leistet hat, denen er nicht nur die Tagesgeschehnisse, sondern auch deutsche Geschichte vergangener Zeit deutete und in chrer Beziehung zu unserm Volksschicksal lebendig machte. Und sie brauchten den immer neuen Hinweis auf ihr Deutschtum und auf die Quellen ihrer Art, besonders die in Brasilien Geborenen, die Deutschland nie gesehen hatten, die von Der Nähe ihrer engsten Heimat lockend umfangen wurden.
Die deutschen Siedler sind getreue Staatsbürger Brasiliens; sie lieben das Land mit der Liebe, die der so hart eroberte Boden ihnen tief ins Herz gesenkt hat, sie lieben es als Vaterland ihrer Kinder. Große und berühmte brasilianische Staatsmänner sind schon aus dem Brasiliendeutschtum hervorge- gangen, wie die Gebrüder Konder und der frühere —verstorbene — Außenminister Sauro Müller.
Die ältesten deutschen Kolonisten beherbergt der Staat Rio Grande do Sul im Umkreis der Mutterkolonie Sao Leopold o. Nachkommen van Rheinländern aus dem Hunsrück find dort wohlhabende Bauern geworden und haben aus ihrer großen Kinderschar der Staatshauptstadt Porto Alegro die Führer der Wirtschaft gegeben, Industrielle und Handelsherren und Politiker. Die Hunsrücker Mundart, „hunsbucklerifch" sagt man in Brasilien, klingt allenthalben in den deutschen Gemeinden; auch mancher Neger, der dort aufwuchs, redet unbefangen und mit echtester Klangfärbung hunsrückisch „deitsch". Sao Leopoldo, das seinen Namen zu Ehren der österreichischen Gemahlin des Kaisers Dom Pedro L, der Erzherzogin Leopoldina, erhielt, hat sich zur S ch u l st a d t der Deutschen entwickelt; in der deutschbrasilianischen Lehrerbildungsanstalt und im Proseminar wird der Lehrerund Pfarrernachwuchs aus landesbürtigen Deutschstämmigen heranqebildet. Im Deutsch-Evangelischen Mädchenstift der Nachbarkolonie Alt-Hamburg, wo die Töchter deutjchbrasilianischer Familien das Lyzeum oder die Frauenschule besuchen ober sich als Kindergärtnerinnen ausbilden, singen die Mädel Lieder des jungen Deutschland und begeistern sich an den Bildern deutscher Landschaft, aus der ihre Vorfahren schon vor hundert Jahren fortwan-
derten, die ihnen aber im Blut und im Herzen als' Traum und Sehnsucht blieb.
Santa Er uz, ehemals geschlossene deutsche Kolonie, das Blumenau von Rio Grande do Sul, und Neu-Württemberg, das Schwabenstadt- chen, das unter Direktor Faulhabers Leitung zur Mustersiedlung heranblühte,. sind unter Hunderten von kleinen Gemeinden und neben manchen anderen bekannten deutschen Kolonien zwei Stadtbilder, die sich besonders einprägen; das Traulich-Deutsche, das wir wie einen Anhauch der Heimat empfinden, wird umschlossen von dem zaubergewaltigen Rahmen brasilianischer Natur. Hier verstand ich, „was das vielurnstrittene Wort „Deutsch-Brasilianer an Sinngehalt in sich birgt, und daß der Mensch aus unserm Blute, der auf dieser Erde m die glühende Schönheit Brasiliens hineingeboren wurde, seine neue Heimat leidenschaftlich lieben muß und ihr treu ist — wie er aus innerem Müssen treu ist seinem Ahnenerbe, seinem Volkstum, seiner deutschen Art, die in der Kulturwelt, die er schuf, in seinem Hause in der Gemeinde, in seinen Städten Gestalt wurde. Davon spricht der Dichter des Brasiliendeutschtums, der in Santa Cruz lebende Schuldirektor Otto Meyer, in seinem Buch „Lockendes Land über See":
„Er kennt die Kraft der jungfräulichen Erde, mit Urwaldsmoder taufend Jahr gedüngt, er hofft, daß alle Mühe und Beschwerde den Söhnen einst ein stattlich Erbe bringt; er fühlt, daß durch die arbeitsfrohen Hände die rote Kraft des deutschen Blutes rinnt, er weiß, wer führt den harten Kampf zu Ende, den gegen eine Wildnis er beginnt.
