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Wirtschaft

LubiläumsverkäufeundLubiläumspreise

lich übertroffen.

*

Hattet Marktdisziplin?

Ein Mahnruf an deutsche Hausfrauen.

Verantwortungsgefühl deinem Volk gegenüber

?L eine sparZ » in Erfassung und Der- wohl im Auge hat. wird sparsam sein und einerg roertuna der Nahrungsmittel des deutschen Volkes, übergehende Verknappung einzelner Lebensmittel Dein Bestreben muß es sein, dich den jeweiligen | nicht durch eigennütziges Streben verschärfen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. N.

Ätrlin

Jronffurt a. M

24 9-

96,25

113

113,25

Banknoten.

152,5

5 o.H

ichsbankdiskont 4 v. $)..

Sie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt besch

o

10

5 «

4

7 7

Schluß« fure

100,5

96,9

102

109,9

100,25

96,4

100

100,5

96,75

101

109,5

100,2

96

96,4

100

92

100,65

96,9

101

109,9

100,75

100,5

96,75

99,75

109,4

100,3

. 0 . 6

. 6

148,65 234 103 113 105

52.75

105,4

109

80

95,5 144

25,5

149

104,5

113

104

92

104

52,9

105

108,5

80

126,9

95,5

144

79,5

25,9

282 173,5 152,5

28,65

208

63,28

80,90

33,71

100,13

97

97

107,3

38,4 143,75 108,25

131,5

101,5

122,75

137

124

119

170

127,25

100

105,5

112,25

93,4

126,5

90,25

85,5

6 9,05 5,15 39,4

15 27,4 16,75

76,9 111,5 87,75

87,75 87,75 172,5

0,682

42,09

0,141

3,053

54,83

46,92

12,285

5,41

16.415

167,57

20,34 0,720

5,666

61,66

49,05

11,13

63,31

80,92

33,99

10,29

2,489

113,4

96,25

100

100,25

97

97

107,3

A.E.G. Betula

149,25

236

104,5

112

104,25

91

114,75

132

Für UNS ist es heute eine bittere Notwendigkeit, mit Erzeugnissen deutscher Scholle so sparsam und haushälterisch umzugehen, wie irgendmoglich, um das Ziel der Selbstversorgung auf eige­ne m B o d e n und das große Ziel der B e s e i t i' gung der Arbeitslosigkeit zu erreichen.

Die Zeiten sind vorüber, wo es nicht darauf ankam. ob auch wirklich alles restlos verwendet wurde. Sparsamkeit in der Erfassung und Ver­wertung der eigenen Erzeugnisse wäre für uns alle schon früher von größtem Nutzen gewesen.

Manche Devisen, die wir unnütz durch falsche Le» bensmittelpolitik dem Ausland geben mußten hat­ten uns, richtig verwendet, Rohstoffe gebracht, ourd) die so und so viele Arbeiter wieder in den-Wirt­schaftsprozeß eingespannt worden wären. Nachträg­lich zu klagen, ist wertlos! Jetzt heißt es besser machen.

Der Ruf der Erzeugungsschlacht stellte die For­derung: Erzeuge mehr aus deinem Boden und verwende das Erzeugte sparsamer! Deutsche Hausfrau, der deutsche Bauer tut seine Schul­digkeit. jetzt erfülle du die zweite Mahnung.

Händlerin gelingen. Dabei muß für die Zulassung von Jubiläumsverkäufen im Regelfälle das lang» jährige Bestehen des Geschäfts in dem Geschäfts» zweig der Gründung entscheidend bleiben.

Zu Zweifelsfragen über die Preisgestaltung bet Jubiläumsverkäufen erklärt Ministerialrat Gott- schick, daß in diesen ja nur kurz bemessenen Der» anstaltungen zweifellos Preisoergünstigungen ge» währt werden dürfen, die den Rahmen des sonst üblichen übersteigen. Die Preisverbilllgung im Ju» biläumsverkauf dürfe nur nicht in der Form eines Rabatts angekündigt wekden. Die Ankündigung der für Jubiläumsverkäufe allgemein festgesetzten Preis- Vergünstigungen muß, wie das bei Saisonschluß- und Jnventurverkäufen auch geschieht, den tatsächlichen Preis unmittelbar zum Ausdruck bringen. Im übrigen sollte bei der Beurteilung der Preisverbllllgungen aus Anlaß von Jubiläumsverkäufen nicht kleinlich verfahren werden, denn man dürfe nicht übersehen, daß Veranstaltungen dieser Art nunmehr Selten- heitswert erlangt haben.

