gegen spröde Haut
Aus aller Welt
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bis jetzt rund 17 000 Betriebe erfaßt worden. Auch der Aufbau der Werkscharen in den Betrieben schreite sehr schnell vorwärts. An festbesoldeten Angestellten beschäftige die NSG. „Kraft durch ^reude" insgesamt nur 2547. Der Zuschuß, den die Deutsche Arbeitsfront im ersten Jahre geben mußte, betrug 24 Millionen, im Berichtsjahre waren es nur noch 17 Millionen und im kommen- den Jahr ist zu hoffen, daß sich dieses gigantische Werk selbst tragen wird. Viielleicht ist diese Tatsache die bemerkenswerteste, wenn man bedenkt, daß die durch „Kraft durch Freude" in Umlauf gesetzten Gelder über 1 Milliarde betragen.
Die eindrucksvollen Ziffern des Geleisteten und die Ueberraschungen des neuen Jahresplanes der NSG. „Kraft durch Freude" lösten begeisterte Zustimmung aus. Als aber derBriefeinerrhei- Nischen Mutter verlesen wurde, die den Reichsorganisationsleiter Dr. Ley in einfachsten, aber aus vollem Herzen kommenden Worten bat, für alles Schöne, das ihr durch „Kraft durch Freude" geschenkt wurde, dem Führer Dank zu sagen, schloß sich das Haus diesem Danke durch minutenlange Heil-Rufe und Händeklatschen an. Mit dem Lied der Werkscharen „Flieg, deutsche Fahne flieg!" schloß der erste Teil der Kundgebung. In der Pause besichtigten die Festteilnehmer die in den Wandelgängen des Theaters befindliche Modellausstellung der Bauten und Anlagen der NSG. „Kraft durch Freude". Hierbei erregten vor
Oer Landeskirchenausschuß von Kurheffen-Waldeck.
LPD. Kassel, 27. Nov. Amtlich. Der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten K e r r l weilte in Kassel zwecks Fühlungnahme mit verschiedenen Persönlichkeiten des Kirchenlebens zur Ermittlung einer Grundlage für die Befriedung der Evangelischen Landeskirche Kurhessen-Waldeck. Nach einem eingehenden Meinungsaustausch mit Vertretern der verschiedenen kirchlichen Richtungen wurde die Einsetzung eines Landeskirchenausschusses mit folgenden Persönlichkeiten vorgesehen: 1. Pfarrer H a p p i ch, Treysa, Direktor der Anstalten Hephata, 2. Pfarrer Haupt, Kassel; 3. Pfarrer Rebermann, Waldeck; 4. Kreispfarrer L a a b s, Ziegenhain; 5. Pfarrer Blendin, Hanau; 6. Landgerichtsrat Fricke, Kassel. Das Landeskirchenamt wird bestehen aus den rechtskundigen Mitgliedern Landeskirchenräten G e r l a ch und Dr. E n d e m a n n, sowie aus den geistlichen Mitgliedern Oberlandeskirchenrat M e r z y n und Kreispfarrer D. Bachmann.
Jüdische Grundschulklaffen in Frankfurt
Frankfurt a. M., 27. November. (LPD.) Die städtische Presse - und Werbe st elle teilt mit: „Seit 1. November 1935 sind die Grund- schulklassen der Frankfurter Volksschulen, von denen der westlichen Vororte abgesehen, j u d e n r e i n. Mit Genehmigung des Herrn
Hochbetrieb im Gpielzeughandel
Eine volkswirtschaftliche Seite der Weihnachtszeit.
ZweiZahre RG.-Gemeinschast„Krast durch Freude"
Oer Führer auf der Jahresfeier.-Ein imponierender Leistungsberichi.-Reue große Pläne.
allem die Modelle der geplanten Ostfeebade- anlagen Aufsehen. Nach der Pause nahm das Festspiel „Mit Kraft durch Freude ins Weltall" seinen Anfang.
