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3m Zeichen der fünf Ringe.

Olympia-Sternflug nach Garmisch.

Nachdem anläßlich der Olympischen Spiele in Berlin ein Welttreffen der Flieger vorgesehen wor­den ist, hat nunmehr das Organisationskomitee für die IV. Olympischen Winterspiele im Einvernehmen mit dem Reichsluftsportführer und dem Aeroclub von Deutschland einen internationalen Sternflug nach Garmisch-Partenkirchen ausgeschrieben. Zu diesem Zwecke sind die Sportflieger aller Länder eingeladen worden.

Ziel des Sternfluges, dessen Durchführung bei der Luftsport-Landesgruppe XIV des DLV. liegt, ist der Flugplatz Oberwiesenfeld bei München. Der Start wird am Montag, 3. Februar, um 12 Uhr freigegeben, die Beurkundung auf dem Flughafen Oberwiesenfeld erfolgt vom 4. Februar 12 Uhr bis 5. Februar 17 Ühr. Am 6. Februar ist dann der Flug aller Teilnehmer nach Garmisch-Parten­kirchen vorgesehen. Sollte der Gemeinschaftsflug an diesem Tage nicht möglich sein, so behält sich der Veranstalter die Durchführung dieses Fluges für den 7. Februar vor.

Zu den Teilnahmebedingungen gehört die Zurück­legung einer Mindeststrecke von 500 Kilometer, die nicht in einem geschlossenen Kreise geflogen werden darf, sowie das Ueberfliegen des Skistadions Gar­misch-Partenkirchen. Als Ehrenpreise stehen wert­volle Pokale zur Verfügung, die vom Organisa­tionskomitee, vom Reichsluftsportführer und vom Aeroclub von Deutschland zur Verfügung gestellt wurden.

Fußball-Olympia und Ungarn.

Zum Leiter der Olympia-Vorbereitungen der ungarischen Amateurfußballer wurde Koloman Vaghy bestimmt, der inzwischen bereits eine Mann­schaft aufgestellt hat, die am 12. Januar in Lyon §egen eine französische Amateurelf antreten soll, m übrigen werden die Olympia-Vorbereitungen äußerst ernst genommen. Zweimal m der Woche müssen alle in Betracht kommenden Spieler an einem Gymnastik- und Turntraining teilnehmen, an das sich jedesmal taktische Unterweisungen anschlie­ßen. Im Frühjahr wird das Konditions- und Lauf­training aufgenommen. Die erste große Sichtung des vorhandenen Spielermaterials erfolgt zu Ostern. Die endgültige Auswahl der Olympia-Spieler er­folgt am 15. Juni. Von diesem Zeitpunkt an wer­den die Spieler in Budapest zusammengezogen.

Schwedens Fechter im Olympia-Training.

Die schwedischen Olympia-Vorbereitungen im Fechten wurden mit einem vom Fechtmeister G a r- g a n o geleiteten Gemeinschaftstraining fortgesetzt, an dem die besten schwedischen Fechter und die be­kanntesten Fünfkämpfer teilnahmen. Die Leistungen waren zufriedenstellend. Es ist nun beabsichtigt, zur Hebung der Kampfstärke internationale Begegnun­gen abzuschließen. Mit dem Deutschen Fechterbund soll wegen eines deutsch-schwedischen Kampfes im Februar oder März in Berlin verhandelt wer­den, an dem sechs schwedische Fechter teilnehmen würden. Weitere Verhandlungen schweben mit Belgien und Holland.

Training der Schweizer Leichtathleten.

Auch die Olympia-Vorbereitungen der Schweizer Leichtathleten nehmen jetzt bestimmtere Formen an. Zum Olympia-Trainer wurde der frühere Mehrkampfmeister und Olympiateilnehmer von Paris, Constant Bucher, bestimmt. Am 15. Jan. wird unter feiner Leitung und unter Mitwirkung von Altmeister Dr. Paul Martin, des bekannten Mittelstrecklers, und Dr. M e s s e r l i vom Schwei­zer Olympischen Komitee durchgeführt.

Ausscheidungsturniere für Oesterreichs Boxer.

