Ausgabe 
27.3.1935
 
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Zukunstsziele der See

und Vinnenschiffahrt.

deutlich verbessern. Dasselbe ist bezüglich Hom­burgs Lage zu erwarten, wenn der unaufschreb- liche Elbeausbau seine Wirkungen von Ham­burg bis Triest und auf die großen verkehrspoliti­schen in der Tschechoslowakei ruhenden Zukunsts­möglichkeiten ausüben kann.

Unlängst hat die Bremer Handelskammer m ihrem Bericht über die jetzige Wirtschaftslage bei uneingeschränkter Anerkennnung des starken binnen­wirtschaftlichen Aufschwungs infolge der Arbeits­beschaffungspolitik der Reichsregierung ihre An­sicht dahin geäußert, daß im deutschen Wirtschafts­leben der Punkt erreicht worden sei, der eine w e i- tereSteigerungderbinnenwirtschaft- l i ch e n Umsätze und eine damit verbundene För­derung der Arbeitsbeschaffung ohne gleichzeitige Be­lebung des Außenhandels nicht mehr zulaßt. Wie schon aus den umwälzenden verkehrspolitischen Ta­ten und den im Gang befindlichen Arbeiten der Reichsregierung hervorgeht, teilt sie diese Auffassung restlos. In erster Linie handelt es sich dabei um die deutsche R o h st o f f v e r s o r g u n g, die ja nicht nur für Seehäfen, sondern gleicherweise für Arbeits­beschaffung und Gütererzeugung der Binnenwirt­schaft von lebenswichtiger Bedeutung ist. Die rück­sichtslosen Absperrungsmaßnahmen des Auslandes, die vielleicht gemilderten, aber keineswegs beseitig­ten Stockungen der allgemeinen Welthandelstätigkeit und die absatzhemmenden Währungs-Abwertungs- vorgänge vieler Länder werden dein vereinten Wil­len von Regierung und Volk noch viele Hemmungen in den Weg zu stellen versuchen, bis die allgemeine Lage bereinigt ist.

Es ist aber nicht allein die Uebersee, die für unsere Rohstoffversorgung in Frage kommt. Be­merkenswerter Weise ist gegen 1933 im Jahre 1934 die deutsche Rohstoffeinfuhr aus solchen euro­päischen Ländern fühlbar g e st i e g e n, die deutsche Ausfuhrwaren aufnahmen, während die deutsche Einfuhr aus Uebersee gesunken ist. Im letzten Vierteljahr 1934 war unsere Han­delsbilanz aktiv. Diese hoffentlich dauernde Erschei­nung der Ein- und Ausfuhr-Verlagerung weist in die durch eine Reihe von Handelsverträgen mit europäischen Nachbarländern gekennzeichnete Ziel­richtung eines mitteleuropäischen Wirt­schaft saustausches in seinen ersten schwie­rigen Anfängen. Auch hier heißt esGut Ding will Weile haben!" und wer mit diesem alten Gedanken von Friedrich List etwas vertraut ist, wird dabei an den bereits erwähnten Elbeausbau bis zur deutschen Grenze, an die Oderkana- l i si e r u n g, die Rhein-Main-Neckar - Ka­nalisierung und viele andere in diese Blickrichtung weisende Pläne denken. Sie dienen auch der See- häfenpolitik.

Hier dürfte auch die Binnenschiffahrt in Zukunft ein weites Feld der Tätigkeit finden, nachdem zunächst die näher liegenden Plane in Nord- und Mitteldeutschland zur Vollendung ge­bracht sein werden. Die Eisenbahnen werden bei uns vielleicht auf Ausdehnung ihrer Streckenlängen verzichten; aber sie sind noch nicht am Ende ihrer schon jetzt gewaltig gesteigerten Leistungsfähigkeit in jeder Hinsicht angekommen. Langsam, aber sicher reift unser Wasser- und Landverkehrsnetz seinem zweckmäßigen Ausbau entgegen, auch der See- und Binnenschiffahrt verheißungsvoll neue Wege wei­send. Denn:Schiffahrt ist not!" Sm.

Wirtschaft.