Eugen Rex hatte die große Schau, an der sich 2000 Mitwirkende beteiligten, geschickt zusammengefügt, wobei die Operette „Frau Luna" den Nahmen lieferte. In zwölf großen Bildern wurden die Besucher noch einmal an alle die Stätten geführt, die ihnen „Kraft durch Freude" vermittelt. Den verbindenden Text sprach Willy Schaeffers. Die musikalische Gestaltung hatte Professor U r a ck übernommen. Selbst ein Trickfilm veranschaulichte die Fahrt in das Reich der Frau Luna, in dem die Mitwirkenden Proben ihrer Kunst gaben.
Von ihnen seien Helge Roswaenge, Marcel Witt risch, Josef von Man o w a r d a, Erna Sack, Friedel S ch u st e r als Frau Luna, Lotte Werkmeister, Paul Hörbiger als Walzerkönig Strauß, Jupp H u s s e l s und der Komponist Paul Linke genannt. Hinzu kam eine Reihe namhafter Artisten, der Chor der Staatlichen Hochschule für Musik und viele andere.
Das Festspiel fand seinen Höhepunkt in dem großen Schlußbild, das den Aufmarsch der Natt o n e n zu den olympischen Spielen 1936 darstellt. Der Beifall des dankbaren Hauses wurde abgelöst durch die Heilrufe auf den Führer, dem beim Verlassen des Theaters von der Menge stürmische Huldigungen bereitet wurden.
B e r l i n , 27. Nov. Im festlich geschmückten Theater des Volkes feierte die NS. - Gemeinschaft „K r aft durch Freude" in Anwesenheit des Führers und der Spitzen aller Gliederungen der Partei, der führenden Männer aus Reich und Staat, Wehrmacht, Kunst und Wissenschaft den zweiten Jahrestag ihrer Gründung. Fanfaren verkünden d i e Ankunft des Führers, der, geleitet von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, dem Berliner Gauleiter Dr. Goebbels und dem Amtsleiter der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude Dreßler- Andreß, das Theater betritt. Der Führer beglückwünscht den mit in der ersten Reihe sitzenden Reichs- schatzmeister Schwarz, der ckn diesem Tage einen 60. Geburtstag begeht. Von allen Seiten des Hauses donnern ihm Heil.'-Rufe entgegen, die erst verstummen, als Generalmusikdirektor Hans P f i tz n e r mit dem Landessymphonieorchester des Gaues Groß-Berlin die Ouvertüre zu Karl Maria Webers , Oberon" beginnt.
Reichspropagandaleiier Dr. Goebbels
Regierunaspräsidenten wurden fünf jüdische Grundschulklassen eingerichtet, drei an der Holzhausen- und zwei an der Varrentrappschule. Den Unterricht geben die vier jüdischen Lehrkräfte, die seither noch an den Frankfurter Volks- und Mittelschulen beschäftigt waren und nicht unter das Berufsbeamtengesetz fielen. Desgleichen wurden die die Kaufmännische Berufsschule für Knaben besuchenden jüdischen Schüler zusammen gefaßt und werden nun oon den arischen Schülern getrennt von einem jüdischen Lehrer unterrichtet.
Die SiegerUrkunde
für den Reichsberufswetlkampf 1936.
Der Fachklasse für Schrift der Kunstgewerbeschule in Offenbach a. M. (Fachklassenleiter Hans Kühne, ehemaliger Meisterschüler Rudolf Kochs) wurde oon der Reichsjugendleitung der Reichsbetriebsgemeinschaft Druck der ehrenvolle Auftrag zuteil, den Entwurf für die Sieger-Urkunden sämtlicher Gruppen des Reichsberusswett- kampfes 19 3 6 zu fertigen.
Erdbeben in Tarfchikistan.
In der Nähe von Stalinabad, der Hauptstadt der zentralasiatischen Republik Tarfchikistan, die erst kürzlich von einem katastrophalen Erdbeben heimgesucht wurde, hat sich ein neues Erdbeben ereignet. Ein Dorf wurde z e r st ö r t und 83 Häuser vernichtet. Es ist unbekannt, ob auch Todesopfer zu verzeichnen sind.
sogenannte V o l k s ch a r a k te r, die seelisch-geistige Struktur eines Volkes überhaupt Gegenstand einer allgemein gültigen Erkenntnis sein? Doch wohl nur dann, wenn tatsächlich ein Objekt der Erkenntnis vorliegt. Das ist zweifellos insofern der Fall, als Charakter und Wesen eines Volkes, wie die des einzelnen Menschen, nach der biologisch-psychologischen Seite hin gewiß Gegenstand der Forschung und Erklärung sein können. Dabei darf allerdings nicht verschwiegen werden, daß wir uns hierbei auf einem wissenschaftlich noch sehr wenig beacker- ten Boden bewegen.
