Die italienischen Manöver am Vrenner
man wolle, daß der Völkerbund gewissenhaft seine
Englische Verstärkungen für Malta
hing Dresden.
Der Tana-See
masors Ritter von Schobert.
mit be-
Veranstaltungen des Reichsparteitages kommandiert.
Zeltlager der Wehrmacht in Nürnberg
taillon der 3. Kavalleriedivision, Motorisierte Aufklärungsabteilung der Kraftfahrabteilung München, II. Abteilung Artillerieregiment Rimberg, verstärkt durch eine Haubitzbatterie der III. Abteilung, V. Motorisierte Abteilung Artillerieregiment Ulm, Panzerabteilung Ohrdruf-Zossen, Panzerabwehrab- teilung Schwerin, ein Pionierbataillon, dem wie im Vorjahr der Bau von Brücken in Nürnberg obliegt, eine Motorisierte Kompanie und das Musikkorps des Pionierbataillons Ingolstadt, Nachrichtenabtei-
Von der Kriegsmarine:
1. Marine-Unteroffiziers-Lehrabteilung.
Von der Luftwaffe:
englische Regierung werde, so meint das Blatt, m der Sanktionsfrage gewiß nicht auf eigene Faust vorgehen, denn sie wolle das Genfer Verfahren bis zum Ende abwickeln.
Da London entschlossen sei, sich an die gemeinsamen Verpflichtungen der Völkerbundssahung zu halten, was man loben müsse, werde es sicher nicht den Fehler begehen, sich allein und freiwillig in ein Abenteuer zu begeben, das zu den ernstesten internationalen Verwicklungen sühren könne. Man müsse übrigens beachten, daß diejenigen, die mit so großem Nachdruck Sank- tionen gegen Italien fordern, früher gerade nachdrücklich gegen den Gedanken Einspruch erhoben hätten, Deutschland gegenüber Sanktionen zur Anwendung zu bringen. Italien habe sich jetzt vollkommen feslgelegt, und man müsse daher eine Grundlage für eine Vergleichslösung finden, die seine wesentlichen Sicherheits- und Ausdehnungsforderungen in Ostafrika befriedige.
Das sei im Rahmen einer friedlichen Regelung unter grundsätzlicher Wahrung der abessinischen Un- abhangigkeit nicht möglich. Aber wegen der mter. nationalen Stimmung dürfe man keine Zeit mehr verlieren und keine Fehler mehr begehen, wenn
zu lassen. Aber darüber hinaus sind die besten Teile der italienischen Streitmacht im Südtiroler Alpengebiet versammelt worden, so auch die motorisierten Divisionen, die schon einmal von Mussolini an die österreichische Grenze beordert wurden. Wenn der Duce es für ratsam hielt, ge- rade jetzt den europäischen Nationen ein militärisches Schauspiel zu bieten, dann hat das natürlich seine besonderen Gründe. Er will eben unterstreichen, daß A b e s s i n i e n d i e K r a f t der i t a l i e n l - schen Nation nur teilweise in Anspruch nimmt und daß Italien jederzeit in der Lage ist, auch in Europa militärisch seinen Mann zu stehen. Wieweit von französischer Sette her Italien noch ermuntert worden ist, die Manöver gerade am Brenner abrollen zu lassen und dem Kriegsspiel eine Entwicklung zugrundezulegen, die einen vom Norden (!) hereinbrechenden Gegner zeigt, wollen wir nicht weiter untersuchen. Immerhin ist es etwas ungewöhnlich, Manöver so aufzuziehen, daß man ihnen politische Tendenzen sehr deutlich anmerkt. Eine Entfaltung der Militärmacht Italiens wäre auch ebenso gut im Innern des Land es möglich gewesen, ohne Beunruhigung und Nervosität auszulösen. Beim Duce ist man es aber gewöhnt, daß er sich von taktischer Rücksichtnahme dann selten leiten läßt, wenn er der Ansicht ist, daß allein die Tat die von ihm gewünschten Wirkungen auslöst.
London, 27.Aug. (DNB. Funkspruch.) Nach einer ergänzenden Meldung wird die Garnison von Malta um 481 Mann auf 3400 Mann und um eine Batterie auf sechs Batterien verstärkt werden. Unter den Ergänzungstruppen werden auch Flugzeugabwehrmannschaften sein. Wie aus L e w - k o s i a (Zypern) berichtet wird, hat das Wacht- schiff „Ormonde", das nach dem Persischen Golf gehen sollte. Befehl erhalten, nach Malta auszulaufen.