Marktverhältnissen anzupassen und nicht die Ver­knappung einzelner Bedarfsartikel durch Unoernunst herbeizusühren. Wer dies tut, handelt gegen sem Volk, schadet sich letzten Endes nur selber.

Hausfrau, überlege dir einmal: Früher führten wir in kurzsichtiger Weise Lebensmittel aus dem Auslande ein, ohne uns auf unsere eigenen Kräfte zu besinnen. Wir mußten hierfür Devisen hergeben, ohne zu bedenken, daß wir damit unserer übrigen Wirtschaft Devisen zur Beschaffung der lebensnot- wendigen Rohstoffe für die Industrie entzogen. Dein Mann mußte entlassen werden, da für ihn durch den Rohstoffmangel keine Arbeit mehr vor­handen war. hunger und Elend zog in deine Fa­milie ein. Das darf nicht mehr sein!

Die Arbeitsschlacht des deutschen Volkes muh siegreich zu Ende geführt werden, hier mußt du tatkräftig auch im kleinen mithelfen. Spar­samkeit in den kleinsten Dingen muß dein Be­streben sein. Sünden, wie sie früher vorgekom­men sind, daß täglich Lebensmittel verderbe« und in den Mülleimer wandern, sollten aus

2,457

42,04

54.74

12,26

16,385

167,48

19,54 61,«

Im Kleinen müssen wir anfangen! Die Marktord­nung des Reichsnährstandes gibt dir die Grundlage

für dich eine Unmöglichkeit fein.

Wer bei allen seinen Handlungen das Allgemein-

Grttzner 01

Mainkraftwerke Höchst 0.8L... 4

Süddeutscher Zucker ........ t|

112,65

96,5

100

100

97

97 107,3

27,5

8,95

8,5 8,75

10,25

1,4

8,9

8,75 8,75 10,4

8.9 8,65 8,75 10,5

100

97

97

107,3

28

1,4

8,95

8,7

8,8

10,5

>1 28 I 28,13 I 23 13 I

A 93,75 93,5 -

A 208 I 208 I 208,25 I

Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas .......

Daimler Motoren .... Deutsche Linoleum ... Örenstetn L Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. Thade ..............

Aecumulatoren-Fabrü Eonti-Gumml.......

Fwd. Die Anordnung des Reichswirtschaftsmini, sters über Sonderveranstaltungen vom 4. Juli 1935 brachte u. a. eine Neuregelung der Jubi­läum s v e r k ä u f e, sie bestimmte, daß Jubilaums- verkäufe des Einzelhandels nur noch zur Feier des Bestehens eines Geschäfts und nur noch nach Ab­lauf von jeweils 25 Jahren abgehalten werden dürfen. . ...

In einer Erläuterung zu dieser Anordnung weist Ministerrat Gottschick vom Reichswirtschaftsmi- nisterium darauf hin, daß die fünf- und zehniah- riqen Jubiläen- und vollends die sog. Geburts- tagsverkäufe somit künftig fortfallen. Neben wefent- lichen Verbesserungen des Schutzes vor unredlichen Wettbewerb feien jetzt auch wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Festigung der Lebensbedingungen des Einzelhandels getroffen worden, die künftig so­weit wirksam werden müssen, daß lOjähr. Bestehen des Einzelhandelsgeschäfts keine Besonderheit mehr ist. Selbst die Feier des 50jährigen Bestehens müsse nach und nach einer größeren Zahl von Einzel-

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Neichsanl. von 1984 t>y2°/o Voung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mtt

Auslos.-Rechten

4XU% Deutsche ReichSpostschadan» Weisungen von 1934, I.......

6% e$em.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rückzahlb. 102%)

4K% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

6H% ehem. Hess. LandeS-Hypo- thekenbank Darmstadt Lioui ...

4YX% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R.6 vberhessen Provinz-Anleihe

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An»

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpse. 15 unkündbar biS 1935

6%% ehem. 4Vi% Franks. Hhp.»

Bank-Ltau.-Pfandoriefe.......

8-4% ehem. 4-4% Rheinische

Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe

<%% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

4y.% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanst., Gold Komm. Obl.VI

Lteuergutich Verrechnungsk. 85-89

4% Oesterretchische Goldrente....