Der österreichische Amateur-Boxverband hat be­schlossen, zur Ermittlung seiner Olympia-Mann­schaft zwei Ausscheidungsturniere durchzuführen. Die besten österreichischen Amateurboxer werden sich infolgedessen am 17. und 31. Januar in Wien in allen Gewichtsklassen gegenüberstehen.

Achtet auf richtige Olympianadel.

Das Organisationskomitee für die 11. Olympiade in Berlin 1936 hat im Auftrage des Reichs- und Preußischen Ministeriums des Innern eine offizielle

Mütter, Väter, Frauen, Söhne und Töchter der im Weltkrieg Gefallenen ehren ihre Toten durch ein Opfer für das DHD., wenn die Frontsoldaten der Nationalsozialistischen kriegsopferverforgung am 4. und 5. Januar 1936 für das Dinterhilfswerk sammeln.

Olympia-Werbenadel herausgegeben. Diese Nadel, die zum Preise von einer Mark in allen Juwelier-, Andenken- und Sportgeschäften erhältlich ist, stellt das Wahrzeichen der Olympischen Spiele, fünf Ringe, dar, die die fünf Erdteile symbolisieren und mit ihren Farben blau, gelb, schwarz, grün und rot die Farben der Fahnen aller Nationen der Welt umschließen. Zur Unterscheidung gegenüber ähn­lichen Nadeln, für die von anderer Seite unrecht­mäßig geworben wird, trägt die offizielle Olympia- Nadel den- Stempelges. gesch.". Beim Kauf einer Nadel ist daraus zu achten, da nur der Erlös aus dem Vertrieb dieser offiziellen Nadeln einem Fonds zufließt, der zur Finanzierung der Olympischen Spiele im nächsten Jahre dient.

Oauerrennen in der Deutschlandhalle.

Die ersten Dauerrennen in der Deutschlandhalle am zweiten Weihnachtsfeiertag hatten etwa 10 000 Zuschauer angelockt. Die neue Bahn erwies sich auch für diese Art von Rennen als hervorragend brauch­bar, jedoch wurden Spurtrunden von unter elf Se­kunden nur Schulter an Schulter erzielt. Der Held des Tages war der Franzose Lemoine, der seinen Vorlauf und auch den Großen Weihnachtspreis überlegen gewann. Im Kleinen Weihnachtspreis der Dritten und Vierten der Vorläufe war Schindler der Sieg nicht zu nehmen. Allerdings kam auch ihm ebenso wie Lemoine die geschickte Führung des ame­

rikanischen Schrittmachers K. (Karman zugute. Welt­meister Toni Merkens hatte erneut Gelegenheit, seine augenblickliche große Form zu beweisen. Im Endlauf fuhr er taktisch richtig. Er ließ den Belgier Collard getrost enteilen und bewachte nur seine punktgleichen Gegner Caillot und van der Dyver, die er im Kampf um den zweiten Platz leicht schlug. Im Runden - Rekordfahren erreichte Merkens wieder seine alte Zeit von 12,4 Sekunden und holte sich da­mit auch diesen Wettbewerb.

In der Dortmunder Westfalenhalle wurden am zweiten Festtage Radrennen ausgetra­gen, in deren Mittelpunkt derGroße Winterpreis der Steher" stand. Im Zeitfahren siegte der Fran­zose P a i l l a r d vor Ronsse, Lohmann und Lacquehay, den ersten 20-Kilometer-Lauf gewann Lohmann vor Lacquehay, Ronsse und Paillard, den zweiten Lauf holte sich Lacquehay vor Lohmann, Paillard und Ronsse.

Studenten - Ski -Wellmeisterschasten.

Die Akademischen Skiwettkämpfe aller Länder, die gut als Weltmeisterschaften der Studenten an­gesprochen werden können, werden von der Schweiz in Mürxen durchgeführt. Zusagen liegen jetzt be­reits aus Deutschland, England, Frankreich, Oester­reich, Japan und natürlich der Schweiz vor. Die Japaner werden wahrscheinlich mit ihrer Olympia­mannschaft starten, die ja zumeist aus Studenten besteht.

Norwegens Großschanze eröffnet.

