Besitzern in verkleinertem Maße in der verliehenen Art als Anstecknadel zum Zioilanzug getragen werden. Diese Anstecknadeln sind von den Berechtigten nur durch die zuständigen Prüfer zum Preise von 0,50 RM. zu beziehen. Als Ausweis für die Berechtigung zum Tragen der Anstecknadel gilt das Besitzzeugnis.
Die SA.« Sportabzeichen-Anstecknadel darf nur von den örtlichen Prüfern bezogen werden. Diese erhalten sie durch die zuständigen SA.-Sportabzeichen-Dienststellen. Alle sonst unberechtigt in den Handel gebrachten SA.-Sportabzeichen-Anstecknadeln find nicht genehmigte und ungültige Abzeichen und Länderkamps Norwegen
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, die zum Saisonschluß noch einmal eine Nordlandreise mit Spielen gegen Norwegen und Schweden unternimmt, traf am gestrigen Donnerstagabend in Oslo auf den ersten dieser beiden Gegner. Vor 20 000 Zuschauern trennten sich beide Mannschaften unentschieden 1:1 (0:0). Die deutsche Elf vergab dabei einen durchaus möglichen und auch verdient gewesenen Sieg, denn der an sich — besonders vor der Pause — klar überlegene deutsche Angriff ließ zahlreiche gute Gelegenheiten zu Erfolgen aus. Nach Der Pause wurden die Norweger dann besser; sie konnten durch Noel den Führungstreffer von Lenz ausholen und dieses 1:1 auch bis zum Spielende halten.
*
Das Wetter hatte sich in Oslo sozusagen in letzter Stunde noch zum Besseren geändert. Die letzten Tage über hatte eine drückende Schwüle über der norwegischen Hauptstadt gelastet, aber am Tag des Länderspiels kam ein erfrischender Wind auf. Davon profitierte natürlich das Fußball-Spiel;
20 000 Menschen fanden den Weg zum Platz des Lyn,
dem schöngelegenen Ullevaal-Stadion. Erst um 17.30 Uhr — vor dem Dunkelwerden brauchen die Osloer ja keine Angst zu haben, wenigstens in dieser Jahreszeit nicht — wurde nach den üblichen Länderspiel-Zeremonien der Ball freigegeben. F l i s b e r g (Schweden) leitete korrekt und zu beiderseitiger Zufriedenheit Die Deutschen traten mit folgender Mannschaft an: Jakob; Janes, Tiefel; Grämlich, Goldbrunner, Zielinski; Lehner, Lenz, Conen, Sifs- lina, Fath.
Das Paradestück dieser Elf war der Sturm.
Die ganze erste Halbzeit hindurch beherrschte der deutsche Angriff überlegen das Feld.
Zu überlegen fast, denn vor lauter schönem Angreifen schien es, als ob die deutschen Stürmer den Endzweck ihres Tuns, das Torschießen, rein vergessen hätten. Zwar war die Gegenwirkung der norwegischen Hintermannschaft recht stark, aber trotzdem hätten vor der Pause einige Treffer für
werden abgenommen. Die Anschriften der örtlichen Prüfer können bei den Standarten- und SA.-Sport- abzeichen-Dienststellen I—IX erfragt werden.
Die Besitzer des SA.-Sportabzeichens können em auf der linken Brustseite der Sportkleidung (Sporthemd, Trainingsanzug) aufzunähendes gewebtes SA.-Sportabzeichen tragen. Solche SA.-Sportabzeichen können in der gleichen Weife wie die SA.- Sportabzeichen-Anftecknadel, durch die Prüfer zum Preise von 0,30 RM. bezogen werden Als Ausweis für die Berechtigung zum Tragen gilt ebenfalls das Besitzzeugnis.
-Deutschland 1:1 (0:0).
