Nationaler Feiertag des deutschen Volkes.
Kassationshofes, Finanzmmifter Riaskoff, der bisherige Gouverneur der Nationalbank, und Außenminister K ü s s e i w a n o f s, der frühere Gesandte in Belgrad und Chef des Zivilkabinetts des Königs, müssen als hervorragende Fachminister angesprochen werden. Sie sind ebenfalls, wie der Premier Andrej Toscheff, innenpolitisch bislang nicht hervorgetreten.
Die neue Regierung ist von der Öffentlichkeit mit Zustimmung ausgenommen worden, da sie einem Zustande voller innerpolitischer Spannungen ein Ende setzte. Konnte doch kein Zweifel mehr darüber bestehen, daß das bisherige Kabinett des Generalleutnants Slateff gezwungen war, sich immer mehr auf die Spitzen der Bajonette zurückzuziehen, eine Situation und eine Last, die selbst für einen noch so energischen und hervorragenden General zu schwer werden mußte. Um so mehr, als Slateff in vieler Hinsicht den Beschlüssen der Militärliga unterworfen war.
Trotz der guten Aufnahme, die die Regierung Toscheff gefunden hat, geht doch die allgemeine Auffassung dahin, daß auch sie nur eine Episode im politischen Leben des Landes darstellen werde und Uebergangscharakter trage. Wie lange diese Uebergangszeit dauern wird, ist noch nicht abzusehen und hängt von verschiedenen Umständen und Faktoren ab. In erster Linie natürlich vom König, dessen unbedingtes Vertrauen sie besitzt; und dann auch von jenen Politikern, die imstande sind, dem Lande eine Regierung mit star- ker öffentlicher Unterstützung zu geben. Diese Unterstützung, — und das muß unterstrichen werden — fehlt auch der jetzigen Regierung?
Das hebt auch das Blatt „Slowo", dessen bisheriger Direktor der neue Verkehrsminister Koschu- charoff ist, hervor, das mit Recht betont, daß nur eine solche Regierung von Bestand sein könne, die eine breite Unterstützung im Volke besitze. Unter deutlichem Hinweis auf die Z a n k o f f b e w e - g u n g führt das Blatt weiter aus, daß heute in Bulgarien gesunde und organisierte Kräfte vorhanden seien, die die neue Regierung auf den Plan rufen müsse. Tatsächlich ist und bleibt als einziger sichtbarer Faktor die Zankoffbewegung, die imstande wäre, das autoritäre Regime zu übernehmen und im Volke zu verwurzeln. Wie stark die Macht dieser Bewegung und der Einfluß ihres Führers trotz ihres vorjährigen Verbotes ist, beweist die Tatsache, daß es die beiden Zankoff- anhänger im Kabinett Slateff waren, die dieses aus Protest gegen die Verbannung Professors Zan- koff zum Sturz brachten. Man wird abwarten müssen, welche Haltung Professor Zankoff, der dieser Tage zusammen mit den übrigen nach der kleinen Felsinsel Anastasia im Schwarzen Meer verbannten Politikern nach Sofia zurückkehrte, zu der neuen Regierung einnehmen wird. In den Kreisen seiner Anhängerschaft läßt man keinen Zweifel darüber, daß Zankoff auch zum Kabinett Toscheff in Opposition treten werde, sofern es sich seinen schweren Aufgaben nicht gewachsen zeige.
Moskaus Wünsche für den Beistandspakt
Moskau, 28. April. (DNB.) Von unterrichteter Seite wird über den Verlauf der französisch- sowetrussischen Paktverhandlungen mitgeteilt, daß beide Partner sich von Anfang an darauf geeinigt hätten, daß die gegenseitige Hilfe erst auf Grund einer Entschließung des Völkerbundsrates geleistet werden müsse. Dementsprechend würde der Pakt auch mit dem Locarnoabkommen im Einklang stehen. Auf dieser Grundlage wurden Verhandlungen begonnen, wobei es sich um einen regionalen Ostpakt und einen sowjetrussisch-französischen Garantiepakt handelte. Von sowjetrussischer Seite werde die Forderung erhoben, daß die vollständige Gegenseitigkeit der Verpflichtungen sichergestellt sei. Ferner müßte von vornherein eine einheitliche Auffassung beider Partner über den Umfang der Verpflichtungen bestehen. Die sowjetrussischen Forderungen würden keine unüberwindlichen Hindernisse darstellen.
