z.
5.
Botschasterbesuche bei Laval.
Italiens Forderungen für die Sitzung des DSlkerbundsrats.
Möglichkeit dazu gibt. Ferner wird es auch im Ausfuhrgeschäft unsere Aufgabe bleiben, alle übernommenen vertraglichen Verpflichtungen mit der größten Sorgfalt einzuhalten. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß die Anwendung dieser traditionellen kaufmännischen Grundsätze der Pflege des un-
Dle Beseitigung der Arbeitslosigkeit, so fuhr der Minister fort, ist ein Jlafj- rlel, das zum großen Teil schon erreicht ist. Line endgültige Behebung dieser 3Xot ist aber nur durch bevölkerungspolitische Maßnahmen möglich. Ohne Lösung der bevölkerungspolitischen Probleme keine wirkliche Dauerlüsung der Arbeitslosensrage? Es gilt, der erbgesunden Familie ihr Auskommen zu sichern und einen Lastenausgleich für sie herbeizuführen.
Schwangerschaftsunterbrechung aus oe- undheitlichen Gründen ist von der Begutachtung durch eine Aerztekommission abhängig gemacht worden. Damit ist der nationalsozialistische Staat eindeutig von der sozialen Indikation abgerückt.
Denn die Ellern nicht in der Lage sind, das Kind aufzuziehen, so muh die Volksgemeinschaft helfend einspringen. Die 31STL hat neben dem Dinterhllfswerk die Fürsorge für Mutter und Kind in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt.
3falien will die britischen «echte achten.
Eine Erklärung Mussolinis.
London, 28. Aug. (DNB. Fnnksprnch.) Der Sonderberichterstatter der „Daily Mail-, Ward vrice, meldet aus Vozen, dah Muffolinl ihm am Dienstag folgende Erklärung gegeben Haber Tiach dem Kabinettsrat am Mittwochnachmittag wird die italienische Regierung eine Erklärung veröffentlichen, in der sie ihre völlig« Bereitschaft bekanntgeben wird, alle Recht« des britischen Reiches zu achten, und mirch die sie jede Mutmaßung zerstören wird, daß Italien irgendwelche Pläne Hal, die britischen Jute» essen nachteilig sein würden.
Danach habe der italienische Botschafter den französischen Ministerpräsidenten wissen lassen, dah Baron Aloisi am 4. September einen genauen Bericht über die Beschuldigungen erstatten werde, die Italien gegen Abessinien vorzubringen habe. Er werde sich anschließend auf den Artikel 22 des Völkerbundspakles und insbesondere auf § 2 des Artikels 16 stützen, um den Ausschluß Abessiniens aus dem Völkerbund vorzuschlagen mit dem Hinweis, daß es seinen Verpflichtungen gegenüber dem Pakt nicht nachgekommen sei. Der italienische Vertreter werde außerdem den Beweis dafür erbringen, daß Abessinien die verschiedenen Abkommen mit Italien nicht geachtet habe. Der italienische Botschafter habe ferner mitgeteilt, daß Laval noch vor dem Zusammentritt des Völkerbundsrates eine Abschrift des italienischen Berichtes erhalten werde und dah auch der englischen Regierung eine Abschrift übermittelt werden solle. An diese Zugeständnisse gegenüber der französischen und der englischen Regierung habe der italienische Botschafter die Bedingung geknüpft, dah man es Abessinien nicht — wie seinerzeit Tkstna — erlaube, vor dem Völkerbundsrat seine Beschuldigungen gegenüber Italien vorzubringen. Der Botschafter habe in diesem Zusammenhang gleichzeitig auf die Verantwortlichkeiten hingewiesen, die der Völkerbundsrat übernehmen würde, wenn er irgendwelche Beschlüsse hinsichtlich des italienisch-abessinischen Streitfalles treffen sollte.
Der englische Botschafter, so schreibt das „Oeuvre- weiter, habe Laval lediglich rnlt- geleilt, dah seine Regierung sich streng an den Völkerbundspakt halten werde. Nachdem ihm die italienischen Forderungen mit- geleilt worden waren, habe der englische Botschafter im Namen seiner Regierung die Gegenforderung gestellt, dah Italien sich genau an die Beschlüsse halte, die der Völkerbundsrat gegebenenfalls treffen könnte.
