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beitsaericht Gießen, dessen Entwicklung er miterlebt und betreut hat, war er aufs engste verwachsen.

Oer Gießener Soldatentag 1935.

Obgleich der Soldatenbund Gießen, Arbeitsge­meinschaft der Gießener Soldatenkameradschaften, im Hinblick auf das in Kürze stattfindende Kyft- häusertreffen in Kassel von einer Einladung aus­wärtiger Militärvereine abgesehen hat, begegnet der Soldatentag am kommenden Sonntag auch in der weiteren Umgebung Gießens überraschend gro­ßem Interesse, so daß sich die Reichsbahn entschlos­sen hat, zu dieser Veranstaltung Sonntagsfahr­karten nach Gießen auszugeben.

Viele alte 80er, 168er, 105. ID., 115er, 116er, 116er Landwehr, 118er, 222er, 224er, Gardisten, Pioniere, Artilleristen, Kavalleristen, Mariner usw. wollen wieder einmal mit ihren Gießener Kame­raden zusammen sein, und keiner soll enttäuscht nach Hause gehen.

Der Festplatz, dieWaldeslust", im schattigen Walde und an grünen Wiesen gelegen, wird alt und jung neben den erhebenden Stunden eines Soldatentreffens Freuden der verschiedensten Art bringen. Ein ausgewähltes Konzert, ' am Abend Festbeleuchtung und großes Feuerwerk werden vielen noch lange in angenehmer Erinnerung sein.

Um allen Kameraden mit ihren Familien den Besuch zu ermöglichen, ist von einer Erhebung von Eintrittsgeld abgesehen worden. Für die Kinder haben die einzelnen Kameradschaften noch besondere Überraschungen in Aussicht gestellt.

In einem Rundschreiben des Soldaten­bundes Gießen an die angehörenden Kame­radschaften heißt es:

Zum Gießener Soldatentag 1935 wird zum er­stenmal das neue Zeichen unserer Arbeitsgemein­schaft in Erscheinung treten. Es ist nur für Mit­glieder bestimmt und gleichzeitig für diese das Fest­abzeichen. Es bedeutet nicht Zerstörung oder Aus­schaltung der bestehenden Kameradschaften und Bünde, sondern es zeigt die Symbole, die uns alle über die Grenzen der einzelnen Vereinigungen hin­weg verbinden und verpflichten: Frontkämp­ferkreuz, Stahl h-elm, Hakenkreuz.

Wenn uns alten Soldaten in dieser Zeit die Herzen wieder höher schlagen, weil der Führer und Kanzler des Reiches dem deutschen Volke die Wehr­haftigkeit und den völkischen Stolz wiedergab, dann sind wir uns dessen bewußt, daß unsere Toten nicht umsonst gefallen sind. Aus dem Gefühl des Dankes wollen wir auch an diesem Tage ihre Gräber schmücken helfen. Ein Teil des für die Abzeichen zu entrichtenden Betrages wird der Kriegsgräber- fürsorge überwiesen werden.

Wie im Soldatenleben, so liegt auch zum Gieße­ner Soldatentag Ernst und Fröhlichkeit dicht zu­sammen. Soldatische Treue, soldatische Kamerad­schaft und soldatiscker Wille zum Dienen sollen die Leitgedanken des Gießener Soldatentages ein. Auf Wiedersehen ihr alten Kameraden am Sonntag!

Auswärtige Kameraden, die den Marsch mit­machen wollen, reihen sich bei ihrem Regiment oder ihrer Waffe ein. Angetreten wird pünktlich 14 Uhr auf dem Brandplatz.

Schweres Gewitter über Gießen.

