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Oberheffen

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Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriol, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XII. 34: 12 047. Druck und Verlag: 'Prühl'iche llnioersitatsBuch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

privaten und beruflichen Angelegenheiten ist ihm eine Frist von 8 Togen zugestand»n worden.

In Straßburg ist der Sekretär der saarländischen Metallarbeitergewerkschaft, Otto Pieck, verhaftet worden. Pieck hatte nach der Saarabstimmung das Saargebiet verlassen, um die Gelder seiner Gewerkschaft nach Straßburg in si­cher h e i t z u bringen. Die Staatsanwaltschaft in Saarbrücken erließ darauf einen Haftbefehl gegen ihn. Pieck wird nach Kolmar gebracht werden, wo das Appellationsgericht über seinen Fall zu be­finden haben wird.

Der stellvertretende Vorsitzende des Rates der Volkskommissare der Sowjetunion und der Vor­sitzende der Kommission zur Staatskontrolle Ku i b li­sch e w ist an Herzneurose verstorben. Die Re­gierung hat beschlossen, den 7. Kongreß der Sowiet- union auf den 28. Januar zu verlegen. Kuibyschew gehörte zu den Schöpfern des ersten Funfiahres- planes und hat sich beim Aufbau der Schwermdu- strie besonders ausgezeichnet.

re al schule sind durch die Uebernahme der Ge­haltszahlung für März 1934 auf das Rj. 1934, so­wie den Ersatz jüngerer niedrig bezahlter Lehr­kräfte durch ältere höher bezahlte im laufenden Rechnungsjahr gestiegen. Es ergibt sich insgesamt eine Erhöhung des Gemeindebeitrags um rund 5000 Mark. Der Stadtrat beschloß, den Zuschuß um 5000 Mark zu erhöhen. Deckung erfolgt aus Ausgabeersparnissen des laufenden Jahres.

Zur Deckung des im letzten Jahre eingetretenen Mehrbedarfs an Wasser, und zur Schaffung einer genügenden Wasserreserve, war eine Erweite­rung der Wasserversorgungsanla­gen erforderlich. Deshalb wurde auf dem städti­schen Grundstück beim Pumpwerk in Griedel ein Bohrversuch unternommen, der bis auf eine Tiefe von 40 Meter getrieben wurde. Welche Wasser­menge dieses Bohrloch erbringt, kann zur Zeit, da die Filterrohre noch nicht eingesetzt sind, nicht fest­gestellt werden. Angenommen wird, daß der Mehr­bedarf an Wasser aufkommt. Man erwägt, ob es nicht möglich ist, den gesamten Wasserbedarf aus einer Brunnenanlage zu decken, was rrad) Ansicht von Wasserfachleuten möglich wäre. Es handelt sich um zwei Möglichkeiten, entweder den Gesamt­bedarf aus der Anlage der Gemeinde Griedel zu entnehmen, oder an einer anderen Stelle einen neuen Bohrversuch zu machen. Griedel ist mit dem Pumpversuch einverstanden, wenn.die Stadt alle Kosten, die etwa 1000 Mark betragen, allein trägt. Anderseits hat der Bohrunternehmer Kuhn ein Angebot eingereicht, einen neuen Bohrversuch an anderer Stelle zu unternehmen und das gesamte Risiko dafür zu tragen. Die Stadt hätte lediglich die erforderlichen Hilfsarbeiter zu stellen, den elek­trischen Strom zu liefern und die Transportkosten zu übernehmen. Ist die Bohrung von Erfolg, so zahlt die Stadt 5000 Mark für den ausgebauten Brunnen, bei Erfolglosigkeit zahlt die Stadt nichts. Der Stadtrat genehmigte die beim Pumpwerk Griedel durchgeführte Dersuchsbohrung, und be­schloß weiterhin, einen Pumpversuch bei dem Griedeler Gemeindewasserwerk durchzuführen, so­wie dem Bohrunternehmer Kuhn Auftrag zur Her­stellung eines weiteren Bohrversuchs auf Grund seines Angebots zu geben. Die Gesamtkosten im Betrage von etwa 12 000 Mark werden zu Lasten des Wasserwerkes für 1934 bzw. 1935 bewilligt.