Für die deutsch-französische Verständigung.
Paris, 28. April (DRB.) Das Mitglied der Academie Fran^aife, Louis B e r t r a n d , tritt dafür ein, daß Außenminister Laval auf seiner Osteuropareise in Berlin Haltmachen sollte. Bertrand ist der Ansicht, daß eine d e u t s ck) - französische Annäherung unter voller Wahrung der politischen und kulturellen Eigenheiten beider Länder vollzogen werden könnte. Auf jeden Fall müsse man den Krieg vermeiden. Ein Nichtangriffspakt zwischen Frankreich und Deutschland wäre als erstes zu wünschen. Diese Bindung mit seinem unmittelbaren Nachbarn würde viel wertvoller und auch viel ungefährlicher sein, als der „absurde Pakt" mit dem fernen Rußland, das nichts für Frankreich auszurichten vermöge und lediglich Frankreich in einen Krieg mit Deutschland zu ziehen versuche.
Frankreichs Lustrüstung ebenfalls verstärkt.
Paris, 29. April. (DNB. Funkspruch.) Die Blätter kündigen an, daß für die lieber« wachung der Sperrzone an der französischen Ost grenze sechs Jagdflugzeuge aus Reims nach Straßburg beordert worden feien. Diese sechs Apparate seien vom neue st en Typ und erreichten fast 400 Kilometer Geschwindigkeit. Bis zum Juli 1935 sollen in Frankreich 22 neue Land- und W a s s e r f l u g h ä f e n fertiggestellt werden. Am 1. Januar 1935 gab es 95 Flughäfen, die dem öffentlichen Flugverkehr zur Verfügung stehen. Im nächsten Jahr sollen weitere Neuanlagen folgen.
Eine Warnung an die britischen Flieger.
London, 27. April. (DNB.) Das englische Luftfahrtministerium hat an alle englischen Flieger folgende Warnung ergehen lassen:
Wir sind amtlich unterrichtet worden, daß englische Flieger bei der Ueberflieguna deutschen Gebietes kürzlich die betreffenden Bestimmungen verleüt haben. Die Flug- zeugführer werden darauf aufmerksam gemacht, daß im Falle weiterer Verstöße gegen diese Bestimmungen e r n st e Maßnahmen die Folae sein können. In der Verlautbarung des Luftfahrtministeriums werden die Flugzeugführer bei dieser Gelegenheit erneut daran erinnert, daß sie sich vor einem Flug ins Ausland mit den in den jeweiligen Ländern geltenden Bestimmungen vertraut machen müssen.
Zusammenwirken von Ardett und Wirtschaft.
ReichsbankpräsidentDr.Schacht zumI.Mai.
Berlin, 28. April. (DNB.) Der Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsident Dr. Schacht wendet sich in einem Aufruf, den er zum 1. Mai dem „Arbeitertum" zur Verfügung gestellt hat, an das ganze schaffende Volk. In dem Aufruf heißt es u. a.:
Der 1. Mai des Jahres 1935, der als Nationalfeiertag des deutschen Volkes am sinnfälligsten Den großen Gedanken der Volksgemeinschaft, der Verbundenheit aller deutschen Volksgenossen um Ausdruck bringt, erhält eine besondere geschichtliche Bedeutung durch die Vereinbarung, die der Reichsarbeitsminister, der Reichswirtschaftsminister und der Leiter der Deutschen Arbeitsfront jetzt über die enge gedankliche und organisatorische Zusammenarbeit von Arbeit und Wirtschaft getroffen haben, und die der Führer und Reichskanzler durch seinen Erlaß vom 21. März 1935 bestätigt hat.
Die Vereinbarung hat den Aufbau der neuen Arbeitsverfassung, der durch das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit begonnen wurde, zu einem grundsätzlichen Abschluß gebracht. Geht dieses Gesetz von dem Grundgedanken aus, daß die Beteiligten die sozialpolitischen Angelegenheiten in dem Betrieb selbst regeln sollen, so hat die Vereinbarung auch überbetrieblich eine neue Form der Gemeinschaftsarbeit gefunden, die zu einer sozialen Selb st Verwaltung führt und die Beteiligten selbst zur unmittelbaren Mitarbeit bei der Ausgestaltung ihres Arbeitslebens beruft.