Und diese Art, die durch die Arbeit atmet, die heute schafft und morgen doch nicht ruht, die Neues wirkt und Altes flickt und bessert, seht, diese Art, — die liegt im deutschen Blut! Seht, das ist deutsch! Ein Hauch von Schöpferodem, den uns der Herrgott in das Blut gesenkt, der tiefste Grund, warum der Urwaldboden den deutschen Bauern soviel Früchte schenkt."
(51,75). Der Rentenmarkt war ebenfalls recht ruhig und wenig verändert, mäßig fester lagen späte Reichsschuldbuchforderungen mit ca. 97,25 (97,13).
U. a. notierten: Altbesitz 112,70, 6proz. Stahlverein 10?,75, IG. Farben-Bonds 126,50, 4proz. Rumänen 4,80, 4proz. Schweiz. Bundesbahn 175,50, 5prvz. Silbermexikaner 5,25, Berliner Handelsgesellschaft 110,40, Commerzbank 83,90, DD-Bank 83,50, Dresdner Bank 84, Reichsbank 181,13, Harpener 106, Ilse Genuß 126, Mannesmann 79,13 bis 79, Rheinstahl 103,50, Laurahütte 21,50, Stahlverein 76,40, Eschweiler Berg 275, Aku 51,90 bis 52, Be- kula 135, Bemberg 102,50, Conti Gummi 157, Deutsche Erdöl 103, Scheideanstalt 216, Deutsche Linoleum 137, Licht & Kraft 131,50, IG. Farben 150, Gesfürel 122,50, Goldschmidt 102,50, Junghans 77, RWE. 126, Schuckert 118, Thür. Lieferung 124,50, Westdeutscher Kaufhof 25,65, Südd. Zucker 200, Schöfferhof-Binding 161, Reichsbahn-Vorzugsaktien 122,75.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M„ 25. Nov. Brotgetreide war ausreichend angeboten, für Weizen zeigten die Mühlen im Hinblick auf das bessere Mehlgeschäft, insbesondere für Auszugsmehle, etwas bessere Aufnahmeneigung. Gerste und Hafer waren nicht an- geboten, für Braugerste hat sich der Preis auf 220 bis 225 (200 bis 210) erhöht. Am Futtermittelmarkt erfolgten weiterhin Zuteilungen in ölhaltigen Artikeln und in Trockenfchnitzeln. Kleie war nicht an- geboten.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 203, W 16 206, W 19 210, W 20 212, Roggen R 12 166, R 15 169, R18 173, R19 175, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete, Sommergerste für Brauzwecke 220 bis 225, Weizenmehl W13 27,95, W16 28,20, W 19 28,20, W 20 28,55, Roggenmehl R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50, plus 0,50 Mark Frachtausgleich, Weizennach- mehl 13,50, Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W 19 11, W 20 11,10, Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation, Soyaschrot m. M. 16.20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Trockenschnitzel 8,80 bis 8,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 3,20 bis 3,40, Roggenstroh, gebündelt, 3 bis 3,20.
Wirtschaft.
Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 2 90 bis 2,95, gelbfleischige hiesiger Gegend 2,80 bis 2,85, weiß-, rot- und blauschalige 2,60 Mark pro 50 Kilogramm bei Waggonbezug Frachtparitat Frankfurt am Main. Tendenz ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. ®., 25. N°°. Auftrieb: Rinder 922 (gegen 994 am letzten Montagsmarkt) darunter 130 Ochsen. 50 Bullen. 632 Kühe 110 Färsen Kälber 423 (315), Schafe 85 (106), «chweme 1849 (1940). Notiert wurden pro ein Z^ner liebend- gewicht in Mark: Ochsen a) 42 (om 18. ^cop. 42), b) 42 (42), c) 42 (42), d) 39 bis 41 (39 bis 41). Bullen a) 42 (42), b) 42 (42), c) 42 (42), d) 41 bis 42 (40 bis 42). Kühe a) 42 (42), b) 40 bis 42 (40 bis 42), c) 31 bis 39 (33 bis 39), d) 23 bis 30 (25 bis 32). Färsen a) 42 (42), b) 42 (42), c) 42
(42), d) 40 bis 42 (39 bis 42). Kälber a) 73 bis 76
(73 bis 76), b) 67 bis 72 (67 bis 72), c) 60 bis 66
(61 bis 66), d) 50 bis 59 (54 bis 60). Lämmer und
Hämmel b2) 47 bis 48 (50), b) 45 bis 46 (47 bis 48), c) 43 bis 44 (44 bis 45). Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (51), Sauen gl) 57 (57), g2) 57 (57). Marktoerlauf: Rinder fehr rege, in geringsten Tieren Ueberstand. Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt. Ueberstand: 69 Rinder, darunter 16 Ochsen, 1 Bulle, 52 Kühe.
Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung: 1219 Viertel Rindfleisch, 60 ganze Kälber, 43 ganze Hämmel, 840 halbe Schweine. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76. Bullen- fleisch b) 74 bis 78. Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68. Färsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76. Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) 74. Fettwaren nicht notiert. Marktverlauf: ruhig.
Schweinemarkt in Alsfeld.
} Alsfeld, 25. Nov. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 245 Ferkel aufgetrieben, darunter 84 Händlerschweine. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mark, für 8 bis 10 Wochen alte Ferkel wurden 20 bis 25 Mark bezahlt. Der Handel war schleppend, es verblieben etwa 80 Stück Ueberstand.
Neue Liquiditätsstärkung der Banken.
Die soeben erschienenen Oktoberbilanzen der Banken stellen sehr eindrucksvoll unter Beweis, daß der Geld- und Kapitalmarkt die im September durchgeführte Anleihetransaktion des Reichs bereits völlig verdaut hat. Führte die Einzahlung auf die Zeichnungsbeträge im September zu einer nicht unbeträchtlichen Verminderung der Bankdepositen, so überwiegen in den Oktoberbilanzen bereits wieder die Einlagenzuflüsse. Gleichzeitig konnten die Banken ihre Liquiditätsreserven in beträchtlichem Umfange wieder auffüllen, insbesondere ihren Bestand an Wechseln, von denen sie im Vormonat zur Finanzierung der Kreditorenabzüge größere Beträge abstoßen mußten, wieder erhöhen. Damit befinden sich die Banken in einer neuen, starken Bereitschaftsstellung, von der aus sie allen an sie herantretenden Anforderungen zu entsprechen vermögen.
Oie Zndustrie- und Handelskammer Gießen
gibt Auskunft:
1292: Das aus der Feder von Dr. A. B. Krause, Oberregierungsrat im Reichswirtschaftsministerium, erschienene Buch „Organisation von Arbeit und Wirtschaft" wird empfohlen. Verlag Otto Elsner, Berlin SW 42. Der Preis des Buches, das durch die Buchhandlungen bezogen werden kann, ist 2,40 RM.
1293: Mitgliederverzeichnis 1935 der Deutschen, Handelskammer in Buenos-Aires — Argentinien — liegt bei der Kammer auf.
1294: Bekanntmachung KP 65 der Ueberwachungs- fteUe für unedle Metalle, betr. Kurspreise.
1295: Verlängerung des Tabak-Eisenbahn-Tarifs im deutsch-jugoslawischen Verkehr.
1296: Ruhiger Verlauf der Java-Tabakauktion in Holland.
1297: Bekanntmachung KP 66 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.
1298: Ergänzungsbestimmungen zu den italienischen Einfuhrvorschriften.
Nhein-Mainische Börse.
THltfagsbörfe nach uneinheitlichem Beginn fester.
Frankfurt a. M./25. Nov. Die Börse lag zum Wochenanfang außerordentlich still. Von der Kundschaft lagen kaum Aufträge vor, was die Zurückhaltung des berufsmäßigen Börsenhandels noch verstärkt hat. Die vorliegenden wirtschaftlichen Anregungen vermochten sich angesichts der Geschäfts- stille nicht auszuwirken, immerhin boten sie etwas Rückhalt.
