felsinsel Anastasia im Schwarzen Meer verbannten Politikern nach Sofia zurückkehrte, zu der neuen Regierung einnehmen wird. In den Kreisen seiner Anhängerschaft läßt man keinen Zweifel darüber, daß Zankoff auch zum Kabinett Toscheff in Oppo­sition treten werde, sofern es sich seinen schweren Aufgaben nicht gewachsen zeige.

Moskaus Wünsche für den Beistandspakt

Moskau, 28. April. (DNB.) Von unterrichte­ter Seite wird über den Verlauf der französisch- sowetrussischen Paktverhandlungen mitgeteilt, daß beide Partner sich von Anfang an darauf geeinigt hätten, daß die gegenseitige Hilfe erst auf Grund einer Entschließung des Völ­kerbundsrates geleistet werden müsse. Dem­entsprechend würde der Pakt auch mit dem Lo­carnoabkommen im Einklang stehen. Auf dieser Grundlage wurden Verhandlungen begonnen, wobei es sich um einen regionalen Ostpakt und einen sowjetrussisch-französischen Garantiepakt handelte. Von sowjetrussischer Seite werde die Forderung erhoben, daß die voll­ständige Gegenseitigkeit der Ver­pflichtungen sichergestellt sei. Ferner müßte von vornherein eine einheitliche Auffassung beider Partner über den Umfang der Verpflichtungen bestehen. Die sowjetrussischen Forderungen würden keine unüberwindlichen Hindernisse darstellen.

Für die deutsch-französische Verständigung.

Paris, 28. April (DRB.) Das Mitglied der Academie Fran^aife, Louis B e r t r a n d , tritt da­für ein, daß Außenminister Laval auf seiner Ost­europareise in Berlin Haltmachen sollte. Bertrand ist der Ansicht, daß eine d e u t s ck) - französische Annäherung unter voller Wahrung der politischen und kulturellen Eigenheiten beider Länder vollzogen werden könnte. Auf jeden Fall müsse man den Krieg vermeiden. Ein Nichtangriffspakt zwischen Frankreich und Deutschland wäre als erstes zu wünschen. Diese Bindung mit seinem unmittelbaren Nachbarn würde viel wertvoller und auch viel ungefährlicher sein, als derabsurde Pakt" mit dem fernen Rußland, das nichts für Frankreich auszurichten vermöge und lediglich Frankreich in einen Krieg mit Deutschland zu ziehen versuche.

Frankreichs Lustrüstung ebenfalls verstärkt.

Paris, 29. April. (DNB. Funkspruch.) Die Blätter kündigen an, daß für die lieber« wachung der Sperrzone an der fran­zösischen Ost grenze sechs Jagdflugzeuge aus Reims nach Straßburg beordert worden feien. Diese sechs Apparate seien vom neue st en Typ und erreichten fast 400 Kilometer Geschwin­digkeit. Bis zum Juli 1935 sollen in Frankreich 22 neue Land- und W a s s e r f l u g h ä f e n fertiggestellt werden. Am 1. Januar 1935 gab es 95 Flughäfen, die dem öffentlichen Flugverkehr zur Verfügung stehen. Im nächsten Jahr sollen wei­tere Neuanlagen folgen.

Eine Warnung an die britischen Flieger.

London, 27. April. (DNB.) Das englische Luft­fahrtministerium hat an alle englischen Flieger fol­gende Warnung ergehen lassen:

Wir sind amtlich unterrichtet worden, daß eng­lische Flieger bei der Ueberflieguna deut­schen Gebietes kürzlich die betreffenden Bestimmungen verleüt haben. Die Flug- zeugführer werden darauf aufmerksam gemacht, daß im Falle weiterer Verstöße gegen diese Bestimmun­gen e r n st e Maßnahmen die Folae sein kön­nen. In der Verlautbarung des Luftfahrtministe­riums werden die Flugzeugführer bei dieser Ge­legenheit erneut daran erinnert, daß sie sich vor einem Flug ins Ausland mit den in den jeweiligen Ländern geltenden Bestimmungen vertraut machen müssen.

