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schrumpelt.Wem gehört dieses Bett?" fragte der

General.Dem Burschen des Herrn Leutnants

Der alte Haeseler

Von Oberst Krafft.

Sprache sprechen. Sonst wird er draußen in der Praxis nicht anerkannt und findet weder Befrie­digung in seinem Beruf noch die Möglichkeit, sach­lich wertvolle Arbeit zu leisten.

Daher werden zum Studium der Land­wirtschaft künftig nur diejenigen deutschen Staatsbürger zugelassen, die als b a u e r n f ä h i g im Sinne des Reichserbhofgesetzes an­zusehen sind, ferner Hochschulreife und nach den gegenwärtig bestehenden Bestimmungen das Pflichtenheft der Deutschen Studen­tenschaft über die Ableistung des Arbeitsdienst­halbjahres besitzen und schließlich mindestens zwei Jahre nach den Bestimmungen des Reichs­nährstandes in der praktischen Lan d w i r t - schäft ausgebildet sind. Diese praktische, in anerkannten bäuerlichen Lehrwirtschaften abzu-

I", war die Antwort.

Er versuchte nun die Decke geradezuziehen. Da sprang darunter ein bellender Mops hervor, und es lagen außerdem drei leere Sektflaschen im Bett. Er lächelte nur.

Böse aber wurde er, als einmal folgendes geschah: Auf den um Metz liegenden Forts war je eine Kom­panie untergebracht, dazu ein Leutnant. Für einen Sonntag um zehn Uhr war Feldgottesdienst be­fohlen. Der Leutnant mochte sich wohl etwas anderes vorgenommen haben. So verabredete er mit dem Pfarrer, sie wollten den Gottesdienst eine halbe Stunde früher legen. Das geschah. Als die Predigt eben zu Ende war, meldete der Ausguckposten: Seine Exzellenz kommt!"

Was tun? Die Leute wurden beieinander behalten, und der Prediger hielt seine Predigt noch einmal von vorne. Gottlieb hatte aber etwas gemerkt, war wütend und wollte den bösen Pfarrer für drei Mo­nate auf ein Fort quartieren. Das gelang freilich nicht. Die Seelsorger waren ihm nicht unterstellt ...

riesige Schlote, hohe Türme und Eisenkonstruktionen empor. Am Ufer, dort, wo die großen Dampfer und Schleppkähne liegen, türmen sich Erz, Kohle und Gesteine zu gewaltigen Bergen und wachsen unter der emsigen Arbeit der Kräne, die wieder und wieder mit fressenden Zangen ins Innere der Schiffsleiber greifen. Und andere Kräne, die an langen Eisen­gerüsten laufen, packen zum zweitenmal die Kohle und führen sie, die erst geläutert werden muß, bevor sie als reiner Kohlenstoff dem Hochofen zugeführt werden kann, zu den Koksöfen, die in langer Reihe einer neben dem anderen breitbeinig dastehen. Don Zeit zu Zeit öffnet sich ein solcher Ofen, der rot­glühende Koks wird durch einen Stempel heraus­gepreßt und beginnt an der Luft zu brennen, aber schon stürzen sich Wasserstrahlen über ihn und löschen die verzehrende Glut

Verkehrs.

Stehen verschiedene öffentliche Beförderungsmittel zur Verfügung, so ist dasjenige zu wählen, das der Reichskasse die geringsten Kosten verursacht,

oder mehrere der bezeichneten Beförderungsmit­

tel nebeneinander, wenn der Weg zum Bestim» mungsort usw. nicht mit einem einzigen Verkehrs­mittel zurückgelegt werden kann.

Die zum Ableisten des aktiven Wehrdienstes Em- gestellten erhalten bei der Einberufung für das Zurücklegen von Wegestrecken vom Aufent­halts- zum Bestimmungsort:

Wegegeld in Höhe des Fahrpreises für eine Militärfahrkarte, oder für die 2. Schiffsklafje, oder für das Benutzen anderer öffentlicher, regelmäßig verkehrender Beförderungsmittel, von 10 Pf. für 1 Kilometer für die 5 Kilometer überfteigenöe Landwegstrecken, auf denen öffentliche Beförde­rungsmittel nicht regelmäßig verkehren:

ein Zehrgeld bei Eisenbahnfahrten über sechs bis acht Stunden von 1 Mark, über acht bis zwölf Stunden von 1,50 Mark, über zwölf stun­den für je angefangene sechs Stunden weiterer Fahrtdauer 1 Mark.

