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Geschichten aus aller Welt

Kirchliche Nachrichten

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Der Dudelsack gilt heute als gälisches Musikinstru­ment schlechthin, ist eigentlich aber nur bei den Schotten wirklich zu fiaufe. Wie die Schotten zu dein Instrument gekommen sind, weiß man nicht ganz genau; daß sie cs von den Griechen, die den Dudelsack ebenfalls kannten, übernommen haben, 1 wohl kaum anzunehmen. Die Musik der Dudel- ackpfeise klingt nicht allen Ohren angenehm, sie hat aber in Britannien viele Anhänger, und der Major MacDonald, der beste Dudelsackpfeifer der Welt, ist in England kaum weniger bekannt als andere Vir­tuosen.

große Mühe, in die Nähe der Klippe zu kommen, bevor er ein Boot aussetzen kann.

WaswirdausdemMeridianvonGreenwich?

() Greenwich.

Wohl überall in der Welt ist Greenwich bekannt und aus leichtverständlichen Gründen berühmt. Denn mitten durch Grennwich verläuft der berühmte Zeitmeridian, der die absolute Zeit für Mitteleuropa

Das Einrichten eines der riesigen Scheinwerfer während eines nächtlichen Luftangriffs bei den Manövern der Luftwaffe in Mecklenburg. (Weltbild°M.)

Die Liebe und der Tod.

() Portsmouth.

Dor ein paar Tagen rourtie hier ein junger In­der in einem Armengrab beigesetzt. Er weilte vor fünf Jahren zu Studienzwecken in England, ver­liebte sich in eine Schwedin und fand auch keine Ruhe mehr, als er nach Indien zurückgekehrt war. Sein Vater verweigerte ihm jede Unterstüßung. Da ging er mit seinen letzten Ersparnissen nach Eng­land zurück, um das Mädchen seiner Liebe zu fin­den. Aber die Schwedin war längst in ihre Heimat zurückgekehrt, hungernd und ohne eine Unterkunft blieb der Inder so lange im Garten des Hauses, wo einst die Schwedin lebte, bis er zusammenbrach und kurz nach der Einlieferung in ein Hospital ver­starb.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Wer tanzt hilft der Luftfahrt

(h. k.) Schanghai.

Hier weist seit einiger Zeit die sonst so gestrenge chinesische Moral eine kleine Lücke auf: Man darf in ein paar großen Tanzsälen von Schanghai mo­derne Tänze tanzen! Diese Konzession an den Westen hat allerdings einen guten Grund. Denn jeder, der hier sein Tanzbein schwingt, muß eine Gebühr be­zahlen. Sie fällt zum größten Teil der chinesischen Luftfahrt zu.

Die chinesische Luftfahrt steckt nämlich noch in den Anfängen ihrer Entwicklung. Deshalb braucht sie besonders viel Geld. So hat es denn dieLiga für chinesische Luftfahrt" durchsetzen können, daß von den Vergnügungssüchtigen und Tanzwütigen Tanz ür Tanz etwas für die Luftfahrt getan wird, damit ich eines Tages Jung-China ebenso leicht und ele­gant in der Luft bewege, wie es die Tänzer jetzt auf dem Parkett tun.

Riesenprozetz um 25000 Luftpostbriefe.

(h. k.) Melbourne.

In Kürze wird vor dem Staatsgericht in Mel­bourne ein interessanter Massenprozeh ausgetragen werden. Als nämlich der Flieger Kingsford Smith vor einigen Monaten, wie wohl noch allseits erin­nerlich, mit seinem berühmtenKreuz des Südens" von Sidney nach Neuseeland startete, hatte er 30 000 Briefe in 21 Säcken verpackt an Bord. Zwar kam Smith an seinem Bestimmungsort an aber drei Tage zu spät und erst nach Ueberroinbung großer Lebensgefahren. Er hatte eine schwere Ha­varie hinter sich und entging nur durch einen Zu­fall dem Tode.

Um fein Flugzeug zu entlasten, hatte er viele der Postsäcke einfach über Bord geworfen. Die Zahl der oerlorengegangenen Briefschaften betrug 25 000 Einzelsendungen. Aber nicht nur die Philatelisten waren tiefbetrübt, weil ihnen die seltenen Marken dieses einzigartigen Fluges verlorengegangen waren, sondern es ergab sich auch, daß unter den 25 000 Briefen ein paar tausend Wertbriefe waren. Diese Wertbriefe muhten restlos ersetzt werden. Nun aber beginnen die Briefmarkensammler gleichfalls auf Schadensersatz zu klagen. Die bisher angemeldeten Ansprüche belaufen sich auf rund 100 000 Mark. Da lohnt es sich also schon für die australische Post-

verwaltung, einen Prozeß vor dem Staatsgericht durchzupauken.

