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Die Deuische LiistschuH-Ausstellung in Frankfurt

Frankfurt a. M., 26. Febr. (LPD.) In An­wesenheit des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger und vieler prominenter Persönlich­keiten der Reichs-, Staats- und Kommunolbehör- den, sowie der Partei wurde hier die große Deutsche Luftschutz-Aus st ellung eröff­net.

Noch dem Einmarsch der Ehrenstürme und einem ChorAlles für Deutschland", gesungen vom Win- kelmannschen Männerchor, sprach zunächst der Landesgruppenführer der Landesgruppe Hessen- Rheinland-Süd des Reichsluftschutzbundes,

Polizei-Oberst v. d. Oldenburg.

Er führte dabei u. a. aus, die moderne Luftwaffe habe das Gesicht eines kommenden Krieges voll­kommen verändert, und darum müsse das Volk auf­geklärt werden über die Gefahren, die ihm im Falle eines Krieges aus der Luft drohen.

Gauleiter und

Heichsstatthalter Sprenger

wies in seinen Ausführungen auf das Schanddoku­ment von Versailles hin, das Deutschland die voll­kommene Abrüstung vorschrieb. Auch alle anderen Länder seien verpflichtet gewesen, abzurüsten, aber nur Deutschland sei dieser Vorschrift gefolgt. Diesem Beispiel der Vertragstreue sei kein anderes Land gefolgt.

fetter die Ausstellung und übergab" sie der Obhut des Oberbürgermeisters i>er Stadt Frankfurt.

Staatsrat und Oberbürgermeister Or. Krebs

dankte dem Präsidenten des Reichsluftschutzbundes, Generalleutnant a. D. Grimme, daß diese Aus­stellung auch nach Frankfurt gekommen sei, damit der Bevölkerung die Gelegenheit gegeben werde, sich über die Luftgefahr ausklären zu lassen und die Maßnahmen kennen zu lernen, die gegen diese Ge­fahr zu ergreifen seien.

Der Luftschutz fei eine Notwendigkeit für das deutsche Volk, weil Deutschland im Falle eines Krieges namentlich aus der Luft bedroht werde.

Wenn erst einmal die Bomber mit 2000 Kilogramm schweren Bomben erschienen, dann sei es zu spät, über den Luftschutz nachzudenken.

Oer Präsident des Neichslustschutz- bundes Generalleutnant a. O. Grimme machte dann Mitteilungen über den Luftschutz. Er streifte dabei den Vorschlag eines Luftabkommens als Ergebnis der französisch-englischen Verhand­lungen in London und zog daraus den Schluß, daß also die hochgerüsteten Mächte mit einem nicht her­ausgeforderten Luftangriff rechneten und sich da­gegen zu schützen suchten. Namentlich im Westen des Reiches sei vielfach die Ansicht vertreten, daß es gegen die schweren Bomber der Nachbarländer keinen Schutz gäbe, weil diese innerhalb weniger Minuten die Grenzlande erreichen und in einen

Alle anderen Länder hätten vielmehr auf- > gerüstet und insbesondere ihre Luftflotten ver­stärkt, so daß Deutschland heute von Nationen umgeben sei, deren Luftflotten im Falle eines Krieges es in wenigen Almuten in eine Wüste verwandeln könnten.

i Die innere Ehre und Freiheit sei der deutschen : Nation setzt wiedergegeben, aber die Aufrüstung sei bis heute noch nicht möglich gewesen. Darum sei : Deutschland gezwungen, eine passive Wehr zu schaf­fen, nämlich den privaten Luftschutz. Lei­der stoße der Luftschutz vielfach nicht auf das not­wendige Verständnis. Wenn ein Angriff aus der Luft erfolge, müsse jeder Volksgenosse zum minde­sten wissen, was er zu tun habe. Hierüber gebe diese Ausstellung jedem dir nötige Auskunft. Darum sollte niemand in seinem eigenen Interesse versäu­men, die Ausstellung zu besuchen. Allein um dem Frieden zu dienen, würden die Nachbarstaaten doch nicht ihre großen Luftflotten ausbauen.

Der Gauleiter richtete dann einen Appell an die Jugend, damit diese vor allen Dingen sich mit den Grundprinzipien des Luftschutzes ver­traut mache.

Wir hoffen", so betonte der Gauleiter zum Schluß, daß wir nicht in die Lage versetzt werden, vom Luftschutz Gebrauch zu machen, doch müssen wir | auf alles gefaßt sein." Dann eröffnete der Gau-

Trümmerhaufen verwandeln könnten. Wer sagS aber oder könne mit Gewißheit behaupten, daß z. B. Frankreich unser Gegner in der Luft sein würde?

heule hänge der Gewinn eines Krieges nicht > mehr ausschließlich von den Frontsoldaten ab. » sondern auch von der Haltung des ganzen Volkes. Den friedlichen Bürger werde es in der Zukunft nicht mehr geben. Die wirtschaftliche

Front sei so wichtig wie die militärische.

Nicht einige tausend Flugzeuge könnten uns vor einem feindlichen Angriff schützen, viel wichtiger sei der private Selbstschutz. Was im Frieden versäumt werde, müsse im Kriege doppelt bezahlt werden. Zum Schlüsse seiner Ausführungen richtete der Präsident des Reichsluftschutzbundes einen eindring­lichen Appell an die Bevölkerung, sich

restlos dem Reichsluftschuhbund anzuschliehen, damit dieser immer mehr in die Lage verseht werdch- seiner Aufgabe gerecht zu werden,

denn vom Staate allein könne man nicht erwarten, daß er restlos die Sicherheit des Volkes im Falle eines Luftangriffes gewährleisten könne.

Anschließend an die Eröffnung fanden Hebungen mit Brandsätzen und Giftkampfstoffen unter Leitung von Oberleutnant a. D. Lenz vom Präsidium des Reichsluftschutzbundes statt.

Spremhrunoen oer Redaktion.

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