Wie Stockholm Hochzeit feierte.
tastet lasse, also keine Zwangskonvertierung vornehmen werde.
Krankenflucht nach London.
;en
-e-
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Stockholm, Ende Mai 1935.
Nach vielen Proben hat alles gut geklappt. Die königlichen und die vielen anderen Besucher, die Stockholm im Hochzeitskleid sehen wollten, sind alle untergebracht worden und auf ihre Rechnung gekommen. Das königliche Schloß hat die engste Familie beherbergt, die Hotels mußten mit dem Stab vorlieb nehmen. Ein Glück, daß der angedrohte Streik der Hotelanaestellten nicht voll ausbrach. Schon hatten viele Anfragen von Besuchern aus dem Lande und aus Dänemark vorgelegen, ob man Eßkörbe und Decken mitbringen müßte.
Höhepunkt der Hochzeitsfeier ist die Ankunft des Bräutigams, die des belgischen Königspaares, der Eltern Kronprinz Frederiks und schließlich der G ä st e aus Deutschland gewesen. Dänemarks Kronprinz hat sich durch seine Natürlichkeit schnell viele Freundschaften erworben. König Leopold von Belgien und seine Gemahlin Astrid lebten noch gut im Gedächtnis der Stockholmer aus der Zeit ihrer Hochzeit 1926. Astrid ist eine der drei Töchter Prinz Carls, des Bruders König Gustafs. Ihre älteren Schwestern sind Margaretha, vermählt mit Prinz Axel von Dänemark, und Märtha, die Gattin des norwegischen Kronprinzen.
Besondere Ehrerbietung ist dem dänischen Königspaar entgegengebracht worden. Schon weit draußen im Meer hatten sich schwedische Kriegsschiffe der Eskorte der Königsjacht „Dane- brog* angeschlossen. Die Fahrt durch die Schären führte unerwartet zu einer Kette von Seemannsund Fliegergrüßen. Torpedojäger, Wachtschiffe, plötzlich auftauchende U-Boote, die zu einer Hebung ausfuhren, und kreisende Militärflieger huldigten Len Gästen aus dem Nachbarland, das zum vierten Male in wenigen Jahrzehnten nun Schweden verwandtschaftlich verbunden worden ist. König Gustaf und das Brautpaar holten den Besuch in einer Künigsschaluppe ein. Unter Salutschüssen und dem Hurra der Menschenmengen zu beiden Seiten des reißenden Stromes, der die Königsinsel mit dem gewaltigen Schloßbau vom Ufer trennt, vollzog sich der Einzug über die mit roten Läufern bedeckte Freitreppe in den seewärts
gewandten Teil der Königsburg.
Einen Tag später trafen — ein ganzer Wagen für sich — die letzten Gäste auf dem Landweg von Malmö ein. Auch hier hat die königliche Familie es sich nicht nehmen lassen', persönlich auf dem Bahnsteig Willkommen zu entbieten. Es waren die Verwandten aus Deutschland, an ihrer Spitze die aus dem mecklenburgischen Haus und der frühere deutsche Kronprinz. Königin Alexandrine von Dänemark ist ja die Schwester der Kronprinzessin Cäcilie, und die schwedischen Berichterstatter heben hervor, daß die Geschwister ihre Ähnlichkeit nicht verleugnen können. Herzlich war natürlich die Begrüßung zwischen den deutschen Verwandten und Prinzessin S i b y l l a von Sachsen-Koburg-Gotha, die soeben ihrem Gatten, dem ersten Sohn des schwedischen Kronprinzen, gleich seinem Vater Gustaf Adolf, eine Tochter ge chenkt hat. Mit demselben Zuge waren auch die Nachzügler aus England, Dänemark und Griechenland angelangt. Friedlich und lebhaft klang Deutsch, Englisch, Dänisch und Schwedisch durchein- ander. 21 Wagen, wenn richtig gezählt worden ist, fetzten sich nach der Begrüßung in Bewegung, um vom Bahnhof zum Schloß zu fahren
