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Samstag, 28. Dezember (935

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten)

Ur. 302 Drittes Blatt

iWeihnachtsseierimEvangelischenSchwestemhaus

ffipftprn nnrhmittaa fand

Tageskalender für Sonntag.

mancherlei Wettbewerben, fertiggebracht, etwa in der Form von Girlanden, qe Menschen, gelegentlich I die im Mittelpunkt der Stube Zusammentreffen

Die

Tageskalender für Samstag.

Gloria-Palast (Seltersweg):Krach im Hinter- Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Ich war ..... GRG.: 20.30 Uhr im Bovis­

ten zu Muttern und Vatern, ein schönes Weihnachts­fest als dauernde Erinnerung an ihre Dienstzeit er­leben zu lassen.

Wenn in solcher Weise bei einer berittenen Truppe Weihnachten begangen wird, so ist es selbst­verständlich, daß die Soldaten auch den Stall nicht vergessen, in dem die vierbeinigen Kameraden des Militärdienstes ihr Heim haben. So hat man denn auch noch den Stabsstall in ein geradezu fes liches Weihnachtsgewand gebracht. Die Stallgasse deckt durch die ganze Länge des Stalles ein präch­tiger weinroter Läufer, zu dessen beiden Seiten nach den Buchten der Pferde zu ein wunderbar ge­schicktes Flechtwerk aus Stroh, das die Kanoniere unter Anleitung von erfahrenen Vorgesetzten und Kameraden selbst hergestellt haben, den schönen Ab­schluß bildet. Mitten in der Stallgasse aber steht em prächtig geschmückter Christbaum, der auch hier an den weihnachtlichen Charakter dieser Tage in schö­ner Weise erinnert.

und zur Decke emporstreben, eine Art Weihnachts­krone zu schaffen. Sehr stimmungsvoll sind auch in manchen Stuben Beleuchtungskörper und in einer Stube winzig kleine, farbige elektrische Glühbirnen in dem Grün der Tannenzweige und im Zusammen­hang mit einer kleinen Nachbildung der Krippe von Bethlehem zur Verwendung gekommen. Durch diesen innigen Weihnachtsschmuck haben alle Stuben einen außerordentlich festltch-anheimelnden Charakter er­halten, der die Erreichung des Wettbewerbszieles bestätigt, nämlich die jungen Soldaten, die vor we­nigen Wochen zur Erfüllung ihrer Wehrpflicht in die Kaserne eingezogen sind und aus dienstlichen Gründen zum Weihnachtsfest nicht heimfahren konn-

sämtlicher Schüler-Abteilungen.

Der Spielplan des Gießener Stadttheaters vom 29. Dezember bis 5. Januar.

Aus dem Büro des Gießener Stadttheaters wird uns berichtet:

Gestern nachmittag fand im Evangelischen Schwe­sternhaus eine Weih­nachtsfeier statt und zwar für alle jene älteren Da­men, die seit Jahren in

Für den Schmuck-Wettbewerb waren den wett­eifernden Stubengemeinschaften Preise als Beloh­nung ihres Mühens in Aussicht gestellt worden. Die Preisbewertung erfolgte am vorigen Samstag im Zusammenhang mit der Weihnachtsfeier. Bei der überall zutage tretenden vortrefflichen Leistung der Stuben war es sehr schwierig, die allerbesten Er­gebnisse zu ermitteln und mit der verdienten Be­lohnung zu bedenken. Als Preise waren den Stu­bengemeinschaften Bilder des Führers und Ober st en Befehlshabers unserer Wehrmacht zugedacht. Den ersten Preis der Unteroffizier st üben erhielt die Stube des Unteroffiziers Kilthau; den ersten Preis der Mannschafts st üben errang d,e Stube des Gefreiten Blum. Nicht minder vortrefflich ge­schmückt waren auch die übrigen preisgekrönten Stuben, die mit dem zweiten, dritten, vierten und fünften Preis belohnt wurden, und alle Anerken­nungen verdienten ferner die anderen Stuben, für die Preise leider nicht mehr zur Verfügung standen, die aber in dem uneingeschränkten Lob ihrer Offi­ziere und Unteroffiziere ebenfalls reichen Lohn für ihr eifriges ideelles Streben erblicken können.

