Kreisleitung Gießen der NEDAP
reicht.
Landkreis Gießen.
Zur
Tag
gut Am
Preußen.
kreis Wetzlar.
Den ganzen Abend hielt Paul Nieren als Ansager in unübertrefflicher Weise zusammen. Man sagt von Paul Nieren nicht zu viel, wenn man ihn in die Reihe der großen Ansager stellt, denn was bei ihm besonders anzuerkennen ist, ist die Tatsache, daß er es versteht, mit wirklichem Humor, Herzenswärme und auch Takt alles sofort in seinen Bann zu ziehen. Nieren ist Elberfelder, somit Rheinländer, es war eine Freude, zu sehen, wie die ganze rheinische Fröhlichkeit sich über alle Zuhörer ausgoß. Paul Nieren lieferte wieder den Beweis, daß wirklicher Humor auf alle Mätzchen und eindeutige Wortdeutigkeiten verzichten kann. Alles in allem: ein wohlgelungener Abend, der der NS.- Gemeilischaft „Kraft durch Freude" zur Ehre ge-
„Liederkranz" verbunden sein wird, find vorangeschritten. Hauptfesttag ist der 2. Juni. Wertungssingen werden sich 28 Vereine beteiligen. Nachmittags wird sich ein Festzug durch den Ort bewegen, der mit einer Kundgebung, bei der Mas- enchore mitwirken, geschlossen wird. Ein Volksfest wird den Abschluß der Veranstaltung bilden.
Rundfunkprogramm
Freitag, 1. März.
der Saar-heimkehr. Reichssendungen Heimkehr der Saar ins Reich.
Samstag, 2. März.
A Großen-Buseck, 27. Febr. Am Montag fand in der Kirche ein Vortragsabend des Evangelischen Bundes statt, der sehr gut von den Gemeindegliedern besucht war. Nach den Eröffnungsworten des Ortspfarrers hielt der Gau- walter des Evangelischen Bundes für Oberhessen, Prof. L a m p a s (Friedberg), einen tiefgründigen Vortrag über das Thema: „Das Evangelium in Oesterreich — eine deutsche Schicksalsfrage". Die anschaulichen Darlegungen zeigten, wie die evangelische Bewegung in Oesterreich trotz mancherlei Kämpfe und Schwierigkeiten, die an die Bekenntnis- und Opferfreudigkeit aller Evangelischen höchste Anforderungen stellen, vorangeht, wie der Evangelische Bund es als eine seiner wichtigsten Aufgaben ansieht, die evangelischen Glaubensgenossen in ihrem Kampfe um die heiligsten Güter der Reformation tatkräftig und wirksam zu unterstützen, und wie mit der Erfüllung dieser Aufgabe zugleich auch eine wichtige nationale Tat für unser deutsches Volkstum geleistet wird. In seinen Schlußworten dankte der Ortspfarrer dem Redner für seinen wertvollen Vortrag. Der Abend war von Darbietungen des Kirchen- und des Posaunenchores wirkungsvoll umrahmt.
ch Oden hausen a. d. Lda., 27. Febr. Der Landwirt Wilhelm Müller IV. von hier erlitt
I Groß-Rechtenbach, 27. Febr. Vom hiesigen Standesamt wurden im Kalenderjahr 1934 88 (96) Geburten, 50 (54) Sterbefälle und 65 (62) Eheschließungen beurkundet. Die in Klammern gesetzten Zahlen stellen die Beurkundungen im Kalenderjahr 1933 dar. Der Standesamtsbezirk umfaßt alle Gemeinden des früheren Amtes Rechtenbach mit Ausnahme der Gemeinden Niederkleen, Oberkleen, Ebersgöns. — Die im hiesigen Orte durchgeführte Eintopfsammlung erbrachte 47,65 Mark.
Naggen heraus am 1. März dem Tag der Saar-Rückkehr
Kreis Alsfeld.
