Geschichten aus aller Welt
Monty" ist zwar nur ein kleiner Affe gewesen,
der Ge amtumiaus von rnexi- „tuumiM o—
China auf 500 Millionen ge- ber ft«fl™ mitÄ g ähnelt
aber das Begräbnis, das man ihm bereitet, ähnelt
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Wie sie den Affen „Monty" begruben.
(u) Chikago.
fragte der maßlos erstaunte Professor. Und darauf- hin gestand der Mann vor Verlegenheit stotternd, daß es sich um sein Testament handele Der Mann scheint besonders vorsichtig zu sein und Angst davor zu haben, fein Testament könne verloren gehen, ge- stöhlen werden oder verbrennen. Damit hat er zwar einen sicheren Aufbewahrungsort, aber es fragt sich doch, was geschieht, wenn der Mann — was ja öfter vorkommen soll — sein Testament noch einmal ändern möchte?
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Ds alte China kannte in den Jahrtausenden. sei- rtr beschichte immer nur eine wirkliche metallene (?i7ir-dlage für sein Geldwesen, nämlich Zupfer,
an Pracht und Pomp jenen Beisetzungen, die man sonst etwa beim Ableben eines Gangsters gewohnt ist. „Monty" wurde zunächst einbalsamiert. Kostenpunkt 500 Dollar. Dann legte man ihn m einen weißen Plüschsarg, der von zwei Knaben und zwei Mädchen getragen wurde. Auf einem Wagen folgten die Spielgefährten „Montys": eine Bulldogge, eine Katze, ferner zwei kleine Affen und endlich ein Kanarienvogel. Mit in sein Grab gab man ihm seinen Lieblingsball und eine nicht ganz geleerte Flasche mit Emulsion, die er aus Gesundheitsgründen in den letzten Jahren zu sich nehmen mußte. Die Besitzerin war die Millionärin Florence Zeller. — Das war eine typisch amerikanische Angelegenheit.
Eine rätselhafte Mhnkrankheit
gesehen hat.
Flucht durch den Weihnachtsabend.
(ha) Kapstadt.
™4- und j On,|olbafei
Aschen g, Tagen ft
(im) Bogota (Kolumbien).
Im allgemeinen pflegt man bei einer langweiligen Unterhaltung zu gähnen, wenn auch aus Höflichkeit verstohlen. Anders ist es aber mit Frau P E Wakelin, einer 42jährigen Mutter dreier blühender Kinder. Sie ist durch einen Scherz ms Gähnen geraten, und dieser Scherz ist, wie wir gleich sehen werden, durchaus nicht billig zu nennen. Vor etwa zwei Monaten erzählte ihr Mann ihr einen „gepfefferten" Witz, über den Frau Wakelin schrecklich lachen mußte. Aus diesem Lachen wurde jedoch, gleichsam in einunddemsel- ben Atemzuge, ein langes Gähnen, und seit diesem Augenblick wird die arme Frau alle vier bis fünf Sekunden, ob sie nun wacht oder schläft, ißt oder arbeitet, pricht oder schweigt, immer wieder von diesem Gähnen befallen. Ihr Mann, ein Taxichaus- feur, hat sie ins Krankenhaus bringen lassen. Aber heute, nach zwei Monaten, haben die Aerzte alle Hoffnung aufgegeben, diese rätselhafte Gahnsucht beseitigen zu können. Die arme Frau leidet sehr darunter, denn sie hat inzwischen nicht nur runö vierzig Pfund an Körpergewicht verloren, sondern mit dem Gähnen haben sich auch chronische Kopfschmerzen, nervöse Gesichtsverzerrungen, dauerndes Sodbrennen und „Schluckauf" eingestellt. Die Aerzte reden der Frau gut zu. Sie hört sich das willig an und — gähnt.
„Der Kaufmann von Venedig" — ganz modern.