Einzelreisende und im Transport beförderte Ein­berufene sind unterwegs auf Selbstverpflegung an­gewiesen. Sie treten bei ihrem Truppenteil am Eintrefftag mit der der Tageszeit entsprechenden Teilmahlzeit in die- Wehrmachtsverpflegung ein.

Für die Entlassung der Unteroffiziere und Mannschaften gelten für das Zurücklegen von We­gestrecken vom Entlassungs- zum Bestimmungsort die gleichen Bestimmungen wie für die Einberufung, am Entlassungstage wird jedoch nur Morgen kost gewährt. Wird noch Dienst geleistet, so daß die Entlastung erst nachmittags stattfindet, so steht noch die Mittagskost zu.

Wegegeld, das der Einberufene verauslagt hat, ist auf Grund der abgelieferten benutzten Mi­litär- usw. Fahrkarten bzw. der festgestellten Land- Wegstrecken nach dem Eintreffen gegen Quittung beschleunigt zu erstatten.

Zehrgeld, das dem Einberufenen für die Fahrtdauer zusteht, ist nach dem Eintreffen gegen Quittung beschleunigt zu zahlen.

Wegegeld und Zehrgeld sind dem Entlassenen vor Antritt der Entlassungsreise gegen Quittung zu

gischen Bewegungen aus und legte sich zu Bett.

Eine Weile war es still. Dann aber sprang er plötzlich wieder auf und lief zu dem Bild, das ihn mit magischer Gewalt anzuziehen schien. Was sollte er nun tun? Die wilden Szenen auf dem Gemälde würden ihn nicht zur Ruhe kommen lassen. Die

Einberufungen und Entlassungen bei der Wehrmacht.

Neue Bestimmungen über Gebührniffe.

Aus Erz wird Eisen.

Von H. Brandt

Ein kleiner Nagel ruht in deiner Hand, ein win­ziges Stück Eisen, wenige Gramm nur schwer. Dutzende dieser Nägel kannst du in jeder Eisenhand­lung für einen einzigen Groschen erstehen. Aber horch einmal auf das mächtige Lied der Arbeit, das auch im kleinsten Nagel lebendig wird.

Hochschulnackrichien.

Professor Dr. scient. pol. Karl Bräuer, Drbb narius für Nationalökonomie, Finanzwissenschast und Statistik an der Universität Würzburg, ist in gleicher Eigenschaft an die Universität Leip' z i g berufen worden.

Professor Dr. Oskar S ch u l tz - G o r a , der erm pflichtete Ordinarius der romanischen Philologie an der Universität Jena, begeht am 25. September seinen 7 5. Geburtstag.

zahlen.

Rundsunkproaramm.

e Donnerstag, 26. September.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Morgenmusik. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.15: Musik am Morgen. 10.15: Schul­funk: Volksliedersingen. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Bauernfunk. 12: Mit- tagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sende­bezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Mitten im Werktag: Sozial- und Wirtfchaftsdienst in bunter Folge. 15: Nachrichten der Gauleitung. 15.15: Kinderfunk: Der Herbst ist da hallo, hallo/ Eine Sing- und Spielstunde für die ganz Kleinen. 16: Kleines Konzert. 16.30: MitAdmiral Scheer" auf Verbandsübung. Von Heinrich Zerkaulen. 16.40: Bücherfunk. 17: Leipziger Kaleidoskop I. Buntes musikalisches Farbenspiel. 18.30: Kunstbericht der Woche. 18.35: Wie arbeitet die Volksbücherei im Raume der Großstadt? 18.45:Der erste Flieger von Tsingtau." Von Karl Rummel. 19: Unterhaltungs­konzert. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Eichendorfflieder, gesungen von Karl Erb. 21:Erzählungen aus dem Stubenvollkeller",eine Szenenfolge um Carl Spitz­weg anläßlich feines 50. Todestages (28. September) von Willy Anna Lehner-Sander.

bildeten Landwirte", so hat Heinrich Hlmmler aus. geführt,haben mit der deutschen Landwirtschaft und dieser voran, früher den Weg in die Stadt beschritten. Darum ist unsere heutige Auf. aabe die daß wir als Diplomlandwirte sowohl an der Universität, wie an der Hochschule, wie im Leben draußen - alles tun müssen, damit der Weg der Verbauerung des deutschen Volkes beschritten wird."

