orr tn Oklayama zurückkehrte, wollte er sich erst darüber unt<D chten, wer nun überhaupt noch lebe von denen, die er kannte. So schritt er denn versonnen über den Dorsfrtedhof und stand plötzlich vor seinem eigenen Grab!
Er leitete sofort Nachforschungen ein und mußte feststellt*., daß man chn mit irgendeinem anderen Mann, den man tot auf der Chaussee fand, verwechselt hatte. Das ganze Dorf war an seiner Totenbahre vorübergeschritten. Alle hatten ihn einwandfrei als William Guerson erkannt Und doch hatten sich alle geirrt ...
Die Lebensretterin.
(O. P.) Philadelphia.
Dieser Tage warf Herr Jones einen Nickel in sein Telephon Er gab eine Nummer an, er hörte, wie die Verbindung hergestellt wurde, er hörte es drüben läuten — aber es kam keine Antwort.
„Kann ich vielleicht bei Ihnen eine Nachricht hinterlassen?" fragte er die Telephonistin. „Es ist sehr wichtig, ich reise fort" — Die Telephonistin sagte zu. Da gab Jones seinen Namen und seine Adresse und twe der Leute, die sie anrufen sollte ,Und sagen Sie Ihnen nur, Jones habe angerufen, und er wolle, ba& ihnen seine persönlichen Habseligkeiten gehören sollen Das ist alles, Fräulein — vielen Dank!"
2>ü? Telephonistin überlegte: „Eine merkwürdige Nachricht. Das klingt fast wie ein Testament ..."
Gleich darauf rief sie die nächste Polizeiwache an. Sie erzählte dem Sergeanten, der sich meldete, die ganze Geschichte Der ließ sie gar nicht ausreden. „Polizist Denimm!" schrie er, „hier: Jones, 235, 103. Straße eventuell brechen Sie die Tür ein — schnell, schnell!"
Als der Beamte bei Jones anklopfte, erfolgte1 keine Antwort. Er warf sich gegen die Tür, und das Schloß gab nach. Mister Jones lag am Boden feiner Küche, und alle Gashähne waren geöffnet.
Im Telephonamt blitzte eine Lampe auf. „Hier spricht Brown, Zeitungsberichterstatter. Ein Fensterwascher namens Jones versuchte Selbstmord zu begehen. Die Polizei sagt, daß er sich erholen wird, aber daß er sein Leben nur der Telephonistin verdankt. Das gibt eine hübsche kleine Geschichte. Kann ich den Namen der Televhonistin wissen?"
Die „Schuldige" war selbst am Apparat, aber sie K pflichtgemäß: „Wir geben keine Namen von
»stellten der Gesellschaft bekannt, ich bebaute." Unb sie zog ben Stöpsel aus ber Schaltung unb folgte bem nächsten Lichtzeichen: „Die Nummer bitte!"
Des Kon gs Chcfkoch sta b
(—) Lonbon.
England und besonders ber Buckingham-Palast । haben einen — wie man behauptet — unersetz- { lichen Verlust erlitten: Einer ber berühmtesten' Köche von Englanb ist gestorben, ber Chefkoch bes I Königs, Henri Cewarb
Seit bem Jahre 1902 begleitete er ben König unb bis Königin auf allen Reisen unb weilte selbst mit ihnen wahrenb bes Krieges an ber Front unb,
lange Zeit kränkelte. Das berührte chn menschlich unb insofern auch beruflich, als er nur noch Diätküche zubereiten burfte. Unb Diäten waren biefem Chefkoch ein Greuel.
Die Spur der grünen Erbten.
