f enz um im Dienste seines Volkes auf seinem Platz die beste Leistung zu vollbringen. Aber alles Wissen ergebe sich auf dem Boden der nationalsozia. listischen Weltanschauung. Die Idee der Volksgemeinschaft müsse jeder täglich in der Berufskameradschaft in die Tat umsetzen.
Die Vorlesungen wurden eröffnet durch einen Vortrag des Staatssekretärs im Reichspostministerium Dr. O h n e s o r g e über „Die deutsche Aufgabe". Der Staatssekretär behandelte das Werden des deutschen Volkes als Gemeinschaft des Blutes und der Rasse. Dann gab Ministerialdirektor R a - g e l einen Ueberblick über die Sozial- und Personalpolitik der Reichspost, wobei er insbesondere die Umstellung der Personalpolitik im nationalsozialistischen Sinne unterstrich. An die Vorträge des ersten Tages schloß sich eine Kranzniederlegung am Ehrenmal durch eine Abordnung der Postbeamten an. Die weiteren Tage der Postwissenschaftlichen Woche sind Vorträgen fachlicher und weltanschaulicher Art sowie Führungen und Besichtigungen der post- und verkehrstechnischen Brennpunkte der Reichshauptstadt vorbehalten.
Oer Führer beglückwünscht Michsleiter Amann.
Wie der V. B. meldet, hat der Führer an Reichsleiter Amann, Präsidenten der Reichspressekammer, zum 4 4. Geburtstage folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet:
„An Ihrem Geburtstage gedenke ich Ihrer, der Sie einer meiner ältesten Mitkämpfer sind, in aufrichtiger Verbundenheit und sende Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche. Möge Ihre Energie und Ihre Arbeitskraft der Bewegung und dem Vaterlande noch lange erhalten bleiben.
Ihr Adolf Hitler."
Ferner veröffentlicht das Blatt weitere Glückwunschtelegramme der Reichsminister Dr. Goebbels, Dr. Frick, Göring und D a r r 4 , des Stabschef Lutze, des Reichsjugendführers Baldur von Schirach, des Reichssendeleiters Hada- m o w s k y und des Reichssportführers von Tschammer und Osten.
Kleintierzucht im Zeichen der Leistung.
Von Karl Vetter, Präsidenten des Reichsverbandes Deutscher Kleintierzüchter e. V. und Generalinspekteur des Reichsnährstandes.
Die Stuse.
Don Heinrich von Rekowski,
Gauwart der JIS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude", Gau Hesien-Nasiau.
Wenn wir am Jahrestag der Gründung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" rückschauend feststellen, daß in 1934/35 allein in unserem Gau Hessen-Nassau rund 3 Millionen Menschen ein Erlebnis durch „Kraft durch Freude" hatten, sei es in Form des Theaterbesuches, als Teilnehmer eines Sportkurses, als Wanderer, als Ferienreisender oder als Konzertbesucher, so ist das schon allein eine Zahl, an der man nicht mit einem Achselzucken Vorbeigehen kann. Dem modernen Menschen, der durch die Inflation an Milliarden und Billionen gewöhnt ist, imponieren so ein paar Millionen wenig. Auch wir selbst sind keineswegs Anhänger irgendeines Zahlenrausches, denn Zahlen sprechen manchmal nur dafür, daß allenfalls eine Organisation funktioniert. Aber in diesem Falle verkörpern diese Zahlen eine Idee, die aus dem Nichts etwas gestaltet hat.