Landjugend und Hochschule.

Don Dr. Adolf Kraemer, Geschäftsführer des Neichsbundes der deutschen Diplomlandwirte.

Kaum hundert Meter entfernt ragen zwei dieser Riesen als Türme von etwa dreißig Meter Höhe, aus eisernen Ringen gefügt und innen mit feuer­festen Steinen ausgekleidet, empor. Ruhig liegen sie da, nichts verrät die brodelnden Gewalten ihres In­nern, nur der Dampf, der von den zur Kühlung mit Wasser berieselten Wänden aufsteigt, läßt ahnen, was in ihnen vorgeht. Alle dreißig Sekunden fahren Transportwagen den Schrägaufzug hinauf und bringen Erz, Koks undZuschläge" auf die obere Plattform, dieGichtbühne". Alle vier Minuten öffnet sich dort der Ofen und verschlingt die Speise, die für ihn aufgefpeichert wurde. In der ungeheuren Hitze seines Innern entreißen Kohlenoxyd und glühende Kohle dem Erz den Sauerstoff und machen so das Eisen frei, das flüssig durch die 1600 bis 1700 Grad heißeFormebene" tropft und sich imGestell" sammelt. Unaufhörlich muß von unten heiße Gebläse­luft in den Ofen eingepreßt werden. In ihrem Glut­hauch würde sich von neuem das Eisen mit Sauer­stoff verbinden, wenn nicht ein Schlackenmantel, bei dessen Bildung dieZuschläge" ihre unentbehrliche Rolle spielen, es schützen würde. Die Raummenge dieser schützenden Schlacke ist zweieinhalbmal so groß wie die des Eisens, früher bildete sie ein lästiges Nebenprodukt, das zu riesigen Halden aufgeschüttet wurde, heute aber stellt man aus ihr Zement oder Pflaster- und Mauersteine her.

Gleich wird der Abstich des Eisens beginnen. Sieh, da schießt es schon empor, als hellrot glühende Schlange tastet es sich erst schnell, bann immer lang­samer vorwärts und fließt in Sandformen, in denen

Lehrtätigkeit, der Forschung und der Wi'rtschaftsberatung. An über 1000 land­wirtschaftlichen Unterricht s st ä 11 e n , den bäuerlichen Werkschulen, den höheren landwirt­schaftlichen Schulen, den höheren Lehranstalten für praktische Landwirte und einer großen Reihe von Spezialausbildungsstätten unterrichten und schulen rund 3000 Diplomlandwirte Jahr für Jahr etwa 50 000 deutsche Jungbauern und Jungbäuerinnen. Innerhalb des Reichsnährstandes sind Diplomlandwirte im Beamten- und Angestellten­verhältnis beruflich tätig auf dem Gebiete der Tier­zucht, der Pflanzenzucht, des Genossenschaftswesens, der Agrikulturchemie, als Pflanzenarzt, als Fach­leute für Gemüse-, Obst- und Weinbau, als land­wirtschaftliche Sachverständige, im Landmaschinen­wesen, als Kulturtechniker, in der Siedlung, in der Agrarstatistik und der Presse. Diplomlandwirte fin­den ferner ihren Lebensberuf in unserer hochent­wickelten landwirtschaftlichenJndustrie. Sie sind weiter, in der Regel im Beamtenverbält- nis, als Fachbearbeiter für landwirtschaftliche Fra­gen in d en verschiedenen Ministerien des Reiches und der Länder, in einer Reihe von Körperschaften des öffentlichen Rechtes, und ferner als leitende Angestellte in Verbänden und Organi­sationen tätig. Ein sehr beträchtlicher Teil geht aufs Land zurück, in die Praxis, als Bauer und Landwirt, als Pächter und Administrator.