4.20% Oesterretchische StlberreMe 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente V. 1910 <yt% vesgl. von 1913 5% abgest. Goldmexikaner von 99

Oie Beschäftigung der Industrie im August.

Fwd. Die Beschäftigung der Industrie hat sich im August auf hohem Stand gehalten. Nach der Jn- dustrieberichterstottung des Statistischen Reichsamts ist die Zahl der beschäftigten Arbeiter und der ge­leisteten Arbeiterstunden leicht, nämlich um 0,2 vH. der Kapazität, gestiegen. Die durchschnittliche lag ich Arbeitszeit ist gleich geblieben, sie betragt 7/L Stun den. In den Produktionsguterinduftrien hat sich das Arbeitsoolumen im ganzen nicht verändert. Dem­gegenüber hat sich in den Jnvestitionsgu erindustrien ohne ausgeprägte Saisonbewegung der Auftrieb noch verstärkt. In den Derbrauchsguterindustrien hat sich die Beschäftigung nach der Sommerflaute tm ganzen wieder erhöht.

Günstiges Ergebnis der Frankfurter Meffe.

Fwd. Das Geschäft auf der Frankfurter Messe war in den Abteilungen Haus- und Kuchen- aeräte und Spielwaren am Montag und Dienstag weiter gut, während der Mittwoch als letzter Tag der Messe, wie üblich, ein etwas ruhigeres Geschäft brachte. Insgesamt war gegenüber dem Vorjahr eine Umsatz st eigerung von 30 bis 50 v. H. zu verzeichnen. In Spielwaren wurden sogar mehr als doppelt so hohe Umsätze als irn Vorfahr erzielt. Noch günstiger waren die Ergebnisse in der Abteilung Alu­miniumwaren. Diese Erfolge werden zum Teil auf höhere Durchschnittsergebnisse und auf die Erweite­rung des Marktes zurückgeführt. So war vor allem die Einkäuferzahl von der Mosel und von der Saar größer als im Vorjahre. Auch mit dem Auslande wurden Geschäfts getätigt, insbesondere mit Eng­land, Holland, Finnland und der Schweiz. Ein großer Teil der Aussteller erwartet über die tm Rahmen der Messe abgeschlossenen Geschäfte hinaus noch Nachbestellungen der Einkäufer. Insgesamt kann gesagt werden, daß bei den Einkäufen mehr Wert auf Qualität als auf Stapelware gelegt wurde.

Die Zufriedenheit der auf der Messe vertretenen Aussteller mit den erzielten Ergebnissen geht daraus hervor, daß schon weit über die Hälfte der Firmen ihre Beteiligung an der Frankfurter Frühjahrsmesse vom 21. bis 24. März 1936 zugesagt hat. Mit einer Gesamtbesucherzahl der Frankfurter Messe von rund 12 000 wurde das Vorjahresergebnis nicht unwesent-

Zellstoff Waldhof 109, süvd. Zucker 208 Reichsbahn- Vorzugsaktien 122,65, AG. für Verkehrswesen 77.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 25. Sept. Roggenangebot nicht knapp, aber auch nicht übermäßig. Für freien Roggen war keine Aufnahmewilligkeit da, Welzen hatte kaum Umsätze, da das Angebot offenbar bis Anfang nächsten Monats, der bekanntlich einen noch höheren Preis bringt, zurückgehalten wird. Der Mehlmarkt lag weiterhin ruhig. Auch für Futter- mittel war die Marktlage unverändert. Weizenkleie sehr knapp, dagegen Nachmehle noch reichlich an- ^'notierten (Getreide je T?nne alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 199 W 16 202, W19 206, W 20 208, Roggen R 12 162 R 15 165, R18 169, R19 171. Futtergerste und Hafer nicht notiert. Weizenmehl W 13 27 75 W16 28, W19 28, W 20 28,35, Roggenmehl R12 22,45, R 13 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50, Weizennachmehl 1710 bis 17,25, Weizenfuttermehl 13,50, Weizen» kleie W 13 10,65, W 16 10,80, W 1911, W20 11,10, Roggenkleie R12 9,95, R 15 10,15, R 18 R 19 10,50, Sojafchroi mit Monopolzuschlag 16,20, Palm» kuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30. Treber, Trockenschnitzel und Heu gestrichen. Welzen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2,40 bis 2,60. Tendenz ruhig. In Handelsklassenware fanden Abschlüsse nicht statt.