Deutschland unbedingt fallen müssen. Vergessen darf allerdings nicht werden, daß unsere Mannschaft einen recht abgekämpften Eindruck machte. Die übermäßig schwere Saison macht sich doch bemerkbar, und besonders der Mannheimer Siffling schien etwas mitgenommen. Jedenfalls erreichte er bei weitem nicht seine sonstige Länderspiel-Form. Läuferreihe und Verteidigung schlugen sich sehr achtbar. Als in der zweiten Spielhälfte die Norweger mehr und mehr aufkamen, da zeigten sich die deutschen Hinterleute von ihrer besten Seite. Die Tordeckung mußte zwar in der 64. Minute den Ausgleichstreffer zulassen, aber das dadurch erzielte Unentschieden wurde trotz nachdrücklichster gegnerischer Bemühungen bis zum Schluß sicher gehalten.
Lenz, der Dortmunder Borusse, der bekanntlich erst in diesem Jahre „herausgekommen" ist, gelang in der 56. Minute Deutschlands einziger Treffer. Wie erwähnt, hätte unser Angriff schon vorher einige Tore unbedingt erzielen müssen, aber der deutsche Sturm „starb in Schönheit". Acht Minuten nach dem deutschen Erfolg kamen die Norweger unter dem stürmischen Jubel der Zuschauermassen zum Ausgleich. Noel war der gefeierte Torschütze. Das 1:1 wurde nicht mehr geändert.
Kurze Gporinotizen.
Deutschlands Säbelfechter setzten sich bei den Europa-Meisterschaften in Lausanne im Mannschaftsfechten nach Siegen über Südslawien und England zur Teilnahme an der Endrunde durch, an der noch Frankreich, Ungarn und Italien beteiligt sind.
Die Sommersperre für alle Rasenspiele (Fußball, Handball, Hockey, Rugby) wurde einheitlich für die Zeit vom 1. Juli bis zum 15. August festgesetzt.
Beim Londoner Reitturnier gab es am Mittwoch in einem Jagdspringen um den irischen Armeepokal nur zwei fehlerlose Ritte. Rittmeister Hasse auf „Bosco" und Rittmeister M o m m auf „Baccarat" kamen mit je vier Fehlern zusammen mit elf weiteren Teilnehmern auf den vierten Platz.
Wirtschaft.
Mein-Mainische Mittagsbörse.
Tendenz: fester.
Frankfurt a. M., 27. Juni. Ohne daß sich das Geschäft vergrößert hätte, da die Kundschaft mit Rücksicht auf den bevorstehenden Halbjahres-Ultimo zurückhaltend blieb, war die Börse überwiegend fester. Sie erhielt einige Anregungen durch günstige Wirtschaftsmeldungen, wie der beträchtlich gestie- gende Gesamtabsatz des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats und die Absatzsteigerung bei der Rhein. Braunkohlen AG. Auch die Verflüsiigung der Monatsbilanzen der Banken wurde beachtet. Die Kulisse schritt verschiedentlich zu Deckungen.
Am Aktienmarkt ergaben sich zumeist Besserungen von 0,50 bis 1 v. H. Etwas lebhafteres Geschäft hatten IG. Farben mit 149,75 bis 150,25 (149,40), ferner AEG. mit 46,13 bis 46,75 (45,65). Der Elektromarkt lag durchweg fester, Licht & Kraft plus 1,25 v. H., Geffürel Lahmeyer, RWE., Schuckert und Siemens gewannen je 1 v. H. Am Montanmarkt traten Klöckner mit plus 1,25 o. H. mehr hervor, Rheinstahl gewannen 0,75 v. H., die übrigen Werte 0,25 bis 0,50 v. H. Harpener blieben zu 108,75 behauptet, Rhein. Braunkohlen tagen dagegen schwächer. Kunstseideaktien zogen bis 1 v. H. an, auch Schiffahrtswerte erhöhten sich bis 0,40 v. H. Don sonstigen Werten setzten Reichsbank 0,50 v. H., Eßlingen Maschinen 0,40 v. H. Conti Gummi 0,75 v. H., Zellstoff Waldhof 0,50 v. H., dement Heidelberg und AG. für Verkehrswesen je 0,25 v. H. freundlicher ein. Etwas leichter lagen Holzmann (— 1 v. H.), ferner gingen Feinmechanik Jetter 0,50 v. H., Deutsche Erdöl 0,50 v. H., Daimler 0,40 v. H. und Aschaffenburger Zellstoff 0,50 v. H. zurück.