E. Z. London.
Der Käsch, der jahrtausendelang allen Anforderungen des selbstgenügsamen chinesischen Wirtschaftslebens als allgemeingültiges und stoffwerthaltiges Zahlungsmittel gerecht wurde, erhielt durch { den Weltkrieg den Todesstoß. Ungeheure Massen , von Münzen wurden eingeschmolzen, um als , Kupfer exportiert und den kriegführenden Mächten zugeleitet zu werden. Die neuen, modern । ausgerüsteten Münzstätten brachten um so größere , Mengen kleiner Silber münzen in Umlauf. China wurde auf diese Weise erst das, wofür es früher irrtümlich gehalten wurde: ein Silberwäh- rungsland. Für alle absehbare Zukunft wird es ein solches bleiben. Die von der Nankingregie- rung geplante „manipulierte Papiergeldwährung' hat nur den Sinn, die Silberschätze des Landes um io besser für Währungszwecke gegen Machenschaften ausländischer Silberpolitiker schützen zu können. Wenn amerikanische Silber-Produzenten glaubten, durch künstliche Steigerung des Weltmarkt-Silber- preises Chinas Silberhorte für eine gewaltige automatische Steigerung der Einfuhr fremder Waren mobilisieren zu können, so übersahen sie, daß nur m dem Maße, wie im Innern des weiten Reiches moderne nationale Macht-, Produktions- und Verkehrsverhältnisse Platz greifen, private Hortner veranlaßt werden können, ihre Schätze vertrauenswürdigen öffentlichen Einrichtungen zur Vers"aung zu stellen. Sie rechneten ebensowenig mit dem Widerstand moderner chinesischer Ausfuhrindustrien, deren Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten durch niedrige Silberpreise gesteigert wird. Der Wider- stand Japans gegen das von der Nanking-Regierung auch für Nord-China beanspruchte Monopol über gehortetes oder umlaufendes Silber zeigt am ' besten, worum es sich bei dem chinesischen Wah- . rungsproblem in erster Linie und in 5öirflid)feit L handelt: um die politische Kontrolle über China!
Chinesisches Währungs-Chaos.
Äon Otto Cordach
f 11 ..prägen" Die Leichtigkeit der Nachahmung jtijre zu Fälschungen, die zuweilen ungeheure Nu.-maße annahmen. Einmal suchte sich die Regie- iiiii der Fälscher dadurch zu erwehren, daß sie die xlrsckücktesten unter ihnen zu — Münzbeamten inac te. Unter dem Tang-Kaiser Kao Tsu (618 bis 6 £7 erhielt der Tsien die Gestalt, die er bis auf die • leimmart fast unverändert beibehielt.
jis viereckiae Loch in der Mitte machte es möglich die Kupfermünzen zu je Hundert bis Tau- jtni auf Strohschnüre z u reihen. Der ge- iini» Wert der einzelnen Münze, in neuerer Zeit I tu xh Pfennig, gestattete eine um so genauere * Insbeftimmung und Anpassung an Preisschwan- innen und damit zugleich eine um so gründlichere ' lu'chöpfung auch des niedrigsten Einkommens.
Der „Tael".
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Will tov?- CW-Oiaqe Tur lein y>eiurot?|en, nun»»»/ -7 - r , - ter einb: <rii>b er, und in geringem Umfang auch Gold, teuer hiensn zwar seit grauer Vorzeit auch als Zahlungs- Dirtsckl) rrflttö, aber bis in die neueste Zeit btnem nur UeW ma» Gewicht, nicht in Münzform und der Kurs 5ßQuH"___tmirhp nach dem durcb-
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Segen 3J;
Daß man Shakespearestücke in modernen Kostümen aufgeführt hat, ist schon mehrmals vorgekom- men. Namentlich der „Hamlet" mußte daran häufig glauben. Den Vogel hat jetzt das Londoner Croydon-Theater mit einer „modernen" Aufführung des Kaufmannes von Venedig abgeschlossen. Diesmal hatte man sogar die Fliegerei mitspielen lassen. Portias Brief an Dr. Bellario wird durch einen Piloten in Fliegerkleidung überbracht. Shy- lock wird in steifem Hut mit Hornbrille als jüdischer Börsenjobber dargestellt. Der Richter tragt die in England übliche Perücke und einen Kneifer, während unter Portias Anwaltsrobe Pyjamabeme hervorguckten. Die Jugend von Venedig amust^t sich natürlich in Abendanzügen und tobt, falsche Nasen im Gesicht und Kinderballons in der Hand, 3u der Musik von Leierkästen auf den Platzen der Stadt herum. Der junge Gobbo wird von einem Mädchen als gummikauender Straßenjunge dar- gestellt usw. Die englischen Zeitungen sind darüber nicht gerade entzückt, obwohl sie diesen modernl- sierten „Kaufmann" nicht für einen solchen Fehlschlag halten wie das verrückte Experiment einer „Macbeth"-Aufführung in modernen Kleidern.
