Mittwoch, 25. September (935
Kl 224 Dritter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen)
Ein Blick in den überaus zweckmäßig ausgestatteten Transportraum. — (Aufnahmen [2]: Photo-Pfaff.)
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als Fahrzeug ist unter allem Verzicht auf Luxus mit allen Errungenschaften der hochentwickelten Technik ausgestattet. Besonders beachtenswert ist der eigentliche Krankentransportraum, der in seiner Ausstattung ganz den aus den Erfahrungen der Sanitätskolonne erwachsenen Wünschen gestaltet wurde. Der Wagen birgt zwei leicht ausziehbare Tragbahren, ferner drei Sitze für die begleitenden Sanitäter. Einer dieser Sitze ist besonders bequem gestaltet, so daß unter Umständen drei Kranke auf einmal transportiert werden können. Selbstverständlich fehlt auch der geräumige, zweckmäßig aufgeteilte Schrank für Verbandzeug und Medikamente nicht.
Der neue Krankentransportwagen der Gießener Freiwilligen Sanitätskolonne stellt eine wertvolle Ergänzung der Ausrüstung der Kolonne dar, die als um so notwendiger erachtet werden mußte, als ja der bisherige Wagenpark zum Teil schon sehr lange, einer der Wagen seit 1912, Dienst tut.
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Stadt in vielerlei Hinsicht, besonders auch bei der Werbearbeit der Universität durch persönliche Fühlungnahme von Student zu Student zwecks Studiums in Gießen, durchgeführt worden ist. Für das nächste Jahr ist die Herausgabe eines neuen Führers durch Gießen in einer Auflage von 15 bis 20 000 Exemplaren vorgesehen. Auf dem Gebiete der Verschönerung des Stadtbildes und mancher Plätze in unserm Stadtwald ist auch für das kommende Jahr mancherlei geplant, wobei der Redner verschiedene Einzelheiten bereits mitteilte.
Der Landesverkehrsverband Rhein-Main plant für das kommende Jahr eine verstärkte Werbung für unsere Provinz Oberhessen, von der auch unsere Stabt ansehnlichen Ruhen erwarten kann.
Die Maßnahmen in dieser Hinsicht sollen in Kürze in zwei großen Tagungen, voraussichtlich in Lauterbach und in Friedberg, bekanntgegeben werden. Die Zusammenarbeit des Vereins mit dem Landesverkehrsverband ist sehr eng und fruchtbar.
Der Voranschlag für das neue Vereinsjahr schließt in Einnahme mit rund 6000 Mark und in Ausgabe mit rund 5500 Mark ab. Aus dem Rechnungsbericht war zu entnehmen, daß der Verein neben einem Kassenbestand von rund 5480 Mark noch über ein Sparguthaben in Höhe von rund 5520 Mark verfügt, so daß also insgesamt rund
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Frau Hahn erwiderte, Fräulein Walb wäre heute noch nicht bei ihr gewesen.
Die Antwort war befremdend, Mutter und Sohn sahen sich fragend an. Sie begriffen nicht, wo Wally sein konnte.
„Vielleicht hat sie Bekannte getroffen," meinte Frau Diendorf.
Ihr Sohn schüttelte den Kopf.
„Wally würde uns deshalb nicht warten lassen, glaube ich."
Aber Wally kam, nachdem der Tisch schon lange abgeräumt, noch immer nicht und so telephonierte Gerhard Diendorf alle Freunde und Bekannten an, doch niemand hatte Wally heute gesehen, nirgends hatte sie Besuche gemacht.
Nun benachrichtigte der junge Arzt, schon sehr aufgeregt, die Polizei und jetzt brachte er bald heraus, wo sich seine Verlobte befand. Eine Beschreibung, die man ihm gab, genügte zwar, jeden Irrtum auszuschließen, doch eilte er so schnell als möglich selbst nach der ihm von der Polizei angegebenen Unfallstation.
Er sah Wally Walb nicht mehr als Lebende wieder. Ein Geschäftsauto war mit voller Wucht in die Taxe hineingefahren, in der sie sich anscheinend auf dem Weg zur Schneiderin befunden. Der Chauffeur und Wally Walb waren dabei sofort getötet worden.