Zusammenwirken von Ardett und Wirtschaft.

ReichsbankpräsidentDr.Schacht zumI.Mai.

Berlin, 28. April. (DNB.) Der Reichswirt­schaftsminister und Reichsbankpräsident Dr. Schacht wendet sich in einem Aufruf, den er zum 1. Mai demArbeitertum" zur Verfügung gestellt hat, an das ganze schaffende Volk. In dem Aufruf heißt es u. a.:

Der 1. Mai des Jahres 1935, der als National­feiertag des deutschen Volkes am sinnfälligsten Den großen Gedanken der Volksge­meinschaft, der Verbundenheit aller deutschen Volksgenossen um Ausdruck bringt, erhält eine be­sondere geschichtliche Bedeutung durch die Verein­barung, die der Reichsarbeitsminister, der Reichswirtschaftsminister und der Leiter der Deut­schen Arbeitsfront jetzt über die enge gedankliche und organisatorische Zusammenarbeit von Arbeit und Wirtschaft getroffen haben, und die der Führer und Reichskanzler durch seinen Erlaß vom 21. März 1935 bestätigt hat.

Die Vereinbarung hat den Aufbau der neuen Arbeitsverfassung, der durch das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit begon­nen wurde, zu einem grundsätzlichen Ab­schluß gebracht. Geht dieses Gesetz von dem Grundgedanken aus, daß die Beteiligten die so­zialpolitischen Angelegenheiten in dem Betrieb selbst regeln sollen, so hat die Vereinbarung auch überbetrieblich eine neue Form der Gemeinschaftsarbeit gefunden, die zu einer sozialen Selb st Verwaltung führt und die Beteiligten selbst zur unmittelbaren Mit­arbeit bei der Ausgestaltung ihres Arbeitslebens beruft.

Die Deutsche Arbeitsfront, die Organisation der gewerblichen Wirtschaft und die staatliche sozialpo­litische Einrichtung der Treuhänder der Arbeit

Sine Unterredung mitAejchsinnenmmifterDr Frick.

Berlin, 27. April. (DNB.) Der Reichs- und preußische Innenminister Dr. F r i ck gewährte einer Mitarbeiterin derNachtausgabe" eine Unterredung über die wichtigsten Arbeiten des Innenministe­riums. Dr. Frick kam dabei auch auf das neue Staatsbürgerrecht zu sprechen und er­klärte u. a.:

Es ist kein Geheimnis, daß die Reichsregierung eine Neugestaltung des deutschen Staatsbürgerrechts plant und mein Mini­sterium eine diesbezügliche Gesetzesvorlage vorbe­reitet. Es ist selbstverständlich, daß auch dieses Gesetz die Grundsätze der Bewegung Adolf Hitlers verwirklichen wird. Wir haben ja deshalb jahrelang um die Macht in Deutschland gekämpft, um das Antlitz des Deutschen Reiches nach den Grundsätzen der nationalsoziali­stischen Idee zu formen. Das neue Staatsbür­gerrecht wird einen schärferen Maß st ab an jeden legen, der deutscher Staatsbürger ist oder werden will. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird in Zukunft nicht mehr allein durch die Geburt, durch einen gewöhnlichen Verwaltungsakt, oder nur durch Zahlung einer Geldsumme erworben werden können, wie dies früher der Fall war, wo man die Staatsbürgerschaft etwa so wie die Mit­gliedschaft eines Vereins erwerben konnte. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird nach dem Willen des Führers das höchste Recht, und der Staatsbürgerbrief wird die wertvoll st e Ur» künde sein, die ein Deutscher in seinem Leben erwerben kann.