Die große Hitze, die in den letzten Tagen über dem Lande lag, führte nunmehr in der vergangenen Nacht zu Gewittern. Gegen 3 Uhr zog aus dem Westen eine breite Gewitterfront auf, die sich sehr rasch näherte. Während eines Zeitraumes von etwa 20 Minuten leuchtete ein Blitz nach dem anderen auf und verwandelte für Augenblicke die Nacht zum Tag. Heftige Donnerschläge folgten und rissen die Bevölkerung aus dem Schlaf. Mit dem Gewitter war ein heftiger Regen verbunden, der auf den Fel­dern einigen Schaden anrichtete und verschiedentlich den Roggen umlegte. In den Stromleitungen des Ueberlandwerkes, wie auch in verschiedenen Tele­phonleitungen ergaben sich einige Störungen, die aber rasch behoben werden konnten. Die Gewitter­front zog, wie es schien, kaum zwanzig Minuten später, und zwar ebenfalls unter heftigen Entladun­gen westlich wieder zurück. Die Gewittertätigkeit fand erst gegen 7 Uhr heute morgen ihren Abschluß und brachte noch einmal einen kräftigen Regen.

Vllheinschläge in Wieseck.

Gegen 3 Uhr schlug ein kalter Blitzstrahl in die Zigarrenfahrik von I. B. Noll ein, zerriß den Giebel des großen Fabrikbaues und viele Fensterscheiben, auch in der Nachbarschaft, gingen in Trümmer. Dächer und Mauerwerk auf, der Umgebung wurden ebenfalls bei dem gleichen Blitzschlag stark beschädigt. Der Blitz schlug ferner in die Stromleitung und rief eine empfindliche Störung hervor. Die Telephon­anlagen des ganzen Umkreises wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Ein zweiter Blitzschlag traf den großen eisernen Mast am Karussellplatz. Der in der Nähe befindliche Nachtwächter Weller wurde zu Boden geschleudert und blieb geraume Zeit wie betäubt liegen. Glücklicherweise erlitt er keinen ernsthaften Schaden.

Oie Furcht vor Gewittern.

Eingebildete und wirkliche Gefahren.

Lpd. Mit den heißen Tagen stellen sich als Be­gleiterscheinung vielfach Gewitter ein. Damit kommt für viel Leute eine schlimme Zeit. Sie fürchten sich vor Gewittern' und jeder Blitzstrahl und Donner» schlag fährt ihnen sozusagen durch Mark und Bein. Merkwürdigerweise ist bei diesen Leuten der grö­ßere Furchterreger der Donner, obwohl doch nicht er, sondern nur der Blitz Schaden anrichten kann.

Kindern kann man die Gewitterfurcht noch leich­ter abgewöhnen als älteren Leuten. Aus die Ge­sundheit ihrer Kinder bedachte Eltern sollten die Kinder schon von früher Jugend an auf das Sinn­lose der Gewitterfurcht aufmerksam machen.

Gegenüber den eingebildeten Gefahren bestehen freilich auch wirkliche. So ist man am meisten während eines Gewitters im Freien in Gefahr. Hier gift der alte Rat, sich nicht unter Bäume zu stellen und sich nicht in der Nähe größerer metalli­scher Gegenstände aufzuhalten. Wird man von einem Gewitter im Freien überrascht, so lege man sofort alleblitzanziehenden" Geräte, vor allem Hackvn, Sensen, Sicheln usw. weg. Man meide es auch» schnell zu laufen, wenn man von einem Ge­witter überrascht wird, denn schnelles Laufen er­höht die Gefahr. Unter Eichen, Weiden, Pappeln und Ulmen ist man besonders gefährdet, weniger unter Nadelhölzern und Birken, am wenigsten wer­den die Linden, auch die Birnbäume und Buchen vom Blitz getroffen. Ganz allgemein ist zu merken, daß Bäume, die auf feuchtem Boden stehen, die besten Antennen für das Einfangen des Blitzes bil­den. In solche Bäume schlägt der Blitz mit beson­derer Vorliebe ein. Man suche bei Gewitter lieber niedrige Baumgruppen auf, wo die Gefahr des Unterstehens kleiner ist, als bei großen, einzelnen Bäumen. Auch soll man während eines Gewitters sich nicht auf einem Heuboden oder in einer Scheune aufhalten.

Oie Arbeit -er NS.-Dolkswohlsahrt im Kreise Gießen.

Weite Teile der Bevölkerung stehen auf dem Standpunkt, daß die Arbeit der NS. Volkswohlfahrt ähnlich oder gleich der der früheren Wohlfahrts­vereine fei, die aus einem gewissen Humanitäts­gefühl heraus zumeist Kranke und Lebensuntüchtige unterstützten. Diese Meinung ist irrig; die NS. Volkswohlfahrt will etwas ganz anderes.