Der Rentenmarkt lag still, aber ebenfalls etwas fester. Besonders Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 122,40 (122) waren lebhafter, ferner gewannen
Altbesitz 0,13 v. H. und zertifizierte Gulden-Obligationen erneut 0,50 v. H. Zinsvergütungsscheine, Kommunal-Umschuldung und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen unverändert. •
In der zweiten Börsenstunde herrschte wieder starke Geschäftsstille, doch vermochten sich die erhöhten Kurse in den meisten Fällen gut zu behaupten. Nur ganz vereinzelt bröckelten sie minimal ab, wie AEG. und IG. Farben um je 0,13 v. H. Höher lagen nochmals Reichsbank bis 184 nach 183,25, Ächt & Kraft bis 131 nach 130,75 und Rheinstahl bis 113,40 nach 113. Aschaffenburger Zellstoff glichen ihren Anfangsrückgang aus und notierten mit 84,13 noch etwas höher. Niedriger lagen Rhein. Braunkohlen (—2 v. H.) und Julius Berger (—1,25 v. H.). Accumulatoren notierten excl. Dividende 1,50 v. H. höher mit 171,25.
Arn Rentenmarkt lagen Altbesitz 0,40 v. H. höher, ferner hielt das Interesse für zertifizierte Gulden- Obligationen im Zusammenhang mit der holländischen Diskontsenkung an und die Kurse waren abermals bis 0,50 v. H. fester. Gold- und Liquidationspfandbriefe waren etwas gefragt, letztere zogen meist bis 0,25 v. H. an. Stadtanleihen konnten sich nach dem gestrigen Rückgang gut behaupten. Auslandsrenten lagen geschäftslos, Ungarn gaben bis 0,25 v. H. nach.
Tagesgeld war zum bevorstehenden Ultimo gesucht und wurde auf 3,25 v. H. (2,75) v. H. erhöht.
Abendbörse: gut behauptet.
An der Abendbörse blieb das Geschäft auf ein Minimum begrenzt. Die wenigen Aufträge der Kundschaft in einigen Spezialwerten reichten für eine lebhaftere Umsatztätigkeit nicht aus, zumal die Kulisse in ihrer Zurückhaltung verharrte. Die Kurse lagen im Vergleich zum Berliner Schluß gut be
hauptet, etwas fester notierten Reichsbank mit 185,50 (184,75), IG. Farben mit 150,25 (149,75) sowie Schiffahrtspapiere bei Erhöhungen bis 25 v. H. Der Einheitsmarkt lag geschäftslos, IG. Chemie Basel volleinbez. Stücke waren geringfügig, und zwar auf 172 (171,50) erholt, nachdem sie im Mittagsverkehr 4 v. H. verloren hatten. Arn Rentenmarkt herrschte weitestgehende Geschäftsstille und kursmäßige Veränderungen von Belang traten nicht ein. 5,50proz. Younganleihe wurden in Anpassung an den Berliner Kurs von 103,40 auf 104 (104,13) heraufgesetzt. - Von Auslandsrenten bröckelten 5proz. Silbermexikaner auf 6,13 (6,25), 4proz. und 3,5proz. Schweizer Bundesbahn um je 0,50 v. H. auf 190 bzw. 180 ab.
