Die
des
dem wurden dem Angeklagten sämtliche Kosten
Landkreis Gießen.
als Sohn des damaligen fürstlichen Gutsverwalters Hr. Christian Erb und seiner Ehefrau Anna Elise geb. Horn, geboren. Nach Besuch der hiesigen Präparandenanstalt und des Lehrerseminars in Friedberg fand er nach bestandenem Examen seine erste Verwendung an der Volksschule in Ilbeshausen, kam dann als Lehrer nach Ober-Bessingen und schließlich, wie bereits erwähnt, am 2. Oktober 1905 nach Lich. Don brr Buhbach—Licher-Eisenbahn.
damalige evangelische Kirchengemeindevertretung, im Jahr 1919 in den Kirchenvorstand gewählt, dessen ausführendes weltliches Mitglied er seit 1930 ist und den er seit 1919 auch in der Dekanatssynode des evangelischen Dekanats Hungen als Abgeordneter vertreten hat. Im Vorstand des Verkehrs- und Derschönerungsvereins arbeitet er a der Förderung der Verkehrsinteressen von Lich ei rig mit, die Pflege des Heimatsinns läßt er sich als Ortsringführer von „Volkstum und Heimat" und als Mitglied des Vorstands des DHC. besonders angelegen sein. So werden weite Kreise unserer Bevölkerung und besonders viele seiner ehemaligen und jetzigen Schüler und Schülerinnen, die mit großer Verehrung an dem beliebten Erzieher unserer Jugend hängen, freudig Anteil an seinem Dienstjubiläum nehmen und ihm herzliche Wünsche für sein ferneres Wohlergehen überbringen.
Rektor Erb wurde am 9. August 1870 in Lich
Während der Winterfahrplan der Reichseisenbahn große Verkehrsverbesserungen und günstige Reise- möglichkeiten bringt, ist der Zugverkehr auf der Strecke Li ch—G rünberg für die reisende Bevölkerung fast wertlos geworden. Das zeigt sich auch darin, daß die Züge kaum b e - f e tzt sind. Neben den Kraftwagen, die die Streckengemeinde M ü n st e r überhaupt nicht berücksichtigen, * hnhun mir nur einen Hua von Lick nack Grün»
Gießener Tvochenmarktprelse.
* G i e ß e n, 28. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter (deutsche) 1,42, Kochbutter 1,25 bis 1,30 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (bulgarische) 11, (inländische) Klasse B 12, C 11, ungezeichnete 10 bis 11, Wirsing, das Pfund 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 10, Rotkraut 8 bis 12, Gelbe Rüben 7 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 6 bis 10, Bohnen (grün) 18 bis 25, (gelb) 20 bis 25, Unterkohlrabi 5 bis 6, Erbsen 25 bis 30, Feldsalat 90 Pf. bis 1 Mark, Tomaten 10 bis 20 Pf., Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 80, Kürbis 5 bis 6, Pilze 30 bis 40, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Frühäpfel, das Pfund 10 bis 20 Pf., Falläpfel 5 bis 6, Pfirsiche (deutsche) 38, (italienische) 50, Brombeeren 40 bis 45, Preisei-
adio • Photo
463'0
——1®! Seltersweg «’ |UHI Telephon 3lN
Sportamt „Kraft durch Freude".
heute folgende Kurse:
Leichtathletik: Von 17 bis 19 Uhr, für Frauen und Männer, Universitätssportplatz.
Tennis am Sonntag: Von 8 bis 9 und 9 bis 10 Uhr, städtische Tennisplätze am Schützenhaus.
Gesangskonzert in der Volkshalle.
Für Samstag, 19. Oktober, steht der Bevölkerung unserer Stadt und des Kreises ein bedeutsames künstlerisches Erlebnis bevor. Die Koloratursängerin Frau Erna Sack von der Dresdener Staatsoper und der Tenor Herbert Groh, der vielen Hörern des Rundfunks gut bekannt ist, geben in der Volks- halle ein Gastspiel. Die Künstler werden die Zuhörer mit Interpretationen ihrer Glanzrollen erfreuen. Die musikalische Umrahmung des Abends hat das verstärkte städtische Orchester Gießen unter Leitung von Kapellmeister Paul Walter übernommen. Durch die Benutzung der neuen Verstärkeranlage und durch Anbringung einer guten Bühnenbeleuchtung wird von allen Plätzen aus alles gut zu hören sein. Veranstalter des Abends ist der Reichsverband Deutscher Rundfunkteilnehmer, Kreisgruppe Gießen. Auf die heutige Anzeige fei besonders aufmerksam gemacht.