„M a 11 n" hält es nach der Unterredung zwischen dem französischen Außenminister und dem englischen Botschafter in Paris nicht für ausgeschlossen, daß die englische Regierung trotz allem darauf bestehen werde, im Falle eines Ausbruches offener Feindseligkeiten zwischen Italien und Abessinien Sühnemaßnahmen zu fordern, selbst wenn es sich nur um eine reine moralische Verurteilung Italiens handeln sollte.
Das Blatt schließt sich aber einer solchen Auffassung nicht an, sondern sagt, man müsse in diesem Falle englischerseits mindestens den anderen Mächten das Recht lassen, die ganze Frage unter einem ganz anderen Gesichtspunkt zu betrachten.
Auherdem, so schreibt „Watin" weiter, fei die Durchführung wirtschaftlicher oder finanzieller Sühnemahnahmen heutzutage praktisch unmöglich, da vier große Länder außerhalb des Völ- kerbuudss ständen. Selbst wem» dis Sowjet-
Ziffer einzuholen und wesentlich zu übersteigen. Geht die Geburtenhäufigkeit noch weiter zurück, so muß die Volkszahl in allen Völkern mit niedriger Gebur- enziffer erst langsam, bann immer schneller ab- inten.
So erfreulich der Geburtenanstleg in Deutschland vom Iahre 1934 auch ist, so wissen wir doch, daß die Zunahme der Geburten im Jahre 1934 um 224 000, also um 23,4 v. h., auf besonders günstige Umstände zurückzuführen und trotzdem zur Erhaltung des Volksbestandes nicht ausreichend war. Die Abnahme der Geburten ist aber um fo bedenklicher, wenn die geborenen Kinder, im Durchschnitt gesehen, nicht immer eine erbliche und rassische Auslese darstellen, sondern zunehmend körperliche oder seelische Mängel aufweisen. Dieser Rückgang der Zahl und der Volkskraft kann nicht durch einzelne Gesetze aufgehallen werden!
Der Minister verwies bann auf bte Gewährung von E h e st a n b s b a r l e h e n, auf bas „Gesetz regen Mißbräuche bei ber Eheschließung unb ber Annahme an Kinbesstatt" unb bas „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses". Das letztere Ge- etz reiche sittlich über das Ziel ber christlichen Räch- tenliebe hinaus, bte sich nur mit ber jetzigen Gene- ration befasse. Ein gesichertes Rechtsverfahren verhüte bte irrtümliche ober mißbräuchliche Anwen- bung bes Gesetzes.
-Das „Gesetz gegen gefährliche Gewohnheits- und Sittlichkeitsverbrecher vom 24. November 1933" q)üöe bas beutfche Volk nicht nur vor Verbrechern, onbern bemale es auch vor biefen Verbrechen, m r beschäftigte sich ber Minister mit dem „Gesetz über bie Neubilbung beutschen Sauern- dem „Gesetz zur Regelung ber landwirt- Ä-chen Schulbverhältnisse^ unb bem „Reichs- ^bHofgesetz , bas ben Bauernstand als Quelle beut» $c" ?UtC5x kleiner Scholle festige. Eingehenb aS!? ?nn betr die Maßnahmen bar, bte
be,r M °“1 btc Ermöglichung d<r Gründung m j?rfunl)en Familie hinzielen, fo
j. B. die Berücksichtigung des Familienstandes in öen Steuergesetzen.
union solchen Maßnahmen zusilmmen sollte, fo dürfe man zu ihnen kein Vertrauen haben, denn um einige Rubel verkaufe man heutzutage
in Sowjetruhland seine eigene Mutter.
„Matin" hält es im übrigen nicht für ausge* schlossen, daß ber Dölkerbundsrat int Anschluß an ben Bericht bes italienischen Vertreters die Ent* senbung eines befonberen Untersuchungsausschusses nach Abessinien beantragen könnte.
„Figaro" glaubt nicht, daß Italien die Ausstoßung Abessiniens aus dem Völkerbund fordern werbe. Wenn der italienische Vertreter in feinem Bericht auf die Nichteinhaltung gewisser Verpflichtungen Hinweisen sollte, die Abessinien sowohl durch bie italienisch-abessinischen Abkommen, als auch durch ben Völkerbunbspakt übernommen habe, fo geschehe bas wohl in erster Linie, um das italienische Vorgehen in Abessinien zu rechtfertigen. Es stehe mit ziemlicher Sicherheit fest, baß bie übrigen Mitglieber bes V ö Iferbunbsrates sich weigern würden, einem solchen Antrag stattzugeben.
hinsichtlich der möglichen englischen Forderungen nach Sühnemaßnahmen gibt das Blatt eine bereits in der französischen presse zum Ausdruck gekommene Auffassung wieder, wonach sich die französische Regierung niemals einer solchen Forderung anschließen oder ihr zustimmen würde.
