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Aus den preußischen Nachbargebieten

Schlüsse kampf-

Jn der 27. Minute hatte sich Röll den Ball erkämpft, 'Röll karambolierte mit Theobald, Eckert legte den

Bis zur Pause 1:1.

gegen spröde Haut

Nachdruck verboten!

19. Fortsetzung.

mit

mir

in Der iveilic uuuucn t-ui ------- '. , ' . n, . ...

Dampsersirene zog ihren Rus durch den Abend hin. doch im Verderben eins miteinander. Auch dafür

Langsam bog Mia sich wieder zurück. will ich dankbar sein. Aber nein das ist ,a

Wir wollen nicht mit Worten spielen, Günter Unsinn! Wir nehmen es zu schwer, Günter! Man

DerteihungdesFrontkämpferabzeichens an eine Note-Kreuz-Schwester.

D a r m st a d t, 23. Dez. (LPD.) Der Schwester Luise G a m b s vom Roten - Kreuz - Mutterhaus Alicc-Hospital in Darmstadt wurde vor einigen Tagen das Frontkämpserabzeichen ver­liehen. Diese für eine Frau seltene Auszeichnung hat die Schwester für ihre in vorderster Linie aus­geübte Tätigkeit als Rote-Kreuz-Schwester im Welt­krieg erhalten. Sie war von 1914 bis Kriegsende der Krankentransportabteilung der 4. Armee zu­geteilt und hat bei den Schlachten um $pern und in Flandern, sowie bei den dortigen Stellungs­kämpfen viel Schweres erlebt. Mit großer Auf­opferung hat sie ihren Pflegedienst bei Verwun­deten und Sterbenden geleistet.

Niederkleen, 27. Dez. Der Stützpunkt Niederkleen der NSDAP, hielt seine Weihnachtsfeier in der Schule ab. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Nach der Uebertragung der Feier von Berlin wurden ge­meinsam verschiedene Weihnachtslieder gesungen. Weiterhin brachten die Schulkinder schöne alte Weihnachtslieder und Weihnachtsmärchen zum Dor­trag. Verschiedene weihnachtliche Lichtbilder, von Lehrer Bergheimer vorgeführt, halfen den Abend verschönen. Eine kleine Hauskapelle unter­hielt außerdem mit guter Musik. Im Mittelpunkt des Abends stand die Ansprache des Stützpunkt- leiters Mack, der über den Sinn und die Bedeu-

Halbzeit die spielerisch besseren Leistungen zeigten und nach der Pause teilweise stark nachließen.

Die beiden Mannschaften kamen etwas verändert. Bei Nordhessen fehlten der Fuldaer Mittelstürmer Pietsch und der Hersfelder Halblinke Schaffert. Da­für wurden die Hanauer Roskony und Eckert ein­gestellt, später wurde der wieder verletzt ausschei­dende Roskony durch Schultheiß (Wachenbuchen) ersetzt. Beim Gau Südwest spielte nicht Müller- Neunkirchen, sondern Ittel-Frankenthal im Tore. Die Gegner standen sich also von Spielbeginn an wie folgt gegenüber:

Nordhessen: Sonnrein-Hanau 93; Eufinger- Hanau 93, Lippert- Gießen 19 0 0; Rein­hardt, Weißenborn, Klingler (alle Hanau 93); Röll - Bor. Fulda, Meisel - Germ. Fulda, Roskony- Hanau 93 (später Schultheiß-Wachenbuchen), Eckert- Hanau 93, Gleim-Kassel 03.

Südwest: Ittel - Frankenthal; Zache-Saar 05 Saarbrücken, Welsch - Bor. Neunkirchen; Müller- Spfr. Saarbrücken, Dietsch-Spsr. Frankfurt, Theo­bald - Bor. Neunkirchen; Marker - Kaiserslautern, Pflug-Niederrad, Eckert-Wormatia Worms, Linde­mann, Simon, (beide Kickers Offenbach).