Dieser neuartige Schmuckwettbewerb ist, als Gan­zes betrachtet, eine neue prächtige Leistung unserer Gießener Artilleristen, die für diese, festliche Gestal­tung des Weihnachtsfestes alle Anerkennung ver­dienen. Die schöne Ausschmückung der Stuben wird sicherlich auch am morgigen Sonntag, an dem Die Artillerie-Kaserne wie mir an anderer Stelle un­seres heutigen Blattes mitteilen zum Besuche durch die Zivilbevölkerung offensteht, verbicnter- : maßen das volle Lob der Besucher finden.

Sonderveranstaltung. Gloria-Palast (Selters­weg):Krach im Hinterhaus". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Ich war Jack Mortimer" - Turnverein 1846 Gießen: 15 Uhr Weihnachtsfeier

opferbereiter Arbeit stän­dig Näharbeit für das Schwesternhaus und für die Kinderkrippe leisten, ohne dafür irgendwie ent­schädigt zu werden. Das Schwesternhaus bereitete den Frauen aus diesem Grunde eine Feier, wie sie schöner nicht gedacht werden konnte. An der Feier nahm auch der frü­here SuperintendentOber- kirchenrat Wagner teil. Die Schwestern hatten den zu ebener Erde lie­genden Saal auf das prächtigste ausgeschmückt. Eine schöne Krippe in transparentem Bild stand im Mittelpunkt des Rau­mes und mehrere geschmückte Christbäume bildeten fast eine grüne Wand. Diele figürliche Darstellungen, unter die Christbäume gestellt und schön beleuchtet, erzählten die Weihnachtsgeschichte. Der Tisch, der zu einer Kaffeetafel hergerichtet worden war, war mit mehreren Adventkränzen geziert und prangte im Glanze vieler Kerzen. Die Weihnachtsfeier selbst

Das 18. Jahrhundert kannte eine große Anzahl von Karpfenrezepten. An der Spitze (was ihre Zahl betrifft) steht ein französisches Kochbuch vom Jahr 1739 mit achtzehn Zubereitungsvorschriften-, die Zahl von acht Karpfenrezepten, die das niedersächsische Kochbuch des Jtzehoer Stadtkochs Marcus Looft an­führt, mutet dagegen fast dürftig an. ImHambur­gischen Kochbuch" vom Jahr 1788 finden sich dann wieder fünfzehn Anweisungen, und über ein Dutzend weist auch ein Wiener Kochbuch vom Jahr 1824 auf. Da die Rezepte in den verschiedenen Koch­büchern sich nun keineswegs glichen, so sollte man glauben, daß für jedermanns Geschmack gesorgt ge­wesen wäre: ynd doch ist nicht jedermann des Karpfens Freund: Brillat-Savarin, der französische Feinschmecker und Kochkünstler des 19. Jahrhun­derts, erwähnt feiner in der berühmtenPhysiolo­gie des Geschmacks" oderPhysiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse" ebensowenig wie der Gans, und auch bei den ebenso bedeutenden Gastronomen Rumohr und Blumenröder findet man kein Wort über ihn, obwohl sie alle sicherlich nicht durch den alten Aberglauben behindert wur- den, daß durch den Genuß des Karpfensleisches Haus . ..

der Magen leichtlich erkältet, der Stein im Geblüt Jack Mortimer . gemehret, Verstopfung und ein tägliches Fieber er-1 Haus Familienfeier.

Links- Die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Mannschaftsstube des Gefreiten B l um - R echt s : Blick in eine ebenfalls sehr schön hergenchtete v Mannschaftsstube. (Aufnahmen [3]: Photo-Pfaff.)

Blick in die preisgekrönte Stube von Unteroffizier

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Weihnachtsschmuck-Wettbewerl) in derGießenerArtillenekaserne

Der Nachrichienzug unserer Artilleristen bringt Weihnachten in seine Kaserne.

ten zu geloben.

Das Gelöbnis wird durch Nachsprechen der Worte abgelegt: Ich gelobe: Ich werde dem Fuh- rer des Deutschen Reiches und Volkes Adolf Hitler treu und gehorsam sein und meine Dienstobliegen­heiten gewissenhaft und uneigennützig erfüllen.

Ablehnung des Gelöbnisses schließt die Einstel­lung aus und berechtigt bei bereits eingestellten An­gestellten zur fristlosen Entlassung."

Die Lehrlinge in Heichsbetrieben.