Gegen den Entwurf des Ortsbauplans über die Ausmündung der Umgehungsstraße in die Gießener Straße sind während der Osfenlegungsfrist acht Einsprüche eingegangen, und zwar von A. W. Heil, O. R o ck e m e r , Moritz Bender, W. Fritz, Jak. Müller Witwe, Reichsbahn, G Dinkel und Karl Vogt. 1 Der Stadtrat beschloß: Die Einsprüche von Heil,

Fritz, Müller und Dinkel können nicht mehr berück­sichtigt werden, da der Teilortsplan bereits 1932 festgestellt worden ist. Der Einspruch der Reichs­bahn scheint auf einem Irrtum zu beruhen, und wird voraussichtlich nach Klärung zurückgezogen. Die Einsprüche von Rockemer, Bender und Vvgt werden abgewiesen, weil sie keine Bedeutung für die Durchführung des Fluchtlinienplanes haben. Etwaige Entschädigungsansprüche müssen spater ge­regelt werden.

Landkreis Gießen.

dabei den Tod.

Kreis Büdingen.

* Büdingen, 28. Jan. Infolge der anhalten­den starken Grippe-Epidemie mußte die hiesige "Volksschule bis auf weiteres ge­schlossen werden.

Wettervoraussage.

Um das mit seinem Kern bei den Azoren liegende Hochdruckgebiet, das einen Ausläufer bis nach Skandinavien hin vorgeschoben hat, wandern fort­gesetzt Tiefdruckwirbel herum. Dementsprechend wer­den auch in großer Höhe über dem Festlande feuchte ozeanische Luftmassen ostwärts verfrachtet, die wei­terhin Anlaß zu Schneefällen geben werden. D,s Temperaturen in den Niederungen werden sich tm allgemeinen in Gefrierpunktnähe halten und nur bei nächtlichem Aufklaren stärker zurückgehen.

Aussichten für Mittwoch: Ueberwiegend bewölkt und zeitweise Schneefall, bei Winden um Nord, nachts Frost, Tagestemperaturen bei Null.

Aussichten für Donnerstag: Fort- dauer der überwiegend bewölkten und zu Schneefall neigenden Witterung, Tagestemperaturen um Null.

Temperaturen. Am 28. Januar, mittags1,2; am 28. Januar, abends3,7; am 29. Januar, morgens2,2 Grad Celsius. Maximum0,9, Minimum4,1 Grad. Erdtemperaturen in 10cm Tiefe. Am 28. .Januar, abends 0,4; am 29. Januar, morgens 0,4 Grad Celsius. Sonnen­scheindauer 2,5 Stunden.

Wintersport.

Rhön: Wasserkuppe: Nebel,8 Grad, 42 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Vogelsberg: Hoherodskopf: Dunst, 9 Grad, 45 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Sauerland: Winterberg: Schneefall,8 Grad, 50 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

sch en im Auslande zu sprechen. Er warb für bit Sammlung des VDA., die an diesem Tage ftafo fand. Sein Sieg-Heil galt unserm Führer und Reichskanzler und wurde begeistert aufgenommen. Anschließend gingen die Vorstände des Vereins mit den Sammelbüchsen des VDA. bei den Besuchern um und sammelten noch eine schöne Summe. Tanz beschloß den wohlgelungenen Abend.

+ ©rünberg, 28. Jan. Am Sonntagabend hielt der hiesige Zweigverein des Vogels­berger Höhenklub imHotel Hirsch einen gut besuchten Familienabend ab. Oberrealschuldirek- tor Hüthwohl hielt einen Lichtbildervortrag über den im Jahre 1934 von deutschen Bergsteigern un­ternommenen Versuch der Besteigung des Nang- Parbat, eine über 8000 Meter hohen Gipfels des Himalajagebirges. In ausführlicher Weise und ver- anschaulicht durch eine große Zahl Lichtbilder schil­derte der Redner den Verlaus dieses schwierigen Unternehmens, das trotz sorgfältigster Vorbereitung kurz vor Erreichung des Zieles durch plötzlich aus­tretende und anhaltende Schneestürme leider einen tragischen Abschluß fand. Vier deutsche Bergsteiger, deren Namen in Bergsteigerkreisen einen guten Klang hatte, mußten den Versuch mit ihrem Leben bezahlen, ebenso fand eine Anzahl eingeborener Träger, deren aufopferungsvolle Treue sie bis zum letzten Augenblick bei ihren Herren ausharren liefe,

Oie Veruntreuungen bei der Bezirks sparkaffe Ortenberg.

