strömen die Mädchen aus den Baracken, die Einwohner aus ihren Häusern auf die bestimmten Arbeitsstellen. Alle von Kops bis zu Fuß in Oelzeug und (Bummi, in den Händen das übliche Handwerkzeug: einen Teller zum Salzschöpsen, ein haarscharfes Messer zum Fischköpfen und eine zweizackige Zange zum Ausweiden der Heringe.
Sie stehen an langen Trögen, in welche die Heringe in Körben aus den Booten geschöpft werden, jede ein Faß hinter sich, in dem sie die Fische Schicht um Schicht einsalzen. Es ist Akkordarbeit; die Hände arbeiten wie Maschinen, bei jedem Wetter und in der Nacht bei elektrischem Licht. Die Frauen bekommen für das Fullen einer Zentnertonne, für Ausweiden, Packen und Salzen, 1,50 isländische Kronen, das ist nach unserem (Selbe etwa 75 Pfennige. Besonders geschickte Arbeiterinnen bringen es in der Schicht bis auf zwanzig Fässer; man sieht sie oft gepudert und geschminkt, so wie das Alarmzeichen sie aus dem Kino oder der Tanzbar rief, an den Tischmulden stehen; sieht die frischge^chwellten Köpfe taktmäßig beim Packen der Fische tief in die Salztonnen tauchen, die manikürten Hände resolut Zange und Messer handhaben. Es liegt in dieser dunklen nordischen Stadt beides dicht nebeneinander: schwere Arbeit und leichtes Vergnügen. Sie hat eine außerordentlich starke Polizeistation und daneben eine ebenso große Mission der Heilsarmee. Man darf dort nicht wählerisch sein und man ist es auch nicht.
*
Man braucht für die Millionen von Fischen, die hier verarbeitet werden, Tausende und aber Tausende von Fässern, und man hat darum eine eigene Faßindustrie. Am Hafen türmen sich Gebirge von Tonnen auf, leere, die auf das Füllen, gepackte, die auf den Abtransport warten. Unaufhörlich klingt das rhythmische Klopfen der Böttcherhämmer, dröhnt der Hammer beim Verschließen der Tonnen; unaufhörlich rollen die kleinen Wagen vom Faßlagerplatz nach den Pöke - leien, aus den Pökeleien nach dem Derladeplatz. Unaufhörlich rattern die Lastautos nach dem Hafen und die Abfallsammelwagen in die Fischmehlfabriken und Fischleimsiebereien, um die einen Bogen macht, wer es nur immer kann; so sehr benimmt der Geruch, der hier herrscht, den Atem. Nur die Besitzer der Werke und die Arbeiter, die gutes Geld dabei verdienen, scheinen nichts davon zu merken.
J. O. B r i n g e z u.
Selbstauslösung der evangelWen Gesellenvereine.
Berlin, 27. Oft. (DNB.) Der Verband Evangelischer Gesellenoereine Deutschlands hat dem Reichsleiser der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, seine Selbstauflösung gemeldet. In dem Schreiben der Evangelischen Gesellenvereine heißt es: „Die Evangelischen (Zesellenvereine haben ihren Auftrag erfüllt, nachdem die nationalsozialistische Revolution die ideellen und praktischen Voraussekungen für die Neubildung und Erziehung des gesamten deutschen Handwerkstandes und der deutschen Handwerkerjugend aeschafsen hat. Es ist das hohe Verdienst der Deutschen Arbeitsfront, daß wir evangelischen Handwerker feststellen können: Der Marxismus findet im Handwerkerstand keine Stätte mehr, in der er sich einnisten kann, der Grund für. das Sonderdasein konfessioneller Gesellenvereine ist damit hinfällig geworden. Ueberall in deutschen Landen haben sich von Anfang an die Mitglieder der Evangelischen Gesellenvereine dem Neubau des deutschen Handwerksstandes in Gemeinschaft mit den übrigen Volksgenossen gewidmet. Die evangelischen Gesellen und Meister werden weiter, wie bisher, treu in ihrer Kirche Mitarbeiten, sie wollen aber immer zugleich treue Mitarbeiter am Aufbau der deutschen Volksgemeinschaft sein."
