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Fachgruppe Eisen und Metall: 20 Uhr im Ortsgrup­penheim Lonystraße, Vortrag von Direktor Schlechter- Wetzlar überElektro-Wirtschaft", anschließend FilmDie Zugspitzbahn". Stadt­theater: 20 bis 22.30 UhrChrista, ich erwarte Dich." Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Prinzes­sin Turandot". Astoria-Lichtspielhaus, Selters­weg:Der blaue Diamant".

Stadttheater Gießen. Heute abend geschlossene Vorstellung für die NS.-Kulturgemeinde, Ning Deutsche Bühne, ungerade Mitgliedsnummern, mit einer Aufführung des LustspielsChrista, ich erwarte dich" von Möller-Lorenz unter der Spiel­leitung von Kurt L ü p k e.

Sreifoa Stadttheater geschloffen!

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Aus Anlaß der Feierlichkeiten der Rückkehr des Saarlandes und um allen Theaterbesuchern die Möglichkeit der Teilnahme an diesen Kundgebungen zu bieten, fällt die VorstellungFrischer Wind aus Canada" am Freitag, 1. März, aus. Das Theater bleibt geschlossen. Die Aufführung wird auf den kommenden Freitag verschoben. Bereits gelöste Kar­ten werden zurückgenommen, oder können während der üblichen Kassenstunden umgetauscht werden.

Fasching im Theater!

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns mitgeteilt: Der Spielplan des Stadttheaters hat für die Fa­schingstage ein echt karnevalistisches Gewand erhal­ten. Acht bunte, lebendige und humorgefüllte Bilder aus dem Kölner Karneval, voll netter Einfälle und mit Walter Goetzes schmissiger Musik bereiten die rechte Stimmung zum Faschingsfest. Drei Stunden wirdDer goldene Pierrot" uns an der Nase herumführen und seine reizenden Scherze und Ueberraschungen mit uns treiben; eine von Ober­spielleiter Paul W r e d e originell aufgezogene Sache und mit allem erforderlichen Glanz in Szene gesetzt. Infolge anderweitiger Dispositionen sind die Aufführungen desGoldenen Pierrot" an den Faschingstagen die letzten, und zwar Samstag, 2. März, 20 Uhr, außer Abonnement; Sonntag, 3. März, 19 Uhr, außer Abonnement; Dienstag, 5. März, 20 Uhr, außer Abonnement.

Standesbeantten-Fach-Schulungskurse

Mir die Standesbeamten finden an den nach­stehenden Tagen Fach-Schulungskurse statt: in Friedberg am 3. März, vormittags 9% Uhr, im Adolf-Hitler-Polytechnikum; in Gießen am 10. März, vormittags 10% Uhr, im Katholischen Vereinshaus; in Lauterbach am 24. März, vor­mittags 10% Uhr, im Jakob-Sprenger-Haus; in Nidda am 31. März, vormittags 9% Uhr, im Haus der NSDAP.

Bildhauer- und Gteinmetzinnung.

Die Bildhauer- und Steinmetz-Innung für die Provinz Oberhessen hielt in Gießen ihre zweite Vollversammlung ab.

Obermeister Schrader- Leihgestern begrüßte die in großer Zahl erschienenen Mitglieder und ver­las die Niederschriften von den letzten Bezirksver­sammlungen. Sodann erfolgte die Ausgabe der Handwerker-Abzeichen und der für das Bildhauer­und Steinmetzhandwerk zusammengestellten Richt­linien zur Gesellen- und Meisterprüfung, sowie der Schulungsbeispiele für eine gerechte Kalkulation. Der Obermeister gab bekannt, daß die Gesellen­prüfung sofort nach Ostern stattfinden werde und gab die hierfür erforderlichen Anmeldebogen aus.

Zur Schlichtung kleinerer Streitfälle ist ein kleines Ehrengericht gebildet worden, das unter dem Vor­sitz des Obermeisters entscheidet. Als Beiräte sind bestimmt die Kollegen Ehrhardt-Gießen, Frank- Bad-Nauheim, Schmidt- Reiskirchen und Krei­ling- Heuchelheim. Der Obermeister forderte diese Kollegen auf, in diesem hohen Amt nur Recht, Treue und Glauben walten zu lassen, was diese auch gelobten. Er forderte die gesamten Mitglieder auf, immer in kollegialem Sinne zu handeln, alle gegebenen Anweisungen zu befolgen, so daß das Ehrengericht niemals in Anspruch genommen zu werden brauche.

