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,^einstündigen, tiefschürfenden Ausführungen behan­delte der Redner verschiedene Gegenwartsfragen. Zu Beginn seiner Ausführungen gab er ein klar umrissenes Bild vom Werden der nationalsozialisti­schen Bewegung und ihrer Weltanschauung, die aus der Verbindung des Geistes des Frontsoldatentums mit den Ideen der unaufhaltsam vorwürtssturmen- den deutschen Jugend heroorgegangen sei Heute gebe es keinerlei Zweifel mehr darüber, daß diese Bewegung die gesamte Macht in Deutschland besitze. So sei es auch nur natürlich und folgerichtig, daß sämtliche Gebiete des öffentlichen Lebens im Dritten Reich eine langsame, aber sichere Umformung im Sinne der nationalsozialistischen Revolution er­fahren. Der Genialität des Führers Adolf Hitler sei es gelungen, das deutsche Volk wieder zu einigen und zusammenzuführen. Deutschland als großes Volk habe ein Recht, zu bestehen, und wir müßten ein Volk werden, das seine nationale Ehre, die ihm der Führer am 16. März wiedergab,' wieder Hoch­halte. Jeder deutsche Volksgenosse habe die unbe­dingte vaterländische Pflicht, in allen seinen Hand­lungen, in seinem Wirken und Werden stets das Wohl des Vaterlandes all seinen sonstigen Inter­essen vorzustellen. Erst komme das Wohl Deutsch­lands, dann erst das des einzelnen! Auf allen Ge­bieten des Lebens werde sich immer mehr das Leistungsprinzip herauskristallisieren. Es ergehe immer wieder der Ruf an alle Volksgenossen, freu­dig mitzuarbeiten, um dem Dolksganzen und damit Deutschland zu dienen' Was wir heute erleben, das voll und ganz zu begreifen, ist ungeheuer wichtig, denn wir schaffen einen neuen Staat, den es in keinem anderen Volke der Welt schon gegeben hat. Erst eine kommende Generation werde beurteilen können, was das jetzige Geschlecht geschaffen habe. Mit dem Appell an die Zuhörer, mitzukämpfen bei der Wiederaufrichtung eines freien, großen Deutsch­land schloß der Redner seine mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen. Der Schulungsleiter, Pg. K o e p p e, dankte dem Redner für seine Dar­legungen. Mit der Huldigung an den Führer und dem Horst-Wessel-Lied wurde der Schulungsabend geschlossen.

Landkreis Gießen.

2 K l e i n - L i n d e n, 27. März. Der Schützen- k l u bRoland" veranstaltete an den beiden letz­ten Sonntagen ein S a a l p r e i s s ch i e ß e n, des­sen Erlös der Winterhilfe überwiesen wurde. Jedem Teilnehmer standen drei Schuß auf die Zwölfer- Ringscheibe zu. Die Ergebnisse waren sehr gut. Die Preisverteilung, die am Sonntagabend in schlichter Feier im Vereinslokal, dem TurnerheÜn, von dem Vereinsführer Friedrich Stein vorgenommen wurde, zeigte folgendes Ergebnis: 1. Preis mit 36 Ringen (Stechschuß 12) Gottfried B e n d e r o t h, 2. mit 36 Ringen (10) Albert Klein, 3. nut 36 Ringen (9) Wilhelm Müller, 4. mit 35 R. (12) Aug. Weller, 5. mit 35 R. (11) Fritz Ko n - radi, 6. mit 35 R. (12) Hch. Naumann, 7. mit 35 R. (11) Walter M ü l l e r, 8. mit 35 R. (9) Fru-dr. Volk, 9. mit 35 R. (7) Rob. Stein,

10. mit 34 R. (10) Herm. Stein, lf. mit 34Jft. (10) Wilhelm Lenz, 12. mit 34 R. (10) Rudolf Jung, 13. mit 34 R. (11) Alb. Deibel, 14. mit 34 R. (11) Eckhard (Gießen).

* Garbenteich , 27. März. Der hiesige O b st - und Gartenbauverein hielt bei Gastwirt Lang einen Schulungsabend ab. Rach der Begrüßung durch den Vereinsführer Fr. W e igel prach Obstbauinspektor Rentsch von der Obst­bauschule Friedberg über den Wandspalier-Obstbau. Er gab eine Fülle praktischer Anregungen und wies auf die einträglichsten Sorten hin. An den Vortrag chloß sich eine rege Aussprache an. Reicher Beifall dankte dem Redner. Vereinsführer Weigel bat in einer kurzen Schlußansprache, den gegebenen Anregungen zu folgen. In der üblichen Weise wurde der Abend dann beschlossen.

