Ausgabe 
29.1.1935
 
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hW ganzen sieben. Hier gab Ss drei fehlerlose Ritte der deutschen PferdeDer Mohr",Baccarat" und Fanfare"; ihre Reiter, Oblt. K. Hasse, Rittmeister Momm und Oblt. Schlickum, teilten sich gemeinsam in den Sieg.

Das Hauptereignis des vierten Nachmittags war das Glücksjagdspringen, bei dem jedes Pferd beim ersten Fehler ausscheiden mußte, so daß für manche Reiter die Dauer der Konkurrenz recht kurz war. Alle 21 Hindernisse bewältigten nur drei deutsche Pferde.

Eiöhockey-Meisterschast in Davos.

Am Sonntag wurden die Eishockeykämpfe um die Welt- und Europa-Meisterschaft in Davos be­endet. Im entscheidenden Spiel gewann Kanada gegen die Schweiz 4:2 (2:1, 1:1, 1:U) und sicherte sich wieder die Weltmeisterschaft. Die Schweiz wurde Europameister und Zweiter in der Gesamtwertung vor England, das die Tschechoslowakei mit 2:1 nach dreimaliger Verlängerung schlug und auf den vier­ten Platz verwies. Es folgen Schweden, Oesterreich, Frankreich und Italien.

Das Trostrundenturnier wurde von Deutschland gewonnen und damit auch der neunte Platz in der Gesamtwcrtung errungen. Deutschland spielte die Polen geradezu über den Haufen und errang mit 5:1 (2:0, 2:1, 1:0) einen verdienten Sieg. Die Deutschen konnten sich also für die im Hauptwett­bewerb erlittene Niederlage rächen.

*

Der genaue Schluß st and der Eishockey- Weltmeisterschaft in Davos lautet: 1. Kanada (Weltmeister), 2. Schweiz (Europameister), 3. Eng­land, 4. Tschechei, 5. Schweden, 6. Oesterreich, 7. Frankreich und Italien, 9. Deutschland, 10. Polen, 11. Ungarn, 12. Rumänien, 13. Lettland, 14. Hol­land und Belgien.

Unverdiente Aiederlaqe in Luzern.

Schwei; B schlägt Süddeulschland 1:0 (0:0).

Der erste deutsch-schweizerische Fußball-Länder­kampf der B-Mannschaften, zu dem Deutschland eine rein süddeutsche Auswahl nach Luzern entsandte, endete mit einer knappen, in jeder Beziehung un­verdienten 1:0 - (0:0-) Niederlage für die deutschen! Farben. Das Interesse für diesen Kampf war nicht sonderlich groß. Nur 4000 Zuschauer fanden sich auf dem Platz des FC. Luzern ein. In erster Linie verdankt die Schweiz ihren Sieg dem Torwart Feuz und der Hintermannschaft. Der Empfang der Deutschen war herzlich, der der Schweizer stürmisch.

Der deutsche Anstoß eröffnete die erste Halbzeit, die nie auf ein hohes spielerisches Niveau kam. Dom Anstoß weg drängte Deutschland überaus hef­tig und setzte sich im schweizerischen Strafraum fest. Imponierend das weitmaschige Spiel unserer Angriffsreihe. Nachdem Konrad die erste gefährliche Situation geklärt hat, taut die Schweiz eine Vier­telstunde ist vergangen auf, doch nur vorüber­gehend. Feuz muß immer wieder sein ganzes Kön­nen aufbieten, um die deutschen Schüsse zu halten.

Nach der Pause wird der Kampf lebhaft, wieder drängen die Deutschen, Becher wartet mit guten Scharfschüssen auf, aber Feuz ist unschlagbar. Als Becher, die treibende Kraft, verletzt wird, und nur noch als Statist mitwirkt, treten die Schweizer mehr in Aktion. Jetzt erweist sich Tiefe! als der geniale Taktiker, er hält das Angriffsspiel fest in der Hand und bringt seinen Sturm wieder in Schwung. Bei einem Gegenstoß meistert Jakob einen Schuß Spag- nolis, wenig später, in der 20. Minute fällt die Entscheidung: Billeter nimmt eine zu kurze Abwehr Wendls direkt auf, Jakob wirft sich zu früh, und schon ist das Unglück passiert, die Schweiz führt 1:0. Unter den anfeuernden Rufen holen die Kämpfenden das Letzte aus sich heraus, aber es bleibt beim 1:0.

VfB.-lieichSbahn Gießen.

Reichsbahn Dillenburg Vfv.-Relchsbahn 1:2 (0:1).