Plötzlich begehrte sie leidenschaftlich auf:

Nein, ich kann nicht abreisen! Ich muß bleiben!

Ich muß! Und wenn es mein Unglück ist!"

Es schien, als müßte er seine Antwort aus weiter, dunkler Ferne holen:

Vielleicht vielleicht ist es unser beider Un­

größere Qual?

Ich kann dir nicht raten!", rang es sich dumpfer Schwere von seinen Lippen.

Mias Hände verkrampften sich ineinander.

Du kannst mir nicht raten. Keiner kann raten ..."

Nicht müde werden, Annelies?

Vornan von Bernhard Lonzer.

Urheberrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin.

glück ..."

Dann soll es so sein, Günter! Dann sind wir

Gau AMeffen schlägt Südwest

wir belügen uns ja nur damit! Ich will überhaupt nichts mehr sagen. Komm, wir legen uns nieder. Ganz still. Wir stören uns nicht, und so kannst du auch mit dir allein sein. Und ich mit mir."

Er ließ sich von ihr in das Gras zurückziehen. Sie streckte sich neben ihm aus.

Aber wissen will ich, daß du da bist. Fühlen will ich dich wenigstens."

Sie schob ihren Arm unter seinen Nacken. Dann lag sie ganz still. Aber Günter meinte, ihren Herz­schlag durch die Abendstille zucken zu fühlen. Er rührte sich nicht, obgleich ihm das Stilliegen zur Qual wurde. Und die Stille selbst war eine Qual. Das mochte auch Mia fühlen. Sie richtete sich plötz­lich wieder auf.

Ich ertrage es nicht mehr, Günter! Ich ertrage es nicht mehr!"

Langsam und schwerfällig richtete auch Günter sich wieder auf.

Was erträgst du nicht mehr?"

Alles! Das Leben! Die Welt! Alles, Günter, alles!

Er fühlte einen schweren Druck im Halse und sah zur Seite in die Weiden, die sich mit den Schatten- des Abends zu füllen begannen.

Mias Stimme war mit einemmal wieder dicht an feinem Ohr.

Soll ich abreifen, Günter ...?"

Ihm war, als könnte er kein Glied rühren. Un­bewegt starrte er in die dunklen Büsche. Abreisen war das Rettung, Erlösung? Oder brachte es noch

Ins Schleudern. Das schwere Fahrzeug rannte dabei gegen ein Haus und drückte einen Teil der Hauswand ein. Der Wagen kam erst vor dem Schlafzimmer zum Stehen. Personen wurden zum Glück nicht verletzt, doch wurde das Haus so schwer beschädigt, daß es wahrscheinlich abgerissen werden muß.

Ungiücksfall oder Verbrechen?

Lechs Jahre altes INädchen als Leiche aus dem Main geländet.

LPD Offenbach, 26. Dez. Am Sonntag, dem 22. Dezember, wurde in der Rühe der Offenbacher Fähre die sechs Jahre alte Anneliese K a i f e r aus Offenbach als Leiche aus dem Main gelandet. Ob ein Unglücksfall oder cm Verschulden dritter Personen oorliegt steht zur Zeit noch nicht fest. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind noch im Gange.

Da legte sich leise eine Hand auf seine geschlosse­nen Augen.

Ein schreckhaftes Erschauern durchrann ihn.

Annelies ...!, wollte er sagen; aber der Name blieb nur ein Hauch.

Er fühlte etwas neben sich hocken, die schmeichelnde Seide eines Aermels streifte sein Gesicht. Er griff nach der Hand, die auf seinen Augen lag, tastete den Arm ab, die Schulter. Nein das war nicht Annelies!

Mit einem Ruck richtete er sich auf. Mias Augen brannten dicht vor den seinen.

Hab' ich den armen Jungen erschreckt?", lachte sie leise. o ,

Wie ein silberner Nebel wogte dies Lachen über ihn hin. Eine unerklärliche Gereiztheit überkam ihn. Aber es war nur ein Moment, dann umfing Mias Nähe ihn wie eine rauschende Wolke, die rot und heiß war wie sein Herzblut.

