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Wirtschaft

Die

Herabsehung -er Roggenmehlpreise

m

ren

6

Preispolitik war die Festsetzung der Weizenmehl« preise, bei denen ein Ausgleich für die geringeren Roggenmehlpreise von vornherein einkalkuliert wer­den mußte. Wenn jetzt die Roggenmehlpreise zur Entlastung des Backgewerbes wesentlich gesenkt werden, so können die in der Roggenmüllerei ent^ stehenden Härten aus den Mitteln ausgeglichen werden, die auf Grund der entsprechend kalkulierten Weizenmehlpreise von den Weizenmühlen in Form der Weizenausgleichsabgabe aufgebracht werden.

In einigen begrenzten Gebieten find die Rog­genbrotpreise so niedrig, daß auch nach der neuesten Senkung der Roggenmehlpreise untrag­bare härten für das Vackgewerbe bestehen blei­ben. hier wird in dem wesentlich verringerten Umfang und nach verfeinerten Methoden die Väckerausgleichskasse weiter tätig sein.

Fwd. Die Hauptvereinigung der Deutschen Ge­treidewirtschaft hat mit Zustimmung des Reichs­und Preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft eine Aenderung der Roggen-

e h l p r e i s e angeordnet.

Der zur Zeit gültige Roggenmehlpreis wird zunächst auf den Preisstand der Zeit vom 15. August bis zum 30. September 1935 zurück-

Kampfflieger. Hörfolge von Dr. F. Wenzel. 11.45: Sozialdienst. 12:Buntes Wochenende." 13: Nach­richten. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Gasparone". Ein Melodienreigen aus Millöckers Operette. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei zwischen Zwei und Drei. 15: Wirtschaftsbericht. Fachleute beraten den Kleingärtner. 15.15: HJ.-Funk. Der Feldkornett erzählt! Eine Hörfolge. 16: Der frohe Samstagnachmittag des Reichssenders Köln. 18: Burg Nideck ist im Elsaß..." 18.20: Stegreif« sendung. 18.30: Wir schalten ein! Das Mikrophon unterwegs. 18.40: Die Wochenschau des Zeitfunks. 19: Militärmusik. 20: Nachrichten. 20.10: Ruf der Jugend. 20.15: Der Zigeunerbaron. Operette von Johann Strauß. 22: Nachrichten.

Von Alarm bis Zapfenstreich

Kleines Lexikon militärischer Ausdrücke und Begriffe.

geführt. Diese Verbilligung wird jedoch noch wesentlich verstärkt durch die Bestimmung, daß dieser Preis bis auf weiteres auch für die nächsten Monate unverändert bleibt.

In diesem Getreidewirtschaftsjahr fallen die mo­natlichen Zuschläge (Reports) bis auf weiteres weg, so daß die Preissenkung im Laufe des Wirtschafts­jahres immer größer wird. Die Herabsetzung der Roggenmehlpreise ermöglicht, auch ferner * den Roggenbrotpreis unverändert zu lassen. Die Stabilisierung des Brotpreises ist keine leichte Aufgabe. Während auf der einen Seite die Mil­lionen der Brotverbraucher heute noch gegen jede Verteuerung des Brotpreises, auch wenn sie kal­kulatorisch noch so gut begründet wäre, unbedingt geschützt werden müssen, kann das Backgewerbe in vielen Orten und Bezirken Deutschlands den Nach­weis erbringen, daß

der gültige Brotpreis mit den Unkosten kaum in Einklang steht.

Die Marktordnung des Reichsnährstandes auf dem Gebiete der Getreidewirtschaft hat gerade hier eine Unordnung übernehmen müssen, die nur etappen­weise und mit dem Einsatz eines ganzen Systems wohlüberlegter Maßnahmen zu beseitigen ist. Bis­her konnten die gröbsten Schwierigkeiten aus dem niedrigen Brotpreis in einigen, immerhin nicht kleinen Bezirken Deutschlands durch die Bäckeraus­gleichskasse gemildert werden. Dieses Verfahren hat sich jedoch in mancher Hinsicht nicht als das Beste erwiesen. Darum ist man jetzt dazu über­gegangen,

den Ausgleich zwischen dem nun einmal unver­änderlichen Vrotpreis und den tatsächlichen Herstellungskosten statt, wie bisher,'im Back­gewerbe, jetzt im Älühlensektor vorzunehmen.