Alsfeld, 27. Febr. Die SA. -Stand. arte 254 veranstaltete durch ihre Kapelle unter Mitwirkung der Alsfelder Trompeterkameradschaft auf St. Walpurgis im großen Saal des „Deutschen Hauses" ein Konzert zum Besten des Winterhilswerks der NS. - Volks- Wohlfahrt. Das reichhaltige Programm bot eine Auslese bekannter Märsche und gern gehörter Opern- und Operettenmelodien, die unter Stabführung von Standarten-Musikzugführer Kröm- meld ein (Lauterbach) sauber und schwungvoll musiziert wurden. Die sehr zahlreichen Besucher dankten den Musikern mit starkem Beifall. Lebhaft begrüßt wurden auch die schneidig und exakt vorgetragenen Märsche für Fanfaren und Kesselpauken, mit denen die Alsfelder Trompeterkameradschaft aufs neue ihr beachtliches Können bewies. Der ansehnliche Reinertrag des Konzertabends wird dem Winterhilfswerk sehr willkommen sein, das damit wieder manche Not lindern kann. — Der Verein ehemaliger Oberreal, schüler hielt seine diesjährige Mitgliederver- sammlung ab. Nach herzlichen Worten der Begrü- ßung erfolgte die Ablegung der Jahresrechnungen von 1933 und 1934. Die Versammlung beschloß, der Jubiläumsstiftung für bedürftige Schüler wiederum 200 Mark zu überweisen. Der Verein roirb sich an der im nächsten Jahr stattfindenden Feier des 75jährigen Bestehens der Oberrealschule beteiligen.
# Mücke, 27. Febr. Auf der hiesigen Bahn- st a t i o n herrscht feit geraumer Zeit r e g e r D e r ° ladebetrieb in der Holzverfrachtung aus den Wäldern des Vogelsberges. Die Anfuhr des Holzes geschieht durchweg durch Pferdefuhr- werke. Für die Fuhrwerksbesitzer ist dies ein will- kommener Verdienst. , rtr
# Ober -Ohmen, 27. Febr. Durch bte Arbeiten an der Straße von Mücke nach Ermenrod hat auch das hiesige Basaltwerk wieder Aufträge bekommen und seit einigen Tagen feinen Betrieb wieder eröffnet. Das Werk hat die Lieferung größerer Mengen von Stucksteinen zum Straßenbau zu leisten. Eine Anzahl Arbeiter ist dadurch wieder in Lohn und Brot gekommen.
heute zwischen 11 und 12 Uhr einen schweren Unfall. Als er mit Holzfahren beschäftigt war und innerhalb des Dorfes eine abschüssige Straße passierte, gingen die Pferde durch. Müller kam zu Fall und stürzte dabei so unglücklich, daß ihm ein Rad über das linke Bein ging. Mit einer schweren Quetschung mußte der bedauernswerte Mann von der Freiwilligen Sanitatskolonne zu Gießen in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. — Die hier durchgefuhrte Sammlung zugunsten des W i n t e r h i l f s w e r- les erbrachte den Betrag von 14 Mark.
3 Beltershain, 27. Febr. Die Frauenschaft bereitete den a l t e n L e u t e n unserer Gemeinde am Sonntag einige unterhaltsame Stunden. Alle über 60 Jahre alten Einwohner wurden in die Gastwirtschaft E r b eingeladen. Etwa 36 t)Oä)= betagte Einwohner und Einwohnerinnen hatten sich eingefunden. Die Führerin der Frauenschast, tfrau Erb, begrüßte die Teilnehmer. Die Frauenschast brachte unter Leitung von Lehrer B e y e r e r einige schöne Lieder zu Gehör. Der BDM. trug durch Ge- dichtvorträge, Lieder und Spiele zur Verschönerung der Veranstaltung bei. Die alten Leute freuten sich sichtlich über die gebotene Unterhaltung. Nach einem Spruchwort der Frauenschaftsführerin, nach dem Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler und mit dem gemeinsam gesungenen Horst-Wessel-Lied sand die Feier ihren Abschluß. . ,