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley führte in seinem Schreiben u. a. folgendes aus: „Ich nehme mit Interesse von der Selbstauflösung der Evangelischen Gesellenvereine Kenntnis und begrüße sie als ein en Akt freiwilliger Disziplin der bisher in ihren Reihen stehenden deutschen Volks- unb Parteigenossen. Es ist mir bekannt, baß die Mitglieber ber evangelischen Gesellenvereine i m Kampf gegen ben Marxismus, ber ber Anlaß zu ihrer (Brünbung gewesen ist, Jahrzehnte geftanben und insbesondere im Hanbwerk benSebanten berBetriebs- gerneinschaft zwischen Meister u n b Gesellen durchzuhalten versuchten. Diese Leistung wird anerkannt. Anerkannt wird weiterhin, daß die Selbstauflösung in der Erkenntnis vorgenommen wird, daß die weitgesteckten Aufgaben der Deutschen Arbeitsfront, die auch noch die letzten Spuren marxistischer Ideenwelt überwinden sollen, Raum lassen für bie unbehinberte Ausübung kirchlicher Pflichten, zu benen sich jeber nach seiner Art hingezogen fühlt."
Obecheffen.
endet. Die Fahrbahn erhielt eine Topekadecke, die erhöhten Bürgersteige wurden mit einem Plattenbelag versehen, so baß sich jetzt die Straße be- sonbers sauber unb schön ausnimmt.
Staatsrat Hille in Grünberg.
4- (Brünberg, 27. Okt. Am Samstagabend fand in ber Turnhalle eine Kunbgebung ber NSDAP, statt, in ber Staatsrat Hille (Gotha) sprach. Der Rebner, ber als geborener (Brünberger seine Jugenbzeit hier verlebt unb stets bie Beziehungen zu seiner Vaterstabt gepflegt hat, erfreut sich hier allgemeiner Beliebtheit. Die Turnhalle war baher stark besetzt, unb gefesselt lauschten bie Zuhörer ben Ausführungen bes Rebners, ber in etwa zweiunbeinhalb Stunben über „Wir unb bie Welt" sprach unb oft starken Beifall für feinen Vortrag erntete. Eindringlich wies er auf ben Wert ber politischen Schulung hin, ba erst ein politisch orientiertes unb interessiertes Volk, bas allmählich unb besonbers burch bie nationalsozialistische Jugenb- organijationen herangezogen werben müsse, bas Ziel bes Dritten Reiches sei. Ebenso eingehenb beschäftigte er sich mit ber Lage bes Arbeiters unb bes deutschen Bauern und den hier noch zu lösenden Aufgaben. Treffende Worte fand er hier auch bei dem Kapitel Butter unb Schweine. Scharf rechnete er auch mit ben inneren Feinben ab: politische Reaktion, politische Kirche unb Jubentum. Das politische Geschehen ber Gegenwart zog er ferner in ben Kreis feiner Betrachtungen. Er glossierte bas Spiel bes Völkerbunbes in bem Abesfinienkonflikt unb rechtfertigte bie klare Linie ber Politik bes Führers, bie in scharfer Abwehrstellung gegen Moskau unb bie bolschewistische Gefahr stehe. Ortsgruppenleiter Bürgermeister Wagner leitete bie Kunbgebung, bie er in ber üblichen Weise schloß.
Seinen Verletzungen erlegen.
* Ober-Seemen, 28. Okt. Der 63jährige Postagent Johann P e p p e l von hier, ber am vergangenen Freitag auf bem hiesigen Bahnhof beim Abholen der Post auf unerklärliche Weise verunglückte, und dabei eine schwere Kopfverletzung erlitt, erlag in der vergangenen Nacht den Folgen seines schweren Unfalles. Der bedauernswerte Verunglückte stand 40 Jahre pflichteifrig im Dienste der Post.