Verfahrens auferlegt. _ ,,.
In der Urteilsbegründung führte das Gericht aus, daß mit aller Schärfe gegen derartige Kraftfahrer, die im Bewußtsein ihrer überragenden Kraft durch den Verkehr rasen, vorgegangen werden muß.
Oberhessen.
30 Jahre im Licher Schuldienst.
beeren 40 bis 45, Birnen 10 bis 25 Zw-t,ch-n 10 bis 12, Nüsse 35 bis 45, lunge Hahne 80 bis 90, Suppenhühner 70, Gänse 80 bis 85, Enten 80, Tauben das Stück 50 bis 55, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 5 bis 12, Salatgurken 5 bis 20 E-nrnach-
wollen uns dieses Modell (ehe es wieder verfchwin- det) recht gut ansehen und wollen unsere Manner- hüte sich daran ein vollendetes Vorbild nehmen lassen.
Aus parteiamtlichenBekanntmachungen
Ortsgruppe Gießen-Nord des Dolkswohlfahrt gibt bekannt,
_I'aaeskalender f ü r Samstag: NSG. Kraft durch Freude" 17 bis 19 Uhr Leichtathletik auf dem Universitätssportplatz am Kugelberg. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: "Aniphitryon .
— Taqeskalender für Sonntag: NSG. Kraft durch Freude": 8 bis 9 Uhr und 9 bis 10 Uhr Tennis auf den Städtischen Tennisplätzen am Schützenhaus. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. „Amphitryon". - Schulerkreis von Clare Schlesier-Altmann: 10.30 Uhr Bach-Handel-Feier,
Goethestraße 63. — 76. Reserve-Division: 7. Dwi- sionstaa. 9 Uhr am Denkmal (Landgraf-Philipp- Platz) Gedenkfeier für die Gefallenen.
Amtes für V o l k s w o hl f ahr t gibt oeranni, daß diejenigen Volksgenossen, die das Winterhilfswerk in Anspruch nehmen müssen, ihren entsprechen- den Antrag in letzter Frist heute abend m der Zeit von 19 bis 22 Uhr tn der Geschäftsstelle einzureichen haben. Später eingehende Anträge kon- nen nicht mehr berücksichtigt werden.
Auch die Ortsgruppe Gl eß en-Ost der NSV. macht darauf aufmerksam, daß notleidende Volksgenossen, die durch das Winterhilfswerk 1935/36 unterstützt zu werden wünschen und einen dement- sprechenden Antrag noch nicht gestellt haben, bis zum 1. Oktober in der Geschäftsstelle, Kal erallee 52, werktags von 17 bis 19 Uhr, vorsprechen sollen. Belege über Arbeitsverdienst, Unterstützungen, Menten und Mieten sind mitzubrignen.
* * Silberne Hochzeit. Am morgigen Sonntag, 29. September, können der Postsekretär Karl Rau und Frau Anna, geborene Speyer, Liebig- straße 105 wohnhaft, das Fest der Silbernen Hochzeit begehen.
* * Rindviehmarkt in Gießen. Am nächsten Dienstag findet in Gießen Rindoieh-(Nutzvieh-) Markt statt. (Siehe heutige Bekanntmachung.)
* * Lieferungsvergebung. Das städtische Hoch- und Tiefbauamt schreibt in unserem heutigen Anzeigenteil di? Lieferung von einem Waggon Ka- nalgußmaterial für den städtischen Kanalbetrieb aus. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.
* * Der Wochenmarkt beginnt vom nächsten Dienstag ab um 8 Uhr und endet um 14 Uhr.
** Straßensperre. Wegen Ausführung von Kanalbauarbeiten wird der Feldweg unterhalb des Philosophenwaldes vom nächsten Querweg südlich des Philosophenwaldes bis zum Philosophenweg vom 27. September ab auf die Dauer von drei Wochen für den gesamten Fahrzeugverkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umlei- tungsschilder sind zu beachten.