So hat die deutsche Hochschule die Aufgabe, un­sere Jungbauern miterziehen zu helfen zu einer Gemeinschaft von Menschen, die auf Grund eines gemeinsamen Ausbildungsganges und eines ge­meinsamen einheitlichen Einsatzes ihrer Berufe für das deutsche Bauerntum im Kampf stehen für die nationalsozialistische Agrarpolitik. Die Hochschule soll damit eine Erziehungsstätte sein, die an Stelle der Auslese von Menschen nach Stand und Besitz, auf Grund des Leistungsprinzips und des kämpferischen Geistes und Glau­bens Soldaten dieser Revolution schult, die dafür kämpfen, aus Deutschland das ideale Bauern­reich unseres Führers zu machen.

Der Reichsführer der SS.. Diplomlandwirt Hein­rich Himmler, hat als Führer des Reichsbundes der Deutschen Divlomlandwirte diese mit einem Re­giment in der Armee der deutschen Bauern ver­glichen.Dieses Regiment soll überall da eingesetzt werden, wo die Gemeinschaft unserer Berufe für den Nationalsozialismus, für Bauer und Volk ein- > zustehen hat." Sehen wir die Pflicht der Hochschule

ebenso soldatisch und scharf umrissen, wie hier der Reichsführer der SS. die Aufgaben des Diplom­landwirtes kennzeichet, also als eine Statte, Sol­daten für dieses Regiment zu erziehen.

Die Aufgabe, die dieser Gruppe von Menschen innerhalb der Landjugend somit gestellt ist, geht ebenso klar aus den Ausführungen des Reichsfuh- rers der SS. hervor, die dieser kürzlich m einer Führerringbesprechung des Reichsbundes Deutscher Diplomlandwirte gemacht hat.Die akademisch ge-

leistende Ausbildung wird mit einer Lehrlings- prüfung auf Grund vorn Reichsnährstand er­lassener Richtlinien beendet.

An folgenden dreizehn .deutschsprachigen Hoch­schulstätten besteht die Möglichkeit einer land - wirtschaftlichen Hochschulausbild ung: Berlin, München, Königsberg, Breslau, Halle Got- tingen, Kiel, Leipzig, Jena, Gl en Bonm Hohenheim und Danzig. Das Studium, das nach einer Vor- und Nachprüfung mit dem akademischen Grad des Diplomlandwirts abschließt um- saßt 6 Semester. Hierzu tritt jedoch künftig, sobald das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Richtlinien über eine Neugestal­tung des Studienlehrganges der Diplomlandwirte verfügt hat, für alle diejenigen Diplomlandwirte, die in höheren Dienst öffentlicher Aemter zu treten wünschen, eine Sonderausbildung über die der zuständige Fachminister, also der Reichs- dauernführer in seiner Eigenschaft als Ernährungs­minister, noch nicht bestimmt hat.

Es gibt wohl kaum eine Gruppe studierender junger Menschen, denen ihre praktische und wissen- schaftliche Ausbildung auf einer deutschen Hoch­schule eine solche Vielseitigkeit für die Wahl ihres Berufes gestattet, wie sie den Studierenden der Landwirtschaft geboten wird. Es ist nicht uninteressant, einmal aufzuzählen, in welch verschiedenen Formen die Studierenden der Land­wirtschaft später für das deutsche Bauerntum ar­beiten können. Gegenwärtig stehen rund 9000 Diplomlandwirte in Deutschland in Berus und Brot. Davon etwa ein Drittel im Dien ft der

es, mehr und mehr sich verzweigend, schließlich zu > ruucuen iyri maji zur muye lummen innen. */» Masseln" erstarrt, die dann zur weiteren 23er-- Sachen packen, ausziehen? Aber jetzt? Es war Nacht, arbeitung und Veredlung des Roheisens versandt; die Umgebung ihm noch fremd. Da kam ihm ein werden. I plötzlicher Einfall. Er suchte in seinem Gepäck nach