Die Zusatzbestimmungen, die den übergeordneten Behörden zur Genehmigung vorgelegt sind, wur­den von dem Obermeister erneut verlesen, zugleich wurde darauf hingewiesen, daß Uebertretungen strengstens geahndet werden.

Um allen Innungsverpflichtungen gerecht zu werden und eine der-Innung nutzbringende Tätig­keit entfalten zu können, mußte der Monats-Grund­beitrag um 25 Pfennig erhöht werden.

Mit dreifachem Sieg-Heil auf unseren Führer und das Bildhauer- und Steinmetzhandwerk wurde dann die Versammlung geschlossen.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 28. Febr. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 11, Wirsing, das Pfund 18 bis 22, Weißkraut 8 bis 10, Rot­kraut 15, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 8 bis 9, Grün­kohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 70 bis 90, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,40 bis 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 18 bis 25 Pf., Suppenhühner 75 bis 90, Blumen­kohl, das Stück 30 bis 60, Salat 20 bis 25, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35 Pf.

** D i e Probehäuser der Siedlung ni Philosophenwald" können, wie das Städtische Hoch- und Tiefbauamt in unserem heuti­gen Anzeigenteil bekanntmacht, am Donnerstag, Freitag und Samstagnachmittag besichtigt werden.

** Lieferungsvergebunq. Die Verwal­tung der Provinzial-Pflegeanstalt schreibt in unse­rem heutigen Anzeigenteil die Lieferung von Lebensmitteln für die Zeit vom 1. April bis 30. September aus. Näheres in der Anzeige.

** Gefechtsschießen. Im heutigen Anzeigen­teil sind Bekanntmachungen des Kreisamts Gießen über Gefechtsschießen der Gießener Formation des Reichsheeres enthalten. Auf die damit verbundenen Verkehrssperren in dem gefährdeten Gebiet sei be­sonders hingewiesen.

** Geschäftsjubiläum. Am morgigen Freitag, 1. Mürz, kann der Gärtnereibesitzer Adolf Dönges, Marburger Straße 67, auf das 25jüh- rige Bestehen seines Gärtnereibetriebes zurück- biicken. Herr Dönges durchwanderte nach seiner Lehrzeit unser deutsches Vaterland und benach­barte ausländische Staaten, um sich in anderen Betrieben umzusehen und dadurch sein Wissen und Können im Gärtnerberuf zu erweitern. Gestützt auf reiche Erfahrungen konnte er seinen hiesigen Betrieb zu ansehnlicher Höhe bringen und sich bei seiner Kundschaft große Wertschätzung erwerben. Herr Dönges ist seit Beginn seines Wirkens in Gießen treuer Bezieher des Gießener Anzeigers.

Iahreshauptversammlung des Hausbesitzervereins Gießen.

Im »Hotel Hindenburg" hielt gestern abend der hiesige Hausbesitzerverein seine Jahreshauptver­sammlung ab. Der Vereinsführer, Herr L a u n s - p a ch, hieß die Mitglieder willkommen und gab sodann durch Herrn Schmitt den Jahresbericht bekannt. Dem Jahresbericht sei folgendes entnom­

Der deutsche Hausbesitz habe über em Jahrzehnt im Kampfe gegen die marxistische, den Grundbesitz zerrüttende Steuerpolitik gestanden, im Kampfe um seine Existenz. Erst durch die Machtergreifung der nationalsozialistischen Regierung sei die Grund­lage für eine gesunde Entwicklung des deutschen Wirtschaftslebens geschaffen worden. Das deutsche Volk habe auch erkannt, daß die Wege, die der Führer beschritt, zum Ziele führen müssen.

Der haus- und Grundbesitz sei durch seine Bodenständigkeit mit Volk und Vaterland eng verbunden, sei im besten Sinne staats- und volkserhaltend. Der Hausbesih stelle ein Drittel des deutschen Volksvermögens dar und habe in der Zeit vor dem Kriege jährlich eine Mil- liarde für Hausreparaluren, für praktische Ar­beitsbeschaffung also, ausgegeben.