<S£> Weickartshain, 27. Febr. Bei Gastwirt Hock hielt der Männergesangverein seine diesjährige Generalversammlung. Der Vereinswal- ter K n ö ß begrüßte mit kurzen Worten die Erschienenen. Durch Erheben von den Plätzen gedachte man des vor fünf Jahren durch feige Mörderhand gestorbenen Freiheitshelden Horst W e s - s e I. Der Bericht über das Vereinsjahr zeigte außer der Beteiligung an dem Bundes- und Jubiläumsfest in Grünberg keine weiteren Veranstaltungen. Die Rechnungsablage, vorgetragen von Rechner Karl Schmidt, ergab einen geringen Ueberschuß. Für ein ausgetretenes Vorstandsmitglied wurde der Sangesbruder Wilh. Schuch vom Bereinswalter ernannt. Der Beitrag bleibt In der
gelegen hatte. , t
Die nächste Zeugin ist die Schwester der Frau Höfeld, die über brutale Szenen in der Familie Höfeld zu berichten weiß. Hilde sei viel geschlagen worden. Der Zeugin wird oorgehalten, warum sie eigentlich nicht eingeschritten sei. Sie meint: „Wenn ich etwas gegen meinen Schwager unternommen hätte und er hätte es erfahren, dann würde er mich totgeschlaaen haben". Die Schwester bezeichnet es als ein Wunder, daß keines der Kinder totgeschlagen wurde. Es fällt auf, daß sie nichts tat in der langen Zeit, um die Mißhandlungen zu unterbinden. Dazu scheint die Zeugin nicht den Mut besessen zu haben. Dann war sie auch nicht über alles orientiert. Schließlich bildete einen weiteren Unterlassungsgrund der Umstand, daß die Angeklagte Frau Höfeld nach außen hin immer den Schein zu mal* ren suchte und darauf bedacht war, es zu keinem Skandal kommen zu lassen.
Eine Kriminalkommissarin hat die Angeklagte Minna Höfeld vernommen. Das Kind äußerte sich sehr abfällig über seine jüngere Schwester und er- zählte, daß die Hilde vom Vater gezüchtiot worden und dann fortgelaufen sei. Der Vater sei streng, aber gerecht. Als ihr die Zeugin vorhielt, daß es schlimmere Dinge gebe, als Hilde sie getan habe, da wurde das Mädchen unruhig. Bei der Mitteilung, daß die Hilde in den Main gegangen sei, schrie Minna auf und fragte, ob die Hilde noch lebe. Minna hat sich bei der Vernehmung mit Ueberiegung ausgesprochen. Die Zeugin hatte den Eindruck, daß sich Minna vorgenommen hatte, die Wahrheit zu sagen. Erschüttert war die Zeugin darüber, daß Minna gar keinen Begriff von der Tragweite der Tat hatte.
Als letzter Zeuge des heutigen Verhandlungstages wird der geschiedene Freund der Frau Höfeld vernommen. Der Zeuge hält es für ausgeschlossen, daß der Ehemann Höfeld von seinen Beziehungen zu dessen Ehefrau Kenntnis hatte. Der Zeuge bekundet, daß er Frau Höfeld nie mit Geld unterstützt habe. Eine Heiratsabsicht habe Frau Höfeld aus seinen Aeußerungen nicht entnehmen können. Im Gegenteil, sie müsse den Eindruck gehabt haben, daß er sich ehefeindlich einstellte. Wenn der Zeuge geahnt hätte, daß sich die Frau mit Heiratsabsichten trug, so hätte er die Verbindung gelöst.
Auf Antrag des Verteidigers wird unter Zustimmung des Staatsanwalts nunmehr Minna Höfeld aus der Untersuchungshaft entlassen.
Die Verhandlung wird am Donnerstag fortgesetzt. _____________
Das Odenwälder Edelweiß-Abzeichen geht auch ins Ausland.
LPD. Erbach, 27. Febr. Von den Millionen Edelweiß-Blumen, die als W H W. - Abzeichen des Monats März den Odenwälder Elfenbeinschnitzern Verdienst gaben, yehen auch Tausende ins Ausland an die dortigen NSDAP.-Ortsgruppen. So haben bis jetzt bestellt: Brasilien 4000, Iran 400, Stockholm 300, Italien 250, Rumänien 200 und Palästina 100 Stück. Auch > Nachbestellungen aus den Jnlandsgauen laufen > noch täglich ein.