Der Nationalsozialismus ist fest verwurzelt in den Begriffen Volk und Raum, Blut und Ehre. Seine ganze Arbeit ist darauf eingestellt, die fchickfalshafte Bedeutung dieser Begriffe positiv für unser Vater­land auszuwerten. Ein Teil dieser Arbeit wird von der NS. Volkswohlfahrt geleistet.

Die wirtschaftlichen Verhältnisse, die die national­sozialistische Bewegung bei der Machtübernahme oorsand, und die sie erst nach jahrelangem Kampfe auf ein erträgliches Maß wird au-rücf führen können, waren doch fo, daß beste Bestandteile unseres Volkes verelendeten und verkamen, während asoziale Ele­mente und Rassefremde das Volk aussaugten und bei den früheren regierenden Herrschaften für ihre Belange stets ein offenes Ohr fanden.

hier seht nun die US. Volkswohlfahrt ein. Ihre Arbeit wird in verschiedenen Abteilungen be­wältigt: Wohlfahrt, RSV.-Dienststelle beim Amt für Volksgesundheit, Schadenverhütung, Schwesternschaft, Rechtsberatung, Mutter und Kind, Iugendwohlfahrt und Winterhilsswerk. Dadurch, daß die Arbeit fast ausschließlich ehrenamtlich geleistet wird, kommen die zur Verfügung stehenden Mittel restlos den zu be­treuenden Volksgenossen zugute.

Für heute seien aus dem reichen Arbeitsgebiet der NS. Volkswohlfahrt im Kreise Gießen zwei Ab­teilungen besonders herausgegriffen und in ihren Einzelheiten der Oeffentlichkeit unter­breitet.

In der

Iugendwohlfahrt

nimmt eine hervorragende Stelle die Kinder- landverfchickung ein. Durch sie werden er­holungsbedürftige Buben und Mädels gesunder Eltern, die sich in wirtschaftlicher Notlage befinden, für eine Reihe von Wochen aus den Städten und Industriezentren heraus in andere Gebietsteile unseres Vaterlandes verschickt, um dort Erholung und Stärkung zu finden.

Die Kinder werden nicht kaserniert untergebracht, sondern werden bei kinderliebenden Volksgenossen, die sich freiwillig hierzu zur Verfügung stellen, in Pflege gegeben.

3m 3ahre 1934 waren im kreise Gießen ins­gesamt 798 Kinder für vier bis sechs Wochen ausgenommen worden. 400 Kinder kamen aus Darmstadt, 78 aus dem Kreise Groß-Gerau und 320 Kinder aus dem hartbedrängten Saarland. 3m 3ahre 1935 sind bis heute 542 Kinder unter­gebracht worden;

und zwar 38 Sachfenkinder, 84 wieder aus dem Kreise Groß-Gerau und 420 Kinder aus dem west­fälischen Industriegebiet (Bottrop). Aus unserem Kreisgebiet kamen im Jahre 1934 148 und im Jahre 1935 bis jetzt 204 erholungsbedürftige Kinder zur Verschickung, die letzteren in die Kreise Wiesbaden und Alzey. Rührend sind die Briefe, die Kinder und Eltern geschrieben haben. So meint ein kleiner Knirps in einem Brief an feine Eltern:

Liebe Eltern und Geschwister!

Hier ist es sehr schön. Ich möchte gern hier blei­ben. Gestern war ich mit Tante und Onkel (die Pflegeeltern) in Darmstadt, da waren wir bei der Oma. Die haben einen großen Truthahn mit Jungen und viele Enten und Hühner. Da habe ich Zwetschen gegessen und Kaffee getrunken und sechs Mürbes gegessen. Dann sind wir nach Hause gelaufen. Da habe ich großen Hunger gehabt. Ich habe kein Heimweh. Viele Grüße an Mutter, Vater, Richard und Ernst.

Euer Hänschen.

In einem anderen Brief schreibt der kleine Gie­ßener:

... Mein Urlaub ist leider bald herum, und ich muß nächste Woche wieder heim. Wenn ich Ferien habe, fahre ich aber wieder nach Ar- heilgen ..."