y Harbach, 27. März. Am vorigen Sonntag veranstaltete der hiesige Schützenverein am Huckelsberq ein O P f e r s ch i e ß e n für das WHW. Sämtliche Schützen waren mit großem Eifer bei der Sache. Als Reingewinn konnten 6,30 RM. an die Kreisleitung der NS.-Dolkswohlfahrt abgeführt werden. Die Veranstaltung stand unter der Leitung des Vereinswalters Wilh. Zimmer. Es wurden zehn Schuß abgegeben. Aus dem Wett­schießen ging Wilhelm Scheid mit 89 Ringen als 1 Sieger hervor. Es folgten sodann als weitere Sieger Wilhelm Z i m m e r mit 87, Heinrich Frey mit 78, Ludwig S t a u ß mit 75 und Karl Erb mit 72 Ringen. Das Wettschießen soll an den näch­sten Sonntagen fortgesetzt werden. Unser Schießplatz gehört zweifellos zu den schönsten und besten des ganzen Kreises. Er befindet sich in einer tiefen Waldschlucht zwischen Harbach und Queckborn und zeichnet sich nicht nur durch seine romantische Um­gebung, sondern auch durch seine einwandfreie und vorbildliche Anlage aus. Nur durch die Opferbereit­schaft und tatkräftige Mitarbeit eifriger Schutzen- brüder gelang es im Jahre 1930 dem Verein, den mustergültigen Schießplatz anzulegen. An seinem Zustandekommen erwarben sich besonders folgende Mitglieder große Verdienste: Wilhelm S ch e l d , Karl Erb,' Wilhelm Zimmer, Otto S t a u ß , Heinrich Frey, Ernst Aff, Erwin Keil, Lud­wig Leschhorn, Ludwig S t a u ß. Der SA. und der SA.-Reserve kam unser Schießplatz seither sehr zustatten.

§ Ettingshausen, 27. März. Im Saale von Paulus Walter fand dieser Tage ein K o n z e r't des Gesang-VereinsSängervereinigung Concor dio-Liederkranz" - Ettingshausen statt, der unter der bewährten Leitung von Lehrer W. Erb steht. Der Abend nahm einen wohlgelunge­nen Verlauf. Mit einemSieg-Heil" auf^den Füh­rer eröffnete der Vereinsvorsitzende K. Sann den Unterhaltungsabend. Es folgten nun Lieder ernsten und heiteren Inhalts, deren mustergültige Wieder­gabe den Beifall der Zuhörer fand. Mit dankbarem Beifall wurden auch die musikalischen Darbietungen der Herren Schreiner, Weimer (Violine), H ö ö s (Cello) und Erb (Klavier) und die Lieder­

vorträge von Herrn Schreiner (AltetEuseck) ausgenommen. Drei Mitglieder des Vereins, Karl Schneider, Ludw. O p P e r und Karl K n o tz, trugen in gefälliger Form einige Lieder vor. Große Heiserkeit rief die Aufführung der humoristischen GesangsszeneLändliche Chorprobe" hervor. Als äußeres Zeichen für die feste Geschlossenheit der neuen Sängervereinigung verlieh der Vorsitzende der alten Fahne eine neue Schleife mit entspre­chender Inschrift.

* Hungen, 27. März. Die Viehverwer- tungsgenossenschaftHungen hieltm der Traube" ihre Generalversammlung ab, in der der Aufsichtsratsvorsitzende Köhler (Langsdorf) zu­nächst des tödlich verunglückten Kreisbauernführers Adam D ö r r s ch u ck gedachte. Geschäftsführer Bocher (Hungen) erstattete sodann den Geschäfts­bericht, dem zu entnehmen war, daß sich die Ge­nossenschaft weiterhin günstig entwickelt hat. Der Mitgliederstand erhöhte sich im vergangenen Jahre um 111 auf 653 Mitglieder. Durch die Genossen­schaft wurden im vergangenen Jahre 639 Stück Rindvieh, 1732 Kälber, 3094 Schweine und 37 Schafe umgesetzt, so daß sich ein Gesamtumsatz von 5502 Tieren ergibt. Die Genossenschaft konnte seit ihrer Gründung im Jahre 1931 insgesamt 13 735 Tiere umsetzen. Im Verlaufe der Versammlung wurde beschlossen, daß die Genossenschaft von jedem Stück Großvieh 1,50 Mk., von Schweinen je 0,75 und Kälbern 0,50 Mark erhebt, wenn die Ge­nossenschaftsmitglieder anderweitig und nicht durch die Genossenschaft verkaufen. Die dadurch anfallen­den Beträge sollen zur Verbilligung der Fracht­sätze Verwendung finden. Herr Sauer (Frank­furt a. M.) sprach dann noch in grundsätzlichen Ausführungen über die Viehverwertung. Die Zu­hörer folgten dem Vortrag mit großer Aufmerk­samkeit.