Daß jedes Volk, also eine durch Abstammung, Kultur- und Schicksalsgemeinschaft miteinander verbundene Vielheit von Menschen besondere, es von anderen Völkern unterscheidende Eigenschaften besitzt, wird wohl niemand bezweifeln. Denn selbst mit dem Einwand, wonach der einzelne Mensch nicht durch seine Zugehörigkeit zu einem Volk, son- bern zu einer gesellschaftlichen ßlafje in erster Linie gekennzeichnet sei — ein Einwand, den bie materialistische Ausdeutung des gesellschaftlichen Lebens vorbringen könnte —, wird ja nicht geleugnet, daß jedes Volk, und damit auch jeder Volkszugehörige, durch besondere Sprache und eigenes Schrifttum, durch einen eigentümlichen ge- fchichtlichen Werdegang, durch besondere staatliche Organisationsformen usw., als ein eigenständiges Gebilde gekennzeichnet ist.
Jede Persönlichkeit, sowohl die des einzelnen Menschen wie die eines Volkes, ist in ihrer Bildung und Wesensart grundlegend bestimmt; einerseits durch die vererblichen Anlagen und andererseits durch die Erziehung, wobei unter letzterer die Gesamtheit aller Umwelteinflüsse, d. h. aller Erlebnisse, die im Laufe des geschichtlichen Werdeganges auf das Volk eingewirkt haben zu verstehen ist. Die erblichen Anlagen werden durch die Zugehörigkeit der verschiedenen Volksbestandtelle zu den verschiedenen Rassen bestimmt. Sie sind urzeitlichen Ursprungs und an sich eine natürliche Gegebenheit, die durch Umwelteinflüsse nur in einer langen Generationenfolge, wie wir annehmen dürfen, Abänderungen und Wandlungen erfahren kann, im wesentlichen aber konstant und erbfest sind. Dagegen enthält die E r - Ziehung im weitesten Sinne des Wortes auch Umwelteinflüsse, die in jeder Generation anders geartet sein können. So können die geistigen Umwelteinflüsse z. B. die Meinung darüber, was erstrebenswert und wünschbar ist, von Jahrzehnt zu Jahrzehnt sehr starke inhaltliche Veränderungen erfahren, und oon Jahrhundert zu Jahrhundert werden sogar, wie die Geschichte der geistigen Strömungen lehrt, die höchsten Werte (Ideale) von solchen Wandlungen erfaßt.
Für eine volkskundliche Untersuchung, die sich auf ein bestimmtes Volk bezieht, ergibt sich aus dem Gesagten zunächst folgendes: 1. daß wir es einerseits mit Eigenheiten zu tun haben, die uns a l s R y s s e a n l a g e n entgegentreten, und andererseits mit Erscheinungen des Volkscharakters, dis durch zeitweilige, geschichtlich vorübergehende, Umwelteinflüsse hervorgerufen werden. Letzteres muß uns bestimmen, eine volkskundliche Unter- suchung zunächst auf eine bestimmte ge- fchichtliche Epoche zu beschränken, und erst aus einer ganzen Reihe solcher Einzeluntersuchun- gen können wir in einer Synthese versuchen, uns ein Urteil über Wesen und Charakter einer völki« schen Gemeinschaft zu bilden.