Wie Gerhard Diendorf die - furchtbare Nachricht entgegengenommen und wie er dann nach Hause gekommen, hätte er nicht zu sagen gewußt, er war zu feiner Mutter heimgeeilt und fiel vor ihr zusammen. Seine ganze Kraft war ausgesaugt von dem einen, unfaßbar schrecklichen Gedanken, die über alles Geliebte war tot. Niemals mehr würde er ihre feinen Hände in die seinen nehmen können, niemals mehr ihren Mund küssen und sich an ihrer Schönheit freuen
Nie würde sie die Seine werden.
Ganz jäh und ohne Abschied, war sie von ihm gegangen und hatte ihn allein gelassen fürs ganze Leben.
Fürs ganze Leben!
Das war nicht zu fassen, das war gar nicht auszudenken.
Frau Diendorf, selbst bis ins Innerste erschüttert von der furchtbaren Nachricht, konnte ihrem Schmerz aber nicht nachgeben, sie tonte jetzt nur an den Sohn denken, der vollständig aufgelöst war in grenzenlosem Jammer. In einem so überwältigenden Jammer, daß eine Mutter über das Leid des Sohnes vergaß, daß auch sie hätte meinen müssen.
Sie strich immer wieder über sein glattes braunes Haar, bat immer wieder: „Werde ein wenig ruhig, mein lieber Junge, ich ertrage es nicht, dich meinen zu sehen."
Sie kam mit dem alten Trost, mit dem alle kommen, die keinen besseren Vorbringen können: Wer weiß, wozu es gut ist!
(Fortsetzung folgt 1)
Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Gießen hielt am gestrigen Dienstagabend im Gasthaus „Hindenburg" unter Leitung des Dereinsführers, Bürgermeister Dr. Hamm, seine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung ab.
Nach der Begrüßung des Ehrenmitgliedes H. Winn, der Vertreter der Behörden und der Presse sowie der übrigen Mitglieder dankte der Vereinsführer allen Helfern und Förderern des Vereins.
Ser Jahresbericht
war den Mitgliedern schon vor etwa drei Wochen schriftlich zugestellt worden; im „Gießener Anzeiger" Nr. 206 vom 4. September haben wir ihn in allen wesentlichen Teilen zum Abdruck gebracht. Ergänzend zu dem Jahresbericht teilte Bürgermeister Dr. Hamm mit, daß der starke Rückgang im Mitgliederbestand von 319 auf 254 Personen zu einem großen Teile auf das Ausscheiden der nichtarischen Personen zurückzuführen ist. Um so mehr ist es jetzt erforderlich, daß 'alle arischen Einwohner, die irgendwie an der Verkehrswerbung interessiert sind, Mitglieder des Vereins werden.
Es gehl nicht an, daß die kosten der Verkehrswerbung nur von einem Teile des unmittelbaren Interessentenkreises getragen werden, während viele andere wohl den Vorteil für sich in Anspruch nehmen, sich aber vor den kosten drücken. Wenn auf dem Wege der Mitgliederwerbung kein Ansteigen der Mitgliederzahl in nächster Zeit zu erreichen ist, so wird man auch in Gießen, ähnlich wie in zahlreichen anderen Städten, dazu übergehen müssen, durch eine Ortssahung alle an den Früchten der Verkehrswerbung interessierten Einwohner zwangsweise zu den Lasten heranzuziehen.
Sodann wies der Redner darauf hin, daß die 23er- kehrswerbung aus Mitteln des Vereins und der
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Noch eine altertümliche Ofenplatte.
* Nieder-Beffingen, 24. Sept. Die Ofen- platte von Lang-Göns hat einen Doppelgänger. In unserem Dorfe befindet sich in Pri- vatbejitz eine Ofenplatte, ebenfalls mit der Darstellung der Witwe von Sarepta. Die lateinische Inschrift und der Spruch lauten gleich. Jedoch ist hier statt Oehl = Oehls und Mehl = Mehls geschrieben. Der Name der anfertigenden Firma fehlt. Die Platte trägt die Jahreszahl 1670, ist also noch 37 Jahre alter als ihr Gegenstück. Auch sind die Figuren anders verteilt. Die hiesige Ofenplatte die jahrzehntelang als Schornsteinplatte gebient hatte, sollte seinerzeit an einen Altwarenhändler als Alteisen verkauft werden. Der jetzige Besitzer kam gerade dazu, bezahlte etwas mehr und hat dde Platte auf diese Weise für die Nachwelt erhalten. Auf der Steinsmühle im benachbarten M ü n ft e r war vor einiger Zeit noch eine Pfenplatte zu sehen, die den verlorenen Sohn darstellte
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3m Dienste der Nächstenliebe.