Das Testament ans dem Nucken.
(z.) Paris.
Als unlängst ein Arzt in einem Spital auf dem linken Seineufer einem Patienten die Lunge abhören wollte und ihn aufforderte, sich frei zu machen, da zeigte der Mann ein recht verlegenes Gesicht. Er zögerte sichtlich, sein Hemd auszuziehen und sträubte sich so lange, bis der Arzt ungehalten und schließlich grob wurde. Aber als der Professor und seine Assistenten den entblößten Rücken des Patienten sahen, verstanden sie dessen Verhalten denn sie erblickten auf besagtem Rücken acht deutlich emtato- wierte Schriftzeilen. „Was soll denn das heißen,''
Seit vier Jahren war Stephan Astenrod m Südafrika unterwegs gewesen. Als es schlecht gmg m Johannisburg, hatte er sein Bündel geschnürt und war auf eigene Rechnung auf die Diamantensuche gegangen. Doch erst nach drei Jahren hatte er Glück gehabt. Nun wollte er zu Weihnachten wieder zu Hause sein. Ein paar hundert Kilometer war er in unwegsame Diamantenzonen eingedrungen. Er war einsam geblieben, bis auf ein paar Mischlinge, die sich gerade in den letzten Wochen m seiner Nähe herumgetrieben hatten. Eines Tages beging er die Unvorsichtigkeit, ihnen von seinen Funden zu erzählen und gleichzeitig zu verraten, daß er bald nach Hause reise. Als er nun feinen Heimweg antrat, mußte er feftftellen, daß er verfolgt wurde. Es gelang ihm anfangs nicht, zu durchschauen, wer nachts die Wege zurücklegte, die er am Tage durch- dritten hatte. Schließlich aber machte sich ejn Schwarzer an ihn heran und warnte ihn. Dieser Schwarze, der bei der Missionsgesellschaft gearbeltel hatte, verstand ein wenig Englisch ynd Holländisch und hatte ein Gespräch ablauschen können, m dem jene Mischlinge, die sich auf der Spur des Stephen Astenrod befanden, einen Mordplan ausheckten.
Schon in der nächsten Nacht kam der Diamantensucher nicht mehr zur Ruhe. Er zog es vor weiterzuwandern. Er fühlte immer bedrohlicher die gefährliche Nähe der Verfolger. Als der Weihnachtsabend über Südafrika herabsank, war er nod) 80 Meilen von Johannisburg entfernt; er hatte sich auch mit der Wegstrecke verrechnet. Aber er rettete sich in das Haus eines Buren, der mit feiner Familie das Christfest feierte. In letzter Minute fand er hier Zuflucht. Denn für jenen Abend hatten die Verfolger die Ermordung des Stephen Astenrod vorgesehen. Ihr Plan war, ihn so nahe wie möglich an Johannisburg herankommen zu lassen und dann erst zu beseitigen. Er sollte ihnen nicht nur Opfer, sondern auch Wegweiser fern. Mit Hilfe jenes Buren, der Waffen zur Hand hatte vermochte Astenrod sich durchzuschlagen. Zu Weihnachten ist er zwar nicht daheim gewesen, aber die Flucht durch ' den Weihnachtsabend wird ihm unvergessen bleiben.
Chinas Silberhorte.
Asien bedeutete schon im Altertum das Meer, in das sich die Silber- und Goldströme des Weltverkehrs hauptsächlich ergossen. Neben Indien bildet China noch immer das Hauptaufnahmebecken. In beiden Ländern gibt es heute wie vor Jahrtausenden die meisten Leute, die Ersparnisse machen, außer der eng begrenzten Erwerbung von Grund- eigentum keine Möglichkeit, solche sicher anzulegen, als das Hamstern von Juwelen und edlen Metallen. Bei der Dichte der Bevölkerung sind die Möglichkeiten, Land zu kaufen, beschrankt. Juwelen und Gold können nur sehr reiche Leute erwerben, aber Silber ist als bevorzugtes Tauschmittel zur Schatzbildung in größeren, kleinen und kleinsten Mengen allgegenwärtig. Sach- verständige schätzen, daß es heute noch vier Milliarden Unzen Silber in Indien gibt, in China und den übrigen asiatischen Lan-
Flucht vor Spatzen.