Diese Maßnahme wurde von langer Hand vor­bereitet. Bereits bei der Festsetzung der Roggen- und Weizenerzeugerpreise wurde darauf Rücksicht genommen, daß ein billiges Roggenbrot auch einen entsprechenden Getreidepreis zur Voraussetzung hat. Der nächste Schritt im Sinne dieser Roggenbrot-

Rundfunkprogramm

Samstag, 26. Oktober.

Buderussche Eisenwerke, Wetzlar.

Gesellschaft beruft auf den 19.November eine außerordentliche Generalversammlung nach Frank­furt a. M. ein, in der über die schon gemeldete Uebertragung des Vermögens des Hessen-Nassaui­schen Hüttenvereins G. m. b. h., Biedenkopf - Lud- wigshütte, auf die Buderusschen Eisenwerke be­schlossen werden soll. Außerdem stehen Wahlen zum Aufsichtsrat auf der Tagesordnung.

Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9: Nachrichten. 10.15 bis 10.45: Schulfunk:Deutsche Fliegerhel­den". Oswald Boelcke, der Lehrmeister der deutschen

Natürlich muß darüber grundsätzliche Klarheit be« stehen, daß das mancherorts bestehende Mißverhält­nis zwischen dem Brotpreis und den Erzeugungs- kosten im Backgewerbe nicht allein von der Getreide­wirtschaft her in Ordnung gebracht werden kann. Neben dem Roggenmehlpreis spielen in der Un- kostenberechnung des Brotpreises schließlich noch andere, nicht minder große Unkostenposten eine bis- weilen ausschlaggebende Rolle, so daß eine gründ­liche Entlastung des Backgewerbes noch von ande- Seiten der Ergänzung bedarf.

nach kam, wollte Augsburg nicht nachstehen und setzte den Ehrensalut auch auf 101 Schuß fest. So blieb dieser Salut Sitte.

Zapfen st reich. Ursprünglich war hierunter nichts anderes zu verstehen, als der Streich auf den Zapfen eines Fasses, wodurch das Spundloch so fest verschlossen wurde, daß nichts mehr heraus­laufen konnte. In übertragenem Sinne wurde damit angedeutet, daß den Soldaten kein Bier mehr zu geben fei und daß sie in ihre Kasernen heimzukeh­ren hätten. Aus dem Zapfenstreich wurde später der Trommelschlag. Soldaten- und Volkshumor schuf verschiedene Sprüche zum TakteDie Franzosen haben das Geld gestohlen, der Deutsche muß es wiederholen. Geduld, Geduld, Geduld!" Oder in Oesterreich:Drei lederne Strümps, zwei und drei macht fünf, wenn ich einen verlier, hab ich doch noch vier." O. G. F o e r st er.

Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

1206: Bekanntmachung KP 47 der Ueberwachungs- stelle sür unedle Metalle, betr. Kurspreise.

1207: Frachtermäßigung für Pappe und Papp­waren im Durchfuhrausnahmetarif.

1208: Lettische Einfuhranträge für das 1. Viertel­jahr 1936.

1209: Beschränkung des Verbrauchs von Lötzinn mit einem Zinngehalt über 10 bis 40 v. H. auf ein Mindestmaß, statt dessen Verwendung von Lötzinn mit einem Zinngehalt bis zu 10 v. H.

Rhein-Mainische Börse.

VUttagsbörse anfangs freundlicher, lm Verlaufe nachgebend.

Frankfurt a. M., 24.Okt. Die Börse lag wiederum recht ruhig. Besondere Anregungen waren nicht vorhanden. Immerhin war nach den letzttägigen Abschwächungen zu Beginn auf Grund vorliegender geringer Kaufaufträge die Haltung am Aktien­markt überwiegend freundlicher. JG.-Farben um 0,40 v. H. fester. Scheideanstalt paßten sich ziemlich verspätet der Kursbewegung in der letzten Zeit an und gaben 5 v. H. nach, sie waren in den letzten Wochen kaum verändert. Elektrowerte durchschnitt­lich 0,50 anfangs höher, so Schuckert, RWE. und Licht & Kraft, AEG. 0,65 v. H. höher. Ziemlich freundlich lag bei allerdings geringen Umsätzen der Montanmarkt. Auch hier gewannen Stahlverein, Rheinstahl und Harpener bis 0,50 v. H. Hoeschwerke allerdings 0,25 v. H. leichter. Maschinenwerte ohne Anregung, meist aber gut gehaltem Zellstoffwerte bröckelten eine Kleinigkeit ab, so Waldhof um 0,25, während Aschaffenburger noch 0,50 v. H. höher ein­setzten. Bau- und Zementwerke ebenfalls etwas freundlicher, desgleichen Verkehrswege, es gewan­nen Holzmann 0,50, Zement Heidelberg 0,25. Schiff­fahrtsaktien behauptet. Sonst lagen Westdeutsche Kaufhof um 1, Süddeutsche Zucker um 0.13 v. H. fester, Aku konnten sich um 0,25 v. H. erhöhen, wäh­rend Bemberg 1 v. H. verloren.