Wie am Montag mittag aus Gibraltar gemeldet wird, hat das britische Flugzeug- mutterschiff „Glorious", das 22 500 Tonnen groß ist und ursprünglich noch einige Zett in Gibraltar bleiben sollte, am Montag unerwartet die Weiterreise nach M a l t a angetreten. An Bord der „Glorious" befinden sich insgesamt drei Flugzeuggeschwader, nämlich ein Geschwader Leichtflugzeuge, ein Geschwader Aufklärungsflugzeuge und ein Geschwader Torpedobombenmaschinen. In einer Reuter-Meldung aus Gibraltar wird die Ausreise der „Glorious" als ein Teil des normalen Programms für die Durchführung , der zweiten Uebungsfahrt in diesem Sommer bezeichnet, für die die britische Mittelmerflotte jetzt zusammengezogen wird. Die Besatzung der „Glorious" einschließlich des Flugpersonals beträgt 1100 Mann.
In einem Leitaufsatz weist „Daily Mail" auf die Notwendigkeit hin, militärische Vorsichtsmaßnahmen in den britischen Gebieten Ostafrikas zu treffen, die an Abessinien grenzen, um ein Ueberspringen eines etwaigen Streites zu verhindern. „News Chronicle" verlangt heute die Aufhebung des englischen Wafsenausfuhrverbotes.
„Furcht vor englandfeindlichen Zwischenfällen.^
London, 26. Aug. (DNB.) Das Abendblatt „S t a r" legt der Mitteilung der britischen Admiralität, wonach die britische Mittelmeerflotte in diesem Sommer in adriatischen Häfen keinen Besuch abstatten wird, besondere Bedeutung bei. Das Blatt glaubt, daß diese Maßnahme auf die Furcht vor e n g l a n d feindlichen Zwischenfällen in italienischen Häfen und vor italienfeindlichen Zwischenfällen in süd-
Die Außen- und Innenpolitik Danzigs
Erklärung des Senatspräsidenten vor dem Volkstag.
möglichen sranzopicyell
in Abessinien eine Art ägyptische! marokkanischen Herrschaftssystems die örtlichen Ueberlieferun
B o z e n, 26. Aug. (DNB.) Die i t a l i e n i s ch e n Manöver zeigten am Montag ein verhältnismäßig ruhiges Gesamtbild. Die Erfolge, die die vom Süden angreifenden Blauen am Sonntag besonders auf dem westlichen Flügel durch den überraschenden Einsatz von motorisierter Kavallerie und mit Hilfe wen» „i«.i wv. - „ , . ro k u „ neuer mechanischer Ponton b r ü cken an
aufbeschwöre, der die ganze Welt m Brand stecken stelle der in der Annahme von zuruckweichenden würde. roten Gegnern zerstörten Brücken erzielt hatten,
Die Information" unterstreicht die Stelle wurden am Montag von den Blauen durch Dorschie- der Mussolini-Erklärung, die auf die a l l g e - ben der Front und Wegnahme einzelner wichtiger meine Re aelung der Kolonialfrage Punkte praktisch ausgenutzt und gesichert. Dabei Bema bat Im übrigen glaubt daß Blatt, daß vor wurde bei Nanno im Zentrum der Blauen zum dem 4 Sevtember keine wirkliche Anariffshandlun- ersten Male die neue motorisierte Divl- oen erfoluen werden. Die „Information" regt als s; on, die im Nachtmarsch aus Trient herangeholt mnnfichen französischen Vermittlungsvorschlag an, worden war, eingesetzt. Der Widerstand der Roten 2- Optischen, tunesischen ober überraschend stark, und es ist anzunehmen, daß
j zu versuchen, das die Manöverleitung morgen, d. h. am ersten Tag, oie Duuujt.t wcvm.vi’erungen und Gebräuche achte an dem der Duce im Manövergebiet erscheint, aus und Italien trotzdem Genugtuung gebe. Sollte ein dieser Tatsache entscheidende Folgerungen ziehen solcher Vorschlag keinen Anklang finden, so wurde wird. Mussolini wird morgen früh zusammen die ultima ratio sprechen müssen. Aber dann müßte mit den englischen und französischen Pressevertretern, man sich bemühen, ihre Folgen örtlich zu be» übermorgen mit den deutschen und den Presseschränken. Vertretern anderer Länder das Manövergebiet be=
1 sichtigen.