Die Idee verkündete Dr. Robert Ley vor genau zwei Jahren, aber dann galt es, die Männer und Mittel zu finden, sie zu verwirklichen. Denn im Anfang haben die wenigsten begriffen, was „Kraft durch Freude" eigentlich bedeutet. Es war etwas gänzlich Neues, was da ins Leben gerufen wurde, etwas was bisher ohne jedes Vorbild da roar- Weber die tatsächlich erreichten Erfolge ist an anderer Stelle im Rahmen der Arbeit der einzelnen Aemter bereits ausführlich berichtet worden. — So, daß 1 110000 Menschen durch uns Konzerte, Variete-Vorstellungen und Kleinkun stabende besuchen konnten. — Daß wir den Theatern im vergangenen Jahre 200 000 Besucher zuführen konnten und in diesem Jahre wesentlich mehr. — 32 000 Menschen hatten das Erlebnis einer Serienreife, 229 000 Volksgenossen nahmen an unseren Wochenend- und Tagesfahrten in Omnibus, Eisenbahn und Dampfern teil. Ueber 1,7 Millionen Mark wurden aus unsere Anregung hin von der Industrie für Verschönerungen der Arbeitsstätten ausgegeben. Rund 99 000 Menschen wurden dem Sport neu zuaeführt. Das ist das Grundsätzliche an unserer Arbeit, sie ist neu und zusätzlich. Allein nur wirtschaftlich gesehen, muß man sich einmal vorstellen, welche belebenden Kräfte von der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ausgehen. Beim Sportamt wurden 400 Sportlehrer beschäftigt, und zwar bei Volksgenossen, die vorher im Leben noch niemals Sport getrieben haben. Gewaltig sind die Umsätze bei unfern Reisen. Nur bei den gaueigenen Fahrten wurden 2,049 Millionen Mark eingenommen, davon erhielt die Reichsbahn 418 000 Mark. Besonders muß auf die Wirtschaftsbelebung am Rhein und manchen Notstandsgebieten hingewiesen werden, wo Zehntausende von Urlaubern mit ihrer Verpflegung und ihren privaten Bedürfnissen einen außerordentlichen Aufschwung gebracht haben und als gern gesehene Gäste schieden. Daß die NSG. „Kraft durch Freude" als der größte Veranstalter im Gau auch der größte Arbeitgeber für Musiker, Artisten u. a. Künstler ist, versteht sich von selbst. Auch für die bildenden Künstler traten wir als Auftraggeber stark hervor und konnten allein bei den letzten sieben Ausstellungen für 18 000 Mark Bilder u. a. Kunstwerke vermitteln.
Aber diese wirtschaftlichen Erfolge sind für uns nur Begleiterscheinungen, wichtiger sind uns unsere ideellen Erfolge. In kleineren Landstädten, die noch niemals ein größeres Orchester gesehen haben, sind wir mit unserem Symphonieorchester hineingegangen und mancher Landarbeiter hat zum ersten Male in seinem Leben eine Harfe gesehen. In die entferntesten Winkel unseres Gaues brachten wir in unseren Großtourneen Va- rietäkünstler, die sonst nur im Berliner Wintergarten, der „Skala" oder vielleicht noch im Schumann-Theater in Frankfurt auftreten. I n die klein st en Dörfer mit oft kaum hundert Einwohnern sandten wir unseren Tonfilmwagen. Manche Großmutter hat hier zum ersten Male einen künstlerisch wertvollen, modernen Film gesehen. In Orten ohne festes Theater verpflichteten wir Wanderbühnen und brachten Gastvorstellungen bestehender Theater.
Ueberhaupt noch ein Wort zu unserem Theaterpublikum! — Da ist nicht die „Frau Lehmann", die ihre Tochter im neuesten Kleid Herausstellen möchte, und da ist auch nicht die „Frau Müller", die die Theatervorstellungen am laufenden Band abonniert, um zu zeigen, daß sie immer da ist, wo „gebildete Leute'" fein müssen, da ist auch nicht der „Herr Schmidt", der „etwas auf sich hält" und mit feinem für diesen Abend geliehenen Smoking vor einer ähnlich snobistischen Mitwelt paradieren will, bei uns sind nicht „diese kleinen Leute", die während der Vorstellung mit Butterbrotpapier knistern und in den Pausen ihre Mitmenschen durchhecheln und über die Butterknappheit stöhnen, sondern es sind Vollblutmen- s ch e n, denen ihr Theaterabend ein festliches Erlebnis ist, zu dem sie in ihrer Art positiv Stellung nehmen und das ihnen in den Alltag hinaus ein Erlebnis ist. Diese Feststellung haben wir nicht nur selbst gemacht, sondern sie hat uns jeder Intendant im Rhein-Maingebiet auch bestätigt.