• Landkreis Gießen.
- Steinbach, 28. Oktober. In der Nacht zum Sonntag wurde im Schulhause des Lehrers Müller ein Einbruchsversuch gemacht. Letzrer Müller wachte durch ein Geräusch im Hause auf unb ftanb sofort auf, um seiner Tochter zu rufen, in ber Annahme, baß biefe bas Geräusch verursacht habe. Als bas nicht ber Fall war, stellte sich heraus, baß jemanb burch bas Abortfenster ein» gestiegen war. Doch bas Rufen unb bas Ächt im Haufe hatte ben Einbrecher bereits roieber vertrieben, ohne baß er irgenb etwas hatte mitnehmen können, nur feine Spuren am Fenster unb herab- gebrochenes Waschbecken hatte er hinterlassen.
* Steinbach, 28. Okt. Der 33jährige hiesige Maschinenschlosser Ernst S ch n e i b e r erlitt bei einem unglücklichen Sturz eine schwere Schul- terverletzung unb mußte in bie Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werben.
J) Staufenberg, 25. Okt. Der zum Ankauf von Militärpferben hier abgehaltene Pferbe- markt war mit 43 Tieren beschickt. Zehn Pferbe waren von ber beauftragten Kommission in bie engere Wahl gezogen. Nach eingehenber Untersuchung ber Tiere schieben sieben weitere Pferbe aus. Die Preise bewegten sich auf beachtlicher Höhe. Für bas beste Tier wurde ber Betrag von 1250 Mark bezahlt. Zum Markt waren auch viele Pferbe- besitzer aus ber näheren unb weiteren Umgebung erschienen. Private Pferbekäufe kamen nicht zu- ftanbe.
# Großen-Linben, 25. Okt. Die Jung- m Üb els unternahmen auch 'in unserem Orte eine K l e i d e r s a m m l u n g. Die Kleinen waren mit großem Eifer bei ber Sache unb erzielten einen über Erwarten guten Erfolg.
* Leihgestern, 25. Okt. Der Turnverein „Frisckauf Leihgestern 1 893" veranstaltete dieser Tage im Vereinslokal „Zum Löwen" sein Ab turn en. Nach einem Umzug durch die Straßen des Ortes wurde die Veranstaltung mit einem Musikstück eröffnet und der 1. Führer bes Vereins W. Will hielt eine kernige Ansprache, bie in einem „Sieg-Heil!" auf ben Führer ausklang. Das folgenbe Schauturnen ber Schüler, ber Zöglinge unb ber aktiven Riege fanb wohlverbienten Beifall. Die gezeigten Leistungen an allen Geräten waren gut. Am Abenb trat bie neugegrünbete Damenabteiluhg mit zwei Reigen an bie Öffentlichkeit, um werbenb für bas Frauenturnen einzutreten.
s Lang-Göns, 26. Okt. Nach ben neuen Bestimmungen hat untere Gemelnbeoerwal- t u n g zwei Beigeorbnete unb sechs (Bemeinberäte. Der seitherige Beigeorbnete Karl Faber bleibt im Amt, ihm tritt als zweiter Beigeorbneter Kaufmann Karl Müller II zur Seite. Er mürbe in ber
letzten Gemeinberatssitzung von Bürgermeister Wenzel in fein Amt eingeführt. Von ben sechs (Bemeinberäten (Poftagent Karl Müller, Schlosser Karl B o p f, Lanbwirt Alfreb Paul Kampf, Elektromeister Willi B r ü ck e l, Lanbwirt Wilhelm G ö r l a ch unb Ortsfachberater bes Reichsnährstandes Albert Weil) waren bie vier ersten seither schon in biesem Amt.