Die Manöver in Südtirol sind geeignet, größtes Aussehen zu erregen. Schon die Wahl des Zeitpunktes hätte gnügt, um alle Welt aufhorchen
rebung, in beren Verlauf sie u. a. sagte: „Sechzehn Tage lang habe ich gefastet und inständig um Frie- den für Abessinien und d i e Welt gebetet. Ich möchte an die Frauen der Welt appellieren, sich meinen Gebeten anzuschließen. Wenn trotz aller unserer Bemühungen der Frieden gestört werden I Die Fliegergruppen Tutow, Faßberg, Döberitz, sollte, werde ich die erste fein, die mein Volk Prenzlau, Kottbus, Großenhain, Flak-Abteilung gegendenAngreiseranfeuert. Ich werde Fürth, etwa 3000 Mann Luftwaffe zu Fuß und das genau so tun, wie es die Kaiserin T a i t o u zu iqqq Mann Luftwaffe-Reserve.
ihrer Zeit getan hat." Die im Jahre 1918 gestorbene Insgesamt nehmen etwa 16 000 Offiziere, Unter- Kaiserin Taitou war bei der Schlacht von Adua offiziere und Mannschaften der Wehrmacht teil, da- an der Seite ihres Mannes, des Kaisers M e n e l i k. ,u 100 Fahnen und Standarten des alten Heeres. In dieser Schlacht setzte sich die Kaiserin an die Die Truppenteile treffen in der Zeit vom 9. bis Spitze einer Gruppe von Frauen, die den Kriegern 12. September in Nürnberg ein, wo sie in einem auf das Schlachtfeld folgte und sie anfeuerte. | großen Feldlager untergebracht werden. Die Gesamtleitung für den „Tag der Wehrmacht" liegt in den Händen des Infanterieführers VII, General-
Bewußtsein der politisch Interessierten.
Was hat es mit diesem bis dahin unbekannten Bergsee auf sich? Der Tana-See liegt in Nordwest- Abessinien, etwa auf der Linie, die von der abessinischen Hauptstadt Addis Abeba nach Asmara, der Hauptstadt der italienischen Kolonie Eri- trea, gezogen werden kann. Er bedeckt eine Fläche von 3630 Quadratkilometer, ist also siebenmal so groß wie der Bodensee. Seine durchschnittliche Tiefe beträgt etwa 50 Meter. Don den bis zu 2000 Meter hohen Felsenbergen, die ihn umgeben und in denen sehr reichhaltige Metallager der Erschließung harren, kommen 30 Nebenflüsse, die in Der Regenzeit den Spiegel des Tana-Sees um 1,5 Meter steigen lassen. Dadurch werden etwa 600 Quadratkilometer des Uferlandes jährlich überflutet Der zurückbleibende Schlamm macht den Boden außerordentlich fruchtbar, aber die blühende Landkultur, die hier einmal bestanden hat, wurde durch den Mahdisten- Aufftand vollkommen zerstört und seitdem nicht wieder aufgebaut. Bei sachgemäßer Bearbeitung und regulierter Wasserwirtschaft könnte hier jederzeit wieder eine neue Getreidekammer für Abessinien und für andere Länder entstehen. Es ist bekannt, daß die Japaner bereits umfangreiche Landkonzes- fionen im Tana-See»Gebiet erworben haben, um hier vielleicht später einmal große Baumwollkulturen anzupflanzen. Die größere wirtschaftliche und volitische Bedeutung des Tana-Sees liegt aber in Der Tatsache, daß von seinem Dasein auch das Dasein des anglo - ägyptischen Sudans und Aegyptens abhängt. Der Tana-See ist die Quelle des Abbai, des „Vaters der Gewässer", der später den Namen Blauer Nil annimmt. In einem großen Südbogen durchfließt er das abessinische Hochland und tritt nach Ueberroinbung eines Höhenunterschiedes von 1800 Meter in das Flachland des Sudans über, um sich bann bei Char - tum mit bem Weißen Nil zu bem großen heiligen Strom zu vereinigen, ber bie Cebensaber Nordafrikas ist. Denn der Nil ist Aegypten, und Aegypten ist der Nil! Wer also das ungeheure Wasserreservoir des Tana-Sees in Besitz hat, der entscheidet über Sein ober Nichtsein Aegyptens.