Anmerkung: Zu Weizen und Roggen: Groß­handelspreise der Mühlen der genannten Preisge» biete. Zu Weizen- und Roggenmehl: plus 50 Pf. Frachtausgleich. Zu Weizen- und Roggenklele: Muh- lenfestpreis ab Mühlenstation.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 26. Sept. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 21 Rinder (4 Ochsen, 3 Bullen, 3 Kühe, 11 Färsen), 683 Kälber, 204 Schafe, 233 Schweine. Es kosteten! Kälber 42 bis 68 Mark, Hämmel 36 bis 42, Schaf« 22 bis 38, Schweine 50 bis 54 Mark. Marktver- lauf: Kälber, Hämmel und Schafe langsam, Schwein« , | wurden zugeteilt.

Was die Maße des Schiffes betrifft, so rst be­kannt, daß seine größte L ä n g e 2 4 8 M e t e r und sein größter D u r ch m e f f r 4 1,2 Meter be - trägt. Die Stromlinienform, die man beimL. L. 129" erstmals gewählt hat, nimmt dem Schiff «was von der Schlankheit, die wir von früheren Schiffen kennen. Zwischen den vielen Hauptringen, Hilfsringen uni)' Längsträgern, die das Gerippe bilden, sind die 16 voneinander unabhängigen Gas- < zellen untergebracht. Sie haben ein Gefamtfassungs- j vermögen von 19 0 0 0 0 Kubikmeter Nenn- j gasvolumen, im Gegensatz von 105 000 Kubik- \ meter desGraf Zeppelin". Diese Zahlen beweisen, ; daßL. Z. 129" f a ft noch einmal s o groß ist wieGraf Zeppelin" und daß man ganz be- ; sondere Anforderungen an ihn stellt. Unter den verschiedenen Neuerungen, dieL. Z. 129" gegen- , über den bisherigen Derkehrslufffchiffen aufweisen wird, ist besonders die neuartige Anlage der Fahrgast räume au erwähnen. Während das LufffchiffGraf Zeppelin" im Anschluß an die Führergondel einen Hauptaufenthaltsraum, zwei kleinere Salons sowie Schlafkabinen mit insgesamt 24 Bettplätzen enthält, wirdL. Z. 129" zwei große Gruppen von Aufenthaltsräumen mit Wandelgängen und ferner 25 Schlaf­kabinen mit insgesamt 50 Bettplätzen erhalten. Auf den mehrtägigen Reisen, wie sie für ein so großes Luftschiff in Frage kommen, ist barmt einem bisher nicht zu verwirklichenden Wunsch der Fahr­gäste Rechnung getragen, der nach größerer Ge­räumigkeit und Bequemlichkeit, insbesondere der Tagesräume, ging. Weiter ist in diesem Schiff den Fahrgästen durch die Einrichtung einer Rauch- fabine die Möglichkeit gegeben, unterwegs zu rauchen.

Während beiGraf Zeppelin" die Fahraasträume auf einer Grundfläche von etwa insgesamt 100 Quadratmetern untergebracht waren, nehmen die Fahrgasträume beimL. Z. 129" eine Gesamtgrund- släche von 400 Quadratmetern ein, wovon etwa die Hälfte auf Tages- und Aufenthaltsräume entfallt. Die e Zahlen, die uns ein Bild von der Gröhe des neuesten Wunderwerkes deutschen Geistes und deut­scher Technik vermitteln, sind viel zu wenig bekannt. Ueber die Anordnung der Räume kann gesagt wer­den, daß sie in z w e i ü b e r e i n a n d e r l i e g e n - den Decks untergebracht sind. Ein oberes Haupt­deck enthält auf der einen Seite den großen Speisesaal, auf der anderen eine Halle, den Schreib- und Leseraum sowie Wandel­gänge mit langen Fensterfluchten. Die Entwürfe für die Ausstattung stammen von dem bekannten Berliner Innenarchitekten Professor F. A. Breu- h aus. Das kleinere Unterdeck enthält tne Neben­räume, ein Duschbad, das Schiffsbüro unb bie Rauchkabine. Ferner sind dort, den Fahrgästen nicht zugänglich, die Küche und die Meßräume für die Besatzung. Die Ausstattung der Raume ist zweckmäßig, ohne jeden Luxus. Sämtliche Raume erhalten künstliche Belüftung und eine Luftheizung. Die Beleuchtung ist elekttisch, ebenso die Heizungs­anlage für die Küche.