Da ist das Zementwerk. In unaufhörlich sich | einem Bleistift, ging abermals zu dem Bilde und drehenden, mit glühenden Gasen beheizten langen ; schrieb mit fester Hand unter das WortSchiffs' Metalltrommeln, den Drehrohöfen, wird aus der Untergang":21 b e r alte mürben gerettet! Schlacke Zement hergestellt; da sind Hallen, in denen Zufrieden löschte er das Licht aus, legte sich nieder aus diesem Zement Röhren und Platten entstehen und schlief bald fest und ohne Traum. H. E. und andere Hallen, wo an vielen Tischen Papiersäcke

Aus Anlaß der Soldatenentlassungen und fl@ün= ftellungen der Wehrmacht am kommenden 1-Okto­ber sind nachstehende Bestimmungen von Bedeu­tung:

Dienstpflichtige, die ihren Wohnsitz im Aus­land haben, werden 1935 zum Wehrdienst n ich t herangezogen. Ihre Abfindung bei späterer Ein­berufung und Entlassung wird besonders geregelt.

Als A u s e n t h a l t s o r t (Wohnsitz oder dauern­der Aufenthaltsort) gilt der Ort, an dem der Mann zur Zeit der Einberufung in militärischer Kontrolle steht.

Gestellungsort ist derjenige Ort, an dem sich der Mann auf Grund des Gestellungsbefehls usw. zunächst zu gestellen hat (Standort des Wehr­bezirkskommandos, ein anderer Sammelort oder der Standort des Truppenteils).

In der deutschen Revolution steht der Bauer auf 1 Vorposten in einem Kampf, der darum geht, das : deutsche Volk wieder zum Bauern zu führen. Wir 1 sind dafür eingesetzt, allem dem, was wirVer­städterung" nennen, eine im besten Sinne des WortesVerbauerung der Nation" ent-- i gegenzusetzen.

Bei diesem Kampf für die vom Führer gestellte Aufgabe,dieses deutsche Volk aufzubauen auf dem Bauern als dem Grundpfeiler jedes völkischen und politischen Lebens", ist die Jugend am Pflug, d i e bäuerliche Jugend, der Stoßtrupp.

Zäh, unbeirrbar und geraden Weges, mit all der Schwere und Tiefe bäuerlichen Blutes, wird dieser Kampf geführt. In der Seele unserer bäuerlichen Jugend wird wieder der Stolz geweckt, Bauer zu sein. Wie fritzisches Denken und preußische Tradition aus einem käuflichen Söldner- Haufen ein Dolksheer und aus besoldeten Lands­knechtchargen ein traditionsstolzes und verantwor­tungsbereites Offizierkorps geschaffen hat, so muß in dieser bäuerlichen Jugend die Saat aufgehen, die die nationalsozialistische Agrargesetzgebung in einen von liberalistischem Unkraut überwucherten Boden gesät hat.

So sehen wir auch die FragestellungLand­jugend und Hochschule". Im deutschen Bauerntum, als dem blutsmäßigen Träger und als dem Ernährer der Nation, ruht zwiefach das Schicksal unseres Volkes. Daher muß die deutsche aule, an der Jungbauern eine wissenschaftliche ung ihrer praktischen Ausbildung suchen, ebenfalls nach zwei Seiten ihre Zielsetzung sehen. Einmal: Menschen auszubilden m i t einem Höch stmaß von agrartechni­sch emWissenund Können. Darüber hinaus aber und wichtiger: unsere Jugend zu charakter­lich und politisch wertvollen Trägern ihres bäuerlichen Blutes zu erziehen, ihrer bäuerlichen Sendung am deutschen Volke be­wußt. Das künftige Bildungsziel ist damit im Gegensatz zu früher keineswegs mehr ausschließlich der mit gediegenem fachlichen Können und Wissen ausgestattete einzelne Mensch, sondern ein poli­tisches Bauerntum, das in starker Bindung und Verantwortlichkeit gegenüber dem ganzen Volke sein Wirken und Werken als Dienst an der Volksgemeinschaft auffaßt. Die Hochschule soll nicht allein Fachwissen übermitteln. Im nationalsozia­listischen Staat soll sie M e n s ch e n u n d F ü h r e r bilden, Mitkämpfer für den Neuaufbau im Vaterland. Nicht allein für den jungen Menschen, der Landwirtschaft studieren will, sondern f ü r jeden Studierenden muß die Blickrichtung zur Wissenschaft und Forschung vom bäuer­lichen Menschen und bäuerlichen Be­trieb ihr en Ausgang nehmen, und die Er­kenntnisse der Wissenschaft und Forschung haben zurückzustrahlen auf den Bauern und seinen Hof.