Amtsgericht Gießen.
z A l t e n - B u ( e ck , 27. Sept. Bei der gestrigen Obstversteigerung der Gemeinde und der Freiherri. v. Räbenauschen Gärten wurden verhäü- nisrnäßig hohe Preise erzielt. Obwohl m Anbetracht des knappen Behanges die Zahl der auswärtigen Käufer in diesem Jahr l-hr gering war, stellte der Preis der Tafeläpfel auf 8 bis 10 Mark, Wirt chaftsäpfel 6 bis 8 Mark, Zwetfchen 5 bis 6 Mark pro Zentner. Die zur Zeit in vollem Gonge befindliche Kartoffelernte verspricht em gutes Durchschnittsergebnis. . . .
yÖd II ar, 27. Sept. Dieser Tage fand tn Der „Bergschenke" eine Versammlung des Bezirks Lollar und der Arbeitsgemeinschaft „Volksschule des NSLB. statt. Der Bezirksvorsitzende Lehrer Emmel (Staufenberg), gab zunächst verschiedene Mitteilungen bekannt. Anschließend wurde tue Arbeitsgemeinschaft „Volksschule" von ihrem Setter, Lehrer Eberle (Lollar), eröffnet. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Lehrer Henkel (Daubrm- gen), über „Ortsgeschichte", der sehr interessant wat und beifällig ausgenommen wurde. — Am 26. W tember vollendete Frau Margarethe Fuchs Wwc., geb. Schlapp, ihr 7 0. Lebensjahr.
* Hattenrod, 27. Sept. Alter Sitte folgend wurde um Michaelis (29. September) in unserer Gemeinde stets das K i r ch w e i h f e st gefeiert In Diesem Jahre fällt diese F e i e r w e g. Der Grund । folgender: In unserem kleinen Dorfe hat im Lauft der jetzt zu Ende gehenden neun Monate des Jaym 1935 der Tod eine große Ernte gehalten. Elf ®er ft o r b e n e mußten begraben werden in einer meinbe von etwas über 400 Seelen. Da sind (w den Häusern, aus denen die Dahingeschiedenen M Friedhof getragen werden mußten, noch viele po milien aus dem Verwandtenkreis in Trauer verles'- worden, so daß erklärlicherweise keine Lust zur RH" mesfeier vorhanden ist.
* Ettingshausen, 27. Sept. Die otta ßenherstellungsarbeiten in unserer naye- ren Umgegend (Grünberg—Mücke und ®rünberg-~ Londorf) haben für unsere Steinbrüche v i eu Arbeit geschaffen. Vom frühen Morgen bis jujj späten Abend holen Kraftlastwagen die Steine Y" ab und fahren sie zu den Baustellen. Daß boDura auch eine größere Anzahl Volksgenossen lohnet Arbeit fand, ist besonders erfreulich.
D Grüningen, 27.Sevt. Die NS.-Fraue m schäft kochte im Laufe dieser Woche z w e i K e> sei Honig für das W i n t e r h i l f s w el , Die Gemeinde stellte die Birnen ünd Zvrelscy. zur Verfügung. Eine beträchtliche Menge> Ho l konnte der Kreisführung des WHW. zum «bno • bereitgestellt werden. — Unser Turnverein v*' am Sonntag Jein diesjähriges A b turnen Nachmittags bewegte sich ein stattlicher FostZ"^ ter Vorantritt einer Musikkapelle durch die v straßen. In der Turnhalle folgte dann das Tur,- wobei beachtenswerte Leistungen gezeigt wUA\ Am Abend versammelten sich die Turner
fcor« itnh zurück Dieser wartet ht Grünberg d°?4g a^Mch-n °b und erreicht nicht mehr den Ansthluß an den 14.26 non L i ch nach Grehen aebenden Zug der Strecke G-lnhaus-n-Gi-ben, jo
UwMen °n.standensmd,^i° wnntedch guten Willen zeigte. Das Tempo des Zuges brauchte ^Ür etwas b-fchieunigt zu werden,. »nb ber tangere Lakvmatwe Waste" nimmt mü&te ®“
N'.S»L -*£ “KÄ» halt ben die Lokomotive von 1^0 ^hr ab wieder dort hat, ehe der Zug nach Butzbach, vei» teriäbrt könnte der Wasseroorrat ergänzt werten. Dann müßte das notwendige Rangieren auf dm Bahnhöfen bei der Hinfahrt nach Grunberg so vor- bereitet sein bah es bei der Rückfahrt mcht tang. aufhält Das ist möglich, da der Zug eben m Ortu b°/g über eineinhalb Stunden Aufenthalt hat. Wo ein Wille ist, da ist auch ein ffieg. .