I Lich, 27. Okt. Unsere Krankenschwester Gretchen Menges konnte am 24. Oktober ihren 6 0. Geburtstag feiern. Don vielen Seiten würben ber treuen Fürsorgerin, bie schon jahrzehntelang ben schweren Dienst einer stäbtischen Krankenschwester versieht, Glückwünsche übermittelt. Viel tausenbmal würbe sie an Krankenbetten gerufen unb hat hier Hilfe geleistet. Auch bie Zahl ber Nachtwachen während ihrer langen Dienstzeit geht in die Tausende. Leider war es ihr nicht vergönnt, ihrer Geburtstag im Kreise ihrer Geschwister, die fast alle in Lich leben, zu feiern; sie verbrachte ben Geburtstag im stäbtischen Spital, wo sie sich einer Operation hatte unterziehen müssen. Möge ber treuen Dienerin balbige völlige Genesung deschieden sein, bamit sie roieber gefunb in ihren schweren Beruf zurückkehren kann.
cZ Hungen, 25. Okt. Nach kurzem Krankenlager starb im hiesigen Krankenhause ber in bäuerlichen Kreisen weithin bekannte Wärter der Jungviehweibe Tiergarten Emil Sonnenburg. Er kam vor 30 Jahren aus seiner westpreußischen Heimat hierher, wo er sich durch sein stets freundliches Wesen allgemeine Beliebtheit und durch Pflichttreue die volle Zufriedenheit feiner Vorgesetzten zu sichern verstand. Ein Beweis hierfür war der stattliche Trauerzug, der bem Entschlafenen auf seiner letzten Fahrt folgte. — Die Straßenherstellung in ber U nterft ab t ift nunmehr be- •
Der Führer beglückwünscht
einen alten General zur Goldenen Hochzeit.
LPD Marburg, 26. Okt. Der Führer und Reichskanzler übersandte dem hier im Ruhestand lebenden Generalleutnant a. D. v. Dewitz, ber mit seiner Gemahlin bas golbene Hoch- 3 e i t 5 f e ft begehen konnte, ein Telegramm, in bem er bem Jubelpaar herzlich ste Glückwünsche ausspricht unb ihm noch einen langen ungetrübten Ledensadenb wünscht.
Zusammenstoß eines Fernlastzuges mit einer Lokomotive.
Zwei Tote.
Dieburg, 26. Okt. (LPD.) An einem unbeschrankten Bahnübergang ber Straße Dieburg — Gunbernhausen ereignete sich heute ein schwerer Derkehrsunfall, ber zwei Menschenleben kostete. Der Fern- lastzug einer Speditionsfirma aus Waldsee in Baden stieß mit ber Lokomotive eines Personenzuges zusammen, ber aus ber Richtung Groß- Zimmern kam. Der Führer bes Fernlast- 3 u g e s wurde auf der Stelle getötet. Der Beifahrer wurde durch den Anprall aus dem Wagen auf die Lokomotive bes Personenzuges ge- schleubert unb bann eine Strecke mitgeschleift. Er ist im Krankenhaus in Dieburg balb nach seiner Einlieferung seinen schweren Verletzungen erlegen. Der Motorwagen bes Lästiges würbe von der Lokomotive sortgeschleudert unb vollstänbig zertrümmert. Die polizeilichen Ermittlungen über bie Ursache bes Unfalles finb noch nicht abgeschlossen.
Wirtschaft.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehniarkt.
Der Frankfurter Schlachtviehmarkt zeigte in der verflossenen Woche eine erfreuliche Zunahme des Angebots an Schlachtvieh. Das Geschäft nahm auf allen Märkten einen glatten Verlauf und größere Preisveränderungen im Vergleich zur Vorwoche traten nicht ein. Im ganzen blieb bie Preislage noch recht fest. Die Qualität bes zugeführten Viehes war im allgemeinen mittelmäßig.