U. Z. ® u b a p e ft.
Budapest scheint die spatzenreichste Stadt der Welt zu sein. Don Zeit zu Zeit, wenn die Spatzen- plage Überhand nimmt, erscheinen in den Zeitungen wütende Proteste von Budapester Einwohnern. Da aber die Spatzen keine Zeitungen zu lesen pflegen, verhallen die Proteste ungehört. Schließlich kann man ja von der Stadtverwaltung nicht verlangen, daß sie der Spatzen wegen sämtliche Bäume niederschlagen läßt.
In einer Straße der ungarischen Hauptstadt haben sich nun aber die Spatzen offenbar allzu ungebühr- lich benommen. Die Bewohner der Straße haben nämlich unisono ihre Wohnungen zum 1. Februar als Protest gegen die Spatzenplage gekündigt. Aus irgendwelchen geheimnisvollen Gründen zieht es Die Spatzen gerade nach dieser baumbestandenen Straße, und sie vollführen dort den ganzen Tag über einen ungeheuerlichen Lärm. Man hat versucht, die Spatzen zu zählen, und ist angeblich auf mehrere Tausend „pro Baum" (!) gekommen.
Wer itzt am besten auf der Welt?
Ga. Liverpool.
Ein Dr Stephens von der British Medical Association hat kürzlich eine Weltreise nur zu dem Zweck unternommen, um festzustellen, welches Volk am besten ißt. Ihm kam es dabei weniger auf die raffinierteste und wohlschmeckendste als auf die ge- fü triefte Diät an. Nach den Forschungen des Dr. Stephens schneidet Europa hierbei außerordentlich schlecht ab. Selbst England wurde allem Lokalpatriotismus zum Trotz von Dr. Stephens verworfen. Dem britischen Arzt zufolge haben nämlich die Ja- paner die bei weitem beste Diät. Sie besteht im Durchschnitt aus Reis, Reis und nochmal Reis, dazu Eiern, Gemüse, Obst, Sojabohnen, Oel, Fisch und nur wenig Fleisch.
Die Bewohner von Hawaii hatten einst eine derbe und gesunde Diät — Dr. Stephens vergleicht sie mit der alten irischen — jetzt habe aber die amertfa- Nische Küche auf den Inseln ihren Einzug gehalten, und infolgedessen gehe es auch mit der Gesundheit der Hawaier bergab. Die Chinesen ernährten sich, meint der Küchenweltreisende, nach den Japanern am besten. Ihre Küche, in der das Huhn die Haupt- rolle spielt, sei die beste der Welt. Früher hätte man auch die Iren zu den guten, das heißt, gesunden । Essern rechnen müssen, als auf ihrem Küchenzettel . noch Kartoffeln, Milch, Eier, Käse, Fisch, Schinken i und Küken gestanden hätten. Jetzt sei die irische - Küche „degeneriert" durch den Einfluß der anderen europäischen Nationen, deren Diät „gefährlich" sei.
.'Dollar" ist der angelsächsische Ausdruck für ,Dh a l e r". Das Wort Thaler entstand als Abkur- :)r.g aus dem „Joachimsthaler Groschen", der zu Stginn des 16. Jahrhunderts, bevor die Silber- l'lt »me aus der neuen Welt reichlich flössen, inter- miionale Verbreitung und Geltung genoß. So oinrbe diese Münze zum Stammvater aller Dollarnoten. Schon im ersten Viertel des 16. Jahrhun- teUts führten die Spanier von ihrer Basis auf den Äppinen aus ihren „Carolus-Dollar" an hiLesischen Küstenplätzen ein, der sich in Schanghai ä 1856 behauptete. Da er um diese Zeit em Agio oel 30 0. H. erreichte und dadurch das Geschafts- tten erheblich störte, wurde er als Buchwährung N r ch den T a e l ersetzt. Mit dem überwerti- r Carolus-Dollar räumte großenteils der Schmelz- icgel auf. Dafür kamen peruanische, bolivianische ir)o chilenische Dollars in Umlauf. Inzwischen hatte te: zuerst 1824 geprägte mexikanische D 0 l - .cur, in seiner Heimat „P e s 0" genannt, seinen 5 »qeslauf begonnen; er verbreitete sich über ganz ](tb= und Südamerika, lieber die pazifischen Inseln ■irö Japan im Jahre 1854 an die chinesische Küste jexmqt, konnte er hier rasch alle früher einge- iirten Dollar-Sorten ganz in den Hintergrund Jr maen. 1911 wurde der Oefamtumlauf von mexi- ’tr-ifdjen Dollars in CJ— *nn
Oer Ursprung des „Käsch"
Gammlungen alter chinesischer Kupfermünzen tiEn seltsame, kleine Haushaltsgegenstände, Mes- sr, Spaten, Schellen usw. darstellende Formen auf.