Ein neuer Krankentransportwagen für die Gießener Ganitätskolonne.
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Aufgaben der GießenerVerkehrswerbung
Aussprache im Verkehrs- und Verschönerungsverein.
Die Konditorei hatte einen Ausgang durch den Hausflur, über einen Hof gelangte man in eine ganz stille Seitenstraße. Hier küßte Hans Syden noch einmal Wallys Rechte, raunte: „Uebermorgen, mein Lieb, übermorgen!" Dann trennten sich die beiden, gingen nach verschiedenen Richtungen auseinander.
2. Kapitel.
Warum mußte das geschehen?
Gerhard Diendorf, einer der gesuchtesten jungen Aerzte Berlins, kam zu Tisch nach Hause. Seme Mutter empfing ihn mit warmem Händedruck.
„Wir könnten sofort essen, Gerhard, alles ist natürlich bereit, aber Wally ist noch nicht zurück. Sir wollte durchaus wieder zur Schneiderin. In letzter Zeit ist sie mehr bei Frau Hahn als hier."
Gerhard Diendorf lächelte: „Ach, Mutter, das ist ja nur zu begreiflich. In zwei Wochen werden wir heiraten und sie möchte alles so hübsch und elegant wie möglich haben. Wenn ein Mädel so wunderschön ist, wie Wally, darf man ihr daraus keinen Vorwurf machen." Er sah die Mutter ein bißchen schwärmerisch an. „Mutter, ich bin unsäglich glücklich, daß Wally meine Frau wird, ich liebe sie so sehr." Er blickte ins Leere. „Weißt Du, es hat so kommen müssen. Schon vor zehn Jahren, als du mit der damals Zwölfjährigen in dieses Zimmer tratest und du zu mir sagtest: ,Sei recht gut zu der kleinen Wally, sie soll fortan bei uns bleiben, vorhin ist ihre Mutter, meine beste Freundin, gestorben', da war es mir, als müsse ich das schmale Dingelchen mit den seltenen Augen fest in meine Arme nehmen, um es zu schützen vor allem Schweren und Trüben im Leben. Wie ein Schwesterchen von mir wuchs sie hier auf bis wir dann eines Tages erkannten, wir hatten uns sehr lieb."
Frau Diendorf strich sich über das leicht ergraute schwarze Haar, ihre straffe Gestalt schien ein wenig zusammenzusinken, als sie antwortete: „Möge der Himmel euren Bund segnen und mögt ihr beide recht, recht glücklich werden."
Sie war nicht so restlos überzeugt, daß Wally Walb ihren Sohn so sehr liebte wie er sie, dennoch zwang sie sich immer wieder dazu, es zu glauben, weil sie mit ganzem Herzen an dem einzigen Sohne hing.
Seine Praxis übte Gerhard Diendorf im Hause feiner verwitweten Mutter aus und nahm auch hier die Mahlzeiten ein, doch seit ein paar Wochen hatte ihm eine befreundete Familie, der das Nebenhaus gehörte, ein Schlafzimmer abgegeben. Frau Diendorf meinte nämlich, Brautleute dürften, so dicht vor der Hochzeit, nicht unter dem gleichen Dache wohnen.
Man wartete also mit dem Mittagessen auf Wally Walb. Wartete eine Viertelstunde und noch eine Viertelstunde; doch dann klingelte Gerhard Diendorf bei der Schneiderin an
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Der neue Krankentranspocrwagen (im Bilde rechts) der Sanitätskolonne vor dem Depot.