Ein anderer Junge schreibt:

... Wir haben gestern im Garten viel Obst abgemacht und Bohnen, wobei ich helfen durfte. Heute mittag gehe ich wieder schwimmen. Ich bin

gesund und munter, ick bin glücklich und froh, wie der König Salomo, Der auf einem Baume faß und einen Korb voll Aepfel ..

Ein kleines Mädel ist sehr für die kulinarischen Genüsse. Es schreibt:

... Mir gefällt es sehr gut, ich möchte über­haupt nicht mehr fort. Am Dienstaa war ich mit Frau H. in D. Sachen eintaufen. Zuerst gingen wir in die Eisdiele und haben zu zwanzig Pfennig Eis gegessen, dann gingen wir ins (Safe und haben dort Torte gegessen und Kaffee getrunken. Es war sehr schön in D. ..."

Wundert es da einen, wenn dankbare Eltern, wenn ihre Kleinen wieder zu Hause sind, wie folgt schreiben:

... Was soll ich lange viel Worte machen, verehrte Familie E.; jedenfalls danken wir Ihnen aufrichtigen Herzens für all die schönen Dinge, mit denen Sie unser Töchterlein beschenkt haben ... Sie haben es auf alle Fälle verstanden, nicht nur zu überraschen, sondern auch Freude zu machen ... Damit hat für unser Mädel ihr erstes Reiseerleben seinen Abschluß gefunden. Von der Erinnerung wird sie noch lange zehren und der schönen Wochen in Ihrem gastfreundlichen Hause gedenken ..." Dieses kindliche Erleben und Freuen und die tiefe Dankbarkeit beglückter Eltern ist der beste Lohn für alle, die an diesem Werke mithelfen.

*

Zum Schluß mögen einige statistische Ziffern aus dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes 19 3 4/35 beweisen, was von dieser Abteilung geleistet worden ist.

Der Kreis Gießen umfaßt 80 politische Gemein­den mit 34 selbständigen Ortsgruppen der NSV., die Einwohnerzahl ist 105 000. In diesem Gebiet wurden durch das Winterhilfswerk zusätzlich betreut 3 610 Familien mit insgesamt 11560 Köpfen. Zur Verteilung wurden gebracht:

12 750 Zentner Steinkohlen

12 000 Brikett

3150 Kartoffeln

160 Fische

128 Hülsenfrüchte

88 Weizenmehl

74 Zucker

45 Nudeln

37 Marmelade

32 Fleischkonferven

25 Reis

4 000 Laib Brote.

Des weiteren:

11 380 Stück Lebensmittelgutfcheine

4 200 Käse

1800 Napfkuchen

2 670 Weihnachtspakete

1 328 Paar Schuhe.

Ferner Schmalz, Speck, Speiseöl, Dörrobst, Ge­müsekonserven, Graupen, Gries, Grünkern, Hafer­flocken, Gerste und unzählige Bekleidungsstücke (75 Männeranzüge, 86 Mäntel, 1090 Hofen, 300 Woll­joppen, 668 Hemden, 604 Frauenkleider, ferner Unterzeug, Schürzen, Strümpfe, Kinderzeug, für die Säuglinge Hunderte von Hemdchen, Kleidchen, Jäckchen, 604 Frauenkleider usw. usw.).

Die Ermittlung und Betreuung dieser Hilfs­bedürftigen wurde von 525 Amtswaltern der NSV. durchgeführt, denen 640 gelegentliche Helfer zur Seite traten.

Bedenkt man, daß neben dieser Arbeit noch eine ganze Reihe von Sammlungen, darunter auch die Eintopfsammlungen von diesen Helfern durchzuführen waren, so kann man sich unge­fähr ein Bild von der Arbeit machen, die hier aus reinstem 3dealismus für unser Volk, das wir aus unverschuldeter Rot in bessere Zeiten führen wollen, geleistet wurde.

Wenn darum die NS. Volkswohlfahrt auch in unserem Kreisgebiet in diesen Tagen die Werbe­trommel rührt, um alle diejenigen noch in ihre Reihen aufzunehmen, die noch abseits stehen, so kann sie bas mit dem Recht echter Leistung tun.