Die deutsche Staatsbürgerschaft muh eine Ehre sein, die sich der Deutsch stämmige nur durch Dienst an Volk und Staat und durch Bewährung erwerben kann. Sie wird jedem Deutschen den Weg zu allen öffent-

Berlin, 28. April. (DNB.) Am Sonntagabend wurden in Saarbrücken die Prüfungen der theore­tischen und fachlichen Arbeiten der 5 0 0 Reichs- b e st e n abgeschlossen und die Reichssieger und Reichssiegerinnen ermittelt. Während der Bewer­tung erklärte der Referent für Berufsberatung in der' Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, Oberregierungsrat Dr. H a n d r i ck, der an den Prüfungen des Wettkamp­fes teilgenommen hat, dem Leiter der Presse- und Propagandastelle des Reichsberufswettkampfes über seine Eindrücke folgendes:

Es ist ganz besonders auffallend, wie e r n st die Teilnehmer am Reichsberufswettkampf, man kann wohl auch sagen, die deutsche Jugend von heute, den Beruf a u f f a ß t. Es ist oft geradezu über­wältigend, wenn man sieht, wie ein 14 oder 15jäh° riger Lehrling sich vollkommen darüber klar ist, daß er als Stift immer noch eine unbedeutende Stelle in seinem Betriebe oder in seiner Gefolgschaft ein­nimmt, und wenn er doch durchblicken läßt, daß er sich des Wertes als Lernender für seinen Beruf vollkommen bewußt ist.

Vor allem ist sich die Jugend auch darüber klar, welche Verantwortung sie mit der Erler­nung eines Berufes übernimmt. Dies kommt manch­mal zwar noch unbeholfen zum Ausdruck, aber ge­rade darin ist wohl die innere Ueberzeugung am besten zu erkennen. Jeder Junge, dessen weltanschau­liche Arbeit oder dessen beruflichen Aufsatz ich durch­gelesen habe, ist von einem geradezu beneidenswer­ten Stolz auf seinen Beruf durchdrungen. Der angehende Kumpel aus dem Saarland spricht mit derselben Liebe und demselben Stolz von seiner Arbeit und von dem, was er für fein Volk (und auch feine künftige Familie) einmal leisten will, wie

sind nicht mehr drei nebeneinander laufende Or­ganisationen, sondern von der örtlichen Instanz bis hinauf zu der höchsten Spitze ineinander verflochten zu erfolgversprechender Gemein­schaftsarbeit.

Möge der 1. Mai des Jahres 1935 der entschei­dende Tag werden für das weitere enge und kame­radschaftliche Zusammenwirken von Arbeit und Wirtschaft, von Unternehmer und Arbeiter zum Wohle ihrer selbst und der Volksgemeinschaft.

Die Entgelizahlung an Heimarbeiter am 1. Mai

Berlin, 27. April. (DNB.) Der Reichs- und preußische Arbeitsminister teilt mit:

Mir ist mitgeteilt worden, daß Unternehmer ver­einzelt meine Empfehlung, am 1. Mai den Heim­arbeitern ein Entgelt in Höhe von 4 v. H. des im Monat April erzielten Verdien- st e s zu sichern, dadurch umgehen, daß sie die Aus­gabe von Heimarbeit für den Rest des Monats ent­gegen den geschäftlichen Erfordernissen unterlas­sen. Dieses Verfahren w i d e r f p r i ch t so sehr dem Gedanken der Arbeitsverbundenheit, die in der Feier des 1. Mai zutagetreten soll, daß ich vor einem der­artigen Vorgehen dringend warne. Erfolgt im Monat April eine wesentliche Minderung der Beschäftigung, fo muß erwartet werden, daß dem empfohlenen Hundertsatz von 4 v. H. die durch­schnittliche monatliche Beschäftigung vom 1. Februar ab zugrundegelegt wird.

Oie Beteiligung Zugendlicher an den Kundgebungen am 1. Mai.