Ich bin ein bißchen hier draußen herumgestrolcht und sah dich zufällig, wie du nach den Weiden hin abbogst", fuhr Mia fort.Aver ich habe lanae suchen müssen, bis ich dich gesunden habe. Ich mochte heute keinen Menschen sehen und du gewiß auch nicht; aber nun werden wir uns schon damit abfinden müssen, daß es anders gekommen ist. Meinst du, daß das sehr schlimm ist?"

Er strich sich das Haar aus der Stirn.

Es wird wohl zu ertragen sein. Aber wenn du es für besser hältst, kann man dich ja gleich wieder beurlauben. Vielleicht wäre es wirklich besser. Menschen, die mit sich allein sein wollen, haben meist sehr triftige Gründe dafür. Man soll sie in Rübe lassen." _ . ... .

Man soll sie in Ruhe lassen ... Soll ich dich in

nicht.

Südwest hatte eine gute erste Halbzeit, ließ aber nach der Pause stark nach. Ittel war recht gut. Die Verteidiger Zache und Welsch waren in der ersten Halbzeit sehr gut, ließen aber nachher stark nach. Gut arbeitete in der Läuferreihe Theobald. Im Angriff schossen Pflug und Lindemann recht viel, der Wormser Eckert war durch Weißenborn saft kaltgestellt und Marker bot eine schwache Leistung.

Meisterschasts-Fußball in Nordhessen.

Im Gau Nordhessen kam am zweiten Festtage ein Meisterschafts-Fußballspiel zwischen dem Spiel- verein Kassel und dem Liganeuling Kurhessen Mar­burg zum Austrag, das die Marburger knapp mit 3:2 (1:1) gewannen. In der Tabelle hat sich dieses Spiel nicht sonderlich ausgewirkt, Marburg bleibt weiter auf dem sechsten, der Spielverein Kassel auf dem vorletzten Platz.

Anerkennung für Oblt. von Doch.

Oblt. von Both, der in diesem Jahre schon zum dritten Male hintereinander das Championat der Amateur-Rennreiter errang, erhielt von dem Ober­befehlshaber des Heeres, General der Artillerie Freiherrn von Fritsch, eine Anerkennung für seine großartigen Erfolge im Sattel, die folgen­den Wortlaut hat:

Oblt. von Both, Reiterregiment 14, steht im Jahre 1935 mit 37 Siegen bei 185 Ritten in öffent­lichen Rennen an der Spitze der Amateurreiter, er hat schon zum dritten Male in ununterbrochener Reihenfolge das Championat der Amateurreiter errungen.'Ich spreche dem Offizier zu dieser hohen sportlichen Leistung meinen Glückwunsch und meine Anerkennung aus?

Neuer deutscher Weltrekord im Gewichtheben.

Bei einer Werbeveranstaltung des Turnvereins Grünewald war auch die Gewichtheber-Abteilung des Turn- und Sportvereins 1860 München betei­ligt. Dabei gelang dem deutschen Exmeister Josef Straßberger unter offizieller Kontrolle ein neuer Weltrekord im beidarmigen Drücken.

Vor etwa 3000 Zuschauern kam am zweiten Weihnachtsfeiertage in Hanau bei recht schlechten Wetter- und Bodenverhältnissen ein Fußballkampf zwischen den Gauen Nordhessen und Südwest zum Austrag. Hatte der Gau Nordhessen eine recht starke, meist aus Hanauer Spielern zusammenge­stellte Elf aufgeboten, so trat der Gau Südwest nicht mit feiner ersten Garnitur an. Es fehlten da­von u. a. die Nationalspieler liefet, Grämlich, Fath. Im Hinblick auf das am 5. Januar in Augs­burg stattfindende Pokalspiel gegen Bayern konn­ten aus dem Hanauer Weihnachtsspiel keine gezogen werden. Die Nordhessen boten die kräftigere und kampffreudigere Mannschaft auf, wäyrend die Vertreter des Gaues 13 in der ersten

gestreffer einschoß. Der Kampf blieb weiter im

_ .. , , Zeichen vermehrter Angriffe der Nordhessen und

Der Kampf begann wechselvoll, zuerst hatte aber erst in den letzten Minuten kam Südwest nochmals der Gau Südwest mehr vom Spiel. Schon in der auf. Es gab aber nur noch Epbälle, deren Verhält-