dem das Heft andeutenden Teil des Meffer- odte, einer runden Scheibe mit quadratischem kod in der Mitte, entstand um 660 vor unserer Zeit echnung, der „T f i e n", den die Engländer in t?r Neuzeit „cash" tauften, nach dem singhale- siichn Wort „kasi", „kleine Münze". Der „8t n", ursprünglich etwa 30 Zentimeter im Durch- r refi r, wurde^ von seiner Entstehung an bis zum S'.mjang des 19. Jahrhunderts in Formen g e - j:ofien, nicht geschlagen. Die Herstellung des 5'si<i beanspruchte die Regierung als Vorrecht; ge« IMillich aber erhielten Stadtverwaltungen, Gilden rni andere Korporationen die Erlaubnis, Münzen
Dem weitere drei Milliarden. Im Jahre 1924 produzierte die „Welt" 250 Millionen Unzen Silber; Indien sog davon 108 Millionen Unzen auf, China 60 Millionen, beide zusammen 66 0. H. 1926 war der gemeinsame Anteil beider Länder an der Verteilung neu gewonnenen Silbers 67 v. H., 1928 70 v. H.
Oer Kamps um Chinas Währungsreform
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ttm mmlaufenben Stück- wurde nach dem durch, hn tlidjcn Betrüge an Kupsergeld bestimmt, den mal bafür jeweilig bot Daher konnten spater auch C e jon der Regierung ober non Banken ausge- k-bme», aus Silber lautenden pap.ern-n Geld- sirr gute nur als Hilfsmittel einer allein maß- t ibnben Kupserwährung gelten.
Die verschluckten Zähne.
(ky) Wien.
Daß jemand im Verlaufe einer Rauferei einmal einen Zahn verschluckte, den ihm fein Gegner wenig liebevoll aus dem Kiefer stieß, soll schon öfter vorgekommen fein. Daß jemand beim Abendessen — eheliche Zwistigkeiten spielten bei diesem Vorfall übrigens keine Rolle — sein künstliches Gebiß her- unterschluckt, dürfte ein etwas selteneres Ereignis darftellen. Aber dem Zollwachbeamten Max Schwammberger aus Silian bei Lienz ist das kürzlich passiert. Unser Zollwachtbeamter hatte tatfad)- sich zusammen mit einem halben Knödel auch sein Gebiß in die Speiseröhre rutschen lassen, wo jedoch daß widerspenstige Kauwerkzeug hängen blieb. Eilends rief man einen Arzt, der sich vergebens mühte, die abgestürzten Porzellanzähne wieder nach oben zu befördern. Da blieb denn nichts anderes übrig als Den Mann im Auto in bas nächste Krankenhaus zu bringen. Im Krankenhaus konnte man zwar mittels eines Röntgenapparates die Stelle, an der sich die Zahnprothese im wahren Sinne des Wortes festgebissen hatte, feststellen. Es gelang aber nicht, sie zu entfernen. Es blieb kein anderer Weg als den ins Innsbrucker Krankenhaus. Da es dem Kranken schon recht schlecht ging, legte man die Strecke in rasender Fahrt zurück. Infolge der Schleuderbewegungen des Autos löste sich aber plötzlich das Gebiß von feinem ungewöhnlichen Auf ent- Haltsort und kam wieder zum Vorschein, so daß eine schwierige Operation vermieden werden konnte. Der Mann hatte also wirklich Glück im Unglück.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
Der „Weihnachtstiger" vom Chingan.
(h. k.) 5) fing fing.