In diesem Zusammenhang muß aber die Frags auftauchen, wie denn die Veränderungen, die unter dem Einfluß der Umweltreize in den verschiedenen Zeitepochen vor sich gehen, mit der Konstanz der Erbanlagen vereinbar ist, und wie es möglich feilt kann, daß sich das Wesen eines Volkes zu verschiedenen Zeiten sehr verschiedenartig offenbart, was zweifellos der Fall ist. Diese Frags läßt sich auf Grund der Beobachtung erklären, daß jedes Volk den Rassenanlagen nach aus sehr oer*
Zeug jährlich um. In nicht unbedeutendem Maße ist endlich auch der ambulante Handel, insbesondere der Jahrmarkthandel am Spielwarengeschäft beteiligt. Zu dem Fachhandel, der Spielwaren neben anderen Artikeln verkauft gehören vor allem die Sportartikel-, Papier- und Schreibwaren-, Hausrat- und Galanteriewarengeschäfte, sowie die Einzelhandelsgeschäfte in optischen und elektrotechnischen Artikeln, in Luxus- und Lederwaren. Die Vereinigung dieser und anderer Fachgebiete ermöglicht eine gleichmäßigere Verteilung des Geschäfts über das ganze Jahr, die den reinen Spielwaren - Spezialgeschäften fehlt. Diese verkaufen in der Hauptsache hochwertiges und teures Spielzeug. Die Einheitspreisgeschäfte und der , uy.rniarkthandel beschränken sich dagegen meist auf billige Massenartikel. »
Wieder einmal naht die Zeit heran, die dem Spielwarenhandel alljährlich das große Geschäft bringt, ohne das er nicht bestehen könnte. In wenigen Zweigen des Warenhandels ist nämlich die Umsatztätigkeit so ungleich über bas ganze Jahr verteilt wie im Spielwarenhandel. Fast das ganze Jahr hindurch sickert das Geschäft in diesem Warenzweige nur tropfenweise wie ein Ge- birasbach im heißen Sommer. Im Dezember jeden Jahres aber schwillt dieses Bächlein zu einem reißenden Strome an, der manchmal zuletzt über seine Ufer zu treten droht. Einen tieferen Einblick in die besondere Lage dieses Spezialhandels gestattet eine Veröffentlichung der Forschungsstelle für den Handel im Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit, die gerade zur rechten Zeit erschienen ist, um weiteren Kreisen bie Bedeutung und Eigenart dieser Einzelhandelsgruppe vor Augen zu führen. Aus dem Zahlenmaterial, das in dieser Arbeit übersichtlich zusammengestellt wird, ergibt sich, daß oon dem Gesamtumsatz des Spielwarenhandels nichtweniger als 40 v. H. aufdas Weihnachtsgeschäft entfallen. In einem großen Teil der Betriebe beträgt der Anteil des Weihnachtsgeschäfts sogar 45 v. H. In den Spielzeug- Spezialgeschäften wird in den drei Wochen do** dem Weihnachtsfest an jedem Tage ebensoviel umgesetzt wie in den anderen elf Monaten des Jahres durchschnittlich in acht Verkaufstagen. In manchen Ein^elhandelsläden aber ist die Zusammenballung des Umsatzes auf das Weihnachtsgeschäft noch größer. Denn in Einzelfällen werden sogar rund 60 v. H. des Jahresumsatzes im Dezembermonat getätigt.
Diese ungleichmäßige Verteilung der Umsätze gibt dem Spielzeughandel sein besonderes Gesicht. Sie hat zur Folge, daß sich der Fachhandel in dieser Branche nur verhältnismäßig schwach entwickeln konnte. Es gibt nach den Ergebnissen der Betriebszählung des Jahres 1933 in ganz Deutschland zwar 1272 Spielwaren-Fachgefchäfte. Aber auch sie führen zum weitaus überwiegenden Teile luch noch andere Waren. Reine Spielwaren- pezialgeschäfte gibt es nach den Schätzungen der Sachverständigen nur etwa 50 in ganz Deutschland. Sie sind fast nur in großen Städten anzutreffen. Von dem Gesamtumsatz des Einzelhandels in Spielwaren entfallen auf sie nur etwa 20 v. H. Dagegen werden 50 bis 55 v. H. des Spielwarenumsatzes von dem sonstigen selbständigen Facheinzelhandel, einschließlich der Kaufhäuser, der Versandgeschäfte und des ambulanten Handels, getätigt. Auf die Warenhäuser kommen etwa 14 v. H. der Gesamtumsätze in Spielwaren, auf die Einheitspreisgeschäfte 12 bis 15 v. H.