Seit Bestand dieser Welt sind ihre Führer bestrebt, bfe Menschheitsentwicklung a u f eine höhere Stufe zu heben. Staatsmänner haben gearbeitet und Philosophen haben Systeme erfunden, daß wir nicht auf der Kulturstufe der Steinzeit stecken geblieben sind. — Wir sind weitergekommen. — Die Masse, der vierte Stand, dachte früher nur an die Lohntüte und fein Denken bewegte sich zwischen Arbeit und Arbeitslosigkeit, zwischen Behausung und Betrieb. Nach dem Kriege kam die Masse in Bewegung, der eine Teil marschierte in die Richtung „Proletarier aller Länder vereinigt euch" und der andere Teil marschierte zum deutschen Volk. Heute ist der „Proletarier" überwunden und aus der Masse ist d a s deutsche Volk geworden, deren wichtigster Träger einer,
Auf allen Gebieten des täglichen Lebens drückt die Leistung der Gegenwart ihren Stempel auf. Auch in d e r Kleintierzucht ist die Leistung der treibende Faktor! Schon heute, wo wir erst am Anfang der Entwicklung stehen, bringt die Geflügelhaltung unserem Volke Werte von etwa 700 Millionen Mark jährlich und übersteigt damit z. B. den Wert unserer Braunkohlengewinnung um mehr als das Doppelte. Diese Zahl mag genügen, den volkswirtschaftlichen Wert unserer Kleintiere zu veranschaulichen. Und trotzdem, die Erzeugung reicht noch lange nicht aus, den Bedarf unseres Volkes an Geflügelerzeugnissen auch nur annähernd zu decken. Wollte man die Bedürfnisse restlos befriedigen, so müßte man täglich noch für eine halbe Million Mark Geflügelerzeugnisse z u - sätzlich einführen. Dabei ist die Geflügelhaltung nur ein Bruchteil der gesamten Kleintierzucht. Denken wir nur einmal an die Bienen, Kaninchen, an den Seidenbau, die Pelztiere und nicht zuletzt an die Ziegen, bei denen die Dinge fast genau so liegen. Sie alle sind durchweg D e v i s e n s p a r e r in des Wortes wahrster Bedeutung, sie helfen nicht nur der Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes, sondern auch dem' eigenen Geldbeutel, sie bringen Arbeit und Brot und' festigen somit das große Gebäude der deutschen Wirtschaft.
Wir Kleintierzüchter wissen, daß die zweite Erzeugungsschlacht auf dem Gebiete der Kleintierzucht gewonnen ist, wenn wir die Leistungsfähigkeit unserer Kleintiere um nur 20 v. H. z u steigern vermögen. Daß dieses Ziel in greifbarer Nähe liegt, beweist der hohe züchterische Stand, den schon heute ein großer Teil unserer Kleintierhaltung innehat. Dabei ist es uns nicht nur um Spitzenleistungen oder gar um Rekordhascherei zu tun. Wir begnügen uns schon mit guten Durchschnittsleistun- gen! Diese aber müssen Gemeingut aller Kleintierhalter werden! Es ist uns also darum zu tun, das Niveau unserer gesamten deutschen Kleintierzucht allgemein zu heben und dabei gleichzeitig dem Kleinster überall dort einen Platz zu verschaffen, wo es von Natur aus hingehört und möglichst aus eigenen Futtermitteln ernährt werden kann. Jeder Volksgenosse in Stadt und Land, dem die Möglichkeit dazu gegeben ist, muß darum Kleintierhalter werden.