Die Deutsche Arbeitsfront, die Organisation der gewerblichen Wirtschaft und die staatliche sozialpolitische Einrichtung der Treuhänder der Arbeit
Sine Unterredung mitAejchsinnenmmifterDr Frick.
Berlin, 27. April. (DNB.) Der Reichs- und preußische Innenminister Dr. F r i ck gewährte einer Mitarbeiterin der „Nachtausgabe" eine Unterredung über die wichtigsten Arbeiten des Innenministeriums. Dr. Frick kam dabei auch auf das neue Staatsbürgerrecht zu sprechen und erklärte u. a.:
Es ist kein Geheimnis, daß die Reichsregierung eine Neugestaltung des deutschen Staatsbürgerrechts plant und mein Ministerium eine diesbezügliche Gesetzesvorlage vorbereitet. Es ist selbstverständlich, daß auch dieses Gesetz die Grundsätze der Bewegung Adolf Hitlers verwirklichen wird. Wir haben ja deshalb jahrelang um die Macht in Deutschland gekämpft, um das Antlitz des Deutschen Reiches nach den Grundsätzen der nationalsozialistischen Idee zu formen. Das neue Staatsbürgerrecht wird einen schärferen Maß st ab an jeden legen, der deutscher Staatsbürger ist oder werden will. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird in Zukunft nicht mehr allein durch die Geburt, durch einen gewöhnlichen Verwaltungsakt, oder nur durch Zahlung einer Geldsumme erworben werden können, wie dies früher der Fall war, wo man die Staatsbürgerschaft etwa so wie die Mitgliedschaft eines Vereins erwerben konnte. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird nach dem Willen des Führers das höchste Recht, und der Staatsbürgerbrief wird die wertvoll st e Ur» künde sein, die ein Deutscher in seinem Leben erwerben kann.
Die deutsche Staatsbürgerschaft muh eine Ehre sein, die sich der Deutsch stämmige nur durch Dienst an Volk und Staat und durch Bewährung erwerben kann. Sie wird jedem Deutschen den Weg zu allen öffent-
Berlin, 28. April. (DNB.) Am Sonntagabend wurden in Saarbrücken die Prüfungen der theoretischen und fachlichen Arbeiten der 5 0 0 Reichs- b e st e n abgeschlossen und die Reichssieger und Reichssiegerinnen ermittelt. Während der Bewertung erklärte der Referent für Berufsberatung in der' Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, Oberregierungsrat Dr. H a n d r i ck, der an den Prüfungen des Wettkampfes teilgenommen hat, dem Leiter der Presse- und Propagandastelle des Reichsberufswettkampfes über seine Eindrücke folgendes:
Es ist ganz besonders auffallend, wie e r n st die Teilnehmer am Reichsberufswettkampf, man kann wohl auch sagen, die deutsche Jugend von heute, den Beruf a u f f a ß t. Es ist oft geradezu überwältigend, wenn man sieht, wie ein 14 oder 15jäh° riger Lehrling sich vollkommen darüber klar ist, daß er als Stift immer noch eine unbedeutende Stelle in seinem Betriebe oder in seiner Gefolgschaft einnimmt, und wenn er doch durchblicken läßt, daß er sich des Wertes als Lernender für seinen Beruf vollkommen bewußt ist.
Vor allem ist sich die Jugend auch darüber klar, welche Verantwortung sie mit der Erlernung eines Berufes übernimmt. Dies kommt manchmal zwar noch unbeholfen zum Ausdruck, aber gerade darin ist wohl die innere Ueberzeugung am besten zu erkennen. Jeder Junge, dessen weltanschauliche Arbeit oder dessen beruflichen Aufsatz ich durchgelesen habe, ist von einem geradezu beneidenswerten Stolz auf seinen Beruf durchdrungen. Der angehende Kumpel aus dem Saarland spricht mit derselben Liebe und demselben Stolz von seiner Arbeit und von dem, was er für fein Volk (und auch feine künftige Familie) einmal leisten will, wie
sind nicht mehr drei nebeneinander laufende Organisationen, sondern von der örtlichen Instanz bis hinauf zu der höchsten Spitze ineinander verflochten zu erfolgversprechender Gemeinschaftsarbeit.