Am Rentenmarkt waren deutsche Staats­anleihen sehr gut gehalten. Es werden fortgesetzt Tauschoperationen von Aktien in Renten beobachtet. Von Auslandrenten Mexikaner wiederum eher an­geboten, dagegen Ungarn leicht anziehend. Ungarn Gold 9,25 (9,10).

Infolge der ausgeprägten Geschäftsstille gaben die Aktienkurse in der zweiten Börsenstunde überwie­gend um 0,25 bis 0 50 v. H. nach. JG.-Farben er­mäßigten sich auf 147.65 nach 148,40 und Scheide­anstalt auf 224 nach 225.

Am Rentenmarkt traten keine Veränderungen von Belang ein. Pfandbriefe und Stadtanleihen notier­ten bei kleinen Umsätzen zumeist unverändert. Von Industrie-Obligationen zogen 6prozentige Hoesch auf 102,50 (101,90) an. Am Auslandrentenmarkt war das Geschäft etwas lebhafter, speziell^ in Ungarn. Goldrente bis 9,50 nach 9,25, ferner zogen Mexi­kaner etwas an, auch Anatolier lagen mit 38,25 etwas höher.

Abendbörse behauptet.

An der Abendbörse war das Geschäft sehr klein. Die Kurse lagen im allgemeinen auf dem Mittags­stand behauptet. Soweit Abweichungen gegen den

der RedensartJemand in die Parade fahren", d. h. seine Bereitschaft und Abwehr zu zerstören.

Salut. Der Brauch des Salutschießens ist schon im frühen Mittelalter bekannt. Doch soll die Festsetzung des Saluts für den Landesherrscher auf 101 Kanonenschuß auf einen geschichtlichen Irr­tum zurückgehen. Um 1500 zog Kaiser Maximilian 1. nach einem siegreichen Feldzug in Augsburg ein. Ihm Ehren wurden 100 Kanonenschüsse abgefeuert. Der Konstablermeister glaubte jedoch, sich verzählt zu haben und ließ zur Sicherheit ein Geschütz noch­mals feuern. Nürnberg, wohin der Kaiser bald da­

gehörige dieses fahnenflüchtigen Regimentes aufzu­hängen sei, sobald er Gefangenschaft falle. Die Holländer aber lachten über diese Drohung und teilten dem Herzog mit, sie würden, um ihm das Geschäft des Hängens zu erleichtern, von nun an selbst Strick und Nagel um die Schultern tragen. Das geschah auch, und da sich gerade dieses Regi­ment mit vorbildlicher Tapferkeit schlug, wurden seine seltsamen Abzeichen Symbole des Helden­mutes. Aus dem hänfenen Strick und den Eisen­nägeln wurden allmählich seidene und goldene oder silberne Stifte, die auf der Brust und den Achseln getragen wurden. So entstanden die ersten Achsel­stücke, später Epauletten genannt (von dpaule

verein 81,50, Aku 55,50, Bekula 140,75, Conti Gummi 156,75, Deutsche Linoleum 143,65, Licht & Kraft 130, IG. Farben 147,40, Gesfürel 122, Holz« mann 89,50, Schuckert 118, Südd. Zucker 210,50, Löwenbräu München 199.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 24. Okt Auftrieb: 94 Rin- der (gegen 57 am letzten Donnerstagmarkt), bar- unter 23 Ochsen, 6 Bullen, 43 Kühe und 22 Fär« sen. Zum Schlachthof direkt: 2 Kühe, 654 (612) Kälber, 221 (223) Schafe, 142 (127) Schweine. No- fiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber andere a) 72 bis76 (am 17. Oktober 71 bis 74), b) 66 bis 71 (65 bis 70), c) 60 bis 65 (60 bis 64), d) 52 bis 59 (52 bis 59), Lämmer und Hammel

b2) 47 (45), c) 45 bis 46 (43 bis 44), d) 42 bis 44

(40 bis 42), Schafe e) 40 bis 42 (41 bis 43),f) 36

bis 38 (36 bis 40), g) 25 bis 34 (27 bis 35),

Schweine a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (51). Marktoerlauf: Kälber rege, ausverkauft-, Hämmel und Schafe lebhaft, ausver­kauft. Schweine wurden zugeteilt. Ueberstand: 10 Rinder, davon 1 Ochse, 9 Kühe.

Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 1084 Viertel Rindfleisch, 164 ganze Kälber, 21 ganze Hämmel, 356 halbe Schweine, 2 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76, Bullenfleisch b) 74 bis 78 (am 21. Oktober 74 bis 80), Kuhfleisch b) 68 bis 74 (62 bis 68), c) 58 bis 68 (52 bis 62), Färsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76, Kalbfleisch b) 84 bis 94 (78 bis 88), c) 74 bis 84 (70 bis 78), Hammelfleisch b) 87 bis 90, Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren: roher Speck unter 7 Zentimeter 77 bis 80, Flomen 76 bis 80. Marktverlauf: mittel­mäßig.

Schweinemarkt in Friedberg.

LPD Friedberg, 24. Okt. Auf dem heutigen Friedberger Schweinemarkt wurden bei einem Auf­trieb von 370 Jungtieren folgende Preise erzielt: Bis 6 Wochen alte Ferkel 1215 RM., 68 Wo- chen 1520 RM., 812 Wochen 2030 RM. Das Geschäft war sehr lebhaft; es verblieb nur geringer Ueberstand.

Schulter).

Gamaschen. Während des Siebenjährigen Krieges besetzte General Fouque mit seinem Grena­dierbataillon die mährische Stadt Kremsier. Auf den Stadtmauern patrouillierten die preußischen Schild­wachen. Ein Pfarrer, den das Werda-Rufen in seiner Nachtruhe störte, verkleidete sich als Teufel und erschien so einem Grenadier, um ihn zu ver­treiben. Doch der Soldat ergriff den mit Hörnern, Klauen und Gabel ausgerüstetenTeufel" und führte ihn zum General. Fouqus betrachtete den unglücklichen Pfarrer; da fiel ihm seine seltsame Fußbekleidung auf: schwarze Strümpfe, die der Pfarrer an der Seite ausgeschnitten, oberhalb der Schuhe über das Bein gezogen und dann zugebun­den hatte. Das gefiel dem General, denn er hatte schon lange darüber nachgedacht, wie er seinen Gre­nadieren, die in ihrer Fußbekleidung sehr herunter­gekommen waren, eine neue warme Bekleidung verschaffen könnte. In den Teufelsgamaschen er­kannte er eine gute Lösung. Er ließ die Kosten zur Anschaffung schwarzwollener Gamaschen für sein Bataillon berechnen. Diese Summe wurde von der Geistlichkeit als Löse- und Bußgeld bezahlt, und die Grenadiere erhielten ihre Gamaschen. Friedrich II. soll Fouquss Gamaschen dann sehr praktisch gefunden haben und führte sie für die ganze Armee ein.

Husaren. Sie gingen hervor aus der natw- nalen Reitertruppe Ungarns. 1458 befahl Matthias Corvinus, daß in jedem ungarischen Dorf auf je 20 Häuser (husz 20) ein bewaffneter Reiter dem Heere gestellt würde. Die Husaren waren ursprüng­lich gepanzert und mit Lanze und Säbel bewaff­net. Erst im 16. Jahrhundert entwickelte sich aus ihnen die leichte Reiterei in ungarischer National­tracht (Dolman und Pelz). In Preußen richtete Friedrich Wilhelm I. 1721 das erste Husarenkorps bei einem Dragonerregiment ein.

Infanterie. Die Infantin von Spanien, Isa- bella Eugenia, Tochter Philipps II., war eine krie­gerische Fürstin. Sie stellte großzügige neue Plane auf, nach denen das Fußvolk der spanischen Armee reorganisiert wurde. Ihr zu Ehren erhielt es dann die Bezeichnung Infanterie.

