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Ein guter Fang. — Wem gehört das Diebesgut?
Am 15. Januar 1935 wurde in Alsfeld
volles Spiel. Schwarz kann auch mit c7—c5 in eine .gut spielbare Variante der sizilianischen Partie einlenken.) 2. ..67—65. 3. c4X65? (Dieser frühzeitige Abtausch ist zu ta6eln. Weiß verzichtet von vornherein auf je6en Vorteil un6 gestattet Schwarz eine mühelose Figurenentwick- lunr ---------- L------1 ------
lung, 6ie ihm sogar 6as bessere Spiel verschafft. Außer6em erhält Schwarz auf 65 einen prächtigen Zentrumsbauern, 6er zunächst gar nicht anzugreifen ist. Mehr kann man als Nachziehen6er nach 6em
werksbetrieb zwar noch ein Jahr weitergeführt werden könne, anschließend aber müsse wieder ein ■geprüfter Meister für die Hinterbliebenen den Betrieb führen. Eindringlich wurde darauf hingewie- sen, daß die Aushändigung einer Handwerkerkarte erst dann erfolgen könne, wenn ein genau ausgearbeiteter Fragebogen sorgfältig ausgefüllt worden sei. Nachdem der Redner die Voraussetzungen der Eintragung in die Handwerkerrolle und die Erfordernisse für die Ausstellung einer Handwerker- karte im einzelnen erläutert hatte, beschloß er diesen Teil seines Vortrages mit dem Hinweis, daß
die Zeit nunmehr vorbei fei, da das Handwerk ohne gefehttch untermauerten Schuh war, alle Voraussetzungen für die Lxiffenzfähigkeif des Handwerks und die Ordnung im Handwerk feien gegeben.
Alsfeld umhergetrieben hat, ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß die in seinem Besitz befindlichen Wertgegenstände aus der dortigen Gegend stammen.
Eigentumsberechtigte werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizeistelle Gießen ins Benehmen zu setzen.
Zwei Einbruchsdiebstähle in einer Nacht
In der Nacht zum 26. März 1935 wurde in das Landwirtschaftliche Institut in der Senckenbergstraße und in das Kaufhaus „Karzentra" im Seltersweg
Schach-Ecke.
Bearbeitet von Otto Denkner.
zu nehmen fei) und von seiner Arbeit innerhalb der Innung. Grundsätzlich nahm der Redner Stellung zu der Frage der Führung eines Handwerksbetriebes durch eine Frau.
Lin Handwerksbetrieb könne durch eine Frau nur dann geführt werden, wenn die Frau die Meisterprüfung abgelegt und bestanden habe.
In Zukunft solle das Ge s e l l e n w a n d e r n wieder eingeführt werden. In den Tagen vom 15. bis 17 Juni findet — darauf wies der Vortragende besonders hin — in Frankfurt der R e i ch s h a n d- rn e r k e r t a g statt, zu dem etwa 250 000 deutsche Handwerker erwartet werden Der Handwerkskammerpräsident habe den Wunsch ausgesprochen, daß Hessen geschloffen daran teilnehme.
Abschließend sprach Dr. Reif noch über die Frage der Regiebetriebe behördlicher Stellen und wies darauf hin, daß durch die am 1. April in Kraft tretende neue Gemeinde- Ordnung ein wesentlicher Wandel in den bisherigen unerwünschten Verhältnissen geschaffen werde: Ferner sprach er noch über die Gefangenen- arbeit, über die Einführung des A r b e i t s - buches und über die neue Vergleichsordnung.
In der Folge beantwortete der Redner eine Reihe von schriftlich gestellten Fragen in umfassender Weise.
Im weiteren Verlaufe der Versammlung sprach als Vertreter der Berufsberatung beim Arbeitsamt Gießen,
Rach einer kurzen Pause sprach Dr. Reif über eine Reihe Fragen der Geoenwart. beschäftigte er sich zunächst mit der Arbe: b e s ch a'f f u n g. Das Arbeitsbeschaffungsprogramm für die nächste Zukunft erstrecke sich auf weitere Siedlungsbauten, wie auch auf Instandsetzungs- arbeiten. Die Durchführung der bisherigen Instandsetzungsarbeiten habe sich für viele Handwerkszweige sehr günstig ausgewirkt. Eine wesentliche Belebung sei auch von den Initiativen der Gas- und Elektrofront ausgegangen. In Gießen und Butzbach habe die Bautätigkeit eine starke Belebung erfahren, die auch weiterhin anhalten dürfte.