Die in Rena bei Hamar errichtete größte nor­wegische Skisprungschanze wurde mit einem Probe­springen ihrer Bestimmung übergeben. Durch den in der Nacht niedergegangenen Schnee war die Bahn schwer geworden, so daß die erzielten Weiten hinter den Erwartungen zurückblieben. Den weite- testen Sprung zeigte Kaare W a h l b e r g mit 67,5 Meter, nachdem er vorher 59,5, 62,5 und 65 Meter erreicht hatte. In Stil und Haltung war jedoch Sig­mund Ruud der Beste, der Sprünge von 56,5, 63,5, 63 und 61,5 Meter ausführte. Alf Andersen kam auf 56,5, 63,5 und 63 Meter, Sverre Lisle- gaard, einer der Besten des Nachwuchses, auf 60,5, 61, 66 und 59 Meter. T. Guttdersen kam aus 61,5, 63, 62,5 und 64 Meter.

Kurze Sportnotizen.

Birger Ruud, der bekannte norwegische Ski­springer, erreichte beim Weihnachts-Skispringen am Hausberg bei Garmisch-Partenkirchen einen neuen Schanzenrekord. Bei seinem letzten Sprung kam der Norweger auf 43 Meter. Sieger des nur von deut­schen Springern bestrittenen Wettbewerbs wurde Toni Bader mit Sprüngen von 31 und 37 Meter.

Unentschieden endete der Hauptkampf der Hamburger Weihnachts - Berufsboxkämpfe zwischen dem Berliner Willi Pürscb und dem deutschen Alt­meister Hein Domgörgen (Köln).

Der Deutsche Fußballmeister Schalke04 stand am zweiten Festtage in Berlin dem dortigen BSV. 92 vor 10 000 Zuschauern in einem Freund­schaftsspiele gegenüber und wurde zur allgemeinen Ueberraschung mit 2:1 geschlagen. Das Endergebnis stand schon bei der Pause fest. >

Das internationale E i s h o cke y-Tur« n i e r um denRitter-von-Halt - Pokal" auf dem Rießersee bei Garmisch begann am Donnerstag mit dem Spiel zwischen dem SC. Rießersee und den ZehlendorferWespen", das die Bayern mit 4:2 (1:0, 2:2, 1:0) gewannen.

Wirtschaft.

OieZndustriekonjunktur imIahre 1935

Fwd. Das Institut für Konjunkturforschung gibt in seinem letzten diesjährigen Wochenbericht eine rückschauende Uebersicht über die Jndustriekonjunktur im Jahre 1935. Das Jahr 1935 war, so heißt es u. a., im ganzen gesehen, ein Jahr des wirtschaft­lichen Aufstieges. Produktion, Umsatz und Beschäfti­gung in der Wirtschaft sind weiter gewachsen. Das Bild des Aufschwunges, dessen drittes Jahr nun hin­ter uns liegt, hat sich in vielen Punkten gewandelt. Das Ziel, das sich die staatliche Konjunkturpolitik setzte, als sie durch kühnen Einsatz des öffentlichen Kredits den Aufschwung einleitete, ist weitgehend erreicht worden: der größte Teil aller derer, die noch vor drei Jahren ohne Arbeit und Brot waren, ist heute wieder beschäftigt. An die Stelle der Arbeits­beschaffung sind neue Ziele der staatlichen Konjunk­turpolitik getreten: es galt vor allem, die wirtschaft­lichen Grundlagen für den Wiederaufbau der Wehr­macht zu schaffen. Nach wie vor liegt das Schwer­gewicht des Aufschwunges auf der Seite der In­vestitionen, und hier wiederum bei den staatlichen Investitionen. Der Verbrauch ist, mehr noch wie in den vorangegangenen Jahren zugunsten der In­vestitionen zurückgetreten. In vielen Industriezwei­gen war das ganze Jahr 1935 beherrscht von den Bemühungen, die Rohstoffversorgung für die lau­fende Produktion zu sichern. Neuanlagen zur Er­zeugung wichtiger Rohstoffe in Deutschland sind er« standen. Auch die Handelspolitik stand ganz im Zei­chen dieser Bemühungen. Da und dort ist es in der Tat gelungen, die Jndustriewarenausfuhr zu steigern.

Oie Industrie- unt> Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

E1377: Kurzfristige Verlängerung des Warenab­kommens mit Spanien.

E1378: Schaffung einer Gewerbetaxe in Luxem­burg.

E 1379: Bekanntmachung KP 80 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle betr. Kurspreise.