Die Kursveränderungen am Aktienmarkt hielten sich denn auch in sehr engen Grenzen. Schwach lagen nur Holzmann, die auf eine Zufallsorder um 3 v. H. auf 85,50 nachgaben. Chemische Wert lagen voll behauptet, so JG.-Farben mit 149,13 bis 149,25, Scheidanstalt und Rütgers- werke lagen bis 1 v. H. fester, nur Deutsche Erdöl gaben 1 v. H. nach. Am Montanmarkt bröckelten oie Kurse durchweg um 0,25 bis 0,50 v. H. ab. Elektroaktien blieben vom großen Auslandauftrag für die AEG. nahezu unberührt und lagen ebenfalls überwiegend etwas leichter, Licht und Kraft verloren 0.75 v. H. Im einzelnen eröffneten Daimler 0,90, Muag, Deutscher Eisenhandel je 0,50 v. H. und Zellstoff Waldhof 0,25 v. H. niedriger. Schifffahrtswerte lagen gut behauptet, AG. für Verkehrswesen 0,75 v. H. höher. Südd. Zucker notierten uno. 200, ebenso Reichsbankanteile mit 180.
Am Rentenmarkt war die Haltung freundlich, nennenswertes Geschäft fand zunächst aber nicht statt. Leicht erhöht waren Altbesitz und Zinsvergütungsscheine, auch Wiederaufbauzuschläge waren gefragt und höher. Späte Schuldbuchforderungen und Kommunal-Umschuldung lagen ruhig und unverändert. Industrie-Obligationen notierten etwas uneinheitlich.
Nach den ersten Kursen blieb das Geschäft zwar still, es zeigte sich aber ziemlich Widerstandskraft und teilweise waren die Kurse etwas erholt. In der zweiten Börsenstunde erfolgten größere Käufe in der Farben-Aktie, die bis auf 150,75 nach 149,25 cmzog, was auch auf die übrigen Marktgebiete anregend wirkte, insbesondere waren Montan- und Elektroaktien 0,25 bis 0,50 v. H. höher, Reichsbank gewannen 1 v. H.
Am Rentenmarkt erfuhren die variablen Papiere kaum eine Aenderung, das Geschäft blieb sehr klein. Zertif. Dollar-Bonds wurden auf der erhöhten Basis vom Samstag umgesetzt. Der Pfandbriefmarkt brachte kaum Veränderungen, das vorliegende kleine Angebot wurde aufgenommen. Stadtanleihen lagen im Großen und Ganzen wenig verändert, schwächer logen Darmstädter. Auslandsrenten waren ohne Besonderheiten.
Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.
Abendbörfe behauptet.
Die Abendbörse nahm auf allen Marktgebieten einen sehr ruhigen Verlauf, die Kurse blieben aber auf der etwas festeren Basis von heute mittag behauptet. Soweit Veränderungen eintraten, betrugen sie nur Bruchteile eines Prozentes. IG. Farben lagen anfangs eher etwas fester, wurden aber dann ganz erheblich verspätet mit unv 150 v. H. zur Notiz gebracht. Etwas fester lagen im Einklang mit Amsterdam Kunstseide Aku mit 51,90 bis 52
Aus -en preußischen Nachbargebieten.
Kind im Bett verbrannt.
LPD. Biedenkopf, 25. Nov. Als die Ehefrau eines Maurers im Kreisort Steinperf von Einkäufen zurückkehrte, stand das Bett, in dem ihr einziges IV-jähriges Kind schlief, in Hellen Flammen. Mit schweren Verbrennungen wurde das Kind in die Marburger Klinik gebracht, wo es kurz nach seiner Einlieferung starb. Die Ursache des Zimmerbrandes konnte noch nicht fest- gestellt werden.
Kreis Dehlar
A Bieber, 25. Nov. Der Dünsberg wies am Samstagmorgen in halber Höhe des Berges in der Nähe des Saurüsselsbrunnens den ersten Schnee dieses Winters auf. Nach dem Gipfel zu wurde die Schneedecke immer dichter, auf dem Gipfel selbst lagen etwa 2 Zentimeter Schnee. — In den Waldungen am Dünsberg ist seit einiger Zeit das Auftreten von Hirschen zu bemerken. Jagdaufseher S t e i n m ü l l e r von hier hatte am Samstag das Jagdglück, einen starken Hirsch erlegen zu können. Vereinzelt wurde in den Waldungen unserer Gegend auch Schwarzwild gesichtet.