Wie dies in die Tat umzusetzen ist, davon wird die „3. R e i ch s k l ei n tie r s ch a u", wenn sie am 29. November in Leipzig ihre Tore öffnet, jedem einzelnen ein klares Bild vermitteln. Mit 24 000 Quatratmeter Ausstellungsfläche ist sie die größte Schau ihrer Art, die Europa je gesehen hat. Alles, was irgendwie mit dem Kleintier zu tun hat, ist dort zu finden. Im Mittelpunkt steht der Mensch, der alles, was er sich untertan gemacht hat, auch sachgemäß hegen und pflegen soll. Nur wenn diese Bedingung erfüllt wird, vermag das Tier auch dem Menschen etwas zu sein und zu geben. Und wie oft, sei es aus Unwissenheit, sei es aus Gedankenlosigkeit, wird hier noch gesündigt. Alle diese Fehler, die in der Fütterung und Haltung vielfach begangen werden und den gewünschten Erfolg in Frage stellen, zeigt diese Schau in aller Eindeutigkeit auf, indem sie das lebende Tier und feine Erzeugnisse selbst sprechen läßt.
Durch die Tatsache, daß 80 v. H. unseres Geflügels auf dem Lande, also beim Bauern, Landwirt ober Siedler, seine Heimat hat, werden die landwirtschaftlichen Geflügel- und Herdbuchzüchter sich besonders an die ländlichen Kreise wenden und Wege zeigen, wie die Eiererzeugung ohne kostspielige Aufwendungen zu steigern ist. Hand in Hand damit werden
sie auf eine bewußte R a f f e n b e f ch r ä n k u n g Hinweisen, die in der Förderung fünf bestimmter Rassen, nämlich: weiße Leghorn, rebhuhnfarbige Italiener, Wyandottes, rote Rhodeländer und weißes Reichshuhn, zum Ausdruck kommt, mit dem Ziel, diese Rassen ganz systematisch bei guter Gesundheit und Lebenskraft zu sicheren Durchschnittsleistungen zu bringen, die eine dauernde Wirtschaftlichkeit gewährleisten. In Anbettacht der großen Bedeutung, die dem „Herrn" auf dem Hofe, dem Hahn, wegen seiner nicht zu unterschätzenden Vererbung zukommt, wird die Reichs-Hahnen- Versteigerung am 30. November um 9.30 Uhr großen Anklang finden. Auch die Ausstellungs-Geflügelzüchter werden ihre vielseistaen Rassen- und Farbenschläge präsentieren und Damit auch den ideelleren Gesichtspunkten der Züchtuna Rechnung tragen. In den aufgestellten Volieren wird man die schönsten und sarbenprächstgsten Tiere aus aller Herren Länder bewundern können.
Unter dem Leitgedanken: „Segen aus Blüten — Segen für uns" werden die Imker aus allen deutschen Gauen Zeugnis ablegen von dem vielseitigen Nutzen, den unser kleinstes Hansster, d i e Biene, in unermüdlichem Fleiß stiftet. Honig in bester Qualität und erklassiger Aufmachung wie auch die künstlerisch hergerichtete Wachsschau werden unsere Hausfrauen in ihren Bann ziehen. Der Schaufensterwettbewerb in Leipzig unterstreicht in eindrucksvoller Form den großen Wert des Honigs als Nahrungs-, Genuß- und Heilmittel.
Das allseitige Interesse werden die Kaninchen auf sich lenken, die mit der Rekordzahl von 3000 Stück aufmarschieren. Gehege mit Wildkaninchen, mit Wirtschaftsrassen und mit Angorakaninchen werden zeigen, daß sich die Haltung des Kaninchens fast überall durchführen läßt. Und dies unter Ausnützung primitivster Verhältnisse. Umrahmt wird dieser Teil der Ausstellung von den Erzeugnissen dieser Tiere. Im Vordergrund stehen hierbei die heilwirkenden Fabrikate aus Angorakaninwolle.