Das gilt auch von der Herabsetzung oer Preise. Es war bei der letzten Hauptversammlung in Buüback zugesagt worden, eine Prüfung der Prelle zu veranstalten. Für e l f K i l o m e t e r wer- den hier noch 7 0 Pfennig bezahlt, für k na pp neun Kilometer 60 P f.e n n i g ! Ganz besonders warten aber die Schuler unb A r ü “'S -»ä
^Lg7ben^w°'r?en/"da ‘
L ArbLlr,"'^°taPüber In be/w W t acken und warm zur Arbeitsstätte kommt. Den Rückweg kann er schon eher zu Fuß machen, weil er ja dann nach Hause und an den warmen Ofen kommt. Es ist auch g°r nicht °mzufehen, Eun^bie oben angeregte Einrichtung — auch dieser -öor fditaa war auf der Hauptversammlung gemacht Len und sollte geprüft werden - nicht verwirklicht werden konnte. Eisenbahn; u g und Kr ast wagen laufen fast unbesetzt von Lich bis Grünberg. Da müßte man doch dankbar sein, wenn man wenigstens -ine - »en« auch kleiner« — Einnahme täglich hatte, statt eines Leerlaufs IN mehr als einer Beziehung.
Zwei Autounfälle bei Schotten.
» S ch ° t t e n, 27. Sept. Gestern ereignete sich auf der Straße nach Götzen ein schwerer V er- f e b r s u n f a 11. Ein Lastkraftwagen, der für den Bau der Oberwaldstrahe schwer mit Steinen beladen war kam plötzlich von der Betondecke auf das weiche Bankett. Der Wagen, den der Chauffeur nicht mehr nnhnlten konnte stürzte die fünf Meter hohe Böschung hinab, wobei er sich überschlug. Während es dem ^Beifahrer Reinhard gelange aus dem Wagen zu springen ohne erhebliche Verletzungen zu erleiden o mutzte der Kraftwagenfuhrer Heinrich Kirchner, ebenfalls von hier, mit schweren mne- ren Verletzungen in das hiesige Krankenhaus gebracht werden. — Ein weiterer Auto Unfall er. eignete sich heute auf der Straße na ch R e b geshain. Ein Personenkraftwagen, ber mit Drei Personen besetzt war unb sich auf ber oon Dortmund nach Leipzig befand, genet plötzlich an einen Baum. Der Kraftwagenfuhrer hatte auf Den Zuruf seines Vaters plötzlich halten wollen wobei aber der Wagen ins Schleudern geriet.
wurden sämtlich verletzt. Der Wagen mußte, /chwer- beschädigt, abgeschleppt werden.
Mittelrheinische Chirurgentagung in Gießen.
Die Mittelrheinische Chirurgen-DereiniNng halt unter dem Vorsitz von Prof. Dr. A. W.
(Gießen) in der Zeit vom 27. bis 29. September in Gießen eine Tagung ab, auf deren Tagesordnung etwa 40 Vorträge über Fachthemen stehen. Das Hauptreferat über „Die diagnostische Bewertung der Rückenschmerzen" wird von dem Chirurgen Pros Dr. Ni essen (Frankfurt a. M^) und dem Gynäkologen Prof. Dr. v. I a f At e (Qiefeen) ge- halten. Im Anschluß an die offizielle Tagung findet ein Besuch Bad-Nauheims statt.
Vorhang aus!
Lrtte Spielwoche der Mnlerspielzett 1935/36 ' F im Sladtlhealer.