Berlin, 27. April. (DNB.) Die Aufmarsch, leitung für den 1. Mai gibt bekannt, daß Ju­gendliche dis zum 18. Lebensjahr sich nur an den Jugendkundgebungen b e - t e i l i g e n. Soweit sie Angehörige der Hitlerjugend sind, marschieren sie bei ihren Formationen, wäh­rend die anderen durch die Schulen erfaßt werden.

lichen Aemtern in Partei und Staat öffnen, nur ihr Träger wird in die Kampf- f o r'm ationen der Bewegung und a l s Waffenträger der Nation in den Ehren­dienst des Volkes und Reiches eintreten dürfen, und nur er allein wird das Wahl- und Abstim- mungsrecht ausüben und dadurch mittel- oder unmittelbar an der Führung des Reiches teilnehmen können. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird in einem feierlichen Akt und mit einer weihe­vollen Vereidigung auf die deutsche Volksgemein­schaft, das Deutsche Reich und seinen Führer ver­liehen und wird Unwürdigen oder Staatsfeinden abgesprochen werden.

Adolf Hitler hat in feinem BuchMein Kampf" geschrieben:Der deutsche Staatsbürger wird der Herr des Reiches fein". Für den nationalsozialisti- schen Staat find die Staatsbürger nicht nur die Summe der mehr oder weniger zufällig in den Reichsgrenzen lebenden Einwohner, sie sind viel­mehr die Träger des Staatsgedankens. Daher muß die Verleihung des Staatsbürgerrechtes an bestimmte Bedingungen geknüpft werden, unter denen, unseren Grundsätzen entspre­chend, sich auch die Bedingung der rassischen Zugehörigkeit zum deutschen Volke befinden wird.

Juden

dürfen die Reichsfahnen nicht hiffen.

Berlin, 27.April. (DNB.) Die Mung der Reichsfahnen durch jüdische Geschäfte und Privathäuser hat wiederholt zu Störun­gen der öffentlichen Ruhe und Ord­nung geführt. Um derartige Zwischenfälle für die Zukunft zu vermeiden, hat der R e i ch s m i n i st e r des Innern bestimmt: Die Hissung der Reichs­fahnen, insbesondere der Hakenkreuz­flagge, durch Juden hat zu unterbleiben. In Zweifelsfällen trifft die örtliche Polizei die erforderlichen Anordnungen.

der technische oder Banklehrling, der aus der Groß­stadt kommt. Aus allen Arbeiten sieht man auch, wie die Lehrlinge und Jungarbeiter ernstlich bemüht sind, ihre berufliches Können und Wis­sen immer mehr z u vervollkommnen.

Ich habe insgesamt den Eindruck, daß der Reichs­berufswettkampf der berufstätigen Jugend einen Impuls zur Erlernung und Fortbil­dung im Beruf gegeben hat, wie er überhaupt nicht besser gegeben werden kann. Es wird ja auch nicht mit Worten und in hohen Tönen mit dem Hin­weis auf die sittliche Verpflichtung und ähnliches eingewirkt, fonoern der eine sieht d i e Lei­st unaen des anderen und fühlt dabei viel­leicht feine Mängel. Aber nicht zages Bangen ist das Ergebnis, sondern die frohe Zuversicht, daß man es mit Fleiß und Hingebung später doch noch schaf­fen kann. Ich wüßte nicht, was mir mehr Freude gemacht hat am Reichsberufswettkampf als meine Mitarbeit besonders in den Tagen im Saarland.

Während der Bewertung der Wettkampfaufgaben fuhren am Vormittag und Nachmittag die Wett­kämpfer und Wettkämpferinnen durch das Saar­land. Am Sonntagabend waren sie zusammen mit ihren französischen Kameraden, die während des Berufswettkampfes im Saargebiet weilten, Säfte der Stadt Saarbrücken im Stadttheater.

Internationale Arbeitstagung für die Begabtenförderung in Freiburg.