Hier setzt der erste starke Eindruck der Feststadt ein. Nicht alle Häuser und nicht alle Straßen Stockholms sind durchgehend beflaggt. An den Platze» des zusammengeballten Verkehrs aber, in den (Si schäftsstraßen, die mit Auslagen wetteifern, und rings um Mälar- und Salzsee, an den Schiffsbrücken, auf der Insel, die die nördliche Stadt mit der südlichen verbindet und doch selbst immer Trager der geschichtlichen Ueberlieferung und der Entwicklung zum Heute sein wird, wallt und wogt e i n einziges blau-gelbes und rot-weißes Flaggenmeer. Nachts entzündet sich die Stadt an tausend leuchtenden Lichtern und lodernden Feu- em. Die große Stadt läßt sich in ihrem Dexkehr nicht stören; jeder geht auch in diesen Tugen seinem Beruf nach; aber doch liegt eine Feststimmung über dem Ganzen — tags sonnenbeschienen, nachts tm fahlen Glanze der Hellen Nordnächte —, die davon -eugt, daß Schwedens Volk die Hochzeit Frederiks von Dänemark mit Ingrid, der einzigen Tochter des schwedischen Kronprinzen — dessen Verehrung nur durch die für den König übertroffen wird —, inner- *'^ögen noch so viele Unterschiede zwischen Kopen- Hagen und Stockholm bestehen, nicht nur tm Städte- bild, sondern mehr noch im wirtschaftlichen und politischen Leben: Diese Eheschließung zwischen zwei regierenden Häusern hat doch viel Gemeinsames an den Tag befördert, zumindest t m Wtllen z u immer besserem Verstehen. Der ist frei- lich notwendig, und das klingt auch aus zwe Artikeln heraus, die die Außenminister Dänemarks und Schwedens, Dr. Munch und Dr. S and le r, so- eben in einer Schweden-Ausgabe von Polttiken ver. öffentlicht haben. Es ist oft klug, die Geschichte selbst arbeiten zu lassen. Man kann wohl sagen, daß viel mehr als alle skandinavischen Konferenzen der letzten Monate die Hochzeüswoche- m Stockholm Brücken vom Mälarsee zum Oeresund geschlagen hat.
König Gustaf bezaubert alle ferne (Safte. Prinzessin Ingrid ist nicht nur f e ine T e n n - Partnerin gewesen, sondern ist auch sein Ler zug. Der andere Großvater, der ^uiterlicherseits, der Herzog von Connaught soll darauf eifersüchtig sein. Sicherlich aber hat dre lunge Braut aus diesem edlen Wettstreit nur Gutes empfangen. Das wäre ein Anlaß, die fast unübersehbare Reihe der Geschenke durchzugehen; doch hier stockt die Feder. Wo beginnen und wo aufhören? ödyrDeoen hat viel gegeben aus seinen nationalen Schätzen, den Erzeugnissen edelster Kunst des ßanbes. Es stattet auch einen Teil des Heims aus, das Kopenhagen mit großer und vorstehender Gebärde den Neuvermählten am Sund mit dem Blick auf das
Von unserem E.-Äerichterstatter.
t <'■
M sch
^«9» 'M
Ml f
tz
, 9
■
k
M M -<
■A. -,<S-
>
■
\ 3
V
" ' ' A - ' ps f
■
MM
■
Scherl-Bildmatern dienst
Ein glücklicher Schnappschuß von dem Einzug des dänischen Kronprinzenpaares inKopenhaaen. König Christian begrüßte am Landungssteg seine neue Schwiegertocher und führte die glückstrahlende Braut in ihre neue Heimat. Im Hintergrund rechts der dänische Kronprinz.
London, 28. Mai. (DNB. Freispruch.) Die Bemühungen der französischen Regierung zur Rettung des Franken werden in London mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Trotz günstiger Nachrichten aus Paris erreichte die Flucht des Franken nach London am Montagnachmittag wieder einen Höhepunkt. Die französischen und britischen Behörden übten jedoch mit Hilfe des Währungsausgleichs und anderer Maßnahmen einen schweren Gegendruck gegen den Fall des Franken aus, so daß der Kurs auf der Höhe von rund 75,25 Franken je Pfund gehalten werden konnte. „News Chronicle" meldet, daß der Franken vielleicht für kurze Zeit gesichert werde, wenn das französische Parlament dem Ministerpräsidenten die gewünschten Vollmachten erteile. Er werde aber solange In Gefahr sein, als der große Haushaltsfehlbetrag vorhanden fei, nur ganz rücksichtslose Maßnahmen könnten eine tatsächliche Abhilfe schaffen.
Die rote Welle.
Die Generalratswahlen in den Pariser Bororten.