Unschädlich gemacht.
Bericht der Kriminalpolizeistelle Gießen.
Handwerk und Gewerbe im Drillen Reich Eine Dersammlung der KreiShandwerkerschast Gießen.
wirtschaftet werden, angehalten sein «s den an- deren nachzumachen. Wir wollen aber nicht nur mehr erzeugen, sondern auch die Rohstoffbasis erweitern, damit wir zur Nahrungsfre,he,t kommen, Lazu dienen auch die Baucrnkundgebungen, wie fie in den Kreisbauernschaften abgehalten werden, denn dos Bauerntum ist die Grundlage des National- sozialismus. , ., „ .. rf
Der Vorsitzende dankte nach dem reichen Beifall dem Bauernführer, der nachher einige an ihn gestellte Fragen beantwortete.
Neue Bürgermeister in Oberhessen.
Das Personalamt der Landesregierung gibt be- feld, Emil Rausch tn . tonnt daß am 21. März 1935 zu Bürger - > Sandlofs, Johannes Lips tn meistern ernannt wurden: Heinrich August I sämtlich Kreis Lauterbach.
eingebrochen. , v
In das Landwirtschaftliche Institut stieg der Tater durch ein offenstehendes Fenster ein und entwendete nach Aufbrechen eines Schreibtisches 19,70 Mark Weitere Behältnisse wurden ergebnislos durchwühlt. Während der Täter an der Arbeit war, wurde sein Fahrrad mit Aktentasche und Inhalt, das er im Hofe abgestellt hatte, von dem nach Hause kommenden Hausverwalter in Verwahrung genommen. Der Täter, der sein Rad nach dem Verlassen des Gebäudes nicht mehr vorfcmd, mußte ohne dieses abziehen. .
Der Einbrecher, der den Einbruch tm Kaufhaus „Karzentra" ausführte, gelangte an einem an der Hausfront aufgestellten Weißbindergerüst auf das Dach und stieg durch ein nur angelehntes Dachsen- [ter ein. Nach Zertrümmerung einer Schalterfenster- scheibe gelangte er in den Büroraum, in dem sich der Kassenschrank befindet. Mit am Tatort vorgefundenen Schlüsseln versuchte der Täter den Kassen- schrank zu öffnen, was ihm aber nicht gelang. Unter Mitnahme einer Geldkassette und der vorgefundenen Schlüssel verlieh er den Tatort. Die Kassette, die wohl verschlossen war, aber nichts enthielt, ließ der Täter auf dem Gerüst stehen, da er sich durch das Hinzukommen eines Wachmannes beobachtet fühlte. Der Wachmann stellte den Unbekannten zur Rede und wollte ihn zur Polizeiwache verbringen, da er angeblich Selbstmord verüben wollte. Auf dem Wege zur Wache ist der Täter jedoch in einem unbewachten Augenblick entflohen.
Auf Grund der sofort durch Beamte der Krimi- nalpolizeiftelle angestellten Ermittlungen konnte noch im Laufe des Dienstag vormittags die Persönlichkeit des Täters festgestellt werden. Es handelt sich um den 30jährigen arbeitslosen August Hinkel aus Wißmar. Hinkel, der die beiden Diebstähle ausgeführt hat, ist geständig und will die Tat aus Not begangen haben
Dr. Wagenbach
über die Einstellung von Lehrlingen. Er wies darauf hin, daß in diesem Jahre in Oberhessen ein starker Entlassungsjahrgang zu verzeichnen sei. Insgesamt würden etwa 5000 Kinder schulentlassen. Für etwa 2500 Jungens seien bisher nur etwa 700 bis 800 Lehrstellen angemeldet.
3m Interesse der 3ugenb fei die Frage der ver
mehrten Lehrlingseinstellung eingehend zu prüfen.