Die selbstlose Witwe.

(k. m.) Tehera n.

Es ist noch gar nicht lange her, daß ein hier an» Ser Kaufmann in einen heftigen Streit mit dem elsvertreter einer großen amerikanischen Firma in Teheran geriet und in der Hitze der Auseinander­setzung seinen Widersacher erstach. Als diese Bluttat nun kürzlich vor Gericht gesühnt werden sollte, wurde der Messerheld nur zu einer geringen Strafe verurteilt. Aber die Witwe des Amerikaners erhob Einspruch und verlangte außerdem Schadensersatz. Man verhandelte hin und her, und schließlich erklärte sich die Regierung in Teheran bereit, 50 000 Dollar zu zahlen. Zum größten Erstaunen aller Beteiligten widersprach die Witwe des Getöteten:Das ist zu­viel", erklärte sie,mein Mann war keine 50 000 Dollar wert. 30 000 genügen vollkommen."

Die Regierung nahm dieseWertschätzung" nicht ungern zur Kenntnis. Sie stellte sich auf den Stand­punkt, die Witwe müsse es ja am besten wissen ...

Blutübertragung bei Elefanten.

(th) Philadelphia.

Vor kurzer Zeit wurde zum erstenmal ernstlich die Frage aufgeworfen, ob unter allen Umständen die Blutgruppengesetze, die beim Menschen gelten, auch bei Tieren maßgebend seien. Die Praxis scheint hier der Theorie vorgegriffen zu haben: im Staate Georgia wurde zum ersten Mal eine Bluttransfusion zwischen Elefanten vorgenommen. Eines der Tiere war bei einer Tigerdressur schwer verletzt worden. Ein Tierarzt wagte eine Transfusion, die auch er­staunlich gut gelang. Beide Elefanten verhielten sich sehr ruhig, gerade als wenn sie erkannt hätten, um was es hier ging.

DasKlavier für Kleinstwohnungen".

(rt) Kiew.

Zweifellos ist die trotz aller Beschänigungsver- suche nicht zu leugnende russische Wohnungsnot daran schuld, daß ein russischer Techniker jetzt eine ©itprre mit 23 Seiten erfand und ausbaute. Er versichert, dieses Instrument weise die gleiche Klang­fülle wie ein Klavier auf. In Kürze soll bereits das erste öffentliche Konzert auf diesemKlavier für Kleinstwohnungen" veranstaltet werden.

Die einsamsten Arbeiter Englands.

() London.

Soeben hat der FrachtdampferHesperus" den schottischen Hafen Oban verlassen, beladen mit Le­bensrnitteln, Kleidung, Post und Paketen für die fünf einsamsten Arbeiter Englands. Sein Ziel ist nämlich die weltverlassene Siol-Garm-Klippe, zwei See­meilen nördlich der Insel Coll an der Nordwestküste Schottlands, wo seit einigen Wochen fünf Arbeiter damit beschäftigt sind, einen neuen Leuchtturm mit Nebelsirenen für die in den dortigen Gewässern sehr mühsame und gefährliche Schiffahrt zu errichten. Diese fünf Arbeiter wohnen auf der Spitze der ge­nannten Klippe in einer Betonhütte, um die Tag und Nacht die Sturmfurien des Ozeans rafen, und sie sind Tag und Nacht, wie Bergsteiger durch lange und haltbare Seile miteinander verbunden, damit sie nicht von der Klipve geweht werden. Man hatte für diese gefährliche Arbeit fünf unverheiratete kräf­tige Männer ausgesucht, die an diesemjvb" min­destens ein halbes Jahr mitten in der Einsamkeit des Ozeans zu tun haben werden. Jeden Monat, einmal versorgt sie der DampferHesperus" mit dem notwendigen Lebensbedarf, hat aber jedesmal

Der Königspfeifer.

E. Z. Glasgow.

Der König von England empfing dieser Tage den Major John MacDonald und ernannte ihn zum Ehrendudelsackpfeifer. MacDonald hat auch den Prinzen von Wales vor einiger Zeit in der edlen Kunst des Dudelfackpfeifens unterrichtet, und der Prinz hat es auch in kurzer Zeit so weit gebracht, zum 70. Geburtstage seines Vaters einen Marsch für das sonderbare schottische Instrument tampo­nieren zu können.

beftimnü.

Jetzt aber, genau 50 Jahre, nachdem Greenwich als internationaler Meridian-Schnittpunkt ange­nommen wurde, werden in wissenschaftlichen Krei­sen Stimmen laut, die eine Verlegung des Obscr- vatoriums von Greenwich verlangen.