In der von dem schmalen deutschen Küstenstreifen gebildeten Südostecke der Nordsee liegen dichtgedrängt an den Flußmündungen der kanali­sierten Ems, der Weser und Elbe die deutschen Seehäfen Emden, Bremen und Ham­burg. Wenngleich jeder von ihnen seine Sonder­ausgabe zu erfüllen hat, so drückt sich in ihrer Mün- dungslage an den drei Nordseeflüssen ein gemein­sames und dadurch für ganz Nordwestdeutschland gültiges Uebergewicht gegenüber Ost- und noch mehr gegen Süddeutschland aus. Denn das Hinterland der drei Seehafenstädte ist durch deren Nordseelage, ganz unabhängig von der jeweiligen wirtschaftlichen Wertigkeit, näher an den Atlantischen Ozean heran­gerückt als Ost- und besonders Süddeutschland. Wenn auch das O st s'e e g e b i e t durch Kattegat und Ska­gerrak und durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal, die schmale Fortsetzung der Nordsee, mit dieser in Ver­bindung steht, so sind die Wege zum offenen Meer von hier doch z. T. erheblich weiter, während sich in Süddeutschland sogar Ortschaften finden, die überhaupt bis zum nächsten Platz an der Meeres­küste 700 Kilometer Entfernung aufweisen. Die zahlreichen, in den Buchten versteckten Häfen der Ostseeküste hatten zur Zeit der Deutschen Hanse teilweise große Bedeutung und es naht hoffentlich bald die Zeit, wo die deutsche Ostsee-Schiffahrt wie­der die ihr hier gebührende, noch sehr entwicklungs­fähige Rolle einnimmt.

Von welch tiefgreifender Wirkung der angedeu­tete Unterschied in der Lage der Einzelteile Deutsch­lands zum Meere für seine Entwicklung geworden ist, lehrt ein Blick in seine Geschichte. Erst die reich­lich spät eingetretene und hier nicht näher zu erör­ternde Verschiebung seiner politischen Schwerpunkts­lage aus Süden und Osten nach dem Norden machte dem Treiben fremder Herrschaft an den Küsten Deutschlands allmählich ein Ende, soweit es über­haupt noch möglich war. Das von Bismarck ge­schmiedete Reich begann die ersten Grundlagen auch für eine größere wirtschaftliche Machtentfaltung zu schaffen. Der sichtbarste Ausdruck dafür waren das Aufblühen des Ueberfeehandels und die Gründung eines allerdings zusammenhanglosen Kolonialreichs als Aeußerungen geeinter übersprudelnder Kraft und vorsorgenden Zukunfts­willens.

Wir wissen, daß heute die beiden Stichworte Grenzland- und Seehafenverkehrs­politik" das großzügige Bestreben des neuen Reiches kennzeichnen, ein in sich ausgeglichenes, einheitlich durch das ganze Reich ausgebautes Ver­kehrsnetz in den Dienst der gesamtdeutschen Binnen­wirtschaft bis zum letzten Grenzort und zugleich in den der notleidenden Seehäfen zu stellen. Denn eine blühende Binnenwirtschaft mit einwand­freien Verkehrsnetzen und einheitlich geleiteter Ver­kehrspolitik, ein zähes Bestreben, verlorene Posten de- Außenhandels Schritt für Schritt wieder zu ge­winnen und weitgehende Unterstützung .der See­häfen bis zum Anbruch besserer Zeiten muß ein­mal den Strom wiedererstarkender deutscher Kraft von den Küsten erneut in die fremden Länder und Meere ergießen und einmal muß auch die Mittel­punktslage Deutschlands sich wieder auf die Nach­barländer wirksam gestalten.

Der sehr schmale Küstenstreifen, in dem Deutsch­land an die Nordsee herantritt, erscheint erst im richtigen Licht, wenn man ihn in Vergleich zu den Landgrenzen Deutschlands und dann zu den Land- und Seegrenzen der anderen westeuropäischen Län­der setzt. Dann begreift man erst seine lebensnot­wendige Bedeutung für uns und ermißt, daß die­ser kleine Küstenstreifen unser einziges Sprungbrett zum Meere ist, von dem nun einmal der Fortschritt im gegenseitigen Wett­kampf der Völker immer ausgegangen ist. Daß auf dem kleinen Fleck drei Fluhmündungshäfen aufge­reiht liegen, wiegt um so schwerer, als uns die Rheinmündungen ja verloren gegangen sind. Bre­men, Emden und Hamburg haben die Ungunst der rückwärtigen Lage an einem Neben­meere des Atlantischen Ozeans gegenüber den an dessen Gestaden unmittelbar liegenden Häfen gemeinsam. U. a. bedeutet das z. B. zu den Häfen der Ostküste Nordamerikas eine Fahrtverlängerung um ein Zehntel, die sich in Zeit und Kosten aus­drückt. aber auch wohl mit der Hebel für die frühe Schaffung der vortrefflichen deutschen Schnelldamp­fer gewesen ist. Die großen Wettbewerber an den Rheinmündungen liegen schon etwas günstiger in dieser Hinsicht und verfügen über die unübertreff­liche Rheinwasserstraße.