Es sei auch wahrscheinlich, daß der französische Mi. nifterpräfibent am Dienstag den englischen Votschaf* ter in Paris davon in Kenntnis gesetzt habe.
Heule Mnislerrat in Paris.
Paris, 27. Aug. (DNB.) Arn Mittwoch wird ein M i n i st e r r a t staltfinden, in bem vornehm* lich bie burch ben i t a l i e n i s ch - a b e s s i n i * schen Streitfall geschaffene Sage behandelt werden wird. Ministerpräsident unb Außenminister Laval wird sowohl über bte Pariser Dreier-Besprechungen, als auch über bie später geführten biplomattschen Derhanblungen, beren Ausklang bie letzten Unterrebungen Lavals mit ben Botschaftern Italiens unb Englanbs bilden, Bericht erstatten. Unter biefen Umftanben wirb ber Ministerrat auch bte Richtlinien für bie französische Aborbnung fefUegen, bie biefe bei ber Völkerbunbsratssitzung
IlaliensAnklage geaenAbessinien
L o n b o n, 28. August (DNB. Funkspruch). Der Berichterstatter ber „Daily Mail" in Rom melbet, bte Dokumente, bie Italien zur Sitzung bes Völkerbunbsrates am 4. September außer zahö reichen Silbern unb Photoaraphien vorlegen werbe, würben u. a. nach folgenden Gesichtspunkten ge- orbnet sein:
1. Verstöße Abessiniens gegen internationale Sen pslichtungen;
2. Sklaverei:
Große Manöver
in den franzöfischen Alpen.
Paris, 27.Aug. (DRV.) In ben französi- schen Alpen haben in bem Dreieck Grap-Laragne- Sisteron große Manöver begonnen, bie bis Zum 14. September anbauern werben. Die 27. In- fanteriebioifion wird für bie Hebungen auf volle Stärke ausgefüllt.
zu einem Gegner des Krieges, zumal feine Ver- > laste an wertvollstem Erbgut nicht durch Vorteile aus einem noch so günstigen Frieden ausgeglichen werden können.
Wenn Sie weiter sich vor Augen halten, baß bet Nationalsozialismus bie Ein- unb Anglieberung frember Dolksteile als eine Schwächung ber eigenen Volkskraft betrachten muß, so werben Sie erkennen, baß vieles von bem, was man uns bös. willig nachsagt, nicht stimmen kann.
Das deutsche Volk will nichts anderes als feinen
Bestand im Rahmen der anderen Völker behaupten und feinen Teil zur Weiterentwicklung menschlicher Kultur und Gesittung leisten.
Ich hoffe unb wünsche, daß ihre Derhanblungen und ihr Aufenthalt in Deutschland, meine verehrten Gäste aus bem Ausland, zu einem besseren Ser* stänbnis bes nationalsozialistischen Deutschlands beitragen werben, unb batz damit auch dieser Kongreß ein wertvoller Saustein zum erhabenen Friedensund Aufbauwerk unseres Führers Adolf Hitler sein wird. Den Kongreß erkläre ich hiermit für eröffnet.
Gruß an den Führer.
Berlin, 27. Aua. (DNS.) Professor Eugen Fischer, Präsident des Internationalen Kongresses^ für Bevölkerungswissenschaft, sandte an den Führer unb Reichskanzler folgenbes Se« grüßungstelegramm:
„Der in ber Aula ber Universität Berlin zur feierlichen Eröffnung burch Herrn Reichsminister Dk Frick versammelte Internationale Kongreß für Be- völkerungswissenschaft entbietet ehrerbietigen Gruß dem Führer unb Reichskanzler Abolf Hitler, besten weitblickenbe erb« und rassenhygienische Bevölkerungspolitik des beute schen Volkes Zukunft sichern wird."
Oer bevölkerungspolitische Aufbau im Dritten Reich
Neichsminister Or. Frick spricht zur Eröffnung des Internationalen Kongresses für Bevölkerungswiffenschast.