Dr. Wagenbach gab dabei dem Wunsche Ausdruck, daß die Obermeister der Innungen und die Berufsberatung zum Zwecke der Lehrlingsvermitt-
6ritten Zuge wirklich nicht verlangen. Für Weiß kommt an 6ieser Stelle nur 6er im Sinne 6es gewählten Aufbaues liegende Zug 3. Lfl—g2 in Frage. Nicht gut für Schwarz wäre jetzt der Vorstoß* 3. ..., 65—d4 wegen 4. f2—f4! Notwendig um e6—e5 zu verhindern. 4. ...» c7—c5. 5. e2—e4, Sb8—c6. 6. Sgl—f3, Lf8—e7. 7. d2—63, Lc8—67. 8. Sbl—a3, a7—ab un6 Weiß hat auf Grun6 seines beweglichen Zentrums 6ie besseren Aussichten. Auch 3...... c7—c5 erscheint für Schwarz nicht
günstig, 6a nach 4. c4X65, e6X65. 5. 62—64 6er isolierte Bauer auf 6er 6-Linie ein willkommenes Angriffsobjekt für Weiß bil6et. Verhindert Schwarz nach 5. d2—d4 das Oeffnen der d-Linie durch 6. c5—c4, so wird Weiß die schwarze Zentrumsstellung durch e2—e4 mit Vorteil sprengen. Am besten beantwortet Schwarz den Zug 3. Lfl—g2 mit dem entspannenden Abtausch d5Xc4, wobei Schwarz einen kleinen Vorteil erhält, wenn Weiß mit Ddl—a4+ den Bauern sofort zurückerobert.) 3. ... e6Xd5. 4. Lfl—g2, Sg8—f6. 5. e2—e3, Lf8—66. 6. Sgl—e2. (Dieser Aufbau ist für Weiß nicht vorteilhaft) 6. ..Lc8—e6. 7. 62—64, Sb8—67? (Vom Standpunkt der Strategie betrachtet, ist dieser Zug ein schwerer Fehler. Es sollte c7—c6 geschehen.) 8. 0—0, c7—c6. (Wir wollen unseren Schachfreunden nun einmal kurz darlegen,
dann zu der Ansicht kommen, daß seine Angriffs*- truppen zum Sturm noch zu schwach sind, kann er immer noch den Damenspringer über d7, f8 und g6 ins Treffen führen, wobei zu berücksichtigen ist, daß durch die vorangegangenen Angriffszüge bereits eine empfindliche Störung der weiteren Figurenentwicklung des Weißen eingetreten wäre.) 9. Sbl—c3, D68—c7. 10. Lei—62, 0—0. 11. Tal—cl, a7—a6. (Schwarz hat nun seine Figurenaufstellung schematisch beendet, muß aber bereits ein Tempo verlieren, um die Dame auf c7 zu behaupten. Außerdem zeigt es sich, daß Schwarz, der keinen festen Plan hat, nicht weiß, was er spielen soll.) 12. f2—f3, Tf8—e8. 13. e2—e4! (Damit übernimmt Weiß die Initiative und zertrümmert die schwarze Stellung in wenigen Zügen.) 13.....d5Xe4. 14. f3Xe4, L66—f8. 15. e4—e5,
Sf6—h5. (Leider erzwungen.) 16. Lg2—f3, g7—g6. 17. Lf3Xh5, g6Xh5. 18. Ld2—f4!, Lf8—e7. 19. Kgl—hl, Ta8—d8. 20. d4—65! (Der entscheidend Vorstoß. Schwarz hat keine Parade mehr.) 20. ..., Sd7Xe5. 21. 65Xe6, TdSXdl. 22. e6Xf7+, Kg8 —f8. (Schwarz, der nach 22. ..., Se5Xf7. 23. Lf4 Xc7 den Kampf mit einer Figur weniger weiter führen müßte, zieht ein schnelles Ende vor.) 23. Lf4—h6+ und matt.
Lösung des Problems Nr. 385.
Von Dr. E. Palkoska.