Für die Warenhäuser hat der Spielzeughandel eine verhältnismäßig geringe Bedeutung. Nur 2 v. H. ihrer Umsätze bestehen aus Spielzeug und Spielen. Immerhin gelangt jährlich für rund 14 Millionen Mark Spielzeug durch die Warenhäuser in die Hände der Verbraucher. In ziemlich hohem Maße haben sich die Einheitspreisgeschäfte dem Spielwarenhandel zugewandt. Auf ihn entfallen etwa 4 bis 5 v. H. ihres Gesamtumsatzes. Sie setzen hiernach für etwa 12 bis 15 Millionen Mark Spiel
nur auf viele Jahrzehnte, sondern auf Jahrhunderte dem deutschen Volk Entspannung und Freude geben möge. Möge sie eine fast selbstverständliche Erscheinung des deutschen öffentlichen Lebens werden und stets dem Namen Ehre machen, den sie sich gegeben hat. Möge sie immerdar ihr Programm erfüllen, dem deutschen Volk „Kraft durch Freude" zu geben.
Amtsletter Dreßler-Andreß verlas sodann den Leistungsbericht des Reichsorganisationsleiters der NSDAP., Dr. Ley. Von den KdF. - Urlaubern der Jahre 1934 und 1935, deren Zahl über 5 Millionen betrage, feien rund 3 Millionen in bie Grenz- I a n b ge b i et e gereift, sie hätten dort einen lebendigen Wall des deutschen Sozialismus aufgerichtet. Um diesen Besuch der Grenzlandgebiete noch weiter auszubauen, seien die KdF--Preise um etwa 30 v. H. herabgesetzt worden. Das bedeute, daß der deutsche Arbeiter für 12, 15 oder 16 Mark einschließlich Fahrgeld, Verpflegung, Unterkunft und Veranstaltungen eine ganze Woche in Urlaub fahren könne. In b$r Winter- und Übergangszeit werde die KdF.-Flotte für Fahrten von Ausländsdeutschen nach Deutschland eingesetzt werden, um den Deutschen im Auslande Gelegenheit zu geben, Deutschland im Winter zu erleben. Als das endgültige Ziel wird bezeichnet, in der Lage zu fein, jährlich 14 Millionen Werktätige 12 bis 14 Tage auf Erholungsreisen schicken zu können. In den nächsten drei Jahren seien für 100 Millionen Neubauten von Unterkunftgelegenheiten und Schiffen vorgesehen. So werde zwischen Binz und Saßnitz ein Seebad mit 20 000 Betten errichtet werden, außerdem plane man den Bau von zwei 1 5 000-Tonnen-Schiffen mit kleineren Kabinen für 1500 Passagiere. Außerdem solle auch innerhalb dieser drei Jahre die Zahl der Betten in den Erholungsheimen auf 30 000 erhöht werden. An Sport haben im vergangenen Jahre über 3 Millionen Besucher teilgeyommen, die Abteilung Schulungs - und Volksbildung habe erreicht, daß die Kulturgüter der Nation nicht mehr länger das Vorrecht der Besitzenden seien. Die Ge- lamtbesucherzahl von insgesamt 60 000 Veranstal- tungen — Konzerte, Schauspielen, Opern, Varietäs, Filmvorführungen, Museumsfuhrungen, Ausstellungen und anderen Veranstaltungen — belaufe sich ruf 2 5 M i l l i o n e n Menschen. — Von der Tätiget des Amtes Schönheit der Arbeit seien
fuhrt dann u. a. aus: Es ist uns eine Ehre und Genugtuung, den Führer hier in unserer Mitte Zu sehen. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude' möchte ihm bei dieser Gelegenheit ihren herzlichen Dank zum Ausdruck bringen für bie warmherzige und fördernde Anteilnahme, die der Führer immer an diesem großen sozialen Auf- bauwerk genommen hat. Uns allen bereitet es darüber hinaus eine besondere Freude, am heutigen Abend den Reichsschatzmeister der Partei, unseren Arbeitskameraden Schwarz, an seinem 60. Geburtstag mitten unter uns zu sehen. Ich glaube im Namen der ganzen Partei und darüber hinaus des ganzen deutschen Volkes, ihm, dem treuen und langjährigen Mitarbeiter unseres Führers, die Glückwünsche und Grüße der Bewegung und des ganzen Volkes zu seinem Geburtstage aussprechen zu können. Ich knüpfe daran die Hoffnung, daß er noch viele Jahrzehnte der Partei und seinem Führer erhalten bleibt. (Minutenlanger Beifall, der sich noch verstärkt, als der Führer seinem treuen und langjährigen Mitarbeiter Schwarz erneut die Hand drückt.)