3m Auslände sieht man noch vielfach das Ste» rilisierungsgefetz als die einzige Waffe ber nationalsozialistischen Regierung im Kampfe gegen bie Erbkrankheiten an. Das ist nicht richtig. Vielmehr betrachtet bie nationalsozialistische Regierung bas Gesetz zur Verhütung erbkranken Nach- Wuchses nur als eine Art Notmaßnahme, bie zunächst einmal bie akuteGefahr bannen soll. Die Grundlage ber Erb- unb Rassenpflege im deutschen Volke wirb vielmehr in einer sorgfältigen Eheberatung gesucht werben müssen. Die Vorarbeiten auf biefent Gebiete finb soweit gebiehen, bah
von den neuerstandenen staatlichen Gesundheitsämtern die freiwillige Eheberatung bereits ausgeübt und eine gesetzliche Regelung dieser
Frage folgen wird.
Es ist uns ber Vorwurf gemacht worben, wir trieben einen befonberen Rassenkult unb verletzten durch unsere eugenischen Maßnahmen die Gebote christlicher Nächstenliebe. Wenn es jedoch nicht vermessen war, in die ursprüngliche Weltordnung derart einzugreifen, daß durch die Fortschritte ber Wissenschaft vielen Kranken ein langes Leben ermöglicht wirb, bas unter ben ursprünglichen Verhältnissen ihnen nicht zufallen würbe, kann es auch kein Unrecht sein, zu verhinbern, baß aus bieser ben Kranken vermittelten Wohltat eine Plage für bie Gesunben werbe.
Vergessen wir nicht, daß gerade die Gesündesten und Besten der Nationen in früher Jugend und ohne zur Fortpflanzung gekommen zu fein, ihr Leben auf den Schlachtfeldern haben taffen müssen, fo daß schon allein dadurch für die kranken und Schwachen ein erhöhtes Blaß der Fortpflanzungsmöglichkeit gegeben ist. Gerade diese Erkenntnis macht den Nationalsozialisten
Berlin, 27. August (DNB. Funkspruch). Der Reichs- unb Preußische Minister des Innern, Dr. Frick, eröffnete heute um 11 Uhr in ber Aula ber Universität ben Internationalen Kongreß für Sevölkerungswissenschaft, besten Schirmherr er ist. In seiner großen Rebe führte ber Minister u. a. aus:
Der Sevölkerungswissenschaft ist es zu banken, baß wir heute über bie Seroegung ber Sevölkerung in fast allen Staaten ber Welt ziemlich genau unterrichtet sind. Zwar finb bie Sterb lichkeits- Siiff ern ber Kulturnationen bank ben Fort- chritten ber mebizinischen Wissenschaft stark ge» unken, aber bafür haben sich wieber Die wichtigeren Geburtenziffern so oerminbert, baß viele Staaten sich ernhaft fragen müssen, ob sie ihren Seoölkerungsstanb überhaupt noch halten können.
Es ist selbstverständlich nicht zu verkennen, daß bei gleicher Entlohnung der Lebensstandard des kinderreichen in allen Schichten der Bevölkerung gegenüber dem der Junggesellen, kinderlosen und kinderarmen zurückgeblieben ist. hier ist es Aufgabe des Staates, einen
Ausgleich herbeizuführen.
Man glaubte bisher, burch Industrialisierung, durch Ueberschätzung ber Wirtschaft unb ber äußeren Macht ein Volk sichern zu können. Man förberte ben ungeheuren Zustrom in bie ©täbte unb füllte bie Lücken auf bem Lande fast in allen zivilisierten Staaten durch billige, oft atrbersr affige Arbeiter. Man wollte nicht verstehen, daß Fleiß unb Arbeit nutzlos sein müssen, wenn man sich nicht auf ber einen großen Linie rassischer Sevölke- rungspolitik zusammenfand. Welchen Sinn konnte eine Außenpolitik, eine Finanz- ober Wirtschaftspolitik haben, wenn bas Volk rassisch - darüber zerbrach?
Das nationalsozialisttsche Deutschland Hal gerade auf bevölkerungspolitischem Gebiet die größte Aktivität entwickelt und bereits unverkennbare Erfolge erzielt. Seit der Machtübernahme hat die Reichsregierung eine Reihe von Gesehen mit bevölkerungspolitischer Bedeutung erlassen.