Möge der 1. Mai des Jahres 1935 der entscheidende Tag werden für das weitere enge und kameradschaftliche Zusammenwirken von Arbeit und Wirtschaft, von Unternehmer und Arbeiter zum Wohle ihrer selbst und der Volksgemeinschaft.
Die Entgelizahlung an Heimarbeiter am 1. Mai
Berlin, 27. April. (DNB.) Der Reichs- und preußische Arbeitsminister teilt mit:
Mir ist mitgeteilt worden, daß Unternehmer vereinzelt meine Empfehlung, am 1. Mai den Heimarbeitern ein Entgelt in Höhe von 4 v. H. des im Monat April erzielten Verdien- st e s zu sichern, dadurch umgehen, daß sie die Ausgabe von Heimarbeit für den Rest des Monats entgegen den geschäftlichen Erfordernissen unterlassen. Dieses Verfahren w i d e r f p r i ch t so sehr dem Gedanken der Arbeitsverbundenheit, die in der Feier des 1. Mai zutagetreten soll, daß ich vor einem derartigen Vorgehen dringend warne. Erfolgt im Monat April eine wesentliche Minderung der Beschäftigung, fo muß erwartet werden, daß dem empfohlenen Hundertsatz von 4 v. H. die durchschnittliche monatliche Beschäftigung vom 1. Februar ab zugrundegelegt wird.
Oie Beteiligung Zugendlicher an den Kundgebungen am 1. Mai.
Berlin, 27. April. (DNB.) Die Aufmarsch, leitung für den 1. Mai gibt bekannt, daß Jugendliche dis zum 18. Lebensjahr sich nur an den Jugendkundgebungen b e - t e i l i g e n. Soweit sie Angehörige der Hitlerjugend sind, marschieren sie bei ihren Formationen, während die anderen durch die Schulen erfaßt werden.
lichen Aemtern in Partei und Staat öffnen, nur ihr Träger wird in die Kampf- f o r'm ationen der Bewegung und a l s Waffenträger der Nation in den Ehrendienst des Volkes und Reiches eintreten dürfen, und nur er allein wird das Wahl- und Abstim- mungsrecht ausüben und dadurch mittel- oder unmittelbar an der Führung des Reiches teilnehmen können. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird in einem feierlichen Akt und mit einer weihevollen Vereidigung auf die deutsche Volksgemeinschaft, das Deutsche Reich und seinen Führer verliehen und wird Unwürdigen oder Staatsfeinden abgesprochen werden.
Adolf Hitler hat in feinem Buch „Mein Kampf" geschrieben: „Der deutsche Staatsbürger wird der Herr des Reiches fein". Für den nationalsozialisti- schen Staat find die Staatsbürger nicht nur die Summe der mehr oder weniger zufällig in den Reichsgrenzen lebenden Einwohner, sie sind vielmehr die Träger des Staatsgedankens. Daher muß die Verleihung des Staatsbürgerrechtes an bestimmte Bedingungen geknüpft werden, unter denen, unseren Grundsätzen entsprechend, sich auch die Bedingung der rassischen Zugehörigkeit zum deutschen Volke befinden wird.
Juden
dürfen die Reichsfahnen nicht hiffen.
Berlin, 27.April. (DNB.) Die Mung der Reichsfahnen durch jüdische Geschäfte und Privathäuser hat wiederholt zu Störungen der öffentlichen Ruhe und Ordnung geführt. Um derartige Zwischenfälle für die Zukunft zu vermeiden, hat der R e i ch s m i n i st e r des Innern bestimmt: Die Hissung der Reichsfahnen, insbesondere der Hakenkreuzflagge, durch Juden hat zu unterbleiben. In Zweifelsfällen trifft die örtliche Polizei die erforderlichen Anordnungen.
der technische oder Banklehrling, der aus der Großstadt kommt. Aus allen Arbeiten sieht man auch, wie die Lehrlinge und Jungarbeiter ernstlich bemüht sind, ihre berufliches Können und Wissen immer mehr z u vervollkommnen.