Aus dem Büro des Gießener Stadttheaters wird uns geschrieben:
Die Winterspielzeit 1935/36 beginnt am Dienstag, 1. Oktober, 20 Uhr mit einer Neuinszenierung des Schauspiels „Der Prinz von Homburg' von Heinrich von Kleist; die Spielleitung führt der Intendant. Den weihevollen Auftakt des Abends bringt die Ouvertüre zu „(Soriolan" von Beethoven, gespielt vom Städtischen Orchester unter Leitung von Kapellmeister Paul Walter. Dann wird Jrcken- bant Hermann S ch u l tz e - G r i e s h e i m das Wort ergreifen zu einer kurzen Ansprache. Anschließend als Festoorstellung Kleists „Prinz von Homburg Ende nach 23 Uhr. Der Eröffnungsabend ist zugleich die 1. Vorstellung im Dienstagsabonnement.
Am Mittwoch, 2. Oktober, bringt der Spielplan die Erstausführung des köstlichen Lustspiels: „Hau — ruck" von Paul Vulpius und Ralph Arthur Roberts. Der fröhliche Arbeitsruf „Hau — ruck wird zum Motiv einer heiteren und draufgangen- schen Zeitkomödie. Spielleitung hat Kurt Lupke. Die Vorstellung beginnt 19.30 Uhr und ist die 1. Vorstellung im Mittwochabonnement. EUde 21.45 ^Mit Spannung wird in Gießen am Freitag, '4. Oktober, die erste Opernaufführung des neugegründeten eigenen Opernensembles erwartet. Die Sängerinnen und Sänger stellen sich in Mozarts komischer Oper: „Cosi fan tutte" erstmalig dem Gießener Publikum vor. Die musikalische Leitung hat Kapellmeister Paul Walter, während die Spielleitung bei Paul Wrede liegt. Der Opern- abend dauert von 20 bis 22.30 Uhr und eröffnet als 1. Vorstellung im Freitagsabonnement die Dor-
-/. Lich, 27.Sept. Am nächsten Dienstag, 2. Ok- tober, sind es dreißig Jahre her, daß der von dem damaligen Patron, Fürst Karl zu Solms-Hohen- solms-Lich, präsentierte und von ber Regierung bestätigte Lehrer Ludwig Erb im Dienst der Licher Volksschule steht. Durch sein hervorragendes pädagogisches Talent, sein gründliches Wissen, seine Verbundenheit mit seiner Vaterstadt und seinen Mitarbeitern hat er sich in diesen drei Jahrzehnten um die Förderung des hiesigen Schul- wesens große Verdienste erworben.
Nach Der Pensionierung des im Jahr 1926 verstorbenen Rektors Christian Roth wurde Lehrer E r b in demselben Jahre zum Rektor an der Licher Schule ernannt und steht diesem Amt in vorbildlicher Treue und unermüdlichem Wirken vor. In vielen Ehrenämtern, in die er durch das Vertrauen seiner Behörde und seiner Mitbürger berufen wurde, hat er seine Zeit, Kraft und Gaben in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. So gehört er seit 1919 dem Stadtvorstand an und hat in manchem Ausstoß zum Wohl der Gemeinde selbstlos mitgearbeitet. Im Jahr 1913 wurde er in die
Das Theater rüst!
Aufruf des Oberbürgermeisters an die Bürgerschaft!
Gießener Bürger!
wer vor dem schönen Bau des Stadttheaters sieht, kann die mahnende lleber- Lin Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns"
hüten Mehr und mehr hebt sich schars umrissen die besondere Ausgabe ab, die in einer 5eif des Wiederaufbaus deutscher Kulturpolitik besonders dem Theater zusallt:
Mittler und Träger unseres Kulturlebens zu se.n
Das neue Deutschland verlangt von jedem Theater, das (Bebantenguf national- ioiiatisiischcr Weltanschauung in den unvergänglichen Werken unserer Dichter und Komvonisien zu pflegen, aber auch in enger Anlehnung an die Gegenwart neuen unb iunaen Dichtern ben weg zum Volke zu bereiten. Das Stabttheater Giehen wenbet K9in bÄa.tuug seines Spielp.ans getreu ber Parole: „Lin Denkmal bürger- liehen Gemeinsinns- an alle deutschen Volksgenossen.
cebenbiaes Theater aus beutschem Geist können wir aber nur sein.wenn die Grundlage solch verantwortungsbewuhter Pflicht durch einen grohen fixeis i f Theaterbesucher geschaffen wird. Viele gehören bereits zu uns, aber nod) mancher sieht fern. Wenn das Theater Pflichten hat gegenüber Volk und Staat, dann hat es auch das Recht, von jedem Bürger die Unterstühung zu fordern, der es zur Durch- führung seines Kulturprogramms unbedingt bedarf.