Parade. Die Sitte, Paraden abzuhalten, kam im 17. Jahrhundert auf und diente zunächst nur dem Zwecke, das in den Krieg ziehende Heer zu besichtigen und festzustellen, ob es befriedigend ge­rüstet und bereit sei (von paratus gerüstet, be­reit, parat!). Die gleiche Bedeutung liegt auch in

Berliner Schluß eintraten, handelte es sich um nur geringprozentige Veränderungen. Sehr schwach la­gen aber weiterhin Scheideanstalt; eine Notiz kam nicht zustande, die Taxe stellte sich auf 215 Geld 220 Brief (224). Etwas Geschäft hatten Kunstseide Aku zu 55,50 (55,40). IG. Farben lagen mit 147,40 (147,25) voll behauptet. Deutsche Renten lagen sehr still und unverändert. Am Auslands­rentenmarkt zeigte sich etwas mehr Interesse. So für Mexikaner, Ungarn und Warschau-Wiener; letz­tere wurden mit 10,75 umgesetzt. Ferner erhöhten sich 3,5proz. Schweiz. Bundesbahn auf 180 (179) und 3,5proz. Gotthardbahn auf 170 (169).

U. a. notierten: Altbesitz 112,60, Schutzgebiets­anleihen 10,20, IG. Farben-Bonds 123, Reichs­bahn - Vorzugsaktien 122,65. 4,5proz. Ungarn v. 1914 9,60, 4,5proz. Goldrumänen 8,50, 4proz. Rumänen 4,90, 5proz. innere Mexikaner 4,90, 3,5- proz. Schweizer Bundesbahn 180, 3,5proz. Gott­hardbahn 170, Adca 74,50, Commerzbank 85,25, DD.-Bank 85, Frankfurter Hypotheken-Bank 92, Harpener 110,25, Klöcknerwerke 90, Mannesmann 83,25, Rheinstahl 105,75, Laurahütte 20,25, Stahl-

wendet. .

Epauletten. Im Niederländischen Freiheits­kriege ging ein spanisches Regiment, das fast aus­schließlich aus Holländern bestand, zu den nieder­ländischen Freiheitskriegern über. Der Herzog Alba befahl in feinem Zorn hierüber, daß jeder An­gehörige dieses fahnenflüchtigen Regimentes aufzu- bänaen fei. sobald er Gefangenschaft falle. Die

Alarm. In Deutschland ist dies Wort nicht erst kn 16. Jahrhundert aus dem italienischen allarme izu den Waffen) entstanden. Schon die Landsknechte schlugenLerman" beim Nahen des Feindes. Und in einem alten niedersächsischen Lied heißt es: Hermen (Irmin), slaa Lermen/mit Pipen und Drummen (Trommeln)/de Kaiser (Karl!) will kum- men!" Aus der Bedeutungsgleichheit des deutschen Wortes Lärm und des italienischen allarme ent­stand im 17. Jahrhundert die Bezeichnung Alarm.

Bajonett. In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde in der französischen Armee eine neuartige Waffe für den Nahkampf eingeführt. Es war em kurzer Spieß, der auf die Flinte gesetzt werden konnte und als Stichwaffe diente. Hergestellt wur­den dieseFlintenspiehe" in der südfranzösischen Stadt Bayonne, die ihnen auch den Namen aab.

Dragoner. Im 17. Jahrhundert wurde es Brauch, Arkebusiere, die nicht mit Lanzen und Schwert, sondern nur mit Feuerwaffen ausgerüstet wurden, beritten zu machen und durch diese be­rittene Infanterie den Kampf eröffnen zu lassen. Die Feuerwaffen dieser Reiter bestanden anfangs aus einem Feuerrohr und zwei Pistolen. Das Ge­wehr trug als Verzierung einen Drachenkopf. Hier­nach nannte man die Truppe Dragoner (von dragon = Drachen). Erst unter Friedrich dem Großen wur­den die Dragoner ausschließlich als Kavallerie oer-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

ftranfhirt 0.2)1.

Berlin

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Datum

Datum

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110,25

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129 122,25 118,75 167,25 130,75

Rheinische Elektrizität Rhein. Wests. Elektr. Schuckert L Co.......

SiemensL Halske... Lahmeyer & Co.....

Buderus

Deutsche Erdöl Gelsenkirchener

100,13

98

102

ManSselder Bergbau .. Kokswerke..........

Phönix Bergbau Rheinische Braunkohlen Rheinstahl ...........

Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........

Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth

100,13

98

102,13

Gritzner

Mainkraftwerke Höchst a.DL« Süddeutscher Zucker

94 143,65

103,25 55,4

106 111

79

127,25

94

143,5 79,5

24,65 295 172

156,75

110,25

93

110,25

92,5

160

125,75

90

83,25

37 140,75 110 130,25

104 122,5 129,75 122

118 166 131

100,13

98

102,25

94

143,75

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Norddeutscher Lloyd .........