* Ortenberg, 29. Jan. DerFrankfurter Generalanzeiger" veröffentlichte in seiner gestrigen Ausgabe eine Meldung, nach der sich die bei der Bezirkssparkasse Ortenberg aufgedeck­te Unterschleife auf einen Betrag von rund 1 00 000 Mark belaufen soll. Vom Kreisamt Büdingen, als auch von der Bezirksjpar- kasse Ortenberg hören wir, daß eine genaue Fest­stellung des veruntreuten Betrages noch n t d) t erfolgen konnte. Meldungen hierüber find als verfrüht zu betrachten

Stadtratssihung in Butzbach.

pb. Butzbach. 27. Jan. In der jüngsten Sitzung des Stadtrates wurden folgende Be­schlüsse gefaßt:

Auf Grund einer Verfügung des Hessischen Innen­ministeriums ist am 12. Juli 1932 vom Stadtrat der Beschluß gefaßt worden, bei der Sonderge­bäudesteuer Erleichterungen zu gewah­ren, wenn u. a. größere Wohnungen durch wesent­liche Umbauten in mehrere selbständige Wohnungen geteilt worden sind. Auf Grund einer neueren Ver­fügung vom 24. November 1934 soll dieser Beschluß dahin ausgedehnt werden, daß die bewilligte Er­mäßigung bei Eigentumswechsel auch dem Rechts­nachfolger gewährt wird. Der Stadtrat beschloß, die vorgesehene Regelung für die staatliche Sonderge- bäudesteuer auch für die kommunale Steuer anzu­wenden. .

Unter dem Namen:Nationalsozialisti­scher Hilfsverein Hessen-Nassau e. V. ist ein Verein gebildet worden, der die Beschaffung von Geldmitteln für die wirtschaftliche Stützung be­dürftiger Parteigenossen bezweckt, und zwar in der Weise, daß der Verein Ausfallbürgschaften gegen­über Banken und ähnlichen Instituten übernimmt, um dadurch die Kreditwürdigkeit der Parteigenossen zu steigern, ober der Verein Darlehen aus eigenen Mitteln gibt. Mitglied kann jeder Volksgenosse, so­wie auch Körperschaften des öffentlichen Rechts fein. Der Stadtrat beschloß diesem Hilfsverein beizutreten, als Eintrittsgld wurden 50 RM. und als Jahres­beitrag 20 RM. bewilligt.

Die hinter der Oberrealschule Flur I Nr. 269 248 Quadratmeter stehende Lagerhalle ist von Herrn Zitze r der Stadt zum Verkauf angeboten worden. Das Grundstück ist rundum von städtischem Gelände umgeben. Die Stadt kann die Halle für ihre Zwecke verwenden. Der Stadtrat beschloß den Ankauf zum Preise von 3000 RM. Deckung erfolgt zu Lasten der Vermögensrechnung für 1934.

Die persönlichen K osten der Ober-

ihrem Rufe.

tn Lang-Göns, 27. Ion. Gestern abend fand in der Turnhalle das Stiftungsfest, verbunden mit einem Wintervergnügen, des Gesangvereins Germania" statt. Der Verein wird von Chor- meister H a n st e i n (Friedberg) geleitet. Die Begrü­ßungsansprache hielt der Vorsitzende, Schmiede- meister Hans Puhl. Er wies auf die Bedeutung unserer Gesangvereine, die Pflege des deutschen Volksliedes usw. hin und bedauerte, daß gerade in der letzten Zeit die Mitgliederzahl zurückgegangen sei. Der Toten des Vereins wurde in der üblichen Weise gedacht. Die hiesige Kapelle sorgte für einlei­tende und verbindende Musik und bot eine sehr ge- schickte Auswahl von volstümlichen Stücken. Die Chöre des Vereins, die in reicher Zahl vorgetragen wurden, bewegten sich auf ansehnlicher Höhe und sanden lebhaften Beifall, besonders die von Silcher vertonten Volkslieder. Nach dem offiziellen Teil wur­den noch heitere Zugaben, die Wilhelm Dern lei­tete, geboten. Chorleiter H a n st e i n trug zwei von ihm verfaßte Dichtungen in Wetterauer und Frank­furter Mundart (dieSpeisekarte" undVon Goethe") vor und erntete reichen Beifall. Bürger­meister Wenzel betonte in einer Ansprache noch einmal die Wichtigkeit unserer deutschen Gesangver­eine, unter strich ihre hohe Aufgabe im Kulturleben, die sie für das nationale Deutschland zu leisten hät­ten, und kam dann in kurzen Worten auf die Deut-