Der deutsche Kampf ist schwer, aber umso ehren­voller! Der Ausbau des Dortmund-Ems- Kanals für das 1500-Tonnen-Schiff, die voraus­sichtlich 1940 vollendete Kanalisierung der Mittelweser von Bremen bis Minden in Verbindung mit der vom Reich zugesagten F a h r w a s s e r v e r t i e f u n g der Unterwe­ser für das jeweiilge Regelfrachtschiff des Weltver­kehrs werden Emdens und Bremens Stellung

Die Zndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

543: Herabsetzung der schweizerischen Postgebüh­ren für Drucksachen und Warenmuster.

542: Vorschriften über im Zollvormerkverkehr vor dem 18. Februar 1935 in das Saargebiet ein- bzw. ausgeführte Waren.

545: Das Verzeichnis der Waren, die nur auf Grund besonderer Bewilligungen in die Schweiz eingeführt werden können, ist neu herausgegeben worden. Das Verzeichnis kann zum Preise von 60 Cts. bei der Eid­genössischen Oberzolldirektion (Materialver­waltung) in Bern bezogen werden.

547: Der Postauftragsverkehr aus Deutschland nach Italien nebst Kolonien wird aus Ver­anlassung der italienischen Postverwaltung bis auf weiteres eingestellt.

548: Glückwunschurkunden des Führers und Reichs­kanzlers aus Anlaß von Arbeitsjubiläen für Privatarbeiter und für Privatangeftellte der freien Berufe des Wirtschaftslebens sowie für Arbeiter im Gemeinde- oder Kommunal­dienst bei mindestens 50jähriger ununter­brochener Tätigkeit bei ein und derselben Ar­beitsstelle ober bei ein und demselben Arbeit­geber.

549: Die Sozialämter des BNSDJ. als Stellen­vermittlungseinrichtungen für die Berufs- gruppen der Rechtsfront. Anmeldung von Stellenangeboten an die Sozialämter des BNSDJ. erwünscht.

Mein-Mainische Mittagsbörse.

Ruhig, aber freundlich.

Frankfurt a. M., 26. März. Die Börse er­öffnete, wie man es vorbörslich erwartet hatte, in ruhiger Haltung, zumal seitens der Privatkundschaft kaum Aufträge eingetroffen waren. Die Kulisse übte anderseits Zurückhaltung, so daß sich auf den mei­sten Marktgebieten nur geringe Umsätze entwickel­ten. Angesichts der optimistischen Beurteilung der Berliner Besprechungen, die auch heute früh wieder mit voller Energie ausgenommen wurden, blieb die Stimmung freundlich und zuversichtlich. Die Börse erhielt von einigen Wirtschaftsmeldungen eine gute Stütze.

Der Aktienmarkt hatte heute nur kleine Sonderbewegungen. Sehr gesucht waren Chade auf Nachfrage der Auslandarbitrage, von denen Lit. AC auf etwa 227 (220,75) und Lit. D auf etwa 223 (216,50) anzogen. Ferner waren im Freiver­kehr Adlerwerke Kleyer auf gute Käufe stark gefragt und zunächst auf 92,50 (91,50), dann auf 93,50 bis 94 erhöht. Daimler wurden hiervon etwas mitge­zogen und befestigten sich auf 94,13 (93,75). Schiff­fahrtswerte lagen bei kleiner gewordenen Umsätzen noch fest, so Hapag mit 34,75 bis 34,40 (34,25), Nordd. Lloyd blieben mit 36 v. H. unverändert. Montan­aktien lagen sehr ruhig und wenig verändert. Stahl­