Paris, 27. Mai. (DNB.) Am Sonntag fanden in 22 Wahlbezirken des Seine-Departements die Wahlen für 50 Generalratsmitglieder statt. Der erste Wahlgang brachte in 27 Fällen die Entscheidung, während in 23 Fällen am kommenden Sonntag die Stichwahl entscheiden wird. Die Uebersicht über das Wahlergebnis ist ziffernmäßig schwierig, da durch die Erhöhung der Mandate von 40 auf 50 der Vergleich erschwert ist. Aber der erste Wahlgang bestätigt den Eindruck der Stadtratswahlen von dem Vorhandensein eines „roten Gürtels" um Paris. Die Kommunisten und kommuni- stischen Dissidenten erreichten in den 27 bereits im ersten Wahlgang entschiedenen Fällen 14 Sitze und gewinnen damit 8 Sitze. Die Fortschritte der Kommunisten gehen auf Kosten der Sozialisten und der bürgerlichen Linken, während die bürgerliche Rechte ihre frühere, nicht besonders starke Stellung behauptet zu haben scheint. In der Presse wird die Tatsache, daß der rote Gürtel um Paris sich verbreitert hat, eingehend besprochen. Ohne so weit zu gehen wie das Abendblatt „La Presse", das die rote Revolution bereits an die Wand malt, warnen
nunmehr auch verwandtschaftlich wieder näherge- rückte Nachbarland schenken will. Fast könnte man sagen, daß Dänemark mehr noch als Schweden dieser Hochzeit an Begeisterung entgegenbringe; das ist aber sicherlich nur äußerlich der Fall. Als am Freitag in der Storkyrkan, dem ältesten Gotteshaus Stockholms die Hände des jungen Paares ineinandergelegt wurden und damit ein Bund besiegelt war, der sicherlich auch zukünftiger politischer Bedeutung nicht entbehrt, stand der schönen, etwas schwermütigen Stadt am Mälarsee, der spröden Königin der Schären, doch einen Augenblick das Herz still. Als die Neuvermählten nach der Trauung im offenen Wagen die Stadt durchfuhren, löste sich der Bann in mehr als gewöhnlichem Jubel.
Nun find die Tage des Hochzeitsfeftes in Stockholm vorübergerauscht. In der Erinnerung geblieben ist der Eindruck von Sonne, Farben und Freude. König Gustaf hat seiner Privatschatulle eine runde Viertelmillion Kronen entnehmen müssen. Diele haben die Hauptstadt Schwedens in ihr zuweilen auch schmucke Landestrachten, die durch Jahrhunderte im Brauch geblieben sind, zum ersten Male gesehen; und sie werden wiederkommen. Die Geschäfte haben klingenden Gewinn aus vielen Schmuck-, Kleider- und Hausstandskäufen gezogen; denn sollte ein solches Beispiel nicht wirken?
Prinzessin Ingrid, ein moderner und sportliebender Mensch, war beliebt nicht zuletzt wegen ihrer häuslichen Eigenschaften. 9hje Aussteuer ist mit viel freundlicher Aufmerksamkeit verfolgt worden. Immerhin muß es in früheren Zeiten schon neugieriger zugegangen sein. Zumindest ist von Hof zu Hof kontraktmäßig alles festgelegt und ausgezeichnet worden. Steht doch in vergilbten Dokumenten unter anderem, daß Frederik V. von Dänemark sich verpflichten mußte, seiner Tochter Sofie Magdalene, die den späteren Kö
nig Gustav III. von Schweden ehelichen mußte, außer einer Mitgift von 100 000 Speziestalern — auszahlbar in Hamburg und nach heutigem Wert rund 2 Millionen Kronen — zwölf Hofkleider, siebzehn reiche Kleider, sechs Silberkleider, vier Hausgewänder, neun schwarze Ueberwürfe, zwölf silberne KlöpvelarbeiteN, vierzig Nachtgewänder und vieles andere, darunter zwölf Paar Schuhe aus weißem Atlas mit Gold besetzt, zwölf gleiche mit Silber, vierundzwanzig Paare anderer Schuhe mit genauer Angabe von Stoff und Schmuck mit in die Ehe zu geben. Die Liste ist viel zu lang, um sie ganz anführen zu können. Sie enthält noch neben Schmucksachen im Werte von gleichfalls 2 Millionen Kronen viele Einzelheiten über Pferde und Kutschen; ja, auch interessante politische Abmachungen, so den Verzicht der dänischen Prinzessin auf alle Erbrechte und Vorschriften über den Kreis der zu ladenden europäischen Gäste. Trotzdem ist diese Ehe nicht glücklich geworden. Andere Hochzeiten zwischen Dänemark und Schweden haben beiden Ländern nach Krieg und Zwist endlich Segen gebracht.