oo Eberstadt, 27. März. Der hiesige Turn­vereinGut-Heil" veranstaltete im Saale von Wedemann einen turnerischen Abend. Nach dem Aufmarsch der Turner und Schüler begrüßte Dietwart Reitschmidt die zahlreichen"'Gäste, insbesondere die Turnbrüder von Nieder-Weisel, die zum Gelingen des Abends beitrugen. Die Vor­tragsfolge brachte eine Reihe turnerischer Vor­führungen sowie einige von Turnern und Schülern gespielte Einakter. Stärksten Beifall fanden die Ge­räteübungen der Turner und die Bodenübungen der Gäste non Ni.eder-Weisel. Dietwart Hilde­brandt (Nieder-Weisel) dankte für die gastfreund­liche Aufnahme und gab dem Wunsche Ausdruck, daß beide Vereine auch in Zukunft kameradschaft­lichen Verkehr pflegen möchten. Der Erlös der wohlgelungenen Veranstaltung wurde dem Winter­hilfswerk zugeführt. Die der Gemeinde zugestellten letzten Winterhilfe-Plaketten konnten restlos ver­kauft werden.

Kreis Friedberg.

+ Butzbach, 27. März. Das hier .durchgeführte Opferschießen der Schützengesellschaft hatte recht gute Beteiligung aufzuweisen. Nicht nur

Mitglieder, sondern auch viele Freunde des Schieß­sportes hatten sich eingefundrn. Das finanzielle Ergebnis floß restlos dem Winterhilfswerk zu, dem ein namhafter Betrag überwiesen werden konnte.

Kreis Alsfeld.

n. Flensungen, 27. März. Die hiesige Hitlerjugend und der B d M. veranstalteten im Saale von Gastwirt Becker einen W e r b e abend. Der Spielmannszug der HI. eröffnete die Veranstaltung mit einem Marsch. Nach den Begrüßungsworten des Gefolgschaftsführers Willi Becker folgten Lieder, Spiele, Gedichtvortrage und Volkstänze des BdM. Ein Theaterstück und das Lied der Hitlerjugend bildeten den Abschluß des wohlgelungenen Abends.

£ Groß-Felda, 27. März. Großes Aufsehen erregte hier das Propaganda-Auto des Reichs- nährstandes, das zur Erzeugungs­schlacht aufrief. Einem Zwiegespräch zwischen zwei Bauern, am Lautsprecher auf Schallplatte dar­geboten, folgte eine Einladung zu einer g r o ß e n Bauernkundgebung am 30. März in Als­feld. Eine eigenartige Erkrankung zeigt sich hier in verschiedenen Schweine st ällen. Die Tiere überfällt ein Zittern, sie werden steif und können sich nicht mehr erheben. Durch den Mangel an Mi­neralstoffen fehlt dem Futter der nötige Aufbau- stofs, so daß Knochenerweichung eintritt. Verschiedentlich sind schon Zuchtsauen eingegangen.

Vreutzen.

Kreis Wetzlar.

* Wißmar, 27. März. Am Sonntag hielt der TurnvereinGut-Heil!" Wißmar einen Werbeabend zu Gunsten des Winterhilfswerks ab, der sehr gut besucht war. Bereits am Nach­mittag ging ein Schülerwetturnen voraus, bei dem die Kleinen schöne Hebungen an den Ge­räten zeigten und dann mit großer Freude ihre Urkunde entgegennahmen. Der Abend wurde mit einem Musikstuck und einer Ansprache des Vereins­führers Hermann eröffnet. Dann wurden Uebun- gen an den Geräten gezeigt und zwei schöne Theaterstücke von Mitgliedern des Vereins auf­geführt, die mit Beifall ausgenommen wurden. Um nun auch einmal für das Frauenturnen zu werben, hatte man die Turnerinnen des Turnvereins Krof­dorf eingeladen. Was die jungen Turnerinnen in verschiedenen Vorführungen zeigten, war über alles Erwarten schön und riß' die Zuschauer zu Beifalls­stürmen hin. Man hofft, daß diese Vorführungen ein Ansporn auch für die hiesigen Jugendlichen sein möchten. Das Lehrerkollegium stellte sich ebenfalls in den Dienst der guten Sache, indem es die Musik für den Abend stellt«. Die Veranstaltung wurde von Partei und Behörde gut unterstützt. Zum Schluß sprach der Werbewart des Vereins, H. Todt, zu den Teilnehmern des Abends und ermahnte, auch weiterhin in echtem Turnergeist zu arbeiten, zum Segen unseres deutschen Vaterlandes. Mit einem dreifachenGut-Heil!" auf den Führer und die DT^ wurde der Abend geschlossen.

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Das Entschuldungsverfahren wird eingestellt, nach­dem die Schuldner den Antrag gemäß § 21 des land­wirtschaftlichen Schuldenregelungsgesetzes zurück- genommen haben.

Gießen, den 21. März 1935.

Amtsgericht.

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Bellersheim, den 26. März 1935.

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