Auf einer Riesenkarte von Deutschland wird jede Stelle bezeichnet sein, wo in diesem Jahr mit Erfolg Seidenbau betrieben wurde, wo Altkulturen von Maulbeeren vorhanden sind und wo Neuanlagen in Kürze zur Ausführung kommen. Das „Seidenbau-Aufbauprogramm" ist dank der interessierten Reichsstellen im besten Zuge. Millionen von Maulbeersträuchern werden im kommenden Frühjahr auf gemeindeeigenem ober privatem Gelände angepflanzt werden. Gezeigt wird ferner, welche technischen Erzeugnisse Naturseide unbedingt als Rohstoff, benötigen. Dom Maulbeerbaum bis zur fertigen Seide ist der ganze Werdegang aufgebaut, hoch interessant und zugleich ein dankbares Gebiet für unsere Frauen!
Da die Jahreszeit eine Ausstellung der Ziegen nicht gestattet, wird diese Abteilung eine Butter- und Käseprüfung in größerem Maßstab durchführen. Außerdem sind Erzeugnisse aller Art zu sehen, vor allem unverarbeitete und verarbeitete Felle. Auch bei der im JPA.-Restau- rant stattfindenden Modeschau, an der sich fast alle „Reichsfachgruppen" beteiligen, werden die Ziegen- züchter maßgebenden Anteil nehmen. Und nicht zuletzt werden die P e l z t i e r z ü ch t e r mit ihren Tieren da fein, um erstmalig in größerem Umfange weitesten Kreisen Aufschluß zu geben. Auch sie verdienen die größte Beachtung, da sie unter Ausnutzung fast wertloser Futtermittel eine besondere Bedeutung für unsere Volkswirtschaft haben und darum beim Wiederaufbau ebenfalls unentbehrlich sind. Ueber allem aber stehen die zahlreichen Lehrschauen, die dem Besucher plastisch zeigen, was das Kleintier alles zu Heiern vermag und wie vielseitig die Nutzungsmöglichkeiten sind.
das deutsche Arbeitertum geworden ist. In die alte Gedankenebene haben wir eine neue Stufe gebaut und ihm von erhöhter Warte aus den Marsch in die deutsche Kultur und in das Erleben der deutschen Landschaft frei gemacht. E i n neuer G e i st hat sich in den Arbeitsstätten geformt. Das Gemeinschaftserleben von Volk und Kultur hat alle bettieblichen Gegensätzlichkeiten und den Klassenkampf niedergerissen. In der Organisation aller Schaffenden — der Deutschen Arbeitsfront — finden sich Betriebssichrer und Gefolgschaft in der nationalsozialistischen Gemeinschaft „Kraft durch Freude" und danken dem Führer, an dieser Stelle Mitarbeiter am Dritten Reich zu fein.
Die postwissenschaUche Woche.
Berlin, 25. Nov. (DNB.) Reichspostminister Freiherr von Eltz-Rübenach eröffnete in der Berliner Universität die 1 9 Post - und Te - legraphenwisfenschaftlicbe Woche, die in Verbindung mit dem Reichspostministerium von der Verwaltungsakademie Berlin für mehr als 500 Postbeamte, -Angestellte und -Arbeiter aus dem ganzen Reich durchgeführt wird. Der Minister betonte, daß die wissenschaftlichen Wochen im nationalsozialistischen Staat vor allem den Zweck verfolgten, das Vertrauensverhältnis zwischen Führung und Gefolgschaft der Deutschen Reichspost enger und fester zu gestalten. Während die früheren Wochen in erster Linie Der rein fachlichen Vorbildung dienten, sei nunmehr die Vertiefung des Wissens um die nationalsozialistische Weltanschauung und ihre Auswirkung auf die Arbeitsgebiete der Reichspost in den Vordergrund gestellt.