Nun sind Kronprinz Frederik und Prinzessin Ingrid zur Heimfahrt nach Kopenhagen an Bord des „Danebrog" gegangen. So ist das Hochzeitsfest von den Schären zum Oeresund verlegt. Man hat in Stockholm nicht nur viel äußeres Gepräge gesehen, sondern auch Eindrücke gewinnen können, die einen Schluß auf die Entwicklung der kommenden Jahre zulassen. Die Stadt am Mälarsee rüstet sich jetzt zum zweiten großen Fest: Das ist die 5 0 0 Jahresfeier des Reichstages, die Gedenkstunde nationaler Befreiung vom fremden Joch, die Ehrung Engelbrechts als Vorläufer Sten Stures und Gustav Wasas, als schwedischen Nationalhelden.
Ilandin fordert Ermächtigung für fein Währungsprogramm.
Paris, 27. Mai. (DNB.) Der Finanzminister berichtete dem Kabinett über die Lage der Währung und des Schatzamtes. Es wurde ein Programm f e ft g e I e g t, das der Regierung ausgedehnte Finanz- und Wirtschaftsvoll, machten einräumt. Der Entwurf wird am Dienstag in der Kammer eingebracht werden. Die Regierung wird die sofortige Behandlung ihrer Vorlage verlangen, die also vorausichtlich am Dienstag dem Finanzausschuß der Kammer überwiesen wird mit dem Auftrag, unverzüglich einen Bericht abzufassen. Die Aussprache in der Kammer wird wahrscheinlich erst am Montag kommender Woche stattfinden
Die Presse sieht mit gespannter Aufmerksamkeit dem Ermächtigungsantrag der Regierung im Parlament und seinem Schicksal entgegen und behandelt im Zusammenhang damit die im Vorder- gründ stehenden Fragen: Währungsstabilität, Ab- wertung, Entwertung. Bezeichnend ist, daß eine Zeitung, wie das „Petit Journal", sich in großer Aufmachung zum Herold der Abwer- tun g als gesunde Finanzpolitik macht. Das Blatt bringt über zwei ganze Seiten Aeuße- rungen von Parlamentariern, die die Abwertung, wenn auch nicht sämtlich empfehlen, sie aber doch mindestens verteidigen und vor den sonst gegen sie erhobenen Vorwürfen in Schutz nehmen. Anderseits wird aber als neuer Gegengrund gegen eine Abwertung die in der ganzen Welt vorhandene Sehnsucht nach einer allgemeinen
Stabilisierung aller Währungen geltend gemacht. So soll nach dem „Journal" Ministerpräsident F l a n d i n selbst auf die Stabilisierungs- bcftrebungen in der Welt aufmerksam gemacht und erklärt haben, daß sich Frankreich in einem sol - chen Augenblick nicht durch Entwer- tung des Franken dieser Entwicklung entgegen ft eilen könne.
Inzwischen fehlt es nicht an Andeutungen über die nötigen finanzpolitischen Absichten der Regie- rungen, die allerdings alle zur Voraussetzung haben, daß die Regierung Flandin erst einmal das Kap der Vollmachten glücklich umschifft haben wird. Man will aus der Einmütigkeit, die bei dem Kabinettsrat zum Ausdruck gekommen fei, hoffnungsvolle Schlüffe ziehen. Fraglich ist natürlich noch die Haltung des Finanzausschusses der Kammer. Im Senat soll eine Stimmung s ü r d i e Bewilligung des Ermächtigungsgesetzes vorherrschen. Nach einer Andeutung des „Matin" soll der Sanierungsplan des Finanz- minifters Germain-Martin einen größeren Zeitraum — etwa Vä Jahre — umfassen und somit die Möglichkeit einer Verlängerung der Abgeordnetenmandate und einer Verschiebung der an sich für 1936 vorgesehenen Kammerwählen mit sich bringen. Der „Petit Parisien" will erfahren haben, daß am Montag allein wieder 1123 Millionen Franken Gold aus der Bank von Frankreich abgewandert seien. „Matin" glaubt zu wissen, daß der Sanierungsplan Germain-Martins die französischen Rentenpapiere unange-
die übrigen Blätter doch vor der drohenden Gefahr. Für besonders ernst hält das „Journal des Döbats" den Geist der Entmutigung und der Aufsässigkeit, der sich überall breit mache und in den Aufrufen z u Gewalttätigkeiten zum Ausdruck komme. Man wisse anscheinend noch nicht, was man wolle, und sicher ziehe der Kommunismus die Masse nicht ab. Aber man wünsche nicht die Verewigung des Regimes der Verschwendung, der Skandale, des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Wirrwarrs, für das man den Parlamentarismus verantwortliche mache. Die „Siberts" schreibt, auch das Zusammentreffen dieses kommunistischen Vorstoßes mit dem Abschluß des französisch-sowjetrussischen Bündnisses verdiene hervorgehoben zu werden. Die ersten Früchte zur Annäherung an Moskau seien wahrlich bitter.