In einem Erlaß des Reichsfinanzministers wird ausgeführt:

Als Lehrlinge in den öffentlichen Verwaltun­gen und Betrieben find in erster Linie Mitglieder der Hitlerjugend und des Jungvolks, gegebenenfalls der SA., SS. und des NSKK. einzustellen, die mindestens seit einem Jahre diesen Gliederungen angehören. Ueber die Annahme anderer Jugendlicher als Lehrlinge entscheiden die zuständigen oberster» Reichs- oder Landesbehörden oder die von ihnen bet auftragten Stellen. Der Nachweis über die Dauer der Mitgliedschaft ist durch eine Bereinigung bet

4hetrejMbm Gliederung führen."

folgen kann: sonderlich werden sie denen, so zumi Stein und Colik geneigt, gar verboten". (Solch selt­same Mär nämlich steht zu lesen in älteren Wer­ken. Ebenda aber wird zur Heilung fast aller die-j ser Uebel der sogenannteKarpfenstein" aus dem Rückgrat des Fisches empfohlen, so daß also Unheil und Heilung gleichzeitig bargeboten wurde.)

Wenn heutige Kochbücher auch nicht mehr acht­zehn Rezepte aufmarschieren lassen, so steht doch auch heute eine so stattliche Anzahl davon zur Ver­fügung, daß die sorgende Hausfrau nicht fürchten muß, den Vorwurf des Ct>en erst Dagewesenen zu erhalten. Hier eine kleine Auslese: da ist zunächst der schlicht, blau gekochte Karpfen, dem nicht selten eine Rotweintunke beigegeben wird; dann der ge­backene, daneben der mit saurem Rahm usw. ge­bratene; auch mit Meerrettig kann Karpfen fertig gemacht, oder unter Zutat von Rotwein und aller­hand Gewürzen eine Matelote aus ihm bereitet werden. In manchen Gegenden herrscht unbedingt der in Bier gekochte sogenanntepolnische" Karpfen, dem häufig neben allerlei Kräutern und Gewürzen auch Honigkuchen und Rosinen zugesetzt werden. (Eine Zutat von braunem Lebkuchen und Zucker- firup erhält neben allerlei Gewürzen auch der schwarze ober böhmische Karpfen"). Anbere roieber kochen ben Karpfenä la Bourguignonne" in Bur- gunber unb würzen bie Tunke mit Thymian, Ba­silikum, Sarbellen unb Kapern. Nicht übel ist auch ber Karpfen mit Hechtenfarce gefüllt unb golbgelb gebacken, in einer Hülle aus Butterteigschuppen mit Eierüberstrich, mit Krebsschwänzen unb Sardellen- soße zu Tisch gegeben. Noch vornehmer allerbmgs gebärbet er sich, wenn erä la Chambord" zuberei­tet wirb: ber mit Speck unb Trüffelstreifen gespickte Fisch wirb in Weißwein mit allerhand ausgeklü­gelten Zutaten weich gebömpft, glaciert unb mit Champignons, würflig geschnittener Zunge, Krebs­schwänzen, nicht selten auch noch mit Wachtelschen­keln geziert: freilich ein lukullisches Mahl!

Aber gar so viel Drum unb Dran braucht er gar nicht, auch in einfachster Zubereitungsart ist er äußerst wohlschmeckenb, ber Silvesterkarpfen, vor­ausgesetzt, baß er sich einige Zeit in fließendem : Wasser aufgehalten hat unb kein gar zu bemoostes Haupt war. E- B

Dorrwiizen.