Nach Wiederbeginn wechselte Nordhessen die Halb­stürmer um. Meisel spielte jetzt linksinnen, Eckert auf halbrechts. Es gab nun flotte Angriffe der Nordhessen, aber dennoch holte sich Südwest erneut die Führung. In der fünften Minute nahm Linde­mann im Mittelfeld den Ball auf, er brach allein durch und schoß aus 20 Meter das zweite Tor; Sonnrein war auf diesen Sckuß nicht gefaßt. In den nächsten zehn Minuten gehörte dann das Spiel den Nordhessen, die schon nach zwei Minuten den Ausgleich erzielten. Schultheiß spielte den Rechts­außen Röll frei, der an dem herausgelaufenen Ittel vorbei einschoß. Es aab nun kritische Momente vor dem Sühwest-Tore. Aber auch Sonnrein und feine Vorderleute werden noch auf schwere Proben ge­stellt, wobei Lipert einmal m höchster Not durch Kopfstoß rettet. Südwest verlor immer mehr an Kampfkraft und Nordhessen kam immer besser auf.

macht sich krank mit solchen Gedanken. Warum muß es denn ein Unglück werden! Wir wollen ..."

Wie ein Betrunkener richtete Günter sich vom Boden auf.

Wir wollen nicht mehr davon reuen. Jetzt nicht. Komm, ich muß nach Hause", sagte er heiser.

Mia verharrte stumm und regungslos einen Augenblick in ihrer Stellung. Dann stand sie gleich­falls langsam auf. Ihr Gesicht war wie verfallen; aber Günter sah es nicht. Stumm gingen sie neben­einander die schmale Grasnarbe entlang, zurück bis zur Spitze des Werders. Ein paar junge Burschen kamen lachend und scherzend mit ihren Mädchen vorüber. Die Lichter der Stadt blühten im Abend­blau. Leise Klänge sickerten wieder durch die laue, weiche Luft vorn Continental herüber.

Günter blieb stehen.

Schlaf wohl, Mia!"

Ihre Hand fieberte in der seinen.

Schlaf wohl, Günter ...!"

Ein Warten war in ihrer Stimme. Da ließ er ihre Hand los und wandte sich zum Gehen. Sie sah ihm nach, bis er die Stufen zum Turm hinaufstieg und durch die Tür verschwand.

*

Annelies hatte Günter nicht vorgefunden, als sie mit der Tante nach Haufe gekommen war. Onkel Korbinians Zimmer war auch dunkel, die beiden faßen gewiß zusammen im Turmzimmer. Sie ging in den Garten hinaus. Don weitem sah sie, daß im-. Turm kein Licht brannte. Onkel Korbinian liebte es ja auch, im Dunkeln zu plaudern.

Zu ihrer Ueberraschung traf sie ihn allein an.

Günter ist noch ein bißchen ins Freie gegangen", erklärte er auf ihre Frage.Laß ihn nur, so etwas tut manchmal sehr gut."

Sie schwieg dazu und ließ sich am Fenster nieder. Korbinian Sartorius begann von gleichgültigen Dingen zu plaudern und flocht ab und zu einen Scherz ein; aber sie gab nur einffjbige und zer­streute Antworten. Plötzlich sah er, wie sie sich auf­richtete und eine gespannte Haltung annahm. Er folgte ihrem Blick und sah zwei Gestalten, eine weibliche und eine männliche, an der vorgeschobenen Spitze des Werders stehen. Ein rascher, forschender Blick flog zu Annelies hinüber. Er sah trotz der Dunkelheit, daß sie erblaßt war.