1. Sg5—e6, Kd5Xe6+. 2. Tc4—c5+, Ke6-f6. 3. Lf4—e5+ und matt.
1. ..., Da5-d2. 2. Tc4—64+, Kd5—c6. 3. La2 —65+ und matt.
1. ..., beliebig. 2. Tc4—c5+, Kd5—e4. 3. La2 —65+ und matt.
Lösung des Problems Nr. 386.
Von G. Ernst, Augsburg.
1. Kgl—g2! (Zugzwang.)
Aus Der Schachwelt.
Nach dreimonatigem Kampf wurde das diesjährige Turnier um die Meisterschaft der Schachvereinigung Groß-Frankfurt a. M. beendet. Es ergab sich folgender Schlußstand: 1. Roß, 1354 Punkte; 2. Benkner, 12 P.; 3. Meng er, 1154P.; 4. bis 6. G. Deschauer, Krehl und Jäger mit je 11 P.; 7. E y i n k, 9 P.; 8. bis 10. O. Deschauer, Dr. Sauer und Sch ikora mit je 8% P.; 11. und 12. Bernardi und Dali- meier mit je 8 P.; 13. und 14. Ditter und Kinne mit je 1% P.; 15. Dr. Barensfeld, 6% P.; 16. V e r g e n s , 4H? P.; 17. H o r n s t e i n, 4 P.; 18. Sterner, 2% P.
warum die schematische Entwicklung des Damenspringers nach d7 ein Fehler war. Wir betrachten uns deshalb die Stellung, die entstanden wäre, wenn Schwarz im vorigen Zuge richtig c7—c6 statt Sb8—d7 gespielt und Weiß, dem ja nicht allzuviel plausibele Züge zur Verfügung stehen, daraufhin nach der Königsseite rochiert hätte. Die so entstandene Kampflage ist für Schwarz außerordentlich günstig. I. In Bewegungsfreiheit und Aufstellung sind die schwarzen Figuren den weißen bedeutend überlegen. II. Der Eröffnungskampf um die Brettmitte ist zugunsten von Schwarz entschieden, denn der wichtige Zentralbauer d5 wird von einem Bauern und einer Anzahl Figuren gedeckt und ist unangreifbar. Die wichtigen Zentrumsfelder c4 und e4 sind im unbestrittenen Besitz des Schwarzen. Andere Fehler, wie e5, c5 und f4 werden von ihm kontrolliert. Ein aktives Vorgehen des Weißen ist nicht zu befürchten, da die schwarze Stellung keine Schwächen aufweist. Die momentanen Voraussetzungen für eine sofortige Entscheidungsschlacht sind für Schwarz die denkbar besten. Deshalb muß der direkte Angriff gegen den weißen König mit g7—g5, was gleichzeitig einem etwaigen Springerausfall nach f4 vorbeugt, aufgenommen werden. Mit Dd8-c8 und h7-h5 wird die Angriffsstellung vollendet. Jetzt wird Schwarz die neuentstandene Kampflage überprüfen, sollte er
Line bedeutsame Rolle im Handwerklichen Wirtschaftsleben werde auch die Einführung der Allgemeinen Wehrpflicht spielen.
Steuerliche Erleichterungen konnten sich fördernd für die Wirtschaft auswirken. Seit dem 30. Januar 1933 seien Steuererleichterungen in Höhe von insgesamt 1200 Millionen zu verzeichnen gewesen. Die Zinssenkung habe in gleichem Sinne gewirkt. Ins- gesamt seien 1,5 Milliarden Mark der Wirtschaft unmittelbar zugute gekommen. Eine weitere Arbeitsbeschaffung stelle die E r z e u g u n g s sch l a ch t dar. Durch die Bodenverbesserungen, durch Silobauten usw. ergebe sich eine nicht unwesentliche Belebung auch des Handwerks, insbesondere auf den Dörfern.
Eine neue Wirtschaftsauffassung habe in Deutsch- land Platz gegriffen. Die Wirtschaft sei heute geführt von der Politik der NSDAP. Die Umkehr der Gesinnung werde zwar länger dauern, aber sie vollziehe sich bereits sehr lebhaft.
Die neu elngeführle Lhrengerichlsbarkeil werde sich als ein sittlicher Quell zur Erneuerung des Geistes im Handwerk erweisen.