Die elektrische Zentrale befindet sich in einem gegen das Schiff sicher abgeschlossenen Raum im Mittelschiffsteil, wo sich zwei elektrische Genera- toren, die von je einem Dieselmotor angetrieben werden, befinden. Die Räume der Besatzung sind von denen der Passagiere völlig getrennt; sie be­finden sich über der Führergondel im Bug des Schiffes, während die Meßräume im V-Deck des Fahrgast-Raumabteils untergebracht sind. Die Gesamfftärke der Motoren betragt 4200 PS.

Wir zweifeln nicht daran, daß auch das neueste Schiff der Zeppelinwerft feine Probefahrten zur Zufriedenheit ausführt. Dann wird es der Welt von neuem beweisen, daß hier, im Herzen Europas, ein Volk sitzt, das stolz ist auf feine Leistungen, das die ganze Welt an diesen Leistungen teilnehmen lassen möchte.

*DerBrandschadenimAugust. Der Ver­band Privater Feuerversicherungsgesellschaften teilt u. a. mit: Obwohl die Anzahl der Schadensfälle gegenüber dem Vormonat von 17 201 auf 16 059 im August nicht unerheblich gesunken ist, weist die Scha- denssumme eine Steigerung um rund 40 v. H. auf. Die Gesamtschadenssumme ist von 5,40 Millionen im Juli auf 7,49 Millionen Reichsmark im August an- gewachsen.

* Regelung der Wollwirtschaft ab 1. Ott ober. Die Ueberwachungsstelle für Wolle und andere Tierhaare hat eine neue Anordnung W 17 erlassen. Durch diese Anordnung werden die allgemeinen Einkaufsgenehmigungen für wollene Spinnstoffe für die Zeit vom 1. Oktober 1935 bis 31. März 1936 geregelt. Die Regelung schließt sich im wesentlichen an das bis zum 30. September 1935 gültige Verfahren an. Zuwiderhandlungen gegen die Anordnung sind, wie bisher, unter Strafe gestellt.

Mein-Mainische Börse.

Mittagsbörse ruhig.

Frankfurt a. M., 25. Sept. Die Börse lag im großen und ganzen unverändert. Anfänglich waren noch einige Publikumsverkäufe zu erledigen, auf der anderen Seite erfolgten, besonders im Ver­laufe, in gewissem Umfange Meinungskäufe der Kulisse. So war die erste Kursentwicklung unein­heitlich, die Umsätze an sich recht klein. Im Ver­laufe traten Montanwerte hervor, wobei die Divi­dendenhoffnungen bei Hoesch anregten. Hoeschwerke fliegen auf 93,50 (91,75). Daneben gewannen Man­nesmann 1,13, Stahlverein 0,50, Harpener 0,25, Rheinstahl und Mansfeld unverändert, Klöckner noch 0,65 v. H. leichter. Chemiewerte leicht erholt, bis auf Metallgesellschaft, die 1 v. H verloren. IG. Farben 0,40, Scheideanstalt 1,50, Erdöl 0,25 v. H. fester. Elektrowerte bröckelten zumeist noch ab, so elektrische Lieferungen 0,75, RWE. 0,65, Siemens 0,90 v. H. Gut gehalten lagen AEG. und Gesfürel, Thür. Lieferung 1 v. H. fester. Maschinenwerte leicht befestigt, besonders Daimler um 1 v. H. Setter unverändert. Zement Heidelberg lagen 0,75, Deutsche Linoleum 0,75 v. H. höher. Aku um 0,50 o. H. er­holt. Schisfahrtswerte behauptet. Reichsbank um 1,75 v. H. noch niedriger.

Der Rentenmarkt lag allgemein bei allerdings geringen Umsätzen schwächer. Altbesitz gaben auf 109,50 (109,90) nach, auch sonstige Staatsrenten

etwas leichter. Pfandbriefe und Kommune-Obliga­tionen wieder angeboten und bis 0,25 v. H. schwa­cher. Auslandsrenten kaum verändert.