Ich habe insgesamt den Eindruck, daß der Reichsberufswettkampf der berufstätigen Jugend einen Impuls zur Erlernung und Fortbildung im Beruf gegeben hat, wie er überhaupt nicht besser gegeben werden kann. Es wird ja auch nicht mit Worten und in hohen Tönen mit dem Hinweis auf die sittliche Verpflichtung und ähnliches eingewirkt, fonoern der eine sieht d i e Leist unaen des anderen und fühlt dabei vielleicht feine Mängel. Aber nicht zages Bangen ist das Ergebnis, sondern die frohe Zuversicht, daß man es mit Fleiß und Hingebung später doch noch schaffen kann. Ich wüßte nicht, was mir mehr Freude gemacht hat am Reichsberufswettkampf als meine Mitarbeit besonders in den Tagen im Saarland.
Während der Bewertung der Wettkampfaufgaben fuhren am Vormittag und Nachmittag die Wettkämpfer und Wettkämpferinnen durch das Saarland. Am Sonntagabend waren sie zusammen mit ihren französischen Kameraden, die während des Berufswettkampfes im Saargebiet weilten, Säfte der Stadt Saarbrücken im Stadttheater.
Internationale Arbeitstagung für die Begabtenförderung in Freiburg.
In Freiburg findet zurzeit eine Internationale Arbeitstagung für öle Begabtenförderung statt, an der über 80 Vertreter von 19 Nationen teilnehmen. Die Tagungsteilnehmer richteten an den Führer und Reichs
kanzler ein Begrüßungstelegramm, in dem darauf hingewiefen wird, daß die Tagung der auch vom Führer seit jeher aufgestellten Forderung diene, die Tüchtigsten auszusuchen, auszubilden und in die geeignete Verantwortung zu stellen. Gleichzeitig wird dem Führer Dank aesagt für die freundliche Aufnahme in Deutschland. Ein weiteres Begrüßungstelegramm wurde an den Schirmherrn der Tagung, Reichserziehungsminister Dr. Rust, gerichtet.
Bei der Eröffnungsfeier betonte der Präsident, Pg. Streit, daß' die Tagung dem Wohle der akademischen Jugend dienen solle. Die Erhöhung der Leistungen diene dem eigenen Volk wie der Gesamtheit der Völker. Die Wünsche der Reichsregierung übermittelte der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, General von M a s s o w. Keine Hilfe dürfe zu schwer, keine Arbeit zu groß fein, um die Tüchtigsten und Begabtesten in der Jugend eines Volkes ausfindig zu machen Der Redner wies auf die vom nationalsozialistischen Staat geforderte Auslese nicht nur nach dem Intellekt, sondern in erster Linie nach der körperlichen Haltung und dem Charakter hin.
Der Reichsführer der Deutschen Studentenschaft, Pg. F e i ck e r t, betonte, daß gerade die Deutsche Studentenschaft mit besonderem Interesse an dieser Tagung teilnehme, da sie nach dem Wort des Führers, daß eine Idee und eine Revolution nur dann von Dauer fein könne, wenn es gelinge, die nachwachfende Generation so zu erziehen, daß sie ständiger Träger der Idee sei, eine besondere Notwendigkeit in der Behandluna der Fragen der Begabtenförderung sehe und außerdem besonderen Wert darauf lege, mit der jungen Generation anderer Völker über diese Fragen offen zu sprechen.
Auf Anregung des Führers der französischen Abordnung legten das Präsidium und die Führer der 18 ausländischen Abordnungen, sowie die Führer der deutschen Abordnung an der Ehrentafel der im Weltkrieg gefallenen Studenten der Albert- Ludwig-Universität einen Kranz nieder, der auf seiner Schleife die Namen aller beteiligten Nationen trägt.
Oer Führer in Nürnberg.
Besichtigung des Parteitagsgeländes.
Nürnberg, 28. April. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler besichtigte am Sonntagvormittag das Reichsparteitagsgelände. In seiner Begleitung befanden sich außer seinen beiden Adjutanten, SA.-Ober- gruppenführer Brückner und SS.-Oberführer Schaub, der Reichspressechef der NSDAP. Dr. Dietrich und Amtsleiter Speer. An der Besichtigung der neu in Angriff genommenen Anlagen und der Pläne zur Neugestaltung des Reichsparteitagsgeländes' nahmen auch der Frankenführer Gauleiter Julius Streicher, der bayerische Innenminister Wagner und Oberbürgermeister Liebel (Nürnberg) teil.
Oie Brüsseler Weltausstellung eröffnet.