U. a. notierten: Altbesitzanleihe 113,40, 6 v. H. Stahlverein 101,65, Commerzbank 90,25, DD-Bank 91,25, Reichsbank 185,50, Harpener 109,25, Mansfeld 116,65, Rheinstahl 113,25, Stahlverein 83,50, AEG. 46,65, Betula 139,50, IG. Chemie volle 172, Conti Gummi 157,65, Deutsche Erdöl 112, Deutsche Linoleum 164,50, Licht u. Kraft 131,50, IG. Farben 150,50, Gesfürel 127,50, Goldschmidt 102,50, Junghans 90, Moenus Maschinen 84, RWE. 128,75, Schuckert 120,50, Siemens 177, Stollwerck 95, Löwenbräu München 210,50, AG. für Verkehrswesen 89,25, Hapag 33,50, Norddeutscher Lloyd 36,65, Reichsbahn-VA. 122,40.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 27. Juni. Auftrieb: Rinder 28 (gegen 32 am letzten Donnerstagsmarkt),
darunter 24 Kühe und 4 Färsen. Zum Schlachthof direkt- 2 Bullen und 4 Kühe. Kälber 769 (1022), Schafe 39 (38), Schweine 313 (370). Notiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 57 bis 60 (61 bis 63), b) 49 bis 50 (54 bis 60), c) 40 bis 48 (46 bis 53), d) 28 bis 39 (36 bis 45). Hämmel b2) Weidemast 37 bis 38 (39 bis 40), c) mittlere Mastlämmer und Hämmel 35 bis 36 (37 bis 38). Schafe e) beste 33 bis 35 (—), f) mittlere 28 bis 30 (31 bis 35). Schweine b) 47 bis 51 (48 bis 51), c) 47 bis 51 (47 bis 51), d) 44 bis 50 (45 bis 50). Die in Klammern angegebenen Preise sind Notierungen des letzten Donnerstagmarktes am 20. Juni. Marktverlauf: Kälber langsam, ausverkauft. Hämmel und Schafe langsam, Ueberftanb (3 Stück). Schweine ruhig, ausverkauft.
Schweinemarkt in Vuhbach.
Pb. Butzbach, 27. Juni. Auftrieb auf dem heutigen Schweinemarkt: 210 Ferkel. Es wurden bezahlt für Ferkel bis sechs Wochen alt 16 bis 18 RM., sechs bis acht Wochen alt 18 bis 25 RM., acht bis dreizehn Wochen 25 bis 30 RM. Der Handel war rege, der Markt geräumt.
Schweinemarkt in Grünberg.
+ ©rünberg, 27. Juni. Der heutige Schweinemarkt zeigte einen Auftrieb von 312 Ferkeln. Folgende Preise wurden erzielt: bis 6 Wochen alt 20 bis 22 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 23 bis 29 Mark, 8 bis 13 Wochen alt 29 bis 35 Mark. Handel gut, fast ausverkauft.
Schach-Ecke.
Gearbeitet von F. Sämisch
Ein Triumph der Logik
Hans Vetter (1. Preis vr.-Palitzsch-Gedenkturnier 1932).
2
8
5
4
3
7
6
b
d
5
3
2
6
8
7
4
1
ab cdef g h
Weiß zieht und setzt in fünf Zügen matt Georg Schorles („Deutsche Schachblätter")
8
5
4
3
2
6
1
7
b
d
d
6
5
3
2
7
4
1
8
g h
b
H
Weiß zieht und setzt in vier Zügen matt
Lösung der Aufgabe 3lr. 9.
Da der schwarze Läufer die Diagonale dl—b3 nicht preisgeben darf wegen der Mattdrohung Ld3—c24=, konnte 1. gS—g4l geschehen. Auf 1.... LdlXg4? folgt 2. Ld3—c2+, auf 1. f5Xg4 2. Ld3Xg6 nebst 3. Lg6—e84=, auf 1. . . . h5Xg4
2. h4—h5! nebst entweder g6Xh5 3. Ld3Xf5
nebst 4. Lf5—d7=£, oder falls 2. . . g4—g3
3 h5Xg61 nebst 4. Ld3Xf5 und 5. Lf5—d74=, und auf 1. . . Ldl—b3 gewinnt 2. g4Xf5 g6Xf5 3. Ld3Xf5 Lb3Xc4 4. Lf5—d7+ Lc4—b5
5. Ld7—c6 oder auch einfach Ld7Xb5+ nebst f4—f5 usw. Eine recht lehrreiche Stellung!
Lösung der Aufgabe des Spiels Wagner — Samisch.