<xd Münchholzhausen, 25. Nov. Unsere Gemeinde beabsichtigt, zwei Hauptwirtschaftswege, und zwar den Weg „Auf dem Ebert" und den Weg „Hinter den Zäunen", auf je 300 Meter Länge im Wege der Notstands- arbeit auszubauen. Beide Wege befinden sich in einem sehr schlechten Zustand, so daß der Ausbau dringend erforderlich ist. Die Arbeit ist von dem Präsidenten des Landesarbeitsamtes Hessen in Frankfurt a. M. als Notstandsmaßnahme anerkannt worden. Die Grundförderung ist mit 2,80 Mark je Tagewerk bewilligt, so daß die Gemeinde bei rund 1400 Tagewerken einen Gesamtgrundförderungsbetrag von rund 4000 Mark zu erwarten hat. Die Förderungsfrist läuft bis zum 31. März nächsten Jahres. Während dieser Zeit werden rund 20 Arbeitslose beschäftig werden. Die Packlagesteine und der Kleinschlag für die Steinbahn sollen im Gemeindesteinbruch im „Rauhen Berg" gewonnen und von den Ortseinwohnern in Fronde auf die Ver- wendungsstelle angefahren werden. Die nicht durch Grundförderung und Frondienst gedeckten Kosten der Notstandsmaßnahme werden von der Gemeinde aus Mitteln des ordentlichen Haushalts aufgebracht.
A Dornholzhausen, 25. Nov. Für das Winterhilfswerk wurden in unserer Ge
meinde 22 Pfund Butter, 2 Pfund Speck und 2 Pfund Fett gesammelt.
5 Nieder-Kleen, 25. Nov. Der um das Gotteshaus gelegene Friedhof unserer Gemeinde ist fast vollständig belegt, so daß sich die Anlegung eines neuen Friedhofes als notwendig erwiesen hat. In dem schon vor längeren Jahren durchgeführten Umlegungsverfahren wurde für die Anlegung eines neuen Friedhofs westlich des Ortes an dem nach dem Gemeindewald führenden Haupt- wirtfchaftsweg ein Grundstück ausgewiesen, das sich jedoch mit Rücksicht auf seine Lage und Beschaffenheit für diesen Zweck wenig eignete. Die Gemeinde fjat daher verschiedene andere, in der Nähe des alten Friedhofs gelegene Grundstücke von Privatbesitzern im Tauschwege erworben und diese als Friedhofsgelände Herrichten lassen, nachdem die amtsärztliche Besichtigung des Geländes dessen Eignung für die Anlage eines neuen Friedhofs ergab. Es waren Planierungsarbeiten erforderlich, die von dem Bauunternehmer Zöller in Dornholzhausen ausgeführt wurden. Der neue Friedhof soll, soweit er nicht ummauert ist, jetzt noch mit einer Hecke eingefriedigt werden, so daß die Neuanlage demnächst volständig fertiggestellt sein wird.
Kreis Biedenkopf.
§ Gladenbach, 25. Nov. Am hiesigen Bahn- Hof wurden drei Waggon Speisekartoffeln mit insgesamt 721 Ztr. als Winterhilfespende der Ortsgruppen Gladenbach, Holzhausen, Bellnhausen, Fronhausen und Mornshausen verladen, um der Kreisführung des WHW. in Offen- bach a. M. zugeführt zu werden. Das Ergebnis dieser Kartoffelspende übersteigt den Ertrag der gleichen Sammlung im Vorjahre. — Am Samstag wurde die neue Turnhalle des Turn - und Sportvereins, die in der ehemaligen Müller- schen Spinnerei hergerichtet wurde, mit einem Festakt ihrer Bestimmung übergeben. Ansprachen hielten dabei Vereinsführer' Thomas, Ortsgruppenleiter Humbert und Bürgermeister Müller.
> Niederweidbach, 25. Nov. Bei der diesjährigen Treibjagd in unserer Gemarkung mürben 27 Hasen, 6 Rehe und 4 Füchse erlegt. In den Gemarkungen der Nachbarorte sind gegenwärtig ebenfalls die Treibjagden im Gange.
Sprechstunden der Redaktion.
11J0 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschloffen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
ftraiifiur
a. Dl.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend- börse
Schluß» lUfii
Schlußk. Ulittag» börse
Datum
23.11 ■
25-11 -
23-11
2511 -
6% Deutsche Reichsanlcthe v. 1927
100,4
100,4
100,2
100,5
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,5
97,5
97,5
97,5
5*4% Doung-Aulcthe von 1930 ..