Die Reichsregierung habe auch jetzt den Hausbesitz in vorderste Linie im Kampfe gegen die Arbeits­

seien beim Mieterverein, Anträge der Hausbesitzer beim Hausbesitzerverein zu stellen. Die Anträge würden, so sei zu erwarten, ohne langwierige und kostspielige Prozesse in Gütever­handlungen erledigt.

Mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß es der Reichsregierung gelingen möge, im neuen Jahre den geplanten Aufbau im besten Sinne fortzuführen, fand der Jahresbericht seinen Abschluß.

Architekt Nikolaus gedachte in kurzen ehren- den Worten des 70. Geburtstages des Vereinsfüh­rers, der seit 25 Jahren im Vorstand dem Verein dient. Herr Launspach dankte für die ihm erwiesene Ehrung und versprach nach Kräften dem Verein auch weiterhin zu dienen.

Der Rechner Herr Matheis erstattete sodann den Kassenbericht, der einen günstigen Abschluß zeigte. Die Kasse war geprüft und in Ordnung be­funden worden. Dem Rechner wurde Entlastung er­teilt. Die Kassenprüfer (die Herren Milbradt und Hengst) wurden wiederum zu Kassenprüfern bestimmt.

Im weiteren Verlauf der Versammlung referierte Herr Launspach kurz über die bisherige Arbeit der Mietausgleichstelle und erörtete einige der bis­her erledigten Fälle.

Herr North wies auf die Notwendigkeit des

Der i.Mrz Tag der SaarriWiederung in Gießen

1. Kundgebung auf dem Oswaldsgarten. Beginn 20 Uhr. Es spricht der Kreisleiter pg. Klostermann. Alle Volksgenossen sind zu dieser Kundgebung eingeladen. Kür die Gliederungen und die angeschlossenen Verbände der Partei ist es Pflicht, daran teilzunehmen.

2. Kackeizug durch die Stadt im Anschluß an die Kundgebung. Oie Zahl der Teilnehmer am Kackeizug wird beschränkt. Es nehmen teil: 1. Teile des Reichsheeres Gießen- 2. SA. 2500 Mann- 3. PO. mit allen po­litischen Leitern der 4 Ortsgruppen, den Amtsleitern, Abteilungsleitern der Kreisleitung- 4. Arbeitsdienst mit 170 Mann; 5. HL. mit 300 Mann- 6.LV. mit 120 Mann- 7. BOM. (200), 8.LM. (100)- 9. RGOKB. und Arbeits-Gemeinschast der Regiments-Vereine zusammen höchstens 600 Mann. Oie Mitglieder der Gliederungen und Verbände, die nicht am Kackeizug teilnehmen, beteiligen sich an der Kundgebung. Oie SS. versieht den Ordnungsdienst auf dem Oswaldsgarten. Durch die Absperrung dürfen nur die geschlossenen Marschkolonnen, die am Kackeizug teilnehmen.

Antreten der Marschkolonnen in Sechserreihen nicht auf dem Oswaldsgarten. Ort und Zeit ist den Gliederungen überlassen, doch müssen sämtliche Kackeizugteilnehmer um 19.45 Llhr aus dem Oswaldsgarten sein.

Oie PO. tritt 19.30 Uhr (pünktlich) in der Marktlaubenstraße mit Kähnen an. Rechter Klügel Lindenplatz. Meldung an pg. Kopp.

Kackeln können von den einzelnen Ortsgruppen, der SA.,Arbeitsdienst, HL., LV., BOM., LM. am Kreitag morgen nach der getroffenen Ver­einbarung abgeholt werden.

Oie Aufstellung auf dem Oswaldsgarten und der Anmarschweg geht aus den Aufmarschplänen hervor, die den Beteiligten zugehen. Marschstraßen des Kackeizugs: Oswaldsgarten, Steinstraße,Mar­burger Straße, Walltorstraße, Lindenplatz, Kirchenplatz, Schulstraße Reuen Bäue, Gartenstraße, Ludwigstraße,Bleichstraße, Hindenburgwall, Seltersweg, Kaplansgasse, Reustadt, Oswaldsgarten.