(Fortsetzung folgt!)

Ruhe lassen?"

Mias Stimme flackerte.

Du soll ich dich in Ruhe lasten ...?" wieder­holte sie. Ihr Gesicht war dicht vor dem seinen, ihr Atem wehte ihn an.

Günter löste sich von ihrem Blick.

Ich meinte es anders. Ich dachte an dich. Du wolltest ja allein sein ..."

Ein Eichelhäher rief vom Werder her. Irgendwo in der Ferne quakten ein paar Frösche. Eine

Er bahnte sich auch jetzt einen Weg durch das dichte Gestrüpp. Den tausendfachen Widerstand, den feine Füße fanden, überwand er mit einer fast grimmigen Wollust. Die schlanken Weidengerten peitschten ihm das Gesicht. Es war ein wundervolles Gefühl.

Auf einer schmalen Grasnarbe, die schnurgerade durch die Büsche lief, blieb er einen Augenblick, tief atmend, stehen. Dann legte er sich nieder und streckte sich in dem kühlen Grase aus. Er sah noch ein paar weiße, rosig umrahmte Wölkchen die schmale Spur des Himmels über ihm entlang ziehen, dann schloß er die Augen.

Wie sehr war Onkel Korbinian doch im Recht! Man durfte nicht nur an sich selbst denken. Da war noch Annelies, die man quälte und langsam zer­brach. Es gab Stunden, in denen man sich wie ein Ertrinkender an den Namen Annelies klammerte. Aber wenn Mia dann wieder kam, war darauf alles andere wie ausgelöscht. Und die Qualen be­gannen von neuem. Oft blieb sie tagelang fern, ließ auch nichts von sich hören; aber plötzlich war sie dann wieder da, als wäre es eine Selbstverständ­lichkeit. Oder sie rief von irgendwoher an:Ich wollte dir nur guten Morgen sagen" ober:Ich bin mit Schulenburg hier draußen wollt ihr nicht herauskommen?" Man war schon so weit, daß einen jedes Klingeln des Telephons in nervöse Spannung versetzte. Was sollte daraus werden?

Ja, Onkel Korbinian hatte recht! Da war Anne­lies ... Sie litt, sie mußte unbeschreiblich leiden. Aber sie klagte nicht, fein Wort des Vorwurfs kam über ihre Sippen. Oft war in ihrem Wesen eine Verstörtheit, die etwas Verzweifeltes hatte, aber sie fand sich immer wieder. Wie klein, wie erbärmlich kam man sich ihr gegenüber vor!

Annelies!, dachte Günter. Annelies ...!

Der Führer gratuliert zur goldenen Hochzeit.

LPD. Herborn, 26. Dez. Zu Weihnachten konnten die Eheleute Buckdruckereibesitzer Emil A n - d i n g das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Der Führer und Reichskanzler ließ dem Jubelpaar am Heiligen Abend eine Glückwunsch­adresse mit eigenhändiger Unterschrift zugehen.

Weihnachtsgabe des Gauleiters an einen jugendlichen Lebensretter. Wetzlar, 24. Dez. (LPD.) Bei einer Weih­nachtsfeier des Stützpunktes der NSDAP, in dem Kreisort Naunheim übergab Kreisleiter Haus dem Pimpfen Erich Seifert einen größeren Geldbetrag als Spende des (Baulei­ters Sprenger. Erich Seifert hatte im Som­mer dieses Jahres einen Menschen vom Tode des Ertrinkens gerettet. Der (Bauleiter hatte davon ge­hört und ließ nun, ohne daß er dazu angeregt wor­den war, dieser anerkennenswerten Tat eine so schöne Belohnung folgen, die dem Pimpfen natür­lich große Freude bereitete.

Vor Schreck gestorben.