Sonntag, 29. Dezember, zum letzten Mal das Weihnachtsmärchen:Der kleine Muck" von W. Burggraf. Spielleitung: Karl V o l ck. Dauer von 1518 Uhr. Außer Abonnement. Von 1921.30 Uhr der Operettenschlager:Die Tanzgräfin" von R. Stoltz. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer, Spielleitung: Paul W r e d e, Tänze: Thery Schultheis. Die Vorstellung ist außer Abonne­ment. Montag, 30. Dezember, als Vorstellung der NS.-Kulturgemeinde Ring Deutsche Buhne: Maskenball", Oper von Verdi. Musikalische Lei­tung: Paul Walter, Spielleitung: Der Inten­dant. Die Karten vom 11. November haben Gül­tigkeit für diese Vorstellung. Freier Kartenver­kauf zu Tagespreisen an der Abendkasse. Dauer von 2023 Uhr. Dienstag, 31. Dezember (Sil­vester), das Lustspiel mit Einlagen und lieber- raschungen:Weh' dem, der liebt" (Der Klapper- storchverband") von Fedor von Zobeltitz. Spiellei­tung: Heinrich Hub. Die Vorstellung ist aufoet Abonnement. Dauer von 2022,30 Uhr. Mitt­woch, 1. Januar von 1921 Uhr Shakespeares Komödie der Irrungen". Spielleitung: Der In­tendant. Die Vorstellung ist außer Abonnement. Freitag, 3. Januar, von 2022,30 Uhr, die Tanz- und Schlageroperette:Die Tanzgrafin von R. Stoltz, Musikalische Leitung: Ernst Bräuer, Spielleitung: Paul W r e d e, Tänze: Thery Schultheis. Die Vorstellung gilt zugleich als 12. Vorstellung im Freitag ° Abonnement. Samstag, 4. Januar, von 2022 Uhr, zum letz­ten Mal dieKomödie der Irrungen" von Shake­speare. Spielleitung: Der Intendant. Dorstel- hing der NS.-Kulturgemeinde Ring Deutsche Buhne. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an ber Abendkasse. Sonntag, 5. Januar, von 1517.30 UhrWeh' bem, ber liebt" (Der Klapperstorchver- banb") von Febor von Zobeltitz. Außer Abonne­ment. Kleine Preise. Spielleitung: Heinrich Hu d. Von 1921 Uhr einmaliges Gastspiel:Die 8 Ent­fesselten". Tanz Groteske ParobiePanto­mime. Außer Abonnement. Kleine Preise.

Gastspiel im Sladllheater Gießen.

In der Erstausführung der OperetteDie Tanz- gräfin" am zweiten Weihnachtsfeiertag fang por ausverkauftem Haufe die Partie ber Colette Liffy Chilla vom Operettentheater Stuttgart als Gast. . Wegen bes großen Erfolges, ben bie Künstlerin beim Publikum errang, hat bie Intendanz Frl. Chilla zu einem nochmaligen Gastspiel am Sonn­tag, 29. Dezember, verpflichtet. Die Vorstellung bauert von 1921.30 Uhr.

Oer Führer:

Mögen Jahrlaufende verKhen, so wird man nie von Heldentum reden und sagen dürfen, ohne des deutschen Heeres des Weltkrieges zu gedenken. Dann wird aus dem Schleier der Vergangenheit heraus die eiserne Front des grauen Sahlhelms sichtbar werden, nicht wankend und nicht weichend, ein Mahnmal der Unsterblichkeit. Solange aber Deutsche leben, werden sie bedenken, daß dies einst Söhne ihres Volkes waren."

Frontsoldaten der Nationalsozia­listischen Kriegsopferversorgung sammeln am 4. und 5. Januar 1936 für das Winterhilfswerk.

Oie Verpflichtung der Reichsangestellten.

Tarifordnung für die Reichsangestellten hat folgende Bestimmung erhalten:

Jeder Angestellte hat durch Handschlag dem Führer bes Deutschen Reiches unb Volkes Abolf Hitler Treue unb Gehorsam sowie gewissenhafte und uneigennützige Erfüllung seiner Dienstobliegenhei-

verschönten die Schwestern unter der Leitung der Oberschwester Dorothea mit sinnigen Gedichtvortra- gen und mit Liedern, in kleinem Chor gesungen. Schließlich gelangte auch ein symbolisches Weih- nachtsspiel zur Aufführung, das große Freude aus­löste. In angeregter Unterhaltung oeramaen Die Stunden des Nachmittags allzurasch. (Aufnahme: Neuner,Gießener Anzeiger".)

Stadttheater: 15 bis 18 Uhr:Der kleine Muck ; 19 bis 21,30 UhrTanzgräfin". Gloria-Palast (Seltersweg): 11 Uhr große Kinder- unb Familien-

Aus der Provinzialhauptstadt.

Vom Gilvesterkarpfen.

Der Karpfen wirb in vielen Gegenden unb Fa­milien bereits am Christabenb verzehrt, noch stär­kere Verbreitung aber hat er wohl als Silvester- gericht gewonnen. Er blickt auf eine lange Ge­schichte als Beftanbteil ber guten Küche zurück.