Aus den oben genannten Zahlen aber erwächst die Pflicht, für jeden deutschen Volksgenossen, der in Brot und Arbeit steht, dieser Gliederung unserer Bewegung beizutreten und sein Sckerflem dazu­zugeben, damit wir in der Lage sind, die segens­reiche Arbeit der NS. Dolkswohlfahrt so durchzu­führen, wie wir es uns wünschen.

Darum, Volksgenosse, tritt ein in die Rational­sozialistische Volkswohlfahrt!

Vom Blitz Getroffene sind entweder sofort tot ober schwer betäubt. Liegt nur Bewußtlosigkeit vor, so müssen sofort Atmungs- unb Wieberbelebungs- versuche vorgenommen werben, ähnlich wie bas bei aus bem Wasser gezogenen Personen ober beim Sonnenstich geschieht, falls bie Atmung aufgehört hat.

lleberstunden

im Maler- und Weißbinderhandwerk.

Die Gaubetriebsgemeinschaft Hand­werk teilt mit:

Wir haben in der letzten Zeit vielfach feststellen können, daß im Maler- unb Weißbinber- gewerbe abenbs unb selbst Samstags bis in ben späten Nachmittag hinein entgegen ben gesetzlichen Bestimmungen ber Arbeitszeitverorbnung lieber» ftunben geleistet werben. Solche Mehrarbeit bebeu» tet eine Sabotierung bes Regierungswillens in ihrem Kampfe gegen bie Arbeitslosigkeit. An Stelle von Ueberftunben haben Neueinstellungen von Ar­beitskräften zu erfolgen.

Wir haben weiter festftellen können, baß ber Grunb für bie Mehrarbeit bar in liegt, baß bie Hausbesitzer bzw. Auftraggeber ben Meistern zu kurzfristige Termine für bie Fertigstellung ber Ar­beit gewähren unb baß bie Meister biefe Arbeiten ausführen auch in biefer kurzen Zeit, ba sie befürch­ten, sonst bie Aufträge zu verlieren.

Wir roenben uns baher an alle Hausbesitzer, mit ber Bitte, uns in unserem Kampf gegen bie uner­laubte Mehrarbeit zu unterstützen unb bei ber Ver­gebung von Arbeiten bie Termine nicht zu kurz zu setzen. Im übrigen bitten wir bie Bevölkerung, bei Kenntnis unerlaubter Mehrarbeit uns Nach­richt zu geben, bamit Untersuchung unb evtl. An­zeige erfolgen kann.

Daten für den 29. Juni.

1557: ber Maler Peter Paul Rubens in Siegen in Westfalen geboren (gestorben 1646). 1798: Willibald Alexis in Breslau geboren (gestorben 1874). 1831: ber Staatsmann Karl Freiherr vom unb zum Stein in Kappenberg in Westfalen

gestorben (geboren 1757). 1873: ber Afrika­forscher unb Kulturphilosoph Leo Frobenius in Berlin geboren. 1882: ber Reichsarbeitsminister Franz Selbte, Grünber unb Bunbesführer bes Stahlhelms, in Magbeburg geboren. 1933: Walter DarrS wirb Reichsernährungsminister. Dr. Kurt Schmitt Reichswirtschaftsminister.

Obsteffen ist gesund.

LPD. Wenn auch in Deutschlanb bie Obstkuren immer mehr Beifall finben, so geschieht bies boch lange nicht in bem Maße, wie es sein sollte unb wie es namentlich in Amerika unb Englanb ber Fall ist, wo bas Obst in ben verschiebensten For­men, vesonbers als Fruchtsaft unb Marmelabe, ge­nossen wirb. Dem Obst kommt als Heilfaktor ein hervorragenber Platz in ber Lebensweise bes Men­schen zu, ba jebe Obstart infolge ihrer vielerlei Nährsalze, Säuren unb Zuckergehalte erheblich ge- sunbheitsförbernb ist.