Die bisherigen Urteile des Ehrengerichtshofes in Berlin ließen an Klarheit nichts zu wünschen übrig.
Man hörte dann von den Pflichten des Lehrmeisters dem Lehrling gegenüber, von den Maßnahmen gegen Preisfchleuderei und von der Der- antwortlichkeit und den Schwierigkeiten der Preis- Überwachung. In kurzen Umrissen sprach der Vortragende über das Ordnungsstrafrecht des Ober- meisters, (das nur im äußersten Notfall tn Anspruch
staatenlose Iwan Bondarenko, geboren 20. Juli 1895 zu Nowogorodzewrsk (Rußland), fe st genommen. Er wurde in das Landgerichts- gefänanis Gießen überführt. Bondarenko ist vorbestraft und als reisender, wenn nicht gar als internationaler Verbrecher anzusehen. Er ist Simulant und gibt die verworrensten Antworten. Es steht einwandfrei fest, daß Bondarenko die deutsche Sprache in Wort und Schrift einwandfrei beherrscht. Als ehemaliger Kriegsgefangener will er in Deutschland geblieben und nicht mehr zurückgekehrt sem. lieber seine Erwerbs- und Aufenthaltsverhältnisse in Deutschland sowie über seine Angehörigen hat Bondarenko bis jetzt keine Angaben gemacht. Als einzigen Ausweis führte er einen gelben Personalausweis, ausgestellt im Jahre 1924 vom Landratsamt Marburg a. d. L., bei sich. Bei seiner Fest- nähme war Bondarenko im Besitze einer Aktentasche mit folgendem Inhalt:
Etwa 50 verschiedene Schlüssel; 4 Dietriche aller Größen; ein 13 Millimeter breites Brecheisen; ein 20 Millimeter breiter Meißel; eine Eisensage; em Schraubenzieher; verschiedene Feilen; eine Taschenlampe; eine weiße Wachskerze. Ferner war Bon- darenko im Besitze eines Herrenfahrrades, Fabrik- Nummer 1257 900, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen mit blauen Streifen, schwarzer Sattel mit starker Federung und Torpedofreilauf; eine silberne Herren-Ankeruhr mit Goldrand und Doublökette, Gehäuse-Nr. 1 112 684, Rep.-Zeichen 12 788, 1254, schwarze arabische 12-Stunden-, darüber blaue 24- Stunden-Einteilung, auf dem Zifferblatt die Aufschrift „Ankra"; 2 schmale goldene Trauringe, 900 gestempelt, graviert G. F. 24.5.26 und I. S 24. 5. 26; eine grünlederne Brieftasche mit blauem Futter; 2 Revolverpatronen (Bleigeschoß), am Geschoßboden die Aufschrift „Braun & Bloem 380".
Beschreibung: 1,66 Meter, untersetzt, schwarzbraune Haare, breites blasses Gesicht, graue Augen, dicke Nase, große abstehende Ohren, abgetragene Handschuhe, schwarze Schnürschuhe, Ledermantel mit braunem Futter und Ledermütze. Mantel und Mütze will er von einem unbekannten Kraftfahrer geschenkt bekommen haben.
Da sich Bondarenko in der letzten Zeit vorwiegend in der Gegend zwischen Marburg und
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom Redaktion-ttsch.
Ganz einfach.
Irgendwo im deutschen Vaterlande saßen einmal ein Leutnant von der Marine und einer vom Land- heere im Gespräch beisammen. Da meinte die Landratte:
„Ich habe schon egal nachgedacht und direkt schlaflose Nächte gehabt — sagen Sie doch mal, verehrter Herr Kamerad, wie machen Sie das eigentlich, um den Weg über den Ozean zu finden?"
„Mit ein paar Worten ist das nicht so zu erklären," erwiderte der Seebär. „Aber ich will es mal versuchen: also da haben wir zuerst die Seekarten . . ." f
„Ach so — Karten haben Sie! Na, dann ist ja die Kiste ganz einfach!"
Einbruch in Berlin N.