(h.k) Trüffel
Unweit von Santvliet waren in letzter Zeit viele große Lebensmittelbiebstähle verübt worben. Aber nie gelang es, ben Tätern auf bie Spur zu kommen. Enblich hatte ein Bäuerlein bie richtige Jbee. Er schnitt ganz fein unb vorsichtig einen Erbsensack an, ben er in seinem Lager so aufstellte, baß bie Diebe gleich auf ihn aufmerksam würben, frellich ohne ben Schnitt zu bemerken. Als er nach ein paar Tagen feststellte, baß bie Kerle auch ihn heimgesucht hatten, lief er nur ben Genbarm herbei unb folgte mit ihm gemeinsam jener Erbsenspur, bie in bas Diebesversteck führte. Angesichts bieser kugelrunben grünen Beweise wagten bie Diebe nicht zu leugnen.
Der Polizist und die Amme.
(Sp. Z.) MabrId.
In Mabrib erzählt man sich eine amüsante kleine Geschichte über bie Hochzeit bes bekannten Politikers Gil Nobles. Als er noch Bräutigam war, machte Gil Nobles häufig Spaziergänge mit bem jungen Mäbchen, bas feine Frau werben sollte. Wie es in einer geachteten Mabriber Familie üblich ist, burfte bie junge Dame natürlich nicht allein mit bem ..fremben Herrn" gelassen werben. In einiger Entfernung folgte ihr vielmehr bie Amme, bie sie von Kinbesbeinen an betreut hatte. Der Minister würbe aber auch seinerseits überwacht von einem älteren Beamten ber Geheimpolizei. Es blieb natürlich nicht aus. baß ber Beamte sein befonberes Augenmerk auf bie Frau richtete, bie ber künftigen Donna Gil Nobles folgte Aus bem bienftlichen Auge würbe aber halb ein zärtliches, bie Betreuerin ber jungen Dame unb ber Polizist gefielen sich, unb bas Jbyll enbete mit einer Verlobung. Die Hochzeit fanb am gleichen Tage wie bie des Ministers statt — es war ganz wie in einer Operette ober im Lustspiel.
Die Liebe des Matadors.
(C. K.) Wien.
Vor ben Schranken eines Wiener Gerichtshofes staub kürzlich ber Stierkämpfer Don Armanbo Esteban Hareter, ber angeklagt würbe, bei einem Aufenthalt in Wien sich einer schweren Körperverletzung schulbig gemacht zu haben. Bei bem Verhör gab ber Matador die Tat offen zu, Dann aber erzählte er eine seltsame Liebesgeschichte. Zunächst wies er nach, baß er ben spanischen Namen nur angenommen habe unb von G burt Wiener sei. Vor Jahren habe er hier in feiner Vaterstabt ein junges Mädchen geliebt. Dann sei eine Mexikanerin, die in Wien Mebi- zin ftubierte, in sein Leben getreten, unb er habe bie Wienerin verlass-m unb sei jener anberen Frau nach Mexiko gefolgt. Aber in ihrer Heimat habe bie Meri- kanerin nichts mehr von ihm wissen wollen, unb als
sie schließlich einen anderen heiratete, habe er lange bas Land durchstreift, bald als Löwenbändiger, bald in den Jahren 1905 unb 1911 in Jnbien Kurze j als Artist im Variete seinen Lebensunterhalt ver- Zeit vor seinem Tobe würbe Henri Cewarb ganz bienend Als er zufällig einmal einem Stiergefecht zufällig einmal interviewt. Als man ihn fragte, als Zuschauer beiwohnte, sah er, wie ber kämtüende welches menschlich und beruflich seine trübsten Matador sich in höchster Lebensgefahr befand: da Stunden gewesen seien, da gestand er offen daß sprang er über die Schranken und kam dem Bedas im Jahre 1929 war, als ber englische König. brohten zu Hilfe. Dieser Matador habe seinem Net-
ter dadurch seinen Dank abgestattet, daß er ihn in der Kunst des Stierfechtens unterrichtete. Als einziger Stierkämpfer österreichischer Nationalität sei er unter einem spanischen Decknamen nach mehrjähriger Abwesenheit wieder in feine Vaterstadt zurück- gekehrt. Dort erwachte wieder seine Liebe zu seiner früheren Braut, die sich inzwischen noch nicht vermählt hatte, aber von einem sehr vermögenden Kaufmann umworben wurde. Da das Mädchen ihre Liebe wieder dem Jugendfreunde zuwandte, versuchte ihr Bewerber sie zu kompromittieren, indem er ihr eine goldene Zigarettendose entwendete und behauptete, sie sei ihm von ihr als Gunstbeweis geschenkt worden. Don Armando, dem dieser Streich izu Ohren kam stellte den Nebenbuhler und eroberte bie Zigarettenbose mit solcher Entschiebenheit für ' seine Braut zurück, baß bem Intriganten babei bas Nasenbein zerschlagen wurde. Nachdem die Richter diese verwickelte Liebesgeschichte gehört hatten, beschlossen sie die Einstellung des Verfahrens. Wenn nicht neue Widerstände auftauchen, wird Don Armando nun endlich feine Braut afe Gattin heimführen können.