Deutsche Aul.-Ablös.-Schuld mit
102,5
102,5
102,75
103
112,65
112,6
112,7
112,7
4‘/.% Deutsche ReichSpostschahan-
100,3
100,13
100
100,25
6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929
(rückzahlb 102%)............
97,4
97,5
97,5
97,4
4Yi% ehern. 8% Hessische Landes- baut Darmstadt Wölb »i. 12....
96,25
96,25
—
—
6*4% ehem. 4/,% Hess. Landes- Hhpothckenbank DarmstadtLiqut
100,65
100,65
—-
——
47i% ehem. 8% Darmsk. Komm.
Landcsb.Goldschuldvcrlchr. R.6
Oberhesscn Provinz-Anleihe mit
92,75
93
—
—
_
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit AnSlos.-Rechten
113
113
113
113,13
4y,% chem.8% Frankb.Hyp.-Bank
Gvldpfe. 15 unkündbar bis 1935
5Yi% ehem. 4Yi% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriese.......
96,25
96,25
—
100,65
100,5
6*4% ehem. 4*4% Rheinische
Hhp.-Bank-Liqu.-Goldpsc.....
100,9
100,9
100,9
101
4y,% ehem. 8% Pr. LandeSpkand- briesanstali, Pfandbriefe R. 19
97
97
97
97
4y,% ehem. 7% Pr. LandeSpsand briesanst., Gold Komm. CBI.VI
97
97
97
97
Steuergutsch.Berrcchnungük. 34-38
107,7 | 107,65
107,8
107,65
4% Oesterretchische Gvldrenie....
28
—
—
29
4,20% Oesterretchische Silberrente
1,13
—
—
—
9
9
9,05 8,9
9
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
8,75
8,75
9
4’4% dcügl. von 1913..........
8,9
8,9
—
9
6% abgest" Goldmerikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
11,25
11,13
11,25
11
Serie I.....................
—•
—-
——
vranliur
a. Di.
«üerni.
Schluß« kurS
Schlußl. Abend- börse
Schluß« kurS
Schlußk. Mittag« börse
Datum
23-11.
25.11
23.11
25-11-
4% DeflQl. Serie 11 ............
_
__
——
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
6
5,9
—
5,75
4yr%Rumän.veretnh.Rentyv.l913
8,25
8,65
8,45
8,55
4% Rumänische vereinh. Rente
4,85
4,8
4,8
4,85
2 7*% Anatolier .............
39
39
39,25
39
Hamburg-Amerika-Paker .....
0
15,25
15,25
15,25
15,13
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
—
—
—
25,5
Norddeutscher Lloyd .........
0
16,75
17
16, f
17
A.G. für Berkehrswesen Akt. ..
0
83
84
83 5
83,75
Berliner Handelsgesellschaft ...
6
109
110,4
109 5
110,25
Commerz- und Privat-Bank ...
0
84
83,9
83,75
83,75
Deutsche Bank und DiSconto-
Gesellschaft................
0
83,5
83,5
83,5
83,5
Dresdner Bank..............
0
84
84
84
84
Reichsbank ................
12
180
181,13
180
181
A.E.G......................
Ü
35,9
36
36,13
35,65
10
141
135
142
135,4
Elektr. LieferungSgescilschaft ...
b
111,5
111
110,65
111
Licht und Kraft .........8 7a
131,75
131,5
131,25
131,75
Felten & Guilleaume.........
4
103
102,5
103
102,25
Gcsellsch.f.Elcktr.Unternehmung. 6
122,5
122,5
122,25
122,5
Rheinische Elektrizität ........
6
129,75
—
130,5
—
Rhein. Wests. Elektr..........
6
126
126
126,13
126,13
Schuckert LEo...............
4
117
118
117,25
118
Siemens 8 Halske............
7
167
167
167,25
166,5
Lahmeyer LEo..............
7
121,5
122,25
121,25
121,5
Buderus ..................
4
96,25
96
96,5
96,5
Deutsche Erdöl .............
4
103 65
103
103
103
C
107
106
107
106
öoesch Eisen—Köln-Neuessen .
33,25
83,5
83,25
83,25
Ilse Bergbau ..............
h
155
——
160
161
Ilse Bergbau Genüsse.......
126,75
126
126,9
125,75
Klöcknerwerke ..............
82
81,5
81,75
81,9
Mannesmann-Röhren.......
c
79,4
79
79,13
79
Hrantiur
u. .VL
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
23.11-
25.11
23.11
25.11.