In Freiburg findet zurzeit eine Internatio­nale Arbeitstagung für öle Begab­tenförderung statt, an der über 80 Vertreter von 19 Nationen teilnehmen. Die Tagungsteil­nehmer richteten an den Führer und Reichs­

kanzler ein Begrüßungstelegramm, in dem darauf hingewiefen wird, daß die Tagung der auch vom Führer seit jeher aufgestellten Forderung diene, die Tüchtigsten auszusuchen, auszubilden und in die geeignete Verantwortung zu stellen. Gleich­zeitig wird dem Führer Dank aesagt für die freundliche Aufnahme in Deutschland. Ein weiteres Begrüßungstelegramm wurde an den Schirmherrn der Tagung, Reichserziehungsminister Dr. Rust, gerichtet.

Bei der Eröffnungsfeier betonte der Präsident, Pg. Streit, daß' die Tagung dem Wohle der akademischen Jugend dienen solle. Die Erhöhung der Leistungen diene dem eigenen Volk wie der Gesamtheit der Völker. Die Wünsche der Reichsregierung übermittelte der Prä­sident des Deutschen Akademischen Austauschdien­stes, General von M a s s o w. Keine Hilfe dürfe zu schwer, keine Arbeit zu groß fein, um die Tüch­tigsten und Begabtesten in der Jugend eines Vol­kes ausfindig zu machen Der Redner wies auf die vom nationalsozialistischen Staat geforderte Auslese nicht nur nach dem Intellekt, sondern in erster Linie nach der körperlichen Haltung und dem Charakter hin.

Der Reichsführer der Deutschen Studentenschaft, Pg. F e i ck e r t, betonte, daß gerade die Deutsche Studentenschaft mit besonderem Interesse an die­ser Tagung teilnehme, da sie nach dem Wort des Führers, daß eine Idee und eine Revolution nur dann von Dauer fein könne, wenn es gelinge, die nachwachfende Generation so zu erziehen, daß sie ständiger Träger der Idee sei, eine besondere Not­wendigkeit in der Behandluna der Fragen der Begabtenförderung sehe und außerdem besonderen Wert darauf lege, mit der jungen Ge­neration anderer Völker über diese Fragen offen zu sprechen.

Auf Anregung des Führers der französischen Abordnung legten das Präsidium und die Führer der 18 ausländischen Abordnungen, sowie die Füh­rer der deutschen Abordnung an der Ehrentafel der im Weltkrieg gefallenen Studenten der Albert- Ludwig-Universität einen Kranz nieder, der auf seiner Schleife die Namen aller beteiligten Nationen trägt.

Oer Führer in Nürnberg.

Besichtigung des Parteitagsgeländes.

Nürnberg, 28. April. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler besich­tigte am Sonntagvormittag das Reichspartei­tagsgelände. In seiner Begleitung befanden sich außer seinen beiden Adjutanten, SA.-Ober- gruppenführer Brückner und SS.-Oberführer Schaub, der Reichspressechef der NSDAP. Dr. Dietrich und Amtsleiter Speer. An der Be­sichtigung der neu in Angriff genommenen An­lagen und der Pläne zur Neugestaltung des Reichs­parteitagsgeländes' nahmen auch der Frankenführer Gauleiter Julius Streicher, der bayerische Innenminister Wagner und Oberbürgermeister Liebel (Nürnberg) teil.

Oie Brüsseler Weltausstellung eröffnet.