Es war daher von jeher das Bestreben Englands, sich in die Herrschaft über das nordabessinische Seen-
Bis vor kurzem war der Tana-See, den man als die Perle Abessiniens bezeichnen könnte, dem Durchschnittseuropäer eine unbekannte Größe. Nur in den Berechnungen der Kolonial- und Wirt- fchaftsministerien einiger europäischer Staaten spielte er eine beachtenswerte Rolle. In den 50jähri- aen politischen Auseinandersetzungen um die Beherrschung des äthiopischen Hochlandes bildete er geradezu den Hauptstreitpunkt, ohne daß allerdings die übrige Welt über seine wahre Bedeutung ausreichend aufgeklärt worden wäre. Erst durch die Zuspitzung des italienisch-abessinischen Konfliktes, der immer mehr zu einem englisch-italienischen Konflikt geworden ist, rückte ber Tana-See in bas allgemeine
Aufgabe erfülle.
Das Journal bes Debats" bedauert, daß die italienische Regierung sich nicht für den langsamen, aber vielleicht sichereren Weg der f r 1 e D - lich-n Durchdringung -ntlch'-d-n h°b°j Aber jetzt müsse man in einigen Wo ch en m t dem Ausbruch des i t a l 1 e n 1 s ch - a b e s s 1- Nischen Krieges rechnen. Es wäre unerhört, wenn man bei dieser Gelegenheit emen Krrea her- hor die aan3e Welt IN Brand stecken
Außerdem sind von den Wehrkreisen, Stationskommandos, dem Flottenkommando, sowie den gebiet einzusetzen ober wenigstens dort jeden frem- Luftkreisen Abordnungen von Offizieren, Unteroffi- den Einfluß auszuschalten. Mit dem Augenblick, da ^ren unb Mannschaften als Zuschauer zu den Lord K i t ch e n e r den Sudan für Großbritannien | erwarb, begannen auch die diplomatischen Bemühungen um die Sicherung der Nilquellen. Sie führten im Jahre 1902 zu einem Vertrag zwischen England und Kaiser Menelik II., in dem bestimmt wurde, daß Abessinien aus eigener Macht-
Mehrere hundert Pioniers sind in Nürnberg damit beschäftigt, für die 13 000 Mann des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe, die am Reichsparteitag teilnehmen, auf der Gustav-Adolf-Höhe bei Gebersdorf ein Zeltlager zu errichten. — Das Bild zeigt die Pioniere beim Essenfassen. — (Presse-Jllu- stration-Hoffrnann-M.)
gehobenen polnischen Zdllverordnung langsam zu erholen.
Die Währungslage Danzigs habe sich bereits seit der Witte Juni verfügten Kontrolle des ausländischen Zahlungsverkehrs, die sich feit Mitte Juli nur noch auf eine Vereinigung des Danziger Guldens erstrecke, aus eigener Kraft günstig entwickelt.
Die Währungsreserven der Bank von Danzig seien feit dem 15. Juli bis heute von 17,5 Millionen auf 27,5 Millionen Gulden angestiegen, die Gold- und Devisendeckung des Notenumlaufes dementsprechend von 55,5 auf 73 v. H. Der Präsident widerlegte in diesem Zusammenhänge die Behauptungen polnischer Blätter, daß Polen heute noch eingefrorene Forderungen in Höhe von Dutzenden von Millionen Gulden gegenüber Danzig habe.