Es ist ein wahrhaft festlicher Anlaß, so fährt Dr. Goebbels fort, der uns heute hier zusammenführt. Diese Organisation hat ihrem Namen wirklich Ehre gemacht. Sie hat Kraft durch Freude vermittelt! Millionen Menschen, die durch diese Organisation nicht nur ihren Urlaub, sondern auch die würdige erholungsreiche Ausfüllung ihres Urlaubs gefunden haben, werden am heutigen Abend mit tiefer Dankbarkeit an die große und umfangreiche Arbeit dieser Organisation zurückdenken. Wo in aller Welt ist dieser Organisation etwas Ebenbürtiges entgegenzustellen? Unsere Vorgänger, die marxistischen Parteien, haben die Arbeiterschaft mit faden Versprechungen abgespeist. Was sie dem Volke versprachen, das haben w i r wahr gemacht. Der deutsche Arbeiter besitzt heute wirklich, so wie es im Jahre 1910 verheißen und niemals ausgeführt wurde, feine Theater, feine Orchester und Festsäle und hat feine eigene Dampferflotte, auf der er durch die Weltmeere kreuzen kann.
Wir haben die Parole zur Wirklichkeit gemacht, daß die deutsche Kultur und Kunst nicht das Vorrecht einer dünnen Oberschicht bleiben, sondern dem aanzen Volk gehören soll. So nimmt der deutsche Arbeiter durch die Organisation „Kraft durch Freude" unmittelbar teil an den großen geistigen, kulturellen und künstlerischen Schätzen. Wenn ich mir vorstelle, daß allein dieses Haus in einem Jahr von einer Million deutscher Arbeiter besucht worden ist und ihnen Stunden der Erhebung und Freude verschafft hat, so kann ich allein schon auf Grund dieser Tatsache sagen: Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ist getreu ihrem Programm in der Tat eine n a - tionale und sozialistische Organisation gewesen. Ich kann ihr deshalb keinen besseren Wunsch auf den Weg geben als den, daß sie nicht
Der Gesamtwert der Spielwarenumsatz e des Einzelhandels wird für das Jahr 1934 auf rund 100 Millionen Mark berechnet Das ist ein recht hoher Betrag, der allein schon die Bedeutung dieses Handelszweiges illustriert. Die Spielzeugfachgeschafte erreichten im Jahre 1934 eine Umsatzste lgerung um 17,7 Prozent. Die e roar also größer als die des gesamten Einzelhandels, bie nur 12,4 Prozent betrug. Der Spielwaren- M.eL9lbt einer g^ßen Anzahl von Industrien Beschäftigung. Hauptsitz der eigentlichen Spiel- roaremnbuftrie sind Nürnberg und Umgegend, Thüringen und das Erzgebirge. Bekanntlich werden Spielwaren vielfach von Heimarbeit e rn hergestellt. Die Bevölkerung armer Grenzgebiete findet durch diese Beschäftigung ein wenn auch oft kärgliches Brot. Der Gesamt- wert der Produktion der deutschen Spiel- warenlndustrie wird für das Jahr 1934 auf rund 70 bis 75 Millionen Mark geschätzt. A u s - geführt wurden für etwa 30 Millionen Mark Spielwaren. Leider ist während der Wirtschafts- knse der Export deutscher Spielwaren, aber auch ber, mI(™We Umsatz erheblich zurückgegangen. Im Jahre 1928 wurde der Produktionswert der deut- chen Spielwarenindustrie noch auf rund 220 Millionen Mark geschätzt.