Auch in der westlichen Mandschurei tauchen von Zeit zu Zeit sibirische Tiaer auf. Aber sie pflegen sich in ihre Verstecke und Höhlen zurückzuziehen, wenn es kälter wird. Dieser gewaltige Tiger aber, der um die Jahreswende drei weitauseinander- siegende Dörfer und zwei Militärstasionen bedrohte, chien durch die beißende Kälte nicht weiter gestört. Im Gegenteil: Es hatte den Anschein, als ob die Kälte seinen Appesit steigere. Hier brach er einen Schafsstall auf, verschlang zwei Tiere und schleppte drei weitere davon. Dort verschaffte er sich Eingang in einen Pferdestall und schlua mit wuchtigen Prankenschlägen die kräftigsten Rosse nieder^
Man zog mit einer Mannschaft von 120 Bauern und 60 Jagern und Soldaten gegen den Weih- nachtstiger aus, der sich vor feinen Verfolgern m die Klüfte des Chingan-Gebirges zuruckzog. Els Tage zog man hinter ihm her. In verwegenen Vorstößen wußte er sich immer wieder Nahrung zu verschaffen. Endlich gelang es einem riesengroßen Mandschuren, der Das Gewehr als Waffe ablehnte, aber einen mächtigen Speer mit sich trug, den „Weihnachtstiger" zu stellen. Es gab m einer Schlucht einen Kampf, der an die Gladiatoren- tämpfe neronischer Zeiten erinnerte. Zwei Stunden wogte der Kampf hin und her. Dann blieben sie beide auf der Strecke: der mächtige Mandschure und der größte Tiger, den man je in der Mandschurei
Moderne Münzprägung in Cyina.
Im Jahre 1889 eröffnete Tschang Tschi hing, damals Dizekonig der Provinz Kwantung, die erste moderne Münzwerkstätte auf chinesischem Boden. Es entstand der „D r a ch e n - D 0 11 a r". Bald gab es in jeder Provinz eine Prägeanstalt mit europäischer Maschinerie. 1900 kam die erste Ein-Cent-Kupser- münze in Verkehr. Sie sollte ein Hundertstel des chinesischen Drachen-Dollars oorstellen und den altmodischen Kupser-Käsch verdrängen. Die Münze sank aber infolge übermäßiger Produktion rasch im Kurse. 1917 wurde der Gesamtbetrag an umlaufenden Ein-Cent- oder 10-Käsch-Stucken auf 31 700 000 000 geschätzt. Dazu kamen 396 Millionen 20-Käsch- und 300 Millionen 50-Käsch-Stücke. Im Jahre 1933 verlor die Schanghaier Straßenbahn an den eingenommenen Kupfermünzen beim Umtausch in Silberdollars 67,27 v. H.
Der Drachen-Dollar verschwand mit dem Sturz der Mandschu-Dynastie. 1914 trat der Yüan- Schi-kai-Dollar auf den Plan. 1927 hörten jedoch die Münzanstalten in Nanking und Hang- tschow auf, Nüan-Schi-kai-Dollar zu prägen, um statt dessen „S u n - I a t - s e n - D 0 11 a r' herzu- stellen, mit dem Bildnis des Begründers der Kuo Min Tang auf der Vorder- und einer chinesischen Dschunke auf der Kehrseite. Der Gesamtumlauf chinesischer Dollars wurde 1933 auf 1660 000 000 geschätzt.
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leichtes An; n Fracht, Hing jeder j r Hauptfach, le3 Wito Sun« decken -ejitung m Ye Landwirt r- Die SM u und die fe muna haben »erüchtigte fr schloffen totem Fleisch. Wg beftiir stellen fr n Teil duri Für die b« are Aufgak .ganz flbr ige BevU e leiden f ibundenen1 Verknapp! ts steht im.
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I .je ersten Banknoten entstanden unter dem Kai- ei-Hsien Tung (806 bis 821) von der Tang-Dyna- tii Anlaß dazu gab ein chronischer Mangel an Üi'ofergelb. Die Regierung stellte Zertifikate für 'ofiten aus, die „fei tschien", „fliegendes Geld , ae jjnnt wurden; sie waren in der Hauptstadt jeder Äi'vinz einlösbar. Neues Papiergeld wurde 969 Zn”r der Sung-Dynastie ausgegeben; man nannte k pien tschuen", „bequemes Geld". Ursprünglich fee.- dieses nur dazu bestimmt, gegen Hinterlegung to- Metallgeld Zahlungen von Provinz zu Provinz Li vollziehen. Später zirkulierten die Scheine im lesen Verkehr. Zur Aufrechterhaltung des Kurses trrien Metallreserven unterhalten. Marco Polo Imdjtet über den ausgedehnten Gebrauch von Pa- iergelb unter dem Monqolen-Herrscher Kublai Kban IM bis 1295). Nach 1403 wurde erst wieder zur Zeit Taiping-Rebellion unter Hsien Fang (1811 bis 5(11) neues Papiergeld ausgegeben. Die Technik i‘ Papiergeldwesens wurde seitdem von den — m ,t Regel aus der Provinz Schonst stammenden — ;i- esischen Bankiers zu erstaunlicher Vollkommen- n entwickelt.