Kampf war die Parole dieses Spieles? War doch für die Gießener alles zu gewinnen, und auf der Gegenseite bedeutete der Spielverlauf endgültig den Abstieg. Die Hiesigen, die in letzter Minute auf ihren Tormann, den rechten Verteidiger und die Außen­stürmer verzichten mußten, fuhren in dem Gefühl einer sicheren Niederlage nach Dillenburg. Aber es kam anders. Kameradschaft und Siegeswille ließen die technische Ueberlegenheit der Dillenburger kapitu­lieren. Dazu kam, daß das Glück endlich einmal den Hiesigen zur Seite stand. Dem Unparteiischen stellten sich die Gäste mit Janz, Schwarz, Lehrmund, Haupt-

Die trauernden Hinterbliebenen.

Gießen, Wetzsteinstraße 12, den 28. Januar 1935.

522 D

Heute morgen verschied nach kurzem schweren Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

ZwecksBettmpsungoer Schwarzarbeit können Arbeits-Ang», bote von Handwerker» nur mit Namensnea» nvng u. unter Vorlage desGcwerbenachweij« angenommen werde».

Verlag desStebenerAnzeiger«

Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittag um 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

Karl Ludwig Petri

|tn 74. Lebensjahre.

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Mühlstr.18,Ruf3925

Unsere Bilder zeigen einige Spielmomente aus dem Kampf der Spielvereiniaung 19,00 gegen .die Gauligamannschaft des Kasseler Sportklubs 1903. Links oben: Eckball für die Gießener, eine gefährliche Situation für den Kasseler Torwart Rechts oben: Aus der ersten Halbzeit. Der Gästetorwart von den blauweißen Stürmern sehr bedrängt. Links unten: Die Kasseler Verteidigung gut auf dem Posten. Rechts unten: Einer der schön vorgetragenen Angriffe des Gießener Sturmes, in dem sich auch zwei Spieler (Lang und Fett) von Watzenborn-Steinberg sehr gut bewährten. Das Treffen endete mit 4:5 Toren für Kassel. Wir berichteten bereits ausführlich darüber.

und fein Schrägschuß bringt die 2:1-Führung. Die Gäste nehmen Fehling zurück und können den Vor­sprung bis zum Schluß behaupten.

Die 2. Mannschaft, durch die Abgabe von Spielern an die 1. Mannschaft geschwächt, verlor in Großen- Buseck mit 5:2 Toren.

Die 1. Jugend landete nach einem schönen Spiel einen 4:2-Sieg über die gleiche von Dillenburg.

sympatischen Elf, die bis zum Schluß, trotz der hoher Niederlage unverdrossen kämpfte. Schieds­richter Volkmar, Wetzlar, leitete sicher.

feld, Knauß, Heß, Michel, Ranft, Fehling, Wagner, Euler. Janz hatte einen ganz großen Tag, und er und seine Vordermänner erwiesen sich den schwierig­sten Situationen gewachsen. Die Läuferreihe war im Aufbau und in der Abwehr gleich gut. Der Sturm erzielte zwei Tore, die zum Siege genügten.

Die Gießener haben Anstoß, der aber vom gegne­rischen ^Mittelläufer abgefangen wird. Die Gäste haben bange Minuten zu überstehen, und als der Linksaußen aus acht Meter in die untere Ecke schießt, glaubt man an den ersten Erfolg der Gastgeber. Jedoch es gelingt dem Tormann, den Ball zur Ecke abzulenken. Dann sind die Gießener vorn. Euler gibt sofort zu Wagner, dieser umgeht den Verteidiger, aber der herbeieilende Ranft hebt aus drei Meter darüber. Ueberraschend kommen die Gäste zu ihrem ersten Tor. Der Dillenburger Verteidiger kann in dem hohen Schnee den Ball nicht wegbringen. Ranft ist zur Stelle, eine kurze Wendung der Dillenburger Tormann ist zum erstenmal geschlagen. Durch diesen Erfolg angespornt, verdoppeln die Gastgeber ihre Anstrengungen. Halbzeit!

Nach Wiederbeginn sind die Gastgeber erneut in Front. Ihr Mittelstürmer schießt scharf am Dreieck vorbei. Der Schuß des Rechtsaußen springt von der Oberlatte ins Aus. Langsam werden die Gießener eingeschnürt. Aber die Hintermannschaft übersteht auch diese Drangperiode. Durch eine Fehlentschei­dung des Schiedsrichters kommen die Dillenburger zum Ausgleich. Erneut beginnt das Ringen um den Sieg. Der linke Läufer der Dillenburg begeht ein Foul. Der Freistoß wird von Knauß getreten, Ranft bleibt im Kampf mit dem linken Verteidiger siegreich

Fußbattergebniffe der Kreisklaffen.

Heuchelheim Grünberg 10:1; Heuchelheim II gegen Fellingshausen 4:0; Kinzenbach Erda (ab-- gebrochen) 3:0; Krofdorf II Rodheim 2:3; Lieh gegen Leihgestern 7:0; Wieseck 1900 II 1:0; Gro- ßen-Buseck VfB. II 5:2; Steinbach Stein­berg II 2:4 (Ges.); Spfr. Wetzlar Tgde. Wetz­lar II 13:2; Aßlar Spfr. Wetzlar 3:5; Hermann­stein Aßlar II 5:2; Werdorf Tgde. Wetzlar 1:2.