3. Lm Anschluß an den Kackelzug: Großer Zapfenstreich der Teile des Reichsheeres Gießen auf dem Oswaldsgarten.

Schmelz, Kreispropagandaleiter.

losigkeit gestellt. An dem großzügig organisierten Winterhilfswerk habe sich der deutsche Hausbesitz lebhaft beteiligt. Der Gießener Hausbesitzerverein steuerte 250 Mark bei.

Das Jahr 1934 sei bestimmt gewesen von einem wirtschaftlichen Aufstieg in allen Geschäftszweigen, hauptsächlich im Bauhandwerk. Die Fristverlänge­rung für Jnstandsetzungsarbeiten mit Reichszuschuß auf den 31. März 1935 habe die Arbeitsmöglichkeit auf das ganze Jahr ausgedehnt. In seinen weite­ren Ausführungen berichtete der Vortragende noch über die Arbeitsbeschaffung durch die Elektrizitäts­und Gasgemeinschaft, über die Senkung des Brand­versicherungsbeitrages, über die Ermäßigung des Zinssatzes bei der Bezirkssparkasse und über die Verlängerung der Kündigungssperre für Hypotheken.

Er erwähnte ferner die Schaffung des Einheits- mietvertrages, der eine Grundlage für ein gutes Einvernehmen zwischen Mieter und Hausbesitzer ermögliche. Am 1. April 1934 habe sich der Haus­besitzerverein Gießen dem neugegründeten Landes­verband der Haus- und Grundbesitzer für das Rhein-Main-Gebiet angeschlossen

Hinsichtlich der Tätigkeit der Geschäftsstelle des hiesigen hausbesihervereins wurde darauf hin­gewiesen, daß sich der Verkehr auf der Geschäfts­stelle ständig gesteigert habe. Die Beratungen erstreckten sich neben Haus- und Mietsangelegen­heiten auf alle Gebiete des wirtschaftlichen Lebens. Daneben würden den Mitgliedern Ein­gaben an Behörden, Gesuche sowie Steuer­erklärungen angefertigt. Aus alledem fei zu ersehen, daß für einen geringen Beitrag sehr viel geleistet werde.

Der für die Mitglieder kostenlose Wohnungsnachweis sei augenblicklich zum Stillstand gekommen. Die Zahl der Wohnungssuchenden werde immer größer, das Angebot an Wohnungen sei denkbar gering. Ende des Jahres sei der Hausbesitzerverein mit dem Mie­terverein Gießen in Verhandlungen eingetreten mit dem Zwecke der Gründung einer Miet- a u 5 g I e i ch st eile. Die Besprechungen führten zu dem Ergebnis, daß mit Beginn des neuen Jahres die praktische Arbeit der Ausgleichstelle habe auf­genommen werden können. Anträge der Mieter

Luftschutzes hin und gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich ine Hausbesitzer bereitwilligst in den Dienst der Sache stellen möchten, da es. doch um die Erhaltung großer Werte des Dolksvermögens gehe. Dann sprach

Dr. Schulz-Frankfurt a. M.

über das ThemaHausbesitz und Natio­nalsozialismus" Der Hausbesitz sei schon in der Zeit von vor dem Kriege von höchster wirt­schaftlicher Bedeutung gewesen. Hausbesitz habe stets auch Arbeitsbeschaffung bedeutet. Der Marxis­mus habe systematisch dem Hausbesitz Abbruch ge­tan. Dadurch sei er mehr und mehr als Arbeit­geber ausgefallen. Erst die nationalsozialistische Re­gierung habe den Hausbesitz wieder bewußt in das Wirtschaftsleben eingeschaltet. Der Hausbesitz habe nunmehr steuerliche Entlastungen zu erwarten. Wenn die Hauszinssteuer gesenkt werde, so bedeute das allerdings nicht eine Mietpreissenkung, da sonst Ia wiederum kein Geld für Reparaturen frei wer­den würde.

Die durch die Steuerermäßigungen frei wer­denden Mittel müßten unbedingt in den Dienst der Arbeitsbeschaffung gestellt werden.