Die Gewinnfortsetzung war 1. . . . La6—d3H~ 2. LflXd3 (Erzwungen, da auf Kal? Sb3+ gewinnt.) 2. . . . Dd7Xd3+ 3. Tel—c2 (Auf Kal? käme wiederum Sb3+.) 3. . . Sc5—b3 4. Lb4—c3 Tc8—b8! (Nur so kann Schwarz gewinnen! Ergebnislos bleibt dagegen 4. . . Ddl+ wegen
5. Tccll, desgleichen 4. . . . Sd2H- wegen 5. Kall DXc2 6. DXe6+ nebst LXg7+l, und schließlich auch 4. . . TXc3 wegen 5. bXc3 Tb8 6. Tel! nebst Kb2.) 5. a3—a4 Td8—c8l 6. Tbl—el Kg8—f7, und Weiß ist in Zugzwang geraten und muß daran zugrunde gehen. Auf Da3 gewinnt TXc3! nebft Sd4+ und auch der Tel kann aus dem gleichen Grunde nicht ziehen, z. B. 7. Tbl TXc3l 8. bXc3 Sd4+ 9. Kcl DXe3+ 10. Kdl SXc2, oder falls 10. Td2 Sb3+ nebst SXd2. Nach Erschöpfung der Dauernzüge ist dieser Ausgang aber unvermeidlich!
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedakttonStisch.
„Lohengrin."
In der Oper wurde „Lohengrin" aufgeführt. Atemlos lauschen die Zuhörer der Musik. Die Oper ist bis zu der Stelle gediehen, an der die Edelleute aufgefordert werden, für Elsa zu kämpfen. Das Publikum ist in höchster Spannung. Einige beginnen bereits unruhig auf ihren Plätzen hin und her zu rücken. Zum zweiten Male ertönt schon der Heroldsruf mit den Worten: „Wer streitet für Elsa von Brabant?" Da zerreißt die drückende Stille und vom hohen Olymp dröhnen die Worte: „K e e Luder melb’t sich!" Die Schauspieler sollen es an diesem Tage schwer gehabt haben, ihre Rollen zu Ende zu bringen.
Ursula gehl zum Onkel Doktor.
Die kleine Ursula ist krank.
Man geht mit ihr zum Doktor, der sie mit dem Höhrrohr untersucht.
Zu Hause fragt der Vater Ursula, wie es war.
„Sehr nett, Papi, der Onkel Doktor hat immer mit meinem Bauch telephoniert."
Gluck.
Der große deutsche Musiker Chr. W. Gluck wandelte einmal, von heiterster Laune beschwingt, durck die Rue Saint-Honor6 zu Paris, als er plötzlich durch ein Klirren aufgeschreckt wurde: sein mit vergnügtem Gefuchtel geschwungener Stock war einem wahrscheinlich ehrsamen Anwohner in die Fensterscheibe gefahren. Alsbald erschien der Geschädigte und verlangte dröhnend bk Erlegung von breifeig Sous. Gluck förderte nach einigem Suchen ein Goldstück zutage.
„Ich kann nicht wechseln, Monsieur", sagte der sichtlich beeindruckte Scheibenbesitzer.
„Macht nichts", sagte Gluck. „Dann runden mir die Sache ab." Er zerschlug mit deutlichem Vergnügen alle erreichbaren Scheiben des Hauses, drückte dem nunmehr sprachlosen Manne das Goldstück in die starre Hand und schritt befriedigt von bannen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejch lossenen Dioibende an. — Reichsbankdiskonl 4 o. H., Lombarbzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß- !urs
Schluß». Abend« börse
Schlußkurs
Schluß!. Mittag- bflrfe
Datum
26.6
27.'
26-6
27.6.
6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927
100,13
100,13
100,13
100,25
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,5
97,75
97,9
97,75
hVi% Doung.Anleihe von 1930 ..
103,4
103,4
—
104,13
Deutsche Anl.«Ablöi.«Schuld mtt
Auslos.-Rechten ............
112,9
113,4
113
113,5
4l 2 * * 5/,% Deutsche Reichspostschatz an- Weisungen von 1934, 1.......
6% eljem.8% Hess. Bolksstaat 1929
100,15
100,2
100,3
100,3
(rückzahlb. 102%) ...........
17,75
97,5
97,5
97,25
4¥»% ehein. Hessische Landesbank
Darmstadt Gold R. 12........
