stürmischen, auffrischenden südwestlichen Wmdett Anlaß zu verbreiteten Regenfällen. Das ausge. dehnte Niederschlagsaebiet wird auch uns noch voraussichtlich im Laufe des Donnerstag erreichen. Bei überwiegend südwestlichen Winden werden Die Temperaturen ansteigen. Die Witterung bleibt auch weiterhin sehr unbeständig und zu Niederschlägen geneigt, doch wird trotz allem der Gesamtcharakter freundlicher sein als bisher.
Aussichten für Freitag: Nach verbrei- teter Niederschlagstätigkeit (auch im Gebirge meist Regen) mehr wechselnd bewölktes Wetter mit nur noch vereinzelten, meist schauerartigen Niederschlägen, bei lebhaften südwestlichen und westlichen Winden mild.
Aussichten für Samstag: Bei Luftzufuhr aus Westen unbeständiges, aber zu Niederschlägen geneigtes Wetter.
Lufttemperaturen am 27. November: mittags 2,5 Grad Celsius, abends 3,1 Grad: am 28. November: morgens 2,7 Grad. Maximum 3,4 Grad, Minimum 0,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. November: abends 3,2 Grad; am 28. November: morgens 3,1 Grad Celsius. — Niederschläge 0,5 mm.
schiedenen Bestandteilen zusammengesetzt ist, und düß die verschiedenen Anlagen bei ihren Trägern eine verschieden starke Entfaltung, je nach den jeweils vorherrschenden und „auslösenden" geistigen Umweltreizen, erfahren. Das Neue und Auslösende wird in Gestalt neuer Ideen, Zielsetzungen und Bestrebungen die Träger der verschiedenen Rassen- eigentümlichkeiten sehr verschiedenartig berühren und ganz verschiedene Reaktionen haben. Die Empfänglichkeit für neue geistige Reize, die letzten Endes von einzelnen, besonders begnadeten Persönlichkeiten auszugehen pflegen, ist bei den einzelnen Dolks- bestandteilen eine ganz verschiedene. Die Entwicklung verläuft dann so, daß bestimmte Volksschichten sich durch neue Ideen und Ideale gewissermaßen zur Aktivität besonders aufgerufen fühlen und sich daher viel stärker zur Geltung bringen, als das ehedem der Fall war, während andere Volksschichten, mit anderen Rassenanlagen, sich als weniger gut ausgerüstet erweisen für die Aufnahme und Verarbeitung neuer geistiger Umweltreize und daher in ihrer sozialen Geltung zurückgedrängt werden.
Jede Volkskunde muß, wenn sie ihr Ziel, die geistig-seelische Struktur eines Volkes zu ergründen, erreichen will, sich einer vergleichenden M e - thode bedienen. Wir können uns das Eigenartige einer Volks- und Kulturgemeinschaft ja nur dann verdeutlichen, wenn wir die beobachteten Erscheinungen nicht nur verzeichnen, sondern sie mit gleichartigen, aus anderen völkischen Gemeinschaften stammenden vergleichen. Charakterisieren kann man ein Individuum nur dann, wenn man dessen Eigenschaften nicht nur ermittelt, sondern zugleich die Stärke ihrer Ausprägung feststellt. Das ist aber nur möglich, wenn man das Vorhandensein und die Wirksamkeit bestimmter
Eigenschaften bei verschiedenen Individuen beobachtet.
Welches sind nun d i e Quellen, aus denen wir volkskundliche Aufschlüsse schöpfen können? Sie sind außerordentlich zahlreich und unendlich vielseitig, denn alles, worin sich Seele und Geist einer völkischen Lebens- und Schicksalsgemeinschaft manifestiert, kann uns Aufschluß aeben über das Wesen eines Volkes. Die ganze Fülle von geographischen Gegebenheiten, politisch-geschichtlichen Erlebnissen, die Gesamtheit aller literarischen und künstlerischen Erzeugnisse die ein Volk hervorgebracht hat, können und müssen als volkskundliches Material verwertet werden. Es liegt auf der Hand, daß der damit zu bewältigende Stoff die Kräfte eines einzelnen Forschers bei weitem übersteigt. Jede volkskundliche Untersuchung, die zu ihrem eigentlichen Endziel Vordringen will, wird sich daher der Ergebnisse einer großen Zahl von Spezialforschungen verständnisvoll bedienen müssen.
Büchertisch.