9 Frau Höfeld bleibt gegenüber der Darstellung der Hilde bei ihren eigenen Angaben. Sie wird über einzelne Punkte ihrer und der Hilde Aussagen gefragt und sie muß eine Anzahl gravierender Aeußerungen zugeben. Sie bestreitet aber, am Abschiedsabend Hilde gesagt zu haben: „Es ist besser, wenn du nicht mehr am Leben bleibft"
Hilde sagt bestimmt, daß diese Worte gefallen sind. Sie habe gedacht, sie werde in den Tod ge- schickt, weil sie den Eltern vielleicht zu viel sei. Sie i schließt dies daraus, daß sie der Vater als den Schandfleck der Familie bezeichnete.
Der Staatsanwalt sagt dann zu Hilde: „Du bi ft j a gar nicht in den Main gesprungen. Du bist auf der Sachsenhauser Seite gewesen und hast dich et was nah gemacht!" , ,
Hilde lacht und sagt: „Nein, ich bin reingesprun- gen." Als sie im Wasser war, habe sie sich gesagt:
! „Jetzt schwimmst du halt so lange du kannst .
Als sachverständiger Zeuge wird Professor Hahn, Leiter der Fürsorgestelle für Nerven- und Gemütskranke, gehört. Er bezeichnet Höfeld als einen Neurastheniker mit starker Erregbarkeit und Entfrem- dunqsgefühl. Der Sachverständige hat den Verdacht, daß bei Höfeld leichte Psychose vorhanden ist.
Frau Höfeld ergänzt ihre Angaben noch da- Ihm, daß es immer nur der Vorschlag ihres Man- I nes war, die Hilde in Fürsorge zu bringen.
Nach der Mittagspause wird ein Schwager der Frau Höfeld vernommen. Sie sollte bei ihm nachts Zuflucht genommen haben, wenn sie von ihrem Mann mißhandelt oder hinausgeworfen mürbe. Der Zeuge kann sich dessen nicht entsinnen. Aller- I dings war er durch Nachtdienst nicht immer tn der Sage, über die Vorgänge orientiert zu jein. Er weiß aber, daß Frau Höfeld öfters über Mißhandlungen durch ihren Mann klagte.
Der nächste Zeuge ist der Verwalter des Kinder, heims am Mainwasen. Als Hilde gegen 12 Uhr ; nachts kam und in dem Heim Aufnahme fand, [ machte sie einen sehr ängstlichen Eindruck. Sie zit- 1 terte und triefte vor Wasser. Als er Hilde über das ' Vorgefallene fragte, sagte sie ihm, daß sie nichts ' sagen könne. Das Aussehen der durchnäßten Person 1 erweckte den Eindruck, daß sie tatsächlich im Wasser
seitherigen Höhe bestehen. Fünf neue Satzungen, vom Gau zugesandt, gab der Vereinswaller den Sängern bekannt; jede Stimme erhielt ein Exemplar. Der seitherige Chorleiter, Lehrer Ranft (Stockhausen), richtete in kernigen Worten einen Appell an die Sänger und ermahnte sie, recht zahlreich zu den Gesangstunden zu erscheinen, das deutsche Lied zu pflegen und den Gesangverein stets in Ehren zu halten. Lehrer Ranft ermahnte die Sänger ferner, alle persönlichen Angelegenheiten von dem Verein fernzuhalten, da diese nur Uneinigkeit und Zwietracht hervorriefen. Er schloß seine Rede mit den Worten: „Einig im Lied, treu, treu treu im Gemüt." Bereinswalter Knöß dankte dem Redner für feine tatkräftigen Worte, sowie für seine dreijährige Tätigkeit als Chorleiter. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß er auch wei- terhin ein treuer Mitarbeiter am Verein bleiben möchte. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer und das Vaterland, sowie mit dem Gesang der ersten Strophe des Deutschland-Liedes schloß 93er» einswalter Knöß den geschäftlichen Teil. Anschlie- ßend verlebte man noch einige frohe Stunden in echter Kameradschaft.