verein 83,25 (83,40), Rheinstahl 105,65 bis 105,25 (105,75), Mannesmann 82 (81,90) und Harpener 103 (102,90), Zellstoff Waldhof zogen auf 115,40 (114,50) und Aschaffenburg auf 81,65 (81,50) an. Von che­mischen Werten waren IG.-Farben infolge von Abgaben der Auslandarbitrage auf 143,50 (144,65) gedrückt, während Deutsche Erdöl 0,75 v. H. und Metallgesellschaft 0,65 v. H. gewannen. Am Elektro­markt waren Siemens aus dem gleichen Grunde wie JG.-Farben um 2,25 v. H. auf 148,25 abge­schwächt. AEG. und Elektr. Lieferungen lagen be­hauptet, Lahmeyer dagegen 0,75 v. H. und Main­kraft 0,40 v. H. niedriger. Sonst setzten ein: Fein­mechanik Jetter 79,50 (79), Moenus Maschinen 83,75 (84), dement Heidelberg 119,25 (119,40), Hanfwerke Füssen 83,90 (84) und Reichsbank 159 (158,75).

Renten lagen weiterhin still, aber gut behaup­tet. Altbesitz 111,70 (111,65), späte Reichsschuldbuch­forderungen 98 (unv.) und Zinsvergütungsscheine 91,35.

In der zweiten Börsenstunde blieb die Umsatz­tätigkeit auf allen Marktgebieten sehr gering. Die Kurse zeigten gegen den Anfang fast keine Aende- rungen, etwas höher waren wieder Hapag mit 34,65 nach 34,40, dagegen etwas niedriger Klöckner mit 90 bis 89,50 (89,50). Auch die später zur No­tiz gekommenen Papiere wiesen gegenüber gestern kaum Abweichungen auf, etwas leichter lagen jedoch Allg. Lokal und Kraft, AKU., Gesfürel, Scheidean­stalt. Eßlingen Maschinen kamen nach Pause mit 74,75 (77,50) zur Notiz. Fest lagen Schuckert mit 103,65 (102,75), auch Ilse Genuß waren auf 123,90 (123,13) erholt. Adlerwerke gaben auf 92,50 nach 94 nach.

Am Rentenmarkt zogen Altbesitz auf 111,75 nach 111,70 an, sonst traten bei den variablen Werten keine Veränderungen klein. Gold- und Liquidations­pfandbriefe blieben bei noch einiger Kundennach­frage gut behauptet, während Kommunal-Obliga- tionen sowie einige Stadtanleihen bis 0,25 v. H. verloren. Staatsanleihen lagen still. Von fremden Werten: 4.50 v. H. Jrrigationsmexikaner 7,30 (7,20), 4proz. Silbermexikaner 4,50 (4,45), 4proz. Rumä­nen 4,32,50 (4,25). xagesgett) uiio. 3 v. H.

Abendbörse: behauptet.

Bei kleinen Umsätzen verkehrte die Abendbörse unter dem Eindruck des befriedigenden Fortganges der Berliner Besprechungen zwar in abwartender, aber durchaus freundlicher Haltung. Die Berliner Schlußkurse wurden zumeist gut behauptet, verein­zelt ergaben sich leichte Befestigungen bis zu 0,25 v. H. IG. Farben gewannen 0,50 v. H. auf 143,75. Ferner blieben große Chade-Aktien gefragt und waren auf 229 (228) erhöht. Eisen- und Stahlwerte waren im Verlaufe der Abendbörse auf Befürch­tungen, daß der heutige belgische Ministerrat eine Abwertung der Belga beschließen werde, eher etwas angeboten. An den Rentenmärkten hielt die Ge­schäftsstille bei unveränderten Kursen an.

U. a. notierten: Altbesitzanleihe 111,70, 6 v. H. Stahlverein 99,13, 4,5 v. H. Stadt Vfvrzheim von 1927 92,50, JG.-Farben-Bonds 121,75, 6 v. H. Sie­mens Debentures 146, Mexikaner, 5 v. H. innere 4,5,

5 v. H. äußere 10,5, 4 v. H. Rumänen 4,20, Brau- bank 112, Commerzbank 83,40, DD - Bank 84,75, Harpener 102,50, Mannesmann 81,50, Rheinstahl 105,25, Stahloerein 82,75, AKU. 54,50, AEG- 37,13 bis 37,40, Bekula 140,65, Chade AC 229, D 224, Scheideanstalt 209, Licht und Kraft 122,50, IG. Farben 143,75, Gesfürel 120, Holzmann 89,50, Schuckert 102,75, Siemens 148, Zellstoff Waldhof 115, Süddeutscher Zucker 165,25, AG. für Verkehr 81,75, Hapag 34,25, Lloyd 36.