In seinen weiteren Ausführungen sprach der Red­ner im einzelnen über den engen Zusammenhang des Hausbesitzes mit dem Handwerk, über die Mög­lichkeiten der Entschuldung des Hausbesitzes, über das Verhalten von Versicherungsgesellschaften den Hausbesitzern gegenüber und über das Verhältnis zwischen Hausbesitzer und Mieter. Er betonte, daß d'e Unterbilanzen der Hausbesitzer im allgemeinen Interesse aufhören müßten. Die Gesamtheit des Hausbesitzes habe stets der Bodenspekulation ferne gestanden. Der Redner kam weiter auf das Hypo- theken-Moratorium zu sprechen, referierte über die Verlängerung des Hypothekenschutzes und die Mög- llchkeiten der Umschuldung. Er betonte, daß Hypo- thekengläubiger und Schuldner unter den gegen­wärtigen Umständen weitgehende Rücksicht üben müßten. Dor allem ermahnte er, mit den Gläu­bigern im rechten Ton zu verhandeln.

Der Redner erinnerte dann noch an den zu er­wartenden Abbau der Sondergebäudesteuer, die einen Abbau erstmalig im Jahre 1937 erfahren'solle

und vielleicht im Jahre 1940 ganz verschwinden werde. In welchem Tempo sich der Abbau voll­ziehen lasse, sei heute noch nicht zu sagen, es hange auch wesentlich davon ab, inwieweit der Hausbe­sitz zur Arbeitsbeschaffung beantragen vermöge. Die gesamte wirtschaftliche Entwicklung werde fer­ner dafür ausschlaggebend sein.

Das Wesentlichste sei jedenfalls, daß der Haus­besitzer wieder in die Lage komme, Arbeitgeber zu sein, was eben nur erreicht werden könne, wenn ihm steuerliche Erleichterungen zuteil würden.

Dank der Regierung Adolf Hitlers seien wir bereits vorwärts gekommen. Die Hausbesitzer seien jeder­zeit bereit dazu, beizutragen, daß das Werk des Führers gelinge. (Anhaltender Beifall!)

Nachdem noch verschiedene einzelne Fragen Er­ledigung gefunden hatten, fand die Versammlung mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler ihren Abschluß.

Männerbadeverein Gießen.

Der Männerbadeverein hielt imAquarium" seine Jahreshauptversammlung ab. Der Vereinsführer Thomas eröffnete die Versammlung und gab einen Bericht über die Stiftungen und die Tätig­keit des Vereins im vergangenen Jahre. Schrift­führer Ja egg le verlas das Protokoll. Rechner Zimmer erstattete den Kaffen- und den Ge­schäftsbericht. Dem Barguthaben und den Einnah­men in Höhe von 9629,67 Mk. stand eine Ausgabe von 6632,37 Mark gegenüber, sodaß ein Barvermö­gen von 2997,30 Mark verblieb. Der Verein zählt 496 Mitglieder. Im Rahmen des Arbeitsbeschaf­fungsprogrammes wurden vom Verein für hand­werkliche Arbeiten und Neuanschaffungen 4152,95 Mark ausgegeben. Der Rechnungsprüfer Waag hatte die Kasse in Ordnung befunden. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt und ihm für seine ver­dienstvolle Tätigkeit Dank gesagt. Als Bademeister und Kafsenkontrolleur wurden wiederum die Mit­glieder Seitz und Wagner bestimmt. Für einen ausslcheidenden Beisitzer wurde Mitglied Leonhardt P f a n n genannt. Von einem Sommerfest 1936 soll im Hinblick auf die bevorstehende Hunderjahrfeier des Vereins Abstand genommen werden. Die Ein­gliederung des Vereins in einen Sportverband wurde aus finanziellen Gründen abgelehnt, lieber die Errichtung einer Faltboothalle entspann sich eine rege Aussprache. Ein endgültiger Entschluß wurde jedoch noch nicht gefaßt. Es sollen erst die Fragen der Verantwortlichkeit, der Wirtschaftlich­keit und die Platzfrage eingehend geprüft werden. Ein Antrag auf Verbesserung der Sprungbrett­anlage wurde angenommen. Außerdem unterhielt man sich über die Verschmutzung des Lahnwassers durch Oel aus den Mühlen und gab dem Wunsche nach Abstellung des Uebelstandes Ausdruck. In seinem Schlußwort wies der Vereinsführer noch­mals auf die durchgeführten und beabsichtigten Ver­besserungen und auf die zweckmäßige Ausgestaltung des Bades zu einem zeitgemäßen Erholungsaufent­halt hin. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler wurde die Versammlung geschlossen.