Die Brüsseler Weltausstellung ist am Samstag von König Leopold feierlich eröffnet worden. Der König und die Königin, die sich in Begleitung ihres Töchterchens und des Bruders des Königs, des Grafen von Flandern, befanden, begaben sich in feierlichem Zuge, der von einer Reiterschwadron eröffnet wurde, vom Schloß Laeken zur Ausstellung. Auf dem Wege bildeten Truppen der Garnison Brüssel und Abordnungen von über tausend Vereinen Spalier. Am Eingang des prächtig geschmückten Festsaales der Ausstellung, wo 3500 geladene Gäste Platz genommen hatten, begrüßte der Bürgermeister der Stadt Brüssel Adolf Max das Königspaar. In der Nähe des Königspaares hatten sich sämtliche Minister, die Präsidenten der Kammer und des Senats, das diplomatische Korps, Vertreter der Geistlichkeit und der Generalität eingefunden. Auf die Ansprachen des Bürger- meisters Max und des Wirtschaftsministers van Jsacker antwortete der König mit einer zunächst in französischer, dann in flämischer Sprache vorgetragenen kurzen Rede, in der er mit ernsten Worten die Notwendigkeit einer Rückkehr zu normalen Wirtschaftsbeziehungen in der Welt betonte. Die Feier wurde von Gesängen der Brüsseler Schuljugend umrahmt. Im Anschluß an den Festakt erfolgte ein Rundgang durch die Ausstellung. Als der König den Festsaal verließe stiegen mehrere tausend Brieftauben auf, um die Botschaft von der Eröffnung der Weltausstellung ins Land zu tragen. Gleichzeitig startete der Ballon „Bel» gica" mit dem bekannten Ballonflieger Ernst Derne y t e r an Bord, der auf seinem Fluge Millionen von Zetteln abwirft, die die Inschrift tragen: „Die Brüsseler Ausstellung ist eröffnet". Während der ganzen Feier kreuzten zahlreiche Flugzeuge über dem Ausstellungsgelände.
Kleine politische Nachrichten.
Der Stellvertreter des Führers Pg. Rudolf Heß bittet alle, die ihm zu feinem 41. Geburtstage ihre Glückwünsche sandten, auf diesem Wege seinen Dank entgegenzunehmen. Unter den Gratulanten war der Leiter der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley, der Reichsverband Deutscher Offiziere, der Befehlshaber der deutschen Polizei Generalleutnant D a l u e g e, der Leiter des Hauptamtes für Beamte Neef und die bayerische Regierung.
Der Führer hat den Gauleiter Karl R ö v e r zum Ehrenführer im Range eines Gruppenführers des NSKK. und den Ministerialdirektor im Reichsverkehrsministerium Dr.-Jng. h. c. Ernst Brandenburg zum Ehrenführer im Range eines Standartenführers des NSKK.* ernannt.
Auf Einladung des Generals der Flieger, G ö ■ ring, sprach im Preußenhaus der Frankenführer Julius Streicher vor Offizieren und Beamten der Luftwaffe über Rasse, Vererbung, Auslese und Naturgesetzlichkeit. Generalleutnant Staatssekretär Milch dankte dem Frankenführer für den fesselnden Vortrag, der lebendiges Wissen vermittelt hätte.
In zwei Sonderflugzeugen der Lufthansa trafen am Sonntagmittag Reichsführer SS. Himm- l e r in Begleitung feines Chefadjutanten, SS.-Oberführer Wolff und eine Anzahl SS.-Gruppenführer in Königsberg ein zur Hochzeit des SS.-Grup- venführers Pruetzmann mit Fräulein von Boö- dien in ßeiffienen. Pruetzmann, der Führer des SS.« Oberabschnittes Südwest, war bis zum März 1933 Führer der 18. SS.-Standarte in Königsberg.
Der Senat der Freien Stadt Danzig hat den neu gewählten Danziger Bolfstag zur ersten Vollsitzung der 6. Wahlperiode zum Dienstag
Neugestaltung
-es deutschen Staatsbürgerrechts.
Der Staatsbürgerbrief eröffnet dem Oeutfchstämmigen den Weg in den Dienst für Partei und Staat, in SA., SS. und Wehrmacht.
Oie Sieger im Reichsberufswettkampf ermittelt.
Leistungswettbewerb als Antrieb zur Fortbildung im Beruf.