3 Obbornhofen, 26. Febr. Unser Bahnhofsvorsteher Friedrich Diehl von der Station Obbornhofen-Bellersheim konnte auf eine 45jährige Dienstzeit bei der Eisenbahn zurückblicken. Herr Diehl, der seit 1912 unserem Bahnhofe vorsteht, genießt den Ruf eines tüchtigen Beamten und erfreut ich allgemeiner Wertschätzung. — Die am Sonntag durchgeführte R e i ch s g e l d s a m m lung erbrachte in unserer Gemeinde eine Einnahme von 17,10 Mk.
£ Obbornhofen, 27. Febr. Eine Vereinigung junger Mädchen und Burschen in unserem Orte veranstaltete zu Gunsten des W i n t e r h i l f s-
©er Höfeld-prozeß.
LPD. Frankfurt a. M., 27. Febr. Nachdeni am Dienstag Hilde Höfeld vernommen wor- den war, wurde zu Beginn des fünften Derhano« lungstages den wieder im Sitzungssaal anwesenden Eltern und der Mitangeklagten Tochter Minna zunächst die Aussage der Hilde mitgeteilt.
Hilde bejaht auf die Frage des Staatsanwalls, sie sei nur von dem Gedanken zu sterben erfüllt gewesen. Sonst habe sie an nichts gedacht.
I Ein Beisitzer fragte sie, ob sie nicht auf den Ge. danken kam, sich an den herankommenden 62L* Mann zu wenden.
Hilde verneint das. Dann bejaht sie me wettere Frage, daß sie sich gesagt habe, sie müsse machen, daß sie hinunter ins Wasser komme, damit sie von Leuten nicht gesehen werde. Als sie im Wasser war, will sie ein gurgelndes Geräusch von sich gegeben haben, und sie meint, daß man das oben hatte hören können.
Staatsanwalt: Warum bist du nicht gleich ht die helle Uferstraße gelaufen, als du aus dem Wasser kamst?
Hilde stand an der Mauer, weil sie von memanö gesehen sein wollte. Als sie an dem Pfeiler stand, kam ein Mann vorbei. Als sie gefragt wird, warum sie ihn nicht angesprochen habe, fagt sie, sie habe so gefroren. Sie habe den Mann dann in em nahes Haus gehen sehen und sei ihm später in das Heim
„Straff durch Freu de" in Großen-Buseck '
* Großen-Buseck, 26. Febr. Am Sonntag < veranstaltete die NS. -Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in Großen-Buseck im Saalbau , Wagner einen geselligen Abend. Der Saal war voll ; besetzt und konnte kaum alle Besucher fassen. Die umfangreiche Vortragsfolge bot ausgezeichnete Schaunummern guter, deutscher Artistik, ferner hatte man die Faschingszeit mit in die Ausaestal- tung des Abends einbezogen. Von vornherein herrschte frohe Stimmung, die sich mit fortschreitendem Abend noch steigerte.
Die SA.-Sturmbannkapelle, deren Darbietungen den musikalischen Teil des Programms bildeten, stand unter der Leitung von Karl Nicolai; die durchweg luftigen Weisen der Musik trugen sehr zur guten Stimmung bei, außerdem war die Kapelle den Artisten geschickter Begleiter.
Frau Schneider (Gießen) übernahm mit feinem Einfühlungsvermögen pianistischeMKönnens die Solo-Begleitung am Klavier.
Der Abend begann mit einer heiteren Szene zwischen Kley und Nieren und bildete den lusti- aen Auftakt zu herzhaftem Lachen, das den ganzen Abend über anhielt. Da der Fasching vor der Türe steht, zollte man dem närrischen Prinzen seinen Tribut durch gemeinsames Singen, Schunkeln und allerlei Kurzweil; es muß gesagt werden, daß alle lustig und munter mitmachten, auf der Bühne und erst recht im Saal.