Um so erfreulicher ist es, daß sich d e r I n l a n d - absatz von Spielwaren seit dem vorigen Jahre wieder i n a u f ft e i g e n b e r Richtung bewegt. Man muß wünschen, daß das Weihnachtsgeschäft des Jahres 1935 diesem Zweige der deutschen Wirtschaft eine weitere ansehnliche Erhöhung der Umsätze bringt. Der Spielwarenhandel ist mehr als alle anderen Handelszweige vom Weihnachtsgeschäft abhängig. Fällt dieses gut aus, und werden die Lager der Spielzeuggeschäfte im Dezember geräumt, so werden auch die Spielzeugindustrie und ihre zahlreichen Hilfs- und Rohstoffindustrien im nächsten Jahre genügend Beschäftigung haben. Die Aussichten sind diesmal nicht ungünstig, denn die gebesserten allgemeinen Beschäftigungs- und Einkommensverhaltnisse gestatten den breiten Massen der Bevölkerung, auch für entbehrliche Dinge, wie es Spielwaren ja im allgemeinen find, wieder etwas mehr aufzuwenden. Die gefüllten Lager der Spielwaren- geschafte warten daher auf ein besonders lebhaftes Dezembergeschäft.
Volkskunde als Wissenschaft.
Von Dr. Roderich von Ungern-Eternberg.
Was wir als „Vvlkskund e“ bezeichnen, ohne uns in der Regel über den Gegenstand dieses Forschungsgebietes eine eindeutige Vorstellung zu machen muß, soll es Anspruch erheben, als Wissenschaft gewertet zu werden, seinen eigenen, oon anderen verwandten Wissenszweigen gesonderten Fvrschungsgegenstand haben. Die Völker- künde (Ethnographie), die man gewöhnlich mit
Volkskunde identifiziert, ist eine beschreibende Wissenschaft, die sich die Aufgabe stellt, die verschiedenen Völker und Stämme hinsichtlich ihrer Sitten und Gebräuche, ihres Kulturbesitzes, zu schildern. Sie stellt sich aber nicht das Ziel, die Psyche, den Charakter, das Wesen einer völkischen Gemeinschaft zu ergründen und darzustellen. Die Bevolkerungswissenschaft (Demographie) hat als Forschungsgebiet die Ergründung der Ursachen und Auswirkungen der natürlichen Bevölke- rungsbewegung, des Verhältnisses von Geburten- zahl und Todesfällen und aller damit zusammenhängenden Erscheinungen. Auch im Verhältnis zur Rassen künde kann eine Volkskunde nur dann als besonderer Wissenszweig gelten, wenn das Fvr- fchungsobjekt ein deutlich gesondertes ist, was zweifellos insofern zutrifft, als die Rassenkunde das Wesen der Rassen zum Gegenstand hat, während die Volkskunde sich jedenfalls mit d e m Volk, als einer geistig-seelischen Einheit, also einer Erscheinung, die aus einer Kreuzung, aus einem Gemisch zahlreicher Rassen hervorgegangen ist, und ein geschichtlich gewordenes Kollek- tlvwefen, eine völkif che Persönlichkeit darstellt, zu befassen hat.
Gewiß berühren sich die genannten Wissenszweige untereinander, denn sie alle haben den Menschen als Glied einer Gemeinschaft zum Gegenstand. Mit »er gegebenen Kennzeichnung des Volkes kommen wir aber dem Gegenstand der Volkskunde schon näher. Es handelt sich bei der Volkskunde oder Volkspsychologie um die Erforschung und Darstellung einer menschlichen Gemeinschaft, die sich durch gemeinsames Schicksal und Blutsverwandtschaft zu einer besonderen „sittlichen Persönlichkeit" entwickelt hat, und zwar um deren Kennzeichnung nach der charakterologischen Seite hin. Es fragt sich aber, ob es möglich ist, mit wissenschaftlicher Objektivität über das Wesen eines Volkes etwas Bestimmtes auszusagen. Kann der