Zur Währungsf'rage erklärte Präsident Greiser nochmals mit allem Nachdruck und aller Bestimmtheit, daß
Danzig niemals irgendwelche Rechte hinsichtlich der Selbständigkeit feiner Währung und feiner Notenbank preisgeben
werde. Der Senatspräsident fuhr fort: „Wenn Polen sich heute darüber beklagt, daß die Gulden- dewirtschaftung gewisse nachteilige Auswirkungen auf den Warenumsatz Polens nach Danzig habe, deren Beseitigung Gegenstand der gegenroärtigen Verhandlungen mit der polnischen Regierung ist, so muß darauf hingewiesen werden, daß Polen daran selbst schuld hat. Durch den Bau des Hafens Gdi n g e n und durch die vollkommen einseitige Begünstigung der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung dieses Hafens mußten zwangsläustg wichtige Deviseneinnahmen aus dem Danziger Hasen- und Umschlagsverkehr in Form von Umschlagsgebühren zurückgehen und dadurch die Zahlungsbilanz Danzigs ungünfHg beeinflussen. Nach ben polnischen Berechnungen betrugen diese Deviseneinnahmen 1929 noch 33 Millionen Zloty, im Jahre 1933 jedoch nur 17 Millionen Zloty. EinO Senkung der Lebenshaltung der Freien Stadt Da* zig unb eine verminderte Kaufkraft der Danzig* Bevölkerung, namentlich aber auch für den Bezuj polnischer Waren, mußten die zwangsläusigen Fo!» gen fein.
Polen hat es also selbst in der Hand, durch die auf Grund von Verträgen der Freien Stadt
slawischen Häfen, was fast ebenso peinlich sein
Vorbereitungen in Addis Abeba.! Die Wehrmacht heim Keichsparteitag
tracht ber5 im Hafen Don^aff a u^ingetroffenen Oer 16. September Tag t>CF Wehrmacht.
neuen Truppen- unb Munitionstransporte finb auch
in Abessinien weitere Vorsichtsmaß- Berlin, 26. Aug. (DNB.) Am diesiahngen nahmen für ben Kriegsfall getroffen worden. Reichs Parteitag, der im Zeichen der wieder^ Am Montag wurde angeordnet, in Addis Abeba errungenen Wehrfreiheit steht, beteiligt sich mehrere Lazarette einzurichten. In der näch- Wehrmacht in erheblich stärkerem Maße als im sten Woche findet eine große Luftschutzübung Vorjahr. Vom Führer und Reichskanzler statt, an der die gesamte Bevölkerung teilnehmen hjf der 1 6. S e p t e m b e r als „T a g der W e h r- soll. Man erwartet ferner die Anordnung, ßuft- m a $ t" bestimmt worden. Folgende Einheiten des schutzkeller zu errichten. Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe wer-
In politischen Kreisen wird die Lage sehr ruhig ben an den Vorführungen der Wehrmacht teilbeurteilt. Der Schutz der Bahnlinie Dschi- nehmen.
b u ti — Addis Abeba, die allein den Der- Dom Heer:
kehr mit der A>Eenwelt aufrechterhält, bildet das Jnfanterie-Regiment Nürnberg mit vier Batail- Tagesgefprach Die Berichte, wonachFrauen und Jnfanterie-Lehrbataillon aus Döberitz, eine Kinder fluchtartig Addis Abeba verlassen, entfpre- D„ftärtte Schwadron und das Trompeterkorps des chen nicht den Tatsachen; nur $ Reiter-Regiments Rathenow, Kraftradschützen-Ba-
jedem Zuge Addis Abeba.
Seit Montagmittag gibt die Bank von Abessinien keineDevisenmehrad. Diese Maßnahme hat in kaufmännischen Kreisen, die sich fast ausschließlich aus Ausländern zusammensetzen, Beunruhigung hervorgerufen, da somit jede Einfuhr illusorisch geworden ist. Das Devisenverbot ist jedoch nur als zeitlich begrenzte Maßnahme gedacht.
Die Kaiserin von Abessinien gewährte dem Reuter-Vertreter in Addis Abeba eine Unter»
Vollkommenheit am Blauen Nil, am Tana-See oder am Sobat, einem Nebenfluß des Nil, keine Werke i . »6 Aua lDNB 1 Der Daniiaer
anfegen ober anlegen laffen bürgte, bie ben SlbfluJ Lß Q t f t Q in seiner Sitzung am Montag
iind^EIt6i0ien^no-n"l90? nationalsozialistischen Abgeordneten Beyl in und Na en von 1908, Abstimmung mit großer Mehrheit zum
dur-h d°n Abessm,-n mdr»^Interessen ph°r-n aust P^^jdenten des Volks tage».