Ungehorsam gegenüber Stalin.
P a r l 5 , 28. Mai. (DNB. Funkspruch.) Unter der Ueberschrift „Ungehorsam gegenüber Stalin" bringt „Le Jour" eine Meldung aus Perpignan, wonach die dortigen kommuni st ischenRekruten sich unter dem Gesang der Internationale zur Musterung eingefunden haben und dann unter den Rufen „Nieder mit der zweijährigen Dienst- zeit!" durch die Straßen der Stadt gezogen sind.
Göring als Gast des Königs Boris.
Sofia, 27.Mai (DNB.) Reichsluftfahrtminister General Göring stattete dem bulgarischen Ministerpräsidenten T o s ch e f f einen Besuch ab. Anschließend besuchte General Göring Außenminister Kosseiwanoff, Kriegsminister Zineff und Verkehrsminister Koschucharofs. Alle Ministerien waren mit der bulgarischen Fahne und der Hakenkreuzfahne geschmückt. Kurz vor 13 Uhr begab sich General Göring in einem Kraftwagen des Königs nach dem Sommerschloß Vranja bei Sofia, wo König Boris ihn und feine Gattin, Reichsminister Kerrl und Gattin sowie Begleitung, den Gesandten R ü m e I i n und die Herren der Gesandtschaft zu einem Frühstück geladen hatte. Nach dem Frühstück lud König Boris General Gorina und seine Gattin zu einem Ausflug nach oem im Rila-Gebirge gelegenen Jagdschloß Bistritza ein. An dem Ausflug nahmen auch Prinz Cyrill und Oberpräsident Prinz Philipp von Hessen, der Schwager des Königs Boris, teil. General Göring wurde überall, wo er von der Bevölkerung erkannt wurde, mit Sympathiekundgebungen überhäuft Sein Hotel „La Bul- garie" ist von einer Menschenmenge umlagert, unter der sich auch in Sofia lebende deutsche Volksgenossen befinden. Die Menge harrte stundenlang aus, um Göring sehen und begrüßen zu können. Aus der Bevölkerung ertönten immer wieder die Rufe: „Heil Hitler!" und „Heil Goring!" Gegenüber böswilligen Erfindungen ausländischer Blätter von einer kommunistischen Kundgebung gegen Goring in Sofia erklärt der Direktor der Landespolizei, daß diese Nachrichten völlig aus derLuft gegriffen find.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer und Reichskanzler hat dem Staatssekretär in der Reichskanzlei Dr. Lammers zu feinem 56. Geburtstage persönlich seine Glückwünsche ausgesprochen.
*
Am Montag reifte eine Gruppe englischer Bauern aus Süd-Lincolnshire von Spaldina aus nach Deutschland ab, um die deutsche Landwirtschaft zu studieren.
X—/ da Ist dicke Linsensuppe — nach Hausfrauenart — gerade das Richtige!
2 Würfel Maggi s Linsen-Suppe, 2 Eßlöffel seine Graupen lGerste), geröstete Semmelwürfel, 1 ’/x Liter Wasser. Die Graupen in 1 Liter Wasser halb weichkochen. - Inzwischen die Linsen-Suppenwürfel mit knapp 0^ Liter kaltem Wasser glattrühren, zu den Graupen geben und nach der einfachen Vorschrift auf den ^elb-roten Würfeln garkochen. Oie fertige Suppe an heißer Stelle etwas ziehen lassen und gerostete Semmelwurfel darubergeben.
MAGGPSUPPEN — dÄe, r&twL
1
•“v-yj
KfS*