Der Minister führte bann bre wesentlichsten Schöpfungen bes Dritten Reiches an, bie von bevölkerungspolitischer Bedeutung sind: so die Deutsche Arbeitsfront, das Reichsnährstandsgesetz, das Gesetz über den vorläufigen Aufbau des Handwerks, das Gesetz zur Ordnung ber Nationalen Arbeit unb ben Arbeitsbiene Der Minister fuhr barm fort: Die gegenwärtige Zusammensetzung und Entwicklung unseres Volkes muß S e f o r g n i s erregen. Das langsam vor sich gehende Absterben des Volkes wird zunächst noch durch bas Absin- ken der Sterbeziffer verschleiert. Die Men-
erläßlicken Vertrauensverhältnisses zwischen deutscher Lieferfirma und ausländischem Abnehmer dient.
Der Letter der Kommission für Mrtschastspolttik der ÄSDAP., Bernhard Köhler
hielt den Schlußvortrag über das Thema: „Neue Weltwirtschaft". Nach herzlichen Dankes» warten an Sir George Holden führte Semharb Köhler u. a. aus: Ist es nicht außerorbentlich aufschlußreich, baß bte Wirtschaftspolitik aller hochentwickelten Staaten sich gegen Störungen wehren muß, bie balb von kommunistischen Hetzern, balb von internationalen Finanzspekulanten ausgehen, unb baß biefe Störungen in allen Fällen bie Gesundung ber Völker unb ihrer Wirtschaften verhinbern?
Es ist heute Gemeingut aller einsichtigen Politiker und Wirkschasler in allen Völkern, bah eine neue Weltwirtschaft nur auf gefunden, in sich ausgewogenen, lebenskräftigen unb ihrer natürlichen Kaufkraft sicheren Volkswirtschaften aufgebaut werben kann.
Der Weg zu diesem Ziel ist allerdings noch lang. Um natürliche Kapitalbewegungen zwischen Völkern zu erreichen, ist es notwendig, zunächst einmal Warenbewegungen herzustellen. Diese sind die Voraussetzungen, nicht aber die Folgen von Kapitalbewegungen. Internationale Finanzoperationen, Währungsmanipulationen und ähnliche Mittel, insbesondere Pläne zur Kreditausweitung ober gar Krebitschöpfung können einen solchen neuen Warenaustausch nicht schaffen, erst ber Warenaustausch selbst schafft neue Krebitmög- lichkeiten.
Die Arbeilsschlacht bes deutschen Volkes hat bie einzige Möglichkeit verwirklicht, neues Gelb im Jnlanbe entstehen zu lassen, b. h. neue Kaufkraft unb neuen Krebit. Ebenso entstehen auch internationale Zahlungsmittel unb neue Kreditmöglichkeiten nur burch entschlossene Anbahnung bes Austausches neuer Arbeit.
Wir können unsere übernommenen Verpflichtungen , einlösen, sobalb man bie Leistungen unserer Arbeit ' als Zahlung annimmt. Jebenfalls wäre eine Steigerung unserer Ausfuhr biesem Zwecke ein sehr geeignetes Mittel, um in absehbarer Zeit , wieber zu natürlichen Kaufkraftverhältnissen in ber Welt zu kommen. Die Freiheit zur internationalen ' Leistung ist aber noch unterbunben; sie burch Arbeit . für ben Binnenmarkt zu ersetzen, ist grundsätzlich 1 denkbar. Das deutsche Volk wird jedenfalls Den beschrittenen Weg auch weitergehen und sich auch ' durch keine Ausfuhrschwierigkeiten hindern lassen, ‘ die Arbeit seiner Volksgenossen vorteilhaft für sich einzusetzen.
Die Erweiterung des internationalen Warenaustausches ist unter allen Umständen vordringlich, ' weil sie auch bie Aufgabe, bie alten Schulden zu , loern, der Lösung näherbringt. Darüber hinaus , aber würde sie die internationale Kaufkraft wie- j derherstellen unb nicht nur den Wohlstand, sondern
Paris, 28. Aug. (DNB.) Laval hatte am Dienstagvormittag eine Unterredung mit dem italienischen Botschafter. Am Nachmittagemp- fing er den englischen Botschafter, der zum ersten Male nach dem letzten englischen Ministerrat am Quai d'Orsoi vorsprach. Danach empfing Laval ein zweites Mal Den italienischen Botschafter in Parts. Die Besprechung dauerte etwa eine Stunde, lieber ben Inhalt wirb von beiden Seiten strenges Stillschweigen bewahrt.