LPD. Dillenburg, 26. Dez. Ein Schüler hatte beim Rodeln einen leichten Unfall erlitten. Als der Arzt der 45jährigen Mutter des Jungen die Mitteilung machte, daß er den Jungen in Behandlung nehmen müsse, brach diese tot zu­sammen. Ein Herzschlag hatte ihrem Leben ein Ende gesetzt.

24 Glücksspieler in Limburg erwischt.

LPD. Limburg, 24. Dez. Wie die Polizei be­richtet, hat ein abgeschlossenes Ermittlungsverfahren ergeben, daß 24 Glücksspieler in nicht ver­jährter Zeit in Limburger Lokalen und in einer Privatwohnung dem Glücksspiel gehuldigt haben. Bei den Spielen wurden nennenswerte Beträge ein­gesetzt und Gewinn und Verlust des einzelnen be­wegten sich entsprechend. Einzelne Spieler huldigten dem verbotenen Glücksspiel dermaßen, daß sie Frau und Kinder vernachlässigten. Die Glücks­spieler und diejenigen, welche die Spieleinrichtungen oder die Räume dazu zur Verfügung gestellt haben, haben mit einer empfindlichen Strafe zu rechnen.

(Sin Sprachgenie.

LPD. Wiesbaden, 24. Dez. Der Baron Wal­demar von der Pahlen in Wiesbaden wurde als Dolmetscher der englischen, französischen, russi- chen, italienischen, spanischen, dänischen, norwegi- chen, holländischen, tschechischen, polnischen, serbi- chen und bulgarischen Sprache für den Landgerichts­bezirk und auch für die Standesämter beeidigt. Das sind mit der deutschen 13 Sprachen.

Kreis Wetzlar.

* Kinzenbach, 26. Dez. Am vergangenen Samstag hielt die hiesige B D M.° Gruppe ihre diesjährige Weihnachtsfeier im Saale der Wirtschaft Peusch ab. Unter zahlreicher Anteilnahme der Ortseinwohner nahm die Feier einen schönen Verlauf. Einige kleine Theaterstücke und lebende Bilder gefielen sehr gut. Zum Schluß wurden die von den Mädchen selbstverfertigten Gegenstände zur Verlosung gebracht. In der üblichen Weise schloß die Feier.

nis am Schluß 6:6 stand. Nordhessen verteidigte den Vorsprung bis ins Ziel. *

Nordhessen brachte die größere kämpferische Leistung auf. Sehr gute Leistungen boten Tormann Sonnrein, der Verteidiger Lippert und die ganze Hanauer Läuferreihe. Im Angriff führte sich Schultheiß recht vielversprechend em, sonst gefiel im Angriff noch der Linksaußen Gleim. Einen aus­gesprochenen schwachen Punkt hatte die Mannschaft

tung des Weihnachtsfestes im Dritten Reich sprach. Schließlich kam der Nikolaus, der die Kinder mit kleinen Geschenken, mit Zuckerplätzchen und Nüssen (von der NS.-Frauenschaft gestiftet) beschenkte. Die Schlußansprache hielt Lehrer Bergheimer.

Kreis Marburg.

2111 e n d e r s , 24. Dez. Die Belegschaft der hiesigen Zweigfabrik der Zigarrenfabrik I. B. Noll in Gießen hielt einen Kameradschafts­abend mit Weihnachtsfeier ab, der in dem schön geschmückten Arbeitssaale stattfand. Zu der Feier waren auch aus Gießen zahlreiche Arbeits­kameraden mit dem Prokuristen Kuhl an der Spitze erschienen. Bei mancherlei Unterhaltungs­darbietungen und Ueberraschungsgeschenken für die Belegschaftsangehörigen nahm der Abend nach jeder Richtung hin einen vortrefflichen Verlauf.