Im Verlaufe blieb die Börse gut gehalten, von den später notierten Werten verloren Bemberg 0,90, Waldhof 0,50, Deutscher Eisenhandel 2,40 o. H. Reichsbank erholten sich um 0,50 v. H., Rutaers verloren 1 v. H. Tagesgelb noch leicht, wieder 2,75 v. H., allerdings macht sich die Ultimo-Vorbereitung schon bemerkbar.

Abendbörse etwas freundlicher.

Die Abendbörse war für Aktien etwas freund­licher, wobei unter Hervorhebung des Montanmark­tes die Berliner Schlußkurse um teilweise 0,25 bis 50 v. H. überschritten wurden. Aku zunächst 5d (52,90), dann wieder 52,50. Scheideanstalt um 1,50 v. H., IG. Farben um 0,25 v. H., Stahlverein 0,25 v. H. freundlicher. Renten ruhig und kaum verän­dert. Für Dollarbonds bestand etwas Nachfrage, 6 v. H. zertifizierte Preußen 57,50. 3 Verlaufe hielt die freundliche Kursbewegung am Aktienmärkte an, Rheinstahl noch 0,50 v. H. erhöht. Reichsbahn- Vorzugsaktien 0,13 v. H. fester. Renten nif)ig, Alt­besitz 0,13 v. H. über Mittagsschluß. Guldenanleihe angeboten. Die Börse schloß gut gehalten.

Es notierten: Altbesitz 109,50, Der Stahlbonds 100,90, Farbenbonds 124,90, 4 v. H. Ungarn Gold 8,90, Lissabon Stadtanleihe 56, 4 v. H. Rumänen 5,15, 3,5 v. H. Schweizer Bundesbahn 1^4, zlbca 72,50, Commerzbank 87,75, DD.-Bank 87,75, Reichs- bant 172,50, Buderus 100,50, Harpener 112, Man- nesmann 85,75, H°e,ch 93,25, Rheinstahl 108, Stahl- verein 79,50, Aku 53 bis 52,75, AEG, 38,90, Bekula 143 50, IG. Chemie volle 165,50, do. 50prozentige 138,' Conti Gummi 152,50, Daimler 95,50, Schelde­anstalt 236, Deutsche Linoleum 144, Licht . & Kraft 132 IG. Farben 149,25, Feinmechanik Setter 80,25, Gesfürel 123,50, Goldschmidt 104,50, Holzmann 91, Junghans 83,50, Metallgesellschast 104,25, Moenus 83, RWE. 124, Schlickert 118,75, Siemens 169,50,

üleltr. Lieferungögelellschaft... 6 Licht und Kraft ...........Sy,

Feiten & Guilleaume O

Gesellsch.f.Elektr.Uaternehmung. 5

Gchlußl. Abmd- börle

25.9

. O 109

. O 80,5

. 7 -

. O 94

>. 6 142,75

0

.. o 25,5

O 279,5

, 12

.. 8| 152,5

Schluß« kurs

249

In diesem Jahre sind 35 Jahre verflossen, seit­dem zum erstenmal ein Zeppelin aufgestiegen ist. Damals staunten alle über diese Tat, doch wohl keinem ist die wirkliche Bedeutung der Luftschiff­fahrt zur Gewißheit geworden. Heute darf man ohne Ueberhebung sagen, daß sich der Zeppelin- Luftschiffverkehr durchgesetzt hat. Die Leistung des Gra-s Zeppelin", der bisher über eine Million Kilometer zurückgelegt hat, hat be­wiesen, daß man sich auf die deutsche Luftfahrt verlassen kann. Der neueL. Z. 129" wird erneut unter Beweis stellen, daß Deutschland ein Land der Leistung ist, das mit allen Völkern in friedlichem Wettbewerb arbeiten und alle Völker an den kul­turellen Errungenschaften dieser Leistungen teil­nehmen lassen möchte. Das deutsche Volk hat den Zeppelinbau in schlimmsten und schicksalvollsten Tagen durch seinen Opferwillen ermöglicht; es wird auch weiterhin mit Begeisterung von diesem Werk sprechen, das durch seine Mitarbeit zu dem ge­worden ist, was es heute ist: ein Pionier des Friedens und deutscher Wertarbeit.

P. Ruß.

Datum

4% deSgl. Serie II .............

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4y»%RumSn.vereinh.Rentev.1S1S 4% Rumänische vercinh. Rente .. 2y*% Anatolier ...............