Kunst und Wissenschaft.
Oer Nobelpreisträger Prof. Epewann.
Wie bereits gemeldet, ist ber biesjährige N o - beipreis f ii r Mebizin bem beutschen Gelehrten Professor Hans S p e m a n n an ber Universität Freiburg zuerkannt worben, ber sich schon seit
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'M
(Scherl-Bilberbienst-M.)
langem durch feine entwicklunas-psychologischen Arbeiten einen Namen gemacht hat.
Professor S p e m a n n wirkt seit bem 1. April 1919 in Freiburg. Er ftubierte in Heibelbery und München und arbeitete dann in Würzburg bei Professor Broveri als Assistent. Seine erste Professur erhielt er 1908 in R o st o ck, wo er bis
1914 Zoologie lehrte. Dann bekam Spemann einen Rus als zweiter Direktor an bas Kaiser-Wil« helm-Jnstitut in Dahlem, von wo aus er 1918 nach Freiburg berufen würbe
In ber Urfunbe über bie Verleihung bes Nobelpreises heißt es, baß biefe hohe Auszeichnung bem Gntberfer bes Organisators währenb ber embryonalen Entwicklung gelte. Professor Spemann machte barüber einem Mitglieb ber Schriftleitung bes „Führers" folgenbe Mitteilung:
Diese Arbeiten beschäftigen mich nun schon feit 30 Jahren. Durch meine Forschungstötigkeit habe ich feftgefteüt, daß es im roerbenben Organismus Kerne gibt, bie bie anberen Teile in ihrem Werben bestimmen. Diese Kerne habe ich bann embryonale Organisatoren genannt. Meine Arbeiten habe ich in ihrem ausschlaggebenben Stadium zusammen mit meinen Schülern am Zoologischen Institut der Universität Freiburg fortgesetzt unb zu bem Enbe geführt, baß jetzt feine Krönung burch biefe hohe Auszeichnung erfuhr, über bie ich mich ganz be- fonbers freue, weil sie zugleich eine Anerkennung für meine liebe Universität Freiburg ist.
♦
Professor Spemann begibt sich wahrscheinlich im Dezember nach Stockholm, um ber Einladung ber bärtigen Universität zu folgen unb persönlich brfe für ihn unb bamit ganz Deutschland) unb seine Wissenschaft so hohe Auszeichnung bes Nobelpreises in Empfang zu nehmen.
Aus alter Wett.
Autobus bei Algier ins THeer gestürzt.
Ein folgenschweres Verkehrsunalück ereignete sich bei Dschibschelli unweit von zllgier. Ein Autobus ber Strecke Algier—Dschibschelli stürzte bet ben Dünen von Mansuriah aus 30 m Höhe, anschei- nenb infolge Versagens ber Steuerung, ins Meer. Straßenarbeiter eilten herbei unb leisteten bie erste Hilfe. Alle Fahrgäste bes vollbesetzten Autobusses konnten geborgen werben, aber 34 waren verletzt, barunter acht sehr schwer bzw. hoffnungslos.