Der große Wassergehalt bes Obstes läßt den Obst- genuß wegen seiner burstlöschenben Wirkung ge­rade zur Sommerzeit als besonders vorteilhaft er­scheinen, zumal damit gleichzeitig eine gründliche Durchspülung der Jnnenorgane des Körpers, ins­besondere der Nieren, einhergeht. Erquickend unb gleichzeitig bie Verbauung fördernb, gehören bie Kirschen neben ber Erbbeere jetzt zu ben wohl- schmeckenbsten unb begehrtesten Genüssen. Ob roh, gekocht, geschmort als Kirschensäppe unb Kirschen­kuchen ober mit Zucker eingemacht als Kirschenmus unb Kirschenkompott, wirb bie Frucht von jung unb alt gern gegessen.

Schon im Altertum würbe bie Kirsche als ein biätförbernbes Mittel geschätzt unb bei Leberkrank­heiten, Blutarmut unb Körperschwäche sehr emp­fohlen. Nicht vergessen werben barf, baß bie fri­schen Kirschen, entsprechenb verarbeitet, bas so be­liebte Kirschwasser liefern, bas ebenfalls ein bie Verbauung stark begünftigenbes Heilmittel bebeutet. Nur eines muß beim Obstgenuß als oberster Grunb- satz gelten: Niemals sollte es unterlassen werben, gekauftes frisches Obst burch einmaliges Abwaschen ber Früchte mit reinem Wasser von ben ihm an»

haftenben Unsauberkeiten.zu befreien. Man muß immer bamit rechnen, baß auf bem Wege vom Er­zeuger zum Verbraucher bas Obst burch viele Hände geht und die Möglichkeit besteht, daß J)abei Krankheitserreger unbemerkt übertragen werden können. Bei Beobachtung dieser kleinen Mühe aber können bie köstlichen, Herz unb Sinn ergötzenben Früchte nur eine heilsame unb bie Gesunbheit för- bernbe Wirkung haben.

Die deutsche Arbeitsfront

V * n.9.=6emeinf(haftfiraft durch frcuöc"

Rheinfahrt am 14. Juli.

Der für ben 23. Juni geplante Sonberzug an ben Rhein ist, wie schon bekannt, auf ben 14. Juli verlegt worben. Die Fahrt mit bem Schiff geht nun nicht, wie ursprünglich vorgesehen, nach Bin­gen, fonbern nach Caub, ba wir für bie mittags» ftunben mehr Zeit gewinnen wollen. Das Mittag­essen wirb auch in Caub eingenommen. Es kön­nen sich noch einige Volksgenossen melben. Fahr­preis RM. 5,, mit Mittagessen RM. 5,80.

Abendmusik auf dem Schiffenberg und Schissen- bergfesl am 29. und 30. 3unL

Arn kommenden Samstag findet in der Kloster­kirche auf dem Schiffenberg eine Abendmusik statt, die vom Akademischen Gesangverein und dem Collegium musicum der Universität unter Mitwir^ fung einiger Berufsmusiker gespielt wird. Der Eintrittspreis beträgt 30 Pfg. Für bie am Sonn­tag auf bem Schiffenberg mitwirkenben Gesang­vereine ist ber Eintritt frei.

Arn Sonntag, ben 30. Juni, steigt bas Heimat­fest auf bem Schiffenberg. Bei Konzert, Tanz, Volkslieberrr, Preisschießen unb Kinberfest mit Kasperltheater wollen wir einen schönen Sonntag verbringen. Der (Eintrittspreis beträgt 20 Pfg., bas Tanzbänbchen kostet 50 Pfg. Durch Omnibus» Penbeloerkehr ist bie Möglichkeit geboten, am Samstag ab 8 Uhr unb am Sonntag ab 3 Uhr auf ben Schiffenberg zu fahren.

(Eine besonders billige Ferienfahrt. Rur 24,50 Rlark.

Diese Fahrt geht vom 27. Juli bis 2. August in bie Schwäbische Alb (Lichtenstein) über Pforz­heim, Tübingen, Reutlingen in einen Teil bes Schwarzwalbes. Die Urlauber werben in herz­licher Gastfreunbschaft ausgenommen unb können in ben Wölbern bes Schwarzwalbes bie herrliche Luft genießen, bis sie über Stuttgart bie Heimreise am 2. August antreten.

Sonderzug

zu dem Motorradrennen nach Schotten am 21. 3ull.