Die Unterredungen stehen heute früh im Vordergrund des Interesses der französischen Presse. Während die meisten Blätter darauf Hinweisen, daß die beiden Botschafter bem französischen Regierungschef ben Standpunkt ihrer Regierungen bargelegt hätten, glaubt die gewöhnlich gut unterrichtete Außenpolitiken des „Oeuvre" nähere Einzelheiten über diese Unterredungen geben zu können.
chen, die jenen auch nur noch geringen Geburtenüberschuß über bie Sterbefälle ausmachen, finb entweder Greise, ober solche, für deren Unterhalt unb Sorge das schaffende Volk aufzukommen hat. Dabei befinden wir uns in absehrbarer Zeit an einem Wendepunkt der Statistik. In Kürze muß die Sterbeziffer vieler zivilisierter Völker, auch des unserigen, steil emporschnellen, um bann bie Geburten-
auch ben inneren Frieden ber Völker neu begründen. In diesem Zusammenhang erscheinen bie Störungen bes politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbaues der Völker durch kommunistische Propaganda und durch Währungsgefährdungen vaterlandsloser Finanzspekulanten besonders bedenklich.
Alle Völker, deren Wirtschaft unb Arbeit auf Leistung begründet ist, haben das vollste Interesse daran, den internationalen Parasiten das Handwerk zu legen.
Die deutsche Wirtschaftspolitik hat den Anfang gemacht mit einer autonomen Wiederauf» richtung der eigenen Wirtschaftskraft. Sie hätte vom ersten Tage an auch den Ausbau eniner neuen Weltwirtschaft den größten Dienst erweisen können, wenn die Länder, deren Rohstoffe wir zur Vervollkommnung des Güterumlaufes im eigenen Lande brauchen, entschlossen bie Eröffnung eines neuen Marktes für ihre Erzeugnisse ausgenutzt hätten. Wenn bie deutsche Wirtschaftspolitik freimütig bekennt, daß sie eine umfassende Belebung ihres eigenen Hansels wünscht, so ist sie in der Lage, für das, was sie erwartet, auch etwas zu bieten.
Mir kommen nicht als hilfesuchende. Die Zelten sind vorbei, in denen man dem deutschen Volke einreden konnte, es sei einseitig auf die Hilfe der Weltwirtschaft, oder auf die Gnade bes Weltkapitals angewiesen. Eine Weltwirtschaft, von ber wir etwas annehmen wollen, kann nur unter unserer freien Mitwirkung ge- bilbet sein.
Die Einmischung einer unerwünschten Internationale in die eigenen Angelegenheiten der Völker muß beendet werden. Gesunde Völker sind stark genug, aus eigener Kraft die Ordnung zu finden, die ihren arbeitenden Volksgenossen Recht unb Freiheit sichert. Der beutsche Arbeiter jebenfalls braucht keine Internationale mehr, denn er hat für alle Zeiten ein Vaterland gewonnen. Der Führer hat unter ber freubigen Zustimmung feines Volkes mehrfach betont, baß eine roürbige Lebenshaltung des beutschen Arbeiters zu ben Voraussetzungen gehört, die für ein glückliches unb sicheres Deutsches Reich bauernb zu schaffen finb. Wir brauchen für unsere Arbeit keine Theorien unb Systeme. Die Verantwortung für unser Volk unb ber Glaube an seine ungebrochenen Kräfte ist uns Leitstern genug.
Die Zelt der Systeme ist vorüber unb bie Zeit männlichen hanbelns ist angebrochen.
Die alte Weltwirtschaft ist zerbrochen, weil bie Völker ihr Recht vergessen hatten, für sich zu arbeiten unb weil sie ber Freiheit beraubt waren, ihre Leistungen auszutauschen. Die neue Weltwirt - schäft wirb im R e ch t a u f Arbeit unb in ber Freiheit zur Leistung begründet sein.
3. Barbarische Unterdrückung der schwarzen Völker unter abessinischer Herrschaft;
4. Mangel an Aufklärung in der Rechtsprechung» soweit sie nicht völlig fehlt;
5. Aeußerst tiefer Stand der Zivilisation, unb Zwar sogar unter den fortschrittlichsten Teilen der Bevölkerung.