Sportverein 1920 Heuchelheim.

SVV. 1920 I. Grünberg I. 10:1.

Bei der Platzmannschaft sagten in der letzten Stunde noch zwei der besten Spieler ab, so daß die Elf mit Ersatz antreten mußte. Die Leistungen der Ersatzleute gefielen. Der Kampf nahm einen ver­heißungsvollen Anfang für die Gäste. Schon in den ersten fünf Minuten erzielten sie das Führungstor, das jedoch das einzige bleiben sollte. Die Platz-Elf drehte nun auf und legte mächtiges Tempo vor, dem die Grünberger'zum Opfer fielen. Die Hiesigen erzielten in der ersten Halbzeit drei Tore und nach der Pause noch weitere sieben. Beide Einheiten trugen das Treffen fair aus. Grünberg stellte eine

1. Entscheidungsspiel um die Zugendmeisterschast.

1900 sieben I Leihgestern I 6:0 (2:0).

Vor dem Ligatreffen 1900 03 Kassel standen sich obige Gruppenmeister im entscheidenden Gang gegenüber. Der Unterlegene muß aus dem weiteren Wettbewerb ausscherden. Beide Mannschaften wa­ren ohne jeden Punktverlust Gruppenmeister ge­worden und lieferten sich auch einen jederzeit span­nenden Kampf. Von einer Ueberlegenheit einer der Parteien konnte man gerade nicht sprechen. 1900 hielt lediglich besser durch und konnte dann im Endkampf das Resultat noch recht hoch schrauben. Den Ausschlag gab die bessere Technik und die größere Schußkraft der Gießener. Der Platzverein spielte ohne Oehlemann und Schmittdiehl und hatte vor dem Wechsel gegen den scharfen Wind hart zu kämpfen. Zwei Alleingänge erbrachten den Vor­sprung von 2:0. Nach der Pause wollten sich die Hiesigen zunächst gar nicht finden, während- Leih­gestern außerordentlich eifrig kämpfend, die größten Bemühungen zur Verbesserung des Ergebnisses machte. Nach gut durchdachten Angriffen fielen aber dann in gleichmäßigen Abständen vier weitere Treffer für 1900 und damit stand der Endsieg mit 6:0 Toren fest. Das Spiel wurde jederzeit fair aus­getragen, wenn auch der Spielleiter einige unver­ständliche Entscheidungen traf. Die Gießener Elf war den Gästen körperlich etwas überlegen.

Für die uns anläßlich unsrer Hochzeit erwiesenen Aufmerk, samkeiten danken wir herzlichst Karl Ruppert und Frau Erna, geb. Moos

Dollar, den 29. Januar 1935

0371

Mittwoch, Den 30. Januar 1935, nachnnttags 2 Uhr, versteigere im dahrerNeuenweg28,,ZumLöwen" gegen Barzahlung:

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Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen u. Zeitschristen

Gießen, SA'slMU. 7

2 Uhr, Neuer Friedhof.

Der Vorstand.

_________________535 D

1861-1911

Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mit­glieder von dem Heimgang unseres lieben Alterskollegen

Herrn Karl Ludwig Petri geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, 31. Januar, nachmittags

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J.B.HÄUSER

Am Oswaldsgarten Gießen, Ruf Nr.2145/2146

Dr. med. Karl Dickorö, Zahnarzt

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Ceff entliehe

Die G. B. Germania

I. A.i Guntrum

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Am 24. Januar verschied in Sao Paulo, Brasilien, im 53. Lebensjahre nach einem sehr arbeitsreichen Leben, kurz vor der Erfüllung seiner Sehnsucht, nach Deutschland zurückzukehren, mein herzensguter Mann, unser treu­sorgender Vater, unser lieber, guter Bruder und Schwiegersohn

Bad Godesberg (Plittersdorfer Straße 87). Sao Paulo, Lollar, Rudolstadt und Essen-Stadtwald, den 26. Januar 1935.

Im Namen der Hinterbliebenen :

Elli DickorS, geb Beckmann

Friedrich-Karl, Rolf und Gert DickorS.

Unterfertigte bedauert aufs tiefste das Ableben ihres lieben A. H.

Dr. med. Karl Dickorö

aus Sao Paulo (aktiv SS. 1903).

Gebrauchte Schreibmaschinen und Leihmaschinen ÄT 421A Niederhausen &Co. Bahnhofstr.geg. Hotel Schütz.

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MW tut Bllll- ilnietMnng not? am Tonntag, dem 3.Jebruar 1935, um ll'/, Ubr vünktl., im Physio­logischen Institut, Friedrichstr. 24 Vvosessov a>e. Vüvkev.