Rudolf Kley vorn Landestheater Braunschweig fand ein dankbares Publikum; der Vortrag seiner gut zusammengestellten Lieder und seine weiche Stimme sicherten ihm schnell allseitige Sympathien und herzlichsten Beifall. Die artistische Schau wurde von den „Zwei Rolandos" eröffnet, die einen Sportakt mit dem Rhön-Rad vorführten. Die in ihrer Art seltene Darbietung gefiel durch Präzision und Exaktheit; im zweiten Teile stellten sich die Künstler in einem Sportakt vor und zeigten geschultes Training und hohes Können in ihrer Arbeit am Punching-Ball. In das Land Carl Mays versetzten uns die beiden Deutsch-Amerikaner „Horse & Co." in ihrer „Original Prärie-Attraktion". Bei dieser Darbietung spielten Lasso, Peitsche, Messer, Revolver und Gewehr die Hauptrolle; Horse, ein echter Cowboy, wußte diese Dinge mit ruhiger Sicherheit und kühner Gelassenheit meisterhaft zu handhaben. Atemlose Spannung begleiteten den Artisten, wenn sein weiblicher Partner ihm als lebendige Zielscheibe diente. Im Interesse einer späteren Sache soll auf eine besondere Programmdarbietung des Abends zunächst nicht näher eingegangen werden, obwohl gerade diese Darbietung der großen Aufgabe diente, auch den kleineren Orten Meisterleistungen großer, echter Kunst zu bieten.
— Der U m • und Ausbau des Ortsnetze r,1 das durch Kauf von der Gemeinde in den Besitz des Ueberlandwerkes Oberhessen überging, ist beendet. Die Anlage entspricht nunmehr allen Erfordernissen, die an eine einwandfreie Stromver- sorgungsanlaae gestellt werden müssen. Allseits ist das Anbringen weiterer Lampen für die Straßenbeleuchtung begrüßt worden, sowie die Umlegung vorhandener zwecks besserer Lichtwirkung.
*!* Ruppertenrod, 26. Febr. Die Grippe herrschte in den letzten Wochen auch in unserem Orte sehr stark. Erhebungen über die Ausbreitung der Krankheit ergaben, daß von den 676 Einwoh- nem unserer Gemeinde 401 Personen, das sind etwa 60 v. H. der Bevölkerung, grippekrank waren. Glücklicherweise äußerte sich die Krankheit fast durchweg in harmloser Form. Die Krankheit ist jetzt im Abflauen begriffen.
x» Homberg, 27. Febr. Der Sängerkreis Ohm-Lumdatal faßte in seiner vorjährigen Hauptversammlung den Beschluß, mit Rücksicht auf die große Anzahl der Vereine im Jahre 1935 zwei Wertungssingen zu veranstalten. Der südliche Teil des Sängerkreises wird sich in Lehnheim treffen, der nördliche in Homber g. Das Wertungssingen in unserer Stadt wird am 12. Mai in der Festhalle stattfinden. Nach der Mittagspause wird sich ein Festzug durch die Stadt bewegen. Anschließend wird eine Kundgebung vor der Stadthalle abgehalten, bei der Massenchöre zum Vorttag gelangen werden. .
Lehnheim, 27. Febr. Die Vorarbeiten für das Wertungssingen im südlichen Tell des Sängerkreises Ohm-Lumdatal, mit dem gleichzeitig die Feier des 50jährigen Bestehens des hiesigen Gesangvereins
I Lützellinden, 26.Febr. Dieser Tage hielt der hiesige Turnverein seine Generalversammlung in seinem Vereinslokal bei Gastwirt Arnold ab. Der 1. Dereinssührer Karl Engel begrüßte die Mitglieder und gedachte in ehrenden Worten des kürzlich verstorbenen langjährigen Vereinsführers und verdienten Turners Karl Güm - b e l. Hierauf erstattete Turnwart Heinr. Jung in Vertretung des erkrankten Schriftführers Georg Luh den Jahresbericht. Kassenwart Ludw. Engel erstattete den Kassenbericht, der in Einnahme und Ausgabe den Betrag von 741,70 Mark auswies. Das Sparguthaben des Vereins beträgt zur Zeit 4115,15 Mark. Die neuen Vereinssatzungen des Reichsbundes für Leibesübungen wurden einstimmig angenommen. Der Vereinsführer und der seitherige Vorstand wurden wiedergewählt. Zum Spielwart der Handballabteilung wurde Karl Hohbach ernannt. Dietmar! Praß gab die Anregung, demnächst unter Inanspruchnahme der Kreissilmstelle Wetzlar Filmabende abzuhalten. Nachdem unter Punkt Verschiedenes noch einige allgemeine Fragen erledigt wurden, schloß der Vereinsführer mit einem „Gut"- und „Sieg-Heil!" i auf den Führer die Versammlung.