Möge die Giehener Bevölkerung ihrer Pf licht nachkommen durch einmütiges Bekenntnis zu ihrem Theater, zum Theater ihrer Vater -und Heimatstadt
Gießen.
richte daber an alle Gießener Einwohner den mahnenden Rus und die heriliche Bitt°: Z e der Volksgenosse beweise durch seine Anteilnahme am Theatcrleben s r o h e B e j a h u n g und den willen zum endgültigen Wiederaufbau deutscher Kultur, werdet regelmäßige Theaterbesucher durch Lr- Werbung eines festen Abonnements oder eines Wahlabonnements bzw. durch die Mitgliedjchast der RS.-Kulturgemeinde (Ring „Deutsche Buhne )!
Gießen muh der kulturelle Mittelpunkt der Provinz Oberhessen bleiben, weit über unsere Stadt hinaus muh die Kunde bringen vom Sladtlhealer Giehen.
Alle müssen mithelsen!
Dir brauchen jeden!
Zeder Gießener Bürger für sein Theater!
Dann wird das Stadttheater Gießen wieder wie vor mehr als einem Viertel- i h h „Ein Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns!
Ritter, Oberbürgermeister.
Der Angeklagte A. E. D. in Gießen fuhr am 13. April mit einem Lastkraftwagen Die Marburger Straße in Richtung Stadt in übermäßiger Geschwin» digkeit unb ohne die rechte Straßenseite einzuhalten, so daß ber Wagen schleuderte und ein ihm entgegenkommender Personenkraftwagen, ber die rechte Straßenseite in seiner Fahrtrichtung befuhr, noch weiter nach rechts gedrängt wurde und dadurch auf einen auf dieser Seite stehenden Holzwagen auffuhr. Durch Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen erhielt der Angeklagte eine Geldstrafe von 25Mark, Hilfsweise 5 Tage Hast, auferlegt.
Zn der auf seinen Einspruch gestern geführten Hauptverhandlung gab der Angeklagte zu, ca. 50 Kilometer Fahrtgeschwindigkeit gehabt zu haben. Das Gericht verurteilte den Angeklagten an Stelle der im Strafbefehl ausgesprochenen Strafe zu vierzig Mark Geldstrafe, die im Nichtzahlungs- igememve jji uh |ic l uueiyuuyi ihwi;u«uu|iuhIMu1( falle mit acht Tagen Haft zu verbüßen ist. Außer-'haben wir nur einen Zug von Lich nach Gruw
stellungen des Freitags. .
Samstag, 5. Oktober, unb Montag, Oktober, finden jeweils von 20 bis 22.30 Uhr die ersten , hj ... toaiaraurien o ui» w, ^uunuur
Wieberholungen des Schauspiels: -'^er Prinz von I . .. n Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi Homburg" statt als geschlossene Borstellungen fu g • Sellerie 10 bis 40, Rettich
SSBÄÄtt -sttt*«*.**•*•* langen findet kein Kartenverkauf statt. vornollzen.
Sonntag, 6. Oktober, kommt vormittags 11 Uhr als 1. geschlossene Vorstellung für die HI. und BDM. eine Wiederholung des „Prinzen von Homburg" zur Aufführung. Abends findet in Anwesenheit des Dichters die erste Uraufführung dieser Spielzeit statt. Im Hinblick auf die Feier des Tages als Erntedankfest kommt unter ber Spielleitung von Intendant Schultze-Griesheim das lustige Volksstück „Holzappel" des hessischen Dichters H. A. Weber zur Uraufführung. Ein lebendiges Stück,' voll herzlichen Humors unb kräftiger Urwüchsigkeit, eine Handlung voll saftiger Lebensfülle und landschaftlicher Verbundenheit. Der schönste Dank der Stadt an bas Lanb zu Ehren bes Erntebank, festes. Spieldauer von 20 bis 22.15 Uhr.