Die Gießener Freiwillige Sanitätskolonne vom loten Kreuz, die hinsichtlich ihrer Einsatzbereit- cjaft und Schlagfertigkeit, besonders aber auch in ijug auf ihre Ausrüstung in weitem Umkreis als Arbilblich bekannt ist, erhielt gestern abend einen Auen Krankentransportwagen. Der Wagen, der in Laufe des Nachmittags von der Herstellerfirma (lldler, Frankfurt a. M.) im Werk abgenommen norben war, wurde in Anwesenheit der Vertreter der Provinz, des Kreises und der städtischen Behörden, sowie der angetretenen Mannschaften örr Freiwilligen Sanitätskolonne seiner Bestirn- trung übergeben. Zahlreiche Volksgenossen, die an brr Arbeit der Sanitätskolonne regen Anteil nehmen, hatten sich außerdem eingefunden. Pünktlich un 18.30 Uhr traf der neue Wagen vor dem De-
lautem Schall in sein Ohr, als hallten sie dann noch einmal, gleich einem Echo, von Kirchenwänden zurück. Durch und durch gingen ihm die Worte, die doch aus kaltem Herzen und von kalten Lippen kamen, die nur nüchterne Berechnung ersonnen, um den Mann recht, recht fest zu halten.
Ganz zufällig hatte Wally Walb den Ingenieur unb erfolgreichen Autorennfahrer Graf Syden kennen gelernt, als er ihr eines Nachmittags, mitten im lebhaften Verkehr den hinuntergefallenen Taschenspiegel aufgehoben.
Man war dann in ein Gespräch gekommen. Graf Syden hatte sich vorgestellt und sie, die doch Gerhard Diendorfs Ring am Finger trug, versprach ihm für den nächsten Tag ein Wiedersehen und ließ sich schon am übernächsten Tag von ihm küssen. Sein Titel gefiel ihr, und brachte sie auf die Idee .Gräfin' zu werden.
Die kleine Konditorei, in der sie sich befanden, war um diese frühe Nachmittagsstunde wenig besucht, und die beiden saßen in einer Ecke, die eigens für Verliebte geschaffen schien.
Hans Syden nahm die Rechte Wallys und begann leise auf sie einzureden, schloß dann: „Du weißt also genau Bescheid, Kind, und jetzt, wo wir uns ganz einig sind, soll auch alles so rasch wie möglich gehen, es bleibt bei übermorgen. Du brauchst keine besonderen Vorbereitungen. Ein kleiner Handkoffer genügt vollkommen. Dein Brautkleid wird schon gemacht, es ist also die höchste Zeit für dich, hier aus allem herauszukommen, sonst gehst du mir vielleicht doch noch verloren und das will ich nicht, das leide ich nicht."
Er preßte bei den letzten Worten ihre Hand so fest, daß sie leicht aufschrie
Wally Walb erhob sich sofort; wie sie so nebeneinander durch den Raum zur Kasse schritten, blickten ihnen die wenigen Gäste alle nach. So auffallend waren sie, so vornehm und schon und so zueinander passend.
Graf Syden war groß und schlank, sein gebräuntes Gesicht war fast ein wenig eckig vor lauter Herbheit, die gebogene Nase sprang vor, fein Kinn sprach von Trotz und Eigenwillen. Er war dreißig Jahre. Die ebenfalls ziemlich große schlanke Wally Walb sah zierlich aus neben seinem Garde- maß. Ihre Schönheit fiel überall auf, wohin sie kam. Sie hatte hellbraunes Haar mit wundervollem Goldglanz und ihre übergroßen Augen schauten in öem irisierenden Glanz seltener Edelsteine aus dem dichten Kranz tiefschwarzer Wimpern. Von welcher Farbe ihren Augen waren, war schwer zu sagen. Die Menschen, die sie nur flüchtig kannten, waren darüber verschiedener Meinung, wer sie aber besser kannte, wußte, die Augen Wallys Walbs waren grau, doch schimmerten sie oft grünlich, oft hellbraun, zuweilen ganz dunkel und dann wieder fast farblos hell, je nach Wallys Seelenstimmung, die niemals gleichmäßig war.
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Roman von Anny von panhuys lUrheberrechlsschutz Aufwärts-Verlag G. m. b. H.,
Berlin SW 68.
(Nachdruck verboten.)
1. Kapitel.
Sie hat die Treu gebrochen.