Damit wurde ein Antrag der Oppositionsparteien
192Zr Hüt" Natten ^icklok^wurd^des ^näbe^n^b"? NSDAP, gegen 28 Stimmen der Opposition und beiden Polen abgelebt. Das Haus lehnte ofne ferner auf nationalsozialistischen Antrag die Rcttifi- Mut* vom sL 6?“ zu diesem Kraftwerk
zu bauen. Italien mußte sich außerdem oerpfliti)’ Dertra0es aus finanziellen Gründen ab. ten, nichts zu unternehmen, um das Wasser der Nilquelle in eine andere Richtung abzulenken. Die- wt'llUlPPlUJlVtlll er Vertrag blieb jedoch lediglich auf dem Papier gab dann eine Regierungserklärung ab, die sich tehen, da ihm der Kaiser von Abessinien seine Zu- ber innen- und außenpolitischen Lage Danzigs ftimmung versagte. Es kam bann das Zwischenspiel schüftigte
von 1927, in welchem Jahre ber Negus kurzerhand Der Präsident setzte sich -unächst mit den Oppo- eme amerikanische Firma beauftragte, ben Bau sitwnsparteien auseinander und stellte fest, daß nicht eines Stauwerkes vorzunehmen, um die Anpflan- sachliche Gründe, sondern rein demagogische die Op- zung von Baumwollkulturen durch Abessinien zu Position veranlaßt haben, einen Antrag auf Auf- ermoglichen England erhob Einspruch, und aus lösung des Dolkstages einzubringen.
b°m geplanten Sroi-It wurde nichts. Dl- Opposition fd weder willens noch imstande.
Vor knapp drei Monaten aber hörte die er» eine neue Regierung zu bilden, sondern sie wolle
ftaunte 5ßeltz bafe bie ägyptische Regierung im lediglich alle parlamentarischen Register ziehen,
umiern°.>°nd,°,ia.ist.,chen«eg.°rungin>hrem tung eines ^taubammes am Tana-See" unb zur schweren Kampfe Schaden zuzufugen. Einsetzung einer Studienkommission bereitgestellt Der Senatspräsident ging dann auf die große hatte. Diese Tatsache hat besonders in Italien, Sparaktion ein, die feit mehreren Wochen das sich damals schon auf den Krieg in Abessinien von der Danziger Regierung eingeleitet wurde. Der vorbereitete, erhebliche Ueberraschung hervorgeru- Präsident stellte fest, daß die Ueberführung der fen. Inzwischen sind auch Aeußerungen von eng- etatsmäßig freigewordenen Beamten und Lehrer Uscher Seite bekanntgeworden, wonach Großbritan- im Gange sei und die Rückwanderung der Pensio- nien im Falle des Kriegsausbruches näre nach Deutschland gute Fortschritte mache, sofort mit der Besetzung des Tana-See- Außerdem sei durch die Vermittlung von Arbeits- Gebietes beginnen würde. Daß es den Eng- kräften nach Deutschland in den letzten Wochen die ländern mit der absoluten Sicherung der Nilquellen Zahl der arbeitsfähigen Erwerbslosen im gesamten ernst ist, darf nicht bezweifelt werden. Optimistische Freistaat Danzig auf nur noch 10 400 gesunken. Leute in London haben erklärt, daß zehn Jahre Präsident Greiser kündigte in diesem Zusammen- nach Errichtung des geplanten Stauwerkes am Hang an, daß er die Haushaltspläne in allen Ein- : Tana-See die Baumwollproduktion im Sudan ge- zelheiten dem Volkstag vorlegen werde, sobald die 1 nügen würde, um den gesamten Bedarf des Em- Auswirkungen der Sparmaßnahmen einigermaßen : pire zu decken. Wenn das auch eine übertriebene übersetzen werden könnten.
1 Schätzung fein mag, so steht doch fest, daß die Der Senatspräsident wandte sich dann den : nährstoffhaltigen Wassermassen des Tana-Sees bei wirtschaftlichen und außenpolitischen richtiger Regulierung weite Streifen des jetzt öde Fragen zu. Er betonte, daß es für die Danziger richtiger Regulierung weite Strecken Sudanlandes Wirtschaft schwer sein werde, sich von den kata- in blühende Kulturen verwandeln können. I strvphalen Auswirkungen der inzwischen wiederauf-
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