Die Landjugend, die an deutschen Hochschulen studiert, hat in ihrer späteren Berufsausübung in und außerhalb des Reichsnährstandes auf Grund dieser gemeinsamen Ausbildung und der Auslese nach der Leistung, die den einzelnen beruft, Dienst am Bauern zu leisten. Wer für den Bauern ar­beitet, muß selbst blutsmäßig dem Bauern verbunden sein. Er muß seine

Djörnson und der EchiffSuntergang.

Wenn Björnstjeme B j ö r n s o n , der norwegische Dichter, auf Reifen war, so achtete er stets darauf, für die Nacht einen Gasthof zu finden, der ihm ein behagliches Zimmer zu bieten vermochte; denn die Behaglichkeit und Gemütlichkeit seiner Umgebung war ihm ein Lebensbedürfnis.

So wanderte er einst durch den Harz und mietete am Abend in einem kleinen Gasthaufe ein Zimmer, das ihm auf den ersten Anblick hin außerordentlich aut gefallen hatte. Er also in der Gaststube,zu Abend und erhob sich dann, um sich zur Ruhe zu begeben. Freundlich brannte die Lampe in dem Zim­mer, das ihn nun aufnahm; an der Wand stand ein sauberes Bett, auf dem Tisch in der Mitte des Raumes läg eine hübsche Decke, und auf der anderen Seite stand ein schweres altes Sofa.

Darüber hina ein Bild. Biörnson sah genauer hin. Das war ja fürchterlich..Scbiffsuntergang" stand unter dem Gemälde. Er fetzte Die Brille auf. Schaw derhaft! Da rangen Ertrinkende mit dem Tode, klammerten sich an finkende Boote und schwimmende Planken, an Bord des Wracks" rangen Frauen jam­mernd die Hände ... Dabei schlafen? Unmöglich- Immer wieder mußte Björnson nach dem Bilde sehen. Endlich bezwang er sich, kleidete sich mit ener-

Bestimmungsort ist bei der Einberufung der Ort, an dem der Mann in die Verpflegung seines Truppenteils eintritt. Bei der Entlassung der Ort, den sich der Entlassene als seinen künftigen Wohnsitz (dauernden Aufenthaltsort) wählt. Ist dieser Ort vom Entlassungsort aus weiter gelegen als der Ort, von dem aus die Einberufung erfolgte, so hat der Entlassene den Nachweis zu erbringen, daß er am neuen Wohnsitz eine Arbeitsstelle ge­funden hat oder daß sein Unterhalt für die nächste Zeit gesichert ist.

Gestellungs- und Bestimmungsort fallen zusammen, wenn der Mann unmittelbar zu seinem Truppenteil einberufen wird oder dessen Standort zugleich der des Wehrbezirkskommandos oder der andere Sammelort ist.

E n t l a s s u n g s o r t ist der Ort, an dem sich der Truppenteil am Entlassungstag befindet.

Die Entsendung der Einberufenen und Entlas­senen zum Gestellungs- oder Bestimmungsort oder zum künftigen Wohnsitz kann im Transport oder in Einzelsendunyen stattfinden. Trans­porte sind Entsendungen mit militärischem Begleit­kommando. Einzelsendungen umfassen die Entsen­dung einzelner und mehrerer Personen, wenn letz­tere unter Führung eines aus ihrer Mitte entnom­menen Mannes, gegebenenfalls auf eine gemein­schaftliche Militärfahrkarte, oder einen gemeinsamen Militärfahrschein befördert werden.

Ist bei der Einstellung der Gestellungs- oder Be­stimmungsort und bei der Entlassung der zukünftige Wohnsitz vom Ausgangsort der Reise nur bei Landwegstrecken bis zu 5 Kilometer entfernt, so wird keinerlei Vergütung gezahlt. Bei Entfernun­gen über 5 Kilometer werden angefangene Kilome­ter als voll gerechnet.