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Nochmal heiraten!
(h. k.) Madrid.
Die oberste Justizbehörde Spaniens hat lange hin und her überlegt, welchen Rat man den Land- leuten des Dorfes Budzas geben sollte. Jemand hatte aus irgendeinem Grunde einen Regifteraus- zug aus dem Standesamt benötigt. Bei dieser Gelegenheit ergab sich, daß ein derartiges Register gar nicht bestand. . .
Da aber nach spanischem Gesetz nur berjentge rechtmäßig verheiratet ist, der in die Liste und m das Register eingetragen wurde, gibt es zur Zeit in Budzas überhaupt keine gültige Ehe. Man hat deshalb den Einwohnern dringend empfohlen, sich noch einmal — natürlich ganz formell — zu verheiraten. Ob alle es tun — ist eine zweite Frage. Mancher wird sich's vielleicht überlegen ...
lOOM) Mark
für eine Flasche „Kölnisch-Waffer".
(Ao) Prag.
An der slowakisch-ungarischen Grenzstation wurde dieser Tage eine Kaschauer Fabrikantenfrau von tschechoslowakischen Zollbeamten angehalten, weil sie aus Budapest eine ungeöffnete Flasche mit „Stob nisch-Wasser" mitgebracht hatte. Die Aufforderung sie zu verzollen, lehnte die Frau streng ab, woraus ihr eine kleine Geldstrafe zudiktiert wurde. Da sie auch diese zu bezahlen sich weigerte, wurde ihr Gepäck in der Zollkanzlei durchsucht, wobei ein Scheck bei ihr gefunden wurde, den sie gleichfalls über Die Grenze schmuggeln wollte. Sie wurde deshalb m Gewahrsam behalten und indessen nahmen iimanz- beamte in Kaschau in ihrer Wohnung eine Durch- 1 fuchung vor. Dort wurden mehrere Einlagenbucher ° gefunden, die die Fabrikantengattin nicht versteuert E hatte. Die Folge war, daß sie, um wieder auf freien Fuß gesetzt zu werden, 100 000 Kronen, etwa 10 000 Mark Geldstrafe zahlen mußte. Das war eine teure Flasche „Kolnisch-Wasser"!
'm 13. Jahrhundert kam die Gewohnheit auf, 1 esinmte Silbermengen in „Schuhe" zu g i e - 'je, auf denen Gewicht und Feingehalt einyraviert »uSen. So entstand der „Liang", die chinesische ,U’Re", von den Engländern später „Sycee-Tael" leimst. „Sycee" entspricht im Englischen der (an- i^rffischen Aussprache des Wortes „Hst fsu", feine Be te". „T a e l" ist entweder vom malayischen ,jaiil" oder vom indischen „tola" abgeleitet. Aus ier Sycee-Tael entwickelten sich die verschiedenen, 11 ien Vertragshäfen gangbaren Tael-Sorten, wie IciiSchanghai-, Hongkong- und Tientsin-Tael, sowie ieiioon der Seezollverwaltung nur als Recknungs- meeit gebildete „Haikwan-Tael". Immer handelte ks stich lediglich um ein bestimmtes Gelaicht Silber von bestimmtem Feingehalt, nur laj die verschiedenen, nach Hunderten zählenden Bitten in Gewicht und Feingehalt um Kleinigkei- Itn voneinander abwichen. Ursprünglich sollte 1 eitng („Tael") Silber 1000 Käsch entsprechen.
im und für sich läßt sich die Anwendung von Euter als Tauschmittel 5000 Jahre zurückverfolgen. Luch bei Barzahlungen in Taels mußte für die Be- glechung der Bruchteile einer Summe die Silber- K>a:je aushelfen, auf die man vor dem Umlauf von Wg-Stücken in Schuhform bei den geringsten nii Silber vollzogenen Handelsgeschäften ausschließ- iks angewiesen war.
„fliegendes Geld".
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