Der Leiter der Verwaltungsakademie und Führer des Reichsbundes der deutschen Beamten, Regierungsrat Neef, hob hervor, daß viele Beamte sich früher von der Teilnahme an wissenschaftlichen Wochen Beförderung und materielle Vorteile versprochen hätten. Heute müsse sich jedoch jeder verpflichtet fühlen, feine Leistungsfähigkeit z u erhöhen und fein Wissen z u oertie-
Allgemeine Wehrpflicht auf den Philippinen.
Manila, 25. Nov. (DNB.) Bet der Eröffnung des ersten aus 98 Mitgliedern bestehenden P a r I a- m e n 15 Der von Den Vereinigten Staa - ten für unabhängig erklärten Philippinen beantragte Präsident Quezon Die E i n- führung Der allgemeinen Wehrpflicht. Das einzige Ziel Der Regierung fei Die Erhaltung des FrieDens, jeDoch solle Durch ein WehrproLramm Der Welt gezeigt roerDen, Daß Die Philippinen s i ch nicht unterwerfen lassen roürDen unD Daß jeder Eroberungsversuch mit völliger Vernichtung gleichbedeutend sein würde. Der Gesetzentwurf, den die Regierung dem Parlament vorlegt, sieht ein stehendes Berufsheer von 1500 Offizieren und 19 000 Mann einschließlich Der GenDarmerie vor. Das Dien st pflichtalter roirD auf 21 Jahre festgesetzt, Die Dauer Der Dienstzeit auf 5Vi Monate. Außerdem sollen Die ausge- bilDeten Mannschaften zehn Jahre hinDurch zu mehrwöchigen Hebungen einberufen werben. Die theoretische militärische AusbilDung soll bereits in Den Schulen bei Den Zehnjährigen beginnen, um so nach und nach die gesamte männliche Bevölkerung militärisch auszubilden. Eine Kriegsmarine ist wegen der großen Kosten vorläufig nicht vorgesehen. Der Chef der Armee soll vom Präsidenten ernannt werden und Mitglied des Kabinetts sein. Gegenwärtig hat den Posten der frühere amerikanische General Douglas Mac Arthur inne.
Oie Zudenfrage in Ungarn.
Eine Rede des Abgeordneten Wolff.
Budapest, 25. Nov. (DNB.) Der Führer der Christlichsozialen Partei, Der Reichstagsabgeordnete Karl Wolff, nahm in einer öffentlichen Versammlung zu Dem Judenproblem in Ungarn Stellung. 3m Hinblick auf Die großen judenfeindlichen Kundgebungen der Studentenschaft in Der vorigen Woche haben Die Ausführungen starke Beachtung gefunDen. Wolff ging von Der Feststellung aus, Daß Die christlichen Massen in völlig ungenügendem Maße im wirtschaftlichen Leben Ungarns berücksichtigt werden. In 40 großen Unternehmungen der Industrie und des Handels, Die 4000 Angestellte beschäftigen, seien 3600 Juden und nur '400 Christen. Diese Unternehmungen hätten nach dem Kriege 1526 Ange- stellte eingestellt, unter denen sich nur 127 Christen befanden. Zwar sei die Leitung dieser Unternehmungen nur zu 30 v. H. jüdisch. Die in der Leitung vertretenen christlichen Ungarn feien jedoch nur Paradechristen.
Diese wenigen Zahlen genügten zum Erkennenlassen, welche außerordentlich wirtschaftliche Machtstellung das Judentum in Ungarn sich erworben habe. Es sei jetzt dringend erforderlich, daß das Wirtschaftsleben Ungarns gemäß den Lebensanfprüchen der christlichen Bevölkerung Ungarns erneuert werde. Der soziale Friede könne nur Dann gesichert werden, wenn Die 92 v. H. Der christlichen Bevölkerung Ungarns im wirtschaftlichen Leben Der Nation einen gesicherten Erwerb hätten und die achtprozentige Minderheit Den ihrer Zahl entsprechenDen Anteil am Wirtschaftsleben erhalte, währenD heute Das umgekehrte Verhältnis bestehe. Kläglich fei Die Nation, die nicht die Kraft habe, ihren eigenen Söhnen den notwendigen Lebensunterhalt zu sichern.