Unter der Voraussetzung, daß eine Gesamtteil­nehmerzahl von 800 zusammenkommt, fährt die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" einen Son­berzug zu bem bekannten Motorradrennen nach Schotten. Die Fahrt geht gegen 7.30 Uhr in Gießen ab. Der Fahrpreis einschl. (Eintrittspreis beträgt 2,35 Mark. Wir fordern bie Betriebswarte auf, in allen Betrieben eine Runbfrage aufstellen zu wollen, bamit in kurzer Zeit bie nötige Teilnehmerzahl zu­sammenkommt.

Sonderzug an den Rürburgring.

Am 28. Juli findet auf dem Nürburgring das Entscheidungsrennen um den großen Preis von Deutschland statt. Die NS. - GemeinschaftKraft durch Freude" beabsichtigt, einen Sonderzug laufen zu lassen. Die Fahrtkosten einschl. (Eintrittspreis betragen nur 5 Mark. Wir bitten die Kameraden, sich umgehend bei den KdF.-Warten zu melden, da­mit wir einen Ueberblick bekommen.

Das Schumann-Theater wieder in Gießen.

Am Freitag, dem 5. Juli, gastiert das von seiner letzten Tournee in bester (Erinnerung stehende Schumanntheater aus Frankfurt a. M. mit voll­kommen neuem und großem 23ariet£programm im Gießener Stadttheater. Die Preise der Plätze sind sehr niedrig gehalten, so daß es jedem Volksgenos­sen möglich sein wird, diese Vorstellung zu besuchen. Preise der Plätze sind: 0,60, 1, 1,30 und 1,50 Reichsmark. Karten sind u. a. zu haben im Vor- verkauf im Mufikhaus Challier, Schokoladen­haus Huntemann, auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, bei Ortswart Pg. Fritz Rich­ter, Feuerbachstraße 10, und bei sämtlichen Be­triebswarten der NS.-Gemeinschaft 'Kraft durch Freude".

Sportkurse des Sportamts Gießen Krast durch Freude".

Allgemeine Körperschule.

Für Frauen und Männer gemeinsam jeden Frei­tag von 20 bis 21.15 Uhr im Lyzeum, Dienstag von 19 bis 21 Uhr und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr auf dem Universitäts-Sportplatz.

Fröhliche Gymnastik und Spiele.

Nur für Frauen. A. für jüngere Frauen: Don­nerstag von 20 bis 21 Uhr im Lyzeum; B. für öftere Frauen: Donnerstag von 21 bis 22 Uhr im Lyzeum.

Reiten.

Für Frauen und Männer gemeinsam. Reitschule Schömbs, Brandplatz. Montag von 21 bis 22 Uhr, Dienstag von 21 bis 22 Uhr, Mittwoch von 20 bis 21 Uhr. Es können Frühkurse für Reiten einge­richtet werden von 6.30 bis 7.30 Uhr. Meldung schriftlich beim SportamtKraft durch Freude", Schanzenstraße 18.

Leichtathletik.

Für Frauen unb Männer gemeinsam. Samstag von 17 bis 19 Uhr auf bem Universitäts-Sportplatz am Kugelberg.

Schwimmen.

Für Frauen unb Männer gemeinsam. Montag von 18 bis 19.30 Uhr unb von 18.30 bis 20 Uhr im Männerbadeverein; Mittwoch von 20 bis 21 Uhr und von 21 bis 22 Uhr im Volksbad.

Tennis.

Für Frauen und Männer gemeinsam. Montag von 18 bis 19 Uhr und von 19 bis 20 Uhr für An­fänger. Städt. Tennisplätze am Schützenhaus. Für Fortgeschrittene werden Uebungsstunden ohne Leh­rer eingerichtet.

Boxen.

Auch für bie Boxkurse werben noch Anmelbungen entgegengenommen. Für Gruppen aus Vereinen unb Betrieben können Sonberkurse eingerichtet werben. Anmelbung schriftlich mit Angabe ber ge­wünschten Uedungszeiten unb Tage an bas Sport­amt, Schanzenstraße 18.

Sportkurse in Lollar.

Freitag von 20.30 bis 21.30 Uhr fröhliche Gym­nastik unb Spiele, nur für Frauen (Kantine Firma Buberus). Samstag von 16 bis 18 Uhr Schwimm­kursus im Lahnbab.