Mainzer Schlachtviehmarkt.

Mainz, 26. März. Auftrieb: Ochsen 34 (zum Dichhof direkt 5), Bullen 17 (5), Kühe 396 (10), Färsen 116 (8), Kälber 328 (34), Schafe 9 (2), Schweine 843 (43). Preise pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsen a) 40 bis 41, b) 35 bis 39, c) 30 bis

34. Bullen a) 36, b) 33 bis 35. Kühe a) 35 bis 38,

b) 29 bis 34, c) 23 bis 28, d) 15 bis 22. Färsen a) 40 bis 42, b) 36 bis 39, c) 31 bis 35, d) 25 bis

30. Kälber a) 50 bis 52, b) 42 bis 48, c) 34 bis 41,

d> 24 bis 33. Schafe nicht notiert. Schweine b) 48 bis 51, c) 47 bis 50, d) 45 bis 50. Marktverlauf: Rinder lebhaft, ausverkauft. Kälber mittel, geräumt. Schweine langsam, kleiner Ueberstand.

Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt.

Frankfurt a. M., 26. März. In deutschem Gemüse bestand ausreichendes Angebot. In Feld­salat war das Geschäft lebhaft, im übrigen schlep­pend. In Spinat nehmen die Zufuhren langsam zu. Ausl. Salat und Blumenkohl in genügenden Men­gen am Markt; Kopfsalat in guter Ware knapp. U. a. notierten in Pfennig: Blumenkohl Steige 12 bis 18 Stück 375 bis 450 ital, Eskarol Steige 24* 32, 36 uni) 42 Stück 225 bis 275, ital., Feldsalat Freiland 25 bis 35, Mistbeet 40 bis 50, Karotten 5 bis 6, Unterkohlrabi 3 bis 4, Kopfsalat Steige ä 24 Stück 400 bis 450 span., Lattich Mistbeet 50 bis 60, Meerrettich 30 bis 35, Rosenkohl 20 bis 24, Rotkraut 15 bis 18 holl., Sellerie je nach Größe 5 bis 30, Spinat 14 bis 16, Schlüpfer Mistbeet 40 bis 80, Weißkraut 5 bis 6, Wirsing 10 bis 15, Zwie­beln Gärtner 10.

Obst: Bei guter Nachfrage wird das deutsch» Aepfelangebot schwächer. Preise für Boskop bester Auslese weiter erhöht. Angebot von Apfelsinen reichlich, infolge der erhöhten Preise aber ruhigeres Geschäft. U. a. notierten in Pfennig: Aepfel I 32 bis 40, II 28 bis 30, Boskop I 32 bis 40, Roter Eifer 25 bis 26, Bohnapfel 22 bis 25, amerifan. Aepfel 40 Pfund rote 1400 bis 1500, gelbe 1600 bis 1800, Bananen, Kiste 25 Pfund 950 bis 1000 Jam., Apfelsinen blond 16 bis 22 span., 23 bis 25 ital., Blut 20 bis 28 span., 28 bis 30 ital., Zitronen, zirka 280 Stück, 800 ital.

Oie Beschäftigung der Industrie im Februar.