Wally Walb zuckte die Achseln: „Aber mein lieber, lieber Hans, so leicht ist das nun wirklich nicht, ir »inem Verlobten und meiner Pflegemutter, die ferne Mutter ist, die Wahrheit zu bekennen. Ich Itmn ihnen doch nicht ein paar Wochen vor der hichzeit plötzlich damit kommen, daß ich mich seit öliger Zeit heimlich mit dir treffe, daß ich dich litie und sofort meiner Wege gehen will, noch da- ji mit dir. Den Mut dazu bringe ich nicht auf." Mraf Syden lächelte und seine dunklen Augen blitzten herrisch.
„Dann lauf einfach ohne Erklärung davon, auf B Weise kommst du um den Familienskandal jeum. Kneif einfach aus, du bist ja münbig. Ein hinterlassener Brief genügt auch " Er neigte sich ihr 51 und betrachtete von ganz nahe ihr wunderschönes Llsicht, fragte fast schroff: „Hast du mich lieb?
„Wie oft muß ich dir das denn noch wiederholen. Fch habe dich über alles lieb. Ich ahnte ja über- j^upt nicht, was Liebe ist, ehe ich dich kannte. Ich tiiirbe unglücklich ohne bich."
Ms er ihre Hanb jetzt preßte, als wollte er bie I |mmalen Finger zerbrücken, bachte sie zufrieben, es | mg alles so, wie sie es wünschte. Sie wollte keine , llmseinanbersetzungen mit ihrem Verlobten unb mit (einer Mutter, von ber sie erzogen worben war. E;e zog es vor, einfach wegzulaufen in eine locfenbe Zukunft hinein unb sich nicht umzuschauen nach be- nm, bie immer gut zu ihr gewesen. Sie schilberte Megemutter unb Verlobten als selbstsüchtig unb pDantisch. Sie log, bamit Hans Syben so spre- him sollte, wie er gesprochen, wie sie es hören trollte, bannt er nicht auf bie Jbee kam, sich in । stäche mit Dr. Dienborf auseinanberzusetzen, besten stmg sie noch am Finger trug, obwohl sie ben, irr ihn ihr gegeben, seit Wochen betrog.
chans Syben raunte: „Ich bringe bich ins stAlbschlößchen am Rhein zu meinen beiben Groß- irnmas unb meiner Schwester Gretel. Deine byhafte Schönheit wirb bestimmt bafür sorgen, bctz die drei meine Hanblungsweise verstehen. d:»rt am Rhein, werben wir auch heiraten. Balb, feilt balb. Alles anbere ergibt sich bann von selbst".
Wally Walb flüsterte: „Unb wenn bu mich in h; Hölle führen würbest, ich ginge mit dir, weil lc bich liebe." , _
Sie hatte boch nur leise gesprochen, aber Hans c jben war es, als brängten sich bie Worte mit
tot am Kanzleiberg ein, vor bem bie Krankenwagen Dir Kolonne aufgestellt worben waren.
Kolonnenführer Kratz hielt eine kurze Ansprache Er betonte, daß ber neue Krankentransportwagen d zu beitragen solle, bie Schlagfertigkeit ber Ko- Irnne weiterhin zu erhöhen. Mit Stolz könne man aif bas Werk blicken, bas hier geschaffen worben V Bei allem Dienst, ben ber Wagen ber Bevölke- r ng ber Stabt unb ber Umgebung tun solle, bürfe pcht vergessen werben, baß burch bie Schaffung ftsfes Wagens schon zahlreichen Volksgenossen für gträume Zeit Verbienstmöglichkeit gegeben worben s. Mit herzlichen Worten bes Dankes an bie 2-rwaltung ber Provinz, bes Kreises, ber Stabt Gehen unb ber Sparkasse, bie burch erhebliche Zu- Isv'üsse bie Anschaffung bes Wagens ermöglichten, firoie mit einem breifachen „Sieg-Heil!" auf ben lLchirmherrn bes Roten Kreuzes, ben Führer unb Dichskanzler Abolf Hitler, schloß ber Rebner.
Anschließenb würbe ber Wagen von zahlreichen Interessenten eingehenb besichtigt.
Der neue Krankentransportwagen würbe im Fahrgestell von ben Ablerwerken unb in ber Karosserie vom Frankfurter Karosseriewerk hergestellt. (n 12/60-PS-Motor (3 l) gestattet bem Wagen ’ene erhebliche Geschwinbigkeit. Der Kraftwagen
ganz wundervoll im Geschmack
NIVEA:
mild, leicht
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