Italienisches Auto in eine Schlucht gestürzt.
In ber Nähe bes Ortes Brez im Nonstal in der Provinz Trient machte ein Arbeiter die Feststellung, daß dort ein Kraftwagen in eine Schlucht adge stürzt fein mußte, in deren Tiefe ein Wildbach dahinbraust. Die Nachforschungen ergaben, daß in ben Nachtstunben ein mit drei Carabinieri und zwei anderen Personen besetzter Kraftwagen, anscheinend infolge eines Achsenbruches, über die Straßenböschung geschleudert wurde und in die Schlucht gestürzt war, wobei sämtliche Insassen bes Fahrzeuges ben Tod fanben.
Die Panzerschiffe „Deutschland" und „Admiral Scheer" in Funchal.
Die beiden Panzerschiffe „Deutschland" und „Admiral Scheer", die unter bem Kommanbv bes Befehlshabers ber Linienschiffe, Konteradmiral Carls zu einer Erprobungsfahrt in den Atlantik ausgelaufen waren, haben vor Funchal auf Madeira geankert,
Explosionsunglück in einer italienischen Pulverfabrik.
In der Patronenabteilung ber italienischen Pulverfabrik in Leccio ereignete sich ein Erplo - sionsunglück. Ein amtlicher Bericht spricht von drei Toten unb mehreren Verletzten.
Wir haben uns verlobt
3lfe Weiß
Dr. Wilhelm Schneider
Assist, am Zahnärztl Institut der Univ. Marburg
Gießen, Großen-Äufeck, Schloßstr. tg
Friedrichstr.lZ Marburg, Deutschhausstr. 21 26. Oktober 1935
04581
Die deutsche Ehe schlossen:
Gustav Nohibach
Hilde Rohrbach, geb. Mainzer
Gießen (Wernerwall 47), im Gllbhart 1935
04570
Am Sonntag alle auf den Gleiberg!
Der Reichsiuriftenführer
spricht am Sonntag, dem 27.Lktober, nachm. 4.30 Uhr, auf dem Gleiberg anläßlich der (Eröffnung des 3. Jührerschu- lungslagers des National - Soz. Deutschen Juristenbundes. 6150!
Alle Volksgenossen find herzlichst eingeladen.
8. N. S. D. J„ Bezirk Oberhessen.
AeichMMerMdmeichen
Ortsgruppe Gießen
Sonntag, den 27.Cftobcr 1935, nachmittags 4 Uhr im Katholischen VereinShans:
Großkundgebung
Thema: 61S3d
in MM Ott Slaöerteldira aoö feine Betentung (.«.nationalen Staat Alle Volksgenossen find eingeladen, Eintritt frei!
Familien- Drucksachen Verlobungsanxelgen
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bei BrOhl.SchulstraBe7 e-burtamzeigen
Ludwig Stroh Anni Stroh, geb. Rohrbach
Vermählte
Gießen, Katharinengaffe 15, den 26. Oktober 1935
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im Deutschen VolksbUdunggwerk, Kreis Gießen 1. VORTRAGSABEND
Mittwoch, 30. Oktober, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula
LICHTBILDER-VORTRAG von Studlenrat Wettenberg, Teilnehmer der Frobenlns*
Expedition 1936
Im Süden Abessiniens
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amtliche Piatse sind an diesem Abend unnumeriert. Die Mitglieder des Goethe-Bundes weiden gebeten, ihre neuen Ausweiskarten bei Challier geg<m Einzahlung der 1. Beitragsrate von Mk. 5 umgehend einzulösen falls dies noch nicht duich den Kassen- boten erfolgt ist.___________________________ 61Mp
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1. Berichte der Sportwarte. 2. Rechnungslegung und
, Entlastung des Rechners.
3. Wahl des Vereinsführers. 4. Verschiedenes.
Der Vereinsführer.
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Sonntag, den 27. Oktober 6212d BrogesWiozerleti verb.mit Rekrutenabschiedsfeier.
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