Die Beschäftigung der Industrie hat sich im Fe­bruar insgesamt leicht erhöht. Nach der Jndustrie- berichterstattung des Statistischen Reichsamtes ist die Zahl der beschäftigten Arbeiter von 59,1 v. H. im Januar auf 59,5 v. H. der Arbeitsplatzkapazität im Februar gestiegen, die Zahl ber geleisteten Ar­beiterstunden hat von 53,2 v. H. auf 53,6 v. H. der Arbeitsstundenkapazität zugenommen. Die abwärts­drängenden Saisoneinflüsse haben sich gegenüber dem Vormonat ab geschwächt. Dies gilt für die mei­sten Zweige der Bauwirtschaft. Schwächer als im Vormonat ist die Beschäftigung auch in einer Reihe von Industriezweigen zurückgegangen, deren Tätig­keit nicht unmittelbar durch die Witterung bestimmt wird, so z. B. in einzelnen Zweigen der Text-l- industrie, der Metall- und Blechwarenindustrie und in der Edelmetall- und Schmuckwarenindustrie. Das gleiche gilt u. a. für die Möbelindustrie, Ledererzeu­gung und Papierindustrie. Der Rückgang gegenüber dem Vormonat hat sich auch in einzelnen Zweigen der Nahrungs- und Genußmittelindustrien ver­langsamt. Nur in rbenigen Industriezweigen hat die Beschäftigung stärker als im Vormonat abge- nommen, so u.a. in der Zigarren- und Zigaretten­industrie und in den Sektkellereien. Demgegenüber machten sich im Februar bereits Ansätze zur bevor­stehenden Frühjahrsbelebung bemerkbar. In einer beträchtlichen Anzahl von Betriebszweigen ins­besondere von Verbrauchsgüterindustrien ist die Beschäftigung im Februar gestiegen. Ferner ist die Beschäftigung in einzelnen Produktionsgüterindu­strien saisonmäßig gestiegen, so u.a. in den Säge­werken, sowie in Teilen der papieroerarbeitenden Industrie. Im Fahrzeugbau schreiten die Vorberei­tungen für das Frühjahrsgeschäft ebenfalls fort. Hier hat sich die Zahl der beschäftigten Arbeiter und der geleisteten Arbeitsstunden erhöht. Schließ­lich ist die Beschäftigung in den Industriezweigen gestiegen, die von Saisoneinslüssen fast unberührt bleiben. Hier sind vor allem die Jnvestitionsgüter- industrien, die Großeisenindustrie, die Eisengieße­reien, der Maschinenbau, Teile der Elektroindustrie und einzelne Teile der Eisen- und Stahlwarenindu­strie zu nennen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt a. M. |

Berkin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 211.

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag­börse

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börst

Schluß- lurö

(ochlußk. Mittag­börse

Schluß- kurs

Schluß!. Abend- börse

Schluß- kurs

Schluß!. Mittag­börse

25.März #

26-März

Amiliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld | Bries

üatum |

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927j 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5*/2% Dvung-Anlelhe von 19.30 .. Deutsche Anl.-Mlös.-Schuld mit Auslos.-Rechten .............

4l/»% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1931, I.......

6% ehern.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............

<Vt% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

6/2% ehem. Hess. Landes-Hypo- tbekenbank Darmstadt Liaui ...

4Vi% ehem. 8% Darms«. Komm.

Landesb.Goldschuldverlchr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

4V2°/O ehem.8% Franks.Hhp.-Bant Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6*A% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.°Pfandbriese.......

5/2% ehem. 4>/2% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

4V2% ehem. 8% Pr. Landespfand­briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4*/i% ebcm. 7% Pr. Landespfand- briefansl., Gold Komm. Lbl.V

Steuergutsch.Berrechnungsk. 35-39

4% Oesterreichtfche Goldrente.... 4,20% Oesterreichtsche Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4?2% oe:-oi. von 191:-...........

5% abgesi. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l.....................

25 3

99,9 96,25 102,4

111,65

99,6

98,25

97

99,9

114,25

97,5

99,9

100,25

97,5

97,5

105,9

25

1,15

7,4 6,75 6,75

10,4

8,25

26 3 100 96,25

102

111,7

99,6

97,75

97,25

100

97,5

99,9

100,25

97,5

I 97,5 1 105.9

| 26

7,4

7

10,65

8,25

25.3

100 1 96,25 102,75

99,6

98

114,5

97,5

100,13

97,5

97,5

105,9

25,5

1,2

7,4

6,8

6,75

10,6

26 3 100 96,25 102

111,75

99,4 98

115

100,2

97,5

97,5 105,9

| 26,5

7,5

I 6,8 i 6,95

I 10,4

Datum

25.3

8,25

4,8

6,75

4,25

34,4

34,25

36

109 83,5

84,5

84,5

158.75

37 140,65 109,25 120,75

88

120,5

113

102,75

150,5 123,25

1 94,9 102,9

I 102,9

1 123,13

89,5

I 81.9

26 3

8,25

4,7

6,75

4,2 34,25

34,25

36 81,75

83,4

84,75

84,75

158,9

37.4 140,65 109,25

122,5

88,75

120

113

102,75

148

122,5

94,4 103,65

102,5

149

123,9

89,5

82

25 3

4,7

6,8

4,3

34,4

33,9

28,25

35,5 81,25 109,5 83,25

84,5

84,5 158-25

37 140,75 109,5 120,75

88,5 120,75

103 150,4

123

95 103,25

102,5 93,4

123,9 89,65

81.65

26.3

4,5

6,65

4,1

34,7

34,5

28,5

35,9

81,13

109

83,5

84,75

84,75

159,25

37,13

140,75

110

122,5

88

120

115

102,5

147,75

123

94,65

103,5

103

93,9

149

124

90,25

81,9

Datum

Mansfelder Bergbau.........8

Kokswerke............... 6

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen .....12

Rheinstahl........ 3%

Vereinigte Stahlwerke........0

Otavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth.....7y2

I. G. Farben-Jndustrte.......7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ................0

Rütgerswerke ...............4

Metallgesellschaft............. 4

Philipp Holzmann......... 0

Zementwerk Heidelberg ......6

Cementwerk Karlstadt......... 4

Schultheis Patzenhcfer .......4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................0