Greenwich liege zu nahe bei der Hauptstadt London. Der Rauch und der über jeder Stadt lastende Dunst sei so dicht, daß es immer schwieriger werde, einwandfreie astronomische Beobachtungen zu machen. Man müsse zu diesem Zweck einige Dutzend Kilometer weiter ins Land hineinziehen. Dort mag vielleicht die Sicht besser sein, der inter­nationale Meridian aber läßt sich beim besten Wil­len nicht dorthin verlegen. Man spricht nun davon, ein Observatorium an anderer Stelle zu bauen besondere Signaleinrichtungen mit den Beobachtungsanlagen von Greenwich zu Doch stoßen hier wissenschaftliche Not- und der Hang zur Tradition hart auf-

Dielebende Tote".

B. Kopenhagen.

Hier ereignete sich der seltene Fall, daß eine acht­zigjährige Frau starb, die bereits im Alter von vierzehn Jahren als verstorben ins Standesamts- regifter eingetragen worden war und es nur einem Zufall zu verdanken hatte, daß man sie nicht vop 66 Jahren bereits begrub. Frau Petrini Hansen war mit vierzehn Jahren schwer erkrankt, und eines Tages war sie tot, wenigstens nach Ansicht der Aerztc, die einen Totenschein ausstellten. Einen Tag vor der Beerdigung kam die Mutter des Mädchens auf den Gedanken, sich eine Locke vom Haar des Mädchens abzufchneioen und als Erinnerung auf­zubewahren. Sie ließ den Sara öffnen und begann, mit der Schere zu hantieren. Dabei hatte sie wahr­scheinlich die vermeintlich Leiche verletzt, die plötzlich die Augen aufschlug und sich aufrichtete. Das Mäd­chen war scheintot gewesen. Dem Arzt, der seiner­zeit den Totenschein ausgestellt hatte, konnten keine Vorwürfe gemacht werden, denn eine genaue Prü­fung des Sachverhalts ergab, daß er durchaus pflichtgemäß gehandelt und fick keine Fahrlässigkeit zu Schulden hatte kommen lassen.

Petrini Hansen lebte nach diesem furchtbaren Schock noch 66 Jahre. In ganz Dänemark war sie alslebende lote" bekannt. Im Gegensatz zu den meisten Geschichten von Scheintoten ist das Erleb- nis der Frau Hansen verbürgt. Die dänischen Zei­tungen haben dieser Tage an den merkwürdigen Fall erinnert.

FrankreichsältesterFährmann"-cineFran

(Z.) Varis.

Unmittelbar neben dem Kanal von Saint-Urbain hat man jetzt eine Frau begraben, die das Alter von genau 100 Jahren erreichte. Sie brachte ihr ganzes Dasein auf Fähren und Barken zu und ist tatsächlich der älteste Fährmann Frankreichs ge- wesen. Als sie Ihr Ende herannahen fühlte, äußerte sie als letzten Wunsch, noch einmal auf jene alte Fähre zu dürfen, die sie zuletzt geführt hatte. Kaum war sie hier angelangt, als der Tod ihrem Leben sein Ziel setzte.

Sie war nie in ihrem Leben krank und hatte auch in den gefährlichsten Sturmzeiten, als die Männer keinen Mut mehr hatten, die Fähre zu führen, die Transporte übernommen. Somit galt sie nicht nur als die älteste, sondern auch als die mutigste FrauFährmann".

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, 29. Sept. 15. Sonntag nach Trinitatis.