96,25
96,25
——
96,25
6yt% ehem. Hess. Landcs-Hypo-
lhekenbank Darmstadt Liaüi ...
100,5
100,2
—
4y<% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverlchr. R.6
92,13
92,13
—
Oberhessen Provinz-Anleihe mtt
Auslos.-Rechten ...........
127
127
——
Deutsche Komm. Sammelabl. Aw
leihe Serie 1 mtt Auslos.-Rechten
116,13
116,13
116,3
116,2
4Ki% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
96
96
—
6*4% ehem. 4*/2% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......
100,25
101
—
_
6y*% ehem. 4*4% Rheinische
Hqp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ...
101
101
101,13
101,4
tya% ehem. 8% Pr. Landespfand
briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
96,75
96,75
96,75
96,75
4*/,% ehem. 7% Pr. Landespsand-
briesanst., Gold Komm. Obl.VI
—
96,75
—
96,75
Steuergutsch.BerrechnungSk. 35-39
106,7
106,7
106,7
106,7
4% Oesterrelchische Goldrente....
—
—
—
31
4,20% Oesterreichtsche Silberrente
——
—
1,7
1,7
4% Ungarische Goldrente .......
11,9
11,55
11,9
11,65
11,3
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
11,65
11,7
11,3
11,65
4*4% desgl. von 1913 .........
11,65
11,4
11,5
5% abgest. Goldmexikaner von 99
——
——
12,9
13
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie i.....................
*•
——
—
12,25
Frankfurt a. M
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend« börsc
Schluß« ture
Schluß!. Mittagbörse
Datum
26 6
27-6
26.6
27-6.
_
_
__
_
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
8,2
8,25
8
4s4%Rumän.vereinh.Rentcv.l913
10
10,1
10
4% Rumänische vereinh. Rente
6
6,13
6,13
6
2’4% Anatolier .............
39
39
39,75
39,4
Hamburg-Amerika-Paket .....
0
33
33,5
33,25
33,25
Hamburg-Südam. Dampfschiff .
0
—
—
26,75
27,75
Norddeutscher Lloyd .........
0
36,4
36,65
36,25
36,4
'21.®. für Verkehrswesen Akt. ..
0
89
89,25
88,75
89
Berliner Handelsgesellschaft ...
5
117
116,75
117
116,75
(stimmerz. und Privat-Bank ...
0
90,25
90,25
90,25
90,25
Deutsche Bank und Diseonto-
Gesellschaft................
0
91,5
91,25
91,5
91,25
Dresdner Bank ..............
0
91,5
91 225
91,5
91,25
Reichsbank ................
12
183,25
185,5
182,65
184J5
A.E.G......................
0
45,65
46,65
45,9
46,65
Bekula....................
10
139
139,5
139,13
139,5
Elektr. Lieferungsgesellschaft...
6
114,75
114,75
114,65
115
Licht und Kraft .......... 6 y.
129,5
131,5
129,5
132
Fellen & Guilleaume.........
0
101,25
101,5
101,5
101,75
Gesellsch.f.Elektr. Unternehmung. 5
127
127,5
127,5
127,9
Rheinische Elektrizität ........
5
131
—
131
131
Rhein. Wests. Elektr..........
6
128
128,75
128
128,5
Schuckert LCo...............
4
119
120,5
119,5
120,5
Siemens & Halske............
7
175
177
175
177
LahmeyerLEo. .............
7
_
199,5
129,75
Buderus ...................
0
103,25
103,13
104
Deutsche Erdöl ..............
4
113
112
113,5
11M
Gelsenkirchener ..............
0
Harpener...................
o
108 J5
109,25
109,25
109,25
Hoejch Eisen—Köln-Neuessea .
0
106,25
107,13
Ilse Bergbau ...............
6
157
157
158
Use Bergbau Genüsse........
6
127
128,5
127
128,25
Klöcknerwerke ............. K %
98,75
100,4
99
100
Mannesmann-Röhren ......
0
86,65
86,9
86,75
87
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß» für»
Schluß!. Mitiag- börse
Datum
26 6
27 6
26 6
27.6-
Mansselder Bergbau.......