Einberufene und Entlassene benutzen:

Die Eisenbahn mit Militärfahrkarten, in Aus­nahmefällen mit Militärfahrschein nach den bestehen­den Bestimmungen, bei Entfernungen über 200 Kilometer dürfen Eil- und Schnellzüge gegen Lö­sung der entsprechenden Zuschlagskarten benutzt wer­den; oder

Schiffe mit Fahrkarten des öffentlichen Verkehrs für die 2. Klasse, es sei denn, das Schiff führt nur eine Klasse, ober

andere öffentliche, regelmäßig verkehrende Be­förderungsmittel mit Fahrkarten des öffentlichen

Für immer wird die Gestalt des General­feldmarschalls Gottlieb Grafen v o n H a e f e - ler im deutschen Volk und Heer fortleben. 1 In der ausgezeichneten Zeitschrift des Verlags Albert Langen/Georg Müller, München,Das Innere Reich", Septemberheft 1935, umreißt Oberst Krafft noch einmal diese Soldaten­figur. Wir entnehmen der fesselnden Arbeit die folgenden Abschnitte.

Leidenschaften, Liebhabereien hatte Haeseler nicht, doch eine Liebe: die zur Schönheit der Natur. Oft konnte er auf Bergeshöhe oder wo sich ein Ausblick bot, mitten im Ritt halten bleiben und herschauen: Sehen Sie, meine Herren, wie schön das ist." Ganz besonders liebte er die Vollmondlandschaft und den Sonnenaufgang. Auch der Humor war ihm nicht fremd. Bei passendem Anlaß konnte er herzlich lachen.

Das wurde einmal dem Leutnant von R. zur Rettung. Der liebte allerlei Moden und Uebertrei- bungen in der Kleidung. Haeseler hatte sehr ernste Befehle dagegen erlassen. An einem Besichtigungs­tage hielten wir Adjutanten hinter dem Regiments­kommandeur am Eingang des Exerzierplatzes und erwarteten Haeselsr. Das zu besichtigende Bataillon marschierte vorbei.

Um Gotteswillen", rief der Oberst,haben Sie R. gesehen mit den weiten Faltenhosen?"

Da kam auch schon Haeseler in feinem geräumigen Galopp herangesprengt:

Herr Oberst, ich habe mich neulich doch deutlich genug ausgedrückt, und nun der Leutnant von R. mit den Hosen."

Verzeihen Euer Exzellenz, den hohen Kragen und die kleine Mütze habe ich ihm auch schon abge- knöppt."

Na, dann knöppen Sie ihm die Hosen ..." Weiter kam er nicht; er mußte selber lachen. Glimpflich kam auch noch ein anderer Leutnant davon. Es war Probemobilmachung. Haeseler ließ einen Leutnantskoffer öffnen. Statt der erwarteten kriegsmäßigen Uniform lag ein Clownanzug vorn letzten Karneval darin.

Einmal wollte er sich eine Kaserne ansehen, wie die Leute untergebracht seien. Es wurde als möglich hingestellt, daß er auch die Leutnantsstuben besichti­gen würde. Da hieß es aufräumen, namentlich die verbotenen Hunde beiseiteschaffen. Haeseler betrat eine Mannschaftsstube. Die Betten waren hübsch ge­glättet, nur aus einem war die Decke ver-

für den Versand des nicht verarbeiteten Zements angefertigt werden. Und drüben wirbeln Schwung­räder von mehreren Meter Durchmesser in verhalte­ner und doch deutlich erkennbarer ungeheurer Kraft und zwingen die Kolben, die fauchend warme Luft in den Hochofen pressen, zu regelmäßigem Gang. Generatoren, ebenfalls von den Gichtgasen getrieben, sausen und geben Strom für das Werk; in der Re- paraturwerkstätte surren Drehbänke und kreischen Bohrer, ein Brausen und Dröhnen ist rings. Hörst du, wie es klingt vom Schaffen eines Volkes, an defsen ewigem Wirken auch diese Stätte ihr Teil hat?

Schon von ferne kündet eine schwere Wolke grau- gelben Qualms die Nähe des Hochofenwerkes und einer Nebenbetriebe an; beim Näherkommen wachsen