Gießen. Stadtkirche. 8 Uhr: Propst Knodt; 9.30: Konsistorialrat v. Fischer (Berlin); 11: Kinderkirche für die Markusgemeindc; Konsistorialrat v. Fischer (Berlin). Iohanneskirche. 8: Pfr. Ausfeld; zugleich Schluß-Christenlehre für die Neukonfirmierten der Johannesgemeinde; 9.30: Pfarrafsiftent Achau; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfarrafsiftent Z schau; 20: Bibelbefprechung im Johannesfaal; Pfr. Ausfeld. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Anthes; 10.45: Kinderkirche für die Luthergemeindc; Pfr. Anthes. petruskapelle. 9.30: Missionar Wal­ther. Saal der Heuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld. DJieferf. 9.30: Gottesdienst; 15: Bibelstunde; Missionar Wal- ther. Alten-vuseck. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst; Feier des hl. Abendmahls; 13: Christenlehre. Großen-vuseck. 10.30: Gottesdienst, 11.30: Beichte; hl. Abendmahl. Oppenrod. 8.15: Beichte; 8.30: Gottesdienst mit hl. Abendmahl. Steinbach. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst; Kollekte; anschließend hl. Abendmahl. Albach. 12'30: Gottesdienst; Kollekte. Annerod. 9.30: Gottesdienst. Rödgen. 10: Got- tesdienst. Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: letzte Christenlehre. Kirchberg. 10: Gottesdienst; 11: letzte Christenlehre für die weibliche Jugend. Collar. 13.30: Gottesdienst. Treis a. d. Lda. 9.30: Beichte; 10: Hauptgottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls: Kollekte für die Innere Mission; 13: Missionsstunde. ftlein-Cinöen. 9: Gottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls für die im mittleren Alter stehenden Gemeindemitglieder; anschließend Kinder­gottesdienst. Watzenborn-Steinberg. 10.30: Kin­dergottesdienst; 13: Hauptgottesdienst. Garben­teich. 10: Gottesdienst; anschließend Abendmahl. hausen. 13: Gottesdienst; anschließend Abendmahl. Cich. 10: Stiftsdechant Kahn; 11.15: Kindergottes- dienst. Hieber-Beffingen. 8.30: Stiftsbechant Kahn. Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesbienst; Er­öffnung ber Konfirmanbenzeit. Langsdorf. 11: Michaelis-Abendmahl für die Alten; 14: Kinder­gottesdienst; 20.15: Prebigtgottesbienst zur Eröffnung ber Konfirmanbenzeit. IHünjenberg. 10.30: Got- tesbienft (bie Feier bes hl. Abendmcchls ist auf ben 6. Oktober verschoben); 11.30: Christenlehre; nach­mittags Teilnahme am Gustav-Abolf-Fest in Nieder- Weisel; 20.30: Mäbchenabenb; Frl. .Lindeholz. Trais-Münzen berg. 8.30: Gottesbienst mit Christen­lehre. Hungen. 9.45: Gottesbienst; 14.30: Fest- gottesbienst bes Kreisverbanbcs ber Frauenhilfe. -- Langd. 10: Gottesbienst; anschließenb Kindergottes- dienst. Wirberg. 10: Festgottesbienst. Kirtorf. Ober-Gleen. 10: Festgottesbienst mit Feier bes hl. Abenbmahls anläßlich ber 2. Hauptversammlung bes Ev. Bunbes in Alsfelb; anschließend Kinbergottes- bienst. ___________________________

und doch wieder in einer aufdringlichen Art. Der Süden mit feiner Buntheit und harten Gegensätz­lichkeit mag hierfür eine Erklärung geben. Die ganze Spannung südlichen Lebens liegt über dieser Straße. Und mancher Blick, der hier zwischen glühenden Augen gewechselt wird, wird zum Vor­spiel eines ganzen Lebensromans. Denn es ist wahr, daß hier vielfach die ersten freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Geschlechtern geknüpft werden, die über kurz ober lang schon in sehr jun­gen Jahren ben Weg in bie Ehe vorbereiten.

Man läßt sich mit dem Strom der Menschen weitertreiben. Am Ende der Ramdla weitet sich der Hafen. Wie ein Sinnbild spanischer Lebens- beftimmung steigt hier bie Kolumbussäule empor, und der Entdecker, den Spanien als einen

ber Größten feiert, weist richtunggebend über das Meer, dem Spanien einst feine Weltmachtstellung verdankte. Die spanische Schlüsselstellung als Brücke nach dem sübamerikanischen Kontinent kommt auch heute noch in hohem Maße seinem Handel und Wandel zugute! Barcelona ist ein Beispiel dafür. Der Hafen, durch bie kilometerlange Mole gegen das Meer geschützt, ist eine moberne Anlage. Schiffe aller Nationen beleben bas Hafenbilb, und wer je den endlosen Zug der Lastwagen über ben Paseo b e Colon, die Hafenstraße, das Bollwerk gleich­sam von Barcelona, sah, kann ermessen, was Barcelona als Hafen- und Hanbelsstobt bebeutet. Die Entwicklung zur Hafen- unb Hanbelsstabt schuf in Barcelona eine Schicht bes sehr wohlhabenden, ja, bes reichen Bürgertums. Aber bas gleichzeitige Anwachsen Barcelonas zur Jnbustriestabt schuf gleichmäßig bie große Masse bes Proletariats, bas, wzial unvollkommen betreut, vielfach in die offenen Arme ber anarchistischen unb separatistischen Pro­vokateure lief. An sich hat Barcelona bie höchsten Löhne in ganz Spanien, es hat aber auch, was zur selben Zeit festgestellt werden muß, den hoch» st en Lebens st andard im ganzen Lande. Das Leben in Barcelona ist etwa doppelt so teuer wie in einer kleineren Stadt des Südens, und die Exi- stenzarenze liegt um fast 25 v. H. höher als in Oer Landeshauptstadt Madrid. So bleiben bie höhe­ren Löhne angesichts ber teuren Lebenshaltung im allgemeinen illusorisch.