Hamburg-Amerika-Pakei O Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........O

A.G. für BerkehrWesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Prtvat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................O

Dresdner Bank 0

Reichsbank ................' 12

g.«. Farben.Industri» 7|

GcheideanstaU......... 9

Goldschmidt ...... O'

RütgerSwerke .....4

Metallgeiellschaft............. 4|

Philipp Holz mann ...... Oj 91,25 I

Zementwerk Heidelberg ..... 6 113,75

Cementwerk Karlstadt.........4: 132 I

Schultheis Patzenhoser 4|

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. Ol 52

Bemberg.......... O 106,5

Rheinische Elektrizität ......

Rhein. Destf. Elektr. ......

Schurkert & (So.............

Siemen- & Hal-ke Lahmeyer&6o

Buderus

Deutsche Srdül Gelsenkirchen« Harpener.................

Hoesch EisenKbia^keuesfeu Ilse Bergbau Ilse Bergbau Genüsse......

Klocknerwerke ManneSmann-Röhre« .....

Ecdlußk. Mittag« börse

25 9

148,9

103,5

112,5

104,75 92,25

103

52

106

109

80,5

126

94,25

142,65

79,25

25,9

279,5

171

152,25

Frankfurt a. M. |

Berkin

Schluß« kur»

Schluß». Abend» börse

Schluß» furt

Schlußk. Mittag« börse

Datum

24 9

25 9

24.9-

25-9-

Mansfeld« Bergbau ..

.......

118

118

118,25

118

Kokswerke...........

.......6

113,13

114

Phönix Bergbau......

.......O

-

Rheinische Braunkohlen

.....12

215

218

215,5

213,5

Rheinstahl ...........

.....sy.

107 5

108

108

107,5

Bereinigte Stahlwerke.

.......0

77,75

79,5

78,25

79,25

Ötavi Minen ........

.......0

19

19

18,9

18,9

Kaliwerke Aschersleben.

.......5

130

130

130,75

Kaliwerke Westeregeln.

.......6

.....ty.

124,75

125

124,75

Kaliwerke Salzdetfurth

182

182 I 182,25

Frankfurt O.UL

Berlin

Schluß« kurs

Schlußk. Abmd­börse

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

24.9

25 9

24 9

25-9

24. September

25 September

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Amtliche Notierung

Geld | Brief__

Buenos Atre-

0,688

0,692

0,678

Brüssel.....

42,02

42,10

42,01

Rio de Jan. .

0,139

0,141

0,139

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

Kopenhagen.

54,52

54,62

54,73

Danzig.....

46,81

46,91

46,82

London .....

12.21

12,24

12,255

HeljingforS..

5,385

5,395

5,40

Paris ......

16,375

16,415

16,375

Holland ....

167,88

168,22

167,23

Italien.....

20,30

30,34

20,30

Japan ......

0,715

0,717

0,718

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

Oslo.....:

61,31

61,43

61,54

Wien.......

48,95

49,05

48,95

Lissabon....

11,07

11,09

11,11

<3,19

Stockholm...

62,95

63,07

80,91

Schweiz ....

80,75

80,76

Spanien....

33,93

33,99

10,29

33,93

Prag.......

10,27

10,27

Budapest ...

Neuyork ...

2,485

2,489

2,485

6,2

9,1

5

38,75

5,9

9,1

5,15

38,75

6,05

9,1

5,2

39

15

15

15,25

17

17

16,9

77

77

77

111,75

112,5

112,25

87,25

87,75

87,75

87,25

87,75

87,75

87,25

87,75

87,75

173,25

172,5

173,25

38

38,9

38,13

143,4

143,5

143,65

108,25

107,5

107,5

131,5

132

131,5

101,5

101,5

101,5

121,75

123,5

121,75

137

137,5

123,5

124

123,75

118

118,75

118

168,75

169,5

168,5

127

127

127,13

100

100,5

100

104,75

105

104,4

111,75

112

112,13

91,75

93,25

91,75

154,5

124,75

125

126

89,25

90

89,25

83,9

85,75

84,65

_________Berlin,25 September Amerikanische Not«..............

Geld

2,437

41,88

Dänische Noten .................

54,52

Englische Noten ................

12,22

Französische Noten ..............

16,325

Holländische Noten...............

166,82

Italienische Noten................

19,46

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

61,38

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

63,02

Schweizer Noten.................

80,58

Spanische Noten.................

33,57

Ungarische Not« .........