Die Brüsseler Weltausstellung ist am Samstag von König Leopold feierlich eröffnet worden. Der König und die Königin, die sich in Begleitung ihres Töchterchens und des Bruders des Königs, des Grafen von Flandern, befanden, begaben sich in feierlichem Zuge, der von einer Reiterschwadron eröffnet wurde, vom Schloß Laeken zur Ausstellung. Auf dem Wege bildeten Truppen der Garnison Brüssel und Abordnungen von über tausend Vereinen Spalier. Am Eingang des präch­tig geschmückten Festsaales der Ausstellung, wo 3500 geladene Gäste Platz genommen hatten, be­grüßte der Bürgermeister der Stadt Brüssel Adolf Max das Königspaar. In der Nähe des Königs­paares hatten sich sämtliche Minister, die Präsiden­ten der Kammer und des Senats, das diplomatische Korps, Vertreter der Geistlichkeit und der Genera­lität eingefunden. Auf die Ansprachen des Bürger- meisters Max und des Wirtschaftsministers van Jsacker antwortete der König mit einer zunächst in französischer, dann in flämischer Sprache vor­getragenen kurzen Rede, in der er mit ernsten Worten die Notwendigkeit einer Rückkehr zu nor­malen Wirtschaftsbeziehungen in der Welt betonte. Die Feier wurde von Gesängen der Brüsseler Schuljugend umrahmt. Im Anschluß an den Fest­akt erfolgte ein Rundgang durch die Ausstellung. Als der König den Festsaal verließe stiegen mehrere tausend Brieftauben auf, um die Botschaft von der Eröffnung der Weltausstellung ins Land zu tragen. Gleichzeitig startete der BallonBel» gica" mit dem bekannten Ballonflieger Ernst De­rne y t e r an Bord, der auf seinem Fluge Millio­nen von Zetteln abwirft, die die Inschrift tragen: Die Brüsseler Ausstellung ist eröffnet". Während der ganzen Feier kreuzten zahlreiche Flugzeuge über dem Ausstellungsgelände.

Kleine politische Nachrichten.

Der Stellvertreter des Führers Pg. Rudolf Heß bittet alle, die ihm zu feinem 41. Ge­burtstage ihre Glückwünsche sandten, auf diesem Wege seinen Dank entgegenzunehmen. Unter den Gratulanten war der Leiter der Deutschen Ar­beitsfront Dr. Ley, der Reichsverband Deutscher Offiziere, der Befehlshaber der deutschen Poli­zei Generalleutnant D a l u e g e, der Leiter des Hauptamtes für Beamte Neef und die bayerische Regierung.

Der Führer hat den Gauleiter Karl R ö v e r zum Ehrenführer im Range eines Gruppenführers des NSKK. und den Ministerialdirektor im Reichs­verkehrsministerium Dr.-Jng. h. c. Ernst Bran­denburg zum Ehrenführer im Range eines Stan­dartenführers des NSKK.* ernannt.

Auf Einladung des Generals der Flieger, G ö ring, sprach im Preußenhaus der Frankenführer Julius Streicher vor Offizieren und Be­amten der Luftwaffe über Rasse, Vererbung, Auslese und Naturgesetzlichkeit. Generalleutnant Staatssekretär Milch dankte dem Frankenführer für den fesselnden Vortrag, der lebendiges Wissen vermittelt hätte.

In zwei Sonderflugzeugen der Lufthansa trafen am Sonntagmittag Reichsführer SS. Himm- l e r in Begleitung feines Chefadjutanten, SS.-Ober­führer Wolff und eine Anzahl SS.-Gruppenführer in Königsberg ein zur Hochzeit des SS.-Grup- venführers Pruetzmann mit Fräulein von Boö- dien in ßeiffienen. Pruetzmann, der Führer des SS.« Oberabschnittes Südwest, war bis zum März 1933 Führer der 18. SS.-Standarte in Königsberg.

Der Senat der Freien Stadt Danzig hat den neu gewählten Danziger Bolfstag zur ersten Vollsitzung der 6. Wahlperiode zum Dienstag

Neugestaltung

-es deutschen Staatsbürgerrechts.

Der Staatsbürgerbrief eröffnet dem Oeutfchstämmigen den Weg in den Dienst für Partei und Staat, in SA., SS. und Wehrmacht.

Oie Sieger im Reichsberufswettkampf ermittelt.

Leistungswettbewerb als Antrieb zur Fortbildung im Beruf.