Zellstoff Waldhof ............0

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ............ 7

Daimler Motoren ............0

Deutsche Linoleum...... 6

Orenstein L Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade......................0

Accumulatoren-Fabrik....... 12

Contt-Gumm! .............. 8

I Gritzner....................0

Mainkraftwerke Höchst a.M>... t

' Süddeutscher Zucker........ 1

25-3

97,75

208,5

105,75

83,4

12

108

146

144,65

210

102

107,75

95

89,5

119,4

54,5

117

114,5

81,5

93,75

152,5

37,4

220,75

158,5

156

1 38

94,75 1 166,25

26.3

97,5

208,5

105,25

82,75

12

109

147

143,75

209

101

95,75

89,5

119,25

54,5

116,5

115

81,65

93,75

152,25

37

229

157,5

155,5

I 38,4

94,5

I 165,25

25 3 98,25 105 25

209

105

83

11,9

108 108,25

146

144,4

102 107,9

95

90,25

103,5

54,75 116,5 114,5

81,5

125

93,9

89,5

37,5

159 155,75 | 37l?

26 3

97,5

105

208 ] 05

82,65

12

108,5

110

147,5

143,25

100,75

107,5

95,75

89,75

104

54,65

116

115

81,5

124,75

93,5

152

89,5

36,65

228

157,75

155,75

I 38

I 165

Geld

»rief

4% vesgl. Serie ll ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4ir%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .

2 y4% Anatolier ..............

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank.......... 0

Reichsbank ................ 12

A.E.G......................0

Bekula.................... 10

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 6V1

Felten & Guilleaume.........0

Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co............... 4

Siemens L Halske............ 7

Lahmeyer L Co.............. 7

Buderus ...................0

Deutsche Erdöl..............4

Gelsenkirchener..............0

Harpener...................0

Voesch EisenKöln-Neuessen .. ( 34e Bergbau ...............

Ilse Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke .............2y

Mannesmann-Röhre«........

Buenos Aire-. Brüssel.....

Rio de Jan. Sofia ......

Kopenhagen. Danzig.....

London .....

HelsingfokS.. Paris ......

Holland ....

Italien.....

Japan ......

Jugoslawien OSlo..... :

Wien.......

Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanten.... Prag.......

Budapest ... Neuyork ...

0,658 58,17 0,201 3,047

53,16 81,25

11,905 5,255 16,42

168,23 20,77 0,696 5,649 59,84

48,95 10,805

61,39 80,72

34,03 10,395

2,495

0,662

58,29

0,203

3,053

53,26

81,41

11,935

5,265

16,46

168,57

20,76 0,698

5,661

59,96

49,05

10,825

61,51

80,88

34,09

10,415

2,496

Bantnoten

0,658 58,17

0,201

3,047 53,14

81,22

11,895 5,255

16,41

168,20 20,72

0,697 5,649 59,81

48,95 10,80

61.36 80,72 33,98

10,39

2,488

0,662

58,29

0,203

3,053

53,24

81,38

11,925

5,265

16,45

168,54

20,76 0,699

5,661

59,93

49,05

10,82

61,48

80,88

34,04

10,41

2,492

r

erlin, 26-Dlär Noten......

en.........

n .........

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2oten.......

toten.......

Roten ......

neid), A 100 oten.......

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Geld

Briet

Amerikanische Belgische Rot Dänische Not Englische Not Französische 9 Holländische 9 Italienische 9 Norwegische Deutsch Sestk Rumänische 9 Schwedische Schweizer Nc Spanische No Ungarische Ni

Schilling

2,44 -7,58 52,93 11,86

16,37 167,78

20,41 59,65

61,15 80,39

33,51

2,46

57,82

53,15

11,90

16,43

168,46

20,49

59,89

61,39

80,71

33,65