Cs ist interessant, baß bie separatistischen Strömungen in Barcelona nicht nur von ber Arbeiterschaft getragen werben, bie vielfach in ber Einbilbung lebt, baß sie mehr zu arbeiten habe als die Arbeiter sonstwo in Spanien, bie sich vielfach diesen gegenüber völlig überlegen fühlt und ihren Kampf für ein autonomes Katalonien Barce­lona ist bie Hauptstabt bieses Kataloniens meist aus rein wirtschaftlich bebingten Erwägungen fuhrt. Auf ber anbern Seite beruft sich bas alteingesessene und wohlhabend gewordene katalanische Bürger­tum auf die kulturellen Sonderheiten dieses Ge­bietes, die unverkennbar sind, aber im wesentlichen in der Gesetzgebung schon ihre Verankerung unb Anerkennung gefunben haben.

Wieber einmal ist über Barcelona ber Knegs- zustanb verhängt worben, unb bie Militärstreifen, die regelmäßig hoch zu Roß mit schußbereitem Karabiner bie Straßen burchziehen, geben dieser sommerlich bunten und sommerlich heiteren Stadt ein merkwürdiges Gepräge. Während oer moderne Betrieb unaufhörlich wogt, während bie Großstadt Barcelona das Lied der Arbeit und der Geschaf» tigfeit intoniert, klingt es fast unglaublich, daß Barcelona nicht nur in politischer, sondern auch tn krimineller Hinsicht d i e u n r u bi g ft e St ad t Spaniens ist. Die Unzufriedenheit der breiten Massen ist gegen Madrid gerichtet, und es ist schon so, daß die Rivalität beider Städte Barcelona hat heute mehr Einwohner als die Metropole Madrid gerade in Barcelona einen tiefen MM- klang ausgelöst hat: nach der Niederwerfung des separatistischen Oktoberaufstandes wird bie politische Macht über Katalonien wieber von ber Zentral- regierung in Mabrid ausgeübt, eine Mahnayme, bie sich als bittere Notwendigkeit erwiesen bah Einstweilen bat sich allerdings Barcelona noch nicht in dieses Geschick fügen können.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 28. September.

Gießen. 16.30 und 19: Beichte.

Sonntag, 29. Sept. 16. Sonntag nach Pfingsten.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Meise; 8: Kommu­nion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pre­digt; 17.30: Andacht. Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. Lich. 10: Hochamt mit Predigt. Hlbba. 8.15: Hoch­amt mit Predigt. Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.

Montag, den 30. September.

Laubach. 7.30 Uhr: Messe.

Dienstag, den 1. .Oktober.

Gießen. 18 Uhr: Rosenkranzandacht.

Mittwoch, den 2. Oktober.

Gießen. 20 Uhr: Rosenkranzanbacht. Hungen. 6.15 Uhr: Messe.

Baptistengemeinde (Gartenstraße 13).

Sonntag, ben 29. September.

11 Uhr: Kinbergottesbienst; 20.30: Prediger Falk. Donnerstag, den 3. Oktober.

20.30 Uhr: Bibelbesprechung; Prediger Lotz.

Heuapostolische Gemeinden.

händelstraße 1 Ederstrahe 13.

Sonntag, den 29. September.

9.30 Uhr: Gottesdienste; 16: Gottesdienste.

Mittwoch, ben 2. Oktober.

20.30 Uhr: Gottesbienste.

Christliche Gemeinde (Zu den Mühten 2).

Sonntag, ben 29. September.

10 Uhr: Erbauungsstunde; 15) Erntedankfeier; 20.30: Evangelisation.

Dienstag, ben 1. Oktober.

20.30 Uhn Bibel- unb Gebetstunde.

Evangelische Stadtmission (Läberstraße 14).

Sonntag, 29. September.

8.30 Uhr: Morgen-Andacht; 9.45: Sonntags­schule; 20.30: Evangelisationsvortrag

Mittwoch, 2. Oktober.

20.30 Uhr: Bibelstunde.

Vessentlicher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur In dringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf leit* fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefov 2500.

Aerzte: Frl. Dr. Gürtler, Dr. Ge^er. Zahnarzt: Dr. Breuning.

Apotheke: Hirsch-Apotheke._______________