Das schwarze Meer ist die Urheimat bieses Fi­sches ber bisweilen ein wahres Methusalemalter erreichen soll berichtet boch beispielsweise ber Naturforscher Buffon von einem 150 Jahre alten Karpen unb ein recht ansehnliches Gewicht (bis zu vierzig, fünfzig Psunb) wirklich erreicht. Schon Cassiobor erwähnt ben Karpfen, unb früh erscheint er als Klosterfijch am Bodensee. Ferner wissen wir, baß er im Jahr 1514 burch Leonharb Mascal von Nordfrankreich nach Englanb gebracht würbe, in Dänemark führte ihn 1560 Peter Oxe ein. In Deutschland würbe ber Karpfen allgemeiner bekannt zuerst in Schlesien, von wo ihn 1588 ber Oberst Burggraf von Nostiz in bie Mark Brandenburg brachte. In Altpreußen aber fanb ber treffliche Fisch erst Eingang ums Jahr 1769, in Amerika sogar erst 1850.

Man hat häufig von mancherlei Wettbewerben gehört unb gelesen. Junge Menschen, gelegentlich auch ältere Semester, würben dadurch zur Entsal- i iunq aller ihrer Kräfte in ber vielfältigsten Weise I veranlaßt. Eine Neuheit ist aber ein Weih- i nachtsschmuck-Wettbewerb. ben Gießener < Solbaten innerhalb ihrer Kaserne durchgefuhrt ha­ben Der Zweck bieses Wettbewerbs bestand darin, die Werte bes Gemüts burch schone äußere Gestal­tung biefer herrlichen Festtage auch innerhalb einer Kaserne zu betonen. Unb ba muß man sagen, baß in ben Unteroffizier- und Mannschaftsstuben der Kaserne des Nachrichtenzugs der I.Adh Ar­tille r i e - R e g i m e n t s 9 ein so reger unb von feinem Ernpfinben geleiteter Wettbewerb weihnacht­lichen Charakters zustanbe gekommen ist, rote man ihn sich besser nicht benten konnte, unb rote- er m feinen Auswirkungen jeben aufs angenehmste über» rascht, ber Gelegenheit hat, bie Ergebnisse dieses Mühens in Augenschein zu nehmen.

Die Anregung zu ber sinnigen weihnachtlichen Schmllckun?die?e? Kasernenblocks im Wettbewerb ber Stuben untereinanber war von bem Chef pes Nachrichtenzugs Oberleutnant Lenne ben Unter­offizieren unb Mannschaften gegeben worben. Mit Begeisterung nahmen bie Artilleristen diese Auf- forberung auf. Da setzten sich die Bewohner der Stuben, bie Unteroffiziere, bie Gefreiten uno bie Mannschaften hin unb schnitten aus mancherlei Pa- vierstücken weihnachtlichen Schmuck zurecht. Andere nahmen Farbentöpfe unb Pinsel Zur Hand, um ihre malerischen Talente bei dieser Gelegenheit unter Beweis zu stellen. Wieber anbere regten sich m eifrigster Weise in ber Anfertigung von allerlei net­tem Schmuck aus kleinen Tannenzweigen, ober sie offenbarten z. B. ihre Geschicklichkeit in ber Anferti­gung von kleinen Tannenzweig-Kronen als Schmuck ber Beleuchtungskörper. Natürlich würbe auch nicht vergessen für jebe Stube einen schonen Chnstbaum zu bejdjaffen und ihn mit Lichtern, Lametta und an­deren hübschen Dingen zu putzen. Daß Christfest- Lichter nicht immer nur am Tannenbaum wir­kungsvoll zur Geltung kommen sondern auch lm- ftanbe finb, ben Kanten von Spinden ben Bett­stellen von Solbatenlagern unb als Flankierungs- vosten" ben Stahlhelmen auf ben Spinben eine schöne Weihnachtsbekoration zu geben, haben bie Männer bes Nachrichtenzugs bei bem Wettbewerb ebenfalls einbrucksvoll unter Beweis gestellt. Dazu kam bie burchweg geschmackvolle Anordnung der verschiedensten weihnachtlichen Schmuckgegenstande in ben Stuben, wobei man auch nicht uber^f), bie Wände ber Stuben unb bie Rahmen von Bildern in schöner Weise mit Sannengrun, bas aus langen Papierstreifen angeheftet ist, fein herauszuputzen. 2 ÖH andarsn Kjjchßü ttlfifl £5 iU gkjchlÄök JSßljC t