ManSfelder Bergbau.......
.. 6
117,5
118
117,75
118,13
Kakswerke ................
.. 6
—-
—
114
114,25
Rheinische Braunkohlen ....
. 12
210
210
210
209
Rheinstahl .. ♦............
.. 4
104
103,5
103,65
102,25
Bereinigte Stahlwerke......
.. O
76,65
76,4
76,5
76,25
Otavt Minen .............
.. O
18,25
18,25
18,25
18,25
Kaliwerke Ascheröleben......
.. 5
126,5
126,25
128
126,5
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
122,5
122,5
122,75
122
Kaliwerke Salzdetfurth.....
?y,
—
188
189
I. G. Farben-Jndustrie.....
.. 7
149,25
150
149,5
150
Scheidcanstalt.............
.. 9
215
216
—
—
Goldschmidt ..............
.. 6
105
102,5
103,75
102,25
RütgerSwcrke .............
.. 6
112
112,75
112,5
113
Metallgelellschaft...........
.. *
106,25
107
106
106,75
Philipp Holzmann.........
.. 4
88,25
85,5
87,5
85,5
Zementwerk Heidelberg ....
.. 7
115
11b
Eementwerk Karlstadt.......
.. 6
129
129
Schultheis Pahenhofer .....
.. 4
—
—
102
102
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. O
52
52
52
51,75
Bemberg.................
.. 6
102,5
102,5
102,75
102,13
Zellstoff Waldhof ..........
.. 5
110,75
111
111,25
111
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. O
75
75,5
76
76
Dessauer Gas .............
.. 7
——
—
124,75
126
Daimler Motoren..........
.. O
90,5
90
90
90
Deutsche Linoleum.........
.. 8
136,75
137
137,13
137
Orenstcin & Koppel ........
.. O
—
—
76,5
76,5
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
26
25,65
25,5
25,5
Cbade....................
7*/,
290,5
288,5
289,75
289
Accumulatoren-flabrü.....
. 12
167,75
—
168
168,25
Conti-Gummi.............
.. 8
155,25
157
156
157
Grihner................
.. O
1 27,25
| 26,75
I ”
I -
Mainkraftwerke Höchst a.M.
.. 4
87,5
i 87,75
Süddeutscher Zucker ......
. 10
1 200
1 200
I 200
I 200
Devisenmarkt Berlin —
- Frankfurt a. 2H.
23.November
25 November
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Brief
Buenos Atre.
0,679
0,683
0,679
0,683
Brüssel.....
42,02
42,10
42,02
42,10
Rio de Ian.
0,139
0,141
0,139
0,141
Sosta......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,80
54,90
54,80
54,90
Danzig.....
46,80
46,90
46,80
46,90
London .....
12,27
12,30
12,27
12,30
Heliingsors..
5,385
5,395
5,405
5,415
Paris ......
16,36
16,40
16,36
16,40
Holland ....
167,88
168,22
167,98
168,32
Italien.....
20,13
20,17
20,13
20,17
Japan ......
0,712
0,714
0,712
0,714
Jugoslawien
5,634
5,646
5,634
5,646
Oslo..... :
61,61
61,7'
61,61
61,73
48,95
4(i n C
48 95
49,05
Lissabon....
11,13
11,15
11,13
11,15
Stockholm...
63,25
63,37
63,25
63,37
Schmelz ....
80,32
80,48
80,32
80,48
Spanien....
33,92
33,98
33,87
33,93
Prag.......
10,26
10,28
10,26
10,28
Budapest ...
—
Neuyork ...
2,486
2,490
2,486
2,490
Vanknoten
Berlin,25.November
Geld
Brief
Amerikanische Noten.......
2,438
2,458
Belgische Noten...........
41,88
42,04
Dänische Noten ..........
54,59
54,81
Englische Noten ..........
12,235
12,275
Französische Noten........
16,31
16,37
Holländische Noten........
167,56
168,24
Italienische Noten.........
19,46
19,54
Norwegische Noten .......
61,45
61,69
Deutsch Oesterreich, ü 1OO Schilling
—
Rumänische Noten........
—
——
Schwedische Noten........
63,08
63,34
Schweizer Noten..........
80,14
80,46
föhnnifrhi» tflntpn..........
33,51
33.65
Ungarische Noten................