Kreis Biedenkopf

M. Gladenbach, 26. Dez. Die hiesige Krie­gerkameradschaft hielt am Tage des Heiligen Abends, wie alljährlich, eine Gedenkfeier am Kriegerehrenmal ab. Zahlreiche Volksge­nossen beteiligten sich daran. Das Denkmal war sinnvoll geschmückt. Nach dem Anmarsch der Kame­radschaft und des Musikvereins hielt Dekan Lehr eine kurze Gedächtnisansprache. Der Führer der Kriegerkameradschast Dr. Meister erinnerte in seiner Ansprache an die Jahre des Krieges und gedachte der Gefallenen. Einige Liedvvrträge des Musikvereins und Gedichtvorträge beschlossen die eindrucksvolle Feier. Am Heiligen Abend mür­ben im Konfirmandensaale auch in diesem Jahre wieder mehrere Wanderer mit einem warmen Essen verpflegt. Dekan Lehr hielt eine kurze weih­nachtliche Ansprache. Am Morgen des ersten Feier­tags wurden dis wandernden Gesellen außerdem mit Kaffee und Kuchen bewirtet.

Der Münchner brachte 271 Pfund einwandfrei zur Hochstrecke und übertraf damit den erst kürzlich von dem Münchener Joses M a n g e r - Freising aufgestellten Rekord von 267 Pfund um vier Pfund. Der deutsche Exmeister bewies mit dieser Leistung seine augenblickliche Form, in der er wieder an der Spitze der deutschen Schwergewichtler steht.

Anerkannter Echwinnn-Nekord.

Die am 23. November d. I. auf der 25-Meter- Bahn der Halle in Bremen mit 2:34 erzielte Lei­stung von Hans Schwarz (Heeresspvrtschule Wünsdors) ist vom Fachamt Schwimmen als neuer deutscher Rekord Im 200-Meter» Rückenschwimmen anerkannt worden.

Ausgezeichnete Jugend-Springer.

Hans TNarr siegt auf der kleinen Olympia-Schanze.

Warmes Wetter ließ am zweiten Weihnachtstage beim Skispringen auf der Kleinen Olympia- Schanze in Garmisch-Partenkirchen keine großen Weiten zu. Die Teilnahme der deutschen Olympia- Kandidaten gab der Veranstaltung besonderen Reiz; die Ueberraschung des Tages waren die glänzenden Leistungen der Jugendlichen, deren Sieger Hans Karg in der Aktivenklasse hinter Hans M a r r Oberhof Zweiter geworden wäre.

Als Schiedsrichter kam nicht, wie erwar­

tet, Hans Halb aus Nürnberg, 1sondern Herr luluIlluuucltc Mlu ^wvuw, Wurzschmidt aus Wurzburg. Seme Leistung Strafstoß steil zu Gleim, der unhaltbar zum Sie-

fiel nicht aus dem gewohnten Rahmen. . -- ~ --c

vierten Minute fiel der erste Treffer. Nach einem Strafstoß von Dietsch ging der Ball über den Niederräder Pflug zum Offenbacher Lindemann, der aus 16 Metern unhaltbar für Sonnrein ein- choß. Im weiteren Verlauf hatten die Südwestler immer noch mehr vom Spiel. Pflug und Linde­mann schossen sehr viel, sie fanden aber Sonnrein immer auf dem Posten. In der 18. Minute kam bann, obwohl Nordhessen inzwischen durch das Aus- scheiden des verletzten Reinhardt auf zehn Mann verringert war, der Ausgleich. Der linke Flügel Gleim-Eckert spielte sich durch, es gab eine Ecke, bei der sich Dietsch und Ittel behinderten und durch den Fuldaer Meisel ging der Ball ins leere Tor. Rein­hardt kam dann wieder, dafür schied aber Roskony aus, der in der 40. Minute durch Schultheiß ersetzt wurde. Die Nordhessen kamen nun öfters durch, auf der anderen Seite schoß Simon an den Pfosten, Sonnrein klärte die dritte Südwest-Ecke und nach Nordhessens zweitem Eckball, bei dem Zache die Gefahr beseitigte, ging es mit 1:1 in die Pause.

Der Sieg der Nordhessen.