Am Großvieh markt war das Angebot mit 1104 (816) Tieren gut ausreichend, obgleich bie Erhöhung vor allem ben Kühen zugute kam. Beste Tiere würben zu unoeränberten Preisen schnell geräumt, jeboch war ber Handel auch im übrigen rege. Mittlere unb geringe Gattungen liehen im Preise in sich etwas nach, so bei Kühen, Bullen unb Färsen.
Der Schweinern arkt war mit 950 (407) um mehr als bie Hälfte stärker beschickt. Es erfolgte roieber Zuteilung, bie Qualität war mittel. Die Preise haben sich durchweg ben neuen Festpreisen angepaßt, bie mehr bie jeweilige Qualität innerhalb ber einzelnen Gewichtsklassen berücksichtigen.
Am Kälbermarkt ergaben sich nur noch für beste Tiere leichte Preiserhöhungen bis 1 Mark, im übrigen ließen sie in sich etwas nach. Der Auftrieb von 1010 (873) Stück wurde bei lebhaftem Geschäft geräumt.
Auch für Hämmel unb Schafe lagen nur bie besten Tiere noch etwas hoher, sonst blieben bie Preise auf ber Hohe der Vorwoche. Der Auftrieb von 309 (301) Tieren wurde nach mittelmäßigem Geschäft ausverkauft.
*
* Vor der Gründung der Ruhr-Benzin AG. Am 28. Oktober wird als neues Gemeinschaftsunternehmen bes Ruhrbergbaues bie Ruhr- Benzin AG. gegründet werben, in bie bie Anlagen zur Benzinherstellung aus Steinkohle nach bem Fischer-Verfahren eingebracht werben sollen, deren Bau von ber Ruhr-Chemie AG. in Angrift genommen worden ist. Wie ber Fwb. erfährt, wirb bas Aktienkapital ber neuen Gesellschaft 4,5 Mill. Mark betragen. Die darüber hinaus erforberlichen Mittel werben auf dem Anleihewege beschafft. Bei ben Aktionären bes neuen Unternehmens hanbelt es sich um biefelben Ruhrzechen, bie an ber Ruhr- Chemie AG. beteiligt sind.
Rhein-Ma mische Börse.
Freundlich.
Frankfurt a. 2R., 26. Okt. Die Börse lag am Wochenschluß freundlich, die Kurse zogen überwiegend etwas an. Das Geschäft vermochte sich nicht zu
beleben, ba nennenswerte Aufträge der Kundschas'. fehlten. Meist hanbelte es sich um kleine Käufe des berufsmäßigen Borsenhanbels.
Am Aktienmarkt würben IG. Fardenindu- ftrie mit 147,25 bis 147,75 (146,75) etwas lebhafter umgesetzt, anbere chemische Werte lagen still unb kaum oeränbert, auch Rütgerswerke blieben von ber Mitteilung über eine achtprozentige Umsatzsteigerung in den ersten neun Monaten bes Jahres 1935 nahezu unberührt und lagen mit 113,50 kaum verändert. Am Montanmarkt zogen Stahlverein 0,40 v. $)., Rheinstahl 0,65 v. H. und Hoesch Eisen 0,50 v. H. an. Elektroaktien zeigten nach der gestrigen Abschwächung fast allgemein Erholungen, so Felten und Schuckert um je 1 v. H., Licht & Kraft unb AEG. um je 0,50 v. H., dagegen gaben Siemens nochmals 1 v. H. ab auf 165,50. In einzelnen eröffneten Allg. Lokal unb Kraft 1,13 v. H., Hapag 0,40 v. H. unb Kunstseibe AKU. 0,50 v. H. niebriger, bagegen Jul. Berger 0,90 v. H. fester. Reichsbank unb Deutsche Linoleum lagen gut behauptet.