+ Steinbach, 28. Jan. Von der NS.- Frauenschaft wurde bet den Familien, Die m diesem Winter eine Hausschlachtung vorgenommen hatten, eine Sammlung von Speck und Wurst für das Winterhilfswerk burch- geführt. Das Ergebnis ist sehr befriebigenb.

= Steinbach, 28. Jan. Am Samstagabend fand im Saale von Görlach ein Bunter Abend zugunsten des Winterhilfswerk es statt, der gut besucht war und einen schönen Verlaus nahm. Die Parteiorganisationen und Vereine hatten sich in den Dienst der Sache gestellt. Die Kapelle Schleuse stellte die Musik. Ortsgruppenletter Bürgermeister Rink eröffnete den Abend mit einer Begrüßungsansprache, baran schloß stch Der gemeinsame Gesang bes LiebesVolk ans Gewehr . Propaganbaleiter Grösser hielt eine Ansprache in Versen. In buntem Wechsel folgten bann Die einzelnen Darbietungen. Die Hitler-Jugenb bot einen Sprechchor. Der GesangvereinEintracht sang ein Lieb. Dann tanzte ber BDM. in Kostümen Volkstänze, bie großen Beifall fanben. Der Schützenverein führte eine Wirtschaftsszene im Dia­lekt auf, bie burch ihren trefflichen Dolkswitz große Heiterkeit hervorries. Der Turnverein bot barauf turnerische Dabietungen. Nochmals gabs Volks^ tänze vom BDM. Die GesangvereineGermania" unbEintracht" fangen bann ihre Lieber. Es folgte ein Schwank, ber von ber NS.-Frauenschaft unb ber SA.-Reserve gemeinsam aufgeführt wurdeDer militärische Schwiegersohn" fand, flott gespielt, ein dankbares unb beifallsfreubiges Publikum. Auch ber Fußballsportverein hatte sich mit einer ulkigen Fußballszene unb einem Couplet in ben Dienst per Sache gestellt. Sturmführer Müller nahm hier­auf bie Preisoerteilung vom Preisschießen ber SA.- Reserve vor. Damit war bas Enbe bes ersten Teiles bes Abenbs herbeigekommen unb Orts­gruppenführer Rink brachte ein breifaches Sieg- Heil auf ben Führer aus, worauf ber Gesang bes Horst-Wesfel-Liebes folgte. Es war ein wohlge- lungener Bunter Abend. Bemerkt fei noch, baß zwischen ben einzelnen Aufführungen bie Musik­kapelle ihre Weisen spielte. Im zweiten Teile spielte bie Musik zum Tanz auf unb alt unb jung folgte

Lösegelbbriefe antwortete Hauptmann wiberspruchs- Doll unb ausweichenb. Als schließlich Hauptmann im Gegensatz zu einer angeblich früher gemachten Aussage bestritt, Telephonnummer unb Haus- abresse Dr. Bonbons auf ein Schrankbrett ge­schrieben zu haben, erklärte ber Generalstaatsan­walt, Hauptmann hätte währenb bes Ausuefe- rungsverfahrens gelogen. Hierauf rief ihm Haupt­mann zu:Hören Sie auf, hören Sie auf, Sie haben wohl noch nicht in biefem Gericht gelogen.

Meine politische Nachrichten.

Der Führer unb Reichskanzle r hat ben Gesanbten in Abbis Abeba Frhrn. v. Schoen zum Gesanbten in Santiago ernannt unb den Ge­sandten in Helsinafors Büsing, einstweilig m ben Ruhestand versetzt. *

Der Berliner Berichterstatter der spanischen Ta-, aeszeitunqEl D e b a t e", Antonio Bermubez- Canete 'ist wegen monatelang betriebener v e r - leumderischer und böswilliger Be­richterstattung aus dem deutschen Reichsgebiet ausgewiesen worden. Zur Regelung seiner

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