— Von Langenscheidt's E n g l i s h Monthly Magazine zur Pflege und Forderung englischer Sprachkenntnisse (vierteliahrlich 1,35 Mark) ist soeben das Dezember- (Weihnachts-) Heft erschienen. Eingeleitet wird das Heft durch em kurzes Gedicht, ein Rezept, wie man das Weihnachts- feft verleben soll. Es folgt der um das Weihnachts- feft sich abspielende Schluß aus der Weihnachtserzählung „A Christmas-Carol in Prose“ von Dickens, dann ein Artikel „Christinas in England“, in dem geschildert wird, wie man in England das Weihnachtsfest verlebt. Im weiteren Inhalt werden zwei lustige englische Weihnachtsgeschichten geboten, ein reich illustrierter Aufsatz über Abessinien
und ehrt kurze abenteuerliche Geschichte ans den indischen Dschungeln. Auch das Belehrende ist wie- der nicht vergessen.
— Dr. Hermann Popp: Olympia. Ein Vermächtnis der Griechen an die Nachwelt. Volks- verband der Bücherfreunde, Wegweiser-Verlag G. m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2 — (506) — Olympia, die alte Kultstätte seit einem Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung, das hellenische National- Heiligtum, in dem zur Feier der Götter die griechischen Stämme auf großen Festen sich trafen, und zu dessen künstlerischem Schmuck die größten Bildhauer und Dichter wetteiferten, ist längst auch für unsere Zeit zu einem die Völker verbindenden Symbol geworden. Als 393 n. Chr. die Olympischen Spiele verboten wurden, brach die Welt der Antike zusammen: deutsche Forscher ließen zu Ende des 19. Jahrhunderts die stolzen Reste aus dem Schutt neuerstehen. In den Wettkämpfen der Olympischen Spiele entfalteten sich die Formen aller heutigen sportlichen Uebungen. Unserer Zeit blieb es vorbehalten, die Weihe, Bedeutung und Kraft der sportlichen Feste neu zu verwirklichen. Dr. H. Popp zeigt am Bilde Olympias das Antlitz der griechischen Gesamtkultur sowie einen Querschnitt durch die Jahrhunderte, die Entwicklung der sportlichen Festspiele und ihrer kulturellen Bedeutung für Volk und Staat.
Wetterbericht
des Reichswetterdiensles. Ausgabeort Jranffurt
In Begleitung eines neuen, vom Atlantik hereingezogenen Tiefdruckwirbels strömt feucht-milde Meeresluft über Frankreich und Großbritannien nordoft- und ostwärts und gibt dort unter teilweise
Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 35: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Gießen (Hessen), den 26. November 1935.
Breslau, Bonn, Clausthal im Harz.
Die Beerdigung findet am Samstag, dem 30. Nov., 11 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhotes aus statt.
Heute abend entschlief sanft im 78. Lebensjahr mein lieber Mann, unser lieber Vater, Großvater und Schwager
Geh. Hofrat Dr. Paul Gisevius
ord. Professor em. der Universität Gießen
Hauptmann der Reserve im ehern. Inf.-Regt. 51
Ritter hoher Orden
In tiefer Trauer
Adele Gisevius, geb. von Detin ering Anni Korn, geb Gisevius Johanniter-Schwester Lisa Gisevius Marie Kahle, geb. Gisevius
Dr. med. Otto Gisevius Prof. Dr. D. Lic. Kahle Margarete Gisevius, geb. Baum und 7 Enkelkinder.
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Dienstag, den 26. November, nachmittags 1 Uhr, entschlief sanft im Alter von 91 Jahren
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Die Beerdigung findet Freitag, den 29. November, nachmittags 2 Uhr von der Alten Friedhofskapelle aus statt
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Gestern abend um 1/a8 Uhr verschied nach kurzer, schwerer Krankheit meine liebe Mutter, unsere Schwester, Schwägerin und Tante
Im Namen der Hinterbliebenen:
Gretel Roesler
Frau Elise Roesler
geb. Altvater
1m Alter von 57 Jahren.
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Herr Heinrich Runzheimer
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In tiefer Trauer: Lina Runzheimer, geb. Wilhelm Walter Runzheimer, Gastwirt
Die Trauerfeier findet Freitag, den 29. November, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
Gießen (Goethestraße 421), den 27. November 1935.
Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 29. November, urrf 141 /, Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt
Heute nachmittag 2% Uhr entschlief nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein treubesorgter Mann, mein lieber Vater, Schwager und Onkel
Gießen, den 27. November 1935.
Beginn der Wintersaison
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