E 1380: Neue Zollsätze in Lettland.

1381: Das neue Antragsverfahren bei der Heber» wachungsstelle für Wolle und andere Tier­haare.

1382: Ausfuhrverbot für Hafen- und Kaninchenfelle. 1383: Neue Bestimmungen für die Kakaobewirt­schaftung.

1384: Verlängerung des Warenabkommens mit der Tschechoslowakei.

1385: Rumänische Bestimmungen über den Handel inschwachen" Devisen. Die Frage der Kursbestimmung für die Reichsmark.

1386: Verlängerung des Handelsvertrages und des Verrechnungsabkommens mit Finnland.

Statt Karten!

Wlr geben unsere Verlobung betannt

ist heute nach langem schweren Leiden entschlafen.

Gießen

7571 D

76n0D

28. Dezember 1935

Goddelau bei Darmstadt

Oie glückliche Geburi eines Stammhalters zeigen an

Wir geben hocherfreut die Geburt einer Tochter bekannt

Gießen, den 26. Dezember 1935

7603 D

MigMgUoraugt! 2S±S

klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet,

Familie Familie Familie Familie Famil ie

In gefalzten Bogen In Heftform

In gebundenen Ausgaben

Emst Sames und Frau Meta, geb. Kallenbach

Frau Roll Wießmann, geb. Fung Or.med. A. Wießmann

Wilhelm Arnold VII. Otto Seipp Heinrich Schmand t Karl Seipp Wilhelm Seipp.

Kommt ei° auch schwer zum Porlemonaie. er 4-u+ es doch för'-T

Leihgestern, den 26. Dezember 1935.

Die Beerdigung findet Samstag, 28. Dezember, nachmittags 2.30 Uhr, vom Trauerhause aus statt 7599 D

Gießen, den 26. Dezember 1935

Frankfurter Straße 271, z.Z. llnlversitäis-Frauenlllnll

Zwangsversteigerung K 27/34

Am Montag, dem 13. Januar 1936, vormittags 9 Ahr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleischstraße Nr. 1, Zimmer 221, das dem IBit- helm Rinn in Beuern zugeschriebene Grundstück versteigert: 7570D

Grundbuch für Gießen, Band XI, Blatt 502:

Flur I, Jtr. 6765/io, f)ofreUe in der Äaffjarinen- gasse (Katharinengasse 7), 84 qm, Schahungs- befrag 6500, R7N.» Einheitswert (1.1.1931): 6400 RM.

Gießen, den 22. November 1935.

Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher.

Zhre Vermählung geben bekannt Or. med. Horst Adler Grete Adler, geb. Sommerlod

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater

Karl Heinrich Müller

Straßenwart i. R.

nach kurzem, mit Geduld ertragenem Leiden im Alter von 86 Jahren heimzurufen.

Gießen/Mainz

27. Dezember 1935

Elsbeth Will, cand. med. Or. Georg Wilhelm Kalbfleisch Assessor

sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Jede Lieferung schnell, gut und preiswert! Brühl'sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiihii

Das gesamte Mobiliar und In­ventar des Kurhotels Adler wird anfangs Januar 1936 öffentlich versteigert. Ausführliche Bekannt­machung erfolgt später. 76oiD Stadtverwaltung Bad-Nauheim.

Gonsenheim bei Mainz

Friedrichstraße 16 _____________________________05472

In tiefem Schmerz: Elisabethe Müller nebst allen Angehörigen.

Dorf-Gill, den 26. Dezember 1935,

Beerdigung findet Samstag, 28. Dezember, nachmittags 1% Uhr statt.

7602 D

Heute abend um 8% Uhr entschlief nach langem schweren Leiden mein geliebter Gatte, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater, der Wagenwärter , R.

Konrad Seipp U

im Alter von 73 Jahren,

Die trauernden Hinterbliebenen:

Frau Elisabethe Seipp, geb. Lauber

Die Beerdigung findet am Montag, dem 30. Dezember, nachmittags

3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

Im Namen der Angehörigen:

Dr. med. H. Storck

und Frau Hedwig, geb. Waldeck.

Gießen, Köln a. Rh., den 26. Dezember 1935.

Statt besonderer Anzeige.

Unser lieber Sohn und Bruder

Hans Ewald Kleine

05501

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