.. 8
115,75
116,65
115,5
116,5
Kokswerke ................
.. 6
—
—
116,9
119,4
Phönix Bergbau...........
.. 0
—
-—
—■
—
Rheinische Braunkohlen ....
. 12
233
231
233
231
Rheinstahl ................
8'/,
112,25
113,25
112,25
113
Vereinigte Stahlwerke......
.. 0
83,4
83,5
83,25
83,4
Otavi Minen .............
.. 0
17
17
17,5
17,13
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
,i22,25
124,5
122
124
Kaliwerke Westeregeln......
.. 6
120
121
121
Kaliwerke Salzdetfurth.....
1Yi
176
176
175,5
176
I. ®. Farben-Jndustris.....
.. 7! 149,4
150,25
149,4
149,75
Scheideanstalt.............
.. 9
230,5
231
—
—
Goldschmidt ..............
.. 0
103
102,5
102,13
102,65
Rütgerswerke .............
.. 4
116,75
118
117,4
118,25
Metallgesellschaft...........
.. 4
105,5
105,25
106
104
Philipp Holzmann.........
.. 0
92
91,5
93
92,25
Zementwerk Heidelberg ....
.. 5
117.5
117,65
-
-
Zementwerk Karlstadt.......
.. 4
135
135
-
-
Schultheis Patzenhofer .....
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 4
.. 0
60,75
61
112,5
61
113
61,25
119
Bemberg.................
.» 0
119
120
119
Zellstoff Waldhof ..........
.. 0
118
118,5
117,5
118,5
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
84
84,13
84
85
Dessauer GaS .............
.. 7
——
—
138,25
138,5
Daimler Motoren..........
.. 0
92,5
92,13
92,65
92,5
Deutsche Linoleum .........
.. 6
160,75
164,5
160,5
164,25
Orenstein L Koppel ........
.. 0
—
—
87
86,75
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
<6,75
36,75
36,65
36,25
Chade ....................
.. 0
——
291
293,75
291
Accumulatoren» Fabrik......
. 12
177
171,25
178
171,75
Conti-Gummi.............
.. 8
155,5
157,65
156
157,75
Grttzner..................
.. 0
-
39
39
Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
89
Süddeutscher Zucker.......
.. 8
1 190,25
189
191
189
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZU.
26. Juni
27-Juni
Amtliche Notierung
Amtliche
Notierung
Geld |
Bries
Geld
! Bries
Buenos Aire.
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel ....
41,885
42,965
41,885
41,965
Rio de Jan.
0,139
0,141
0,139
0,141
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,60
54,70
54,55
54,65
Danzig.....
46,875
46,975
46,855
46,955
London .....
12,225
12,255
12,215
12,245
Heliingfori..
Paris ......
5,39
5,40
5,385
5,395
16,395
16,435
16,39
16,43
Holland ....
168,72
169,06
168,72
169,06
.Italien.....
20,42
20,46
20,42
20,46
Japan ......
0,719
0,721
0,717
0,719
Jugoslawien.
5,649
5,661
5,649
5,661
C8lo..... :
61,45
61,5
61,40
61,52
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,095
11,115
11,09
11,11
Stockholm...
63,05
63,17
63,00
63,12
Schweiz ....
81.04
81,20
81.05
81,21
Spanien....
33,99
34,06
33,94
34,00
Prag.......
10,36
10,38
10,35
10 37
Budapest ...
—
Neuyork ...
2,474
2,478
2,473
2,477
Banknoten.
Berlin, 27 Juni
Geld
Bries
Amerikanische Noten.......
2,425
2,445
41,72
41,88
Dänische Noten ..........
• e e e • ■ •
54,34
54,56
12,18
12,22
16,33
16,39
168,30
168,98
Italienische Noten.........
19,86
19,94
Norwegische Noten .......
61,19
61,43
Deutsch Oesterreich, t 100 Schilling
—
—
Rumänische Noten........
—
— ■
Schwedische Noten........
62,78
63:04
Schweizer Noten..........
80,82
. 81,14
Spanische Noten..........
33,47
33,61
Ungarische Roten .........