Auf dem Polizei-Revier erscheint der Gastwirt Lehmann und erkundigt sich „ob er hier richtig märe", nämlich um eine Anzeige zu machen.
Mit „Jawohl!" wird ihm seine Vermutung bestätigt, und Lehmann gibt nun zu Protokoll:
„Jestern Nacht ba’m fe bei mir einjebrochen.
„Und da ist Ihnen wohl was gestohlen worden?
„Stimmt, Herr Wachtmeester! — Dreiunddreitzig Dinger!"
„Na, dann reichen Sie mal eine Lifte dieser Gegenstände ein."
„Nicht nötig, Herr Wachtmeester — es handelt sich um een Kartenspiel und ’nen Prvp« penzieher."
Problem Nr. 387.
Von H. von Hennig, Kiel.
Weiß 7 Steine: Kcl; Df7; Tb4; Lf2; Lc4; Sd3; Sb6.
Schwarz 8 Steine: Kc3; Te3; Tg5; Ldl; Sa3; Bd4, 66, f4.
Weiß zieht und setzt in vier Zügen matt.
Problem Nr. 388.
Von J. Olasz, Budapest.
Weiß 11 Steine: Kh8; Tf4; Tf6; LgS; Le7; Sd4; Sg4; Ba3, a5, 62, f5.
Schwarz 6 Steine: Kc4; D66; Bc6, c7, 63, e6.
Weiß zieht un6 setzt in zwei Zügen matt.
Partie Nr. 267.
Aus 6em Turnier um 6ie Meisterschaft 6er Schachvereinigung Groß-Frankfurt a. M.
Gespielt am 7. Januar 1935.
Weiß: Jäger.
Schwarz: O. Deschauer.
1. c2—c4. (Die englische Partie.) 1. ..., e7—e6.
2. g2—g3. (Nimzowitsch hat hier einige Male e2—e4 versucht. Schwarz antwortet öann am besten mit 67—65 un6 erhält ein offenes chancen-
Am vorgestrigen Dienstagvormittag fand im Saale i des Cafe Leib eine Versammlung der Kreis- : Handwerkerschaft Gießen statt, 3" der die ' Obermeister, die Jnnungsbeiräte und die Gesellenwarte sehr zahlreich erschienen waren
Kreishandwerksmeister S t ü h l e r (Gießen) hieß ■ die Besucher willkommen, teilte mit, daß der Handwerkskammerpräsident leider nicht selbst an der ■ Versammlung teilnehmen könne, und begrüßte dann dessen Vertreter Dr. Reif, außerdem den Kreishandwerksmeister des Kreises Schotten, N e u- mann. Sodann sprach
Or. Reif-Oarmstadi
als Beauftragter des Handwerkskammerpräsidenten über die 2. und d i e 3. Verordnung zum Aufbau des Handwerks. Er betonte eingangs, daß nunmehr die Organisation des Handwerks nach oben hin abgeschlossen und die handwerkliche Wirtschaft der Deutschen Arbeitsfront korporativ angeschlossen sei.
Dann ging der Redner auf die 2. und 3. Verordnung zum Aufbau des Handwerks ein, sprach über die Einführung des Führerprinzips bei den Handwerkskammern, über die Zusammensetzung des Kammervorstandes und die Voraussetzungen für die Zugehörigkeit zum Handwerkskammervorstand. In der 3. Verordnung zum Aufbau des Handwerks sei der Sieg des handwerklichen Grundsatzes der Leistung verankert.
Selbständiger Handwerksmeister könne in Zukunft nur der werden, der durch eine Meisterprüfung einen Befähigungsnachweis dargelan habe.
In seinen weiteren Ausführungen schilderte der Redner die Verhältnisse im Handwerk seit dem Jahre 1810 (dem Zeitpunkt der Einführung der Gewerbefreiheit) bis auf den heutigen Tag und weckte dadurch das Verständnis für die Bedeutung dieser 3. Verordnung. Er sprach in diesem Zusammenhang auch von der neu geschaffenen Ehrengerichtsbarkeit des Handwerks und von der einheitlichen Beitragsregelung, die nunmehr Platz greife. In klarer Ueberfchau wies er dann auf die Forderungen und Voraussetzungen hin, die ein Handwerksmeister im Dritten Reich erfüllen müsse und erläuterte die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen. Das ganze Meisterprüfungswesen werde, so führte er u a. aus, neu geordnet. Der Andrang zur Ablegung der Meisterprüfung sei gegenwärtig sehr groß. Uebergangsbe- ftimmungen seien geschaffen. Die ganze Verordnung stelle einen Ansporn zu hoher Leistung dar.