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................

Dresdner Bank

Reichsbank ................:

27,5

1,3

9,2

9,1

9,13

10,4

Hamburg-Amerika-Paket O

Hamburg-Südam. Dampfschiff. O

Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Eementwerk Karlstadt..

°°

12,

26,5

1,2

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Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

63,12

80,92

33,75

9,5

9,13

9,4

10,25

4% Oesterretchifche Goldrenre.... 4,20% Oesterreichische Stoenente 4% Ungarische Golbrente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 **/,% dcsgl. von 1913..........

6% obgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie t.....................

28

1,4

9,55

9,45

9,5

10,25

Schultheis Patzenhofer Aku lAllgemeine Kunstseide) .. Bemberg...................

Zellstoff Waldhos Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas ...............

Daimler Motoren ....

Deutsche Linoleum ... Orenstein & Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. Ehode Accumulatoren-Fabrik Lonti-Gummt

6% Deutsche ReichSanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1984 b'/r% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld Auslos.-Rechten .............

4,/l% Deutsche ReichSpostschatzan.

Weisungen von 1934, I

6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 srückzahlb. 102%) ............

4V»% ehern. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12.........

»% ehem. Hess. LandeS-Hypo. thekenbank Darmstadt Liaui ...

4%% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R.6

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. Aw leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4V»% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

I/»% ehem. 4V»% Franks. Hvp.- Bank-Liqu.-Psandbriese.......

t»V»% ehem. 4V»% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.

<%% ehem. 8% Pr. Landespfand' briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

4V»% ehem. 7% Pr. Landespsand- vriefanst., Gold Komm. C61.VI

tzteuergutsch.Berrechnungsk. 35-39

AL

I ®. Farben.Jndustrt« Scheideanstalt........

Goldschmidt .........

Rütgerswerle Metallgeiellschaft

Serlin, 24.Oktober

Amerikanische Rote» Belgische Noten...... .....

Dänische Noten ..........

Englische Noten ..........

Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten. ............ Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, * 1OO Schilliag Rumänische Noten.........

Schwedische Noten ..............

Schweizer Noten.............

Spanische Noten.....

Ungarische Noten ........... ..

Harpener ..................0

Hoesck EisenKöln-Neueste» .. 0

Ilse Bergbau ............... 6

Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke .......

Mannesmann-Röhre»

Sch'- LI!- hörte

28,75 I 29,9 I

90 - j

210,5 I 210,5 I

23-10.

117,75

114,5

Frankfurt a. M. 1

Serkin

Frankfurt a. M

Serlin

Schluß­kurs

Schluvi. Abend­börse

Schluß- turs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

23 10.

24-10-

23-10-

24-10

5% RumSn. vereinh. Rente v. 1903

5,8

6

5,9

5,9

4/,%Rumän.vereinh.Rentev.l913

8,4

8,5

8,3

8,55

4% Rumänische vercinh. Rente ..

4,9

4,9

4,95

4,95

2%% Anatolier ...............

38

38,5

38

38,4

23. Oktober

24 Oktober

Amtliche Notierung

Geld | 3rtd

Amtliche Notierung '

Geld | 3rief

Buenos Aire.

0,677

0,681

0,677

0,681

Brüssel.....

41.84

41,92

41,82

41.90

Rio be Jan.

0,141

0,143

0,139

0,141

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,57

54,67

54,59

54,69

Danzig.....

46,83

46,93

46,83

46.93

London .....

12,22

12,25

12,225

12,255

HelsingsorS..

5,385

5,395

5,385

5,395

Paris ......

16,38

16,42

16,38

16.42

Holland ...

168,57

168,91

168,61

168,95

Italien.....

20,24

20,28

20,24

20,28

Japan ......

0,714

0,716

0,714

0,716

Jugoslawien

5,664

5,676

5,664

5,676

Oslo..... :

61,35

61,47

61,39

61,51

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

11.08

11,10

11,085

11,105

Stockholm...

63,00

63,12

63,03

63,15

Schweiz ....

80,80

80,96

80,78

80,94

Spanien....

33,94

34,00

33,97

34,03

Prag.......

10,275

10,295

10,275

10,295

Budapest ...

Neutzork...

2,486

2,490

Banfnolett

2,485

2,489