Der Rentenmarkt blieb bei allerdings kleinen Umsätzen weiter freundlich. Reichsaltbesitz 113 (112,90), auch Kommunal-Umschuldung etwa 5 Pf. höher, sonst lagen bie Kurse gegenüber gestern abenb unverändert. Von Auslandsrenten blieben Ungarn auf der etwas höheren Basis von gestern behauptet.
Im Verlaufe war die Haltung im attgemeine/r freundlich, das Geschäft blieb aber sehr still. Die Kurse zeigten gegen ben Anfang nur geringe Veränderungen, wobei eher Erhöhungen überwogen. Niedriger waren jedoch Reichsbank mit 173,75 nach 174,50. Moenus Maschinen zogen auf ben zuversichtlichen Bericht über die Geschäftslage 1 v. H. an auf 81.
Arn Rentenmarkt wiesen die Kurse kaum noch Veränderungen auf. (Bolbpfanbbriefe lagen unverändert, Liquibationspfanbbriefe teilweise etwas höher. Pfälz. Liquid.-Anteilscheine fliegen auf 9,20 (9,15). Stabtanleihen lagen ruhig unb unverändert, nur Darmstadt von 1928 etwas niedriger mit 90,75 (91,50). Auslandsrenten lagen still. Im freien Markt zogen Talonserben auf 7,90 (7,50), Gulden- Russen auf 0,65 (0,55) an, dagegen gaben Warschau- Wiener Mark-Obl. auf 10,40 (10,75) nach.
Tagesgeld unverändert 2,75 v. H.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 28. Okt. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1001 Rinder (189 Ochsen, 85 Bullen, 594 Kühe, 133 Färsen), 399 Kälber, 68 Schafe, 1205 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 38 bis 42 Mark, Bullen 38 bis 42, Kühe 24 bis 42, Färsen 36 bis 42, Kälber 50 bis 76, Lämmer und Hämmel 42 bis 46, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Rinder lebhaft, Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, Schweine wurden zugeteilt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletz, belchiotzenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 o.!)., Lonibardzinsfutz s o. f).
Frankfurt d.2JL
Berlin
Frankfurt a. M
Berlin
Schluß- kurS
Schluß!. Abendbörse
Schluß- kurS
Schluß!. Mittag« börse
Schluß- kurS
Schluß. Abendbörse
Schluß- kurS
Schlußk. Mittagbörse
Datum
25.10.
26.10.
25.10.
26.10.
Datum
25-10.
26.10.
25-10.
26.10
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Retchsanl. von 1984 5y*% Boung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
AuSlos.-Rechten .............
100,4
98
102
112,9
100
96,5
96
100,4
91,4
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27
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1,35
9,65
9,6
9,65
10,4
4% desgl. Serie II ............
5,75
4,9
38,9
16,5
17,75
78,5
110,25
85,25
85,5
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17,9 78,65 110,5 85,25
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36,75 141 110 129
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117,5 166,5 129,5
102,25
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159,25 125,5 90,13 82,75
W
8,4
4,9
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28,25 18 79 110,5
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110 130,5 104,75 122,25
130 121,75 118,5 166,5
132
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104
110,5
93,5
159
125,5
91 83,13
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4y,%Rumän.vereinh.Rentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente ..
2y4% Anatolier .
4l/i% Deutsche Retchspostschatzan' Weisungen von 1934, 1.......
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
Hamburg-Amertka-Paket o Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........o
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................o
Dresdner Bank..............o
Reichsbank ........... 12
<Vi% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
6y*% ehem. Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liaui ...
*¥1% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R. 6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4Kt% ehemL% Franks. Hyp.-Vank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6’4% ehem. 4y2% Franks. Hyv.-
Bank-Ligu.-Pfandbriese.......
A.S.S......................o
Bekula.................... io
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6
Licht und Kraft ........... gy,
Felten & Guilleaume.........0
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung, S
Rheinische Elektrizität ........6
Rhein. Wests. Elektr.......... 6
Schuckert L Co............... 4
Siemens L Halske............ 7
Lahmeyer LEo.............. 7
Buderus ...................0
Deutsche Erdöl .............. 4
6y2% ehem. 4y2% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....