Fachliche, theoretische oder moralische Unzu- verläfsigkeit könnten in Zukunft zur Gewerbeuntersagung führen. 3n schweren Fällen könne auch der Meistertitel aberkannt werden.
(für die Eintragung in die Handwerkerrolle, ober ür die Ausstellung einer Handwerkerkarte sei die lrt des Betriebes ein wesentlicher Ausgangspunkt.
Der Redner wies besonders darauf hin, daß in Zu- fun-ft beim Tode des Handwerksmeisters der Hand-
Koch tn Dannenrod, Johannes Stamm tn Eu- dorf, Ernst D ö r r in Gleimenhain, Albert Schnei- der in Groß-Felda, Karl Kaufmann in Höin- gen, Karl Schweiker in Homberg a. d. Ohm, Wilhelm Velten in Ilsdorf, Heinrich Pimper in Lehrbach, Johannes Wilhelm I. in Ober- Ofleiden, Karl Schmidt in Reibertenrod, Heinrich Roth in Windhausen, sämtlich Kreis Alsfeld; Jakob Hofmann IV. in Bersrod, Wilhelm Fuhr in Beuern, Friedrich Deines in Daubrinaen, Heinrich Hofmann in Hungen, Wich. Koch III. in Nonnenroth, August Becker III. in Stangenrod, Kaspar Euler in Trais a. d. Lda., sämtlich Kreis Gießen; Heinrich R o ck e l II. in Hopfmanns- feld, Emil Rausch in Nösberts, Fritz Block tn - ■ - - - » ----- n i p 5 in Unter-Wegfurth,
hing eine enge Zusammenarbeit pflegen sollten, zum Wohle der Jugend und des Handwerks.
Or. Reif
wies darauf hin, daß in unserem Vaterlande ekwa eine Million Jugendliche aus der Schule entlassen würden. Das Handwerk sei an sich übersetzt. Es werde aber nichts unversucht bleiben dürfen Die Jugendlichen in Lehrstellen zu bringen. Dem Lehr- ling müsse eine sorgfältige Ausbildung garantiert werden können.
Der Kreisbetriebsgemeinschaftswalter der Gruppe Handwerk in der MS- Stein (Gi-h-n), gab einige Hinweise und Mitteilungen über Die Buchführung des Reichshandwerkertages in Frank* furt a. M . ..
Geschäftsführer Schimmel wies darauf Yin, daß es notwendig sei, die Bemühungen der Organe der Kreishandwerkerschaft durch einwandfreie-, Verhalten jedes Handwerkers zu unterstützen.
Kreishandwerksmeister Stühler betonte in seiner Schlußansprache, daß es an den Handwerkern liege, wenn sich die neuen gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen zum Vorteil des gesamten Handwerks auswirken sollten. Wenn sich hier nicht jeder einsetze, so sei das Ringen des Jah^ Hunderts umsonst gewesen. Vor allem dürfe man sich durch viele Kleinarbeit nicht irremachen lassen, wenn das große Ziel erreicht werden solle.
Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Handwerkerstand, auf unser deutsches Vaterland und auf den Führer Adolf Hitler schloß der Kreishandwerks, meister die anregend verlaufene Versammlung. Ge« meinsam wurden sodann die ersten Verse des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes gesungen.
Oberhessen.
Schulungsabend der Ortsgruppe Lich der NSDAP.
? Lich, 26. März. Die Ortsgruppe Lich der NSDAP, hielt gestern abend in Steins Saalbau ihren Schulungsabend für März - ab. Nach Begrüßung durch den Schulungsleiter der : Ortsgruppe, Pg. Dr. K o e p p e , sprach der Kreis- ; Propagandaleiter, Pg. Schmelz (Gießen). In etwa