^Lützellinden, 26. Febr. Im hiesigen Markwald sand die erste Brennholzver- steigerung statt. Außer den hiesigen Käufern hatten sich noch zahlreiche Käufer aus den umliegenden Dörfern eingefunden. Die Preise betrugen: Kiefernscheiter 9 bis 11 Mark; Kiefernknüppel 8,50 bis 9 Mk.; Kiefernwellen, 50 Stück 4 bis 5 Mark; Fichtenscheiter 12 bis 14 Mark.; Fichtenknüppel 11 bis 12 Mark pro Raummeter. Fichtenwellen, 50 Stück 4 bis 5 Mark; Buchenknüppel 8 Mk. pro Raummeter; Buchenwellen, 50 Stück 11 bis 14 Mk.; Eichenscheiter 8 Mk.; Eichenknüppel 7 bis 7,50 Mk. pro Raummeter; Eichenwellen, 50 Stück 9 Mark.
Werks einen Unterhaltungs- und Theaterabend. Der Saal von Erich H e n z e l war bis auf den letzten Platz besetzt. Zur Aufführung gelangte ein ernstes Stück, das mit seiner dramatischen Handlung einen tiefen Eindruck hinterließ. Im Verlaufe des Abends gelangte noch em weiteres Theaterstück zur Aufführung, das mit großem Inter- esse verfolgt wurde. Die Teilnehmer des Abends gingen sehr befriedigt nach Hause.
ftreis Schotten.
)—( Ruppertsburg, 27. Febr. Beim vierten Filmabend, den die Gaufilmstelle in unserem Orte bei Gastwirt Schlörb veranstal- tete, wurde der Tonfilm „Das Ringen um 93er- dun" gezeigt. Die Veranstaltung war außerordentlich gut besucht und hinterließ einen tiefen Eindruck. Die schönen Beifilme fanden großen Beifall. — Die Sammlung „Mutter und Kind" erbrachte in unserem Orte 30,80 Mark, die jüngste Eintopfsammlung 45,30 Mark. Bei der letzten Pfundsammlung wurden 112 Pfund Wurst und Speck aufgebracht. Nach Wiesbaden wurden 35 Zentner Mehl verladen.
Ober-Schmitten, 27. Febr. Zu schlichter Feierstunde wurden von dem Vorsitzer des Kriegervereins die verliehenen Ehrenkreuze überreicht. Einleitend sprach dieser über den Sinn und die Bedeutung der Orden und Ehrenzeichen im allgemeinen und des Ehrenkreuzes im besonderen. Mit einer Ehrung der Gefallenen und dem alten Soldatenlied „Ich halt' einen Kameraden" schloß die eindrucksvolle Ansprache. Der Männergesangverein umrahmte die Weihestunde durch den Vor- trag zweier Vaterlandslieder und des stimmungsvollen Chores „lieber den Sternen wohnt Gottes Friede". Mit dem Treuegelöbnis für den Führer fand die Feier ihren Ausklang. Am Nachmittag lief im Kirchhostchen Saale der Tonfilm „Das Ringen um Verdun". Auch diese Veranstaltung war für alle Teilnehmer ein Erlebnis von tiefgehender Wirkung.
6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.30 Gymnastik.! 6.55: Morgenspruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.30: Gymnastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 10: Nachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I des kleinen Funkorchesters. 13: Nachrichten. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. Schall und Platt auf dem bal pare. 14.15: Nachrichten. 14.30: Die besten Schallplatten der Woche. 15: Jugendfunk. 16: Der frohe Samstag-Nachmittag. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Stegreifsendung. 18.35: Wir schalten ein! Das Mikrophon unterwegs. 18.50: Doppelkonzert. 20: Nachrichten. Der Zeitfunk sendet Tagesspiegel. 20.15: Karnevalistisches Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Karnevalistisches Konzert. 24 bis 2: Schall und Platt am Stammtisch Dettschoner.