Großadmiral Zellicoe in der (5t. Pauls-Kathedrale beigesetzt.
Unter Der Anteilnahme Des ganzen englischen Bolkes fanD Das feierliche Staatsbegräbnis Des GroßaDmirals I e l l i c o e in Der Londoner St.-Pauls-KatheDrale statt. Sein Sarg wurDe aus Der Westminsterabtei nach Dem Parade- platz beim ADmiralitätspalast gebracht unD Dort auf eine Geschützlafette gelegt. Gegen 10 Uhr setzte sich Der große Trauerzug in Bewegung. An Der Spitze marschierte eine Matrosenwache. Die Geschützlafette, auf Der Der Sarg ruhte, wurDe von Matrosen gezogen. Auf Dem Sarg, Der in Die britische Flagge eingehüllt war, lagen Der ADmiralshut und der Degen des Verstorbenen. Neben dem Sarg schritten mehrere ftanzösische Admirale und als Vertreter der deutschen Kriegsmarine Flottenchef Vizeadmiral Förster, Die später Den Sarg gemeinsam in Die St.-Pauls-Kathe» Drale trugen. Es folgten Die Familienangehörigen sowie ein Offizier, Der Die OrDen Des GroßaDmirals trug. Dahinter kamen Der Prinz von Wales als Vertreter Des Königs unD Der Herzog von Dark. Hinter Den Vertretern Des Kabinetts gingen Die Marineattachös Der auslänDischen Mächte. Abteilungen Der Flotte, Der Luftstreitkräfte unD Des englischen FrontkämpferverbanDes beschlossen Den Zug. In Der Dicht gefüllten St.-Pauls-KatheDrale fanD ein feierlicher, vom Erzbischof von Canterbury abgehaltener TrauergottesDienst statt. Auch Der GroßaDmiral LorD B e a 11 y, LorD Jellicoes Nachfolger als Oberbefehlshaber Der Hochseeflotte im Welkrieg, nahm an Der Feier teil. Punkt 12 Uhr wurDen im HyDepark 19 Kanonenschüsse abgefeuert. BalD Darauf wurDe Der Sarg Lord Jellicoes in der Krypta der St.-Pauli-Kathedrale, nur wenige Meter vom Grabe Nelsons entfernt versenkt. Ganz London und Die englischen Schiffe flaggten halbmast. Von Der Deutschen Botschaft weht Die Hakenkreuzflagge auf Halbmast.
In Den Schilderungen der Beisetzung des Admirals Lord Jellicoe nehmen die von deutscher Seite dem Verstorbenen dargebrachten Ehrungen eine besondere Stelle ein, weil sie von dem ehemaligen Kriegsgegner kommen. Die persönliche Beteiligung des Flottenchefs Vizeadmiral Förster wird mit Genugtuung verzeichnet. In einem offenbar unter dem frischen Eindruck der Feier geschriebenen Brief an die „Time s" sagt der stellvertretende Vorsitzende der „ehrenwerten Gesellschaft Der Schiffskapitäne" Der Reeder Sir Burton Chadwick: Bei der Teilnahme an dem schönen Gedenkgottesdienst in Der St. Pauls-Kathedrale hatte man das Gefühl, daß gerade die Eigenschaften, die ihn während seines Lebens zu einem so gewaltigen Gegner für unsere Feinde machten, nach seinem Tode mehr dazu
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I ger^nger Beleuchtung. Dabei brauchen die Augen ■ II viel und gutes Licht. Die neuen Osram-^^- Lam-