Oberhessen.

Stadtvorstandssitzung in Alsfeld.

Vermächtnis eines treuen Sohnes seiner Vaterstadt.

Q] Alsfeld, 27. Febr. In der gestrigen Sitzung des Stadtvorstandes stand zunächst die Fest­setzung der Schlachthofgebühren für das Rj. 19 35 auf der Tagesordnung. Hierzu wurde beschlossen, daß die für das Rj. 1934 fest­gesetzten Einheitsgebühren auch für das Rj. 1935 bestehen bleiben sollen.

Auf Grund der Erfahrungen im laufenden Rech­nungsjahre soll eine Neuregelung des Fuhr­werksbetriebes für die städtischen Fuhr- leistungen im Rj. 1935 erfolgen. Der vorgelegte Entwurf mit den darin enthaltenden Einheitssätzen für die Tagelohn- und Akkordfuhren wurde geneh­migt.

Die am 1. Februar 1935 erfolgte Neuner- Pachtung der Fischerei in der Schwalm und in der Krebsbach wurde genehmigt. Das Ergeb­nis der neuen Verpachtung blieb ungefähr um Die Hälfte gegenüber der Verpachtung von 6 Jahren zurück.

Bezüglich der Jagdverpachtung wurde mit dem Jagdpächter Martin Kimm hinsichtlich des von ihm gepachteten Jagdbogens eine Vereinbarung dahin getroffen, daß ihm die Jagd bis zum Ablauf des Vertrages am 31. Januar 1938 gegen einen jährlichen Pachtpreis von 300 RM. verbleibt. Die übrigen drei Jagdbogen sind von den Pächtern ge­kündigt. Die getroffene Vereinbarung wurde ge­nehmigt.

Die Festsetzung des W a s s e r g e l d e s für das Rj. 1935 soll in der gleichen Weise erfolgen wie im Vorjahre, d. h., es wird ein 50prozentiger Zuschlag zu dem festgesetzten Wassergeld erhoben. Die bereits früher beschlossene allgemeine Einführung von Wassermessern soll noch ein Jahr zurück- gestellt werden.

Unter Mitteilungen gab Bürgermeister Dr. Völ- sing bekannt, daß Professor Georg Kober in Washington, ein geborener Alsfelder, der Stadt ein Vermächtnis von 1 0 000 Dollar hinter­lassen habe, wovon bereits 1500 Dollar als Anzah­lung eingegangen seien. Die Zinsen sollen zur Unter­stützung kranker und armer Leute verwendet werden.

Elternabend

der Gefolgschaft 9/416, Inheiden.

Am letzten Sonntag fand in Inheiden ein wohlgelungener Elternabend der Gefolg­schaft 9/116 der H I. statt. Diese Abende, an de­nen die Eltern der Hitlerjungen demSpiel" der Jugend oder ihrem Singen beiwohnen, sollen das gegenseitige Verhältnis in gutem Sinne stärken und vor allen Dingen das ^Vertrauen zur deutschen Jugend festigen. Der Elternabend begann mit eini- gen Sprechchören und Liedern, die 'von der HI. oorgetragen wurden. Sodann sprach der (Befolg- schastsführer einige Worte über das Wollen und die Ziele der deutschen Jugend, woran sich ein Spiel anschloß:Heins Weg zur Gemeinschaft". Aus diesem Spiel können die Eltern in kurzen Zügen das Leben und Treiben, wie es sich in den Reihen der HI. tagtäglich abspielt, sehen. Es wird in diesem Spiel das große Erleben eines deutschen Jungen geschildert, das dieser in den Reihen der HI. findet und das ihn erkennen läßt, daß er mit feinem ganzen Sein zuerst der Nation angehört. Nach Schluß des Spiels bilden zwei lebend gestellte Bilder eine Ehrung einmal der großen Helden des dann derer der Bewegung. H->rst.W°N°l-Li°d und das Sieb der Jugend lassen Jben Abend ausfhngen.