<y*% ehem. 8% Pr.Landeöpfand-
vriesanstalt, Pfandbriefe R. 19
4Vi% ehem. 7% Pr. Landespfand'
vriefanst., Gold Komm. £61.VI Steuergutlch Verrechnung^!. 35-89
4% Oesterretchische Goldrente...
4,20% Oesterreichische Silberreale
4% Ungarische Gvldrente.......
Gelsenkirchen«..............0
Harpener...................0
Hoesch Eisen—Köln-Neuesten .. O
Ilse Bergbau ...............6
Ilse Bergbau Genüsse ........ 6 Klöcknerwerke .............
Mannesmann-Röhre« ........ O
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
4y1% veögl. von 1913..........
b% abgest. Goldmexikaner von 99
4% Türkische Bagdabbahn-Anleihe
“ • V, V
Frankfurt a. M.
Berlin
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Schluß- kurS
Schlußk. Abend« börse
Schluß« kurS
Schlußk. Mittag« börse
25.Oktober
26. Oktober
Amtliche Notierung
Geld | Brief
Amtliche Notierung
Geld ! Brief
Datum
25.10.
26.10.
25.10.
26.10.
ManSselder Bergbau......... |
Kokswerke .......... |
Phönix Bergbau.............c
Rheinische Braunkohlen .....12
Rhetnstahl ................8 V,
Vereinigte Stahlwerke........0
Otavt Minen ...............0
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth.....iyt
I G. Farben-Jnvustri«.......7
Scheidcanstalt........ 9
Goldschmidt ...... 0
Rütgerswerke...... 4
Metallgesellschaft............. 4
Philipp Holzmann....... 0
Zementwerk Heidelberg ......5
Eementwerk Karlstadt.........4
Schultheis Patzenhofer ....... 4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................... 0
Zellstoff Waldhof ............0
Zellstoff Aschaffenburg ....... 0
Dessauer Gas ............... 7
Daimler Motoren . ............
Deutsche Linoleum ........... g
Orenstein & Koppel ..........0
Westdeutsche Kaufhof.........0
Chade............ 0
Attumulatoren-Fabrik....... 1« Tonti^Summr .............. y
Gritzner.....................
Mainkraftwerke Höchst O.BL... 4
Süddeutscher Zuck«......... »
117,75
215,75 105,13
80,4 19,25 128,5 123,5
146,75 223
104,5 113,25 104,75
89
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130
55,5 104,65
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93,75 143,13
24,5 296
156
89,65
211
216,25 105,75
81
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147,75
223 104,25 113,5
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55,4
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93,75 143,25
24,75
297
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90
211
117,75 114,5
215
105,4
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19,13
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180
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105
113 105,25
89,25
102,5
55,4
105 111,5 78,25 126,5
93,4
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79,75 24,4
297,5
156
28,25
210,65
118,75
114,75
216,5
105,75
81
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122,25 180
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90
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78
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94
143
79,5
25,25 296
169
156
211
Buenos Atre Brüssel .... Rio de Jan. Sofia.....
Kopenhagen Danzig .... London.... HelsingforS. Pari».....
Holland ... Italien.... Japan .....
Jugoslawien LSlo.....
Oien/..... Lissabon... Stockholm..
Schweiz ... Spanien... Prag......
Budapest .. Neuyork...
Z
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0,139
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1
erlin,26.Ottobl
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2,49
Zankno
T
1
1
3
2
3
4
5
2
8
8
6
6
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5
0
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2
5
0 len.
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Geld
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10,295
2,490
Aries
Amerikanische Noten..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische Note«...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Note»................
2,438
41,72
54,39
12,175
16,33
168,29
19,46
61,15
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33,59
2,458
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54,53
12,215
16,39
168,97
19,54
61,39
63,04
80,87
33,73


